Neuer Beweis zur Manipulation des Demo-Fotos

Hier wur­de berich­tet, daß für die bei­den ent­schei­den­den Fotos diver­ser "Faktenchecker", u.a. der Tagesschau, fal­sche Aufnahme­zeitpunkte genannt wur­den. Mit ihnen soll­te eine nied­ri­ge Zahl von TeilnehmerInnen der bun­des­wei­ten Demonstration vom 1.8. belegt wer­den.

Nun hat sich ein Mitlesender die Mühe gemacht, das von Patrick Gensing vor­ge­leg­te Foto in hoher Auflösung zu kau­fen und mit­tels Winkelfunktionen, Perspektivgesetzen und Sonnenverlauf.de so genau, wie mög­lich den Schattenverlauf zu mes­sen und den Aufnahmezeitpunkt zu berech­nen. Auch er muß­te fest­stel­len, daß die Uhrzeit bei dem gelie­fer­ten Foto gelöscht war.

Wie er zu dem Fazit kommt "Das Foto wur­de um 13:30 +- 11 Minuten auf­ge­nom­men", läßt sich detail­liert hier nach­le­sen. (Der Link wur­de am 19.8. upge­da­tet).

Auch aus dpa-"Beweisfoto" Aufnahmedaten entfernt

Vor drei Tagen wur­de hier berich­tet, daß von dem Foto, das laut Tagesschau eine nied­ri­ge Teilnehmerzahl der Demo vom 1.8. bewei­sen soll, die Metadaten über den Aufnahmezeitpunkt ent­fernt wur­den. Der Zeitpunkt ist wich­tig für die Frage, wie­vie­le Menschen noch unter­wegs zum Veranstaltungsort waren.

Inzwischen liegt auch das dpa-Foto vor, das "Faktenchecker" von correctiv.org ver­wen­den, um zu unter­mau­ern, daß "zwi­schen 16:03 und 16:10 Uhr" so weni­ge Menschen wie auf der Aufnahme zu sehen sind, an der Kundgebung teil­ge­nom­men haben.

Mit wel­chen Tricks sie dabei vor­ge­hen, wur­de hier beschrie­ben. Jetzt zeigt sich: Wie bei dem Bild der Tagesschau sind auch bei dem dpa-Foto, das man über eine Agentur kau­fen kann, die Metadaten über den Zeitpunkt der Aufnahme ent­fernt wor­den. Nur die­ser Bearbeitungsschritt ist doku­men­tiert:

»<photoshop:DateCreated>2020–08-01</photoshop:DateCreated>«

Verfassungsschutz: Wenige Rechtsextreme bei Corona-Demo

Man muß vor­sich­tig sein, wenn der Verfassungsschutz zu die­sem Thema etwas in die Welt setzt. Zu oft war unklar, ob er V‑Männer in Strukturen der Neonazis ein­setz­te oder ob es umge­kehrt war. Aufgefallen durch beson­ders eif­ri­ge Bekämpfung von Rechtsextremen ist der Dienst bis­lang noch nie. Wie auch, wur­de er doch von alten Nazis gegrün­det und bis 1972 gelei­tet – s. Der gute Verfassungsschutz.

Aufhorchen muß man also, wenn der Inlands-Geheimdienst mit­teilt, daß Nazis auf der gro­ßen Demo vom 1.8. nichts zu mel­den hat­ten. Entweder ist das ein Coup der Rechtsextremen im VS – oder er hat ein­fach Recht. Jedenfalls läßt er ver­lau­ten:

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Tagesschau-"Beweisfoto": Aufnahmezeitpunkt entfernt

Patrick Gensing hat­te am 2.8. als "ARD-fak­ten­fin­der" bewei­sen dür­fen, daß kei­nes­falls mehr als 20.000 Menschen an der Demonstration vom 1.8. teil­ge­nom­men haben (s. Muß Polizei jetzt wah­re Demo-Zahlen nen­nen? Tagesschau mit kaf­ka­es­kem "Faktencheck"). Die absur­de Geschichte rief einen Sturm der Empörung her­vor.

Gensing sieht sich des­halb genö­tigt, auf sei­nem pri­va­ten Twitter-Account ("Ein Thread über Verifikation und Misstrauen") Stellung zu neh­men. Es gelingt ihm, die Wirrnis noch zu stei­gern.

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Verbrennt die Corona-Leugner! (Tragikkomischer Fakten-Checker)

So hät­te es vor eini­gen Jahrhunderte im christ­li­chen Abendland gehei­ßen, nur wäre damals von Gottesleugnern die Rede gewe­sen.

Der Diskurs ist heu­te zivi­li­sier­ter, doch der Sprachgebrauch nicht zufäl­lig. Eine gott­ge­ge­be­ne Wahrheit zu bezwei­feln, gilt immer noch viel­fach als läs­ter­lich. Die Rolle des Gottes nimmt nun die Wissenschaft ein. Doch wie es den einen Gott nie gab, exis­tiert auch nicht "die" Wissenschaft.

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Lockerer Umgang mit Schwarz-Weiß-Rot

Sie waren nicht in so gro­ßer Zahl auf der Demonstration vom 1.8. ver­tre­ten wie die TrägerInnen von Schwarz-Rot-Gold und bei wei­tem nicht in dem von den meis­ten Medien behaup­te­ten Umfang. Dennoch ist die Frage berech­tigt:

Ist der sorg­lo­se Umgang zehn­tau­sen­der Menschen, die sich für die Demokratie ein­set­zen wol­len, mit offen Rechtsradikalen, deren Ziel die Abschaffung des demo­kra­ti­schen "Systems" ist, ange­mes­sen?

Geht es dabei um Meinungsäußerungen, die im poli­ti­schen Spektrum zuläs­sig sein müs­sen und doch auch für eine gute Sache wer­ben?

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Alles eine Frage der Perspektive. Lügen mit Bildern und Interpretationen

Viele Bilder und Videos der Demonstration vom 1.8. zei­gen klar, die Zahlen der Polizei kön­nen nicht stim­men. Das bedeu­tet nicht auto­ma­tisch, die der Veranstalter sei­en kor­rekt. Letztere prä­sen­tie­ren immer­hin Zeugen, die erklä­ren, Polizeiführer hät­ten ihnen gegen­über die Zahl 800.000 genannt.

Faktenchecker bezie­hen sich vor allem auf Fotos, die einen Überblick von der Siegessäule aus prä­sen­tie­ren. Mit ihnen soll die Angabe der Polizei bestä­tigt wer­den. Hier und an ande­rer Stelle wur­de gezeigt, daß ein Foto von dpa offen­sicht­lich falsch datiert wur­de. Wie zuver­läs­sig sind die ande­ren?

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Demo-Zahlen: Sonne bringt Licht ins Dunkel der Tagesschau-Fakes

Es wird immer enger für die Polizei-Zählung von 20.000 TeilnehmerInnen auf der Demonstration vom 1.8. Gestern wur­de hier gezeigt, daß auf dem von den Medien meist ver­brei­te­ten Foto weit über 100.000 Menschen zu sehen sind. Dafür wur­den die "Beweismittel" der offi­ziö­sen Fakten-Checker ver­wen­det.

Nun hat ein Rechercheur anhand der Schattenwürfe auf die­sem Foto fest­ge­stellt, daß es unmög­lich um 15:30 bzw. 16.00 ent­stan­den sein kann. Dieser Zeitpunkt wird offi­zi­ös ver­wen­det, um damit bele­gen zu kön­nen, daß nahe­zu alle TeilnehmerInnen der Demonstration auf der Straße des 17. Juni gewe­sen sein müs­sen.

Offensichtlich ent­stand das Foto aber bereits gegen 13 Uhr, also weit vor Ankunft des größ­ten Teils der Demo.

Wie kann das belegt wer­den?

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Demozahlen – die Tricks der "Faktenchecker"

Verbissen hal­ten so gut wie alle Medien an den Polizeiangaben von 20.000 TeilnehmerInnen der Demonstration vom 1.8. fest. "Faktenchecker" wer­den in Bewegung gesetzt, die durch­weg die Zählweise der Polizei bestä­ti­gen sol­len.

Nun hat jeder Mensch, der schon ein­mal Demonstrationen besucht hat, erlebt, daß Polizeiangaben sel­ten zutref­fen und meist viel zu nied­rig ange­ge­ben wer­den. Lohnt sich also die Aufregung dar­über? Schon, weil deut­lich wie nie zuvor wird, mit wel­chen Manipulationen gear­bei­tet wird.

correctiv.org zeich­net sich seit Beginn der Corona-Diskussion aus durch per­ma­nen­te ver­meint­li­che Beweise für die Aussagen von Drosten, RKI und Regierung. Diesmal machen sie es beson­ders dümm­lich.

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