Polnisches Fitnessstudio will jetzt eine Kirche sein

In Zeiten von Corona ist Kreativität gefragt.

»Nachdem ein pol­ni­sches Fitnessstudio in Polen wegen der Coronakrise geschlos­sen wer­den soll­te, hat es sich kur­zer­hand selbst als Kirche bezeich­net. "Weil Fitnesskurse nicht erlaubt sind, bie­ten wir ab heu­te reli­giö­se Versammlungen für Angehörige der Kirche des gesun­den Körpers an", schrieb das Studio Atlantic Sports auf sei­ner Facebookseite.

Mit der unge­wöhn­li­chen Aktion stellt es sich gegen eine Maßnahme der pol­ni­schen Regierung, die Schwimmbäder und Fitnessstudios ange­sichts einer stei­gen­den Zahl von Corona-Infektionen geschlos­sen hat­te…

Aufgrund von Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus müs­sen Restaurants im gan­zen Land frü­her schlie­ßen. In Hochrisiko-Gebieten wie Warschau sind Hochzeiten ver­bo­ten und wei­ter­füh­ren­de Schulen unter­rich­ten online. Gottesdienste sind in dem katho­li­schen Land mit 38 Millionen Einwohnern aber wei­ter­hin erlaubt, solan­ge die Gläubigen Masken tra­gen und sich an eine Teilnehmergrenze hal­ten.«

Das berich­tet heu­te spiegel.de.

Satire? Wirklichkeit? Wer weiß das heute schon?

Sascha Lobo hat ein Gespür für Populismus der fei­nen Art. Auf spiegel.de bringt er am 14.10. einen Beitrag "Hurra, die neu­en Corona-Maßnahmen sind da!", in dem net­te Sachen zu lesen sind (vor­sichts­hal­ber weist der Spiegel dar­auf hin, daß es sich um Satire hand­le):

»Auf Telegram, dem als Messenger getarn­ten Social Gruselkabinett, kippt täg­lich neu­en pro­mi­nen­ten Männern mitt­le­ren Alters ihr Hirnbiotop um. Das Land muss gegen­steu­ern, soviel ist klar – aber wie? Wenn man das bis­he­ri­ge Corona-Werk der rele­van­ten Akteure in der Pandemie ver­folgt hat, dann las­sen sich ganz logisch die nächs­ten Schritte der kom­men­den Wochen erah­nen.

Um einen erneu­ten Lockdown zu ver­hin­dern, regt Angela Merkel im Gespräch mit den Ministerpräsidenten der Bundesländer als effek­tivs­tes Instrument einen Lockdown an. Nur mit einem prä­ven­ti­ven Lockdown, so die Kanzlerin, käme man bei den gegen­wär­ti­gen Infektionsraten noch um einen Lockdown her­um, der im Zweifel viel belas­ten­der sei als ein Lockdown. Für die meis­ten Beobachter über­ra­schend, ent­schei­den sich die Länder jedoch in einem Anflug trot­zi­gen Aufbegehrens für einen wei­te­ren Lockdown, was als Schwäche der Kanzlerin inter­pre­tiert wird.

Das Robert Koch-Institut schlägt einen neu­en wis­sen­schaft­li­chen Fachbegriff für die­je­ni­gen Personen vor, die sich nach dem Toilettengang nicht die Hände waschen. Er lau­tet "Männer".

„Satire? Wirklichkeit? Wer weiß das heu­te schon?“ wei­ter­le­sen

Völlig unsachlich, komplett Off-Topic, aber nett

»Im Jahre 1844 wur­de in Trier auf Veranlassung Bischof Arnoldis der "Heilige Rock" wie­der gezeigt. Diese Reliquie soll angeb­lich ein Gewand Jesu Christi sein. In 7 Wochen kamen über eine Million Pilger. Diese ers­te Zurschaustellung seit dem Ende des ers­ten deut­schen Kaiserreichs führ­te zu hef­ti­gen Debatten in der Öffentlichkeit. Sie war Auslöser für Otto von Corvins anti­kle­ri­ka­les Buch Pfaffenspiegel, Rudolf Löwenstein schrieb dar­auf­hin die­sen Text, der im Kladderadatsch ver­öf­fent­licht wur­de. Zu hören ist das Lied in einer sehr schö­nen Version auf Hannes Waders Volkssänger-Album.

Freifrau von Droste-Vischering
Vi‑, Va‑, Vischering
zum heil­gen Rock nach Trier ging
Tri‑, Tra‑, Trier ging
Sie kroch auf allen Vieren,
sie tat sich sehr genie­ren
sie wollt gern ohne Krücken
duch die­ses Leben rücken
Ach herr­je, herr­je­mi­ne
ach, herr­je, herr­je­mi­ne
ach herr­je, herr­je­mi­ne
Josef und Maria!

„Völlig unsach­lich, kom­plett Off-Topic, aber nett“ wei­ter­le­sen

Scrabble mit Steffen Seibert und Lothar Wieler

Daraus lie­ße sich schon mal HALAL legen. Nehmen wir uns ein wei­te­res Steinchen und es ist ein "I" für "Ignoranz" und tau­schen ein "A" weg gegen ein "L" für "Lockdown", so haben wir schon HALALI.

Mit den drei "G"s von Lothar Wieler ("Geschlossene Räume, Gruppen und Gedränge, Gespräche in leb­haf­ter Atmosphäre und engem Kontakt zuein­an­der" – sind das nicht eigent­lich vier?) wird es schwie­ri­ger. "GAGA" geht auf jeden Fall.

Vorbildlich: Diakon schützt Hunde vor Infektion

»Osnabrück: 50 Hunde, Meerschweinchen und Kaninchen wer­den geseg­net
Wasserscheu durf­ten die rund 50 Hunde, Meerschweinchen und Kaninchen am Samstag vor dem Osnabrücker Dom nicht sein: Diakon Carsten Lehmann hat bei sei­ner Tiersegnung nicht mit geweih­tem Wasser gespart. Bei bes­tem Wetter bespreng­te er die Tiere zum Segensspruch "Der Herr seg­ne und behü­te euch!"
Der ein oder ande­re Hund inspi­zier­te zunächst neu­gie­rig das Aspergill, ein lit­ur­gi­sches Gerät, das zum Besprengen genutzt wird. Als es ans Segnen mit Weihwasser ging, waren die Vierbeiner mit­un­ter etwas ver­schreckt.«