Wieler ist sehr optimistisch und weiß gar nichts

Am 15.10. war Lothar H. Wieler im Phoenix-Gespräch zu ver­neh­men. Auf beein­dru­cken­de Weise mach­te der RKI-Präsident sei­nen Expertenstatus erkenn­bar:

Weitere beklem­men­de Highlights:

»Wir haben inzwi­schen einen rela­tiv guten Werkzeugkasten, mit dem wir die Ausbreitung des Virus auch wirk­lich ver­hin­dern kön­nen und ein­däm­men kön­nen.«

Ein Klempner mit ähn­lich gutem Werkzeugkasten wäre sehr schnell bank­rott.

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"Coronavirus zehn- bis zwanzigmal so tödlich wie die Grippe"

So über­schreibt welt.de am 15.10. einen Beitrag. Nun scheint ange­sichts der aktu­el­len Zahlen der WHO, nach denen in die­sem Sommer und Herbst die Zahl der Grippe-Infizierten dra­ma­tisch geschrumpft ist, ein sol­cher Vergleich zwar plau­si­bel, aber kei­nes­wegs dra­ma­tisch (s. Dumm für Spahn: Laut WHO ist Influenza kaum sicht­bar).

Die Autorin ist besorgt:

»Immer wie­der kommt die Frage auf: Wie gefähr­lich ist Covid-19 über­haupt?

Auch unter Wissenschaftlern wird die­se Frage welt­weit inten­siv dis­ku­tiert. Wiederholt gab es klei­ne­re Studien, nach denen das neue Virus nicht sehr viel gefähr­li­cher als die Grippe zu sein scheint… Dabei gibt es inzwi­schen aus etli­chen Ländern gro­ße Untersuchungen, die weit aus­sa­ge­kräf­ti­ger sind…

Wieso kann es über­haupt einen Streit dar­über geben, wie vie­le Menschen an dem Virus ster­ben? Weil jede Erhebung, jede Studie immer wie­der ande­re Werte lie­fert – je nach­dem, wann und wo und auf wel­che Weise man Infizierte und Tote zählt. Immer wie­der gibt es Studien mit stark abwei­chen­den Werten, und ins­be­son­de­re für Deutschland feh­len bis­lang ver­läss­li­che Untersuchungen.«

Das ändert sich jetzt. Denn:

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Luftbrücke für Berlin?

»Die Berliner Luftbrücke dien­te der Versorgung der Stadt Berlin durch Flugzeuge der Westalliierten, nach­dem die sowje­ti­sche Besatzungsmacht die Land- und Wasserwege von der Trizone nach West-Berlin vom 24. Juni 1948 bis 12. Mai 1949 durch die Berlin-Blockade gesperrt hat­te. Am 30. September 1949 wur­de die Luftbrücke offi­zi­ell been­det.« (Wikipedia)

Alles nur wegen Drostens Neugier?

»Das, was mich antreibt und moti­viert, ist die Medizin, die unbe­kann­te Diagnose beim sel­te­nen Patientenfall. Als Arzt sehe ich den Patienten, der eine Krankheit hat: Könnte man hier noch eine Diagnose fin­den, die ein nor­ma­les Allgemeinlabor nicht fin­den kann?«

Das erklärt der "Brain City Berlin Botschafter: Prof. Dr. Christian Drosten". Dabei ent­deckt er

»manch­mal Viren…, die die Gesundheit gan­zer Bevölkerungen bedro­hen. . In den letz­ten Jahren haben wir bei­spiels­wei­se an dem neu­en Erreger von MERS (Middle East Respiratory Syndrome) gear­bei­tet. Durch unse­re Forschung ist jetzt klar, dass die­ser Erreger vom Kamel stammt und eine über­trag­ba­re Lungenentzündung her­vor­ruft, mit einer gewis­sen Pandemiegefahr wie bei der Influenza.«

Das RKI ver­mel­det zu die­ser "Pandemie" welt­weit "mehr als 2.400 labor­be­stä­tig­te Fälle (davon mehr als 800 Todesfälle)". Damit ein sol­cher Vorhersage-Flop nicht noch ein­mal pas­siert, wur­den für Corona durch Drosten und das RKI Definitionen und Tests so angepaßt, daß eine mög­lichst hohe Fallzahl ent­ste­hen konn­te. Siehe dazu u.a. Cycling und Recycling der SARS-CoV-PCR und Die Legende von der asym­pto­ma­ti­schen Übertragung.

Obszöne Geschäfte mit Tests für Reisende

Angestoßen von MinisterInnen und BürokratInnen und befeu­ert durch immer neue Ausweisungen von "Risikogebieten" durch das RKI blüht das Geschäft vor allem gro­ßer Labore mit Tests von Reisewilligen.

Auf faz.net ist heu­te zu lesen, daß Menschen am Düsseldorfer Flughafen rich­tig Glück hat­ten. Denn ers­tens konn­ten sie sich kurz­fris­tig tes­ten las­sen und zwei­tens muß­ten sie dafür "nur" 59 Euro auf den Tisch legen.

»Für den glei­chen soge­nann­ten PCR-Test, bei dem Proben aus den Atemwegen ent­nom­men wer­den, ver­lan­gen ande­re Anbieter schnell ein­mal 160 Euro, sofern man über­haupt einen Termin erhält. Beispiel Berlin: Hier berech­net der Anbieter Quicktest 158,65 Euro je Person. Für eine vier­köp­fi­ge Familie kommt so eine statt­li­che Summe zusam­men. Wenn es eilig ist, las­sen sich die Labore das beson­ders teu­er bezah­len. Für Schnelltests kön­nen laut einem Agenturbericht bei einem Anbieter in Berlin sogar 281 Euro fäl­lig wer­den.«

(Wie es scheint, ist die Firma "Labor Berlin", für die Christian Drosten tätig ist, hier nicht invol­viert, Privatleute kön­nen sich an sie nicht wen­den.)

Wie kommt es dazu? Eine Mitschuld tra­gen Drosten und die Charité.

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"Was das Robert-Koch-Institut da macht, ist unwissenschaftlich"

In Zeiten wie die­sen beginnt ein Bericht im Haller Kreisblatt vom 29.9. vor­sichts­hal­ber so:

»Gütersloh. Eins stellt Andreas Bermpohl sofort klar: "Ich habe in den ver­gan­ge­nen 25 Jahren kei­ner Partei ange­hört, ich bin kein Esoteriker, kein Reichsbürger, kein Extremist. Nicht poli­tisch ori­en­tiert." Er ist auch kein Corona-Leugner. Das ist ihm wich­tig zu sagen, denn er weiß, wie schwie­rig es der­zeit ist, Kritik an den Corona-Maßnahmen zu äußern, ohne dabei selbst als Spinner ins Abseits zu gera­ten.

Bermpohl ist Diplom-Biologe und hat am Lehrstuhl für Mikrobiologie und Gentechnologie pro­mo­viert. Er bil­det Laborassistenten am Berufskolleg aus, ist als Krankenhaushygieniker aktiv, betreut Labore in Sicherheitsfragen und hat sich im Forschungsbereich mit dem Herz und Diabetes Zentrum Oeynhausen mit der Übertragung von vira­len Erregern durch raum­luft­tech­ni­sche Anlagen beschäf­tigt und die Ergebnisse ver­öf­fent­licht. Als Fachmann sagt er heu­te: "Hier läuft was falsch. Was das Robert-Koch-Institut da macht, ist unwis­sen­schaft­lich." Seine Kritik lau­tet: Die Corona-posi­tiv getes­te­ten Personen wer­den als Infizierte gewer­tet. "Dies ist infek­ti­ons­epi­de­mio­lo­gisch und auch sach­lich falsch!" Der Öffentlichkeit wer­de sug­ge­riert, dass es aktu­ell einen star­ken Anstieg der Corona-Infizierten gebe. "Stimmt nicht", behaup­tet Bermpohl.«

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Eigentlich hat jeder Corona…

Jedenfalls wenn man von die­sen vom RKI erfaß­ten Symptomen aus­geht. Interessant ist die Fußnote.

Tabelle 2: Erfasste Symptome für COVID-19 Fälle in Deutschland (Meldedaten)

Husten 45 %
Fieber 38 %
Schnupfen 20 %
Störung des Geruchs- und/oder Geschmackssinns* 15 %
Pneumonie 3,0 %
Weitere Symptome:
Halsschmerzen, Atemnot, Kopf- und Gliederschmerzen, Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, Übelkeit, Bauchschmerzen, Erbrechen, Durchfall, Konjunktivitis, Hautausschlag, Lymphknotenschwellung, Apathie, Somnolenz.

* In Deutschland wer­den seit der 17. KW für die COVID-19-Fälle Geruchs- und Geschmacksverlust als Symptome erfasst. In vie­len inter­na­tio­na­len Studien wur­de bei über der Hälfte der Probanden ein Geruchs- und/oder Geschmacksverlust nach­ge­wie­sen (70–72). Die deut­lich höhe­re Prävalenz resul­tiert ver­mut­lich aus der inten­si­ve­ren Ermittlung sol­cher Symptome im Rahmen von Studien im Vergleich zum Meldewesen.

Und nein: Das RKI behaup­tet nicht, jeder Mensch mit den genann­ten Wehwehchen sei "an oder mit Corona" erkrankt.

Rechtsmediziner der Charité: Leichen von Menschen, die seit März das Haus nicht verlassen haben

Der Leiter des Instituts für Rechtsmedizin der Charité Berlin, Michael Tsokos, schil­dert gru­se­li­ge "Kollateralschäden" der "Corona-Maßnahmen". In der "NDR Talk Show" vom 2.10. erklärt er (ca. ab Minute 3):

»Zunächst war natür­lich im März auch für uns die Unsicherheit, was hat das für unse­re Arbeit zu tun. Und da hat ja das Robert-Koch-Institut rela­tiv zu Anfang gesagt "Keine Obduktionen wegen Infektionsgefahr". Und ich habe auch zu mei­nen Leuten gesagt "Ist Quatsch". Wenn wir uns rich­tig schüt­zen, dann ist es weit­aus weni­ger gefähr­lich als z.B. Tuberkulose. Und dann hat­ten wir im März einen Tag, da sind fünf alte Menschen an Covid-19 eben gestor­ben in einem Altenheim, und dann habe ich gesagt, ich mache die Sektionen alle allei­ne, um ein­mal zu zei­gen, ich bin nicht der Chef, der sagt "Macht mal, da tut sich kei­ner was" und ich sit­ze in mei­nem Büro. Und das hat sich dann in der Routine ein­ge­spielt.

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Bingo mit "Risikogebieten"

Es gibt kei­ner­lei inter­na­tio­nal gül­ti­gen Definitionen, kei­ne euro­pa­wei­ten und auch kei­ne in der gan­zen BRD gel­ten­den Regeln zu "Risikogebieten". Was Herr Wieler (Herr der Ringe = "Risikogebiete in ganz Europa") und sein RKI da täg­lich aus­wür­feln, kann von den Ländern beach­tet wer­den oder in die Tonne gehau­en. Denn auch hier ent­schei­den die ProvinzfürstInnen jedeR für sich. Und die trei­ben es dol­le.

"Was gilt bei Reisen in Deutschland?" fragt sich heu­te tagesschau.de.

»In der Regel gilt ein Land oder eine Region ab 50 Neuinfektionen in den ver­gan­ge­nen sie­ben Tagen pro 100.000 Einwohner (Siebe-Tage-Inzidenz) als Risikogebiet. Für das Ausland legen das Bundesgesundheits­ministerium, das Bundesinnenministerium und das Auswärtige Amt das gemein­sam fest und ver­öf­fent­li­chen eine Liste.

Für inner­deut­sche Risikogebiete gibt es aber eine sol­che bun­des­weit gül­ti­ge Liste nicht. Stattdessen ent­schei­det jedes Bundesland für sich, wel­che Region, wel­che Stadt oder gar wel­cher Bezirk als Risikogebiet gilt – und wel­che Konsequenzen das für Reisende hat. Wer aus einem Risikogebiet kommt oder in eines rei­sen möch­te, soll­te sich also im Vorfeld sehr genau infor­mie­ren, wel­che Regeln für die jewei­li­ge Region gel­ten.

Was gilt wo?

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