volksverpetzer.de klärt auf: Die Wissenschaft vs Great Barrington Erklärung

Die Plattform (s. volksverpetzer.de darf als Desinformationsportal bezeich­net wer­den) prä­sen­tiert in übli­chem Stil, was sie für eine Mehrheit hält:

»Die unwis­sen­schaft­li­che Szene der Pandemie-Leugner:innen und extrem Rechten ist der­zeit begeis­tert von der so genann­ten "Great Barrington Erklärung”. Sie ver­spricht alles, was die­se abge­schot­te­te Filterblase ohne­hin schon glaubt und hofft: Ein sofor­ti­ges Ende aller Corona-Maßnahmen. Mit einer (ver­meint­lich) wis­sen­schaft­li­chen Idee dahin­ter. "Tausende Wissenschaftler:innen und Gesundheits­expert:innen” sol­len die "Great Barrington Erklärung” unter­zeich­net haben und for­dern, dass gesun­de und jun­ge Menschen wie­der zu einem nor­ma­len Leben zurück­keh­ren soll­ten, indem man Risikogruppen iso­liert und den Rest der Bevölkerung unkon­trol­liert dem Virus aus­setzt. Das fußt fun­da­men­tal auf dem Konzept der "Herdenimmunität”.

…Hinter den Personen, die die Erklärung star­te­ten, [steckt] ein extrem rech­ter think tank, der auch die Klimakrise leug­net und Geld von einem Ölmilliardär dafür erhält. Zusätzlich dazu, dass die ver­meint­li­che Wissenschaft dahin­ter auf eini­gen gra­vie­ren­den Fehlannahmen beruh­te, war die Erklärung nur ein PR-Tool, um Pandemie-Leugner:innen eine wis­sen­schaft­li­che Randmeinung als Mehrheit zu ver­kau­fen.

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"Volksverpetzer" bleiben faktenresistent (Drosten-Dissertation)

volksverpetzer.de lag schon oft dane­ben (s. Drosten-Diss: Faktenchecker hin­ken hin­ter­her und ver­zap­fen Unsinn). Heute wol­len sie erneut bewei­sen, daß wirk­lich alles in Ordnung ist mit der Dissertation von Christian Drosten:

»DROSTENS DOKTORARBEIT ERST SEIT 2020 VERFÜGBAR?
Natürlich gibt es für ver­nünf­ti­ge Menschen kei­nen ein­zi­gen Grund, die Existenz von Drostens Doktorarbeit anzu­zwei­feln. Drosten-Hasser und ver­schwö­rungs­ideo­lo­gi­sche Pandemie-Leugner:innen ver­su­chen aber seit Monaten, irgend­et­was zu fin­den, um Drosten als Symbol für die gro­ße Mehrheit der ver­nünf­ti­gen Wissenschaftler:innen zu dif­fa­mie­ren. Daran sieht man übri­gens, wie wenig ech­te Argumente die­se wahn­haf­te Bewegung hat und mit wel­chen schmut­zi­gen Tricks sie spielt, wenn sie sogar die Existenz von Drostens Doktorarbeit anzwei­feln muss.

Bereits im Juli ver­brei­te­ten sich Sharepics mit dem Inhalt, die Doktorarbeit von Dr. Drosten sei angeb­lich "nicht auf­find­bar". Die Intention dahin­ter natür­lich: Die inter­na­tio­nal extrem hohe Reputation des Corona-Experten zu dif­fa­mie­ren und zu unter­stel­len, die Doktorarbeit sei gefälscht, exis­tie­re gar nicht oder der­glei­chen.«

Der Stil macht deut­lich: Hier geht es um Fakten, Fakten, Fakten und nichts sonst.

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Drosten-Dissertation verwirrt nun auch "Faktenchecker"

Die famo­sen "Fakten-Checker" von mimi­ka­ma schrei­ben am 15.10.:

»Ein Widerspruch, der ver­wirrt: Obwohl von 2003, ist die Doktorarbeit erst seit 2020 ver­füg­bar.

Im Juli berich­te­ten wir über die zu die­sem Zeitpunkt angeb­lich nicht auf­find­ba­re Doktorarbeit des Virologen Christian Drosten. Verschwörungsmythiker fol­ger­ten dar­aus, dass Drosten gar kei­nen Doktortitel habe, dem­zu­fol­ge auch kein Virologe sei und somit sei­ne Ratschläge nichts wert sei­en.

Dass es tau­sen­de Nicht-Virologen in sozia­len Medien gibt, die des­halb glau­ben, alles bes­ser zu wis­sen, las­sen wir mal bei­sei­te, denn in einem Punkt haben sie tat­säch­lich recht, und das ist etwas, was auch wir über­sa­hen: Vor dem Juni 2020 war die Doktorarbeit tat­säch­lich nicht zu fin­den.

Wo hat­te sich die Doktorarbeit ver­steckt?«

Es folgt eine Aufzählung von Nachforschungen, die hier an ver­schie­de­nen Stellen bereits seit lan­gem nach­zu­le­sen sind.

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Faktenchecker als Geisterfahrer?

Bislang war es vor­nehms­te Aufgabe von selbst ernann­ten Faktencheckern, "Corona-Leugnern" das Handwerk zu legen. Welcher Teufel mag mimikama.at gerit­ten haben, für einen Augenblick die Seite zu wech­seln?

"Kann der PCR-Test das Coronavirus gar nicht nach­wei­sen? (Faktencheck)" lau­te­te die Frage am 21.9.

»Jene Behauptung stammt nicht von irgend­ei­nem Arzt, son­dern von einer Virologin: Prof. Dr. Ulrike Kämmerer erklärt, ein PCR-Test wei­se nur Nukleinsäuren nach, nicht aber das Coronavirus, man kön­ne damit kei­ne Infektion nach­wei­sen…

Hat sie denn damit recht?
Ja. Denn tat­säch­lich weist der PCR-Test das Coronavirus selbst nicht nach. Er weist nach, ob man infi­ziert ist, aber nicht, ob man auch infek­ti­ös (anste­ckend) ist.

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"Fakten-Checker": Studie ist falsch, weil sie falsch ist ("teils sehr absolut")

Die Studie des Deutschen Netzwerks Evidenzbasierte Medizin e.V. von Anfang September (s. Forschergruppe sieht offe­ne Fragen zur Maskenpflicht) hat hohe Wellen geschla­gen. Die bezahl­ten "Fakten-Checker" mach­ten sich umge­hend ans Werk, um die bedroh­li­che Infragestellung der Regierungsmaßnahmen durch Fachleute gera­de zu rücken.

Wie dümm­lich und tau­to­lo­gisch sie mit­un­ter dabei vor­ge­hen, zeigt ein Beitrag "Angesehener Fachverband ver­brei­tet irre­füh­ren­de Infos und frag­wür­di­ge Empfehlungen" auf medwatch.de am 17.9:

»Ausgerechnet bei Stellungnahmen des Deutschen Netzwerks für evi­denz­ba­sier­te Medizin gibt es meh­re­re Aussagen, die falsch, irre­füh­rend und unbe­legt sind – oder auch als Verschwörungstheorie ange­se­hen wer­den kön­nen. Das Netzwerk erklär­te zeit­wei­lig sogar, der­zeit sei­en kei­ne ein­schnei­den­den Maßnahmen nötig, die über die übli­che Hygiene hin­aus­ge­hen. «

Bislang galt eine Position mit die­sem Verdikt als erle­digt. Da es sich um einen "ange­se­he­nen Fachverband" han­delt, reicht das dies­mal nicht mehr.

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"Keine einzige Infektion definitiv zurechenbar"

Erneut gibt es Anzeichen für vor­sich­ti­ge Selbstkritik in man­chen Medien. Der Faktenfinder von tagesschau.de mel­det heu­te, daß auch in der ARD ver­brei­te­te "Nachrichten" falsch waren.

»Am ver­gan­ge­nen Wochenende hat­ten Meldungen für Aufsehen und Besorgnis gesorgt: "Ein Superspreader macht Party", titel­te der Bayerische Rundfunk, bei der Tagesschau hieß es "Ermittlungen gegen Superspreaderin", und die "Bild" berich­te­te, dass "Garmisch-Partenkirchen sau­er auf die Superspreaderin" sei. In einer Video-Überschrift sprach das Boulevardblatt gar von einer "Potenziellen Killerin". Zudem nann­te die Zeitung den Vornamen und abge­kürz­ten Nachnamen der Frau, was zu ihrer Identifizierung füh­ren kann.«

Ausführlich wird dar­ge­stellt:

»Somit ist bis­lang kei­ne Infektion in Garmisch-Partenkirchen nach­weis­lich auf die Frau zurück­zu­füh­ren, die von Behörden, Politik und Medien seit Tagen "Superspreaderin" genannt wird. Fragwürdig erscheint in die­sem Zusammenhang das Verhalten des Landrats und eini­ger Medien, die die Verantwortung für den Anstieg der Zahlen eines gan­zen Landkreises ohne Beweise dem Verhalten einer jun­gen Frau anlas­ten.«

Update 23.9.:

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Wind Of Change auf tagesschau.de? Lauterbach-Faktencheck

Fallen lang­sam die Tabus? Oder hat nur Karl Lauterbach es zu bunt getrie­ben? Tatsache ist: Überschrieben mit "Lauterbach auf Twitter – Aufklärung oder Panikmache?"gibt es heu­te einen Faktencheck zu sei­nem Gebaren auf die­ser Plattform. Noch ein­mal das Unglaubliche: Ein Faktencheck! zu Karl Lauterbach! in der ARD!

Hier wer­den ihm meh­re­re Fake-News nach­ge­wie­sen. Doch nicht nur das:

»Obwohl Lauterbach auch von pro­mi­nen­ten Twitter-Nutzern, wie dem Virologen Hendrik Streeck, dar­auf hin­ge­wie­sen wur­de, dass er mit sei­nen Behauptungen dane­ben oder nicht ganz rich­tig liegt, kor­ri­giert er sich eher sel­ten…

Ebenso wenig pos­tet er in der Regel Korrekturen zu von ihm ver­brei­te­ten Studien, wenn sich die­se im Laufe des wis­sen­schaft­li­chen Peer-Review-Prozesses als man­gel­haft erwei­sen. Insgesamt ten­diert Lauterbach dazu, die Gefahren von Covid-19 äußerst schwer ein­zu­schät­zen. Und manch­mal schie­ßen sei­ne Interpretationen dabei über wis­sen­schaft­lich belast­ba­re Aussagen hin­aus.«

Wie war das noch… mit 300 Millionen Corona-Infizierten in Indien?

»Ausbruch-Folgen kaum abseh­bar
Indien fürch­tet 300 Millionen Corona-Infizierte
Mehr als 1,3 Milliarden Menschen leben in Indien, vie­le von ihnen dicht gedrängt unter kata­stro­pha­len Bedingungen. Der rie­si­ge Staat stellt sein öffent­li­ches Leben bei­na­he kom­plett ein. Die Furcht vor einem schwe­ren Corona-Ausbruch ist gewal­tig.«

So lau­te­te am 28.3. eine Meldung auf n‑tv.de. Auch zur Zeit über­schla­gen sich die Nachrichten über "Infektionsrekorde in Indien". Die WHO mel­det für heu­te kei­ne 5 Millionen posi­tiv Getestete und 80.766 "an oder mit" Corona Verstorbene. Die Todesrate in Indien liegt damit knapp über der der BRD und sehr deut­lich hin­ter der von Spanien.

Das Muster ist sim­pel. Wenn schon aus Deutschland nichts Alarmierendes gemel­det wer­den kann, müs­sen hohe Zahlen, wor­auf auch immer sie sich bezie­hen, den Panikpegel auf­recht­erhal­ten.