Charité setzt Streikbrecher ein

So lau­tet der Vorwurf der Gewerkschaft ver.di. Es geht um den Streik der MitarbeiterInnen der Charité-Tochter CFM. Dazu schreibt die Morgenpost:

»Bei einer Demonstration von der Charité bis zum Roten Rathaus in Mitte for­der­ten Beschäftigte der Charité-Tochter CFM den Senat auf, im Arbeitskampf Verantwortung zu über­neh­men. Allein im August war der Mittwoch der ach­te Warnstreiktag.

Verdi wirft dem Management Einsatz von Streikbrechern vor
Die Gewerkschaft Verdi wirft der Arbeitgeberseite vor, den Konflikt bewusst zu eska­lie­ren. Beschäftigte wür­den durch Anrufe zu Hause von Vorgesetzten unter Druck gesetzt, so der Streikleiter Marco Pavlik. Zudem habe die Geschäftsführung der Charité Facility Management zuletzt ver­schie­de­ne Dienstleistungen fremd ver­ge­ben, so im Wirtschaftsverkehr und bei Apothekenaufgaben.

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Charité erteilt WissenschaftlerInnen Maulkorb

»Die Spitze der Charité möch­te ver­hin­dern, dass Einzelmeinungen von Wissenschaftlern zur Corona-Pandemie in der Öffentlichkeit als Meinung oder Einschätzung der Universitätsklinik ins­ge­samt ver­stan­den wer­den. Der Dekan der Fakultät Axel Pries hat die Forscher auf­ge­for­dert, sich mit öffent­li­chen Äußerungen mit dem Vorstand abzu­stim­men.

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"Stürmer" verhöhnen Polizei

Immer mehr Videos las­sen erken­nen: Der "Sturm auf den Reichstag" war eher ein Spaziergang ver­blüff­ter ReichsbürgerInnen auf Einladung der Polizei. Die muß im Nachgang Hohn und Spott der "Stürmer" über sich erge­hen las­sen.

Auch in die­sem Video wird deut­lich, wie spät die Polizei ein­griff. Es sieht auch nicht danach aus, als ob es anfangs irgend­wel­che Festnahmen gab.

Anders als bei der Demonstration der Querdenker gab es offen­sicht­lich auch kei­nen Versuch des Innensenators, die­se oder eine ande­re Veranstaltung der Rechtsradikalen zu ver­bie­ten oder auch nur ein "Hygienkonzept" zu ver­lan­gen. Schließlich war ja auch nur ein Sturm auf den Reichstag ange­kün­digt.

Zeit für ONCOMA! Rechten nicht auf den Leim gehen

Ein wach­sen­der Teil der Bevölkerung hält die "Corona-Maßnahmen" nicht mehr für "Schutzmaßnahmen", son­dern für sehr wider­sprüch­lich aus­ge­präg­te staat­li­che Gängelei. Gleichzeitig hal­ten sich Angst und Vorsicht bei einer Mehrheit. Demonstrationen fin­den statt, auf denen sich oft­mals Menschen arti­ku­lie­ren, die bis­lang eher poli­tisch nicht aktiv waren und jetzt ihren Unmut über als unwahr oder ein­sei­tig wahr­ge­nom­me­ne Nachrichten aus Politik und Medien arti­ku­lie­ren.

Sie tref­fen auf eine Linke, die ihre Bedenken nicht ernst nimmt und sie pau­schal in die Ecke von Nazis und Aluhüten stellt. Und sie begeg­nen einer Rechten, die die Vorbehalte auf­greift. Einer ihrer Chefideologen, Martin Sellner von der Identitären Bewegung, hat aus­führ­lich Taktik und Ziel der intel­lek­tu­el­len Nazi-Szene zu die­sem Thema for­mu­liert. Er spe­ku­lier­te am 4.8:

Corona-Bewegung zur "Migrationskritik" wan­deln

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heute-journal: Erstmals nicht nur Panikmache

Sind es ers­te zag­haf­te Versuche, nach den Demonstrationen ein rea­lis­ti­sche­res Bild der Corona-Lage zu zei­gen? Erstmals in einer öffent­lich-recht­li­chen Nachrichtensendungen waren ges­tern die­se Daten zu erfah­ren:

»Trotz stei­gen­der Fallzahlen san­ken laut RKI die Zahl der Krankenhausfälle [so im Original, AA] Die Zahl der Coronatoten blieb seit Wochen sta­bil. Das Gleiche gilt für die Zahl der beleg­ten Intensivbetten.«

So wird die Virologin Prof. Ulrike Protzer zitiert:

»Wir soll­ten uns ange­wöh­nen, ein biss­chen mehr nicht nur auf die abso­lu­ten Zahlen oder die Prozentzahl der Positiven zu schau­en, son­dern wirk­lich auf die rele­van­ten Infektionen zu schau­en, also die, die unser Gesundheitssystem belas­ten.« 

Update 4.9.: Ich muß mich kor­ri­gie­ren. Bereits am 27.8. brach­te das ZDF Morgenmagazin eine dif­fe­ren­zier­te Darstellung.

Internationales Auschwitz Komitee zur "Corona-Demonstration"

Diese Stimme läßt sich nicht ein­fach igno­rie­ren. Am 26.8. hat­te das Internationale Auschwitz Komitee zum Verbot der Demonstration die­se Einschätzung:

»"Für Überlebende des Holocaust ist die­ses Verbot eine gro­ße Erleichterung. Es wäre für sie uner­träg­lich, wenn in der deut­schen Hauptstadt anti­se­mi­ti­sche Verschwörungstheoretiker gemein­sam mit Holocaust-Leugnern, gewalt­be­rei­ten Neonazis und pene­tran­ten Hasspredigern durch die Straßen mar­schier­ten und der Demokratie ihre Verachtung zei­gen wür­den. Dieses Verbot soll­te ein wich­ti­ges Signal sein, dass der Staat die­sen Gruppen in Zukunft wehr­haf­ter ent­ge­gen­tritt."«

Die Veranstalter müs­sen sich fra­gen las­sen, ob die von ihnen mar­gi­na­li­sier­te Anwesenheit von Reichsbürgern auf ihren Veranstaltungen wich­ti­ger ist als die Befürchtung einer Organisation von Holocaust-Überlebenden.

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"Kritische Polizisten": Haben staatlich bezahlte V‑Leute den „Sturm“ gesteuert?

Diese Frage stellt heu­te die Bundesarbeitsgemeinschaft Kritischer Polizistinnen und Polizisten (Hamburger Signal) e.V.. In ihrer Erklärung heißt es:

»Den Einsatzabschnitt "Äußere Sicherheit des Dt. Bundestags" gibt man einem erfah­re­nen Polizeiführer. Das ist nicht irgend­ein Strecken­abschnitt oder Vergleichbares zum Üben. – Wenn das so gewe­sen sein soll­te, spricht fast alles dafür, dass die­ser Beamte den Mob – es waren nicht ein­mal meh­re­re Hunderte der Rechtsextremisten-Kundgebung(!) – bewusst hat so weit gehen las­sen, um sich dafür Pluspunkte beim Senator und sei­ner Präsidentin zu ver­die­nen.

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Tagesspiegel denunziert Ärzte

Im Tagesspiegel vom 27.8. ist zu lesen:

»Untersagte Zahnarztpraxis Corona-Mundschutz? Auf ihrer Website ver­weist die Zahnarztpraxis… aus Prenzlauer Berg dar­auf, dass sie von "Focus Gesundheit"" emp­foh­len wur­de. Seit Ausbruch der Pandemie soll sie aber selbst nicht ganz so vor­bild­li­che Empfehlungen gege­ben haben, berich­ten Patienten. Demnach sei in der Praxis in der Hans-Otto-Straße seit Monaten die Maskenpflicht unter­lau­fen wor­den. Patienten wür­den sogar aktiv dazu auf­ge­for­dert, das Tragen eines Mund-Nase-Schutzes zu unter­las­sen, berich­tet eine Leserin. Es herr­sche dort ein "MaskenVERBOT", steht auch in der ein­zi­gen Google-Bewertung für die Praxis: "Wer zu den Aluhutträgern und Verschwörungstheoritikern [so im Original, AA] gehört, fühlt sich hier sicher wohl."«

Eine Richtigstellung der Praxis wird als unglaub­wür­dig dar­ge­stellt.

Schon am 9.7. hat­te das Blatt unter dem Titel "So hebeln Ärzte die Maskenpflicht aus" den Namen eines Zahnarztes ver­öf­fent­licht, der aus sei­ner Sicht gegen Richtlinien ver­sto­ßen haben soll. Diese Praxis, wirt­schaft­li­che Existenzen von "Corona-Leugnern" ver­nich­ten zu wol­len, wird gera­de ver­stärkt ein­ge­setzt. Fortsetzung folgt.

"Reichstags-Stürmer"-Video zeigt: keine Polizei weit und breit

"So Leute, wir schrei­ben heu­te hier in Berlin Weltgeschichte." Das waren zwar auch die voll­mun­di­gen Worte auf der Querdenker-Kundgebung. Hier fal­len sie aber auf der geneh­mig­ten Veranstaltung der Nazis, die tage­lang zum Sturm auf den Reichstag auf­ge­ru­fen hat­ten, was den angeb­li­chen Antifaschisten Geisel aber wenig inter­es­sier­te. Der eigent­li­che Sturm wur­de dort so ein­ge­lei­tet:

»Guckt Euch mal um: Die Polizei hat die Helme abge­setzt. Vor die­sem Gebäude steht kei­ne Polizei mehr… Wir haben fast gewon­nen!… Wir gehen jetzt da hoch!«

360-Grad-Kameraschwenks zei­gen kei­nen ein­zi­gen Polizisten rund um die Veranstaltung unmit­tel­bar vor dem Reichstag. Erst als die Menge die Treppen besetzt hat, nähern sich ers­te Beamte. Die Szene der muti­gen drei Beamten "ohne Helm", die in den Hauptmedien gezeigt wird, ist hier im übri­gen nicht zu beob­ach­ten.

Hier ist das Video zu sehen.

Update: Das ers­te Zitat hat­te ich in einer frü­he­ren Version Michael Ballweg in den Mund gelegt wor­den. Für die Autorenschaft kann ich mich nicht ver­bür­gen.

Tagesspiegel endgültig auf Bild-Niveau

»FDP-Politikerin auf Corona-Demo
„Die woll­ten Kriegsgerichte und Galgen für Merkel und Drosten“«
So ist ein heu­ti­ger Artikel beschrie­ben, in dem zu erfah­ren ist:

»FDP-Politikerin Karoline Preisler hat in Berlin den Dialog mit Corona-Demonstranten gesucht. Im Interview erzählt sie, wofür sie sich „extrem geschämt" hat.«

„Tagesspiegel end­gül­tig auf Bild-Niveau“ wei­ter­le­sen