24/7‑Impfzentren der Bundeswehr: Keiner will sie haben

»Montagnachmittag in Lebach im Saarland, ein gemein­sa­mer Pressetermin von Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) und Saarlands Ministerpräsident Tobias Hans (CDU).

„Die Bundeswehr ist bereit und in der Lage, rund um die Uhr zu imp­fen, wenn es sein muss“, sagt Kramp-Karrenbauer. Gemeinsam mit Hans hat sie gera­de der Eröffnung des ers­ten 24/7‑Impfzentrums der Bundeswehr in Deutschland bei­gewohnt. 108 Soldatinnen und Soldaten kön­nen hier bis zu 1000 Impfungen pro Tag durch­füh­ren. Und, ver­spricht Kramp-Karrenbauer, die Bundeswehr kön­ne, wenn genug Impfstoff da sei, ins­ge­samt 28 sol­cher Impfzentren betrei­ben. Bis zu 20.000 Impfstoffdosen könn­te die Bundeswehr so pro Tag verimpfen.

Daran gibt es jedoch offen­bar wenig Interesse, zumin­dest bis­her. Wie ein Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums Business Insider bestä­tigt, hat Stand Freitag kein Bundesland oder Landkreis einen wei­te­ren Amtshilfeantrag zur Eröffnung eines 24/7‑Impfzentrums der Bundeswehr gestellt…«
businessinsider.de

Bundeswehr schlauer als Lehrerverbände

Während die Reaktion der Gewerkschaft Erziehung Unwissenschaft (GEW) auf das AstraZeneca-Debakel dar­in besteht, wei­te­re Kita- und Schulschließungen zu for­dern, sorgt sich die Bundeswehr um ihre Schutzbefohlenen:

»Die Bundeswehr erlaubt Soldaten unter 60 Jahren kei­ne Impfungen mit dem Corona-Impfstoff des bri­tisch-schwe­di­schen Herstellers Astra-Zeneca. Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums bestä­tig­te dem „Business Insider“ eine ent­spre­chen­de Weisung. 

„Unsere Soldaten unter­lie­gen beim Impfen den glei­chen Richtlinien und Empfehlungen wie die Zivilbevölkerung“, sag­te dem­zu­fol­ge der Sprecher. Die Impfung mit Astra-Zeneca wird von der Ständigen Impfkommission für Menschen über 60 emp­foh­len, Menschen unter 60 kön­nen sie aber auf eige­nen Wunsch und in eige­ner Verantwortung bekom­men. Dass Bundeswehr-Soldaten unter 60 sich den­noch nicht mit Astra-Zeneca imp­fen las­sen dür­fen, begrün­det der Sprecher des Verteidigungsministeriums mit einer „unsi­che­ren Rechtslage“. 
Auch die Bundespolizei erlaubt ihren Beamten und Mitarbeitern unter 60 Jahren kei­ne Impfungen mit Astra-Zeneca.«
faz.net

Polen sponsert der Nato Impfstoff

Auf boersen-zeitung.de ist am 26.3. zu lesen:

»BRÜSSEL (dpa-AFX) - Um eine reibungslose Organisation des ersten Nato-Gipfels mit dem neuen US-Präsidenten Joe Biden zu ermöglichen, werden derzeit rund 3500 Beschäftigte in der Brüsseler Bündniszentrale vorzeitig gegen Corona geimpft. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur hat medizinisches Personal am Donnerstag mit dem Spritzen der Vakzine begonnen. Bereits an diesem Samstagabend soll die erste Impfrunde abgeschlossen sein. Als Termin für den ersten Nato-Gipfel mit Biden wird derzeit der 14. Juni in Erwägung gezogen.

Die Immunisierung des Nato-Personals kann erfolgen, weil sich Polen trotz Impfstoffknappheit im eigenen Land dazu bereit erklärt, die insgesamt rund 7000 notwendigen Dosen zur Verfügung zu stellen. Das Nato-Gastland Belgien wollte nicht von der normalen Impfreihenfolge abweichen.

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Kein Lockdown für Militärs

Ach, die Bundeswehr wird gar nicht nur im Inland ein­ge­setzt? Sie tut – natür­lich nur manö­ver­mä­ßig – auch Gutes an der rus­si­schen Grenze und im Südchinesischen Meer! Auf german-foreign-policy.com ist am 22.3. über das ange­lau­fe­ne Großmanöver "Defender Europe 21" zu erfahren:

»Defender Europe 21 wird unge­ach­tet der sowohl in den Vereinigten Staaten wie auch in Europa unver­min­dert wüten­den Covid-19-Pandemie abge­hal­ten. Während die Freizügigkeit in der EU für Zivilpersonen emp­find­lich ein­ge­schränkt ist, haben invol­vier­te Militärs freie Fahrt; wäh­rend Impfdosen in der EU selbst für Risikogruppen wei­ter­hin Mangelware sind, wur­den US-Einheiten, die an dem Manöver betei­ligt sind, bereits zum zwei­ten Mal geimpft. Und wäh­rend es der Bundesregierung bis heu­te nicht gelingt, eine auch nur halb­wegs genü­gen­de Menge an Impfdosen zu beschaf­fen, finan­ziert sie Defender Europe 21 mit 2,9 Millionen Euro sowie wei­te­re Manöver eben­falls mit Millionensummen; ins­ge­samt ver­an­schlagt das Verteidigungsministerium die Mittel, die die­ses Jahr für Kriegsübungen aus­ge­ge­ben wer­den, auf rund 164,5 Millionen Euro.«

Neues "Normal": Bundeswehr in Kitas

»Nach wochen­lan­gem Homeschooling ging es am Montag für eini­ge Schüler:innen in Niedersachsen zurück in die Klassenzimmer. Hochinzidenzkommunen wie der Landkreis Peine waren und sind davon aus­ge­nom­men. Die Kommune hofft nun mit dem am Montag star­ten­den Schnelltestzentrum mehr Sicherheit zu schaf­fen. Für Schulen und Kitas gibt es dabei Unterstützung von der Bundeswehr.«

Die Truppe hat die Schnelltests beim Klassenfeind geordert.

Quelle: Corona-Schnelltests: Landkreis Peine und Bundeswehr star­ten Pilotprojekt – sat1.regional.de


Getestet wird damit:

https://rekonmed-shop.de/de/startseite/134-beier-covid-19-antigen-rapid-schnelltestkit.html

Über den Hersteller ist hier mehr zu erfahren.

https://www.made-in-china.com/showroom/titus-beier/

Siehe auch Fachverbände der Jugendmedizin war­nen vor Schnelltests,
Fehler bei Ergebnissen: Skandalöse Schnelltests an Utaschule,
Behörden beun­ru­higt: Fast die Hälfte der posi­ti­ven Schnelltests falsch!
"Schnelltests wer­den auf den Markt gewor­fen wie ein Wirtschaftsprodukt"


Zur Bundeswehr sie­he u.a. Coronaprofiteur Bundeswehr,
"Helfende Hände" – Hier impft die Bundeswehr: Besuch im Impfzentrum Schönefeld

Coronaprofiteur Bundeswehr

Unter die­sem Titel wur­de am 12.3. ein Artikel der "Informationsstelle Militarisierung" ver­öf­fent­lich. Darin ist zu lesen:

»Die Bundeswehr ver­sucht, auf min­des­tens zwei Arten von der Corona-Krise zu pro­fi­tie­ren. Einmal ist da das Bestreben, sich Gelder aus dem Konjunkturpaket der Bundesregierung ein­zu­ver­lei­ben – und auch dar­über hin­aus wird aktu­ell eine beacht­li­che Kreativität an den Tag gelegt, sich neue Finanzquellen zu erschlie­ßen, doch hier­zu spä­ter mehr. Und zum ande­ren sind da die Versuche, die Einsatzbefugnisse im Inland aus­zu­wei­ten und die Pandemie zur Imagepflege zu nutzen.

Pandemie und die Bundeswehr im Inland

Der im Zuge der Pandemie unter­nom­me­ne Vorstoß, die Bundeswehr mit exe­ku­ti­ven Befugnissen im Inland ein­set­zen zu kön­nen, wäre eine ein­deu­ti­ge Überschreitung der soge­nann­ten Amtshilfe gewe­sen. Und es gab ja meh­re­re Anläufe, u.a. von Innenminister Thomas Strobl in Baden-Württemberg, die­se Linie bewusst zu übertreten…

Gleichzeitig ver­sucht die Bundeswehr die der­zei­ti­gen Pandemie-Einsätze zur Imagepflege zu nutzen…

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Nachverfolgungssoftware ist nicht der Hit

Vor der Begutachtung des Textinhalts soll es zunächst um die Bildbetrachtung gehen.

faz.net

Wir sehen neben einem offen­bar zivi­li­sier­ten Mitarbeiter eines Gesundheitsamtes drei schlecht getarn­te sol­da­ti­sche Amtshelfer. Während einer von ihnen ordent­lich mund­na­sen­ge­schützt zwecks Nachverfolgung zu tele­fo­nie­ren scheint, zeich­net sich die Person im Vordergrund durch eine nicht vor­schrifts­ge­mä­ße Stoffbedeckung über wei­ten Teile des Gesichts aus.

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Handeln in der Pandemie – Blaupause für hybride Kriegführung

Generaloberstabsarzt Dr. Ulrich Baumgärtner, Inspekteur des Sanitätsdienstes der Bundeswehr, nimmt kein Blatt vor den Mund. In einem Gastbeitrag auf behoerden-spiegel.de schrieb er unter obi­gem Titel am 8.1. Dabei ver­rät er, daß die Bundeswehr nicht nur im Bundesministerium für Gesundheit, son­dern auch im Robert Koch-Institut "ein Verbindungselement imple­men­tiert" hat.

»Die Hemmung einer Gesellschaft durch das Ausbringen von gesund­heits­schäd­li­chen Stoffen kann ein mög­li­ches Mittel hybri­der Kriegsführung zur Schwächung des Gegners in Szenaren der Zukunft sein. Dabei spielt die Bewertung, ob ein natür­li­ches Geschehen oder ein mit militärischem/terroristischen Hintergrund inten­dier­tes Handeln vor­liegt, die ent­schei­den­de Rolle für die Reaktion.

Deutschlands Rolle in zukünf­ti­gen Szenaren ist nicht mehr die der mög­li­chen Frontlinie im Kalten Krieg, son­dern die Drehscheibe von Truppen sowie für Unterstützungs- und Versorgungsleistungen. Die Nachführung von Personal und Material ist ein beson­ders vul­nerabler Punkt für das Gelingen von mili­tä­ri­schen Aktionen. 

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Selbst das kriegen sie nicht hin

»In Hessen sind nach Informationen von „hessenschau.de“ der­zeit ledig­lich etwa 65 der über 700 benö­tig­ten Soldaten im Einsatz. Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) mach­te dafür in sei­ner Regierungserklärung am Dienstag (02.02.2021) die Betreiber der Einrichtungen ver­ant­wort­lich und for­der­te sie auf, die Hilfe durch die Bundeswehr anzu­neh­men. Isabell Halletz, Geschäftsführerin des Arbeitgeberverbandes Pflege sag­te der „hes­sen­schau“ hin­ge­gen: „Wir hat­ten bereits im Sommer um Unterstützung durch die Bundeswehr gebe­ten, sind damals aber abge­blitzt.“ Sie kri­ti­siert, dass die büro­kra­ti­schen Hürden für den Einsatz der Bundeswehr in Alten- und Pflegeheimen zu hoch sei.«
fnp.de