Drosten kolossal gescheitert

»"Es gehört zu den Zukunftsaufgaben von Universitätsklinika, in Kooperation mit uni­ver­si­tä­re­ren und außer­uni­ver­si­tä­ren Forschungseinrichtungen Konzepte zu ent­wi­ckeln, um Krankheitsausbrüche und Epidemien zu ver­hin­dern", sagt Prof. Dr. Christian Hagemeier, Prodekan für Forschung an der Charité. "Wir freu­en uns, dass wir mit Prof. Dr. Christian Drosten einen aus­ge­wie­sen Experten auf dem Gebiet der Epidemieforschung und einen her­aus­ra­gen­den Virologen gewin­nen konn­ten."«

Das schrieb die Charité 2017 anläß­lich des Dienstantritts von Christian Drosten. Der hat­te sich nicht habi­li­tiert, um sei­ne Doktorarbeit gibt es wil­de Spekulationen ("Wissenschaftsbetrug") und ein Epidemiologe war er noch nie. Anläßlich sei­ner Erfindung des Perkolationismus erklär­te er am 1.9.:

»Ich bin kein theo­re­ti­scher Epidemiologe. Theoretische Epidemiologen könn­ten das model­lie­ren, aber auch die hät­ten die Grundparameter dafür nicht, das Grundwissen. Wir wis­sen nicht, wie groß im Durchschnitt ein Cluster in Deutschland ist. Das ist wirk­lich popu­la­ti­ons­be­zo­gen. Das kann in Deutschland anders sein als in Indien, ist es mit Sicherheit.«

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CDU-Perkolationist: "Quasi mit der Hammer draufschlagen"

»Im Berliner Bezirk Neukölln sind der­zeit an 14 Schulen ins­ge­samt min­des­tens 25 Klassen vom Coronavirus betrof­fen und des­halb in Quarantäne. "Pro Schule gibt es ein bis drei Fälle", sag­te Neuköllns Gesundheitsstadtrat Falko Liecke (CDU). Wie vie­le Lehrer betrof­fen sind, konn­te er nicht sagen. Zudem sind der­zeit sie­ben Kindertagesstätten von Corona betrof­fen. Bei ihnen wur­den ein­zel­ne Gruppen und die betrof­fe­nen Erzieher in Quarantäne geschickt.

Aufgrund der stei­gen­den Infektionsfälle beab­sich­tigt Liecke eine här­te­re Quarantänemaßnahme als bis­her, soll­te die Grenze von 50 Infizierten pro 100 000 Einewohnern über­schrit­ten wer­den. „Es wird wohl dazu kom­men, dass wir dann qua­si mit der Hammer drauf­schla­gen", sag­te der Gesundheitsstadtrat.

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Perkolationisten nun auch im Focus

»Manche Experten spre­chen im Zusammenhang mit dem fran­zö­si­schen Ausbruchsgeschehen inzwi­schen von einer soge­nann­ten Perkolation. Das bedeu­tet: Das Virus brei­tet sich in zahl­rei­chen klei­nen Clustern aus – wer­den sie recht­zei­tig ent­deckt, kön­nen sie viel­leicht noch ein­ge­dämmt wer­den.

Manchmal sprin­gen die Cluster aber auch auf ihre Umgebung über, dann brei­tet sich das Virus immer wei­ter aus und die Infektionskurve steigt irgend­wann wie­der expo­nen­ti­ell – wie es aktu­ell in Frankreich laut den zustän­di­gen Gesundheitsbehörden schon zu beob­ach­ten ist.«

So dilet­tiert focus.de am 25.9. und fügt eine Grafik für die­se Behauptung an:

»Die Kurve der Neuinfektionen in Frankreich steigt seit Ende August wie­der sehr steil an.«

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Drosten: "Den ganzen Haushalt als positiv definieren – auch ohne Test"

Was Christian Drosten gegen­wär­tig mit Perkolationismus zu begrün­den sucht, war bereits im März sei­ne Devise. In einem Interview mit zeit.de, wel­che sich bereits damals mit der Überschrift "'Wir müs­sen jetzt die Fälle sen­ken. Sonst schaf­fen wir es nicht'" dem sprach­li­chen Niveau des Virologen anpaß­te, erklär­te der Experte:

»Wir ver­pas­sen immer mehr Infektionen.
ZEIT ONLINE: Was kann man dage­gen tun?
Drosten: Man muss Abkürzungen neh­men. Wenn eine Person im Haushalt posi­tiv getes­tet wur­de, könn­ten wir den gan­zen Haushalt als posi­tiv defi­nie­ren – auch ohne Test. Weil man ein­fach weiß, dass es so ein­tre­ten wird: Ist ein Familienmitglied infi­ziert, steckt es alle ande­ren an. Sagt man gleich, die sind alle posi­tiv, spart man sich viel Testaufkommen. Stellen Sie sich vor, Sie sind infi­ziert, und am nächs­ten Tag muss sich Ihre Frau dann in die Schlange stel­len. Und dann schlägt der Test viel­leicht noch nicht an und sie muss noch mal kom­men. Das ergibt doch kei­nen Sinn. Da ist es bes­ser, dass die gan­ze Familie direkt in Heimisolierung bleibt. In den Niederlanden wird die­ser Weg schon gegan­gen und ich wer­de das jetzt auch in Gesprächen mit Gesundheitsämtern in Deutschland vor­schla­gen.«

Bis heu­te hat kein ein­zi­ger "Fakten-Checker" die Lüge "Ist ein Familienmitglied infi­ziert, steckt es alle ande­ren an" gerügt.

(Hervorhebung nicht im Original.)

Christian Drosten erhält Ehrenpreis des BdKom – "Eliten" unter sich

»Der Bundesverband der Kommunikatoren (BdKom; bis September 2019 Bundesverband deut­scher Pressesprecher, BdP) ist eine berufs­stän­di­sche Vereinigung für Kommunikations­manager, ins­be­son­de­re Pressesprecher. « weiß Wikipedia.

»Der Ehrenpreis dürf­te vie­len als zier­li­ches und schön anzu­se­hen­des Wildkraut ein Begriff sein. Seine volks­tüm­li­chen Namen Allerweltsheil oder Wundheilkraut ver­ra­ten schon, dass die Pflanze als Heilkraut Verwendung fin­det. Allerdings war die medi­zi­ni­sche Bedeutung des Ehrenpreises im Mittelalter deut­lich höher als heu­te, wo sie meist nur noch bei Husten oder bei chro­ni­schen Hautleiden genutzt wird.« infor­miert kraeuter-buch.de.

Christian Drosten ist Sammler von Preisen und ein bedeu­ten­der Vertreter des Perkolationismus.

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Perkolationismus grassiert

» Psychologisch las­sen sich Verschwörungstheorien als Paranoia deu­ten, wenn­gleich die Mehrzahl der Forscher den Anhängern von Verschwörungstheorien kei­ne psy­chi­sche Störung unter­stellt… Verschwörungstheorien die­nen dem über­las­te­ten Menschen in über­for­dern­den Situationen zur Komplexitätsreduktion und zur Aufrechterhaltung des Glaubens an die Durchschaubarkeit der Realität und die Selbstwirksamkeit des Subjekts.« (Wikipedia)

Immer deut­li­cher wird, daß die Themen Infektionsgeschehen, Erkrankungen, Sterberaten, Lockdown, "Kollateralschäden" sehr viel kom­ple­xer sind, als daß sie auf einen Kampf gegen das Virus redu­ziert wer­den kön­nen. Während klü­ge­re JournalistInnen die­se Einsicht lang­sam für ihr Wirken zulas­sen, suchen ande­re ver­zwei­felt ihr Heil im Nachbeten neu­er Religionen. Aktuell ist das der von C. Drosten erfun­de­ne Perkolationismus. Hier ein Beispiel aus dem "Stern":

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Der Perkolations-Jünger. Galoppierender Wahnsinn in der "Zeit"

Professor Dr. Matthias F. Schneider lei­tet die Abteilung Medizinische und bio­lo­gi­sche Physik an der TU Dortmund. Auf zeit.de stellt er sich am 9.9. der Aufgabe, die von Christian Drosten erzeug­te Verwirrung um die dro­hen­de Corona-Perkolation zu ord­nen. Er schei­tert.

»"Wir kön­nen Corona noch stop­pen"
Leben mit dem Infektionsrisiko – das scheint der neue Normalzustand. So müss­te es nicht sein. Die Seuche wäre in den Griff zu krie­gen, wenn man die­se acht Punkte bedenkt.«

Wer bei die­sen Grundannahmen (Corona = Seuche = Pest, Cholera, Ebola, also gilt Ausrotten) nicht wei­ter­le­sen mag, ver­paßt Amüsantes. Auch acht Tips, wie man von einer Erde nicht her­un­ter­fällt, die man für eine Scheibe hält, kön­nen ein net­ter Zeitvertreib sein.

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Wenn die Zahlen sinken, braucht es Perkolation. Neues aus dem Tollhaus

Im Wust der neu­en Erkenntnisse, die Christian Drosten in sei­nem Podcast vom 1.9. prä­sen­tier­te (Warum gibt es mehr "Fälle" in Frankreich? "Ein wahr­schein­lich hin­rei­chen­der Grund ist, dass in Frankreich ein­fach viel mehr Infektionstätigkeit war") ist ein schö­ner neu­er Begriff auf­ge­taucht, der in der Wahrnehmung etwas unter­ge­gan­gen ist: Perkolation.

»Das kommt aus der Physik. Und es ist so, dass das aber auf die Infektionsökologie schon längst über­tra­gen wor­den ist und damit auch auf die Infektionsepidemiologie. Denn die Epidemiologie ist ein medi­zi­ni­scher Spezialfall der Ökologie, so könn­te man viel­leicht sagen… Jedenfalls in der Infektionsökologie ist es ein akzep­tier­tes Prinzip, das aber noch wenig über­tra­gen wur­de, gera­de im deutsch­spra­chi­gen Sprachraum. Hier muss ich jetzt ein biss­chen aus­ho­len, bevor ich dann ein wis­sen­schaft­li­ches Beispiel nen­ne und auch eine Publikation vor­stel­le, die ich ges­tern Abend noch ein­mal raus­ge­fischt habe…«

Wir haben also ein akzep­tier­tes Prinzip, das aber noch wenig über­tra­gen wur­de, uns nun aber erklärt wird.

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