"Zwangseinweisung für rund 30 Quarantänebrecher"

Quelle: sueddeutsche.de

»Eisenhüttenstadt (dpa/bb) – Rund 30 Brandenburger sind seit Mai in eine Quarantäne-Station zwangs­ein­ge­wie­sen wor­den, weil sie sich nicht an die ange­ord­ne­te Corona-Quarantäne gehal­ten haben. Aktuell befän­den sich aller­dings kei­ne Quarantänebrecher in der Einrichtung, wie das das Innenministerium auf Anfrage am Montag mit­teil­te. Zunächst hat­te die "Welt am Sonntag" berichtet.

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GB: Gesichtserkennungstechnologie zur Quarantäneüberwachung

Laut einem Bericht auf thetimes.co.uk vom 17.1. wer­den die Behörden

»… ange­wie­sen, sich auf die Einrichtung von Quarantäne-Hotels für die in Großbritannien ankom­men­den Menschen vor­zu­be­rei­ten und GPS- und Gesichtserkennungstechnologie ein­zu­set­zen, um zu über­prü­fen, ob die Menschen in der Isolation blei­ben.«

Da der Artikel hin­ter der Bezahlschranke steht, wird hier nach der Zusammenfassung auf summit.news zitiert:

»"Jede Person wird ein­mal am Tag kon­tak­tiert und auf­ge­for­dert, ein Foto von sich selbst an dem Ort zu schi­cken, an dem sie ein­ge­schlos­sen ist", heißt es in dem Bericht. "Diese wer­den mit Hilfe von GPS-Daten und Gesichtserkennungssoftware abge­gli­chen. Diejenigen, die dem nicht inner­halb von 20 Minuten nach­kom­men, erhal­ten Besuch von der Polizei."

Es ist nicht bekannt, ob die neue Maßnahme auch für bri­ti­sche Staatsbürger gel­ten wür­de, die in ihr eige­nes Land zurückkehren.

Die neu­en Maßnahmen wer­den in Erwägung gezo­gen, um zu ver­hin­dern, dass sich neue "mutier­te" Stämme von COVID-19 in Großbritannien ausbreiten.…

Wie wir schon frü­her her­vor­ge­ho­ben haben, wird die drit­te natio­na­le Abriegelung Großbritanniens viel ener­gi­scher durch­ge­setzt, wobei die Polizei Hausbesuche bei ver­meint­li­chen Abriegelungsverweigerern macht und auch Leute ver­haf­tet, die auf Bänken sit­zen.«

Tennis-Profis knatschig. Da wird sich doch was machen lassen

t‑online.de prä­sen­tiert heu­te die­ses schö­ne Alliteration:

»Quarantäne-Chaos um Kerber. Tennisprofis in Hotelzimmer-Isolation: "Das ist Wahnsinn"

Corona-Chaos vor den Australian Open: Zahlreiche Spieler, dar­un­ter Angelique Kerber, dür­fen zwei Wochen lang ihr Hotelzimmer nicht ver­las­sen. Viele Profis reagie­ren verärgert.

Ihren 33. Geburtstag hat­te sich Angelique Kerber ganz anders vor­ge­stellt. Klar, die gro­ße Feier wäre am Montag in Melbourne sowie­so nicht drin gewe­sen – doch zumin­dest woll­te Kerber ein paar Bälle auf dem Tennisplatz schla­gen, dazu Sonne und fri­sche Luft im aus­tra­li­schen Sommer tan­ken. Daraus wird aber län­ge­re Zeit nichts: Nach ihrer Einreise befin­det sich die drei­ma­li­ge Grand-Slam-Siegerin in strik­ter Quarantäne, eine ver­nünf­ti­ge Vorbereitung auf die Australian Open (ab 8. Februar) ist kaum mehr möglich.

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Länder planen Zwangseinweisungen für Corona-Quarantänebrecher

Das berich­tet heu­te welt.de – und macht sich die fal­sche Sprachregelung von "Infizierten" anstatt posi­tiv Getesteter zu eigen:

»Mehrere Bundesländer wol­len gegen hart­nä­cki­ge Quarantäneverweigerer durch­grei­fen – sie schaf­fen jetzt Zentralstellen für Zwangseinweisungen. In Schleswig-Holstein ist von einer „Gefährderansprache“ die Rede. Eine Recherche von WELT AM SONNTAG zeigt, was die ein­zel­nen Länder vorhaben.

Ein jun­ger Mann besucht ein Fitnessstudio. Er geht auf kei­nen ande­ren Besucher los, er zet­telt kei­ne Schlägerei an – und sieht sich ein paar Monate spä­ter trotz­dem mit dem Vorwurf der ver­such­ten gefähr­li­chen Körperverletzung konfrontiert.

So gesche­hen in Göttingen. Dort hat die Staatsanwaltschaft am Dienstag einen 27-Jährigen angeklagt.

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Quarantäne im Kloster

Das ist nicht dop­pelt ge­mop­pelt, son­dern aktu­el­le Realität in deut­schen Klöstern. "KLÖSTER IN DER PANDEMIE: 'Wir sind allein'“ beti­telt faz.net einen Beitrag vom 24.12. (Bezahlschranke). Darin ist zu erfahren:

»Die Pandemie macht auch vor Klostermauern nicht halt. Zwischen Lagerkoller unter Mönchen, finan­zi­el­len Sorgen und dem Weihnachtsfest als Herausforderung ver­su­chen die Orden ihre Gemeinschaften am Leben zu halten…

Das Prämonstratenserkloster mit sei­nen zwölf Chorherren ist ein statt­li­cher Wirtschaftsbetrieb. Im kloster­ei­ge­nen Drei-Sterne-Hotel und in den Gästezimmern des Bildungszentrums rech­ne­te der Cellerar für 2020 mit 22.500 Übernachtungen. Am Ende waren es nicht ein­mal deren 7000. „Wenn es ein Risiko gibt, trifft es uns hart“, war für ihn schon zu Beginn der Pandemie klar. Nun ist der Großteil der 120 Klosterangestellten in Kurzarbeit. Allein im Roggenburger Bildungszentrum belau­fen sich die Umsatzeinbußen auf rund 850.000 Euro. „Ohne unse­re guten Freunde hät­ten wir die­ses Jahr nicht über­lebt“, sagt Pater Roman.«

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Kommen Zwangsisolationen aufgrund eines positiven PCR-Testergebnisses vor Gericht?

Auf laufpass.com ist am 22.12. der Wortlaut eines Antrags auf Erlass einer einst­wei­li­gen Anordnung zu lesen, mit der die Heidelberger Fachanwältin für Medizinrecht, Beate Bahner, ver­langt, daß

»… die Verordnung des Sozialministeriums zur Absonderung von mit dem Virus SARS-CoV‑2 infi­zier­ten oder krank­heits­ver­däch­ti­gen Personen und deren Haushaltsangehörigen (Corona-Verordnung Absonderung – CoronaVO Absonderung) vom 1. Dezember 2020 wird bis zur Entscheidung in der Hauptsache außer Vollzug gesetzt…«

wird. Dort ist auch die sehr aus­führ­li­che Begründung nachzulesen.

Quarantäne. Für die einen so, für die anderen so

Die einen sind wich­tig. Merkel ist so eine. Stundenlang saß sie mit dem erkrank­ten (so heißt es ja offi­zi­ell kor­rekt) Macron in einem fens­ter­lo­sen Büro. Quarantäne? Pustekuchen. Schließlich ist sie wich­ti­ger als der spa­ni­sche und der por­tu­gie­si­sche Premier und gar der EU-Ratspräsident. Die haben wenigs­tens for­mal den Weg in die Quarantäne gefun­den (s. spiegel.de).

Und dann gibt es die vie­len, denen bei einem Positiv-Test oft kei­ne Wahl bleibt. Prof. Sullivan von der Psychoanalytischen Universität Berlin beschreibt es auf faz.net (Bezahlschranke) am 21.12. so:

»Die nega­ti­ven Auswirkungen sind groß, viel grö­ßer übri­gens noch für bil­dungs­fer­ne Schichten [? AA], denn die trifft ein posi­ti­ver Test meist noch stär­ker als ande­re. Die Mittelschicht oder die höhe­ren Kreise sind häu­fig nicht auf die Hilfe von Familienangehörigen ange­wie­sen, wenn es etwa um Kinderbetreuung geht. Sie haben sel­te­ner Kontakt zu älte­ren Familienmitgliedern. Und häu­fig arbei­ten sie auch noch im Homeoffice, so dass es noch nicht ein­mal groß auf­fällt, wenn sie in Quarantäne müs­sen. In den ärme­ren Bevölkerungsschichten ist das anders. 

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Von wegen Vorquarantäne. Bombengeschäft mit Tests

»Großer Ansturm auf Schnelltest-Zentren in NRW« über­schreibt rp-online.de heu­te einen Beitrag.

»Die Betreiber pri­va­ter Testzentren mel­den am letz­ten Wochenende vor Weihnachten einen regel­rech­ten Ansturm auf ihr Angebot. Zum Teil sind Tests ohne Termin nicht mehr mög­lich. An ande­ren Stellen kommt es zu stun­den­lan­gen Wartezeiten.

Kurz vor Weihnachten ist der Ansturm auf die Corona-Schnelltest-Zentren in Nordrhein-Westfalen rie­sig. „Wir haben den Eindruck, dass sich jeder noch vor Weihnachten tes­ten las­sen will“, sag­te Thomas Fasshauer, einer der Betreiber der Testzentren von Medicare in NRW. Seit die­sem Wochenende gehen dem­nach die Buchungen rasant nach oben. Am Sonntag hät­ten sich trotz der Vergabe von Terminen Warteschlangen gebil­det. Ein Test ohne Termin sei mitt­ler­wei­le schon nicht mehr möglich.

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Malochen mit Covid-19: Die "modifizierte Quarantäne" für Krankenhauspersonal macht es möglich

Wie das Corona-Management die Arbeitsbedingungen in den Kliniken noch mehr ver­schlech­tert, ist heu­te in "jun­ge Welt" zu lesen:

"Wenn sich in einem Krankenhaus wie jüngst in Leipzig das Coronavirus aus­brei­tet, dann ist nur sel­ten von einem Ausbruch die Rede. Um der Situation die Dramatik zu neh­men, wird vor­zugs­wei­se der etwas wol­ki­ge­re Begriff »Cluster« ver­wen­det. Das Besondere an so einem Cluster im Krankenhaus ist, dass es anschei­nend nur die Patienten betrifft: Werden sie posi­tiv auf das Virus getes­tet, gel­ten sie als erkrankt und müs­sen auf der Station iso­liert wer­den. Für Krankenschwestern und Ärzte gilt das hin­ge­gen nicht: Sie kön­nen zwar auch das Virus in sich tra­gen, aber ers­tens muss das nicht jeder wis­sen. So wird das Personal in einer Klinik im Saalekreis etwa erst gar nicht getes­tet. Und zwei­tens kön­nen Mediziner offen­bar gar nicht schwer an Corona erkran­ken, denn für sie gilt im Zweifelsfall nur eine soge­nann­te modi­fi­zier­te Quarantäne.

Hinter die­sem Zauberwort steckt fol­gen­der Gedanke: Möglicherweise oder tat­säch­lich an Covid-19 erkrank­te Ärzte und Schwestern dür­fen wei­ter­hin arbei­ten, müs­sen sich aber außer­halb der Klinik in häus­li­che Quarantäne begeben.

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Baden-Württemberg: Grüne folgen CDU-Hardliner

»Baden-Württemberg will hart­nä­cki­ge Corona-Quarantäneverweigerer zwangs­ein­wei­sen. Dies erklär­te der Landessozialminister Manfred Lucha (Grüne) am Dienstag nach einer Kabinettssitzung. Demnach sol­len Menschen, die sich trotz Corona-Infektion nicht in Quarantäne bege­ben und auf ande­re Sanktionen nicht anspre­chen, künf­tig von der Polizei in zen­tra­le Krankenhäuser zwangs­ein­ge­wie­sen wer­den kön­nen. Die Standorte sol­len bis zum Wochenende fest­ge­legt werden.

Die Regierung setzt damit eine Forderung des baden-würt­tem­ber­gi­schen Innenministers Thomas Strobl (CDU) um, der dies bereits Anfang November gefor­dert hat­te. Er sei froh, dass nun Einigkeit dar­über herr­sche, "dass unein­sich­ti­ge Quarantänebrecher abzu­son­dern sind", sag­te Strobl in Stuttgart. Dies sei die "Ultima Ratio für Menschen, die nicht buß­geld­emp­find­lich sind".«

Das berich­tet heu­te faz.net. Siehe dazu Totalitäre Phantasien des baden-würt­tem­ber­gi­schen Innenministers.