Labor Berlin – innovativ bis zum Umkippen

Die Labor Berlin – Charité Vivantes GmbH, „Europas größ­tes Krankenhauslabor“ ist 10 Jahre alt gewor­den und fei­ert sich selbst:

„Wir sind ein Bindeglied zwi­schen Wissenschaft, Krankenversorgung und Industrie. Neben der Versorgung von Charité und Vivantes ist es durch den ein­zig­ar­ti­gen Zusammenschluss und die Weiterentwicklung der Labore unter dem Dach von Labor Berlin gelun­gen, die Möglichkeiten uni­ver­si­tä­rer Spitzenmedizin und das brei­te dia­gnos­ti­sche Angebot des größ­ten kom­mu­na­len Klinikkonzerns für vie­le wei­te­re Kliniken und Einsender und ganz beson­ders für deren Patienten ver­füg­bar zu machen.
‚Wenn zwei star­ke Partner zusam­men­ge­hen, kön­nen sich Kompetenzen und Perspektiven addie­ren. Sie kön­nen sich sogar potenzieren.‘
Als ers­tes gemein­sa­mes Tochterunternehmen von Charité – Universitätsmedizin Berlin und Vivantes – Netzwerk für Gesundheit haben wir genau dies geschafft. Labor Berlin ist eine Erfolgsgeschichte in öffent­li­cher Hand.“ [1]

So viel Kompetenz, Perspektive und Spitzenmedizin benö­tigt einen Innovationsbeirat, denn der „berät die Geschäftsführung in der Etablierung von neu­en Tätigkeits- und Diagnostikfeldern, dis­ku­tiert lau­fen­de und zukünf­ti­ge Projekte und ent­wi­ckelt gemein­sam mit der Geschäftsführung Strategien.“ [2] „Labor Berlin – inno­va­tiv bis zum Umkippen“ weiterlesen

Wie oft hat Drosten einen falschen Dr.-Titel verwendet?

»Am 4. September 2003 hat der Fachbereichsrat Medizin in sei­ner tur­nus­mä­ßi­gen Sitzung Herrn Drosten die Bewertung sei­ner Promotion mit "aus­ge­zeich­net" (sum­ma cum lau­de) zuer­kannt und Herrn Drosten wur­de die Verleihungsurkunde aus­ge­stellt. Seitdem ist er berech­tigt, den Titel Dr. med. zu füh­ren.«

Das teil­te die Goethe-Universität am 15.10. mit. Vor einem Monat wur­de hier gefragt Drosten mit fal­schem Dr.-Titel erwischt? Markus Kühbacher war auf­ge­fal­len, daß Drosten bereits am 16.4. bei einer WHO-Veranstaltung so auf­trat. Vielleicht war dies ein Versehen der Veranstalter.

Nun gibt es aber auch die­se Arbeit mit Christian Drosten als Erstautor:

https://www.nejm.org/doi/full/10.1056/NEJMoa030747

Sie stammt vom 15.5.2003. Dort wird nicht nur "Dr. Drosten" als Kontaktadresse genannt:

»Address reprint requests to Dr. Drosten at the Department of Virology, Bernhard Nocht Institute for Tropical Medicine, Bernhard-Nocht Str. 74, 20359 Hamburg, Germany, or at 

Es wird auch erwähnt: "Drs. Drosten and Günther con­tri­bu­t­ed equal­ly to this arti­cle." Wieder ein Versehen, das nicht kor­ri­giert wur­de und dem Autor nicht auf­ge­fal­len ist?

Wenn dpa Fakten zur Drosten-Dissertation checkt…

… dann geht das so: Man fragt bei der Goethe-Universität nach, wie das so war, und hat damit die Antwort. Die größ­te deut­sche Presseagentur kann sich offen­bar nicht vor­stel­len, daß es sich hier genau so ver­hal­ten könn­te wie bei ande­ren Verfahren, bei denen Promotionen über­prüft wur­den. Egal, ob Guttenberg, Schavan, Giffey – stets haben die Hochschulen zunächst ein Fehlverhalten abgestritten.

Dabei geht es genau dar­um, nicht um mög­li­che inhalt­li­che Mängel der Arbeit von Christian Drosten. Die Goethe-Universität hat unter Ignorierung ihrer eige­nen Promotionsordnung Drosten einen Doktortitel ver­lie­hen und die­sen Rechtsbruch anschlie­ßend zu ver­tu­schen versucht.

Den dpa-Experten gelingt noch nicht ein­mal, die von ihnen ver­link­te Promotionsordnung kor­rekt zu zitieren:

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Merkel "glaubt daran, dass es wissenschaftliche Erkenntnisse gibt, die real sind"

Auf der heu­ti­gen Bundespressekonferenz fragt Boris Reitschuster, ob die Bundesregierung bei ihren Entscheidungen die Studie von John Ioannidis berück­sich­ti­ge, der zufol­ge Lockdowns kei­nen beweis­ba­ren Nutzen haben. Dazu will Regierungssprecherin Demmer nichts sagen, aber zu Frau Merkel grund­sätz­lich: "Sie hat gesagt, sie glau­be dar­an, dass es wis­sen­schaft­li­che Erkenntnisse gibt, die real sind und an die man sich bes­ser hal­ten soll­te."

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=4ffsFe_InrM&feature=youtu.be

Als Prof. Ioannidis 2019 die Charité besuch­te, fühl­te man sich sich geehrt:

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2:0 gegen Drosten – neues Kapitel im Retraction Prozess

Über den gegen­wär­ti­gen Stand berich­tet am 12.1. 2020news.de:

»Während die Welt wei­ter­hin auf das Ergebnis der neu­er­li­chen Begutachtung der Corman-Drosten-PCR-Test-Studie durch das Journal Eurosurveillance war­tet, haben die 22 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die am 27. November 2020 den Rückzugsantrag wegen mas­si­ver Fehler und Interessenkonflikte ein­ge­reicht hat­ten, nachgelegt:

In einem Addendum zum Rückzugsantrag zei­gen sie, dass auch unab­hän­gi­ge Forschungsgruppen (eini­ge davon sogar mit Corman und/oder Drosten als Autor) wich­ti­ge Bedenken gegen­über dem ursprüng­li­chen Manuskript und dem von der WHO ver­brei­te­ten PCR-Protokoll von Corman et al. vor­ge­tra­gen haben.

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Reiner Füllmich vs. Olfert Landt 1:0

Viel zu sel­ten kön­nen sich in der öffent­li­chen Diskussion bei­de Seiten der aktu­el­len Kontroverse äußern. Manchmal aber geschieht es doch, und das kann an einem ganz uner­war­te­ten Ort sein: Die Fuldaer Zeitung hat Ende des ver­gan­ge­nen Jahres sowohl Rechtsanwalt Reiner Füllmich [1] als auch den Berliner Biotechnologie-Unternehmer Olfert Landt [2] aus­führ­lich zu Wort kom­men las­sen. Füllmich geht im Auftrag eines Mandanten der­zeit juris­tisch gegen Christian Drosten, den Direktor des Virologischen Instituts der Berliner Charité, vor. [3] Im Kern geht es um das maß­geb­lich von Drosten ent­wi­ckel­te Protokoll für den Test auf COVID-19, der mit der Polymerase-Kettenreaktion PCR durch­ge­führt wird („Drosten-Test“). Diese Methode ist für den Nachweis von Infektionen ohne wei­te­re Überprüfung grund­sätz­lich unge­eig­net. Erschwerend kommt hin­zu, dass das von Drosten als Hauptautor im Januar 2020 in der Fachzeitschrift Eurosurveillance publi­zier­te PCR-Protokoll gra­vie­ren­de metho­di­sche Mängel auf­weist, die es gänz­lich „nutz­los“ machen. [4] Ein wich­ti­ger Mitautor des Protokolls war Landt, der die dar­auf basie­ren­den PCR-Testkits unter Mitwirkung des Schweizer Pharmariesen Roche über sei­ne Firma TIB Molbiol ver­kauft. [5] Der Fuldaer Zeitung erzähl­te er sei­ne Sicht der Dinge. „Reiner Füllmich vs. Olfert Landt 1:0“ weiterlesen

Ernsthafter Konkurrent für Drosten

Man könn­te den­ken, was Schwurbelei und Platzieren von sich wider­spre­chen­den Äußerungen in einem Satz angeht, kön­ne nie­mand Christian Drosten das Wasser rei­chen (s. Beiträge mit Suchwort "Podcast"). Womöglich hat er nun sei­nen Meister gefunden.

»Dirk Brockmann ist Physik-Professor an der Humboldt-Universität Berlin, für das Robert Koch-Institut und die Wissenschaftsakademie Leopoldina. Er arbei­tet zu kom­ple­xen Systemen, Netzwerken und com­pu­ter­ge­stütz­ter Epidemiologie.«

erfah­ren wir über ihn im Artikel "So lässt sich die Verbreitung in Deutschland sofort stop­pen" auf t‑online.de vom 8.1. Von einem Experten, der für das Robert Koch-Institut ist (!), kann man nicht weni­ger erwar­ten. Seine Worte machen deut­lich, war­um man tun­lichst nicht mit Smartphones unter­wegs sein sollte.

»Als Leiter des "Covid-19 Mobility Projects" des Robert Koch-Instituts hat er in den letz­ten Monaten unter­sucht, wie sich die Deutschen in der Corona-Krise bewegen.

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Er ist da! Endlich wieder ein Drosten-Podcast!

Der aktu­el­le Podcast mit dem Traumgespann des Wissenschafts-Feuilletons Hennig/Drosten vom 5.1. liegt nun als Skript vor. Wieder ein­mal berei­tet er viel Freude. Er star­tet mit der Frage: Wie ist das eigent­lich mit der gan­zen vie­len Arbeit zum Mutanten?

»Korinna Hennig
…Wie war das jetzt in den ver­gan­ge­nen zwei Wochen, war das Dauereinsatz für Sie alle? Oder gab es trotz­dem auch Feiertags-Atempausen? 

Christian Drosten
Ja, es ist schon so, dass wir hier ein Kernteam haben, eigent­lich zwei Kernteams. Das eine die Routinediagnostik. Die haben sowie­so einen Feiertagsbetrieb. Dann haben wir aber auch so ein Kernteam hier im Institut, das die for­schungs­na­he Diagnostik macht. Oder die dia­gnos­tik­na­he Forschung, wie man das auch immer ein­ord­nen will. Also immer die Sonderfälle, die kommen. 

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Die Evolution des „Drosten-Tests“ zur Ein-Gen-PCR

Urheber des Tests auf COVID-19 mit­tels Polymerase-Kettenreaktion PCR ist Christian Drosten, der Direktor des Virologischen Instituts der Berliner Charité. Die bei­den ers­ten Test-Protokolle, die im Januar von der Weltgesundheitsorganisation WHO ver­öf­fent­licht wur­den, hat er per­sön­lich geschrie­ben und ver­mut­lich war er auch an deren erstaun­lich schnel­ler Publikation betei­ligt. [1] Der auf die­sen Protokollen basie­ren­de Artikel in Eurosurveillance, dem Publikationsorgan der für Infektionskrankheiten in Europa zustän­di­gem Behörde ECDC, erschien kurz nach den WHO-Protokollen in einem eben­so hohen Tempo, das ver­mut­lich auf Drostens Intervention als Mitherausgeber der Zeitschrift zurück­zu­füh­ren ist. Dieser Artikel ist so vol­ler metho­di­scher Fehler, dass eine Gruppe von Wissenschaftlern for­dert, ihn kom­plett zurück­zu­zie­hen, denn: „Es ist unaus­weich­lich, dass die­ser Test eine enor­me Anzahl soge­nann­ter ‚Falsch-Positiver‘ gene­rie­ren wird.“ [2] Drosten dage­gen sieht das erwar­tungs­ge­mäß völ­lig anders:

„Das Ergebnis einer Labortestung ist immer eine Diagnose, nie ein rohes Testergebnis. Ganz beson­ders bei posi­ti­ven Testergebnissen wird immer durch einen Zusatztest bestä­tigt (zusätz­li­che Genstelle). Damit wird das Vorkommen von falsch posi­ti­ven Diagnosen prak­tisch auf Null unter­bun­den.“ [3]

Sobald Menschen ohne Symptome (aka Gesunde) getes­tet wur­den, war die ers­te Behauptung der Diagnose offen­sicht­lich obso­let. Weniger augen­fäl­lig ist bis jetzt, dass auch die zwei­te Behauptung mit dem Zusatztest nicht stimmt – und Drosten weiß das, denn schließ­lich hat er selbst dabei mit­ge­wirkt, die Vorgabe für die nach­zu­wei­sen­den Gene von drei auf eines zu ver­rin­gern. Die drit­te Behauptung mit den falsch-posi­ti­ven „Diagnosen“ war ohne­hin nie wahr. „Die Evolution des „Drosten-Tests“ zur Ein-Gen-PCR“ weiterlesen