Wie war das noch… mit den Virusvariantengebieten?

16 Staaten sieht aktu­ell das RKI als Virusvariantengebiete an, dar­un­ter Portugal, Rußland und Großbritannien. Wie wird der Begriff definiert?

»Maßgeblich für die Einstufung eines Staates im Ausland als beson­de­res Risikogebiet auf­grund des Auftretens einer Virusvariante (Virusvariantengebiet) ist die Verbreitung einer Virusvariante (Mutation), wel­che nicht zugleich im Inland ver­brei­tet auf­tritt und von wel­cher anzu­neh­men ist, dass von die­ser ein beson­de­res Risiko aus­geht (z.B. hin­sicht­lich einer ver­mu­te­ten oder nach­ge­wie­se­nen leich­te­ren Übertragbarkeit oder ande­ren Eigenschaften, die die Infektionsausbreitung beschleu­ni­gen, die Krankheitsschwere ver­stär­ken, oder gegen wel­che die Wirkung einer durch Impfung oder durch­ge­mach­ten Infektion erreich­ten Immunität abge­schwächt ist).«

Wenn nun Delta (Delta plus, Delta XXL o.ä.) laut Wieler einen Anteil von 50 Prozent hat, müß­te man nicht davon spre­chen, daß sie "zugleich im Inland ver­brei­tet auf­tritt"? Wenn es um Logik gin­ge und nicht um Politik, wohl schon.

Wie war das noch… mit Kerngesunden in der Meldestatistik, Herr Drosten?

Aufsehenerregendes teilt Christian Drosten in einem Interview mit wiwo.de mit. Es steht unter der Überschrift "'Der Körper wird stän­dig von Viren ange­grif­fen'". Dort ist zu lesen*:

»… Als in Bergamo… plötz­lich eine gan­ze Reihe von Corona-Fällen auf­tauch­ten, ent­schie­den die dor­ti­gen Ärzte, alle Patienten und das kom­plet­te Krankenhaus­personal auf den Erreger zu tes­ten. Und dazu wähl­ten sie eine hoch­emp­find­li­che Methode aus, die Polymerase-Kettenreaktion (PCR).

[Wiwo;] Klingt modern und zeitgemäß.

Ja, aber die Methode ist so emp­find­lich, dass sie ein ein­zel­nes Erbmolekül die­ses Virus nach­wei­sen kann. 

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Wie war das noch… mit Impfstoff-Lieferungen per Drohne an der Charité?

Im Dezember war hier in In Berlin kommt der Corona-Impfstoff per Drohne von einem Pilotprojekt zu lesen, wonach die Firma "Labor Berlin" das "ers­te inner­städ­ti­sche Drohnen-Netzwerk in Europa" in Angriff genom­men hat­te. Seitdem war davon nichts mehr zu hören. Erleidet das Projekt das glei­che Schicksal wie die teu­re und nutz­lo­se Notfallklinik in Berlin?

Die Firma Labor Berlin ist ein Gemeinschaftsunternehmen der Charité und der Vivantes GmbH, ihr Direktor des Fachbereichs Virologie ist Christian Drosten.

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Wie war das noch… mit der Kooperation von Biontech und Bill Gates?

Vor mehr als einem Jahr wur­de hier dar­auf hin­ge­wie­sen, was Biontech-Aufsichtsratschef Helmut Jeggle in der Zeitschrift "Capital" zur Bill & Melinda Gates Stiftung mitteilte:

»Das rie­si­ge Netzwerk der Stiftung bringt Biontech sehr viel, auch wenn es dabei ja nicht um unse­ren Schwerpunkt Krebs geht, son­dern um Infektionskrankheiten. Die Gates-Stiftung hat die Rechte für die Dritte Welt erwor­ben. Und Biontech will den Bereich Infektionskrankheiten als zwei­te Säule neben der Onkologie auf­bau­en. Deshalb macht die Kollaboration abso­lut Sinn.«

Ebenfalls schon damals wur­de aus der "Wirtschaftswoche" von 2019 zitiert: "Warum Bill Gates auf Biontech aus Mainz setzt":

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Wie war das noch… mit dem Korruptionsverdacht um EU-Kommissarin Stella Kyriakides?

Die EU-Gesundheitskommissarin Kyriakides ist zustän­dig für die Impfstoffbeschaffung. In den letz­ten Tagen hat sie ein Papier vor­ge­legt, nach dem in der EU gen­tech­nisch erzeug­te Lebensmittel leich­ter zuge­las­sen wer­den sol­len. Es gibt mit­hin mäch­ti­ge Interessengruppen, denen eine finan­zi­el­le Unterstützung der Kommissarin zuzu­trau­en wäre.

Ein Grund, sich noch ein­mal den Recherchen der "Panorama"-Redaktion von Anfang April zuzu­wen­den. „Wie war das noch… mit dem Korruptionsverdacht um EU-Kommissarin Stella Kyriakides?“ weiterlesen

Wie war das noch… mit der Grippewelle 2017?

»Aufnahmestopp: Grippewelle trifft Nürnbergs Kliniken hart

Rettungsdienst und Krankenhäuser sind an ihren Grenzen – 06.02.2017 09:00 Uhr

Für vie­le Betroffene heißt das: war­ten. Zum Beispiel im Nord-Klinikum, wo der­zeit "Land unter" herrscht, wie Klinikumssprecher Bernd Siegler bestä­tigt. In der Notaufnahme drän­gen sich die Patienten, die zeit­wei­se im Minutentakt ein­lau­fen. Mit Kopf- und Bauchschmerzen, mit inter­nis­ti­schen Problemen – aber eben auch sehr häu­fig mit einer veri­ta­blen Grippe, der Influenza also. In eini­gen Kliniken des Geländes müs­sen Patienten inzwi­schen mit einem Gangbett vor­lieb neh­men, bestä­tigt Siegler: "Besser ein Bett auf dem Gang als gar kein Bett". Berichte, wonach sogar das eine oder ande­re Matratzen-Lager auf­ge­macht wor­den sein soll, kann Siegler nicht bestätigen.

Das Nord-Klinikum reagiert inzwi­schen mit Aufnahmestopps. Sowohl die inter­nis­ti­sche als auch die chir­ur­gi­sche Notaufnahme waren am Freitagnachmittag dicht. Das glei­che galt im Süd-Klinikum. Das Martha-Maria- und das Theresien-Krankenhaus, die Klinik Hallerwiese sowie das Klinikum Fürth muss­ten jeweils für die inter­nis­ti­sche Notaufnahme und die all­ge­mei­ne Innere Medizin Aufnahmestopps verhängen.

Auch auf den Rettungsdienst müs­sen Patienten der­zeit war­ten. Vor allem der Krankentransport ist heil­los über­las­tet, schil­dert Marc Gistrichovsky, der Leiter der Integrierten Leitstelle (ILS) am Hafen. Patienten, die nach Hause wol­len, müss­ten teils meh­re­re Stunden auf ein Fahrzeug war­ten. "Wir kom­men da nicht nach." Auch des­halb, weil sich durch die Aufnahmestopps der Kliniken die Wege (und damit die Fahrzeiten) zum Teil deut­lich ver­län­ger­ten. Immer wie­der waren die Sanitäter bis in die Nacht unter­wegs, um alle Fahraufträge abzu­ar­bei­ten. Und das schon seit fast zwei Wochen…

Höhepunkt der Grippewelle noch nicht erreicht

Immerhin konn­te der Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung (ZRFN), des­sen Geschäftsstelle beim städ­ti­schen Rechtsamt ange­sie­delt ist, zwei kurz­fris­ti­ge Erhöhungen der Fahrzeugzahlen errei­chen: von Mittwoch bis Freitag der zurück­lie­gen­den Woche und ab Samstag bis zum kom­men­den Freitag. Möglicherweise sei die Zustimmung der Kostenträger noch für eine wei­te­re Woche erreich­bar, so Walter Lindl, der Leiter des Rechtsamtes. Eine wei­te­re (klei­ne) Entlastung brin­ge die Order, aktu­ell nicht zu jedem klei­nen Vorgang gleich einen Rettungswagen zu schicken.

Wie es wei­ter­geht? Die Grippewelle hat Fachleuten zufol­ge ihren Höhepunkt noch nicht erreicht, sagt Feuerwehr-Chef Volker Skrok. Was bedeu­tet, dass der Ansturm auf die Krankenhäuser in Nürnberg und Umgebung anhal­ten dürf­te. Gerade Erkältungs- und Influenza-Geplagte soll­ten also bes­ser zum Hausarzt oder zum ärzt­li­chen Notdienst gehen, sagt Klinikums-Sprecher Siegler.

Zum einen, weil sie damit die über­füll­ten Notaufnahmen spür­bar ent­las­ten könn­ten. Zum ande­ren, weil sie die Kliniken an ihre Kapazitätsgrenzen brin­gen: Influenza-Patienten müs­sen iso­liert unter­ge­bracht wer­den, was zusätz­lich Platz kos­tet – und sie kön­nen Pflegekräfte und Ärzte anste­cken, was wie­der­um auf Kosten aller ande­ren Patienten gin­ge.«
So zu lesen am 6.2.17 auf nordbayern.de.