Notizen aus dem Fast-Risikogebiet Dithmarschen

Wie in den meis­ten Gegenden Deutschlands hat­te sich end­lich wie­der eine Art Normalität ein­ge­stellt, als wir am 28. Juli von der Nachricht über­rascht wur­den, es gebe „30 neue Corona-Fälle in Dithmarschen seit ver­gan­ge­nem Mittwoch“, die „Fallzahlen stei­gen enorm“. Erhöht hat­te sich dem­nach die Anzahl der posi­tiv Getesteten auf ins­ge­samt 108 Personen. [1]

Der Kreis Dithmarschen an der Westküste Schleswig-Holsteins ist von Wasser umschlos­sen und besteht laut der Lyrikerin Sarah Kirsch „zu 97 Prozent aus Himmel“ [2]. Zwischen Eider, Elbe, Nordsee und Nord-Ostsee-Kanal leben gut 133.000 Einwohner. Aufgrund der vom Robert-Koch-Institut RKI erklär­ten Grenze von 50 posi­tiv Getesteten auf 100.000 Einwohner wäre hier die Grenze bei 67 erreicht, dann wür­de ein erneu­ter Lockdown dro­hen.

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Lockerungen in der "jungen Welt"

Zaghafte Anzeichen für ein Abrücken von der Sprachregelung zu "Verschwörungstheoretikern" gibt es in der lin­ken "jun­gen Welt". Sie sind wider­sprüch­lich, wie hier gezeigt wird.

In der Ausgabe von 20./21.6. fin­det sich ein Gastbeitrag von Andreas Wulf, Referent für glo­ba­le ­Gesundheitspolitik und Berliner Repräsentant von Medico inter­na­tio­nal. Unter ande­rem befaßt er sich mit der Gates-Stiftung unter dem Titel "Nur ein Symptom":

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Streeck kann's nicht lassen

Professor Dr. Hendrik Streeck, Direktor des Institut für Virologie an der Uniklinik in Bonn, müß­te es eigent­lich wis­sen: Gegen den sym­pa­thi­schen Sonnyboy mit den Podcasts kann er nichts aus­rich­ten.

Nun macht er sich auch noch Argumente von "Corona-Leugnern" zu eigen. Er könn­te ahnen, was da auf ihn zukom­men kann, Shitstorm oder Totschweigen. In einem Interview mit der Osnabrücker Zeitung stell­te der Aluhut am 10.6. toll­küh­ne Thesen auf:

»Sie sind früh dadurch auf­ge­fal­len, dass Sie deut­lich weni­ger dras­tisch vor der Pandemie gewarnt haben als ande­re. Fühlen Sie sich durch die Entwicklung bestä­tigt?
Ein Stück weit durch­aus. Meine Position war immer, dass das Virus nicht baga­tel­li­siert wer­den soll­te, aber auch nicht dra­ma­ti­siert wer­den darf. Anfangs waren sich auch fast alle Virologen mehr oder weni­ger einig.

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Kaum Interesse an Studie

Schon Anfang Mai mach­te deutsche-apotheker-zeitung.de auf eine Studie auf­merk­sam, die wie alle nicht die RKI-Position ver­tre­ten­den kaum Beachtung fin­det. In dem Beitrag heißt es:

'Sechs im Gesundheitswesen nicht unbe­kann­te Experten haben es sich bereits vor eini­gen Wochen zur Aufgabe gemacht, in einem Thesenpapier die epi­de­mio­lo­gi­sche Problemlage zu klä­ren und Vorschläge zur Prävention zu machen. Mit Professor Matthias Schrappe und Professor Gerd Glaeske zäh­len zwei ehe­ma­li­ge Mitglieder des Gesundheitssachverständigenrats zu die­ser Autorengruppe; zudem Hedwig François-Kettner, ehe­ma­li­ge Pflegedirektorin der Charité und bis ver­gan­ge­nes Jahr Vorsitzende des Aktionsbündnisses Patientensicherheit, Professor Holger Pfaff, ehe­ma­li­ger Vorsitzende des Expertenbeirats des Innovationsfonds, Dr. Matthias Gruhl, Arzt und Staatsrat der Hamburger Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz und Franz Knieps, Jurist und Vorsitzender des BKK-Dachverbandes… „Kaum Interesse an Studie“ wei­ter­le­sen

Nachdenkliches aus der Linkspartei

Unter dem Titel „Wir sind in man­cher Frage zu weit gegan­gen“ schreibt der lin­ke Berliner Kultursenator Klaus Lederer:

'… Es läuft, grob gesagt, so: Virologen lie­fern Einschätzungen zu Virus und Pandemieverlauf, Politik muss abwä­gen und ent­schei­den, unter gro­ßem zeit­li­chen Druck, mit vie­len Unbekannten, auf unge­si­cher­ter Datenbasis…

Und wäh­rend der Idealzustand von Meinungsbildung und Entscheidungsfindung, ins­be­son­de­re bei basis­ori­en­tier­ten Parteien, vor­aus­setzt, dass Probleme öffent­lich gründ­lich ana­ly­siert und bespro­chen, Lösungen kon­tro­vers dis­ku­tiert, Grundsatzfragen durch Parlament und Volksgesetzgebung ent­schie­den wer­den, beglei­tet von Presse und Öffentlichkeit, sind auch die­se der­zeit beein­träch­tigt… „Nachdenkliches aus der Linkspartei“ wei­ter­le­sen

Lockerungen: Durcheinander wie im "Hühnerhaufen"

tagesschau.de infor­miert am 19.4.:

"Ob Maskenpflicht, Geschäftsöffnungen oder Gottesdienste: Die Bundesländer gehen bei der Corona-Bekämpfung eige­ne Wege. Minister Altmaier befürch­tet ein Durcheinander wie im "Hühnerhaufen"…

Jüngstes Beispiel: Hessen schließt sich ande­ren Bundesländern an und erlaubt auch grö­ße­ren Geschäften wie­der zu öff­nen, wenn sie ihre Verkaufsfläche "unmiss­ver­ständ­lich und klar" auf 800 Quadratmeter redu­zie­ren. Eine ähn­li­che Lösung sehen die Corona-Verordnungen in Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland vor. Aber nicht alle Bundesländer schla­gen die­sen Weg ein. Sachsen-Anhalt zum Beispiel ori­en­tiert sich bei der Genehmigung allein an der im Miet- oder Pachtvertrag ver­merk­ten Größe des Geschäfts. Inhaber dür­fen ihre Geschäfte nicht teil­wei­se öff­nen oder ver­klei­nern. „Lockerungen: Durcheinander wie im "Hühnerhaufen"“ wei­ter­le­sen

Eine Frage der Interpretation

In Europa sind die Länder mit der höchs­ten Opferzahl die mit den rigi­dis­ten Beschränkungen für das Alltagsleben, näm­lich Italien, Spanien und Frankreich. In der BRD sind das die Bundesländer Bayern und Baden-Württemberg.

Man kann das so inter­pre­tie­ren, daß die hohen Infektionszahlen eben die­se Maßnahmen erfor­der­lich gemacht haben.

Man kann eben­so ver­mu­ten: Wenn seit Wochen in die­sen Ländern kaum ein Mensch sei­ne Wohnung ver­las­sen durf­te außer zum Einkaufen und zu Arztbesuchen (in Paris etwa nur in einem Umkreis von 1 km), dann kön­nen die wei­te­ren Infektionen ande­re Ursachen haben.

Italien, Spanien und vor allem Frankreich ver­fü­gen über ein deso­la­tes Gesundheitssystem – ein Zustand der wis­sent­lich unter dem Diktat der "schwar­zen Null" und "Schuldenbremse" her­bei­ge­führt wur­de. In Frankreich gab es im gan­zen Jahr 2019 Streik- und Protestaktionen des medi­zi­ni­schen Personals gegen das Kaputtsparens des Systems. Wie die Aktionen der Gelbwesten und der Gewerkschaften hat Macron das schlicht­weg igno­riert. Er befin­det sich jetzt in einem "Krieg", des­sen Schlachtfeld er selbst bestellt hat. „Eine Frage der Interpretation“ wei­ter­le­sen

Autoläden auf – Kitas zu

Da gibt die Bundesregierung eine Studie der Leopoldina-Akademie in Auftrag. Sie ent­hält Vorschläge, aber auch leich­te Kritik am bis­he­ri­gen Vorgehen der Verantwortlichen. Und schon läuft die Medienmaschine heiß. Auch hier wie­der lie­fert uns Google in bewähr­ter Weise hau­fen­wei­se Fundstellen mit kri­ti­schen Stellungnahmen. Die Studie selbst zu fin­den, wird mit Google schwie­rig.

Damit sich jedeR ein eige­nes Bild machen kann, hier der Link zum Download. 
Gerne über­se­hen der Titel "Coronavirus-Pandemie – Die Krise nach­hal­tig überwinden" und die Schlußfolgerungen aus dem Wort "nach­hal­tig".

Da fin­det sich etwa der Hinweis:

"Vor allem aber wegen der min­des­tens eben­so bedroh­li­chen Klima- und Biodiversitäts-Krise kann es nicht ein­fach eine Wiederherstellung des vor­he­ri­gen Status geben. Nicht zuletzt gilt es, aus den Erfahrungen mit der Coronavirus-Pandemie und ihren Ursachen Lehren für die Zukunft zu zie­hen. Die gene­rel­le Zunahme der Bevölkerung, Urbanisierung und glo­ba­le Mobilität, die Vernichtung und Abnahme der Widerstandsfähigkeit von Ökosystemen durch Landnutzungsänderungen und der Klimawandel tra­gen wesent­lich zum Ausbruch von Epidemien und Pandemien bei."

Was beschließt die Bundesregierung als eine der ers­ten Maßnahmen? Autohäuser sol­len geöff­net wer­den. „Autoläden auf – Kitas zu“ wei­ter­le­sen

Angela, laß uns frei!

Immer wie­der hat die Kanzlerin die Kriterien für die Lockerung der rigi­den Anti-Corona-Maßnahmen her­auf­ge­schraubt.
Am 28.3. ver­kün­de­te sie zum Zeitraum der Verdoppelung der Zahl der Infizierten: "Er muss in Richtung von zehn Tagen gehen." Link

Bereits am 3.4. mel­de­te die Stuttgarter Zeitung: 'Merkel-Sprecher: Verdopplung alle zehn Tage nicht so gemeint"… Zum Verdopplungszeitraum kur­sier­ten „ver­schie­de­ne Zahlen, bei denen es sich jeweils nicht um fest­ste­hen­de Größen han­delt“, schrieb ein Pressesprecher per Mail.' Ziemlich ver­schwur­belt und sinn­frei, aber klar war: Es gil­det nicht mehr, was die Kanzlerin ver­sprach. Link

Am 6.4. war auch das gar kein Thema mehr. "Das ist heu­te nicht der Tag" war das Argument. Link

Am 8.4. mel­de­te das RKI eine kaum zur Kenntnis genom­me­ne Zahl: "Die Verdopplungszeit der Infektionen liegt hier­zu­lan­de dage­gen mitt­ler­wei­le bei fast 15 Tagen." Link

Wenn Frau Merkel ihre eige­ne Strategie ernst nimmt, muß sie uns jetzt also frei­ge­ben.

Die Frage wer­den aber ohne­hin vie­le Menschen für sich ent­schei­den, ohne auf die Erlaubnis der Kanzlerin zu war­ten.

Fake und Wahrheit

Fake ist:
Ein brau­ner Kanzleramtssprecher hat ver­spro­chen, daß zu Führers Geburtstag (20. April) alles wie­der gut wird.

Wahrheit ist:
"Kanzleramtschef Helge Braun hat klar­ge­stellt, dass es vor dem 20. April kei­ne Lockerungen der bestehen­den Einschränkungen im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie geben wer­de."

Link


Fake ist:
Viren, die durch Ausländer ein­ge­schleppt wer­den sind viel gefähr­li­cher als sol­che, die Deutsche aus dem Ausland mit­brin­gen.

Wahrheit ist:
"Vorgesehen ist… eine Gesundheitsprüfung. In den ers­ten 14 Tagen dür­fen die Helfer auch ihren Betrieb nicht ver­las­sen. Liegen Anhaltspunkte auf eine Corona-Infektion vor, soll die Einreise ver­wei­gert wer­den."
berich­tet die Tagesschau über den Umgang mit Erntehelfern.

Link

Für 440 deut­sche Saisonkräfte, die aus Österreich zurück­kom­men, gilt hin­ge­gen:
"Ein Test auf das Coronavirus fin­det laut Bundespolizei nicht statt. Sollte jedoch jemand Symptome zei­gen, infor­mie­re man das Gesundheitsamt vor Ort."

Link


Fake ist:
Es wur­den bis­her fast 200.000 Volkgsgenossen heim ins Reich geholt.

Wahrheit ist:
"Von den etwa 200 000 wegen der Corona-Krise im Ausland gestran­de­ten deut­schen Reisenden sind inzwi­schen 194 000 wie­der zu Hause… Die Regierung hat­te zunächst 50 Millionen Euro für die größ­te Rückholaktion in der Geschichte der Bundesrepublik bereit­ge­stellt."

Link

Eine Recherche bei Google (Stand 5.4.2020 22 Uhr) ergibt kei­ner­lei Hinweise dar­auf, daß irgend­ei­ner der Rückkehrer auf Corona getes­tet wur­de. Update 7.4.: Die Regierung emp­fiehlt den Bundesländern, ab dem 10.4. (!) deut­sche Reisende in Quarantäne zu schi­cken – aller­dings mit unzäh­li­gen Ausnahmen. Für Einreisende aus Nicht-EU-Staaten bleibt "eine ver­bind­li­che häus­li­che Quarantäne ange­ord­net".

Link


Fake ist:
Angela Merkel sag­te am 1.4.2020:
Ich ken­ne kei­ne Parteien mehr, ich ken­ne nur noch Deutsche! Zum Zeichen des­sen, dass Sie fest ent­schlos­sen sind, ohne Parteiunterschied, ohne Stammesunterschied, ohne Konfessionsunterschied durch­zu­hal­ten mit mir durch dick und dünn, durch Not und Tod zu gehen, for­de­re ich die Vorstände der Parteien auf, vor­zu­tre­ten und mir das in die Hand zu gelo­ben.“

Wahrheit ist:
Diesen Satz sprach am 4. August 1914 Kaiser Wilhelm II.