Das Beispiel England spricht gegen die Impfpflicht

Diese Auffassung ver­tritt Kai Möller, Rechtsprofessor an der London School of Economics, in einem Kommentar auf welt.de (Bezahlschranke). Es ist unter ande­rem zu lesen:

»… Was auch immer der Staat dadurch errei­chen kann, dass er Terrorverdächtige fol­tert, einen Teil der Bevölkerung der Zwangsarbeit unter­wirft, Mitgliedern des orga­ni­sier­ten Verbrechens ein fai­res Verfahren ver­wei­gert oder die Anhänger eines gefähr­li­chen Irrglaubens einer Gehirnwäsche unter­zieht: Diese Handlungen sind abso­lut ver­bo­ten, weil sie mit der Menschenwürde des betrof­fe­nen Individuums unver­ein­bar sind.

Wie ver­hält es sich mit der Covid-19-Impfpflicht, die inzwi­schen von der öster­rei­chi­schen Regierung ange­strebt wird, in Deutschland zu kom­men scheint und sogar von der EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen ins Spiel gebracht wur­de? Ich habe gro­ßen Respekt für die Haltung, dass jeg­li­che Impfpflicht eine unmit­tel­ba­re Verletzung der Menschenwürde dar­stellt und damit kate­go­risch unzu­läs­sig ist. Es liegt etwas Dunkles und Hässliches, etwas Totalitäres dar­in, von einer Person unter Strafandrohung zu ver­lan­gen, sich gegen ihren Willen eine Flüssigkeit in den Körper inji­zie­ren zu las­sen, die dort eine phy­sio­lo­gi­sche Reaktion auslöst.

Der Ausnahmefall

Das Argument der­je­ni­gen, die eine Impfpflicht gegen Corona ver­lan­gen, ist nun in der Tat, dass jene Ausnahmesituation, in der eine Impfpflicht gerecht­fer­tigt wer­den kann, besteht. Sie behaup­ten, dass Deutschland und Österreich ohne eine Impfpflicht nicht durch wei­te­re Corona-Wellen kom­men wer­den, ohne wie­der­um schwer­wie­gen­de Restriktionen oder sogar Lockdowns ein­zu­füh­ren, die zwei­fels­oh­ne kata­stro­pha­le Folgen haben. Daher, so das Argument, lie­ge ein Notfall vor, der die aus­nahms­wei­se Einführung der Impfpflicht rechtfertige.

Meiner Meinung nach kann ein Argument mit die­ser Struktur unter gewis­sen Umständen über­zeu­gen. Stellen Sie sich vor, dass die ein­zi­ge Möglichkeit, eine gro­ße Anzahl von Kindern vor einem hypo­the­ti­schen, für sie töd­li­chen Bakterium zu schüt­zen, dar­in besteht, alle Erwachsenen gegen die­sen Erreger zu imp­fen, um so des­sen Zirkulation in der Gesellschaft zu unter­bin­den. Obwohl die­se Tatsache in letz­ter Zeit sträf­lich igno­riert wur­de, ist es eine zeit­lo­se Wahrheit, dass eine Gesellschaft beson­de­re Pflichten gegen­über ihren Kindern hat – und dass sie dem Wohlergehen von Kindern gegen­über dem von Erwachsenen den Vorrang ein­räu­men muss. In mei­nem hypo­the­ti­schen Beispiel wäre eine Impfpflicht viel­leicht gerechtfertigt.

Aber die gegen­wär­ti­ge Situation liegt anders. Wir soll­ten dem Argument für die Impfpflicht damit begeg­nen, dass wir hin­ter­fra­gen, war­um Deutschland und Österreich momen­tan die ein­zi­gen Länder zu sein schei­nen, die die­se extre­me Maßnahme begrü­ßen. In England, wo ich arbei­te und über­wie­gend lebe, liegt die Inzidenz seit Juli zwi­schen 300 und 500; es gibt kei­ne Impfpässe, weni­ge Masken, das Lebensgefühl ist frei und offen, und das staat­li­che Gesundheitssystem kommt bis­her zurecht, obwohl es in bri­ti­schen Krankenhäusern weni­ger als ein Viertel der Betten gibt, die in Deutschland zur Verfügung stehen.

Haben Deutschland und Österreich wirk­lich alles pro­biert, um die Wahl zwi­schen Impfpflicht und Lockdown zu ver­mei­den? Könnte es viel­leicht der Fall sein, dass die Impfpflicht nur die ein­fa­che und ver­lo­cken­de Antwort ist, die man gewählt hat, um poli­ti­sches Versagen zu ver­de­cken – und Schuldzuweisungen und Wut von den Politikern auf die Ungeimpften umzu­len­ken? Ich bin in London noch kein ein­zi­ges Mal von Bekannten, Kollegen oder – Gott bewah­re – Fremden nach mei­nem Impfstatus gefragt wor­den. Die Ausgrenzung der Ungeimpften, die in Deutschland so häss­lich und bru­tal betrie­ben wird, fin­det dort schlicht nicht statt…

Das Ziel der Impfpflicht scheint also zu sein, die Zirkulation des Virus zu ver­rin­gern und damit ins­be­son­de­re älte­re, unge­impf­te Menschen zu schüt­zen. Aber es ist schlicht nicht recht­fer­tig­bar, mit dem Mittel des Strafrechts Leute zur Impfung zu zwin­gen, um so die­je­ni­gen Mitbürger zu schüt­zen, die sich aus frei­er Entscheidung nicht imp­fen las­sen wol­len. Joshua Kimmich wie auch jeder ande­re Bürger kann sich für eine Impfung ent­schei­den, um sich selbst zu schüt­zen – und jeder, der sich um sei­ne eige­ne Gesundheit kei­ne Sorgen macht, kann sich aus Liebe zu sei­nen unge­impf­ten, ins­be­son­de­re älte­ren Mitbürgern imp­fen las­sen. Aber die­se Großzügigkeit kann nicht unter Strafandrohung erzwun­gen werden.

Eine Gesellschaft ist im Prinzip berech­tigt, Opfer für die­je­ni­gen zu ver­lan­gen, die nicht in der Lage sind, für sich selbst zu sor­gen. In mei­nem obi­gen, hypo­the­ti­schen Beispiel könn­te es zum Beispiel zuläs­sig sein, Erwachsenen eine Impfpflicht auf­zu­er­le­gen, um die Kinder vor einer Ansteckung mit einem für sie töd­li­chen Bakterium zu bewah­ren, wenn sich die Kinder nicht selbst schüt­zen kön­nen. Aber sicher­lich kön­nen wir nicht jedem eine Impfpflicht auf­er­le­gen, um die­je­ni­gen zu schüt­zen, die sich aus eige­ner Entscheidung dage­gen ent­schei­den, für sich selbst zu sorgen…

Mögliche Einwände

… [Ein] Gegenargument könn­te sein, dass es bei einer Impfpflicht nicht nur um den Schutz der Ungeimpften geht, son­dern auch um den der­je­ni­gen Geimpften, die wei­ter­hin vul­nera­bel sind. Dazu ist zu sagen, dass in einer frei­en Gesellschaft ein gewis­ses Risiko für Leben und Gesundheit durch Viren und ande­re Gefahren in Kauf genom­men wer­den muss. Die neu­en Impfstoffe sind ein Wunder, das wir fei­ern soll­ten – aber die Tatsache, dass sie vul­nerable Personen nicht in hun­dert Prozent der Fälle schüt­zen, begrün­det nicht annä­hernd den Ausnahmefall, der vor­lie­gen muss, um eine Impfpflicht recht­fer­ti­gen zu können…

Selbst wenn die Impfpflicht in gewis­sem Sinne ein Erfolg wer­den soll­te und uns dabei hel­fen soll­te, Lockdowns und ande­re frei­heits­be­schrän­ken­de Maßnahmen zu been­den, und selbst wenn Spaltung, Wut und – wie der ehe­ma­li­ge Bundesinnenminister Otto Schily warn­te – Gewaltausbrüche, die ihre Durchsetzung mit sich brin­gen könn­te, ver­mie­den wer­den kön­nen, wäre sie nur zu einem hohen Preis zu haben. Deutschland und Österreich soll­ten die­sen Preis, näm­lich den der Verletzung der Grundrechte und der Menschenwürde, nicht zahlen.«

Stand 8.12. 14:50 Uhr

27 Antworten auf „Das Beispiel England spricht gegen die Impfpflicht“

    1. @ tap­sie: die gebets­müh­len­ar­ti­ge Wiederholung und Bestätigung der hei­li­gen Vakzin- Wirkkraft ist die Hintertür, durch die sich Kritiker aus der Predouille ret­ten, wenn's nötig wird‼️

    2. Total-Kritik wird in den Quallidädsmedien über­haupt nicht mehr ver­öf­fent­licht, da muss schon ein biss­chen die Gebetsmühle lei­ern. Immerhin umweht sei­ne Worte des Jubels ein Hauch von Satire…

  1. Großbritannien: 89 Prozent in Umfrage gegen Impfpflicht – TV-Sendung reagiert mit Löschung 

    In einer Umfrage eines bri­ti­schen Fernsehsenders wur­den die Zuschauer gefragt, ob ange­sichts der Ausbreitung der Corona-Variante Omikron Impfungen zur Pflicht gemacht wer­den soll­ten. Die gro­ße Mehrheit sprach sich dage­gen aus – wor­auf die Umfrage auf dem Twitter-Account der Sendung schon bald nicht mehr auf­zu­fin­den war. 

    https://de.rt.com/europa/128168-grossbritannien-89-prozent-in-umfrage/

    1. "Omikron" wird die eigent­lich wirk­sa­me Impfung wer­den. Hoffen wir auf eine schnel­le Ausbreitung, denn umso schnel­ler, des­to harmloser.

      Wenn jemand schreibt, man soll sich "für sei­ne Mitbürger imp­fen las­sen", dann ist das ein vor­herr­schen­der Corona-Irrtum.

  2. Der Weg ohne imp­fen zur bes­ten Immunität, die natür­lich erwor­be­ne Immunität.:

    Die Variante ist wahr­schein­lich „sowohl sehr mild als auch sehr übertragbar“.

    Nach Ansicht der nor­we­gi­schen COVID-Experten könn­te sich die Omicron-Variante, die zwar hoch­gra­dig über­trag­bar, aber „mil­der“ ist, als „bes­tes Szenario“ erwei­sen, weil sie die „natür­li­che Immunität“ stärkt und das Ende der Pandemie näher bringt.

    Der staat­li­che Epidemiologe des Landes, Frode Forland, reagier­te damit auf die Nachricht vom größ­ten Omicron-Ausbruch außer­halb Südafrikas, der sich auf einer Osloer Weihnachtsfeier ereignete.

    „Bis zu 120 Personen, die am Abend des 26. November das Restaurant und die Bar Louise besuch­ten, wur­den nun posi­tiv auf Coronaviren getes­tet, etwa die Hälfte von ihnen posi­tiv auf Omicron, wobei bei 13 von ihnen die Variante durch Sequenzierung nach­ge­wie­sen wur­de“, berich­tet der Telegraph.

    Tine Ravlo, Ärztin für Infektionskrankheiten in Oslo, erklär­te: „Sie haben Symptome wie Fieber, Husten, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen und Müdigkeit, aber bis­her ist kei­ner von ihnen schwer erkrankt, und kei­ner von ihnen wur­de im Krankenhaus behandelt.“

    Dies sei eine posi­ti­ve Nachricht, so Forland, denn es zei­ge deut­lich, dass die Variante „sowohl sehr mild als auch sehr über­trag­bar“ sei.

    „Das ist die Hoffnung. Das ist das bes­te Szenario, das wir haben kön­nen“, sag­te er. „Dass es mil­der wird, dass die meis­ten Menschen es bekom­men, und dass sie eine natür­li­che Immunität bekommen.“

    „Es könn­te sein, dass sich das Virus inzwi­schen so oft repli­ziert und mutiert hat, dass dies aus Sicht des Virus die opti­ma­le Position ist, um sich weit zu ver­brei­ten und die Wirte nicht zu töten“, so Forland weiter.

    „Das haben wir auch schon bei ande­ren Krankheiten gese­hen. Und dann geht es natür­lich in eine ende­mi­sche Phase über“, schloss er.

    Die Position der Experten in Norwegen wird vom CEO des größ­ten pri­va­ten Gesundheitsnetzwerks in Südafrika geteilt, der behaup­te­te, dass die Omicron-Variante „so mild“ sei, dass sie „das Ende von COVID-19 bedeu­ten könnte“.

    Laut Richard Friedland, Geschäftsführer von Netcare Ltd. ist die Omicron-Variante „hoch anste­ckend, ver­ur­sacht aber kei­ne schwe­ren Krankheiten. So war es auch bei der Spanischen Grippe.“

    „Ich glau­be also, dass es hier einen Silberstreif am Horizont gibt und dass dies das Ende von Covid-19 bedeu­ten könn­te“, füg­te er hinzu.

    Erwarten Sie, dass die Konzernmedien, die sich auf gigan­ti­sche Werbeausgaben von Big Pharma und hohe Einschaltquoten durch die Aufrechterhaltung von Ängsten über COVID stüt­zen, all die­se Erkenntnisse völ­lig igno­rie­ren werden.

    Quelle: Norwegian COVID Experts Says Omicron Could Provide “Best Scenario” of “Natural Immunity”

    1. Natürlich mutie­ren Viren. Infolge UV-Strahlung, Umweltgifte, Pflanzenschutzmittel usw. Das ist auch der Sinn eines Desinfektionsmittels: Die DNA eines Virus zu zer­stö­ren. Also eine Mutation her­bei­zu­füh­ren. Im Ergebnis des­sen ist der Virus kaputt. Oder anders aus­ge­drückt: Nicht mehr krankheitserregend.

  3. Ok, wenn wir Deutschland mit England ver­glei­chen wol­len, bit­te­s­ehr. In bei­den Staaten herrscht der Kapitalismus! Und wo noch­mal ist da ein Unterschied!?

  4. Wahrscheinlich ist die Frau unter den Blinden noch die Einäugige…
    Woher kommt denn nur die­ser Glaube an die Impfung? Nach der Impfung kommt es gera­de in Pflegeheimen zu mas­si­ven Ausbrüchen und vie­len Toten. Steht Israel bes­ser da? Oder Gibraltar?
    Ich sehe wei­ter­hin kei­ne Corona-Toten auf der Straße, höre aber immer mehr, dass jetzt wirk­lich Leute auf der Straße (auf den Sportplätzen) tot umfallen.
    Einigen wir uns viel­leicht dar­auf, dass für die­se Toten die Impfung nicht die Rettung war.

    1. "Woher kommt denn nur die­ser Glaube an die Impfung?"
      Techno-Fix (https://en.wikipedia.org/wiki/Technological_fix), Impfung als Sakrament der Bekenntnis zum ewi­gen Fortschritt, ver­glei­che auch "Kirche des ewi­gen Wachstums"…
      Ein Kind, das in hel­ler Panik vor einem Hund davon­läuf­t¹, flüch­tet sich in die Arme des nächst­bes­ten Erwachsenen, der lei­der ein Böser Onkel ist.

      ¹Will nur spie­len, zuge­ge­ben etwas rauer

  5. "Die neu­en Impfstoffe sind ein Wunder, das wir fei­ern sollten" 

    Es gibt kei­ne Pandemie, die neu­en soge­nann­ten Impfstoffe — expe­ri­men­tel­le gen­the­ra­peu­tisch wirk­sa­me Substanzen — schä­di­gen oder töten, Professor Kai Möller hat eine Emailadresse … 

    K.Moller@lse.ac.uk

    https://www.lse.ac.uk/law/people/academic-staff/kai-moller

    … und hat Post: 

    Worauf bei den Obduktionen nach Corona-Impfung geach­tet wer­den sollte

  6. Jessica Hamed
    @jeha2019
    Eine hohe #Impfquote sei „essen­ti­ell“ und
    die Impfung redu­zie­re das Risiko der Übertragung „sub­stan­ti­ell“.

    Das ist juris­tisch gese­hen eine mehr als dürf­ti­ge „Begründung“ für einen der­art tie­fen Grundrechtseingriff,
    der die Grenzen der #Menschenwürde wenigs­tens streift.
    8:38 AM · Dec 8, 2021
    https://twitter.com/jeha2019/status/1468500267658362881/photo/1

  7. Stefan Homburg
    @SHomburg
    Wenn ich rich­tig gerech­net habe, sind das dann ins­ge­samt schon 

    sechs Runden.

    Und mit #Omicron ist natür­lich nicht Schluss.

    Folglich muss jeder wis­sen, ob er bereit ist,
    ein zeit­lich unbe­grenz­tes Abonnement abzuschließen, 

    mit poten­ti­el­len Nebenwirkungen in jeder neu­en Runde.

    4:50 PM · Dec 8, 2021
    https://twitter.com/SHomburg/status/1468623942055305216

    Stefan Homburg
    @SHomburg
    ·
    16m
    Und dann 3 Runden neu­er Wirkstoff, wenn der im nächs­ten Jahr ver­füg­bar ist:
    https://twitter.com/SHomburg/status/1468623164112613378

    Stefan Homburg
    @SHomburg
    Obwohl man über #Omicron fast nichts weiß, hat­te Biontech-Chef Sahin auf der heu­ti­gen Pressekonferenz zwei gute Ratschläge parat:

    Erst mit dem alten Wirkstoff boostern:
    From
    Disclose.tv
    4:46 PM · Dec 8, 2021
    https://twitter.com/SHomburg/status/1468623022026285069

  8. Teilt das in die Welt hinaus:

    Die Firma, die Nano-Lipide, die im sog. Impfstoff (Gen-Therapeutikum) ent­hal­ten sind, her­stellt, schreibt auf der Homepage:

    "ALC-0159 ist ein PEGyliertes Lipid, das zur Bildung von Lipid-Nanopartikeln für die Übertragung von RNA ver­wen­det wur­de. ALC-0159 ist neben ALC-0315, DSPC und Cholesterin einer der Bestandteile des BNT162b2-Impfstoffs gegen SARS-CoV‑2. Dieses Produkt ist nur für Forschungszwecke und nicht für den mensch­li­chen Gebrauch bestimmt."

    https://www.echelon-inc.com/product/alc-0159/

    ❗️Nachzulesen in dem offi­zi­el­len EMA-Dokument zum Biontech-Präparat. Aufgeführt auf Seite 15 unter "sons­ti­ge Bestandteile".

    Als 133 Seiten pdf unter Googlesuche:

    Cominarty-epar-product-information_de.pdf

  9. epd
    @epd_news
    Pfarrer ver­hin­dert Impftermin in einer Kirche in Dresden via http://u.epd.de/21ek @StN_News
    stuttgarter-nachrichten.de

    Dreikönigskirche in Dresden:
    Warum der Pfarrer eine Impfaktion in der Kirche verhinderte

    In einem Bericht erläu­tert der Pfarrer sei­ne Gründe.
    Die Entscheidung soll jetzt im Kirchenvorstand des Kirchspiels Dresden-Neustadt im Nachgang dis­ku­tiert werden.
    1:45 PM · Dec 8, 2021
    https://twitter.com/epd_news/status/1468577546178551808

  10. Die Frage ist, ob die Impfpflicht in Bezug auf das ange­streb­te Ziel ver­hält­nis­mä­ßig ist.
    Was ist das, sind die Ziele? 

    1. Schutz der gefähr­de­ten Bürger? Dann müss­te m.E. mit der Impfung eine annä­hernd ste­ri­le Immunität (wie bei der Masernimpfung) erreicht wer­den. Nachdem dies aber wohl nicht der Fall ist, und auch Geimpfte das Virus wei­ter­ge­ben kön­nen, wenn viel­leicht auch nicht in dem Maße, aber es reicht ja, wenn doch, ist m.E. eine Impfpflicht nicht geeig­net, nicht verhältnismäßig.
    2. Eine Belastung für das Gesundheitssystem zu ver­hin­dern? Bevor eines der Hauptsicherheitsgrundrechte geschleift wird, soll­te m.E., unser Gesundheitssystem ertüch­tigt wer­den (Stichwort: Abbau von Intensivbetten in der Pandemie…).
    3. Vermeidung wei­te­rer Lockdowns und wirt­schaft­li­cher Schäden?
    Das geht m.E. auch mit „Lockdowns“ oder Testpflicht (was immer man von den Tests hal­ten mag) für Ungeimpfte. Ist schlimm ja, m.E. aber das mil­de­re Mittel gegen­über einer Impfpflicht. Wahrscheinlich spre­chen auch Gründe dagegen.
    4. Zum Eigenschutz der Ungeimpften? Warum dann kein Rauchverbot (Milliarden Euros weni­ger, also eher nicht), Verbot von Fastfood und zu viel Zucker. Vermeidung von Krankenhausinfektionen (jähr­lich 10 bis 20 Tausend Tote!) usw. 

    Ich für mei­nen Teil, wer­de das vor­ge­nann­te noch ein wenig aus­for­mu­lie­ren und mit Quellen, Dokumenten hin­ter­le­gen und an die Bundestagsabgeordneten aus mei­nem Regierungsbezirk schreiben.

    1. "Die Frage ist, ob die Impfpflicht in Bezug auf das ange­streb­te Ziel ver­hält­nis­mä­ßig ist."

      Ist das die Frage? Ich stel­le dem fol­gen­des gegenüber:

      "Eine sol­che Behandlung miss­ach­tet die Betroffenen als Subjekte mit Würde und unver­äu­ßer­li­chen Rechten. Sie wer­den dadurch, dass ihre Impfung als Mittel zur Rettung ande­rer benutzt wird, ver­ding­licht und zugleich ent­recht­licht; indem über ihren Körper von Staats wegen ein­sei­tig ver­fügt wird, wird den poten­ti­el­len Opfern des mRNA-Kreuzzuges der Wert abge­spro­chen, der dem Menschen um sei­ner selbst wil­len zukommt."

      Dieses Zitat habe ich leicht ver­frem­det, das Original ist vom Februar 2006. Mehr dazu gibt es hier:

      https://www.daserste.de/unterhaltung/film/terror-ihr-urteil/luftsicherheitsgesetz-urteil-bundesverfassungsgericht100.html

  11. Die Impfpflicht für Beschäftigte im Gesundheitswesen soll lt. Gesetzentwurf expli­zit zum Schutz vul­nerabler Patienten ein­ge­führt wer­den. Die Impfstoffe kön­nen jedoch kei­nen rele­van­ten Fremdschutz leis­ten. Eine Impfpflicht aus dem genann­ten Zweck ist daher absurd.
    Darauf wird in dem Beitrag gar nicht eingegangen.

  12. Uni will boostern, kann aber nicht

    Veröffentlicht: Mittwoch, 08.12.2021 17:00
    https://www.antennemuenster.de/artikel/uni-will-boostern-kann-aber-nicht-1155156.html

    20.000 Booster-Impfungen will die WWU noch vor Weihnachten für Studierende und Beschäftige möglich machen. Doch es mangelt an Impfstoff.

    Die Uni Münster ist verärgert. "Wir wollen helfen und dürfen nicht, das kann nicht sein", sagt Uni-Sprecher Norbert Robers. Denn: Zur Zeit soll bekanntlich vor allem Moderna verimpft werden. Dieser Impfstoff ist aber laut Stiko für Unter-30-Jährige, also die meisten Studierenden, gar nicht geeignet. Räume, Ärzt:innen und Helfer:innen seien da, nur nicht der nötige Biontech-Impfstoff. Anfragen bei Bund und Land führten bislang nicht weiter, berichtet Robers im Interview mit ANTENNE MÜNSTER-Nachmittagsmoderator Christoph Hausdorf. Die Uni hofft weiter auf eine Ausnahmeregelung.

    Grünen-Gesundheitspolitikerin Maria Klein-Schmeink MdB aus Münster ist im ANTENNE MÜNSTER-Interview entsetzt über den Impfstoffmangel

    Die Rektoren der Universitäten in Nordrhein-Westfalen beklagen in einem Brief an Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) die sich "äußerst negativ auswirkende Impfstrategie" des Bundes. In dem Schreiben vom 7. Dezember fordert die Landesrektorenkonferenz (LRK) Wüst auf, sich beim Bundesgesundheitsminister für eine Anpassung einzusetzen. Die Universitäten beklagen, dass sie wegen des mangelnden Impfstoffs den 750.000 Studierenden in NRW ein weiteres Semester im Homeoffice zumuten müssten.

    Das Land Nordrhein-Westfalen erhält etwa 650.000 zusätzliche Impfdosen von Biontech. Die Lieferung soll voraussichtlich im Laufe des Freitags (10.12.) erfolgen, teilt das Gesundheitsministerium in Düsseldorf mit. Noch ist nicht bekannt, ob von den zusätzlichen Biontech-Dosen auch ein Anteil an die Uni Münster für die geplante Booster-Aktion geht.
    -- --

    Wollen wir mal hoffen, dass die Studenten von dem Zeug - Moderna (von der Resterampe) und BionTech - verschont bleiben.

  13. Ich hät­te mit Ja gestimmt, wenn ich vom Nutzen der neu­ar­ti­gen "Impfstoffe" über­zeugt wäre…so könn­te ich nur mit teils teils abstim­men, wenn ich denn dürf­te und das gibt es nicht, wie so oft.

    Übrigens, wer­den Jungen stan­dard­mä­ßig gegen Röteln geimpft, um Komplikationen bei womög­lich nicht immu­ni­sier­ten Schwangeren zu ver­mei­den. Über Sinn oder Unsinn maße ich mir kein Urteil an. 

    Ich erin­ne­re mich noch, an die Impfungen die anno dazu­mal in der Schule stattfanden. 

    heut­zu­ta­ge ver­imp­fen Ärzte den Multi Impfstoff Masern Mumps Röteln.

  14. Gestern am 7. Dezember hat sich "Die Anstalt" zu einem wei­te­ren Tiefpunkt vor­ge­ar­bei­tet. Das Thema der Sendung ist Corona exklu­siv. Sie arbei­ten immer noch ohne jeg­li­che Kritik mit den "Inzidenzen". Sie ver­su­chen, Impfskepsis mit Anthroposophie und Unwissenschaftlichkeit in Verbindung zu brin­gen, um Impfskepsis zu dis­kre­di­tie­ren. Den baden-würt­tem­ber­gi­schen Sozialminister Manfred Lucha wol­len sie irgend­wie als Impfskeptiker dar­stel­len. Am Ende geht es um Sinn und Sicherheit von Impfungen. Ein biss­chen Kritik wird zuge­las­sen, aber für die gute Sache gleich wie­der vom Tisch gewischt. Einen Blick in die Impfnebenwirkungsverdachtsmeldungen ris­kiert dort kei­ner. Bei Minute 41:00 machen sie den typi­schen Fehler der Impfapologeten, die Komplikationsrate bei Covid-Erkrankung (4%) mit der Komplikationsrate bei einem Genpieks zu ver­glei­chen (behaup­tet 0,02%). Es ist der typi­sche Fehler, still­schwei­gend davon aus­zu­ge­hen, dass jeder Covid bekommt. Das ist genau der Prävalenzfehler, den sie zuvor noch in einem Lanz-Einspieler anpran­gern. Newton spielt wie immer nicht die Wissenschaft, son­dern den Dogmatiker.

    1. Zum ers­ten Mal hör­te ich heu­te früh in den Nachrichten des WDR statt der
      übli­chen Impf(be)werbung ein paar Hinweise wer sich nicht imp­fen las­sen soll­te: Personen, die auf gewis­se Stoffe all­er­gisch reagie­ren, Schwangere erst nach dem 3. Monat,…

      Ein klei­ner Anfang.

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