Unterstützt die EU die "Autonomie Afrikas bei der Produktion lebensrettender Impfstoffe"?

Diesen Anschein will eine Pressemitteilung der EU-Kommission vom 9.7. auf ec.europa.eu erwe­cken. Sie trägt den Titel "Die Republik Senegal und Team Europa ver­ein­ba­ren den Bau einer Produktionsanlage zur Herstellung von Impfstoffen gegen COVID-19 und ande­re ende­mi­sche Krankheiten". Darin heißt es:

»Die Produktion von COVID-19-Impfstoffen in Afrika ist heu­te einen Schritt näher gerückt, nach­dem Team Europe for­mell zuge­stimmt hat, neben ande­ren Unterstützungsmaßnahmen eine Großinvestition in die Impfstoffproduktion durch das Institut Pasteur in Dakar zu för­dern. Die neue Produktionsanlage soll Afrikas 99-pro­zen­ti­ge Abhängigkeit von Impfstoffimporten ver­rin­gern und die künf­ti­ge Pandemieresistenz des Kontinents stär­ken.« „Unterstützt die EU die "Autonomie Afrikas bei der Produktion lebens­ret­ten­der Impfstoffe"?“ weiterlesen

Landt unter?

Still war es gewor­den um Olfert Landt, der gemein­sam mit Christian Drosten den eben­so legen­dä­ren wie umstrit­te­nen PCR-Test zu Corona ent­wi­ckelt hat. Nun erzählt Familie Landt in einem mir bis­her unbe­kann­ten Berliner Sender einem Dr. Brinkmann, wie schwer das Arbeitsleben als Multimillionär ist und war­um an Lockdowns und "Impfungen" kein Weg vor­bei führt.

Quelle: tvb.de (10.4.)


Eigentlich soll­te man Brinkmann ken­nen (anschei­nend nicht ver­wandt oder ver­schwä­gert mit der unken­den Virologin). Er war Journalist bei ver­schie­de­nen Boulevardblättern, bis ihn hät­te berühmt wer­den las­sen kön­nen, was sich auf der legen­dä­ren " Maueröffnungs-Pressekonferenz" zutrug:

»Brinkmann frag­te Schabowski nach dem Inkrafttreten der neu­en Verordnung: „Wann tritt das in Kraft?“ Schabowski sprach den viel­zi­tier­ten Satz: „Das tritt nach mei­ner Kenntnis … ist das sofort, unverzüglich.“…

Im Jahre 2015 bezeich­ne­te Stefan Niggemeier den TV Berlin als einen „aser­bai­dscha­ni­schen Regierungssender“. Im März 2021 berich­te­te Vice über die Verwicklung von TV Berlin und Peter Brinkmann in die Aserbaidschan-Affäre. TV Berlin ist hier­nach „ein gekauf­ter Berliner Lokalsender“, der für Aserbaidschan „regi­me­freund­li­che Interviews sen­det“. Direkt ver­wie­sen wird auf ein Interview von Peter Brinkmann mit Karin Strenz, das ange­sichts der feh­len­den kri­ti­schen Nachfragen als Beispiel genannt wird, „wie man poli­ti­sche Interviews auf kei­nen Fall führt. Brinkmann ist mehr Stichwortgeber als kri­ti­scher Journalist.“ Laut dem Bericht von Vice ent­ging TV Berlin 2013 knapp einer Insolvenz, indem tür­ki­sche Unternehmer den Sender über­nah­men. Die Türkei ist bekannt als akti­ver Unterstützer für Aserbaidschan im Bergkarabachkonflikt und im Krieg um Bergkarabach 2020. So waren sich im Interview auch Brinkmann und Strenz „einig über die Frage, wer in Bergkarabach Schuld trägt (Armenien) – und wer nicht (Aserbaidschan)“. Karin Strenz ging in ihrer Freude über das Interview so weit, kurz dar­auf auf ihrer Homepage zu schrei­ben: „Auf die Frage Brinkmanns, ob ein sofor­ti­ger Abzug aller Truppen der Republik Armenien der Beginn einer Lösung wäre, habe ich ihn spon­tan für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen.«
de.wikipedia.org

Ob Olfert Landt das wuß­te? Ziemlich glat­tes Eis, könn­te man meinen.

Tausendsassa Olfert Landt

Die "Stadtteilzeitung Schöneberg" ist mäch­tig stolz, den aus Film, Funk und Fernsehen bekann­ten Hersteller des ers­ten "Drosten-Tests" in ihrem Stadtteil ansäs­sig zu haben. Daß der Multimillionär sich mit Tests – seit Jahren im Team mit Christian Drosten – eine gol­de­ne Nase ver­dient, kommt in dem Artikel nicht vor. Wir lesen:

»Corona PCR-Test aus Schöneberg
Von Christine Bitterwolf. Es ist eine klei­ne Firma in Schöneberg, die im Januar 2020 den ers­ten PCR-Test zur Feststellung der Corona-Erkrankung ent­wi­ckelt hat.

Olfert Landt betreibt in sei­ner Firma TIB Molbiol ein Syntheselabor, mit dem er Tests für vie­le Viren her­stel­len kann. Mit sei­nen Testkits kann man bei­spiels­wei­se Vogelgrippe, Schweinepest, Noroviren oder auch Grippe nach­wei­sen. Im Augenblick kann er etwa 200 ver­schie­de­ne Tests anbieten…

Das klei­ne Unternehmen arbei­tet auf Hochtouren, die Maschinen und Geräte lau­fen oft bis Mitternacht. Es wer­den mehr als eine Million Tests in der Woche pro­du­ziert. Das Maximum waren vor eini­ger Zeit vier Mio. Tests wöchent­lich. Herr Landt rech­net lachend vor, mit dem, was er inzwi­schen an Tests her­ge­stellt hat, hät­te man fast ganz Deutschland durch­t­es­ten können.«

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Olfert Landt groß im Mutanten-Geschäft

Neben den Giganten der Pharmaindustrie soll­te man die nicht ganz so gro­ßen Profiteure auf dem Corona-Markt nicht außer Acht las­sen. Ganz vor­ne dabei ist auch heu­te wie­der der lang­jäh­ri­ge Drosten-Weggefährte Olfert Landt mit sei­ner Firma TIB Molbiol*. Bereits im Frühjahr 2020 war Landt in den Medien mit sol­chen Beiträgen: "Diese Berliner machen mit Corona-Tests das Geschäft ihres Lebens". Nun taucht er auf faz.net auf unter der Überschrift "Ein neu­er Test für die Jagd auf Corona-Mutanten". Als Alternative zu den mit 220 Euro ver­gü­te­ten Sequenzierungen bie­tet er einen neue PCR-Test an:

»Um mög­lichst schnell und unauf­wen­dig einen Überblick über die Verbreitung von Mutanten zu gewin­nen, hat der Berliner Biochemiker Olfert Landt, Geschäftsführer der Firma TIB Molbiol, über Weihnachten einen PCR-Test ent­wi­ckelt, der die Marker der bedroh­li­chen Sars-CoV-2-Varianten aus dem Vereinigten Königreich und Südafrika iden­ti­fi­zie­ren kann. Das klei­ne Familienunternehmen mit 40 Mitarbeitern kann sich vor Bestellungen nicht ret­ten, berich­tet Geschäftsführer Landt im Gespräch mit der F.A.Z. Ihm gehe es nicht um Eigenwerbung. Seit einem Jahr lie­fert die Firma mehr als 55 Millionen PCR-Tests in die gan­ze Welt.

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Wie das RKI mit Hilfe von Olfert Landt die Mutante findet und dabei trickst

Nichts scheint für die Aufrechterhaltung der "Maßnahmen" dring­li­cher als das Aufspüren von mutier­ten Corona-Viren. Das RKI leg­te dazu am 5.2. einen Bericht vor. Er ist, sagen wir, nicht völ­lig konsistent.

»Der Bericht basiert auf Daten aus (i) einer ad-hoc-Erhebung von Laboren unter Verwendung des TIB MOLBIOL-Assays, (ii) Daten aus der Gesamtgenomsequenzierung, sowie (iii) Daten aus dem Meldesystem gemäß IfSG.«

Von Olfert Landt, dem Geschäftsführer von TIB MOLBIOL, ist sei­ne Selbstlosigkeit hin­läng­lich bekannt, wes­halb die­ses pro­duct pla­ce­ment nicht erstaunt:

»Dank gilt auch dem Hersteller TIB MOLBIOL für die kos­ten­freie Bereitstellung der Kits für die­se ad-hoc Erhebung.«

Interessant sind die unter­schied­li­chen Ergebnisse der drei Quellen.

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Wie war das noch… mit Drosten und MERS?

2014 hat­te sich Christian Drosten üppig mit selbst ver­ge­be­nen Forschungsmitteln der Öffentlichen Hand aus­ge­stat­tet, um MERS zu erfor­schen, sie­he dazu Drosten-Landt-Connection: Geld schef­feln mit Pandemien (III). Mit Olfert Landt, dem Partner auch in Corona-Tagen, hat­te er dazu publi­ziert. Hier soll in Erinnerung geru­fen wer­den, was er sei­ner­zeit Interessantes mit­zu­tei­len hat­te, von dem er sich heu­te ver­ab­schie­det hat.

https://www.sciencemag.org/news/2014/05/mers-virologists-view-saudi-arabia

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Labor Berlin – innovativ bis zum Umkippen

Die Labor Berlin – Charité Vivantes GmbH, „Europas größ­tes Krankenhauslabor“ ist 10 Jahre alt gewor­den und fei­ert sich selbst:

„Wir sind ein Bindeglied zwi­schen Wissenschaft, Krankenversorgung und Industrie. Neben der Versorgung von Charité und Vivantes ist es durch den ein­zig­ar­ti­gen Zusammenschluss und die Weiterentwicklung der Labore unter dem Dach von Labor Berlin gelun­gen, die Möglichkeiten uni­ver­si­tä­rer Spitzenmedizin und das brei­te dia­gnos­ti­sche Angebot des größ­ten kom­mu­na­len Klinikkonzerns für vie­le wei­te­re Kliniken und Einsender und ganz beson­ders für deren Patienten ver­füg­bar zu machen.
‚Wenn zwei star­ke Partner zusam­men­ge­hen, kön­nen sich Kompetenzen und Perspektiven addie­ren. Sie kön­nen sich sogar potenzieren.‘
Als ers­tes gemein­sa­mes Tochterunternehmen von Charité – Universitätsmedizin Berlin und Vivantes – Netzwerk für Gesundheit haben wir genau dies geschafft. Labor Berlin ist eine Erfolgsgeschichte in öffent­li­cher Hand.“ [1]

So viel Kompetenz, Perspektive und Spitzenmedizin benö­tigt einen Innovationsbeirat, denn der „berät die Geschäftsführung in der Etablierung von neu­en Tätigkeits- und Diagnostikfeldern, dis­ku­tiert lau­fen­de und zukünf­ti­ge Projekte und ent­wi­ckelt gemein­sam mit der Geschäftsführung Strategien.“ [2] „Labor Berlin – inno­va­tiv bis zum Umkippen“ weiterlesen

Olfert Landt – Corona-Millionär und Opern-Mäzen

»Musik-unter­stüt­zen­de Labore 
Music-sup­por­ting tes­ting laboratories
Von Normalität im Opernbetrieb konn­te 2020 kei­ne Rede sein. Wann immer Werke in (halb­wegs) ori­gi­na­ler Besetzung und Länge zur Aufführung kom­men konn­ten, war dies der engen Zusammenarbeit mit der Wissenschaft zu ver­dan­ken. Durch die unent­gelt­li­che Zurverfügungstellung von Corona-Tests haben Unternehmen wie das Syntheselabor TIB MOLBIOL in Berlin oder die Biotech-Firma Centogene Unmögliches möglich gemacht: Trotz Pandemie konn­ten so selbst Großprojekte wie die Walküre-Produktion der Deutschen Oper Berlin oder die Konzert- und Aufnahmeaktivitäten der Cappella Aquileia bei den Heidenheimer Opernfestspielen stattfinden.«

Das erfah­ren wir in der Rubrik "BESTE FÖRDERER" auf oper-awards.com.

Frau Dr. Landt bezeich­net sich auf ihrem Instagram-Account als "Opera-Freak, Worldtraveler and Photographer“. Das Freakige drückt sich auch dar­in aus, daß sie einem exklu­si­ven Förderkreis der Deutschen Oper Berlin angehört.

Dort sitzt sie neben RepräsentantInnen von

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Reiner Füllmich vs. Olfert Landt 1:0

Viel zu sel­ten kön­nen sich in der öffent­li­chen Diskussion bei­de Seiten der aktu­el­len Kontroverse äußern. Manchmal aber geschieht es doch, und das kann an einem ganz uner­war­te­ten Ort sein: Die Fuldaer Zeitung hat Ende des ver­gan­ge­nen Jahres sowohl Rechtsanwalt Reiner Füllmich [1] als auch den Berliner Biotechnologie-Unternehmer Olfert Landt [2] aus­führ­lich zu Wort kom­men las­sen. Füllmich geht im Auftrag eines Mandanten der­zeit juris­tisch gegen Christian Drosten, den Direktor des Virologischen Instituts der Berliner Charité, vor. [3] Im Kern geht es um das maß­geb­lich von Drosten ent­wi­ckel­te Protokoll für den Test auf COVID-19, der mit der Polymerase-Kettenreaktion PCR durch­ge­führt wird („Drosten-Test“). Diese Methode ist für den Nachweis von Infektionen ohne wei­te­re Überprüfung grund­sätz­lich unge­eig­net. Erschwerend kommt hin­zu, dass das von Drosten als Hauptautor im Januar 2020 in der Fachzeitschrift Eurosurveillance publi­zier­te PCR-Protokoll gra­vie­ren­de metho­di­sche Mängel auf­weist, die es gänz­lich „nutz­los“ machen. [4] Ein wich­ti­ger Mitautor des Protokolls war Landt, der die dar­auf basie­ren­den PCR-Testkits unter Mitwirkung des Schweizer Pharmariesen Roche über sei­ne Firma TIB Molbiol ver­kauft. [5] Der Fuldaer Zeitung erzähl­te er sei­ne Sicht der Dinge. „Reiner Füllmich vs. Olfert Landt 1:0“ weiterlesen

Nicht vergessen: "Die Hälfte aller Corona-Positiven ist nicht ansteckend"

Es kann loh­nen, sich noch ein­mal in Erinnerung zu rufen, was Ende Dezember Olfert Landt, Miterfinder und einer der Profiteure der PCR-Tests zu Corona zu sagen hat. Hier war bereits dar­auf hin­ge­wie­sen wor­den. Am 22.12 berich­te­te auch nordkurier.de darüber:

»Berlin. Es ist kein Geringerer als der Hersteller der viel dis­ku­tier­ten PCR-Tests per­sön­lich, der in einem aktu­el­len Interview Erstaunliches zu Protokoll gibt. Olfert Landt ist Geschäftsführer des Berliner Unternehmens TIB Molbiol, das die Tests pro­du­ziert. Aktuell bis zu zwei Millionen Stück pro Woche, wie der Firmenchef dem Nordkurier bestätigte.

Kurz vor­weg: Dass ein posi­ti­ver PCR-Test zunächst kei­nen Aufschluss dar­über gibt, ob jemand an Covid-19 erkran­ken wird und ent­spre­chen­de Symptome auf­tre­ten, ist unbe­strit­ten. Seit Wochen wird von Maßnahmen-Kritikern in der Corona-Debatte aber auch ein­dring­lich dar­auf hin­ge­wie­sen, dass die PCR-Methode – ver­ein­facht aus­ge­drückt – so emp­find­lich ist, dass sie selbst mini­mals­te Spuren des SarsCov2-Erregers nach­weist und des­halb nichts über die rea­le Ansteckungsgefahr, die von Getesteten ohne Symptome aus­geht, aus­sa­gen kann.