„Verglichen mit dem Rest Europas ist Schweden relativ gut durch die Pandemie gekommen“

So lau­tet das Fazit einer Untersuchungskommission von ÖkonomInnen, das auf ber​li​ner​-zei​tung​.de am 25.2. lie­ber unter den Titel "Corona-Kommission übt Kritik an Schwedens Sonderweg" gestellt wird. Dort berich­tet man zunächst über die Schwachstellen:

»Schweden hat mit zu weni­gen Maßnahmen und zu spät auf die Corona-Krise reagiert – zu die­sem Schluss kommt die zur Analyse des schwe­di­schen Sonderwegs ein­ge­setz­te Corona-Kommission. Das skan­di­na­vi­sche Land hät­te schon zu Pandemiebeginn im Februar und März 2020 kräf­ti­ge­re und ein­schrän­ken­de­re Maßnahmen ergrei­fen sol­len, schrieb die Kommission in ihrem am Freitag ver­öf­fent­lich­ten Abschlussbericht. Zugleich betrach­te­te sie den Weg der Freiwilligkeit als gene­rell richtig.«

In der Zusammenfassung der Kommission hin­ge­gen heißt es: „„Verglichen mit dem Rest Europas ist Schweden rela­tiv gut durch die Pandemie gekom­men““ weiterlesen

Wieder die "Tagesschau": Fake News zu schwedischem Untersuchungsbericht

Am 29.10. ist auf tages​schau​.de zu lesen:

»Bericht kri­ti­siert Schwedens Corona-Politik
Ein offi­zi­el­ler Bericht hat der schwe­di­schen Regierung ein schlech­tes Zeugnis für ihre Corona-Politik aus­ge­stellt. Schweden sei schlecht vor­be­rei­tet gewe­sen und habe zu lang­sam reagiert, hieß es in dem Bericht. Die ers­ten Schutzmaßnahmen hät­ten nicht aus­ge­reicht, um das Virus zu stop­pen oder sei­ne Ausbreitung auch nur deut­lich zu ver­lang­sa­men. Schweden hat­te in Europa und dar­über hin­aus für Aufsehen gesorgt, weil die Behörden ver­gleichs­wei­se zurück­hal­tend auf die Pandemie reagier­ten und auf Lockdowns weit­ge­hend ver­zich­te­ten. Die Regierung beton­te statt­des­sen das per­sön­li­che Verantwortungsbewusstsein der Bürgerinnen und Bürger.
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Seit Oktober ohne Restriktionen:
In Schweden bleibt die Herbst-Welle aus

Wieder so ein Schwedenrätsel!

Unter obi­gem Titel wun­dert sich am 22.10. n‑tv.de:

»Während in Deutschland die Neuinfektionen wie­der stark anstei­gen, blei­ben die Fallzahlen in Schweden nied­rig, obwohl auch dort die Open-Air-Saison zu Ende ist. Die Entwicklung ist umso erstaun­li­cher, da es dort seit Ende September kei­ne Beschränkungen mehr gibt. Warum klappt das bei uns nicht? „Seit Oktober ohne Restriktionen:
In Schweden bleibt die Herbst-Welle aus“
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Schwedische Schwäche

»AstraZeneca abge­lehnt: 20 Euro Bußgeld – in Schweden
In Schweden haben meh­re­re Personen ein Bußgeld auf­ge­brummt bekom­men, weil sie sich nicht mit AstraZeneca imp­fen las­sen woll­ten. In der Stadt Kalmar sind eini­ge wie­der umge­kehrt, als sie wie der Rentner Staffan Lägerstrom und sei­ne Frau erst in der Arztpraxis erfah­ren haben, dass sie das Vakzin Vaxzevria von AstraZeneca gespritzt bekom­men soll­ten. Die süd­schwe­di­sche Stadt Kalmar ver­hängt in sol­chen Fällen, wenn die älte­ren Menschen den Impftermin nicht ein­hal­ten, eine Strafe von umge­rech­net etwa 20 Euro. „Schwedische Schwäche“ weiterlesen

Corona-Leugnung in "Bild"?

Einer der wich­tigs­ten Glaubenssätze der Corona-Politik lau­tet: In Schweden ist alles ganz schlimm. "Bild" schert am 28.2. aus:

»SCHWEDEN OFFEN – BEI UNS ALLES DICHT!
Zwei Todeskurven stel­len den deut­schen Lockdown infrage

… Der Blick auf die Corona-Todeszahlen wirft eine heik­le Frage auf: Was hat die­ser Lockdown WIRKLICH gebracht?

Denn aus­ge­rech­net Schweden, das auch im Herbst und Winter Schulen, Geschäfte und Gaststätten unter stren­gen Corona-Auflagen offen ließ, ver­zeich­net in der 2. Viruswelle pro Einwohner gerech­net nicht mehr Todesfälle als Deutschland.

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"Wir beenden das Jahr 2020 in Einsamkeit und Dunkelheit"

Lars Jonas Holger Gardell (* 2. November 1963 in Enebyberg, Gemeinde Danderyd, Schweden) ist ein schwe­di­scher Schriftsteller, Drehbuchautor, Schauspieler, Komiker und Sänger (Wikipedia). Er hat die­sen Text am 29.12 in der schwe­di­schen Boulevardzeitung "Expressen" ver­öf­fent­licht (Danke für die Übersetzung an eine Leserin!):

»Nach fast einem Jahr mit Covid-19 erschei­nen der alte Alltag und die Realität als ein Traum, wäh­rend sozia­le Distanz und Isolation zur Norm gewor­den sind.

Jonas Gardell schreibt dar­über, was Einsamkeit mit dem Menschen macht – und über die Hoffnung, die mit dem Licht kommt.

Text: Jonas Gardell
Veröffentlicht am 29. Dezember 2020 um 13.12 Uhr

ESSAY In die­sem Frühjahr ver­lor Mark sei­ne Mutter. Vielleicht hast Du, der du dies liest, auch jeman­den ver­lo­ren, der dir im aus­ge­hen­den Jahr nahe stand. Diejenigen, die nicht mehr da sind, hin­ter­las­sen eine Lücke vol­ler Trauer und Verlust.

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