Dokumente zeigen, dass Flüchtlinge keine COVID-Impfungen erhalten, weil die Arzneimittelhersteller Klagen fürchten

Das berich­tet am 16.12. die Nach­rich­ten­agen­tur Reu­ters:

»BRÜSSEL/BANGKOK, 16. Dez. (Reu­ters) – Dut­zen­de Mil­lio­nen Migran­ten wer­den mög­li­cher­wei­se nicht mit COVID-19-Impf­stof­fen aus einem glo­ba­len Pro­gramm geimpft, weil eini­ge gro­ße Her­stel­ler recht­li­che Risi­ken durch schäd­li­che Neben­wir­kun­gen befürch­ten. Dies geht aus offi­zi­el­len Anga­ben und inter­nen Doku­men­ten von Gavi, der Wohl­tä­tig­keits­or­ga­ni­sa­ti­on, die das Pro­gramm betreibt, her­vor, die von Reu­ters ein­ge­se­hen wurden.

Fast zwei Jah­re nach Aus­bruch der Pan­de­mie, die bereits mehr als 5 Mil­lio­nen Men­schen das Leben gekos­tet hat, haben nur etwa 7 % der Men­schen in Län­dern mit nied­ri­gem Ein­kom­men eine Dosis erhal­ten. Die Lie­fe­rung von Impf­stof­fen wur­de welt­weit durch Pro­duk­ti­ons­pro­ble­me, das Hor­ten von Impf­stof­fen durch rei­che Län­der, Aus­fuhr­be­schrän­kun­gen und büro­kra­ti­sche Hür­den ver­zö­gert. Vie­le Pro­gram­me wur­den auch durch die zöger­li­che Hal­tung der Öffent­lich­keit behin­dert. Wei­ter­le­sen

Pharmafirmen verlangen Freistellung von sämtlichen Risiken

»Die recht­li­chen Beden­ken sind eine zusätz­li­che Hür­de für die Gesund­heits­be­hör­den bei der Bekämp­fung des Coro­na­vi­rus – auch wenn die Behör­den sagen, dass unge­impf­te Men­schen ein idea­les Umfeld für das Virus bie­ten, um zu neu­en Vari­an­ten zu mutie­ren, die die hart erkämpf­te Immu­ni­tät auf der gan­zen Welt gefähr­den. Laut den Ver­ein­ten Natio­nen haben vie­le COVID-19-Impf­stoff­her­stel­ler ver­langt, dass die Län­der sie für alle uner­wünsch­ten Ereig­nis­se ent­schä­di­gen, die bei Ein­zel­per­so­nen als Fol­ge der Impf­stof­fe auftreten.

Wo die Regie­run­gen nicht die Kon­trol­le haben, ist das nicht mög­lich…«

Versagen COVAX und Gavi? Oder tun sie, was ihre Aufgabe ist?

»Für Flücht­lin­ge, Migran­ten und Asyl­su­chen­de sowie für Men­schen, die von Natur­ka­ta­stro­phen oder ande­ren Ereig­nis­sen betrof­fen sind, die sie außer­halb der Reich­wei­te staat­li­cher Hil­fe stel­len, wur­de im Rah­men des glo­ba­len COVAX-Pro­gramms ein huma­ni­tä­rer Puf­fer geschaf­fen – eine letz­te Reser­ve an Imp­fun­gen, die von huma­ni­tä­ren Grup­pen ver­ab­reicht wer­den kön­nen. Gavi, die Impf­stoff­al­li­anz, ist eine öffent­lich-pri­va­te Part­ner­schaft, die im Jahr 2000 gegrün­det wur­de, um Imp­fun­gen in der gan­zen Welt zu fördern.

Die­ser Puf­fer ent­hält jedoch kei­nen Mecha­nis­mus zur Ent­schä­di­gung. Gavi, das COVAX zusam­men mit der Welt­ge­sund­heits­or­ga­ni­sa­ti­on (WHO) betreibt, sagt, dass in den Fäl­len, in denen die Antrag­stel­ler, haupt­säch­lich Nicht­re­gie­rungs­or­ga­ni­sa­tio­nen, die recht­li­chen Risi­ken nicht tra­gen kön­nen, Lie­fe­run­gen aus die­sem Vor­rat nur erfol­gen kön­nen, wenn die Impf­stoff­her­stel­ler die Haf­tung übernehmen.

Die Unter­neh­men, die unter die­sen Umstän­den dazu bereit sind, lie­fern nur eine Min­der­heit der Impf­stof­fe für das Pro­gramm, so mit der Ange­le­gen­heit ver­trau­te Per­so­nen und die Doku­men­te, die von Gavi-Mit­ar­bei­tern für eine Ende Novem­ber begin­nen­de Vor­stands­sit­zung ver­fasst wur­den.«

Weniger als 2 Millionen Dosen aus dem COVAX-Puffer verschickt.
Fast alle westlichen Hersteller mauern.

»Mehr als zwei Drit­tel der COVAX-Dosen stam­men von Pfi­zer Inc. (PFE.N) und sei­nem Part­ner BioNTech SE (22U​Ay​.DE), Astra­Ze­ne­ca PLC (AZN.L) und Moder­na Inc. (MRNA.O), sagt Gavi. Moder­na lehn­te eine Stel­lung­nah­me ab. Astra­Ze­ne­ca und Pfi­zer sag­ten, sie befän­den sich in Gesprä­chen mit Gavi, lehn­ten aber wei­te­re Kom­men­ta­re ab. Alle drei Unter­neh­men erklär­ten, sie sei­en bestrebt, den ärme­ren Län­dern Impf­stoff­do­sen zu rela­tiv nied­ri­gen Prei­sen zur Ver­fü­gung zu stel­len. Pfi­zer erklär­te, es arbei­te direkt mit den Regie­run­gen in Jor­da­ni­en und im Liba­non zusam­men, um Dosen für Flücht­lin­ge zu spenden.

Vor allem wegen der recht­li­chen Beden­ken wur­den laut Gavi bis­her weni­ger als 2 Mil­lio­nen Dosen aus dem Puf­fer ver­schickt. Nach Anga­ben der Ver­ein­ten Natio­nen, die in den Doku­men­ten zitiert wer­den, lau­fen etwa 167 Mil­lio­nen Men­schen Gefahr, von den natio­na­len Pro­gram­men aus­ge­schlos­sen zu werden…

Die Abnei­gung der Impf­stoff­her­stel­ler, die recht­li­chen Risi­ken zu über­neh­men, sei "eine gro­ße Hür­de" bei den Ver­su­chen, Impf­stof­fe für die Puf­fer bereit­zu­stel­len, sag­te ein Spre­cher von Gavi gegen­über Reu­ters. Gavi äußer­te sich nicht zu den Details in den Doku­men­ten, sag­te aber, dass die Anträ­ge für Impf­stof­fe ver­trau­lich sind, bis die Dosen gelie­fert wer­den. Im Sep­tem­ber twit­ter­te der CEO von Gavi, Seth Ber­kley, einen Appell an die Arz­nei­mit­tel­her­stel­ler, auf ihre For­de­run­gen nach recht­li­cher Ent­schä­di­gung zu verzichten.«

Chinesen übernehmen Haftung

»Drei chi­ne­si­sche Arz­nei­mit­tel­her­stel­ler haben sich bereit erklärt, recht­li­che Risi­ken zu über­neh­men, wenn ihre Sprit­zen über den Puf­fer abge­ge­ben wer­den: Sino­Vac Bio­tech Ltd (SVA.O), Sino­ph­arm Group Co. Ltd (1099​.HK), und Clover Bio­phar­maceu­ti­cals Co. Ltd., wie aus dem Gavi-Doku­ment her­vor­geht. Die Arz­nei­mit­tel­her­stel­ler reagier­ten nicht auf Bit­ten um Stellungnahme.

John­son & John­son (JNJ.N) aus den Ver­ei­nig­ten Staa­ten bestä­tig­te, dass es auf eine Ent­schä­di­gungs­for­de­rung für Lie­fe­run­gen aus dem Puf­fer ver­zich­ten wür­de: "Wir sind stolz dar­auf, Teil die­ser Bemü­hun­gen zum Schutz der schwächs­ten Men­schen in der Welt zu sein", sag­te Paul Stof­fels, stell­ver­tre­ten­der Vor­sit­zen­der des Exe­ku­tiv­aus­schus­ses und Chief Sci­en­ti­fic Offi­cer. Er ging nicht näher dar­auf ein.

Nach Anga­ben von COVAX stammt jedoch weni­ger als ein Drit­tel der COVAX-Lie­fe­run­gen von die­sen vier Unter­neh­men…«

Ausreden des Europäischen Verbands der Pharmazeutischen Industrie

»Es wäre schwie­rig, die Sicher­heit von Impf­stof­fen in Flücht­lings­la­gern stän­dig zu über­wa­chen, und die Lie­fe­rung ist logis­tisch sehr schwie­rig und nicht für alle Arten von Impf­stof­fen geeig­net, so der Euro­päi­sche Ver­band der Phar­ma­zeu­ti­schen Indus­trie und ihrer Ver­bän­de (EFPIA), der gro­ße Phar­ma­un­ter­neh­men in Euro­pa vertritt.

Die Men­schen könn­ten Impf­stof­fe für Pro­ble­me ver­ant­wort­lich machen, die erst spä­ter auf­tre­ten, auch wenn sie nichts damit zu tun haben, so der Verband.

"Dies könn­te dann zu einer erhöh­ten Anzahl von Rechts­strei­tig­kei­ten füh­ren, bei denen die Sicher­heit und Wirk­sam­keit des Impf­stoffs öffent­lich in Fra­ge gestellt wird", heißt es in einer Erklä­rung gegen­über Reu­ters. Dies könn­te zu einer grö­ße­ren Zurück­hal­tung bei der Imp­fung und zu einer lang­sa­me­ren Erho­lung von der Pan­de­mie füh­ren, so der Ver­band…«

Geflüchtete nicht bedroht von COVID, sondern von Elend

»Welt­weit wur­den nur weni­ge COVID-Infek­tio­nen unter Flücht­lin­gen, Migran­ten und Asyl­be­wer­bern gemel­det – Tests wer­den nicht immer sys­te­ma­tisch durch­ge­führt und Infek­tio­nen kön­nen nur leich­te Sym­pto­me her­vor­ru­fen, ins­be­son­de­re bei jün­ge­ren Menschen.

Durch die beeng­ten Ver­hält­nis­se und die unzu­rei­chen­de medi­zi­ni­sche Ver­sor­gung sind sie jedoch einem hohen Infek­ti­ons­ri­si­ko aus­ge­setzt. In Ver­bin­dung mit einem gerin­gen Impf­schutz in einer mobi­len Bevöl­ke­rung könn­te dies das Auf­tre­ten neu­er Vari­an­ten begüns­ti­gen und ein Über­trä­ger für Infek­tio­nen sein, so Mireil­le Lemb­wa­dio, Glo­ba­le Impf­ko­or­di­na­to­rin bei der Inter­na­tio­na­len Orga­ni­sa­ti­on für Migra­ti­on (IOM), einer UN-Ein­rich­tung, die Regie­run­gen und Migran­ten berät.

"Sie unge­impft zu las­sen, könn­te dazu bei­tra­gen, das Virus und sei­ne Vari­an­ten in der gan­zen Welt zu ver­brei­ten", sag­te sie…

Ann Bur­ton, Lei­te­rin der Abtei­lung für öffent­li­che Gesund­heit beim UN-Flücht­lings­hilfs­werk UNHCR, sag­te, die Haf­tungs­fra­ge sei ein Grund dafür, dass sich die Orga­ni­sa­tio­nen mit der Bean­tra­gung zurück­ge­hal­ten hät­ten. Das Pro­gramm wur­de auch durch die all­ge­mei­ne Knapp­heit an Impf­stof­fen und durch admi­nis­tra­ti­ve Hür­den verzögert.

Orga­ni­sa­tio­nen, die Lie­fe­run­gen aus dem Puf­fer bean­tra­gen, kön­nen nicht wäh­len, wel­che Impf­stof­fe sie erhalten…

Gavi hat den Puf­fer im März 2021 ein­ge­rich­tet und plant, bis zu 5 % der für COVAX ver­füg­ba­ren Impf­stoff­do­sen zu reser­vie­ren, was bis­her etwa 70 Mil­lio­nen Dosen aus­macht.«

Lediglich 1,6 Millionen Sinopharm-Dosen von Gavi für Geflüchtete geliefert

»Die ein­zi­gen Imp­fun­gen, die bis­her aus dem Puf­fer gelie­fert wur­den – etwas mehr als 1,6 Mil­lio­nen Dosen von Sino­ph­arm – lan­de­ten im Novem­ber im Iran, wo eine gro­ße Zahl von ver­trie­be­nen Afgha­nen ange­kom­men ist, so UNICEF Iran. Das reicht aus, um etwa 800.000 Men­schen zu imp­fen; wahr­schein­lich wer­den noch mehr benö­tigt, so UNICEF…

Unter nor­ma­len Umstän­den kau­fen Arz­nei­mit­tel­her­stel­ler Ver­si­che­run­gen, um die Haf­tung für mög­li­che uner­wünsch­te Wir­kun­gen von Impf­stof­fen abzu­de­cken. Durch COVID waren sie jedoch gezwun­gen, die Medi­ka­men­te so schnell zu ent­wi­ckeln, dass eini­ge Neben­wir­kun­gen – z. B. eine sel­te­ne Blut­ge­rin­nungs­stö­rung bei eini­gen der­je­ni­gen, die den Impf­stoff von Astra­Ze­ne­ca erhal­ten haben – erst auf­tre­ten, wenn die Imp­fun­gen bereits in die Hän­de der Men­schen gelan­gen.«

Hersteller wehren sich mit Händen und Füßen gegen Risikoübernahme

»Vie­le Regie­run­gen und inter­na­tio­na­le Orga­ni­sa­tio­nen haben Ent­schä­di­gungs­sys­te­me ein­ge­rich­tet, um die Opfer zu ent­schä­di­gen und lang­wie­ri­ge Rechts­strei­tig­kei­ten zu ver­mei­den. Ein von der US-Regie­rung gel­ten­des Not­stands­ge­setz bie­tet Arz­nei­mit­tel­her­stel­lern recht­li­che Immu­ni­tät für Neben­wir­kun­gen ihrer im Land ver­wen­de­ten COVID-19-Impf­stof­fe. Die ein­zi­ge Aus­nah­me gilt für Fäl­le von "vor­sätz­li­chem Fehlverhalten".

Für die Arz­nei­mit­tel­her­stel­ler ist die Über­nah­me einer poten­zi­el­len Haf­tung ein Wider­spruch zur gän­gi­gen Praxis.

"Impf­stoff­her­stel­ler ver­su­chen in fast allen Fäl­len, die recht­li­chen Risi­ken zu mini­mie­ren", so John T. Mona­han, Pro­fes­sor an der George­town Uni­ver­si­ty. "Der Gold­stan­dard ist die voll­stän­di­ge Immu­ni­tät vor Kla­gen. Wenn sie Aus­nah­me­re­ge­lun­gen akzep­tie­ren, könn­te es schwie­ri­ger wer­den, die­ses Ziel zu errei­chen."«

Die Zwi­schen­über­schrif­ten stam­men nicht von Reuters.


Auch wenn man das Ergeb­nis für einen Segen hal­ten kann, da es die Men­schen in armen Län­dern vor den "Neben­wir­kun­gen" der Stof­fe bewahrt, offen­bart das Ver­hal­ten der Phar­ma­kon­zer­ne, nicht zuletzt aber von COVAX und Gavi, ein zutiefst men­schen­ver­ach­ten­des Den­ken. Es legt unmiß­ver­ständ­lich dar, daß es ihnen zu kei­nem Zeit­punkt um gesund­heits­er­hal­ten­de Maß­nah­men ging, son­dern immer um durch nichts geschmä­ler­te Profite.

"Der COVID-Impfstoffmarkt ist mindestens 150 Milliarden Dollar wert. Können wir verhindern, dass er mit Fälschungen überschwemmt wird?"

Das war die ein­zi­ge Sor­ge des World Eco­no­mic Forum, als es im Juli die­se Fra­ge stell­te (sie­he hier). In einem sel­te­nen Moment der Klar­heit war in der "Sozia­lis­ti­schen Zei­tung" im Janu­ar über Gavi zu lesen:

»Die­se pri­vat-öffent­li­che Part­ner­schaft wur­de vor zwan­zig Jah­ren von der Bill & Melin­da Gates Foun­da­ti­on, der WHO, der Welt­bank und UNICEF gegrün­det. Die Gates-Foun­da­ti­on stellt fast ein Drit­tel des Bud­gets und hat ins­ge­samt 4 Mrd. Dol­lar gespen­det. GAVI ist einer einer der größ­ten Abneh­mer von Impf­stof­fen welt­weit, um die­se Kin­dern im glo­ba­len Süden zukom­men zu las­sen. Dazu han­delt sie mit der Phar­ma­in­dus­trie die Prei­se der Imp­fun­gen aus, die sie ihr mit teils öffent­li­chem Geld abkauft.

Die Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land ist der viert­größ­te Geber von GAVI: 2015 sag­te Bun­des­kanz­le­rin Ange­la Mer­kel 600 Mil­lio­nen bis 2020 zu. Anne Jung, Refe­ren­tin für Glo­ba­le Gesund­heit bei Med­ico Inter­na­tio­nal, bezeich­net GAVI als «Mei­len­stein inner­halb einer pro­ble­ma­ti­schen gesund­heits­po­li­ti­schen Ent­wick­lung». Denn die Phar­ma­in­dus­trie sitzt im Vor­stand von GAVI.

Hohe Prei­se für Impfstoffe
Von Gavi pro­fi­tiert die Phar­ma­in­dus­trie. Grund dafür ist das Advan­ce Mar­ket Com­mit­ment (AMC), ein Sys­tem, des­sen Ent­wick­lung die Gates-Foun­da­ti­on vor­an­ge­trie­ben und finan­ziert hat. Dabei ver­spricht GAVI, gro­ße Men­gen eines noch nicht ver­füg­ba­ren Pro­dukts zu einem fest­ge­leg­ten Preis abzu­neh­men. Das soll einen Anreiz für die Erfor­schung und Ent­wick­lung feh­len­der Medi­ka­men­te und Impf­stof­fe bie­ten. So etwa für die Pneu­mok­ko­ken­imp­fung, die Lun­gen­in­fek­ti­on ist eine der häu­figs­ten Todes­ur­sa­chen für Kin­der unter fünf Jahren.
Doch das AMC geriet zum Sub­ven­ti­ons­pro­gramm für Pfi­zer und Gla­x­oS­mit­h­Kli­ne. Sie hät­ten 1,2 Mrd. Dol­lar aus dem AMC-Fonds bekom­men, obwohl der Impf­stoff schon auf dem Markt war. Zusätz­li­che 4 Mil­lio­nen Dol­lar hät­ten sie damit ver­dient, dass ihnen GAVI die über­teu­er­ten Impf­do­sen abkauf­te, kri­ti­siert die Orga­ni­sa­ti­on Ärz­te ohne Grenzen.

Zwar ver­kün­det GAVI, dass die­se Imp­fung den Tod von 700000 Kin­dern ver­hin­dert habe. Dage­gen hält Ärz­te ohne Gren­zen, dass Mil­lio­nen Kin­der mehr geimpft wer­den könn­ten, wür­de der Impf­stoff statt 60 Dol­lar nur 6 Dol­lar kos­ten. Aber dem ste­hen Preis­ab­spra­chen und Vet­tern­wirt­schaft im Weg. Nun will GAVI das AMC-Sys­tem auf die Ent­wick­lung eines COVID-19-Impf­stoffs anwen­den. Klar ist: Die Stif­tung selbst wird zu den Pro­fi­teu­ren der Impf­stoff­ent­wick­lung gehö­ren. Vor weni­gen Wochen mel­de­te sie eine 40-Mil­lio­nen-Dol­lar-Betei­li­gung am Phar­ma-Unter­neh­men CureVac…

Das so unge­rech­te wie intrans­pa­ren­te Sys­tem der Patent­rech­te erschwert den Zugang zu lebens­wich­ti­gen Medi­ka­men­ten und Imp­fun­gen in den Län­dern des Südens. Es ver­hin­dert, dass die­se vor Ort kos­ten­güns­tig her­ge­stellt wer­den könn­ten. Dar­an hat nie­mand gerin­ge­res als Bill Gates sei­nen Anteil: Als Micro­soft-Chef hat­te er sich vehe­ment für das inter­na­tio­na­le TRIPS-Abkom­men zum Schutz geis­ti­ger Eigen­tums­rech­te ein­ge­setzt.«

Sie­he dazu Lin­ken dämmert's: Bill Gates ist nicht nur gut.


Aus­führ­li­ches zu Gavi und ande­ren inter­na­tio­na­len Orga­ni­sa­tio­nen, die das Geschäft der Groß­in­dus­trie (nicht nur aus dem Phar­ma­be­reich) betrei­ben, ist zu lesen in Ein­fluß von Kon­zer­nen, Ban­ken, Hedge­fonds auf "Coro­na-Hil­fen" (II).

Eine aus­führ­li­che Dar­stel­lung fin­det sich hier als PDF, eine hoch­auf­lö­sen­de Gra­fik der Ver­flech­tun­gen hier als JPG.

13 Antworten auf „Dokumente zeigen, dass Flüchtlinge keine COVID-Impfungen erhalten, weil die Arzneimittelhersteller Klagen fürchten“

  1. Ich bezweif­le, dass die ver­klau­so­lier­ten For­mu­lie­run­gen irgend­ei­nen der ver­blie­be­nen Jour­na­lis­ten wecken wird.
    Es bedarf schon eines gewis­sen Intel­lekts, die eigent­li­che Quint­essenz zu erkennen.
    Die gesteu­er­ten Jour­na­lis­ten­dar­stel­ler dage­gen wer­den wahr­schein­lich durch Weg­las­sun­gen und Ver­dre­hun­gen wie­der den rich­ti­gen Weg zei­gen und das Volk dadurch auf Linie bringen.

  2. Sehr inter­es­san­ter Artikel!

    Wenn jetzt die bekann­tes­ten west­li­chen Auto­her­stel­ler ihre Autos nur unter der Bedin­gung ver­kau­fen wür­den, dass der Kun­de sie von allen Pro­dukt­haf­tungs- uns Gewähr­leis­tungs­an­sprü­chen frei­stellt, wie­viel Ver­trau­en hät­ten die Leu­te dann in deren Produkte?
    Und wenn man dann bei ande­ren Kun­den sehen wür­de, dass deren frisch erwor­be­ne Autos schon Defek­te auf­wei­sen, wür­den die Leu­te dann wei­ter­hin begeis­tert von der Qua­li­tät der Pro­duk­te bleiben?
    Und wenn dann die chi­ne­si­schen Auto­her­stel­ler die vol­le Gewähr­leis­tung für ihre Pro­duk­te über­neh­men wür­den, die­se aber nicht in Euro­pa zuge­las­sen wer­den dürften?

  3. Komi­scher­wei­se stellt auch hier­zu kei­ner mal die Fra­ge nach der Staats­bür­ger­schaft. Wo ist denn der Staat der sich schüt­zend vor sei­ne Bür­ger stellt!?

    1. Hat viel­leicht das Bestands­vieh hier­zu­lan­de durch Geburts­ur­kun­de und Unter­schrift auf dem Per­so einen ande­ren Status?
      Etwa den einer Handelsware?

      Fra­ge für einen Freund.

  4. ""Dies könn­te dann zu einer erhöh­ten Anzahl von Rechts­strei­tig­kei­ten füh­ren, bei denen die Sicher­heit und Wirk­sam­keit des Impf­stoffs öffent­lich in Fra­ge gestellt wird", heißt es in einer Erklä­rung gegen­über Reuters."

    Selt­sam.
    Irgend­wie schei­nen sich die Kon­zer­ne ja sehr sicher zu sein, dass das (das Auf­zei­gen der Wahr­heit! Die expe­ri­men­tel­len "Impf­stof­fe" sind weder sicher noch wirk­sam, alle Gespritz­ten sind Stu­di­en­teil­neh­mer ) in den Fäl­len der Haf­tungs­über­nah­me durch die ver­schie­de­nen Staa­ten nicht der Fall sein wird.
    War­um…? Gibt es da evtl. noch spe­zi­el­le gehei­me Vertragsklauseln?

    Schließ­lich könn­ten die Opfer der Neben­wir­kun­gen genau das auch hier tun – zahl­reich vor Gericht zie­hen und die Sicher­heit und Wirk­sam­keit des Impf­stoffs öffent­lich in Fra­ge stel­len. (Allein schon die For­mu­lie­rung insi­nu­iert, dass es sich dann um Que­ru­lan­ten handelt.)
    Abge­se­hen davon, dass die Staa­ten, die die Haf­tung kom­plett über­nom­men haben, alles dar­an set­zen wer­den, die Geschä­dig­ten nicht zu ent­schä­di­gen (Inter­es­sen­kon­flikt): Sind die Ergeb­nis­se der Pro­zes­se viel­leicht schon vorgegeben?
    Die "Sicher­heit" und "Wirk­sam­keit" wird am Ende nie­mals öffent­lich in Fra­ge gestellt werden?

  5. eigent­lich muss noch gefragt wer­den – wel­che Insti­tu­tio­nen und Per­so­nen sind an der GAVI betei­ligt und in wel­cher Form haben die­sel­ben Insti­tu­tio­nen und Per­so­nen finan­zi­el­le Inter­es­sen an Big-Phar­ma und sons­ti­gen Spar­ten der Medizintechnikindustrie.

  6. Wie pein­lich ist es eigent­lich für die sess­haf­te Bevöl­ke­rung eines Staa­tes und sei­ne Regie­rung, wenn Impf­stoff­her­stel­ler deren Kla­gen nicht fürch­tet, im Gegen­satz (angeb­lich) zu den Kla­gen aus der ver­gleichs­wei­se klei­nen Popu­la­ti­on von Flüchtlingen? 

    Heißt eigent­lich: Wie­so sind Flücht­lin­ge nach Ansicht der Phar­ma­fir­men nicht oder schwie­ri­ger korrumpierbar?

    Aber, ok: das Argu­ment ist eh vor­ge­scho­ben, weil man kei­ne Impf­stof­fe ver­schen­ken will, schon klar. Zumal die Nach­fra­ge aus dem Wer­te­wes­ten ja unge­bremst hoch bleibt, also war­um irgend­was bil­li­ger oder umsonst abgeben?

  7. Als Zusam­men­fas­sung des­sen, was ich hier lese: Das bestä­tigt alle mei­ne Ver­mu­tun­gen, von Anfang (die­ser "Pan­de­mie") an. Die Ursa­chen die­ser "Pan­de­mie" (bedeu­tet: Welt­weit!) muss man in den Jah­ren davor suchen. Was Miss­wirt­schaft, Geld­gier und "Koali­ti­ons­bil­dung" her­vor­ru­fen sehen wir heu­te. Ein Krieg mit Waffen
    ist nicht mehr zeit­ge­mäß. "Man" hat einen moder­ne­ren Weg der Ver­nich­tung gewählt: Aus­ru­fung einer "Pan­de­mie", kul­tu­rel­le Ver­nich­tung und Aus­lö­schung jeg­li­chen Wider­stands­wil­lens durch para­no­ide Ver­hal­tens­wei­sen, ein­her­ge­hend mit der Ver­nich­tung von Arbeits­plät­zen und Exis­ten­zen. Bravo!

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