54 "Pyroverbotszonen" in Berlin

End­lich wird auch in Ber­lin mal durch­ge­grif­fen. Auf der Sei­te des Ber­li­ner Senats ist am 23.12. zu lesen:

»Die Senats­ver­wal­tung für Inne­res und Sport hat im Ein­ver­neh­men mit der Senats­ver­wal­tung für Gesund­heit, Pfle­ge und Gleich­stel­lung stadt­weit 54 Berei­che aus­ge­wie­sen, an denen zu Sil­ves­ter der Auf­ent­halt und die Ver­wen­dung von Feu­er­werk und ande­ren pyro­tech­ni­schen Gegen­stän­den aus Infek­ti­ons­schutz­grün­den unter­sagt ist. Dazu sag­te Ber­lins Innen­se­na­tor Andre­as Gei­sel: „Die­ses Jahr war kein nor­ma­les Jahr und es wird auch nicht nor­mal enden. Wir müs­sen, wo immer es geht, die Infek­ti­ons­ri­si­ken mini­mie­ren. In Grup­pen auf der Stra­ße zu böl­lern birgt erheb­li­che Risi­ken für unse­re Gesund­heit. Die Beschäf­tig­ten in den Kran­ken­häu­sern arbei­ten schon jetzt am Limit. Des­we­gen mein Appell an die Ber­li­ne­rin­nen und Ber­li­ner: Blei­ben Sie zuhau­se, begrü­ßen Sie das neue Jahr im klei­nen Kreis und ver­zich­ten Sie auf Feu­er­werk und Böl­le­rei.“ Man wer­de durch die Aus­wei­sung nicht jeden ille­ga­len Böl­ler­wurf ver­hin­dern kön­nen, sag­te der Innen­se­na­tor. „Die Poli­zei wird sich aber ent­spre­chend vor­be­rei­ten und Ver­stö­ße kon­se­quent ahn­den“, so Andre­as Geisel.«

Natür­lich ist es völ­li­ger Blöd­sinn, "aus Infek­ti­ons­schutz­grün­den" Feu­er­werk zu ver­bie­ten. "Die­je­ni­gen, die sich beim Böl­lern ver­let­zen, machen in der Regel nicht die hohen Zah­len in den Not­auf­nah­men aus." sagt dar­über hin­aus der Chef der Deut­schen Kran­ken­haus­ge­sell­schaft.

Eine Antwort auf „54 "Pyroverbotszonen" in Berlin“

  1. die Ver­wen­dung von Feu­er­werk und ande­ren pyro­tech­ni­schen Gegen­stän­den aus Infektionsschutzgründen

    Was für ein him­mel­schrei­en­der Unsinn!

    Ich kann das Wort "Infek­ti­ons­schutz" nicht mehr hören. Es wird aus ähn­li­chen Beweg­grün­den instru­men­ta­li­siert, wie damals der Begriff "Ras­sen­rein­heit" von einer ande­ren, von über­bor­den­der Hygie­ne eben­falls enorm begeis­ter­ten, faschis­ti­schen Gruppierung.

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