Kommt Bewegung in die Linke?

https://www.welt.de/regionales/hamburg/article229620227/Hamburg-Bis-zu-250-Menschen-protestieren-gegen-Corona-Ausgangssperre.html

»Gegner der nächt­li­chen Ausgangsbeschränkungen in Hamburg sind am Donnerstagabend trotz eines Verbots mit Transparenten durch die Stadtteile St. Pauli und Altona gezo­gen – und schließ­lich von der Polizei zer­streut worden.

Wie ein Sprecher der Polizei am Freitagmorgen sag­te, war zwar eine Kundgebung mit 50 Teilnehmenden auf St. Pauli ange­mel­det und zuge­las­sen wor­den. Im Laufe des Abends hät­ten sich aber bis zu 250 über­wie­gend jun­ge Menschen am Demonstrationsort ver­sam­melt. Etwa 200 von ihnen schlos­sen sich spä­ter dem nicht erlaub­ten Marsch an.

Die Teilnehmenden des Aufzugs sei­en dem lin­ken Spektrum zuzu­ord­nen gewe­sen. Es kam zu ver­ein­zel­ten Sachbeschädigungen. Unter ande­rem wur­de Material von einer Baustelle auf die Straße gezo­gen, und Plakate zu SPD-Wahlveranstaltungen wur­den beschä­digt. Zu gewalt­sa­men Auseinandersetzungen mit den Einsatzkräften kam es laut Polizei aller­dings nicht.«

10 Antworten auf „Kommt Bewegung in die Linke?“

  1. Das Banner auf dem Bild spricht Bände.
    Auf die­se kri­mi­nel­le maro­die­ren­de Bande die­ser sog. "Linken" kann man ger­ne verzichten.

  2. Bewegung? – Nicht wirklich.

    "In Bremen enga­gie­ren sich eini­ge Mitglieder der Linkspartei bei den rech­ten Querdenken-Protesten und haben zusätz­lich ver­sucht, die Landespartei auf einen Coronatrutherkurs umzu­schwen­ken. Letzteres ist mit gro­ßer Mehrheit abge­lehnt wor­den. Es ist den­noch ein bedenk­li­cher, wenn auch nicht über­ra­schen­der, Vorfall. Bei ten­den­zi­ell ver­schwö­rungs­my­tho­lo­gisch ange­hauch­ten Linken kann die Pandemie mit den dar­auf fol­gen­den Maßnahmen zu einem ver­stärk­ten Verschwörungswahn führen.

    Anfällig dafür dürf­te vor allem das Publikum sein, wel­ches sich vor sechs Jahren bei den Mahnwachen for­mier­te. Es sind die Dehms, die Lafontaines, die Pispers, die Ken Jebsens (von vor sechs Jahren), die sich für bestimm­te Legenden offen zei­gen und mit einem fal­schen Verständnis des Kapitalismus ver­bin­den. Wenn das Kapitalverhältnis per­so­nif­ziert wird und man dunk­le Mächte im Hintergrund ver­mu­tet, wel­che sinist­re Machenschaften aus­he­cken, ist die Querfront zu rech­ten und rechts­ra­di­ka­len Kreisen möglich.

    Ein Beispiel dafür wäre Anselm Lenz. Vor drei Jahren hat er noch grund­sta­bi­le Interviews fern­ab jeg­li­chen Verschwörungsgedöns gege­ben, letz­tes Jahr hat er die Hygienedemos in Berlin gestar­tet und gehört zum fes­ten Organisationskern der Trutherbewegung. Auf Demos läuft er auch 2021 zusam­men mit sei­ner Gruppe vom "Demokratischen Widerstand" mit roten Fahnen und Che Guevara- Konterfei auf. Auch in Kassel misch­te sich eine pseu­do­lin­ke Truppe unter die 20.000 Seuchenfreundinnen.

    Solche Leute sind nicht zahl­reich, es gibt sie aber. Während Antifaschistinnen Recherche und Gegenwehr zu Querdenken orga­ni­sie­ren, kum­peln wie hier in Bremen eini­ge Linke offen mit Rechtsradikalen. Wie links die­se Personen jetzt genau sind, soll­te nicht der Hauptgegenstand der Debatte sein. Wichtig ist, dass sol­che Menschen kon­se­quent aus allen lin­ken Zusammenhängen aus­ge­schlos­sen werden."

    (aktu­el­ler Post von "Antifa Kampfausbildung")

    1. Meine Antwort an die­se "Antifa":

      "Vergesst auch nicht die klei­nen Schurken die­ses Systems. Merkt Euch die Namen,…"

      abge­se­hen davon, die sind auch noch so blöd, ihre eige­nen "Follower" zu dis­sen: Pispers hat sich erst vor weni­gen Tagen als Regimeanhänger geoutet.

    2. Lol. Die "Antiifa " in zwit­scher Laune. Mit zwei Sätzen erstein­mal die Deutung des Kapitalismus Begriffs für sich bean­sprucht. , "Wer das macht , der ist.. " ich pro­bie­re es auch Mal; So etwas zu lesen und dar­an Spass kann wirk­lich nur der , der Nachrichten auf Twitter für poli­ti­sche Aufklärung hält.

  3. Einspruch! Hier han­delt es sich mit­nich­ten um „Bewegung“, eher um den Starrsinn, das ewig glei­che immer wie­der abzu­spu­len und in Corona-Zeiten den struk­tu­rell vor­han­de­nen Autoritarismus in lin­ken Organisationen zu nie erwar­te­te­ter Zuspitzung zu füh­ren. Die wol­len kei­ne Ausgangssperre, dafür aber einen rich­ti­gen Shutdown. Es sind die Anhänger der Zero-Covid-Fraktion: „Der Tenor: „Gegen die Ausgangssperre, für einen kon­se­quen­ten Lockdown“(Mopo). Auch heu­te haben sie eine Aktion auf dem Rathausmarkt ver­an­stal­tet mit glei­cher Zielrichtung. Gegen die Ausgangssperre läßt es sich leicht argu­men­tie­ren, dürf­te es doch selbst dem letz­ten Deppen klar sein, dass es sich mit einer Forderung danach kei­ne Freunde gewin­nen läßt.
    Leider han­delt es sich also auf kei­nen Fall um ein Frühlingserwachen in der lin­ken Szene. Darauf deu­te­te für mich schon das Transparent hin auf dem Foto. Es rich­tet sich m.E. eher gegen die Linken, die auch bei den anti-Maßnahmen und pro-Grundrechte-Aktionen immer deut­li­cher auf­tre­ten. Ich kann mir nicht vor­stel­len, dass von denen momen­tan jemand so drauf ist, als Symbol ein bren­nen­des Polizeiauto vor sich her zu tra­gen und das auch noch in irgend­ei­nen Zusammenhang mit (anti-kapi­ta­lis­ti­schen/­staat­li­chen) Bewegungen zu set­zen. Als Metapher für eine her­un­ter gekom­me­ne radi­ka­le Linke dient es aller­dings sehr wohl.
    https://www.mopo.de/hamburg/polizei/unangemeldet–nach-corona-demo–150-menschen-ziehen-durch-hamburg-38250436?dmcid=f_feed_Hamburg
    Mal drauf ach­ten, wer das alles unter­schrie­ben hat:
    https://ijv-hamburg.org/2021/04/01/aufruf-solidarischer-shutdown-jetzt/?

    1. @Bri: Dem stim­me ich zu. Einiges bleibt inter­es­sant. Einmal das Mißverhältnis zwi­schen der Zahl der Organisationen, die den unsäg­li­chen Aufruf unter­schrie­ben, und dem gera­de­zu mick­ri­gen Häufchen der Teilnehmenden. Die Mitglieder fol­gen ihren Organisationen nicht mehr. Das mag lie­gen an den para­do­xen Forderungen "Betriebe dicht­ma­chen, um Kontakte zu ver­mei­den!" und "Nieder mit der Ausgangssperre!". Positiv bleibt für mich, daß sie sich dem Verbot der Demo widersetzen.

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