Aus dem Rechts-Staat

Es ist das eine, was der der UN-Sonderberichterstatter Nils Melzer auf sei­nem Twitter-Account pos­tet. Das ande­re sind die Reaktionen recht­s­treu­er BürgerInnen auf den Vorwurf der Polizeigewalt, den Melzer unter­su­chen will.

Melzer behaup­tet die Polizeigewalt nicht, son­dern lädt ein zu Zeugenaussagen, um den Vorwurf zu veri­fi­zie­ren. Er unter­stellt nicht unbe­se­hen die Korrektheit die­ses bou­le­vard­mä­ßi­gen Videos, das in sei­ner Aufregung noch nicht ein­mal das Datum rich­tig benennt. Doch allein sein Wille zur Aufklärung ist für die LiebhaberInnen von Polizeigewalt ein Grund zu schäumen:

Eine Auswahl:

12 Antworten auf „Aus dem Rechts-Staat“

  1. Rechtstreue Bürger.

    Jaja, wir Deutschen. Solange es für alles ein Gesetzt gibt, macht der größ­te Teil mit. 

    Bin gespannt auf eure Vorschläge.

  2. Wie ich gesagt habe: Ungeimpfte und Geimpfte wer­den immer stär­ker gegen­ein­an­der aus­ge­spielt. Und alles, was ich sehe, sagt mir, dass da noch lan­ge nicht das Ende der Fahnenstange erreicht ist. Passt bit­te auf euch auf!

  3. Lynchjustiz scheint sich beim recht­schaf­fe­nen Bürger ja durch­aus stei­gen­der Beliebtheit zu erfreu­en: das sind Demotouristen, da kanns­te ruhig draufhauen.
    Ok, wer weiß schon, was das für fremd­ge­steu­er­te Kommentartrolle sind, viel­leicht soll auch nur der Eindruck erweckt wer­den, und der recht­schaf­fe­ne Bürger treibt sich gar nicht in der Schlammgrube rum.

  4. Verdrehen des und Zerren am Kopf. Ich wür­de ger­ne erfah­ren, wer Polizisten die­se lebens­ge­fähr­li­che Methoden lehrt und legi­ti­miert. Diese Leute soll­ten vor Gericht gebracht werden.

  5. Man kann fast sicher davon aus­ge­hen, dass die­se Twitter-Protagonisten die ers­ten sind, die sich im umge­kehr­ten Fall sofort über 'Hate-Speech' beschweren.
    Hier ist das Video. Es gibt schon zu den­ken, wie erup­tiv sich dort aus einer Nichtigkeit her­aus die Gewalt von Seiten der Polizei Bahn bricht. Leute, die Kaffee trin­ken. Selbst als jemand, die schon eine gan­ze Menge Demos inklu­si­ve Polizeigewalt mit­er­lebt hat, schockt mich das. Fand doch die­se Gewalt fast immer in einem schon auf­ge­la­de­nen Kontext statt. Selbst bei der berüch­tig­ten ‚Wellcome-to-Hell‘-Demo in Hamburg vor 4 Jahren beim G20G, die nur 50m weit kam und dann durch einen bru­ta­len Überfall durch die Polizei gestoppt wur­de, war man inner­lich schon auf so etwas vorbereitet.
    https://​www​.you​tube​.com/​w​a​t​c​h​?​v​=​t​m​6​W​1​b​8​m​6n0

    1. @Bri: Hier ein paar Eindrücke von der "Demo" bzw. Randaleorgie damals. Aber über Polizeigewalt rum­jam­mern, jaja. So lief das in Hamburg stets ab, auf "lin­ken" Demos die­ser Art (sofern die Polizei die Randale nicht durch mas­si­ve Präsenz mini­mie­ren konnte) . 

      Welcome to Hell Demo in Hamburg (G20 2017)

      https://​www​.you​tube​.com/​w​a​t​c​h​?​v​=​H​X​Y​Z​Q​-​x​H​Oxw
      https://www.youtube.com/watch?v=zutd28zPF‑w

    1. @Danischmend der Weise: Wir soll­ten bei aller Polizeigewalt, die so neu nicht ist, nicht unter­schät­zen, daß es anders als im Faschismus noch kei­ne Privatpolizei einer regie­ren­den Partei gibt, aber noch so etwas wie eine Presse, die Exzesse auf­greift, par­la­men­ta­ri­sche und ande­re Beobachter und Untersuchungen. Das soll nicht dazu die­nen, die repres­si­ven Trends zu unter­schät­zen. Eine kurz gedach­te Gleichsetzung erzeugt jedoch eher Fatalismus und Hilflosigkeit. Das ist der Lage nicht ange­mes­sen, denn nicht nur wir, son­dern die Regierenden ste­hen unter enor­mem Druck. Viele machen noch mit, sehr weni­ge glau­ben ihnen noch.

  6. Warum wer­den hier pro­mi­nent die wider­wär­ti­gen Äusserungen von PR-Fachleuten, Geheimdienstlern und ande­ren Agenten und Bütteln, die die "social media" mit Hass und Gewalt über­schwem­men, wiedergegeben?

    noch nicht kapiert, dass Hass im Internet aus genau die­sen Kreisen kommt um immer wie­der Schützenhilfe für die Politik zu lie­fern, wenn die mal wie­der mehr Kontrolle fordert?

    (Klar, ein paar Halbstarke las­sen sich da immer mit­rei­ßen. Aber 90% von Hass und Gewalt-Äusserungen im Internet stam­men aus den Diensten und von beauf­trag­ten Figuren, "Influenzern" und Auftragsschreibern. Kurz: von all denen, denen das was nützt oder deren Job das ist. Man bewei­se mir das Gegenteil!)

  7. Es wür­de mich über­haupt nicht wun­dern, wenn die Kommentare von Strohpuppen kom­men. Bei Facebook arbei­tet das Putzkommando von Bertelsmann Arvato. Hass, und so. Das wird bei Twitter sicher­lich ähn­lich lau­fen. Bei hei­se waren es vor vie­len Jahren die Mitarbeiter, bis eini­ge derer "Benutzerkonten" für "Kommentare" von einem net­ten Leser publi­ziert wur­den. Heute wird die Betreuung sicher­lich ausgelagert.

    Von wiki­hau­sen erfährt man, wie die Betreuung bei wiki­pe­dia funktioniert.

    Wir müs­sen lei­der davon aus­ge­hen, dass wir stän­dig medi­al "betreut" wer­den (außer bei coro­dok, ver­steht sich). Das schließt natür­lich nicht aus, dass ech­te Idioten da mit­ma­chen. Ist sicher­lich auch so gewollt.

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