Berliner Zeitung "korrigiert" eigenen Artikel

Am 7.11. war hier über einen Arti­kel in der Ber­li­ner Zei­tung berich­tet wor­den, in dem zu lesen war: "Die Senats­ver­wal­tung für Gesund­heit hat bestä­tigt, dass PCR-Tests eigent­lich nicht in der Lage sind, eine Infek­ti­on im Sin­ne des Infek­ti­ons­schutz­ge­set­zes fest­zu­stel­len."

Am 10.11. füg­te das Blatt die­se "Klar­stel­lung" hin­zu:

»Die Schluss­fol­ge­rung Luthes, PCR-Tests sei­en nicht zur Infek­ti­ons­be­kämp­fung geeig­net, ist aus wis­sen­schaft­li­cher Sicht nicht halt­bar. So ist sich die Fach­welt einig, dass die­se Art von Tests Infek­tio­nen mit dem Erre­ger Sars-CoV‑2 ein­deu­tig und mit hoher Zuver­läs­sig­keit nachweisen. 

In die­sem Sin­ne eig­nen sie sich auch zur Beob­ach­tung des Infek­ti­ons­ent­wick­lung in der Bevöl­ke­rung. Und auch das Robert-Koch-Insti­tut erläu­tert auf sei­nen Info­sei­ten: „Die Fest­stel­lung einer aku­ten Infek­ti­on mit dem Sars-CoV‑2 erfolgt mit­tels direk­tem Erre­ger­nach­weis (z.B. Gen­om­nach­weis mit­tels PCR, Anti­gen­nach­wei­se, Virus­iso­lie­rung)“. Der PCR-Test ist hier also expli­zit genannt als geeig­ne­ter labor­dia­gnos­ti­scher Nachweis. 

Anmer­kung: In einer frü­he­ren Fas­sung fehl­te die Erklä­rung zu den PCR-Tests.«

Inzwi­schen heißt es:

»Die PCR-Tests wer­den wegen der hohen Sen­si­ti­vi­tät wis­sen­schaft­lich kon­tro­vers dis­ku­tiert. Das Robert-Koch-Insti­tut hat die PCR-Tests als geeig­ne­tes Mit­tel zu Coro­na-Fest­stel­lung aller­dings aner­kannt. Hier hießt es [so im Ori­gi­nal, AA] auf der Web­site des Insti­tuts: „Die Fest­stel­lung einer aku­ten Infek­ti­on mit dem Sars-CoV‑2 erfolgt mit­tels direk­tem Erre­ger­nach­weis (z.B. Gen­om­nach­weis mit­tels PCR, Anti­gen­nach­wei­se, Virusisolierung)“. 

Anmer­kung: In einer frü­he­ren Fas­sung fehl­te die Erklä­rung zu den PCR-Tests.«

8 Antworten auf „Berliner Zeitung "korrigiert" eigenen Artikel“

  1. "Hier hießt es".

    Schön.

    Ein Freud­scher Ver­spre­cher zur viel­leicht bal­di­gen Ehe­ma­lig­keit die­ser Aus­sa­ge auf der Web­site des Instituts.

  2. Die "Klar­stel­lung" der Ber­li­ner Zei­tung vom 10.11. klingt einem Ori­gi­nal­text von Herrn Dros­ten täu­schend ähn­lich. Es soll auch hier nur sei­ne Mei­nung gel­ten, die selbst­ver­ständ­lich prä­zi­se die des RKI ist. Never mind das Gesetz zum Infek­ti­ons­schutz und des­sen Defi­ni­tio­nen, die dann wohl nicht aus "wis­sen­schaft­li­cher Sicht" auf­ge­stellt wur­den. Hof­fent­lich ist Rechts­an­walt Dr. Fuell­mich bald soweit "in action" bei den Gerich­ten, dass Prinz Wie­ler und König Dros­ten ohne Hosen dastehen.

  3. „Die Schluss­fol­ge­rung Luthes, PCR-Tests sei­en nicht zur Infek­ti­ons­be­kämp­fung geeig­net, ist aus wis­sen­schaft­li­cher Sicht nicht halt­bar. So ist sich die Fach­welt einig, dass die­se Art von Tests Infek­tio­nen mit dem Erre­ger Sars-CoV‑2 ein­deu­tig und mit hoher Zuver­läs­sig­keit nachweisen. “
    Das gilt so auch für die Jung­fern­zeu­gung. Wer die leug­net wird bei einem gro­ßen Arbeit­ge­ber in Deutsch­land nicht ange­stellt sein kön­nen. Im Bereich außer­halb die­ser Anstel­lungs­mög­lich­keit wird der Sach­ver­halt genau umge­kehrt beur­teilt. Wobei Rent­ner sich dem Anschein nach dazu frei­er äußern.

  4. "So ist sich die Fach­welt einig, dass die­se Art von Tests Infek­tio­nen mit dem Erre­ger Sars-CoV‑2 ein­deu­tig und mit hoher Zuver­läs­sig­keit nachweisen."

    Schon phä­no­me­nal wie sehr der Mensch sich in die eige­ne Tasche lügen kann.

    Nach­ge­wie­se­ner­ma­ßen erkran­ken von den posi­tiv Geste­ten Per­son die Wenigs­ten – und trotz­dem wird (trot­zig?) von einem Nach­weis "ein­deu­tig und mit hoher Zuver­läs­sig­keit" gesprochen?

    Nun, ich glau­be dass man dann sicher­lich auch Wün­schel­ru­ten zum ein­deu­ti­gem und hoch zuver­läs­si­gen Nach­weis von irgend­was gel­ten las­sen muss. 

    Kei­ne 20% rich­ti­ge Nach­weis­quo­te, echt Klasse!

  5. "So ist sich die Fach­welt einig, dass die­se Art von Tests Infek­tio­nen mit dem Erre­ger Sars-CoV‑2 ein­deu­tig und mit hoher Zuver­läs­sig­keit nachweisen."

    Schon phä­no­me­nal wie sehr der Mensch sich in die eige­ne Tasche lügen kann.

    Nach­ge­wie­se­ner­ma­ßen erkran­ken von den posi­tiv Geste­ten Per­son die Wenigs­ten – und trotz­dem wird (trot­zig?) von einem Nach­weis "ein­deu­tig und mit hoher Zuver­läs­sig­keit" gesprochen?

    Nun, ich glau­be dass man dann sicher­lich auch Wün­schel­ru­ten zum ein­deu­ti­gem und hoch zuver­läs­si­gen Nach­weis von irgend­was gel­ten las­sen muss. 

    Kei­ne 20% rich­ti­ge Nach­weis­quo­te, echt Klasse!

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