"Die Bundesrepublik schwebt in einer Verfassungskrise, die von den Bürgern und den Repräsentanten der Verfassungsorgane mehrheitlich nicht als solche erkannt wird."

Die­se Mei­nung ver­tritt der Phi­lo­soph Micha­el And­rick in einem Kom­men­tar unter dem Titel "Die Auf­kün­di­gung der Repu­blik" auf welt​.de (Bezahl­schran­ke) am 30.1. Er schreibt:

»… Erst­mals wird die offe­ne Gesell­schaft absicht­lich als Gan­ze (und in die­sem Sin­ne in tota­li­tä­rem Geist) und unter Ver­brei­tung von Todes­furcht gegen eine Natur­ge­ge­ben­heit in den „Kampf“ (oder den „Krieg“) geführt. Im Zuge des­sen hat uns ein Gesche­hen über­rollt, das wir erst noch zu begrei­fen haben. Dazu sind prin­zi­pi­el­le Über­le­gun­gen zur Repu­blik, genau­er: zum Ver­hält­nis von Poli­tik und Moral in einer Repu­blik nötig…

Wer unter Gleich­be­rech­tig­ten poli­tisch urteilt, begreift die­se Urtei­le als rela­tiv: abhän­gig von sei­nem Stand­punkt in Zeit, Raum und unter den Mit­men­schen, von sei­nem aktu­el­len Wis­sens­stand und den eige­nen sowie den sich wan­deln­den Inter­es­sen der ande­ren. Es ist des­halb nor­mal und nicht ehren­rüh­rig, poli­ti­sche Urtei­le zu über­den­ken und zu ändern.

Moral als Ausschlusskriterium

Dem gegen­über ste­hen mora­li­sche Urtei­le. Sie sind ihrem Wesen nach weder umsich­tig noch aus­glei­chend; sie legen viel­mehr fest: Dies ist gut, jenes ist böse, und du bist es auch, soweit du die­se oder jene Posi­ti­on vertrittst.

Die­se Pra­xis des radi­ka­len Schnitts ist im Pri­vat­le­ben legi­tim. Wir müs­sen hin und wie­der jeman­den von uns fern­hal­ten, der unse­re Wert­vor­stel­lun­gen nicht teilt. Dazu beur­tei­len wir ande­re mora­lisch. Sozia­ler Aus­schluss, der nicht recht­lich, öko­no­misch oder durch Vor­ur­tei­le geschieht, ist immer mora­li­scher Ausschluss.

Auch im öffent­li­chen Leben einer libe­ra­len Gesell­schaft sind mora­li­sche Urtei­le in eben­die­ser Funk­ti­on als Aus­schluss­kri­te­ri­um unab­ding­bar. Da sich selbst Ver­bre­chen im Zwei­fel durch ent­spre­chend for­mu­lier­te Geset­ze legi­ti­mie­ren las­sen, braucht es mora­li­sche Prüf­kri­te­ri­en, um der Gesetz­ge­bung Gren­zen zu set­zen. Das mora­li­sche Doku­ment mit juris­ti­scher Funk­ti­on, das dies leis­ten soll, ist die Verfassung.

Ohne mora­li­sche Urtei­le als maß­geb­lich zu akzep­tie­ren, kön­nen wir im Fal­le der gesetz­li­chen Bedro­hung von Frei­heit und Men­schen­wür­de einer über­grif­fi­gen Regie­rung nicht Herr wer­den. Die Ver­fas­sung eint in die­sem Not­fall die Gesell­schaft, indem sie das Akzep­ta­ble durch in ihrem Wesen mora­li­sche Urtei­le beschränkt.

Kinder und Jugendliche zum Beispiel

Aktu­el­le Geset­ze und Ver­ord­nun­gen zum Bei­spiel, wel­che die Schä­di­gung von Kin­dern und Jugend­li­chen in Kauf neh­men, um damit für ande­re eine Gesund­heits­ge­fahr zu min­dern, kön­nen auf­grund des Wort­lauts des Grund­ge­set­zes als ver­fas­sungs­wid­rig betrach­tet wer­den, das heißt als mora­lisch ver­bo­ten – auch wenn Bund und 16 Lan­des­re­gie­run­gen die­se beschließen.

Kin­der und Jugend­li­che selbst sind durch das neue Virus nicht nen­nens­wert bedroht, sie wer­den also durch die ihnen auf­er­leg­ten Ein­schrän­kun­gen als blo­ße Mit­tel zum Zweck ande­rer gebraucht. Das aber ist mit ihrer Wür­de unver­ein­bar. (Wür­de zu haben, bedeu­tet mit Kants genia­ler For­mu­lie­rung „Zweck an sich selbst“ zu sein.)…

Bis heu­te wird in den Schu­len die Schä­di­gung von Kin­dern und Jugend­li­chen an Leib und See­le in Kauf genom­men, um ein sich mit Imp­fun­gen und der neu­en Virus­va­ri­an­te Omi­kron immer wei­ter ver­klei­nern­des Risi­ko für Erwach­se­ne zu mindern.

Dass das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt dies bis­her nicht in aller Deut­lich­keit unter­sagt hat, ist eine depri­mie­ren­de Stand­ort­be­stim­mung für unse­ren Rechts­staat – und für uns: Die Gefah­ren durch Sars-CoV‑2 sind real, eben­so wie unser beschä­men­der gesell­schaft­li­cher Kon­sens dar­über, auf die essen­zi­el­len Bedürf­nis­se unschul­di­ger Kin­der zual­ler­letzt Rück­sicht zu nehmen.

Beleidigung statt Politik

… Die Kri­se unse­rer Demo­kra­tie begann, als Regie­ren­de und ihre Unter­stüt­zer im Streit über Pan­de­mie-Maß­nah­men Men­schen mit ande­rer Mei­nung nicht etwa poli­tisch kri­ti­sier­ten – son­dern sie statt­des­sen mora­lisch ver­ur­teil­ten: Sie sei­en „rück­sichts­los“, „unso­li­da­risch“ – und auch noch irrational.

Etwas unauf­fäl­li­ger ist die Mora­li­sie­rung des eigent­lich Poli­ti­schen da am Werk, wo Ver­dam­mungs- oder Schmäh­be­grif­fe ver­wen­det wer­den, die mora­li­sche Bewer­tung und Tat­sa­chen­be­haup­tung zu einer Ver­bal­keu­le ver­bin­den: 150 Coro­na­leug­ner demons­trie­ren in X‑Stadt, Impf­ver­wei­ge­rer stirbt an Coro­na.

Sol­che mora­li­schen Ver­un­glimp­fun­gen wer­fen auch man­che Geg­ner der Pan­de­mie-Poli­tik ihren Befür­wor­tern an den Kopf: Zeu­ge Coro­nas oder Coro­nist sind dabei noch die harm­lo­se­ren Vari­an­ten. Die­se Ver­bal­keu­len wer­den aller­dings, anders als die Coro­na­leug­ner, fast nie von Jour­na­lis­ten zustim­mend auf­ge­grif­fen und in der All­tags­spra­che „nor­ma­li­siert“…

Nur poli­ti­sche Urtei­le sind ihrem Wesen nach gemein­schafts­er­hal­tend; in offe­nen Gesell­schaf­ten auch dann, wenn sie kon­tro­vers aus­fal­len. Denn sie bekräf­ti­gen auch im Streit die Gemein­sam­keit der Dis­ku­tan­ten als Bür­ger des­sel­ben Gemeinwesens.

Das Ende der Republik

Die­ser bür­ger­schaft­li­che Zusam­men­halt auch und gera­de im Dis­sens ist jetzt zu Ende. Mit der dem­ago­gi­schen Mora­li­sie­rung der Pan­de­mie-Poli­tik wur­de das bestim­men­de The­ma der Zeit aus der Ver­hand­lung unter Glei­chen herausgenommen.

Nicht nur die poli­ti­sche Aus­ge­stal­tung, nein, schon die legi­ti­me Dis­kus­si­on über die Pan­de­mie-Poli­tik wur­de rhe­to­risch so zum Pri­vi­leg der „Guten“ und „Soli­da­ri­schen“ gemacht. Und genau zu die­sen sitt­lich über­le­ge­nen Dis­ku­tan­ten haben die Regie­ren­den und ihre Gefolg­schaft durch Moral­pro­kla­ma­ti­on sich selbst ernannt…

Unter den Vor­zei­chen dem­ago­gi­scher Mora­li­sie­rung ver­kehr­te die Pan­de­mie-Poli­tik sich zu einer Kam­pa­gne der „Guten“ gegen die wenn schon nicht „Bösen“, dann doch zumin­dest Unin­for­mier­ten, Unein­sich­ti­gen, Unbe­lehr­ba­ren. Wir fal­len damit sitt­lich betrach­tet vor die Neu­zeit zurück, als Poli­tik noch Got­tes Werk auf Erden war.

Die „Recht­gläu­bi­gen“ sto­ßen die „Leug­ner“ ihres Glau­bens durch mora­li­sche Ver­dam­mung aus dem Kreis der legi­ti­men Dis­ku­tan­ten. Die Gemein­schaft der recht­mä­ßi­gen Red­ner aber ist die Repu­blik. Jeman­den aus die­ser Gemein­schaft aus­wei­sen bedeu­tet nichts weni­ger, als ihm und sei­nes­glei­chen die Repu­blik, das geteil­te Gemein­we­sen, aufzukündigen…

Die Dynamik des Zerfalls

Deutsch­lands Ver­fas­sungs­kri­se besteht dar­in, dass die Regie­ren­den und man­che Intel­lek­tu­el­le die Bevöl­ke­rung nach Begrif­fen der Moral in Frak­tio­nen unter­teilt haben, die nun sogar als Grund­la­ge recht­li­cher Dis­kri­mi­nie­rung dienen.

Die sprach­lich bru­ta­len Aus­fäl­le höchs­ter Amts­trä­ger und eini­ger Intel­lek­tu­el­ler, die sich sehn­lich wün­schen, die „Unge­impf­ten“ auf lan­ge Zeit vom öffent­li­chen Leben aus­zu­schlie­ßen, sind nur ein Bei­spiel ent­hemm­ter Gewalt­fan­ta­sien, wie sie vie­len legi­tim erschei­nen, wenn die Par­tei der „Guten und Ver­nünf­ti­gen“ ein­mal begrün­det ist und die eige­ne Mit­glied­schaft gesi­chert erscheint.

Mora­li­sche Pau­schal­ver­ur­tei­lun­gen „der Poli­ti­ker“ und sprach­lich bru­ta­le Aus­fäl­le kom­men aber auch von regie­rungs­op­po­si­tio­nel­ler Sei­te: Man steigt auf den offi­zi­ell mora­li­sier­ten Dis­kurs ein und kün­digt die Repu­blik so auch von der „ande­ren“ Sei­te her auf…

Staatsakte der Versöhnung

… Wol­len wir wei­ter fried­lich zusam­men­le­ben, dann muss die­se gefähr­li­che Mora­li­sie­rung der Poli­tik jetzt auf­hö­ren. Unse­re Repu­blik kann nur durch vie­le klei­ne Staats­ak­te wie­der begrün­det wer­den. Die­se Staats­ak­te sind offe­ne, pri­va­te und öffent­li­che Dis­kus­sio­nen derer, die heu­te in mora­lin­be­fes­tig­ten Schüt­zen­grä­ben hocken und Belei­di­gun­gen austauschen.

So wie eine Dis­kus­si­on, die ich vor Kur­zem mit einer extrem Coro­na-besorg­ten Bekann­ten geführt habe, als wir ein „Play­da­te“ unse­rer Kin­der ver­ein­bar­ten. Mit Zuhö­ren und Nach­fra­gen wuchs das Ver­ständ­nis für die Sor­gen auf bei­den Sei­ten. In gegen­sei­ti­gem Respekt gelang die Ver­stän­di­gung. Die Impul­se zur Abur­tei­lung mei­ner Bekann­ten, zum Auf­le­gen des Hörers, die wäh­rend die­ser Gesprä­che in mir auf­ka­men, gehö­ren zu den lehr­reichs­ten Selbst­er­fah­run­gen, die ich je gemacht habe. Viel­leicht hat­te sie die­se Impul­se auch. Gut, dass wir weitersprachen…

Kollektive Gesprächstherapie

Von­nö­ten ist eine brei­te Bewe­gung: eine kol­lek­ti­ve Gesprächs­the­ra­pie. Die von der Pan­de­mie-Poli­tik mora­lisch pola­ri­sier­ten Grup­pen spre­chen längst nicht mehr über die Ver­hält­nis­se im Land und sei­ne Zukunft. Sie äußern bloß, was sie mei­nen, äußern zu müs­sen, um ihre Erzäh­lung davon in den Früh­ling zu ret­ten, war­um sie, und nur sie, auf der Sei­te der Soli­da­ri­tät, der Ver­nunft, des Guten und Rech­ten ste­hen. Kurz: Sie sagen bloß, dass sie mit „den ande­ren da“ gar nicht erst spre­chen müs­sen. (Der frisch gewähl­te neue Bun­des­kanz­ler bemerk­te in sei­nem ers­ten Inter­view, Deutsch­land sei gar nicht gespal­ten, weil die meis­ten sich ja imp­fen ließen.)

In die­ser Lage dür­fen wir die Poli­tik nicht ein­fach reden las­sen, wir müs­sen selbst zu spre­chen begin­nen: dar­über, wie unser Land für uns und unse­re Kin­der sein soll…«

38 Antworten auf „"Die Bundesrepublik schwebt in einer Verfassungskrise, die von den Bürgern und den Repräsentanten der Verfassungsorgane mehrheitlich nicht als solche erkannt wird."“

  1. Die Erkennt­nis, dass das bis­he­ri­ge Sys­tem der frei­heit­lich-demo­kra­ti­schen Gesell­schaft been­det wur­de, dringt offen­bar nun durch. Aller­dings nicht nur in Deutsch­land, son­dern in nahe­zu der gesam­ten west­li­chen Welt. Inso­fern ver­kennt der Arti­kel offen­bar die welt­wei­te Gefahr. Man sehe nach Aus­tra­li­en, man sehe nach Neu­see­land, man sehe nach Ita­li­en etc. 

    Man kann treff­lich dar­über strei­ten, ob dies zufäl­lig oder vor­sätz­lich her­bei­ge­führt wur­de. Nutz­nie­ßer die­ser Muta­ti­on in auto­ri­tär-tota­li­tä­re Staa­ten gibt es welt­weit aus­rei­chend. Und hier­bei muss kei­ne Ver­schwö­rungs­theo­rie bemüht wer­den. Der Weg der Umge­stal­tung demo­kra­ti­scher Staa­ten zu auto­ri­tä­ren tech­no­kra­ti­schen Regi­men läuft seit Jahr­zenhn­ten. Infor­mell welt­weit zen­tra­li­siert ("ver­stärk­te inter­na­tio­na­le Zusam­men­ar­beit", "über­grei­fend") durch Aus­höh­lung der natio­nal­staat­li­chen Befug­nis­se und Rech­te zu rei­nen "Umset­zern" von Rege­lun­gen in natio­na­les Recht. Damit ein­her­ge­hend Post­de­mo­kra­tie und Post-Par­la­men­a­tris­mus – Insti­tu­tio­nen und Ritua­le wer­den als inhalts­lo­se Fas­sa­den beibehalten.

    1. Der Zer­fall begann mit Kohl. …
      Ab da wur­den immer mehr insti­tu­tio­na­li­siert und damit vom Bür­ger weggebrochen…
      Nicht umsonst haben "wir" seit ü35 Jah­ren Poli­ti­ker­ver­dros­sen­heit, Jour­na­lis­mus­kri­tik viel län­ger, Rechts­staat wur­de nie freiund schnell zum Klassenstaat…
      Die Bür­ger haben ver­sucht 'demo­kra­tisch' zu reagie­ren: Par­tei­aus­trit­te, Wech­sel­wäh­ler, Neue Par­tei­en u.u. als Reak­ti­on auf den "mün­di­gen Bür­ger" wur­den Insti­tu­tio­nen immer abge­schot­te­ter und berie­fen sich immer mehr auf Bera­tungs­fir­men und "spra­chen" mit ihrem Volk mit PR. ..

      (Gera­de einen Film über die Maya gese­hen: die Herr­schen­den reagier­ten echt ähn­lich wie unse­re Jet­zi­gen .… das führ­te zum dra­ma­ti­schen Untergang.…fand ich interessant! )

      1. Mein Reden immer.
        Die Römer sind auch so untergegangen.
        Also gut, zumin­dest in Auf­lö­sung über­ge­gan­gen. Und zuerst die Oströmer.

  2. =================================================================
    Als Ver­an­stal­ter kann ich Herrn And­rick voll zustimmen:
    Dank unser Vor­fah­ren, ist Deutsch­land nicht nur eine Demokratie,
    son­dern einen Rechts­staat. Es gibt rote Lini­en für Amtsträger,
    ich nut­ze den Schutz unse­rer Rechts­staa­tes gegen Äuße­run­gen von
    Amts­trä­gern, die mit Ihren Amts­pflich­ten nicht ver­ein­bart sind.
    .
    Im April 2020 mel­de­te ich in Bonn als ers­ter erfolg­reich eine
    Demons­tra­ti­on zu Coro­na­zei­ten an – für zwei(!) personen.
    Am 7.5.2020 bean­trag­te ich erfol­reich am VG Köln Rechts­schutz gegen
    die Stadt Bonn, die kei­ne ann­ony­me Demons­tra­ti­ons­teil­nah­me wollte,
    son­dern dar­auf bestand, das jeder Teil­neh­mer einer Demons­tra­ti­on seinen
    Namen, Adres­se und Tele­fon­num­mer in eine Lis­te des Versammlungsleiters
    ein­zu­tra­gen hät­te. Im Som­mer 2020 kam die Stadt Bonn erneut mit diesen
    Auf­la­gen, mein Antrag im Febru­ar 2021 lehn­te die 20. Kam­mer des VG
    Köln ab erst der Antrag ande­rer Bür­ger beim OVG-Müns­ter setz­te dem
    ein Ende. Sie­he http://​www​.coro​na​-demo​.de Wei­te­re Berich­te demnächst.
    .
    Aktu­ell Stand 30.01.2022 habe ich zwei Ver­fah­ren laufen:
    ——————————————————————
    1. Anhän­gig am VG Köln:
    .
    A) Ich bean­tra­ge als einst­wei­li­gen Rechts­schutz gegen die Bun­des­re­gie­rung, ver­tre­ten durch den Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Lau­ter­bach, Rochus­stra­ße 1, 53123 Bonn:
    .
    1. Die Fest­stel­lung (sinn­ge­mäß):
    Gemäß der herr­schen­den Rechts­mei­nun­gen zu frei­en Entscheidungen,
    beson­ders zu not­wen­di­gen Ein­wil­li­gun­gen bei medi­zi­ni­schen Behand­lun­gen, darf die Bun­des­re­gie­rung bei Äuße­run­gen zu einer Impf­pflicht nicht den Irr­tum erre­gen, dass durch Druck­mit­tel der Impf­pflicht (wie z.B. Buß­gel­der, Frei­heits­ein­schrän­kun­gen, Berufs­ver­bo­te o.ä.) die Betrof­fe­ne sich zum Schluss frei­wil­lig imp­fen las­sen würden.
    .
    Die Aus­sa­ge von Herr Lau­ter­bach am 19.01.2022 in der ARD „Es wird ja nie­mand gegen sei­nen Wil­len geimpft, selbst die Impf­pflicht führt ja dazu dass man sich zum Schluss frei frei­wil­lig imp­fen lässt.“ ist recht­lich falsch und erzeugt einen unzu­läs­si­gen Irr­tum, der die Freie Wil­lens­bil­dung in der Gesell­schaft und Par­la­ment zu Las­ten der Betrof­fe­nen stört.
    ————————————————————————
    2. Anhän­gig am VG Berlin
    .
    Die Bun­des­re­gie­rung darf nicht den Schutz des Art. 8 GG schwä­chen und gegen die Teil­nah­me an Ver­samm­lun­gen auf­ru­fen, so z.B. am 19.01.2022 die Bun­des­jus­tiz­mi­nis­te­rin Nan­cy Fae­ser auf Ihre Twit­ter­sei­te „ich wie­der­ho­le mei­nen #Appell: Man kann sei­ne #Mei­nung auch kund­tun ohne sich gegen­sei­tig an vie­len Orten zu versammeln.“
    https://​twit​ter​.com/​N​a​n​c​y​F​a​e​ser
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    .
    Das Bun­des­in­nen­mi­nis­te­ri­um ver­stößt ekla­tant gegen den Datenschutz!
    .
    Das VG Ber­lin sen­de­te mir am Frei­tag per Fax die Erwie­derung des Bun­des­in­nen­mi­nis­te­ri­ums zu mit feh­len­der Ein­sicht zur Tren­nung der Auf­ga­ben Bund/Land. In allen Lehr­bü­chern zum Ver­wal­tungs­recht steht, dass als Leh­re aus den Zei­ten des Natio­nal­so­zia­lis­mu­ses bewußt Deutsch­land als feu­de­ra­le Bun­des­re­pu­blik ange­legt ist, und die Zustän­dig­keit und obers­te Dienst­auf­sicht über Ver­samm­lungs­be­hör­den, Ord­nungs und Poli­zei­be­hör­den bewußt bei den Län­dern und nicht zen­tra­lis­tisch in Ber­lin liegt.
    .
    Ein Skan­dal ist aber, das im Anhang eine Gerichts­ent­schei­dung bei­gefügt ist, bei dem Name und Adres­se des ande­ren Bür­gers, der gegen die Regie­rung geklagt hat, mir unge­schwärzt mit­ge­teilt wur­de. Das sieht nicht nach Nach­läs­sig­keit aus, son­dern als Dro­hung: Kla­ge nicht gegen die Regie­rung, sonst teilt die Regie­rung Drit­ten dei­nen Namen und Anschrift mit. Und das gan­ze 50 Jah­re nach dem Radikalenerlass!
    .
    Eine Beschwer­de beim Bun­des­da­ten­schutz­be­auf­trag­ten ist erfolgt.
    .
    Die Miss­stän­de in unse­rer Repu­blik ist also schwer­wie­gen­der, als von And­rick bereits beschrieben.
    ===========================================================================================
    Mein Kon­takt ist zu fin­den auf: http://​www​.coro​na​-demo​.de
    Wer mich tref­fen, mit mir demons­trie­ren oder öffent­lich einen dis­ku­tie­ren möchte:
    Bonn, jeden Sams­tag 14 Uhr
    Kei­ne Impf­pflicht! http://​www​.coro​na​-demo​.de Sozia­le Zukunft statt Gre­at Reset (WEF)
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  3. Bril­lan­ter Arti­kel und dickes Lob wie­der mal dafür den hier aus­ge­stellt zu haben.
    Auf der Basis kann man Spal­tung kit­ten – aber damit ist dann auch die seit Ende März 2020 erputsch­te Basis der Mehr­heit futsch.
    Wis­sen­schaft könn­te wie­der Wis­sen­schaft werden.

  4. Das Gesche­hen ist nicht nur auf Deutsch­land beschränkt. Über die nicht gewähl­te (!) EU Kom­mis­si­on wer­den uns die Zer­ti­fi­ka­te auf­ge­zwun­gen, mit denen unser gesam­tes Leben kon­trol­liert wird. Das ist bereits so und es wird nur schlim­mer. Die­se Zer­ti­fi­ka­te wer­den über die EU Kom­mis­si­on und die Bun­des­re­gie­rung ver­teilt und damit schein­bar "legi­ti­miert". Wir erin­nern uns an die "Fäl­schun­gen", die schnell ver­bo­ten wer­den muss­ten. Wie auch immer man es von­sei­ten der Bun­des­re­gie­rung (und den Regie­run­gen der ande­ren EU Staa­ten) ver­kau­fen mag, es sind kei­ne staat­li­chen Doku­men­te. Die Kon­trol­le hat ein klei­ner Macht­zir­kel hin­ter Kon­zer­nen wie Black­rock und Micro­soft (auch ein paar euro­päi­sche Kon­zer­ne sind ein­ge­bun­den). Unser Staat löst sich über die EU Kom­mis­si­on auf. Wenn als nächs­tes die Wäh­rung dar­an gekop­pelt wird (Nor­bert Här­ing hat das Vor­ge­hen aus­ge­zeich­net doku­men­tiert), dann hat unser Staat (das sind wir alle) die wich­tigs­ten Auf­ga­ben an ein paar kri­mi­nel­le Super­rei­che abge­tre­ten, die zumeist in den USA sit­zen. Was die Bun­des­re­gie­rung treibt hal­te ich dar­um für Landesverrat.

  5. Ein­spruch: Es han­delt sich hier nicht um ein nur poli­ti­sches Pro­blem. Das Ver­hält­nis von Kör­per und Indi­vi­du­um zur Gesamt­heit, dem Sozia­len als auch der Natur, wenigs­tens als Kon­strukt, ist der Punkt. —da sich hier Men­schen in ihrer Vor­stel­lung nicht mehr eins füh­len mit den oder dem ande­ren führt es sie in die Selbst­zer­stö­rung. —Angst. Krieg. Tod.
    „…das Grau­en“ ( Herz der Fins­ter­nis, J. Conrad)

  6. Hal­lo Herr Aschmoneit,
    die gemein­sa­me Dis­kus­si­on ist ein Ziel der Gemeinwohllobby.
    Wir müs­sen uns wirk­lich die Fra­ge stel­len, wir wir alle zusam­men­le­ben wollen.
    https://​gemein​wohl​-lob​by​.de/

    Sech­zehn Mit­glie­der die­ser Bür­ger­initia­ti­ve gehen am Amts­ge­richt Ber­lin gegen die All­ge­mein­ver­fü­gung zu 2G+ und FFP2 für Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te vor. Sie stel­len Antrag auf Unter­las­sung durch einst­wei­li­ge Anordnung.
    Aus­führ­li­che Rechts­aus­füh­run­gen. Mei­ne heim­li­che Leseempfehlung 🙂 !
    Tro­cken im let­zen Absatz die Anmer­kung, dass der Bun­des­tag bei der Wahl der Bun­des­tags­prä­si­den­tin ver­fas­sungs­wid­rig zusam­men­ge­setzt war und Frau Bas gar nicht legi­ti­miert ist.
    Aber so was von gar nicht.
    https://​gemein​wohl​-lob​by​.de/​w​p​-​c​o​n​t​e​n​t​/​u​p​l​o​a​d​s​/​2​0​2​2​/​0​1​/​B​u​n​d​e​s​t​a​g​-​V​e​r​w​a​l​t​u​n​g​s​s​t​r​e​i​t​s​a​c​h​e​.​pdf

  7. Die Dyna­mik des Zerfalls …

    Car­men Weg­ge (SPD, Juris­tin): „Der Nürn­ber­ger Kodex ist nicht rele­vant für die aktu­el­le Situa­ti­on. (…) Die all­ge­mei­ne Impf­pflicht ist erfor­der­lich, um die Impflü­cke zu schlie­ßen, die wir schlie­ßen müs­sen. Sie bie­tet uns zudem die Chan­ce, noch die Men­schen zu errei­chen, die sich noch nicht radi­ka­li­siert haben und Ver­schwö­rungs­my­then noch nicht zum Opfer gefal­len sind. Den Men­schen, die unsi­cher sind, wird die Impf­pflicht Halt bie­ten; denn wir über­neh­men für sie mit unse­rer Ent­schei­dung Ver­ant­wor­tung. Ja, es gibt Neben­wir­kun­gen der Imp­fung. Aber die Gefahr einer schwe­ren Neben­wir­kung ist schwin­dend gering. (…) Neh­men wir die­se Her­aus­for­de­rung an! Las­sen Sie uns die Pan­de­mie been­den! Wir wis­sen, wie.“
    https://​mul​ti​po​lar​-maga​zin​.de/​a​r​t​i​k​e​l​/​i​m​p​f​p​f​l​i​c​h​t​-​b​r​u​e​cke

    Sieg Hei…tschi

    (Mul­ti­po­lar hat noch mehr von dem fana­ti­sier­ten Geschwätz doku­men­tiert. ZU VIEL)

    1. In den letzten Jahren haben Historiker behauptet, dass das NS-Regime Pionierarbeit in der experimentellen medizinischen Forschung leistete und dass einige Bereiche der Medizin unter dem Nationalsozialismus sogar "aufblühten" - zum Beispiel "der Krieg des Regimes gegen den Krebs, in dem epidemiologische Pionierforschung auf höchstem Niveau betrieben wurde"[6]. So war das nationalsozialistische Deutschland auf dem Gebiet der Epidemiologie weltweit führend, und die nationalsozialistischen Ideologen setzten ihrer Vorstellung von Gesundheit als Gemeinschaftsaufgabe die Überzeugung entgegen, dass der Einzelne mit seinem eigenen Körper nicht machen könne, was er wolle. Insgesamt zeigte der Krieg der Nazis gegen Infektionskrankheiten, dass vermeintlich "gute" Wissenschaft leicht "im Namen antidemokratischer Ideale" betrieben werden konnte. Initiativen im Bereich der öffentlichen Gesundheit wurden nicht nur trotz des Faschismus, sondern auch als Folge des Faschismus ergriffen"[7].

      Laut John Cornwell, dem Autor von Hitlers Wissenschaftlern: Science, War and the Devil's Pact (Wissenschaft, Krieg und Teufelspakt), wurde das politische Programm der Nationalsozialisten unter dem Aspekt der Heilung und des Gegenmittels gesehen. In diesem Zusammenhang wurden die Juden als eine Gefahr für die Gesundheit der deutschen Bevölkerung angesehen. So beklagte Hitler 1925, dass der Staat noch immer nicht über die Mittel verfüge, "der Krankheit Herr zu werden", die "ungehindert in die Blutbahn unseres Volkes" eindringe. Solche Vorstellungen sahen die gesamte deutsche Bevölkerung als Patient des Staates, die Juden als Krankheit und den politischen Führer als wohltätigen Arzt[8].
      Die Vorstellung von den Juden als Überträger einer potenziell tödlichen Krankheit war der biopolitische Inhalt, der sich mit der medizinischen Wissenschaft der Nazis verband. So wurden die Rassengesetze von 1935 vollständig mit dem Bild der Immunität gegen ein tödliches Virus und der Notwendigkeit einer allgemeinen Immunisierung der gesamten Bevölkerung untermauert.

      Die nationalsozialistische Führung hatte von Anfang an die Vorbeugung gegen Infektionskrankheiten zu einer zentralen öffentlichen Aufgabe erklärt, da sie der Überzeugung war, dass die Ursachen von Epidemien durch Impfkampagnen und Sicherheitsmaßnahmen am Arbeitsplatz verhindert werden konnten. Unter den Nationalsozialisten wurden diese Initiativen in bemerkenswerter Weise ausgeweitet"[9] So wurde Hitler bereits 1940 als der große "Heiler" angesehen. Die Juden waren nicht nur eine Bedrohung für die Gesundheit der Gemeinschaft, "sie waren, so wurde behauptet, für die gegenwärtigen Epidemien verantwortlich ... die eine sofortige Isolierung und Quarantäne erforderten - ein entarteter Euphemismus für Ghettos und Lager. In dem pathologischen Paradoxon, das häufig mit der Wissenschaft als Heilsbringer einhergeht, werden die Verfechter des Todes so zu denen, die das menschliche Leben respektieren und bewahren"[10], wie Cornwell betont,

      Nach Hitlers Machtübernahme wurden in der Presse und im Rundfunk Kampagnen für regelmäßige Untersuchungen gestartet. Plakatkampagnen rieten den Männern, ihren Dickdarm so häufig auf Krebs untersuchen zu lassen wie ihre Autos, und den Rauchern, das Rauchen zu unterlassen. In Schulen, in der Armee, in Fabriken und Büros wurden Massenröntgenuntersuchungen durchgeführt. Da der Krieg der Nazis gegen den Krebs auf der Ebene der Vorbeugung und nicht der Heilung geführt wurde, verlagerte sich die Entschlossenheit zum Erfolg von der biomedizinischen Forschung auf Kampagnen im Bereich der öffentlichen Gesundheit, die Erfassung und Analyse von Statistiken oder Epidemiologie und die Überwachung zur Früherkennung[11].

      (übersetzt mit deepl.com)
      https://quadrant.org.au/opinion/society/2021/10/the-new-good-german-and-totalitarian-technocracy/

    2. Wer hat den Poli­ti­kern den Floh von Impflü­cke ins Ohr gesetzt? Die Hersteller?
      Die Impflü­cke dient als Not­wen­dig­keit poli­ti­schen Han­delns als Selbstzweck
      genannt, nie ist mir ein Argu­ment begeg­net, war­um? War­um soll­ten sich Menschen,
      deren fort­lau­fen­de indi­vi­du­el­le Nutzen/Risiko Abwä­gung gegen eine mRNA Injektion
      aus­fällt, jetzt ver­pflich­tend imp­fen lassen?
      .
      Mir kommt bei dem Man­tra "wir müs­sen die Impflü­cke schlie­ßen" die Pannini-Bilder-kauf
      und tausch­wut in den Sinn – Sie fra­gen sich nicht, wel­ches Buch man liest oder kauft,
      son­dern hören erst mit Ihrem Aktio­nis­mus und Geld­aus­ga­be auf, wenn jeder Bürger
      in ihr Impf­ling-Sam­mel-Daten­bank "geklebt" ist und sie ihren Freun­den in ihren Netzwerken
      vor­bild­haf­ten 100% Voll­zug ver­mel­den können.
      .
      Zu "Lücke" und "Infek­ti­ons­schutz" fällt mir dage­gen pri­mär die Defi­zi­te der mRNA Impfstoffe
      bei einer Atem­wegs­er­kran­kung ein. Es soll­te sich rum­ge­spro­chen haben, dass man Bierkästen
      kei­ne Hoch­was­ser­schutz­mau­er err­rich­ten kann, selbst wenn jeder ver­pflich­tet ist, einen Kasten
      mit aufzurichten.
      .
      Last uns der Ablen­kung nicht fol­gen, wie steht es um
      – Sepsisstrategien
      – Kampf gegen Krankenhauskeime/Multiresistente Keime
      – Pflegenotstand
      – Arbeitsbedigungen
      – Fehlmedikamentierung
      – und hun­dert ande­ren wich­ti­gen, aber ver­nach­läs­sig­ten The­men im Bereich Gesundheit?
      .
      Am Sams­tag ant­wor­te­te mir bei der Demo eine 20-jäh­ri­ge Impf­pflicht­be­für­wor­te­rin auf
      mei­ne Gegenargumente:
      sie sei den­noch für eine Impf­pflicht, dann hät­te man es wenigs­tens versucht.
      .
      Ent­ge­gen aller Mel­dung zur Nutzen/Risiko Betrach­tung der mRNA Stoffe,
      die funk­tio­nie­ren nur wenn 100% sich fügen?
      .
      Mein guter Phi­lo­so­phie­leh­rer (aktiv in der SPD) unter­brach jeden Schü­ler, der sag­te "ich glau­be dass…"
      mit den Wor­ten "geglaubt wird in der Kirche!"

      1. @www.corona-demo.de

        "Selbst­zweck"

        So ist es. Mir schei­nen Deut­sche mehr als alle ande­ren ein noto­ri­sches Bedürf­nis nach GLEICHSCHRITT zu haben, nach der EINEN Moral, unter den sie jeden zwin­gen wol­len AM DEUTSCHEN WESEN.…

        Viel­leicht liegt es dar­an, dass Deutsch­LAND eigent­lich eine Erfin­dung ist, eines ver­schla­ge­nen Poli­ti­kers, der einen König zum deut­schen Kai­ser aus­rief und die Kin­der der Unter­ta­nen in Schu­len zwang, um ihnen ein deut­sches Bewusst­sein anzuerziehen.

        Ähn­li­ches ist im übri­gen wie­der im Gang: EU und OECD ent­wi­ckeln ganz offen Erzie­hungs­plä­ne, mit denen die neue welt­wei­te MORAL nun im Detail ein­ge­trich­tert wer­den soll. In der EU ist das als koor­di­nier­ter Ansatz neu (in den USA gibt es das schon län­ger) und wird von Nudge-Teams beglei­tet, die Rezep­te ent­wi­ckeln und Kon­troll­me­tri­ken für den Erzie­hungs­er­folg (um Bil­dung geht es dabei schon lan­ge nicht mehr …).

        Auf­fäl­lig ist, dass Deut­sche ger­ne die "Enabler" spie­len, damals wie heu­te: Hit­ler hat ame­ri­ka­ni­sche Euge­nik-Träu­me begeis­tert umge­setzt, von­der­Ley­en tut es EU-weit, und vom deut­schen Schwab kom­men die Inputs, die der alten Agen­da ähn­lich sind.

        Kann man sagen, dass Deut­sche das Dres­siert­wer­den mehr als die ande­ren ein­fach gewohnt sind? Man hat ihnen die Iden­ti­tät, die gewach­sen nur für Region/Land exis­tier­te, ent­wen­det, und füllt ihnen nach­ein­an­der Deutsch­sein – Arier­sein – Sus­tain­ab­le­se­in ein, und sie jubeln begeis­tert, weil sie ihr HEIL in immer neu­en MORAL-Mas­ke­ra­den suchen?

        1. @asome1: Ist es Zufall, daß pünkt­lich zum Auf­schwung der Bewe­gung auf den Stra­ßen und zu immer lau­te­ren Zwei­feln inner­halb des Sys­tems das Schwarz­ma­len ein­setzt? Wann hat es in der BRD jemals eine sol­che gewal­ti­ge Mas­sen­be­we­gung gege­ben, die über Mona­te hin­weg immer mehr die Debat­te bestimmt? Die Sto­ry, daß Hit­ler eigent­lich nur Hand­lan­ger von US-Euge­ni­kern war und von der Ley­en auf die­sen Spu­ren wan­delt, ist so falsch wie langweilig.

          1. @aa

            Ich bin nicht wirk­lich auf­ge­legt, Ihren Glauben/Informationsmangel zu bekämpfen:
            https://​www​.sfga​te​.com/​o​p​i​n​i​o​n​/​a​r​t​i​c​l​e​/​E​u​g​e​n​i​c​s​-​a​n​d​-​t​h​e​-​N​a​z​i​s​-​t​h​e​-​C​a​l​i​f​o​r​n​i​a​-​2​5​4​9​7​7​1​.​php

            Wich­tig ist es allein des­we­gen, weil es heu­te die sel­ben Leu­te sind, die ihre Tech­no­kra­tie durch­set­zen. Mög­lich ist es nur, weil es "damals" unvoll­stän­dig ver­stan­den wor­den ist, wel­che Rol­le die ame­ri­ka­nisch-ger­ma­ni­sche Koope­ra­ti­on, die im übri­gen seit der Kai­ser­zeit bestand und von Hit­ler "belebt" wur­de, in Sachen Euge­nik und Dezi­mie­rung "unwer­ten" Lebens spiel­te. Des­halb lan­det die Welt gera­de erneut im euge­ni­schen Expe­ri­ment, aller­dings grö­ße­ren Aus­ma­ßes: weil sie es NIE ver­stan­den hat, was "Nazi­ger­ma­ny" eigent­lich war und wer alles dar­an beteiligt.

            1. @some1: Wie kön­nen uns ja dar­auf eini­gen, daß wir bei­de etwas gegen Euge­nik haben, egal woher sie kommt. 

              Ich hal­te wei­ter dar­an fest, daß die Nazis Völ­ker­mord nicht erfun­den, sehr wohl aber die Gas­kam­mern zu höchs­ter Per­fek­ti­on gebracht haben. Und Sie kön­nen es anders wer­ten. Ich bin kein Ver­fech­ter der The­se von den Deut­schen als ein­zi­gen Schur­ken der Welt­ge­schich­te. Allei­ne schon des­halb, weil Kapi­tal mit Nati­on nichts am Hut hat und sich mit Tod und Teu­fel und also auch mit einem aus­län­di­schen Kon­kur­ren­ten ver­bin­det, wenn sei­ne Macht bedroht ist. Chur­chills "Wir haben das fal­sche Schwein geschlach­tet" nach dem 2. WK macht sehr gut deut­lich, daß sich das Kapi­tal, nen­nen Sie es mei­net­we­gen die Eli­ten, nur vor einem fürch­tet, näm­lich dem Ver­lust sei­ner Macht durch alter­na­ti­ve Gesell­schafts­mo­del­le, die damals Sozia­lis­mus hie­ßen. So wie rechts­ra­di­ka­le Aus­län­der­fein­de kein Pro­blem haben, sich mit aus­län­di­schen Aus­län­der­fein­den zusam­men­zu­schle­ßen, haben Poli­ti­ker im Auf­trag ihres Kapi­tals kei­ne Skru­pel, im Zwei­fels­fall mit dem aus­län­di­schen Kon­kur­ren­ten zusam­men­zu­ar­bei­ten. So ist die zeit­wei­li­ge Koope­ra­ti­on von US-Indus­tri­el­len und der NSDAP zu erklären.

              Daß ich die "Impf­kam­pa­gne" nicht für ein Werk von Euge­ni­kern hal­te, mag mei­nem Infor­ma­ti­ons­man­gel geschul­det sein. Dem hat aber noch nie­mand abhel­fen können.

          2. @aa Wie­ler und Sie haben es "nicht nötig", Stand­punk­te zu begrün­den. Aber es lesen ja noch ande­re, daher:

            Der bereits ver­link­te Text ist ein Bei­trag aus dem Buch "Bey­ond Bio­E­thics – Toward a new Bio­po­li­tics" hrsg. von Obasogie/Darnovsky 2019. Oba­so­gie ist Pro­fes­sor an der Uni­ver­si­ty of Cai­for­nia, Dar­nov­sy Exe­cu­ti­ve Direc­tor of the Cen­ter for Gene­tics and Socie­ty. In dem Buch wer­den in Bei­trä­gen ver­schie­de­ner Autoren auch die his­to­ri­schen Ver­bin­dun­gen zwi­schen ame­ri­ka­ni­schen und deut­schen euge­ni­schen Wis­sen­schaft­lern behan­delt und diskutiert. 

            Dass mRNA "nichts" mit Bio­ethik und Human­ge­ne­tik ( = Euge­nik) zu tun hat, kann man frei­lich glau­ben wie auch an Spa­ghet­ti­mons­ter – ratio­nal ist bei­des nicht.

          3. @aa 2 – der poli­ti­sche Teil:

            "Allei­ne schon des­halb, weil Kapi­tal mit Nati­on nichts am Hut hat"

            Das ist ein erstaun­li­ches State­ment von einem His­to­ri­ker. Natio­nen, wie wir sie heu­te ken­nen, sind eine Erfin­dung der bür­ger­li­chen Revo­lu­tio­nen, die die "Rei­che" der Feu­da­len bekämpf­ten. Bür­ger­li­che Revo­lu­tio­nen ver­tre­ten nichts ande­res als die Inter­es­sen des Kapi­tals, das als impe­ria­le Macht (Home­land) fol­ge­rich­tig auch den Natio­nen­ge­dan­ken den in einer Viel­zahl von Krie­gen im Osten unter­le­ge­nen Völ­kern aufzwang.

            1. @some1: Ich stim­me zu, daß dies für die Ent­ste­hungs­pha­se der bür­ger­li­chen Gesell­schaft und eini­ge Zeit danach zutrifft. Man kann unter­schied­li­che Zeit­räu­me benen­nen, in denen sich das änder­te. Schon im ers­ten Welt­krieg, erst recht aber um den zwei­ten her­um, wofür Sie ja ein wich­ti­ges Bei­spiel anfüh­ren, wur­de aber ersicht­lich, daß das Kapi­tal kein Vater­land hat. Krupp belie­fer­te auch Kriegs­geg­ner und US-Indus­tri­el­le sym­pa­thi­sier­ten mit den Nazis. Ade­nau­ers berühm­ter Spruch "Lie­ber das hal­be Deutsch­land ganz als das gan­ze halb" liegt in die­ser Logik. Seit gerau­mer Zeit agie­ren nicht nur Groß­kon­zer­ne inter­na­tio­nal. Nach Bedarf mobi­li­sie­ren sie für ihre Inter­es­sen die Regie­run­gen ihrer "Hei­mat­län­der", in denen ihre Haupt­stütz­punk­te und oft­mals Steu­er­sit­ze lie­gen. Wie Sie aber wie­der­holt fest­ge­stellt haben, nut­zen die Kon­zer­ne zuneh­mend supra­na­tio­na­le Kon­struk­te wie den WEF und haben längst begon­nen, vor­mals nütz­li­che Orga­ni­sa­tio­nen wie die UNO und die WHO für ihre Pro­fit- und Macht­in­ter­es­sen zu instrumentalisieren. 

              Die­se Pro­zes­se sind nicht line­ar, son­dern wider­sprüch­lich. Zur Zeit sehen wir, wie die ein­sei­ti­ge Ori­en­tie­rung auf die Phar­ma- und Digi­tal­in­dus­trie und den mit ihr ver­bun­de­nen Kom­ple­xen zu Kon­flik­ten mit ande­ren Bran­chen wie dem Ein­zel­han­del und Tei­len der Export­wirt­schaft führt. Ein wei­te­res Bei­spiel für die­ses Span­nungs­feld ist die Kon­fron­ta­ti­ons­po­li­tik mit Ruß­land und Chi­na. Sie liegt durch­aus nicht im Inter­es­se aller Kapi­tal­frak­tio­nen in Deutschland.

          4. @aa Das Groß­ka­pi­tal wur­de inter­na­tio­nal in dem Maß, in dem es begriff, dass es sich für sei­ne Zwe­cke die pas­sen­den Natio­nal­staa­ten aus­su­chen kann, in denen es agiert. Es setz­te sich von Klein­bür­ger­tum ab und fing an, sich über­staat­lich zu orga­ni­sie­ren, was auch vor allem damit zu tun hat, dass die Her­kunfts­län­der ihr Trei­ben nicht mehr im Griff hat­ten oder haben woll­ten, denn Dop­pel­funk­tio­nen Poli­tik-Kon­zern waren und sind nicht sel­ten. Das aber bedeu­tet gera­de NICHT, dass Kapi­tal mit Nati­on "nichts am Hut habe", wie Sie behaup­tet haben, son­dern dass es – gera­de! – die Natio­nen benutzt für sei­ne Interessen.

            Chi­na und Russ­land sind ein ande­res, wei­tes Feld, und selbst­ver­ständ­lich ver­sucht das Kapi­tal unab­hän­gig von natio­na­len Kon­kur­ren­zen dort sei­ne Geschäf­te zu machen. Kapi­tal kann mit Zer­stö­rung gut umge­hen: gera­de mas­si­ve Zer­stö­run­gen ermög­li­chen es, die "neue Welt" lukra­tiv auf­zu­bau­en. Ohne Krie­ge zwi­schen Natio­nen müss­te das Kapi­tal sie selbst füh­ren um Platz zu schaf­fen für neue "gute Ideen".

    3. @some1:

      Ich ken­ne das mie­sera­ble Geseie­re der Dame lei­der schon. Was soll man dazu groß sagen? Wenn der Nürn­ber­ger Kodex nicht rele­vant ist ist es eine Car­men Weg­ge erst recht nicht. Tas­sen, Schrank und so…

      1. @d

        Sie haben Recht: die­se Unbe­kann­te ist weni­ger Per­son als Sym­ptom für einen neu­en viel­stim­mi­gen Ruf, der aus den Main­stream­fo­ren erklingt und immer die glei­che Bot­schaft hat:

        Indi­vi­du­el­le Ent­schei­dun­gen abschaf­fen, im Gleich­schritt, MARSCH, weil alles ande­re die neu­en Füh­rer der poli­ti­schen Reli­gi­on über­for­dern wür­de und die Her­de beun­ru­hi­gen, wenn ein Schaf ein wenig anders aus­sieht als sie selbst.

    4. "Die Dyna­mik des Zerfalls …

      Car­men Weg­ge (SPD, Juris­tin): „Der Nürn­ber­ger Kodex ist nicht rele­vant für die aktu­el­le Situa­ti­on. (…) Die all­ge­mei­ne Impf­pflicht ist erforderlich,"

      Schon an der Stel­le könn­te man laut auf­schrei­en!!! Der Nürn­ber­ger Kodex und die MENSCHENWÜRDE sind I‑M-M-E‑R rele­vant. Das gibt es nicht, zu erklä­ren, dass die Men­schen­wür­de hier nicht rele­vant sei. Sowas kön­nen nur Ver­bre­cher sagen. Die Men­schen­wür­de ist in Arti­kel 1 unse­rer Ver­fas­sung ganz vor­ne ver­an­kert, weil sie über allem steht! SIE STEHT ÜBER ALLEM! SIE HAT KEINE GRUNDRECHTSSCHRANKEN, D. H. ES GIBT KEINE AUSNAHMEN.
      DIE MENSCHENWÜRDE IST IMMER EINZUHALTEN!!!!!!

      Wann begrei­fen die das end­lich? Wie mora­lisch ver­kom­men muss man sein, wie wür­de­los und abgrund­tief bös, wenn man anfängt zu argu­men­tie­ren, dass Arti­kel 1 unse­rer Ver­fas­sung hier lei­der nicht gel­te. Was für Verbrecher.
      Die Ver­fas­sung ist für uns alle gemacht und es steht in Arti­kel 1 schwarz auf weiß. Ihr könnt erzäh­len was ihr woll­te. Ich argu­men­tie­re in Bezug auf die Men­schen­wür­de nicht. Die Men­schen­wür­de gilt IMMER. Auch wenn ihr die Leu­te so lan­ge drang­sa­liert, bis sie sich frei­wil­lig umbrin­gen oder frei­wil­lig einer Sprit­ze unter­zie­hen, bis ihr sie so lan­ge aus der Gesell­schaft aus­schließt, dass sie nicht mehr leben wol­len. Auch wenn ihr mit allen Mit­teln gegen die­se Men­schen­wür­de ver­stoßt! Ihr seid im Unrecht und begeht damit Verbrechen.

    5. Ja rich­tig. Geschwätz.
      Es wird ver­sucht, eine vor­ge­ge­be­ne Agen­da plau­si­bel durchzusetzen.
      Und zwar trotz geschwol­le­nem Duk­tus erkenn­bar inhalts­los, unlo­gisch und nicht überzeugend.
      Wenn das eine Eli­te sein soll, müs­sen wir sie schnell loswerden.

  8. And­ricks Aus­füh­run­gen hal­te ich für im wesent­li­chen falsch. Er scheint nicht zu wis­sen, dass die Ver­fas­sung Abwehr­rech­te gegen den Staat for­mu­liert. Wer das "ver­gisst" und dar­aus eine Dul­de­pflicht des Bür­gers macht, hat den Sinn die­ser Ver­fas­sung ver­kehrt und macht einen Gesin­nungs­staat dar­aus – so oder so. Das gab es schon einmal .…

    Auch, dass die mora­li­sche Pflicht über Geset­zen stün­de, ist eine Aus­sa­ge, die es vor knapp 90 Jah­ren schon mal so gab. 

    Ich habe manch­mal den Ein­druck, dass Deutsch­land lan­ge drauf war­ten muss­te, bis es nun end­lich – hur­ra! – wie­der rück­fäl­lig wer­den darf. Dass die Geg­ner die­ses Rück­falls aller­dings Phi­lo­so­phen sind und außer einer vagen Erin­ne­rung an Kant nur Stuhl­kreis und "Gesprächs­the­ra­pie" vor­brin­gen, ist ein gewal­ti­ger Qua­li­täts­ver­lust gegen­über so man­chen dama­li­gen Ana­ly­sen der Geg­ner des Faschis­mus: die wuss­ten wenigs­tens noch, womit sie es zu tun haben.

    1. @gelegentlich

      Wo soll ich anfan­gen, wo auf­hö­ren? Z.B. damit:

      Ohne mora­li­sche Urtei­le als maß­geb­lich zu akzep­tie­ren, kön­nen wir im Fal­le der gesetz­li­chen Bedro­hung von Frei­heit und Men­schen­wür­de einer über­grif­fi­gen Regie­rung nicht Herr wer­den. Die Ver­fas­sung eint in die­sem Not­fall die Gesell­schaft, indem sie das Akzep­ta­ble durch in ihrem Wesen mora­li­sche Urtei­le beschränkt.

      Es ist doch gera­de die Regie­rung, die die Ein­schrän­kung von Grund­RECH­TEN MORALISCH begrün­det mit der Behaup­tung, sie sei nicht nur berech­tigt, son­dern ver­pflich­tet, das Leben der Bevöl­ke­rung schüt­zen (= DAS steht in kei­nem Gesetz, dass sie das ist. Sie ermäch­tigt sich dazu aus MORALISCHEN Grün­den, auch wenn die vor­ge­scho­ben sind). Wie kommt man als Phi­lo­soph dazu, das GG für eine "mora­li­sches Doku­ment mit juris­ti­scher Funk­ti­on" (?) zu hal­ten und im Wider­spruch zu den Geset­zen – es ist doch selbst eins.

  9. "Deutsch­lands Ver­fas­sungs­kri­se besteht dar­in, dass die Regie­ren­den und man­che Intel­lek­tu­el­le die Bevöl­ke­rung nach Begrif­fen der Moral in Frak­tio­nen unter­teilt haben, die nun sogar als Grund­la­ge recht­li­cher Dis­kri­mi­nie­rung dienen."

    Kor­rekt. Es wer­den im Prin­zip wie­der Men­schen­grup­pen als 'nicht teil­neh­mens­wert' an der Gesell­schaft von der Obrig­keit und Medi­en eti­ket­tiert. Sie müs­se man mit allen Mit­teln und ohne rote Lini­en bekämp­fen. Denn sie sei­en "die Bösen", die­je­ni­gen, die in der Gesell­schaft nichts mehr zu suchen hät­ten. Wenn man Ver­glei­che zur Ver­gan­gen­heit zieht (nicht von den Ergeb­nis­sen her und Maß­nah­men, son­dern vom Geist, dem die­ses Vor­ge­hen ent­springt) wird man sofort als Nazi und Holo­caust­leug­ner hin­ge­stellt. Es wird einem unmög­lich gemacht, auch an eine Moral der ande­ren zu appelieren.

    Man selbst wird mit mora­li­schen Schmä­hun­gen und Belei­di­gun­gen über­sät (unso­li­da­risch, Men­schen wür­den wegen einem ster­ben, aso­zi­al usw.), wenn man aber die Gegen­sei­te dar­auf hin­wei­sen will, dass sie selbst Din­ge betreibt, die sehr unmensch­lich sind und der Men­schen­wür­de und den Grund­rech­ten zuwi­der­lau­fen, wer­den weder die­se Sach­ar­gu­men­te ange­hört und das Moral­ar­gu­ment wird sofort mit "Holo­caust­leug­ner) mund­tot gemacht.
    Wir leben also in einem Land, in dem man wie­der die größ­ten Ver­bre­chen bege­hen kann und die­je­ni­gen, die sie bege­hen, genie­ßen Nar­ren­frei­heit, mit der Begrün­dung (?), dass Anders­den­ken­de nichts zu mel­den haben, weil sie pau­schal böse und im Unrecht sei­en und ja schon bereits vor­her fest­steht, dass so etwas in Deutsch­land nie­mals wie­der pas­sie­ren kön­ne und wer es auch nur wagt, Par­al­le­len anzu­deu­ten wird sofort mund­tot gemacht und mit mora­li­schen Keu­len nie­der­ge­knüp­pelt. Es ist zum Ver­zwei­feln. Man könn­te gan­ze Bücher dar­über schreiben.

    Es ist unfass­bar, dass die­ses Vor­ge­hen nicht bes­ser durch­schaut wird. Aber die Moral­keu­le und der Kon­for­mis­mus zie­hen gut, sind offen­bar sehr attrak­tiv, weil offen­bar ein Groß­teil der Deut­schen unbe­dingt zu "den Guten" gehö­ren möch­te und es des­halb für legi­tim hält, "Böse" aus­zu­gren­zen bis zur Unmensch­lich­keit. Dass man selbst so der­ma­ßen into­le­rant und böse ist, mag aber nie­mand ertra­gen, also wird es wie­der abge­spal­ten und auch noch das auf die "Impf­geg­ner" pro­ji­ziert, die dann die Ultra­bö­sen und Into­le­ran­ten sind. Weil man es bei sich selbst nicht aus­hält anzusehen.

    Eigent­lich soll­te unse­rer Grund­ge­setz (!) genau so etwas ver­hin­dern. Eigent­lich soll­ten unse­re Gerich­te ver­hin­dern, dass noch­mal ein Unrecht pas­siert, wel­ches dar­auf grün­det, dass
    – der Kon­for­mis­mus lei­tend wird
    – die Mensch­lich­keit und Men­schen­wür­de ver­ra­ten werden.

    Alles geschei­tert. Statt­des­sen scheint es von den Zusam­men­hän­gen noch per­fi­der zu wer­den. Dass Men­schen, die auf die­se uner­träg­li­chen Zustän­de (die nicht nur gegen die Men­sche­ne­wür­de, son­dern auch gegen unse­re juris­ti­schen Grund­sät­ze ver­sto­ßen) mit der Moral­keu­le als Holo­caust­leug­ner und Anti­se­mi­ten atta­ckiert wer­den, ist für die­se kaum noch zu ertra­gen. Man sieht, wie das Unrecht und die Bös­ar­tig­keit wie­der in Deutsch­land Fuß fas­sen. Man hat gelernt, dass so etwas auf deut­schem Boden und über­haupt in der Welt nie wie­der pas­sie­ren darf, man ist mutig und spricht es an, weil man sich der Men­schen­wür­de und den Grund­rech­ten ver­pflich­tet fühlt – UND wird dann wirk­lich bru­talst bekämpft. Es wird einem das ver­dreht, was man vor­brin­gen möchte. 

    Es sind hier psy­cho­lo­gi­sche Mecha­nis­men am Werk, die man durch­aus durch­schau­en kann. Aber man kann die­je­ni­gen, die in ihrer Dis­so­zia­ti­on drin­ste­cken, nur ganz schwer dort herausbekommen. 

    Bit­te mehr muti­ge Men­schen in hohen Posi­tio­nen, die auf die­se Zusam­men­hän­ge hin­wei­sen. Es kann doch nicht sein, dass wir wie­der dem Kon­for­mis­mus und Her­den­trieb und der blin­den Hörig­keit gestat­ten, dass die Mensch­lich­keit und Wür­de des Men­schen ein­ge­stampft wird.

  10. Im Kern eine gute Dia­gno­se. Wir opfern Men­schen und ihre Gesund­heit, um eine Natur­ge­walt zu besänf­ti­gen. In der gegen­wär­ti­gen Pha­se trifft der Tod sehr weni­ge. Es scheint sogar ein Zufall zu sein und das "Über­le­ben" hat die legi­ti­mie­ren­de Wir­kung eines so genann­ten "Got­tes­ur­tei­les". Das wird sich verstärken.
    Der "Witz" dabei ist, die Natur­ge­walt ist kaum prä­sent, rafft sie doch allen­falls die eh stark geschwäch­ten dahin, ent­spre­chend des unab­wend­ba­ren natür­li­chen Todes. der "Coro­na­vi­rus" wird vom mensch­li­chen Immun­sys­tem schnell unter Kon­trol­le gebracht, epi­de­mio­lo­gisch gese­hen. Die meis­ten Men­schen sind vor wie nach Coro­na bereits mehr­fach erkrankt und genesen.
    Eine Imp­fung die das Ergeb­nis nur nega­tiv beein­flus­sen kann, ist kein Imp­fung, wenn schon die dras­tisch gestei­ger­te Sym­pto­ma­tik dage­gen spricht.
    Wem nutzt es? Es nutzt all den­je­ni­gen, wel­che über Kapi­tal ver­fü­gen, wel­ches gemes­sen an frü­he­ren Maß­stä­ben im Ver­hält­nis zu Infla­ti­on, kei­nen nen­nes­wer­ten "Gewinn" mehr ein­fah­ren kann, die so genann­te Ren­di­te. Den­nen wur­de ein künst­li­cher Absatz­markt geschaf­fen, wel­cher über Poli­ti­ker durch extrems­te Kre­di­te Unter­neh­mens­mo­del­le finan­ziert, wel­che über kur­ze Zeit­räu­me lukra­ti­ve Ren­di­ten gene­rie­ren. Die Kre­di­te sind Steu­er­mit­tel und beru­hen auf der noch nicht erbrach­ten Arbeits­leis­tun­gen Aller.
    Das heisst dass im Bezug zu einem Ver­ein etwa, die Poli­ti­ker die Kas­sen­war­te wären, wel­che das Ver­eins­ver­mö­gen den reichs­ten 3% der Ver­eins­mit­glie­der nebst Kre­dit­wür­dig­keit und Haft­zungs­leis­tung des Ver­eins exklu­siv zur Ver­fü­gung stel­len wür­den. Das wäre natür­lich unfair gegen­über den 97%, zumal im Bezug auf Akti­en ehe­dem kei­ne Wert­schöp­fung mit in Ver­bin­dung steht. Alles Heis­se Luft und die hat's schein­bar in sich.

    Ein Sozi­al­geld­emp­fän­ger wie auch immer, erreicht nicht bloss das Leis­tungs­ni­veau eines Anle­gers, sie/er ver­ur­sacht weni­ger wirt­schaft­li­chen Scha­den. Es ist das sich stark ver­än­dern­de Ver­hält­nis von Pro­duk­ti­vi­tät und Kapi­tal­ein­satz, wel­ches den Men­schen ober­fläch­lich vor­gau­kelt Kapi­tal kön­ne Gewin­ne gene­rie­ren. Das ist falsch. Das kann es nicht. Das kann nur die Wertschöpfung.

    Eine Imp­fung die nicht wirkt, erhält kei­ne Arbeits­kraft. Eine Imp­fung die krank macht, schä­digt Arbeits­kraft. Mei­nes Erach­tens ist das "Spiel" der glo­bal akti­ven Größt­un­ter­neh­men leicht durch­schau­bar. Die Pro­duk­tiv­kräf­te wer­den welt­weit "opti­miert" und "abge­schie­den". Das ist für die Besit­zer und Mana­ger der Welt­un­ter­neh­men nichts wei­ter als ein öko­no­mi­scher Vor­gang. Kein poli­ti­scher! Daher liegt die Lösung des Pro­b­le­mes ver­mut­lich in der Poli­tik. Sie steht der­zeit im "Ange­stell­ten­ver­hält­nis der Welt­kon­zer­ne", und erkennt dar­in noch nicht ein­mal den Fehler.

    Klei­ne Recht­schreib­feh­ler kor­ri­gie­re ich nun aber wirk­lich nicht mehr. Das bezahlt mir ja schliess­lich auch kein Schwein. 😀

  11. Ergän­zend sei­en noch die Mis­sio­na­re betrachtet.

    Mis­sio­na­re sind für ihre Mis­si­on aus­ge­bil­de­te Men­schen die aus tiefs­tem Her­zen von ihrer Mis­si­on über­zeugt sind (zumin­dest vorgeblich).

    Aus die­sem Grund sind sie fähig und bereit, ver­schie­dens­te Metho­den anzu­wen­den, um das See­len­heil zu ver­brei­ten, Men­schen vor der Ver­derb­nis zu ret­ten, Ungläu­bi­ge oder Falsch­gläu­bi­ge zu bekeh­ren – oder andern­falls ande­re vor deren schäd­li­chen Ein­flüs­sen zu bewahren.

    Das ers­te, mil­des­te Mit­tel ist Über­zeu­gung durch (mehr oder weni­ger freund­li­che) Über­re­dung. Wenn die Gegen­sei­te (etwa Indi­os) ver­stockt ist, nutzt man auch die mit den Mis­sio­na­ren immer mit­zie­hen­de mili­tä­ri­sche oder behörd­li­che Gewalt. Aber auch die Metho­den des Lügens und des Betrugs ist den Mis­sio­na­ren nicht fremd. Denn es ist ja für "das Gute". 

    Für Mis­sio­na­re sind natür­lich auch Recht, Gesetz, Grund- und Men­schen­rech­te kei­ne "roten Lini­en". Aber wenn sie sich die­se Mit­tel zurecht­bie­gen kön­nen, nut­zen sie die natür­lich. Die dar­aus ent­ste­hen­de inne­ren Wider­sprü­che wer­den durch eine angeb­li­che kur­ze Zeit­wei­lig­keit oder angeb­lich kon­trol­lier­te, beschränk­te Anwen­dung zu Peti­tes­sen her­un­ter­ge­wür­digt. Schnel­le, lau­fen­de Geset­zes­la­ge-Ände­run­gen, "Anpas­sun­gen", machen jede juris­ti­sche Prüf­mög­lich­keit zur Farce. …

    Willst Du wis­sen, ob Du in einem wenigs­tens rudi­men­tärs­ten Rechts­staat lebst, so füh­re eine All­tags­hand­lung aus und über­le­ge Dir, ob Du Dir sicher sein kannst, dass Du die­se Hand­lung rechts­kon­form aus­führst. Musst Du aktu­el­le Tages­zei­tung, Smart­phone, "News" oder Com­pu­ter her­an­zie­hen, so befin­dest Du Dich nicht ein­mal in einem nur ansatz­mä­ßi­gen Rechts­staat son­dern in einem Unrechts­staat. Denn in einem Rechts­staat muss ein Bür­ger jeder­zeit wis­sen kön­nen was Recht ist und was nicht, ohne dafür aktu­el­les Kalen­der­da­tum und aktu­el­len Stand­ort berück­sich­ti­gen zu müssen.
    (Natür­lich gilt hier die Regel, nicht die Aus­nah­me. Und es geht um harm­lo­se All­tags­hand­lun­gen wie vor die Tür gehen, ein zuge­las­se­nes Medi­ka­ment im Inter­net bestel­len, spa­zie­ren gehen … Wenn man geset­zes­kon­form mit einer Waf­fe bedroht wer­den kann, weil man zB zufäl­lig auf den schö­nen Ost­fil­tern einen Besuch macht und abends noch auf die Stra­ße, spa­zie­ren geht …)

  12. Zu "Das Ende der Repu­blik", der obe­re Abschnitt.

    Die Zeit des Abso­lu­tis­mus oder genau­er der Mon­ar­chien und des Des­po­tis­mus war nach mei­nem Ver­ständ­nis nach nicht bloss geprägt von "Rechts­gläu­big­keit" und reli­giö­sem Kon­for­mis­mus im Wett­ei­fer. Eher waren die Herr­schafts­be­din­gun­gen direkt ver­mit­telt wor­den, weil sei­tens der Herr­schen­den kaum Ursa­che zur Ver­schleie­rung bestan­den hat. Der "Lehns‑, Adels­herr oder Mon­arch, Graf etc." konn­te rück­sichts­los jeder­mann behan­deln wie es ihm gera­de in den Sinn kam. Natür­lich pas­sier­te das in der Regel vor dem Hin­ter­ge­dan­ken der Auf­recht­erhal­tung von Hege­mo­nie und im Eigennutz.
    Man muss – so mei­ne ich – berück­sich­ti­gen, so unver­ständ­lich das heut­zu­ta­ge auch klin­gen mag, daß die Kir­che im Mit­tel­al­ter der mit Abstand stärks­te "Anwalt" der Armen und der Schwa­chen gewe­sen ist, zum Schutz vor welt­li­cher Gewalt. Wie bereits gesagt, es ist Heu­te schwer zu ver­ste­hen. Wir schei­nen zu glau­ben dass der Libe­ra­lis­mus ein natür­li­cher Grund­zu­stand sei. Das ist mei­nes Erach­tens so nicht.
    Manch­mal scheint es daß das wor­in wir zurück­zu­fal­len dro­hen, die "Indus­tria­li­sie­rung" nach rück­wärts zu über­sprin­gen gedenkt! Das ist doch weit mehr als nur Bedenklich.

  13. Zu "Kol­lek­ti­ve Gesprächstherapie"

    Alle Ver­samm­lungs­ver­bo­te jed­we­der Art sind sofort auf­zu­he­ben. Der Rest stellt sich von allei­ne wie­der ein. Nor­ma­li­tät ohne Ein­fluss­nah­me heilt (the­ra­piert) sich selbst. Die "See­len­klemp­ner" brau­chen wir wo Anders wohl.

  14. "So wie rechtsradikale Ausländerfeinde kein Problem haben, sich mit ausländischen Ausländerfeinden zusammenzuschleßen, haben Politiker im Auftrag ihres Kapitals keine Skrupel, im Zweifelsfall mit dem ausländischen Konkurrenten zusammenzuarbeiten. So ist die zeitweilige Kooperation von US-Industriellen und der NSDAP zu erklären.

    Daß ich die "Impfkampagne" nicht für ein Werk von Eugenikern halte, mag meinem Informationsmangel geschuldet sein. Dem hat aber noch niemand abhelfen können."

    Replik:

    Die Interessengemeinschaft Farbenindustrie AG, besser bekannt als IG Farben, war ein deutscher Chemie- und Pharmakonzern, der 1925 gegründet wurde. Die IG Farben entstand aus der Fusion von sechs einzelnen Chemieunternehmen - BASF, Bayer, Hoechst, Agfa, Chemische Fabrik Griesheim-Elektron und Chemische Fabrik vorm.

    Zwei Jahre später, 1927, ging die IG Farben eine Partnerschaft mit Standard Oil ein (einer der größten Ölraffinerien der Welt, gegründet von John D. Rockefeller), um Patente auszutauschen und die Wirtschaft auf beiden Seiten des Atlantiks zu beherrschen. Standard Oil übermittelte der IG Farben ihre Patente für das Kohlehydrierungsverfahren, und die IG Farben bot im Gegenzug ihre eigenen Patente für das Verfahren zur Herstellung von synthetischem Kautschuk an.

    Einige Jahre nach der Zusammenarbeit mit Standard Oil beteiligte sich die IG Farben an der Gründung des Konzentrationslagers Auschwitz, wo sie jüdische Gefangene als Sklavenarbeiter zur Herstellung von synthetischem Kautschuk und Flüssigbrennstoffen einsetzte. Nach Kriegsende verurteilte das Nürnberger Kriegsverbrechertribunal 24 IG-Farben-Manager wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit, darunter Massenmord und Sklaverei. Die meisten von ihnen wurden jedoch innerhalb von 2 bis 6 Jahren freigelassen und begannen sofort als Berater für amerikanische Agrartechnikunternehmen zu arbeiten.

    Die IG Farben und ihre Partnerunternehmen, zu denen auch Bayer gehörte, waren Hitlers Lieferanten von Zyklon-B, einem zyanidhaltigen Pestizid, das zur Ermordung der Juden in den Vernichtungslagern eingesetzt wurde. 1948 wurde das IG-Farben-Urgestein und NS-Parteimitglied Fritz ter Meer wegen "Massenmordes und Versklavung" zu sieben Jahren Gefängnis verurteilt. Nach seiner vorzeitigen Entlassung im Jahr 1950 wurde er Vorstandsvorsitzender von Bayer, eine Position, die er bis 1964 innehatte. Die heutige "Bayer Science & Education Foundation", eine Initiative, die Stipendien an Chemiestudenten vergibt, wurde ursprünglich zu Ehren von ter Meer gegründet.

    Nach der Fusion mit Monsanto in einem 62-Milliarden-Dollar-Deal wurde Bayer zum größten Agrarchemieunternehmen der Welt (die Übernahme wurde von den europäischen Steuerzahlern finanziert, ohne dass diese etwas davon wussten).

    Monsanto, ein amerikanischer Agrarchemiegigant und Massenproduzent von gentechnisch veränderten Nutzpflanzen, wurde 1901 von John Francis Queeny gegründet. Das erste Produkt des Unternehmens war der künstliche Süßstoff Saccharin, den es an Coco-Cola verkaufte. Im Jahr 1977 schlug die FDA vor, die Verwendung von Saccharin einzuschränken, da Forschungsergebnisse darauf hindeuteten, dass sein Verzehr mit einem erhöhten Krebsrisiko, vor allem für die Harnblase, verbunden war. Saccharin wird nicht nur mit einem erhöhten Krebsrisiko in Verbindung gebracht, sondern künstliche Süßstoffe aller Art werden auch mit erhöhten Raten von Diabetes, Fettleibigkeit, Darmdysbiose sowie mit einer Beschleunigung von Arteriosklerose und Alterung in Verbindung gebracht.

    Während des Zweiten Weltkriegs trug Monsanto zur Forschung für das Manhattan-Projekt bei, das schließlich zur Entwicklung der Atombomben führte, mit denen Tausende unschuldiger Menschen in Japan ermordet wurden.
    https://www.newbraveworld.org/rockefeller-agribusiness-2/ (Auszug, übersetzt mit deepl)

    Schlussfolgerung:

    Sie haben unrecht. So ist die Zusammenarbeit NICHT zu erklären.

  15. Falls es noch irgend jeman­den gibt, der das The­ma noch nicht über hat, hier eine all­ge­mein­ver­ständ­li­che Erklä­rung, was Euge­nik ist und wie sie sich von Eutha­na­sie unterscheidet.

    Euge­nik ist im Grun­de ein tief huma­nis­ti­scher Gedan­ke. Huma­nis­mus basiert auf der Idee, den Men­schen durch Bil­dung und Erzie­hung zu ver­edeln. Seit Dar­win schien es den Wis­sen­schaft­lern denk­bar, die­se Ver­bes­se­rung nicht nur durch Bil­dung, son­dern durch bio­lo­gi­sche Selek­ti­on herbeizuführen. 

    Dabei unter­schei­det man posi­ti­ve von der nega­ti­ven Euge­nik: die posi­ti­ve will die erwünsch­ten Erb­an­la­gen för­dern. Nega­ti­ve Euge­nik kon­zen­triert sich dar­auf, die uner­wünsch­ten zu beseitigen. 

    Seit der Geburts­stun­de der Euge­nik in UK (Gal­ton, der Cou­sin Dar­wins hat den Begriff erfun­den und ein umge­hend Insti­tut zur Erfor­schung gegrün­det), beschäf­tig­te sich die Euge­nik über­wie­gend mit den Kri­te­ri­en, das in ihren Augen Nega­ti­ve aus­zu­son­dern, und es dau­er­te nicht lan­ge, bis Zwangs­ste­ri­li­sa­tio­nen im Gespräch waren und auch die Eutha­na­sie, was die Tötung uner­wünsch­ter Per­so­nen bedeutet.

    Damit ein­her ging vor allem auch: die daten­mä­ßi­ge Erfas­sung der "rele­van­ten" Merk­ma­le einer Bevöl­ke­rung, was ins­be­son­de­re gesund­heit­li­che, ras­si­sche und men­ta­le Merk­ma­le umfasste.

    Nach­dem die Deut­schen im letz­ten Jahr­hun­dert die­se Kon­zep­te "in Ver­ruf brach­ten", war die Euge­nik erst mal vom Tisch, vor­der­grün­dig. Die Wis­sen­schaft­ler jedoch forsch­ten wei­ter dar­an, und ent­schlüs­sel­ten das mensch­li­che Genom eben­so, wie mit CRISSPR Tech­ni­ken gefun­den wur­den, ziel­ge­rich­tet uner­wünsch­te Gene auszutauschen.

    Das offi­zi­el­le Argu­ment für Euge­nik, die heu­te Human­ge­ne­tik heißt, ist heu­te stets, man kön­ne damit alle seit­her unheil­ba­ren Krank­hei­ten hei­len – die Metho­den wur­den gefun­den, und es sei eine Fra­ge der Zeit, bis das in aller Brei­te zum Nut­zen der Mensch­heit ange­wandt wer­den könne…

    Was Bio­ethik eigent­lich bedeu­tet, ist die Beschäf­ti­gung mit der Fra­ge, WER DAS ENTSCHEIDEN dür­fen soll! Soll es einen oder meh­re­re wohl­mei­nen­de Her­ren geben, die den Durch­blick haben, was der Gesamt­heit der Mensch­heit (!) bekommt mit der mög­li­chen Fol­ge, dass – Sie und ich nicht dazugehören? 

    Könn­te es auch ein bös­wil­li­ger Dr. No sein, der ger­ne die Art als sol­che kräf­tig redu­zie­ren will, bevor er mit den Ver­blei­ben­den einen bes­se­ren Stamm nach sei­nen Vor­stel­lun­gen erzeugt? 

    Die eine Mög­lich­keit, die heu­te immer weni­ger im Gespräch ist, ist die, dass das JEDERMANN selbst für sich ent­schei­den soll. Für einen Euge­ni­ker, der den Pla­ne­ten ver­bes­sern will, ist das ein dum­mer Gedan­ke, denn was der Ein­zel­ne will scheint ihm schon heu­te so unver­nünf­tig zu sein, dass er nicht wirk­lich ein Inter­es­se haben kann, dass er Ein­zel­ne wei­ter­hin über sein Geschick entscheidet.

    So ist und bleibt die zen­tra­le Fra­ge des Huma­nis­mus wie der Euge­nik nicht nur, was als erwünscht und was als uner­wünscht im Sin­ne "des Pla­ne­ten" zu gel­ten hat, son­dern auch, WER dar­über zu ent­schei­den hat.

    Das ist der Grund, wes­halb die Holo­caust-Mah­ner nicht auf das Mas­sa­ker, son­dern auf die feh­len­de frei­wil­li­ge Ein­wil­li­gung als DAS Holo­caust-Merk­mal ver­wei­sen. Wer die Ent­schei­dung über den eige­nen Kör­per – ganz oder in Tei­len – dem Ein­zel­nen ent­zieht, IST auf dem Weg des Euge­ni­kers, unab­hän­gig davon, ob die­ser "schon soweit ist" wie die Nazis oder nicht.

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