Dilek K. vom Bahnhof Zoo ist ernüchtert

morgenpost.de (17.9., Bezahlschranke)

»Um mehr Menschen von der Corona-Impfung zu über­zeu­gen, hat sich Berlin mit krea­ti­ven Aktionen betei­ligt. Doch die Bilanz fällt ernüch­ternd aus…

Am Freitagnachmittag besuch­te Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) den Berliner Zoo, in dem ab dem frü­hen Morgen die ers­ten 300 Besucherinnen und Besucher frei­en Eintritt hat­ten – sofern sie sich vor dem Elefantentor imp­fen lie­ßen. Ähnlich wie bei den ande­ren Aktionen fiel das Ergebnis aber dort ernüch­ternd aus: Lediglich 22 Personen lie­ßen sich von den Ärzten immunisieren.

Kalayci: „Wir haben viel angeboten, sehen aber keinen Anstieg bei der Impfquote“

„Wir kön­nen nicht zufrie­den sein“, sag­te Kalayci. „Wir haben viel ange­bo­ten, sehen aber kei­nen Anstieg bei der Impfquote.“ Noch immer gebe es in Berlin etwa 22 Prozent, die nicht geimpft sind. Das sind rund 800.000 Bürgerinnen und Bürger.

Kalayci sag­te, sie bli­cke mit Sorge auf den Herbst. Ohne deut­lich mehr Impfungen droh­ten erneut Corona-Einschränkungen. Erst wenn min­des­tens 80 Prozent der Bevölkerung geimpft sei­en, kön­ne man sich ent­span­nen. Sie hof­fe, dass es jetzt eine gesell­schaft­li­che Debatte über die Wichtigkeit der Impfung gebe. Es müs­se ein Ruck durch die Gesellschaft gehen… 

Insgesamt wurden mehr als 1000 Menschen geimpft

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) war einer der Träger, die in die­ser Woche vie­le Aktionen gesteu­ert haben. Deren Präsident Mario Czaja sag­te: „Wir haben ins­ge­samt pro Tag Menschen im mitt­le­ren Hunderterbereich geimpft, das heißt, wir rech­nen nach der Woche mit weit mehr als 1000 Impfungen.“ Aus sei­ner Sicht ist das durch­aus ein Erfolg.

Die Impfkampagne sei in Berlin an einen Punkt ange­kom­men, wo mehr Überzeugungsarbeit geleis­tet wer­den müs­se, sag­te er…

Die Erkenntnis des DRK sei, Impf-Aktionen funk­tio­nie­ren nicht in Gegenden, wo sich weni­ge Menschen auf­hal­ten. Da hel­fe es auch nicht, wenn Ärzte an unge­wöhn­li­chen Orten impf­ten. Auf dem Ausflugsdampfer auf der Spree sei­en kei­ne zehn Impflinge erschie­nen. „Impfen ist kein Selbstläufer“, so Czaja…

Es bleibt die Frage: Wer sind die vie­len Ungeimpften? Cornelia Betsch, Professorin für Gesundheitskommunikation an der Universität Erfurt, hat her­aus­ge­fun­den, dass es sich dabei vor allem um Schwangere, Jüngere, Frauen und Menschen mit nied­ri­gem Bildungsgrad han­delt. Von den Ungeimpften wür­den sich 20 Prozent noch eine Spritze abho­len, sie haben es bis­her nur noch nicht geschafft. Für sie sei­en die nied­rig­schwel­li­gen Angebote genau der rich­ti­ge Weg.

Impfwoche geht noch weiter

Viele Menschen, die nun an den Impf-Aktionen teil­nah­men, nann­ten als Grund, dass der Senat das 2G-Optionsmodell ein­ge­führt habe. Sie haben Angst, als Ungeimpfte nicht mehr in ihre Kneipe oder Restaurant ein­ge­las­sen zu werden.

Die Impfwoche geht am Wochenende wei­ter. An die­sem Sonnabend kön­nen Bürgerinnen und Bürger kos­ten­frei das Museum für Naturkunde an der Invalidenstraße in Mitte besu­chen – nach­dem sie sich vor Ort imp­fen las­sen…«

Das ist das mit den aus­ge­stor­be­nen Dinosauriern.

27 Antworten auf „Dilek K. vom Bahnhof Zoo ist ernüchtert“

  1. "– Berthold M. sag­te es auf mei­ne Frage, ob er an die stän-dige Dauer des Regimes glau­be : „Knif !“ Und indem der
    etwas gespiel­te spöt­ti­sche Gleichmut nun doch in Erbitte-rung über­ging, die ihrer­seits wie­der­um ver­bor­gen wer­den muß­te, denn so erfor­der­te es das Berliner Bushido, setz­te er mit ener­gi­sche­rer Betonung hin­zu : „Kakfif !“ Ich sah ihn fra­gend an, und er erklär­te her­ab­las­send, ich sei eben ein Provinzler gewor­den und wüß­te gar nichts mehr von Berlin : „Alle Welt sagt das bei uns täg­lich ein Dutzendmal. ‚Knif ‘ heißt : ‚Kommt nicht in Frage‘ und Kakfif :‚Kommt
    auf kei­nen Fall in Frage‘ !“
    Victor Klemperer, LTI,
    Notizbuch eines Philologen

  2. »Es müs­se ein Ruck durch die Gesellschaft gehen… «

    Liest die Frau hier heim­lich mit? Oder ihre PR-Strateg*innen? Vor kur­zem habe ich hier genau den Witz in einem Kommentar gemacht: »Es muss ein (Impfd)Ruck durch Deutschland gehen«.

    Das ist doch Verhöhnung. Man kann sich gar kei­nen Schwachsinn mehr aus­den­ken, der nicht eine Woche spä­ter schon Realität ist …

  3. "Noch immer gebe es in Berlin etwa 22 Prozent, die nicht geimpft sind" – also sind schon 78 % geimpft!
    "Erst wenn min­des­tens 80 Prozent der Bevölkerung geimpft sei­en, kön­ne man sich entspannen."
    Ich kann mir beim bes­ten Willen kei­nen Schwelleneffekt aus­den­ken, bei dem genau die feh­len­den 2% (!) eine "Entspannung" erzeu­gen könnten.

    1. Vor allem sind die­se Schwellwerte voll­kom­men aus der Luft gegrif­fen. Im letz­ten Jahr hieß es noch, man kön­ne das Virus nicht lau­fen las­sen, bis ca 65 % auf natür­li­che Weise Immunität erwor­ben hät­te. Vor einem Jahr war die Schwelle bei noch weni­ger als 70 % und sie wur­de nun suk­zes­siv gesteigert.

    2. @Thomas Traber, @Johannes Schumann
      Häppchenweise an die 100% ran­fut­tern, scheib­chen­wei­se die Menschen ver­ar­schen. Je klei­ner die Gruppe der Verweigerer wird, des­to bes­ser kann man den Rest gegen sie auf­het­zen und eine Pflicht durchdrücken.

      1. an Felix:
        Ich fürch­te die­se Taktik wird angewendet.
        Außerdem glau­be ich den Angaben über die Quote nicht.
        Ich den­ke die wird nach Bedürfnis nach oben oder unten propagiert.

  4. Eigentlich hat das was sehr trau­ri­ges, dass Menschen an sich einen medi­zi­ni­schen Eingriff vor­neh­men las­sen, weil sie sonst nicht mehr in ein Restaurant ein­ge­las­sen wer­den. Das hat etwas zutiefst wür­de­lo­ses, wenn das das Motiv dahin­ter ist. Mir tun die­se Menschen sehr leid, weil sie offen­kun­dig kei­ne Werte im Leben haben und sich offen­bar in Vollendung nur über Konsum defi­nie­ren können.

    1. Mir hat die­se Tante Dilek Kalayci – Senatorin für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung – eine Einladung zur 3. Impfung ins Haus geschickt. Was soll denn das hei­ßen "Pflege und Gleichstellung ? Das alles ohne Datum.
      Dann woll­te ich mich "pflicht­be­wusst" über die­se Impfung auf­klä­ren las­sen, was eine Desaster war, denn der Arzt hat­te 0 Ahnung.
      Kein Wunder, dass da kei­ner mehr kommt.

      Diese bösen Querdenker !!!! Bald wird man sie einsperren.

          1. Danke ! Sie schei­nen es als auch nicht zu wissen.
            Werde also am Montag im "Gesundheitsministerium" anrufen.
            Wenn die aller­dings genau­so­viel wis­sen, wie die Ärzte, ste­he ich so dumm da wie zuvor.

        1. @Andybody Mit dem Link haben haben Sie mich wirk­lich gut auf­ge­klärt, vie­len Dank, allein mir fehlt der Glaube.…

          Die Ungeimpften sind schon mal nicht "gleich " gestellt.

    2. Ich emp­fin­de es auch als ent­wür­di­gend, mir eine Substanz, die ich medi­zi­nisch gese­hen weder brau­che noch will, sprit­zen zu las­sen, um am gesell­schaft­li­chen Leben teil­zu­neh­men. Ich wür­de auch mei­nem Frisör nicht mei­nen Impfpass zei­gen wol­len, das kommt mir wahn­sin­nig ernied­ri­gend vor.
      Aber den ande­ren Standpunkt kann ich auch ver­ste­hen: eine älte­re Dame, Witwe, mit sehr sozia­lem Leben: Kirche, hilft Kindern in der Bibliothek und der Hausarbeitenbetreuung, geht ins Fitnesstudio und ins Konzert, hilft bei Stadtfesten und ande­ren Wohltätigkeitsveranstaltungen, nimmt an Diskussionsveranstaltungen teil etc. Ohne Impfung gin­ge das nicht. Sie ist mit offe­nen Augen auf die Erpressung ein­ge­gan­gen, um noch was vom Leben zu haben. Sonst wür­de sie jetzt allei­ne zu Hause sitzen.
      Ich per­sön­lich fra­ge mich, ob man nicht statt Impfung auch "Schutzgeld" zah­len könnte?

  5. Ham die" Zaubermittel " aus der Hexenküche ihre Wirkung ver­sagt? Dafür gibt´s sicher vie­le Gründe; zB. FALSCHE INTERESSENGRUPPEN? Oder FALSCHE AUSRICHTUNG DER INTERESSEN? Oder FALSCHE ANREIZE? Oder MANGELNDE TRANSPARENZ UND RAFFGIER? , um nur eini­ge zu nen­nen. Ich den­ke, die Liste lie­ße sich end­los fortführen.

    1. Ich auch. ich hof­fe nur, dass eini­ge Geschäfte für Grundnahrungsmittel sich nicht ver­bie­ten las­sen, auch Ungeimpfte in ihr Geschäft zu lassen.

      Es könn­te aller­dings dar­auf hin­aus­lau­fen, dass Ungeimpfte nur zu bestimm­ten Zeiten ein­kau­fen dür­fen, um den Geimpften und den Genesenen nicht ins Gehege zu kommen.

      1. @Weißer Rabe… „es könn­te sein, „dass Ungeimpfte nur zu bestimm­ten Zeiten ein­kau­fen dür­fen“… oh, das wäre cool. Dann könn­te man die Gleichgesinnten im Supermarkt ken­nen­ler­nen und sich für wei­te­re Treffen verabreden…

        1. Meine Äußerung bas­siert auf eine Meinung eines Supermarktangestellten.

          Das fän­de ich auch toll, dann kann man sich bei den Geimpften nicht mehr anste­cken und man lernt viel­leicht inter­es­san­te Leute kennen.

  6. "Wer sind die vie­len Ungeimpften? Cornelia Betsch, Professorin für Gesundheitskommunikation an der Universität Erfurt, hat her­aus­ge­fun­den, dass es sich dabei vor allem um Schwangere, Jüngere, Frauen und Menschen mit nied­ri­gem Bildungsgrad handelt. "

    "Menschen mit nied­ri­gem Bildungsgrad" – der Schenkelklopfer!

    Deckt sich zwar nicht mit mei­nen Erfahrungen, aber was soll's. Wenn die Professorin für Gesundheitskommunikation das so sagt, wird's wohl stimmen.

    1. "Menschen mit nied­ri­gem Bildungsgrad"

      Es ist ein­fach eine boden­lo­se Frechheit, was die­ses Weib behauptet.

      Was sind Menschen mit nied­ri­gem Bildungsgrad ?
      An was misst sich ein Bildungsgrad ?

      1. Und die jun­gen Männer schei­nen sich aus der Sicht die­ser "Psychologen" alle den Pieks sez­ten las­sen zu wollen.

        Hoffentlich arbei­tet sie nicht als Therapeutin.

  7. Oha, da wäre der Aufenthaltsort für frisch Geimpfte ja pas­send ausgesucht:
    Das Museum für Naturkunde in der "Invalidenstraße"‼️
    Sollten sich Impf- Komplikationen erge­ben, lie­ße sich im Museum gleich eine Sonderabteilung für mRNA- Experimente und ihre Auswertung ein­rich­ten (für ange­hen­de Pathologen/ Virologen/ Pharmakologen).…. – Sarkasmus aus!

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