»Es ist dasselbe Phänomen, von dem etwa People of Color berichten, wenn es darum geht, dass weiße Menschen ihren eigenen Rassismus nicht erkennen.«

Im Rah­men der "Auf­ar­bei­tungs­dis­kus­si­on" der "Ber­li­ner Zei­tung" fällt die­ser Satz in einem Bei­trag der bereits seit lan­ger Zeit recht kri­ti­schen Redak­teu­rin Ruth Schnee­ber­ger. Man liest dort am 8.12.22 unter der Über­schrift "Unge­impf­te sind unmög­lich behan­delt wor­den – doch Unver­söhn­lich­keit ist falsch":

»Wenn die­ser Tage von der nöti­gen Auf­ar­bei­tung des Unrechts der ver­gan­ge­nen fast drei Jah­re die Rede ist, dann fra­gen sich immer noch zu vie­le Men­schen hier­zu­lan­de: Wel­ches Unrecht? 

Vie­len ist es offen­bar unrecht, sie an ihr eige­nes Ver­hal­ten zu erin­nern, etwa gegen­über Unge­impf­ten. Das ist nach­voll­zieh­bar. Ers­tens wird man natur­ge­mäß nicht ger­ne an eige­ne Feh­ler erin­nert, zwei­tens den­ken sich bis heu­te noch vie­le: Was für Feh­ler? Das liegt unter ande­rem dar­an, dass man das Unrecht, das Unge­impf­ten vor allem ver­stärkt von Herbst 2021 bis Früh­ling 2022 wider­fah­ren ist, viel­leicht schwer nach­voll­zie­hen kann – wenn man nicht betrof­fen war oder ist.

Es ist das­sel­be Phä­no­men, von dem etwa Peo­p­le of Color berich­ten, wenn es dar­um geht, dass wei­ße Men­schen ihren eige­nen Ras­sis­mus nicht erken­nen. Es ist auch das­sel­be Phä­no­men, das auf­trat, als die MeToo-Bewe­gung groß wur­de: Man erin­ne­re sich dar­an, wie vie­le Män­ner sich auf­rich­tig ver­wun­dert die Augen rie­ben über die Dar­stel­lun­gen von Frau­en, die täg­lich von ande­ren Män­nern beläs­tigt wur­den – in der U‑Bahn, in der Uni, in der Knei­pe, bei der Arbeit. Und immer wie­der auf der Stra­ße

Zu vie­le Man­dats­trä­ger haben eine wah­re Het­ze öffent­lich betrie­ben und Unge­impf­te für das Fort­schrei­ten der Pan­de­mie ver­ant­wort­lich gemacht, ihnen ihre Rech­te abge­spro­chen, ihnen ihre Jobs und teils Exis­ten­zen genom­men, sie gezielt aus­ge­grenzt. Man­che gin­gen noch wei­ter und for­der­ten ihren Aus­schluss aus der medi­zi­ni­schen Ver­sor­gung, die Ver­wei­ge­rung von Behand­lung im Krank­heits­fall. All die­ses Unrecht muss drin­gend auf­ge­ar­bei­tet werden…

Die­se Auf­ar­bei­tung betrifft auch man­che Unge­impf­ten selbst. Vie­le von ihnen waren fried­lich und woll­ten sich ein­fach nur nicht imp­fen las­sen. In einem auf­ge­klär­ten Staat muss das mög­lich sein, egal wel­cher Not­stand auch immer gera­de aus­ge­ru­fen wird – und wie es aus­sieht, könn­te das in Zukunft noch der eine oder ande­re sein –, sich kei­ner medi­zi­ni­schen Zwangs­be­hand­lung unter­zie­hen zu müs­sen, deren Fol­gen man zudem natur­ge­mäß selbst nicht abse­hen kann.

Doch bei allem Unrecht, das Unge­impf­ten wider­fah­ren ist, dür­fen sie eines nicht tun: Jetzt gna­den­los zurück­schla­gen. In ihrem Furor, den man­che nicht zu Unrecht in sich tra­gen, so unter­lie­gen etwa das medi­zi­ni­sche Per­so­nal und auch die Feu­er­wehr noch bis Janu­ar der unsin­ni­gen ein­rich­tungs­be­zo­ge­nen Impf­flicht, machen vie­le den Feh­ler, im Rück­blick rest­los alle zu Schul­di­gen zu erklä­ren: alle Medi­en, die gesam­te Poli­tik, alle Mit­men­schen. Das ist der fal­sche Weg.

Es gab zu gro­ße und zu lau­te Tei­le von Poli­tik, auch Poli­zei und Jus­tiz, Wis­sen­schaft und vie­ler Medi­en, die uni­so­no in das Horn der Ent­rech­tung der Unge­impf­ten gebla­sen haben. Es gab aber dem­ge­gen­über auch eine kri­ti­sche Mas­se von Deut­schen, die die teils über­zo­ge­nen Maß­nah­men und auch die Het­ze gegen Unge­impf­te eben nicht mit­ge­tra­gen haben, dar­un­ter beson­ders vie­le aus dem so ger­ne geschmäh­ten Osten des Landes…

Ungeimpfte sind keine „Nazis“ und keine Corona-Leugner

Ande­re wären ger­ne auf die Stra­ße gegan­gen, woll­ten aber nicht als „Nazis“ gebrand­markt wer­den – eine Zuschrei­bung, mit der man so vie­les Unlieb­sa­me in die Ecke stel­len kann, allein weil es auch jemand von der AfD sagt oder weil Rech­te Unzu­frie­de­ne und Demos für ihre Zwe­cke nut­zen. Dabei ist die Poli­tik selbst schuld dar­an, wenn sie miss­lie­bi­ge The­men der AfD über­lässt und sie damit erst groß macht…

Auch die Medi­en sind nicht über einen Kamm zu sche­ren. Ja, es gab deut­lich zu vie­le zuvor seriö­se Blät­ter und Leit­me­di­en, die sich in Hof­be­richt­erstat­tung gera­de­zu über­bo­ten haben. Aber es gab auch die ande­ren Zei­tun­gen, die sich nach einer gewis­sen Ori­en­tie­rungs­pha­se, die jedem in Kri­sen­zei­ten zuge­stan­den wer­den soll­te, klar gegen über­trie­be­ne Maß­nah­men posi­tio­niert oder auch von Anfang an bei­de Sicht­wei­sen zuge­las­sen haben. Das darf nicht in Ver­ges­sen­heit geraten…

Vor allem aber in Bezug auf die Unge­impf­ten hat sich die Ber­li­ner Zei­tung wenig vor­zu­wer­fen. Seit Juli 2021 haben wir so vie­le kri­ti­sche Bei­trä­ge dazu gebracht wie kaum eine ande­re Zei­tung, wir haben – gegen auch inne­re Wider­stän­de – früh über uner­wünsch­te Impf­ne­ben­wir­kun­gen berich­tet. Und auch ver­schie­de­ne Mit­be­wer­ber haben – vor allem bezüg­lich der Maß­nah­men­po­li­tik – sehr schar­fe und deut­li­che Kri­tik an der Regie­rung geübt.

Wäre all das nicht der Fall gewe­sen und hät­te es in Deutsch­land kei­ne kri­ti­sche Öffent­lich­keit auch unter Tei­len der Geimpf­ten gege­ben, dann hät­ten wir hier­zu­lan­de heu­te eine all­ge­mei­ne Impf­pflicht. Ver­ab­schie­det spä­tes­tens im Früh­jahr 2022 durch all­zu eil­fer­ti­ge Politiker.

Damit dies nicht noch in Zukunft für ande­re Impf­stof­fe rea­li­siert wird und die Gesell­schaft wie­der zuein­an­der­fin­den kann, braucht es nun Ver­nunft und einen kla­ren Blick. Auf­ar­bei­tung first, unbe­dingt. Aber dann auch bit­te irgend­wann mal wie­der eine Ver­söh­nung. Oder wollt ihr das­sel­be tun, das ihr den ande­ren zu Recht vor­werft, lie­be Unge­impf­te: die ande­ren für immer aus­zu­gren­zen?«

Da ist etwas dran, vor allem an der Reihenfolge.

34 Antworten auf „»Es ist dasselbe Phänomen, von dem etwa People of Color berichten, wenn es darum geht, dass weiße Menschen ihren eigenen Rassismus nicht erkennen.«“

  1. Ich stel­le das The­ma Ver­söh­nung hier mal zur Sei­te für Fol­gen­des: Gegen­über sehr vie­len Men­schen sehe ich – trotz ver­ein­zel­ter Teil-Ein­ge­ständ­nis­se – nach wie vor kei­ner­lei Grund­la­ge, ihnen etwas zu glau­ben und ihnen zu vertrauen.

  2. Kürz­lich wur­de so ein Ras­sis­musse­mi­nar in mei­nem Umfeld ange­bo­ten – sel­bes Wor­ding " PoC " und " wei­ße Men­schen, die ihren Ras­sis­mus nicht erkennen ".

    Also, mir stel­len sich da jedes­mal die Nacken­haa­re auf. 

    Rein­far­big "Wei­ße " sind an ihrer Haut­far­be gegen­über " PoC " zu unterscheiden.
    "Wei­ße" sind von Natur aus Ras­sis­ten, was sie aller­dings auf­grund ihrer Makel nicht erken­nen kön­nen. Des­halb müs­sen sie über ihre Makel belehrt werden.
    Was gelehrt wird ist rassistisch.

    1. @Info: Ich bezweif­le, daß sol­cher Quatsch gelehrt wird. Und irgend­wie bestä­tigt die­ser Kom­men­tar, was in dem Arti­kel zu Selbst­ge­rech­tig­keit ver­mu­tet wird.

      1. @aa: Ja, ich habe ein Extrem for­mu­liert. Sicher­lich unter­schei­den sich die Inhal­te von Rassismusseminaren. 

        Nach mei­nem Emp­fin­den fin­det, auch auf die­sem Gebiet, spä­tes­tens seit der
        "Black Lives Mat­ter" / " White Lives Mat­ter "-Zeit, eine sehr unge­sun­de Ent­wick­lung statt. Die stört mein mora­li­sches emp­fin­den, des­halb die auf­ge­stell­ten Nackenhaare.

    2. Das The­ma ist zu 100% Dis­se ver­kom­men und erreicht weder Ras­sis­ten noch "PoC". Alles Quatsch – Sorry!

      Ver­ar­schung auf hohem Niveau – naja rela­tiv hohem Niveau 😀

      Natür­lich beschreibt @Info da etwas – völ­lig rich­tig – was Ver­fech­ter unger­ne nur nie­der­ge­schrie­ben sehen. Nar­ra­ti­ve in Wort und Schrift! Das is nix für Verschwörerer

  3. Ja, die Rei­hen­fol­ge ist reich­tig und gut. Ja, auf die Zivil­ge­sell­schaft und das ganz per­sön­li­che Umfeld bezo­gen ist ein sol­ches Vor­ge­hen die ein­zig gang­ba­re Mög­lich­keit. Die Beto­nung liegt hier aber auf "per­sön­li­chem Umfeld". Täter, die ihre media­le Reich­wei­te für über­zo­ge­ne For­de­run­gen und aktiv auf­wig­le­ri­sche Auf­ru­fe miss­braucht haben, soll­ten die­se Auf­ar­bei­tung jedoch mit der Hil­fe rechts­staat­li­cher Orga­ne absol­vie­ren müs­sen. Es kann nicht sein, dass ver­all­ge­mei­nern­de Dif­fa­mie­run­gen und der Vor­wurf straf­ba­rer Hand­lun­gen bis hin zu Ter­ror­vor­wür­fen gegen fast ein Vier­tel der Bevöl­ke­rung ohne juris­ti­sche, sozia­le und finan­zi­el­le Kon­se­quen­zen bleiben.
    Im pri­va­ten Bereich soll­ten beruf­li­che Nach­tei­le auf dem Gerichts­we­ge aus­ge­gli­chen wer­den – und sei es eine erwei­ter­te Abfin­dung falls bereits neue Arbeits­ver­hält­nis­se existieren.

  4. gibt es eine "ver­söh­nung" mit der autorität?
    "Ver­söh­nung": "fried­vol­le Bei­le­gung von Strei­tig­kei­ten oder Zer­würf­nis­sen; ent­ge­gen­kom­men­de Ver­stän­di­gung mit Geg­nern oder Feinden
    Syn­onym zu Aussöhnung
    ver­söh­nen Vb. älter ver­süh­nen ‘einen Streit zwi­schen Geg­nern schlich­ten, Frie­den zwi­schen jmdm. (sich) und ande­ren stif­ten’, ahd. fir­suo­nen ‘süh­nen, aus­glei­chen’ (9. Jh.), mhd. ver­süe­nen, ver­suo­nen, (md.) ver­sū­nen ‘süh­nen, gut­ma­chen, aus­glei­chen, stil­len’, mnd. vor­sȫ­nen, ver­soe­nen, vorsuͤnen, mnl. ver­soe­nen, ver­sue­nen, nl. ver­zoe­nen sind ver­stär­ken­de Prä­fix­bil­dun­gen zu dem unter Süh­ne (s. d.) behan­del­ten Verb sühnen."

    es gab den ver­such, das recht auf die unver­sehrt­heit des kör­pers per macht­wort zu brechen.
    das macht­wort gehört zu einer ideo­lo­gie: no-covid, vak­zi­nis­mus, zu einem geschäfts­mo­dell: impf-abo.

    ver­söh­nung bedeu­tet: ein streit wird geschlich­tet: das kriegs­beil wird begra­ben: ich war nicht im krieg.
    ich wur­de zu einem objekt gemacht, zu einer sache.
    geset­ze kön­nen geset­ze brechen.
    der staat, die gesell­schaft, wur­den zu her­ren über leben und tod: das virus ist der tod: alle müs­sen vor dem tod geschützt werden.
    der staat wur­de zu einem ver­fol­ger: ver­söh­nung bedeutet:
    dem ver­fol­ger wird die ver­fol­gung unmög­lich gemacht.
    ver­söh­nung bedeu­tet: es muß wie­der ver­trau­en her­ge­stellt wer­den, es muß eine sicher­heit her­ge­stellt wer­den gegen die "all­zu eilfertige(n) Poli­ti­ker", gegen Pro­pa­gan­da, gegen die staatsräson.

    die pro­pa­gan­da: der zweck hei­ligt die mit­tel. wenn die lüge nützt, wird gelo­gen, wenn dis­kri­mi­nie­rung nützt, wird ausgegrenzt.

    auf­ar­bei­tung: was ist das nar­ra­tiv? was ist die gemein­sa­me basis?
    die töd­lichs­te pan­de­mie aller zei­ten, die eine "ori­en­tie­rungs­pha­se" lang, auch unrecht recht­fer­tigt, erlaubt?
    oder, die abschaf­fung der gesund­heit zur bewäl­ti­gung einer kapi­ta­lis­ti­schen kri­se? / "Bevöl­ke­rungs­re­duk­ti­on"?
    umbau des gesund­heits­sys­tems, des staats­we­sens, im welt­wei­ten wettbewerb?
    ist die "pan­de­mie" und die "Feh­ler" ihrer Hand­ha­bung, aus medi­zi­ni­scher oder aus öko­no­mi­scher Sicht aufzuarbeiten?
    hier gibt es kei­nen kon­sens, den­ke ich, und des­halb auch kei­nen ansatz einer "Aus­söh­nung", denn ich lebe in einer ande­ren Welt als Men­schen, die eine tod­brin­gen­de Seu­che über­lebt haben, wobei halt auch die ner­ven blank lagen.

  5. Durch­aus rich­ti­ge Wor­te. Aber gera­de der letz­te Absatz macht sie im Grun­de wie­der zunichte.
    "Aber dann auch bit­te irgend­wann mal wie­der eine Ver­söh­nung. Oder wollt ihr das­sel­be tun, das ihr den ande­ren zu Recht vorwerft"
    Genau sol­che For­mu­lie­run­gen sind es, die kei­ne wirk­li­che Reue oder gar eine Ent­schul­di­gung erken­nen las­sen. Am bes­ten den zwei­ten Schritt vor dem ers­ten machen. Und sub­til denen, die den größ­ten Scha­den hat­ten, wie­der mora­lisch kom­men und ihnen ten­den­zi­ell ein schlech­tes Gewis­sen einreden.
    So wird das ganz bestimmt nichts mit der 'Ver­söh­nung'.
    Solan­ge da nicht irgend­wann auch mal ein biß­chen Demut (ich mei­ne nicht Unter­wür­fig­keit), Beschei­den­heit und Zurück­hal­tung erkenn­bar wird und solan­ge nie­mand von den Ver­ant­wort­li­chen um Ver­zei­hung bit­tet, ohne zu erwar­ten, daß dies akzep­tiert wird, sind sol­che Wor­te für mich letzt­lich nur Lippenbekenntnisse.

  6. Aus mei­ner Sicht sind das Pro­blem nicht die geimpf­ten oder unge­impf­ten Men­schen, son­dern die Poli­ti­ker, Medi­en, Unter­neh­mer, Staats­kir­chen usw., die die Spal­tung und Het­ze ver­ur­sacht und aus­gie­bigst betrie­ben haben. Und die soll­ten mal ganz schnell ECHTE Reue zeigen..

  7. Nach­trag :
    Es ärgert mich – ehr­lich gesagt – maß­los, wie lapi­dar in sol­chen Tex­ten mit den Aus­wir­kun­gen der letz­ten 3 Jah­re umge­gan­gen wird. Schein­bar Ver­ständ­nis demons­trie­rend und sich kri­tisch zei­gend, aber dann direkt vom Gegen­über etwas fordernd.
    Ja, es mag sein, daß die BZ durch­aus kri­ti­sche Arti­kel ver­öf­fent­licht hat, sie hat sich aber genau­so regel­mä­ßig des übli­chen Framings bedient. Und das, was in den letz­ten Jah­ren pas­siert ist, waren kei­ne Lap­pa­li­en. Neben den sozia­len Ver­wer­fun­gen ist mir per­sön­lich mei­ne beruf­li­che Exis­tenz will­kür­lich rui­niert wor­den. Von den see­li­schen Aus­wir­kun­gen ganz zu schwei­gen. Da kann man nicht mal eben hin­ge­hen und einen Gegen­vor­wurf brin­gen "Aber von der ande­ren Sei­te sind auch Feh­ler gemacht wor­den !". Das macht auf mich den Ein­druck, als ob sich hier jemand geis­tig und ratio­nal über­le­gen wähnt.
    Bezeich­nend auch, daß sie v.a. 'Man­dats­trä­ger' als Schul­di­ge her­an­zieht, aber die eige­ne Rol­le (bzw. die auch ihres eige­nen Medi­ums) wei­test­ge­hend ausspart.
    Mir fehlt da irgend­wie die Glaubwürdigkeit.

    1. @ Bri­an

      Sehr gut ange­merkt – sehe ich genau so !

      Nach­dem vie­le der Coro­na-Jün­ger Opfer ihrer eige­nen Angst wur­den und in die­ser Emo­ti­on so ziem­lich jedes Ver­bre­chen abge­seg­net hät­ten, kommt jetzt die Ratio­na­li­sie­rung, um alles schnell hin­ter sich zu lassen.

      Das Gan­ze gip­felt in der FORDERUNG zur Versöhnung.

      ("Die klei­nen Ver­schwö­rungs-Kin­der sol­len sich mal nicht so haben und wie­der brav und artig sein".)

      Die Autorin möch­te kom­pe­tent und objek­tiv erschei­nen, hat aber die Kern­pro­ble­ma­tik nicht ver­stan­den und macht dabei noch die glei­chen Feh­ler, wel­che sie (halb­her­zig) kri­ti­siert, indem sie erha­ben (bis über­heb­lich) und auto­ri­tär ent­schei­det, was man jetzt zu tun hat.

      Sol­che "Auf­klä­rer" braucht niemand.

    2. Dan­ke! Das sehe ich ähnlich.
      Und wür­de noch wei­ter gehen:
      Will die Frau Schnee­ber­ger da nun für sich und ihren Arbeit­ge­ber einen Per­sil-Schein, weil die Ber­li­ner Zei­tung ab und an mal was 'Kri­ti­sches' ver­öf­fent­lich hat (wie vie­le ihrer Lese­rIn­nen sind des­halb eigent­lich davon gelau­fen? Wie vie­le hat sie hin­zu gewon­nen?) unter all dem regime­treu­en Propagaga-Schrott? 

      ARD und ZDF haben eben­falls (wenn auch sel­te­ner und ent­le­ge­ner) immer wie­der ein­mal in den ferns­ten Fer­nen ihrer Inter­net-Prä­sen­zen 'Kri­ti­sches' berich­tet, das dem "Nar­ra­tiv" wider­sprach – ganz sicher, um sich irgend­wann mal dar­auf zurück­zie­hen zu können. 

      Die Ber­li­ner Zei­tung hat das ein klei­nes biss­chen muti­ger – viel­leicht aber auch nur ein klei­nes biss­chen stra­te­gisch anders rech­nend – getan.
      Gleich­wohl: Auch sie – Ver­le­ger und Redak­ti­on, ein­zel­ne Hetz­jour­na­lis­tIn­nen – muss sich ent­schul­di­gen, nach­dem sie glaub­wür­dig doku­men­tiert hat, wo sie versagte!
      Und die kön­nen sich jetzt nicht hin­ter frem­den Fei­gen­blät­tern verstecken!

      (Es ist alles so wider­lich! Die­ses gan­ze Gefa­sel von "Ver­söh­nung"! Zwei Jah­re lang sind Men­schen hier­zu­lan­de zu Un-Men­schen erklärt und ent­spre­chend ver­teu­felt wor­den – ZWEI JAHRE LANG! Und nun sol­len die­se Men­schen mal eben sofort Ver­söh­nung akzep­tie­ren, vor allem Schuld­be­kennt­nis derer, die sie zu Un-Men­schen dekla­rier­ten und verteufelten?!)

      1. @Witwesk, lie­be:

        .… zwangs­fi­nan­zier­ten, regime­treu­en Pro­pa­gan­da­schrott, bit­te! Soviel Zeit soll­te sein.

        Was die "Schwamm-drü­ber-Tak­tik" angeht, da hat das Regime (!) auf "gute Erfah­rungs­wer­te" zurück­grei­fen kön­nen. "Gut" dabei, natür­lich nicht im Mora­li­schen gemeint. Schon klar! Wirk­lich lächer­lich aber ist – in Deutsch­land selbst – die Zusam­men­hän­ge nicht rich­tig deu­ten zu wol­len. Da sind wir Alle schein's die Büt­tel unse­rer Her­ren. Für- oder Gegen‑, Nar­ra­tiv­ler oder Wider­stand. Tut mir sehr Leid, aber die offen­kun­di­ge Vor­ge­hens­wei­se unse­rer Herr­schaf­ten könn­te kla­rer fast nicht sein. Das mei­ne ich durch­aus auch auf die Hal­tung dahin­ter bezogen.

        Einst nann­te man es Schafs­pelz, heu­te sagt man – glau­be ich – "WOK" dazu. War­um, das habe ich noch nicht so rich­tig ver­stan­den. Scheint aber irgend­wie "der heis­se Scheiss" zu sein.

        Any­way – es scheint ver­bockt (und zwar tüchtig)

  8. Ori­en­tie­rungs­pha­se? Mit dem nöti­gen(!) Scharf­sinn, der nöti­gen Urteils­kraft, dem nöti­gen Geschmack konn­te jeder von Anfang an wis­sen, dass ein übles Spiel gespielt wur­de. Vie­len Men­schen ist gro­ßes Unrecht ange­tan und schwe­res Leid zuge­fügt wor­den. Die Grund­la­gen des gesell­schaft­li­chen Zusam­men­le­bens (Wahr­heits­lie­be, Ver­trau­en, gegen­sei­ti­ger Respekt) sind zer­stört wor­den. Das muss benannt wer­den. Mit wem soll sich der­je­ni­ge, der mit dem Rücken zur Wand steht, denn 'aus­söh­nen'? Mit blo­ßen 'Ent­schul­di­gun­gen' kom­men wir, schnel­ler als wir den­ken, in ähn­lich fata­le Situa­tio­nen und nie aus der anhal­ten­den heraus.

    1. Genau! Wenn es wei­ße Men­schen gibt dann gibt es auch Schwar­ze. Und wenn wir die Schwar­zen nicht Schwar­ze nen­nen dür­fen dann ver­bit­te ich mir uns als wei­ße Men­schen zu bezeichnen.

  9. Sie übt sich auch in Selbst­ge­rech­tig­keit, wenn Sie meint ein paar kri­ti­sche Bei­trä­ge seit 6 / 21 wären genug. Ich fin­de ihren Ansatz gut, aller­dings müss­te ja erst mal aner­kannt wer­den, daß es ja nicht nur um sog. Unge­impf­te geht, son­dern vor allem gegen die die kri­tisch waren, und zwar so sehr, daß Kri­ti­sche meist geschwie­gen haben.
    ich bin daher eher Bonel­lis Mei­nung (poli­tisch und in vie­lem ande­ren bin ich ande­rer Mei­nung als er):
    https://​www​.you​tube​.com/​w​a​t​c​h​?​v​=​h​C​L​D​G​M​H​A​6Ck

  10. Univ.-Doz. DDr. Rapha­el Bonel­li beschäf­tigt sich mit der Fra­ge, ob wir die Gescheh­nis­se der letz­ten Jah­re ein­fach ver­ge­ben und ver­ges­sen kön­nen. Was braucht es für eine Wiedergutmachung? 

    Tran­skript. Auszug:

    „In den letz­ten drei Jah­ren ist etwas pas­siert, was eine mas­si­ve­re Dimen­si­on hat, und was eine extre­me gesell­schaft­li­che Schuld ist, die jetzt wie ein Damo­kles­schwert über der Gesell­schaft schwebt, und eigent­lich die Gesell­schaft wei­ter spal­tet, weil eine gar nicht mal klei­ne Minderheit
    extrem dis­kri­mi­niert und schlecht behan­delt wur­de und eine Mehr­heit halt mit­ge­macht hat, und eini­ge weni­ge extrem davon pro­fi­tiert haben, und teil­wei­se mit Falsch­mel­dun­gen ihren Pro­fit in die Höhe geschraubt haben. Mit soge­nann­ten Fake-News, wobei sie die Fake-News den ande­ren unter­stellt haben. All das ist pas­siert, und das wis­sen wir heu­te. Das wird lang­sam offen und die Fra­ge ist, wie kann man das verzeihen?

    Die sit­zen jetzt auf ihren Geld­ber­gen und sagen: Tun wir halt so als wär nix passiert.
    Das ers­te und wich­tigs­te ist, dass es offen gelegt wird.
    Ich will das wirk­lich von den Massenmedien
    aner­kannt haben. Das ist ein Teil der Auf­ar­bei­tung. Wir haben auch nach dem zwei­ten Welt­krieg nicht ein­fach wei­ter­ge­macht, son­dern es war wich­tig-das die Men­schen in die KZ gehen muss­ten und sich anschau­en muss­ten, was ist da pas­siert? Das war wich­tig.- Was mach ich aber mit einem ver­stock­ten Täter?
    Auf kei­nen Fall kann man so tun als wär nichts passiert!
    (Für den Täter): Von Her­zen bereu­en und ver­su­chen wie­der gut­zu­ma­chen. Die Ver­stor­be­nen kannst du nicht wie­der leben­dig machen, aber for­mu­lier mal, dass du Pro­fit gemacht hast auf Kos­ten von Men­schen und dich noch dazu als guten Men­schen bezeich­net hast, ande­re Men­schen, kri­ti­sche Men­schen, dis­kri­mi­niert hast, schlecht gemacht hast.

    Was ist mit den Opfern, die ihren Job ver­lo­ren haben, die gemobbt wurden?

    Gar nicht zu reden von den gesund­heit­li­chen Schäden?
    Am Ende des Tages: Reue, Beken­nen und Wie­der­gut­ma­chung. Das braucht es. Den Haf­tungs­aus­schluss den man­che Täter sich erpresst haben, den wür­de ich rück­gän­gig machen.
    Das fin­de ich extrem wider­lich und gruselig.“ 

    https://​www​.you​tube​.com/​w​a​t​c​h​?​v​=​h​C​L​D​G​M​H​A​6Ck

    1. @Soll den…: Sagt einer, der auf Geld­ber­gen sitzt, die er ver­dient mit PR, egal ob gegen "Imp­fung", "Gen­der­wahn" oder "Reli­gi­ons­feind­lich­keit"… Wenn ich eines gelernt habe in den letz­ten zwei­ein­halb Jah­ren, dann schär­fer nicht nur dar­auf zu ach­ten, was jemand sagt (den zitier­ten Aus­sa­gen könn­te ich über­wie­gend zustim­men), son­dern mit wel­cher Inten­ti­on und mit wel­chem Back­ground. Das gilt in der Bla­se als selbst­ver­ständ­lich bei der Inter­pre­ta­ti­on "der ande­ren Sei­te", wird aber auf der eige­nen mit Nase­rümp­fen quit­tiert oder gleich mit dem Spaltungs-Vorwurf.

      1. Bei Gesin­nungs­prü­fung bin ich raus. Ist nie aus der Mode gekom­men-in D.
        Mein gesam­tes Büche­re­gal müss­te ich ent­sor­gen, wenn ich dem Back­ground der Autoren mehr Beach­tung schen­ken wür­de, als dass was sie zu sagen haben-hatten

        Bonel­li ist geschäfts­tüch­tig, gegen Gen­der­wahn­sinn und auch noch reli­gi­ons­af­fin-das wuss­te ich nicht , aber das tut nichts zur Sache. Selbst wenn er Athe­ist oder Zeu­ge Jeho­vas wäre ist seine
        Aus­sa­ge stimmig.
        Da ich weder vor­ha­be in pri­vat, noch beruf­lich ken­nen­zu­ler­nen, bleibt sein Back­ground für mich zweitrangig.
        Es sei denn er wäre ein gewalt­a­ffi­ner Extremist.

        1. @Regina C.: Ich spre­che nicht davon, daß dem Back­ground mehr Beach­tung geschenkt wer­den soll. Kon­kret hilft mir bei der Ein­schät­zung der Äuße­run­gen von Stöhr bei­spiels­wei­se zu wis­sen, daß er ein lang­jäh­ri­ger Phar­ma­mann war. Das sagt nichts direkt über sei­ne The­sen, aber kann den Blick auf Inten­tio­nen rich­ten. Es gibt ganz wun­der­ba­re Aus­sa­gen von Karl Lau­ter­bach, die ich aber ohne Kon­text nicht lob­prei­sen werde.

  11. Eine kur­ze Sati­re macht das Gan­ze anschau­li­cher, als ich es mit Wor­ten aus­drü­cken könn­te. Die­ses Video wur­de auf You­Tube weg zen­siert, aber auf Ody­see ist es noch gut gesichert:
    #"Jetzt ver­zeih mir gefäl­ligst, Du dum­me Sau, Du‼️" 😉 😉 😉
    https://​ody​see​.com/​@​i​m​p​f​e​n​-​n​e​i​n​-​d​a​n​k​e​:​b​/​J​e​t​z​t​-​v​e​r​z​e​i​h​-​m​i​r​-​g​e​f​a​e​l​l​i​g​s​t:0

      1. @aa: Da bin ich bei! Aber viel Mühe dahin­ter. Sieht man.

        Ahso, fast ver­ges­sen! Es zielt ja wohl auf J‑sP ab. Klar, da müs­sen die you­tube-tasta­deu­re natür­lich era­sen. Logisch. Mehr sol­cher Vide­os und die müs­sen Über­stun­den bean­tra­gen wohl. Also sowas .…

        [oder mehr Leu­te ein­stel­len – aaahh es ist mir schonn wie­der raus­ge­rutscht – scheise]

  12. Was genau bedeu­tet 'Auf­ar­bei­tung'
    auf indi­vi­du­el­ler, kol­lek­ti­ver, poli­tisch-insti­tu­tio­nel­ler Ebene? 

    Wer­den Poli­ti­ke­rIn­nen, Medi­en, sog. Funk­ti­ons­eli­te in Kirchen,Ärzteschaft, Verbänden,universitären/schulischen Ein­rich­tun­gen, Behörden.….….
    offen reflek­tie­ren und benen­nen, wor­in sie mög­li­cher­wei­se ver­sagt haben?

    Es geht um mehr als nur um gefüh­li­ges 'Ver­söh­nen" von Geimpf­ten u. Ungeimpften. 

    Es geht um die Aus­ein­an­der­set­zung mit der pro­vo­ka­ti­ven Fest­stel­lung des Phi­lo­so­phen Micha­el Andrick:
    "War dies mög­lich, so ist alles möglich"

    Die­se Behaup­tung trig­gert mut­mass­lich beson­ders die­je­ni­gen, die an das "Aus d. Geschich­te ler­nen" all die Jah­re immer und immer wie­der in Erin­ne­rung rie­fen und die geschwie­gen haben und wei­ter schwei­gen zu den auto­ri­tä­ren Ver­su­chun­gen, denen Regie­rung und Regier­te in der "Coro­na-Kri­se" erle­gen sind.
    Nicht weni­ge Sozio­lo­gen, Psy­cho­lo­gen, His­to­ri­ker usw. haben es sich mit Quer­den­ker-Ana­ly­sen bis hin zu Patho­lo­gie – Ent­wür­fen sys­te­misch bequem gemacht. (Ein Auf­ar­bei­tungs- Bei­trag z. B. von Pia Lam­ber­ty kann ich mir kaum vor­stel­len, bin aber offen für Wunder. ) 

    Was hören wir von all den Intel­lek­tu­el­len, die bis­her geschwie­gen haben? Wer­den die­se sich äus­sern oder wei­ter in der Pan­de­mie-Erzäh­lung Zuflucht suchen?

  13. "Ver­söh­nung"?
    Grund­sätz­lich eine sehr gute Idee.
    Ich über­le­ge mir ein pas­sen­des Beispiel.
    Die Deutsch-Fran­zö­si­sche nach 1871, 1918 oder 1945?
    Die Deutsch-Sowjetische?
    Die Israelisch-Deutsche?
    Die Französisch-Algerische?
    Die Südafrikanische?
    Die Ruandische?

    Alles natür­lich ungleich Mons­trö­ser – des­we­gen läge es nahe, ein­fach zu sagen: Schwamm drü­ber, zumal wenn es sich, opti­mis­tisch und stark ver­ein­facht, ledig­lich um Dumm­heit und Arro­ganz der Macht gehan­delt haben könn­te, die auch durch eine "Ver­söh­nung" nicht aus­ster­ben wird.
    Lei­der wird von jenen, die ihren Macht­miss­brauch (ja!) und ihre Schuld (ob aus Bös­ar­tig­keit, Kor­rup­ti­on oder Fehl­ein­schät­zung) zumin­dest zuge­ben und "Bes­se­rung" gelo­ben müss­ten der­zeit flei­ßig wei­ter an der Legen­de von der eige­nen, weit­ge­hen­den Unfehl­bar­keit getöpfert.
    Dazu zählt, neben dem Trotz, mit der an den meis­ten, dumm­dreis­ten "Maß­nah­men" wei­ter fest­ge­hal­ten wird, auch die neu­es­te Lach­num­mer ("Ver­schwö­rungs­my­tho­lo­gie"?) mit dem angeb­li­chen Putsch­ver­such, der von Bun­des­an­walt­schaft und Medi­en pflicht­schul­digst in einen Zusam­men­hang mit der "Coro­na­leug­ner­sze­ne" gebracht wird.

    Ich war ja haupt­säch­lich nur als fas­sungs­lo­ser Chro­nist von dem C‑Maß­nah­men-Wahn­sinn betroffen.
    Restau­rant oder Ver­an­stal­tungs­be­su­che waren mir allein dadurch zuwi­der, dass ich nicht mit Leu­ten in einem Raum sit­zen woll­te, die es hin­nah­men, am Ein­gang ihren Lebens­be­rech­ti­gungs­schein vor­zu­wei­sen oder das Insi­gnum der Recht­gläu­bi­gen zumin­dest bis zum Sitz­platz zu tragen.
    Auch die Demü­ti­gung des "Bewei­ses" mei­ner "Unge­fähr­lich­keit" mit­tels (z.T. sadis­ti­scher) Zwangs-Nasen­boh­rung oder Rachen­würg­stäb­chen konn­te ich mir ersparen.

    Am uner­träg­lichs­ten fand ich die all­täg­li­chen Belei­di­gun­gen durch dümm­li­che Pro­pa­gan­da ("Fall­zah­len", "Wis­sen­schaft" …) und bei­fall­hei­schen­de, het­ze­ri­sche Bemer­kun­gen gewis­ser Bekann­ter (auch "Freun­de") die mich für einen der Ihren hiel­ten, gegen "Unge­impf­te" und/oder "Coro­na­leug­ner".
    Inso­fern, ja, kein Ver­gleich mit jenen, die sich, zwecks Brot­er­werb und/oder ande­rer Grund­be­dürf­nis­se, all die­sem nicht ent­zie­hen konn­ten oder gar erpres­sen las­sen mussten.
    Oder mit jenen, die sich, wie ich, eben­falls ent­zo­gen haben, aber dadurch psy­chisch oder exis­ten­zi­ell trotz­dem gebro­chen wurden.

    Um die­se geht es.

  14. Es steht doch sogar im Artikel:
    Den meis­ten fehlt doch schon das Bewusst­sein, dass über­haupt Feh­ler gemacht wur­den. Und dass mit Men­schen unge­recht umge­gan­gen wur­de. Und die des­we­gen gar kei­nen Grund für eine Ver­söh­nung sehen. 

    Also wie soll man sich mit jeman­dem ver­söh­nen, der gar nicht nach Ver­söh­nung sucht, weil er sich gar kei­ner Schuld bewusst ist?

    1. Eben. Das deckt sich auch mit mei­ner eige­nen Erfahrung.
      Den meis­ten fehlt auch schlicht und ergrei­fend das entsprechende
      Ein­füh­lungs­ver­mö­gen (etwas, was ich aller­dings auch schon lan­ge vor Coco­lo­res fest­stel­len konn­te). Um zu begrei­fen, was die letz­ten 3 Jah­re für vie­le Men­schen bedeu­tet haben.
      Einer der Grün­de, war­um ich nach wie vor nicht beson­ders opti­mis­tisch in die Zukunft bli­cke. Denn woher sol­len denn die Empa­thie oder irgend­wel­che Ein­sich­ten kom­men, wenn man sich beharr­lich wei­gert, sich mit sich selbst (und ggf. dem eige­nen Fehl­ver­hal­ten) oder ande­ren ernst­haft auseinanderzusetzen ?
      PS : Es gibt bei mul­ti­po­lar einen Link zu einem inter­es­san­ten Arti­kel über Eton-Absol­ven­ten. Man mag da sicher­lich auch eini­ges kri­tisch sehen, den­noch den­ke ich, daß der Tenor stimmt. Und lie­ße sich auch 1:1 auf deut­sche Ver­hält­nis­se übertragen.

  15. Mit Füh­rungs­kräf­ten kann ich mir schwer Ver­söh­nung vor­stel­len. Ich will über­haupt kei­ne Füh­rungs­kräf­te, son­dern selbst­be­stimmt leben. Dann gibt es auch kei­ne Pro­ble­me mit dem Ent­schei­den über Köp­fe hinweg.

  16. " Oder wollt ihr das­sel­be tun, das ihr den ande­ren zu Recht vor­werft, lie­be Unge­impf­te: die ande­ren für immer auszugrenzen?«"

    Wenn es mei­ne Mit­men­schen betrifft: Nö
    Wenn es Poli­tik und Medi­en betrifft: Ja

    ".…nach einer gewis­sen Orientierungsphase …"

    Es geht um Persönlichkeits/Grundrechte
    Und die sind nicht ver­han­del­bar, weder mit noch ohne Ori­en­tie­rungs­pha­se, Frau Ruth Schneeberger

    "…es gab deut­lich zu vie­le zuvor seriö­se Blät­ter und Leit­me­di­en, die sich in Hof­be­richt­erstat­tung gera­de­zu über­bo­ten haben. "

    Das! war Hass und Hetze

    …oder auch von Anfang an bei­de Sicht­wei­sen zuge­las­sen haben…

    und äußerst dünn ver­tre­ten waren

    Gut-Wet­ter-machen zur Rein­wa­schung Ihrer Kol­le­gen und Weg­be­rei­tung zu "Vergebung"für die Poli­tik ist bei mir nicht

    Weil es auch hei­ßen wür­de: Wei­ter geht's wie bis­her mit Über­wa­chung und Digi­ta­li­sie­rung, dem Abbau von Bür­ger­rech­ten und Demo­kra­tie, über die zu wenig und zusam­men­hang­los berich­tet wird

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    https://​www​.welt​.de/​p​o​l​i​t​i​k​/​p​l​u​s​2​4​2​4​5​6​8​8​1​/​E​t​h​i​k​r​a​t​-​u​n​d​-​C​o​r​o​n​a​-​I​m​-​G​r​u​n​d​e​-​h​a​t​-​m​a​n​-​v​e​r​s​u​c​h​t​-​A​n​g​s​t​-​u​n​d​-​P​a​n​i​k​-​z​u​-​e​r​z​e​u​g​e​n​.​h​tml

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