Es gibt Wichtigeres als Abstand auf der Demo

Vermutlich wird die Polizei ihn auch nicht wie bei Demos zum Thema Maßnahmenkritik kon­trol­liert haben. Entscheidend ist, daß Menschen auf die Straße gehen, ob mit oder ohne Maske. Auch sie machen klar: Eure Gerichte mögen Entscheidungen tref­fen gegen unse­re Interessen. Sie wer­den uns nicht dar­an hin­dern, sie wei­ter zu vertreten.

https://www.rbb24.de/politik/beitrag/2021/04/demonstration-berlin-neukoelln-hermannplatz-mietendeckel.html

19 Antworten auf „Es gibt Wichtigeres als Abstand auf der Demo“

    1. Wenn die pöh­sen "Querdenker" schlau gewe­sen wären, hät­ten sie ganz schnell so eine Demo ange­mel­det oder sich mit ein paar Bannern druntergemischt.

      Es gibt ja auch eine Menge Staaten mit einer teils ultra-rech­ten Regierung, die har­te Lockdowns ver­hängt haben. Haben die Transatlantifanten sich davon eigent­lich schon jemals distanziert?

    2. Etwas kurz gedacht, mei­ne ich. Eine Demo ist nur dann rechts­of­fen, wenn Nazis dort als Nazis (und nicht als Mieter) mit­lau­fen, das auch zei­gen und nie­mand sich dage­gen abgrenzt.

  1. Italia Cashless:
    Regierung und Notenbank wol­len das Bargeld abschaffen

    15. 04. 2021 | Nach der grie­chi­schen Regierung geht seit Dezember auch die ita­lie­ni­sche Regierung einen radi­ka­len Weg zur Abschaffung des Bargelds. Wer auf Bargeldnutzung ver­zich­tet und statt­des­sen über­wa­chungs­freund­lich-trans­pa­rent mit Karte oder App bezahlt, bekommt seit Dezember Geld von der Regierung.
    https://norberthaering.de/bargeld-widerstand/italia-cashless/

  2. In den ent­schei­den­den Positionen sit­zen nach wie vor die Schergen des Terrorstaates. 

    Sie hät­ten zwei­fel­los auch im Nazi-Faschismus Karriere gemacht. 

    Was das für die Zukunft bedeu­tet, brau­che ich nicht zu erklären. 

    Die han­deln nach der Maxime: Alles, was sozi­al zer­schla­gen wer­den kann, wird auch in die Tat umgesetzt.

  3. Die Mietpreisbremse war Scheitern auf Ansage – egal, ob ich Mieter bin, Utopismus hat mei­ne Sympathie nicht.

    Maskenbürgern erwei­se ich erst wie­der Solidarität, wenn sie auf­hö­ren, für die Verarmung aller (mate­ri­ell wie geis­tig) Partei zu ergreifen.

      1. @aa : Da muss­te sich in mei­nem Fall nie­mand bemü­hen – aus mei­ner Sicht geht hier es nicht um links vor rechts, son­dern ver­nünf­tig gegen hysterisch.
        "Spaltungsbemühungen" wür­de jeman­den vor­aus­set­zen, der in dem Chaos soweit däch­te – die Phantasie brin­ge ich nicht auf.

        Für mich war das von Anbeginn "Schweinegrippe zwo", kom­bi­niert mit der schon 2010 bei die­sem Event: https://www.pilotundflugzeug.de/artikel/2010–04-19/Vulkanausbruch_und_die_Folgen
        zu beob­ach­te­ten völ­li­gen Ablösung von der Idee, an evi­denz­ba­sier­tes poli­ti­sches Handeln auch nur zu den­ken, oder Expertise nach­zu­fra­gen – statt des­sen das Nichthandeln in einen Moraldiskurs einzunebeln.
        Man hät­te damals schlicht mal in Island am Flughafen anru­fen kön­nen, so ein­fach wäre das gewe­sen. Die flo­gen näm­lich, und hät­ten bereit­wil­lig Auskunft erteilt. Die US-Flugsicherung in Europa übri­gens auch. Auf Ramstein wur­de durchgeflogen.

        Auch damals in den Parlamenten: Einigste Einigkeit, kei­ne Opposition: Es Geht! um Menschenleben!
        Damals war der Fail EU-weit, heu­te glo­bal. Damals 10 Tage, heu­te schon über ein Jahr. Dummheit reicht als Erklärung, und die "alter­na­ti­ven Fakten" sind die Realität der Katastrophisten. 

        Einer Scheinrealität kann ich mich nicht anschlie­ßen, nur die ande­ren von ihr abkommen.

        1. @Boris Büche: Wenn alle, die mei­nen, bei einem Problem den Durchblick zu haben, alle ande­ren für blöd erklä­ren und ihnen die Solidarität ver­wei­gern in ande­ren Fragen, dann wären sie sehr schnell sehr ein­sam. "Maskenbürger" kön­nen sehr wohl für wich­ti­ge Fragen auf die Straße gehen. Übrigens ist es ja nicht so, daß bei allen Aktionen gegen die "Corona-Maßnahmen" alle unmas­kiert herumlaufen.

          1. "dann wären sie sehr schnell sehr einsam. "

            Sie haben auf den Punkt! getrof­fen, was ich empfinde.
            Muss ich mit leben.

          2. Nachtrag:
            Anthropologisch ist es sehr ver­ständ­lich, nicht "sehr schnell sehr ein­sam" sein zu wollen. 

            Die Sogkraft des Zugehörig-sein-wol­lens habe ich deut­lich emp­fun­den im ver­gan­ge­nen Jahr, und ich habe ein gewis­ses Verständnis für Menschen, die kogni­ti­ve Dissonanz, und Isolation von der Masse nicht aushalten.

            Es ist genau dies, was uns als Gesellschaft dahin geführt hat, wo wir sind. Der Verzicht auf indi­vi­du­el­le Autonomie, der jedem Gruppenphänomen Grundlage ist.

          3. @Boris Büche: Offenbar emp­fin­det das jeder anders. Ich habe in mei­nem Leben schon sehr ver­schie­de­nen Gruppen ange­hört, ohne dafür mei­ne Autonomie auf­ge­ge­ben zu haben. Von den Gruppen, denen ich mich frei­wil­lig ange­schlos­sen habe, konn­te ich in der Regel Gewinn für mich zie­hen. Sei es, daß ich etwas gelernt habe, daß wir gemein­sam ein Ziel erreicht haben oder ana­ly­sie­ren konn­ten, war­um nicht. Und manch­mal auch, war­um ich in einer Gruppe nicht mehr sein wollte.

  4. Calgary ( Canada ) Pastor Artur Pawlowski 

    Pastor stops poli­ce from shut­ting down church on Easter weekend. 

    https://www.facebook.com/arturpcanada/

    2021

    Polish Pastor Chases Cops Out of Church on Easter Weekend: ‘Get Out! You Nazis!’

    A Polish pas­tor at a church in Canada went viral after his blunt respon­se to cops showing up at his church on Easter wee­kend, pres­um­a­b­ly to crack down on Covid restrictions. 

    The pas­tor, Artur Pawlowski, yelled at the poli­ce to "get out" and told them not to come back to Cave of Adullam Church unless they have a warrant. 

    “Police came to dis­rupt Church gathe­ring! Gestapo came again to intimi­da­te the Church parishio­ners during the Passover Celebration!!! Unbelievable.”

    https://www.youtube.com/watch?v=ziWXH7T15zw

  5. Ich hal­te den Mietendeckel von Anfang an für eine fal­sche, faden­schei­ni­ge Lösung rot-grü­ner Hauptstadtpolitik.
    Wenn eine Hauptstadt (!) sich um den Zuzug von renom­mier­ten Unternehmen bemüht, um sein Standing auf­zu­po­lie­ren, dann muss zwangs­läu­fig auch Personal akqui­riert wer­den. Dieses Personal will nicht in einem abge­fuck­ten Kiez leben, son­dern sein Geld "gut" ausgeben.

    So sehr ich die alten Kieze mit den ech­ten Berliner Urgesteinen zurück­seh­ne – die Zeit ist seit 1990 ein­fach vor­bei. Immer dann, wenn Menschen mit Geld oder mit einer gut bezahl­ten Arbeit in die Städte gelockt wer­den, wach­sen in die­sen Städten auch die Ansprüche an die Wohnqualität. Hierdurch wer­den Investoren ange­lockt, die Markt- und Renditechancen sehen. Das Gut "Wohnen" wird knap­per und damit teurer.

    Die Verknappung und Verteuerung hät­te ein­zig allein die Stadt Berlin oder der Staat ver­hin­dern kön­nen: Durch den mas­si­ven Aufkauf von bebau­ten und unbe­bau­ten Flächen sowohl inner­städ­tisch als auch in den Randgebieten. Früher nann­te man das dann "sozia­le Wohnungspolitik". Die Stadt Berlin und der Staat haben sich aber dar­auf geei­nigt, die Kräfte des Marktes wal­ten zu las­sen. Das ein Investor ohne Renditechancen nicht inves­tiert, dürf­te klar sein. Die Investoren und Eigentümer hät­ten und haben sich dann ande­re Wege zur Umgehung des Mietendeckels gesucht. Wer ein Berlin ohne Investoren will, will dann schluss­end­lich auch ein zurück in 80er-Jahre-Berlin.

    Was bei die­ser Diskussion immer ver­ges­sen wird: Die Stadtflucht hat zu einer teil­wei­sen Verödung und Überalterung der Dörfer geführt. Für den ein­zel­nen ist die Stadtflucht völ­lig legi­tim, wenn es um Broterwerb, Erfahrungen und Freizeitmöglichkeiten geht. Der Preis dafür sind dann eben hohe Mieten, die für vie­le Stadtbewohner viel­leicht schon unbe­zahl­bar gewor­den sind. Wenn nach 20 bis 30 Jahren Stadtflucht, die Geflüchteten sind mitt­ler­wei­le älter gewor­den, die Erkenntnis reift, man müs­se wie­der zurück auf´s Land, ist das Land häu­fig, nicht immer, zurück­ent­wi­ckelt. Die Strukturen müs­sen also wie­der auf­ge­baut wer­den. Der Preis dafür sind dann eben weni­ger Freizeit und pri­va­te Investitionen in den Aufbau.

    Das sind dann die zwei Preise, die der Landflüchtige zahlt. 

    Der Ur-Stadtbewohner zahlt auch zwei Preise: Den Preis der stei­gen­den Wohnkosten und den Verlust des Wohnumfeldes durch Zerstörung der ursprüng­li­chen Kiez-Strukturen.

    In der Summe ist dies ein Teufelskreis.

  6. Wetten die meis­ten davon sind Linke die die Querdenker als Idioten beschimp­fen weil die­se die Abstände nicht einhalten?Orwell nann­te es Doppeldenk.

    1. @Doppeldenk: Ich den­ke, daß zeich­net (noch) die meis­ten Menschen aus. Einerseits nicht aus der Reihe tan­zen, aus Überzeugung oder um sich Scherereien zu erspa­ren. Andererseits ins­ge­heim alle mög­li­chen Lücken für sich nut­zen, um ein halb­wegs nor­ma­les Leben füh­ren zu kön­nen. Entscheidend ist, daß sie hier etwas tun, näm­lich auf die Straße gehen und dabei Abstand Abstand sein las­sen. Dieses Handeln zeigt auch, wie wenig sie der Panikmache in Wirklichkeit Glauben schen­ken. Ja, ja, das Leben ist wider­sprüch­lich. Aber nicht erst seit Corona.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.