Für den "Tagesspiegel" sind Schnelltests moderne Amulette

»Amulette wer­den am Körper (oft auch als Schmuck) oder in der Kleidung getra­gen, in Fahrzeugen oder der Behausung auf­be­wahrt oder dem Vieh umge­hängt. Sie kön­nen aus einer Vielzahl von Materialien bestehen und durch sie soll der Träger pas­siv geschützt werden…

Amulette fan­den Anwendung in der Heilkunde, als Schutz von Schwangeren, gegen den Bösen Blick und – bei­spiels­wei­se die Muskatnuss – als Liebeszauber und gegen eine Vielzahl von Krankheiten.«
https://de.wikipedia.org/wiki/Amulett

Am 6.2. liest man auf tagesspiegel.de, daß Aberglaube auch heu­te in den Redaktionen zu Hause ist:

»Das Bundesgesundheitsministerium hat den Weg für Corona-Schnelltest zu Hause frei gemacht. Viele hof­fen, dass die­ser Weg auch aus dem Lockdown füh­ren könnte…

Die wich­tigs­ten Fragen und Antworten:

1. Stoppen die Schnelltests die Pandemie?
Schnelltests kön­nen rela­tiv sicher anste­cken­de Personen erken­nen. Vermeiden die­se Personen nach einem posi­ti­ven Ergebnis Kontakte zu ihren Mitmenschen, umge­hend und kon­se­quent, ist für den Kampf gegen das Coronavirus viel gewon­nen. Dann kann das Infektionsgeschehen auf Ansteckungen durch uner­kannt und unbe­wusst Infizierte beschränkt wer­den.«

Das ist Quatsch und wird des­halb auch gleich wie­der zurückgenommen:

»Schnelltests könn­ten also Wissen über die aktu­el­le Virusverbreitung unter Leute brin­gen – dort­hin, wo die Infektionen gesche­hen. Das ist ihre Stärke.

Allerdings wird ein Teil der Infizierten nicht erkannt, bei den bes­ten Schnelltests etwa jeder fünf­te. Wenn das fal­sche Ergebnis „nicht infi­ziert“ als Eintrittskarte für Aktivitäten im öffent­li­chen Raum gel­ten darf, bringt es das Virus dort­hin, wo sich nicht Infizierte nahe­kom­men, und könn­te sei­ne Verbreitung fördern.«

Wäre Würfeln da nicht zuverlässiger?

»Das ent­spricht dem vor­herr­schen­den Muster, dass vie­le Infizierte weni­ge wei­te­re Menschen anste­cken, weni­ge dafür aber umso mehr. Inwieweit neue Varianten des Virus das Einsatzgebiet von Schnelltests wei­ter begren­zen, ist der­zeit noch nicht gut untersucht[.]«

Ich geste­he, das Muster über­for­dert mich intellektuell.

Gurgeln, Spucken, Lutschen

»2. Welche Schnelltests gibt es?
Schnelltests sind meist Antigentests. Sie wei­sen Virusteile nach, zum Beispiel Proteine der Hülle. Die meis­ten erfor­dern einen Abstrich aus dem Nasen- oder Rachenraum. Ist ein Mensch infi­ziert, sind Viren und Virenteile auf den Schleimhäuten vor­han­den, in grö­ße­rer Menge zumin­dest in der anste­cken­den Phase der Erkrankung.

Das ent­nom­me­ne Material wird mit einem Wattestäbchen in eine Lösung über­führt. Die Lösung wird auf einen Teststreifen getropft, der per Verfärbung anzeigt, ob Virusmaterial ent­hal­ten ist. Bei ande­ren Tests wird das not­wen­di­ge Material durch Gurgeln mit der Testlösung ent­nom­men, was Getesteten den von vie­len als unan­ge­nehm emp­fun­de­nen Abstrich erspart.

Weitere Alternativen wer­den ent­wi­ckelt: Abstriche nur aus dem vor­de­ren Mundbereich, Röhrchen, in die gespuckt wer­den muss, oder Lutscher-Tests mit einer Art Lolli.«

Vermutlich wird es LeserInnen geben, denen man erzäh­len kann, daß auf die­se Weise auch Gold her­zu­stel­len ist. Zumindest kann man Geld machen, denn durch­ge­knall­ter geht immer:

Stündlich testen?

»3. Gibt es Schnelltests-Konzepte für ein Ende des Lockdowns?
„Wenn sich jeder Bürger zwei­mal die Woche tes­ten wür­de, könn­ten wir damit das Infektionsrisiko um 90 Prozent sen­ken.“ Dafür hat der Berliner Alexander Wolf in die­ser Woche die Initiative „Be a Testa“ gestar­tet. Die Initiatoren for­dern die sofor­ti­ge Notzulassung von Schnelltests für den Eigenbedarf durch das Robert-Koch-Institut, infor­mie­ren über vor­han­de­ne Produkte und unter­stüt­zen Personen dabei, pri­va­te Teststationen zu gründen…

Mittelfristig for­dern sie ein System, das mög­lichst meh­re­re täg­li­che Tests vor­sieht: Vor der Schule, bei der Arbeit, vor dem Mittagessen im Restaurant und vor dem Konzertbesuch. Wolf ver­weist auf Südkorea, wo es eine Notzulassung für Schnelltests gab.

Dass die­se aber kei­ne abso­lu­te Sicherheit garan­tie­ren, ist ihm bewusst. Er neh­me auch weni­ge Superspreader-Events in Kauf. Wolf rech­net damit, dass für sei­ne Strategie rund 500 Millionen Tests monat­lich nötig sei­en. Das kön­ne der Staat nicht orga­ni­sie­ren, son­dern sol­le dezen­tral gesche­hen. Die Kosten von rund vier Euro pro Test müss­te jeder selbst tra­gen. Er hält die­sen Weg soli­da­ri­scher, als über Monate zu Hause zu blei­ben.«

"Influencer" ist out. Der feuch­te Traum heu­te heißt Teststation-Verkäufer. Solidarisch natür­lich, denn 500 Millionen monat­lich zu je vier Euro decken wohl kaum die Herstellungskosten.

»4. Fließen die Ergebnisse in die Statistik ein?
Ein posi­ti­ves Schnelltestergebnis soll­te mit einem pro­fes­sio­nell durch­ge­führ­ten PCR-Test über­prüft wer­den. Erst wenn ein labor­dia­gnos­ti­scher Nachweis anhand von Erbgut des Virus vor­liegt oder der Erreger direkt iso­liert wur­de, wird eine Infektion in die Fallstatistik des Robert-Koch-Instituts aufgenommen.

Aber auch posi­ti­ve Antigentests sol­len an das zustän­di­ge Gesundheitsamt gemel­det wer­den. Sobald die Tests frei im Handel ver­füg­bar sind und nicht mehr von medi­zi­ni­schem Personal durch­ge­führt wer­den, kann aber nicht mehr davon aus­ge­gan­gen wer­den, dass dies geschieht.

„Ein posi­ti­ves Ergebnis hat Konsequenzen, nicht nur für die Einzelperson, meis­tens für gan­ze Familien“, sag­te Tobias Kurth, Direktor des Instituts für Public Health der Charité Berlin. Insofern bestün­de die Gefahr, dass vor allem Infizierte ohne Symptome ihre posi­ti­ven Testresultate nicht mel­den und sie nicht in die Statistik ein­flie­ßen.«

Wie man es auch anpackt, alles geht schief. Auch das:

Dumm: Es gibt noch gar keine Do-it-yourself-Tests

»5. Wer stellt die Tests her?
Schnelltests für Laien sind – ähn­lich wie OP-Masken – Medizinprodukte, die anders als Arzneimittel nicht zen­tral zuge­las­sen wer­den müs­sen. Hersteller, die ihre Schnelltests für den Heimgebrauch in der EU ver­kau­fen wol­len, müs­sen sich aber zer­ti­fi­zie­ren las­sen, dass ihr Produkt Vorgaben für die Funktionsfähigkeit und Anwenderfreundlichkeit erfüllt…

Bislang gebe es noch kei­ne zer­ti­fi­zier­ten Selbsttests auf dem deut­schen Markt, teilt das Bundesministerium für Gesundheit auf Anfrage mit.

Aber es ent­wi­ckel­ten meh­re­re Unternehmen Antigen-Tests, die so kon­zi­piert sind, dass sie auch von medi­zi­ni­schen Laien ange­wandt wer­den kön­nen. „Mit ers­ten Zulassungen kann in den kom­men­den Wochen gerech­net wer­den.“ Überprüft und gelis­tet wer­den die Tests laut Bundesgesundheitsministerium dann vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte.«

Wahr am letz­ten Satz ist die Listung. Denn die Hersteller kön­nen sich schlicht selbst zertifizieren.

»6. Können sie hel­fen, dass Restaurants, Bars und Hotels wie­der öffnen?
Das Gastgewerbe ist eine der am stärks­ten vom Lockdown betrof­fe­nen Branchen. Derzeit hof­fen Hotels und Restaurants, zu Ostern wie­der öff­nen zu dürfen… 

Dafür for­dert die Branche aber viel mehr Corona-Schnelltests: „Es geht dabei ins­be­son­de­re um die flä­chen­de­cken­de Ermöglichung ein­fach durch­zu­füh­ren­der, mög­lichst kos­ten­frei­er Antigen-Schnelltests bezie­hungs­wei­se neu­er Spucktests, die zum Beispiel bei Veranstaltungen, Kongressen oder auf Reisen die Sicherheit für Gäste, Mitarbeiter und Unternehmer erhö­hen“, sag­te Ingrid Hartges, Hauptgeschäftsführerin des Dehoga Bundesverbandes, dem Tagesspiegel.«

Zu die­sem from­men Wunsch sie­he Punkt 1. Vielleicht ver­setzt Glauben aber doch Kundenberge.

Was nichts nützt, soll wenigstens massenhaft eingesetzt werden

»7. Könnten Kulturstätten wie Kinos und Clubs bald wie­der öffnen?
…Christian Bräuer von der Yorck-Kinogruppe befür­wor­tet eben­falls die Einführung von Tests, um den regu­lä­ren Betrieb wie­der­auf­neh­men zu kön­nen. Er sieht aber auch das Probleme der Umsetzung in den Kinos – sowie der anfal­len­den Kosten. Ohne finan­zi­el­le Unterstützung könn­ten die ohne­hin schon gebeu­tel­ten Kinos solch einen Mehraufwand kaum leisten.«

»8. Welche Pläne gibt es für Berlin?
Schnelltests für die Kita-Erzieherkräfte in den Berliner Bezirken Friedrichshain-Kreuzberg, Mitte und Neukölln wur­den nach Informationen des Tagesspiegels am Freitag aus­ge­lie­fert. Bis Ende kom­men­der Woche sol­len dem­nach alle 2700 Berliner Kitas ihre Schnelltests in den zustän­di­gen Bezirken abho­len können…

Landeselternsprecher Norman Heise plä­dier­te am Freitag zudem dafür, dass zu Hause getes­tet wird, damit Betroffene mit posi­ti­vem Befund die Infektion nicht mit öffent­li­chen Verkehrsmitteln wei­ter­tra­gen…«

Der Mann wird dar­auf bestehen, daß die zu tes­ten­den Kleinkinder auch beim Abstrich eine FFP2-Maske tra­gen müssen.

»9. Wie ist die Strategie in Brandenburg?
Die Landeshauptstadt Potsdam ist Vorreiter bei den Schnelltests in Kindertagesstätten. Für die rund 2500 Erzieherinnen und Erzieher stellt die Stadt bereits zwei­mal wöchent­lich Tests zur Verfügung. Auch lan­des­weit sol­len die Schnelltests nun in Kitas, die in Brandenburg grund­sätz­lich geöff­net sind, zwei Mal pro Woche zum Einsatz kommen.«

Warum soll­te auch nur für den BER Geld zum Fenster hin­aus­ge­wor­fen wer­den, wenn das viel bes­ser mit einem soli­da­ri­schen Mäntelchen funktioniert?

Siehe u.a. Behörden beun­ru­higt: Fast die Hälfte der posi­ti­ven Schnelltests falsch!.

13 Antworten auf „Für den "Tagesspiegel" sind Schnelltests moderne Amulette“

  1. Es geht wirk­lich immer noch schlim­mer! Wir müs­sen es in Deutschland ein­fach min­des­tens in den letz­ten letz­ten fünf­zig Jahren über­se­hen haben, dass man den Begriff Nervenheilanstalt nicht mehr ver­wen­det und im moder­nen Deutschen jetzt ande­re Vokabeln kennt:

    Kanzleramt, Regierungssitz, Bundestag, Landtag, Zeitungsredaktion; Amt, Behörde, Fernsehanstalt, Institut usw.

    Bei den visu­el­len Medien mit den beweg­ten Bildern steckt noch die Silbe "Anstalt" drin, das gibt mir schwer zu denken.…

  2. Die Tagesspiegler schei­nen Kinder der Neuzeit: sie den­ken tat­säch­lich, wenn sie wie­der raus­kom­men aus Ihren Couchecken, "machen alle wie­der auf", sind alle noch da, so, wie frü­her, und machen sie Lichtlein an vor Freude, dass sie wie­der kom­men "dür­fen".

    Anscheinend arbei­ten dort nur Infantile, die gewohnt sind, dass man das Tablet nur ein­schal­ten muss, und die nie­mals was ande­res gelernt oder sich zuge­traut haben als das Spiel im Digitalen. Dafür hat­ten immer ande­re gesorgt. Jetzt_nicht_mehr.

  3. Da ich mit mei­nen iMac zusam­men­le­be, wird mir wohl nichts ande­res übrig blei­ben, als ihn jeden Tag zu tes­ten, denn er ist viel­leicht hin­ter mei­nem Rücken mit irgend­wel­chen infi­zier­ten iMacs unter­wegs, die in Familien leben. Kann man nie wissen.

  4. Ich wäre auf jeden Fall für Schnelltests im frei­en Verkauf, so dass jeder die zuhau­se machen kann. Das hät­te dann näm­lich zur Folge, dass weni­ger Leute gleich im ers­ten Schritt PCR-Tests machen, die dann auch bei Virus-Fitzeln posi­tiv aus­fal­len. Wer einen nega­ti­ven Schnelltest hat, rennt ja nicht noch zum PCR-Test und wer einen posi­ti­ven hat, wird sich ggf. auch zwei­mal über­le­gen, ob er sich jetzt noch dem Gesundheitsamt aus­lie­fert oder lie­ber ein paar Tage zuhau­se bleibt. Vielleicht kann man auf die­se Weise zumin­dest den Meldezahlen- und Laborwahnsinn ein­däm­men. Aus genau die­sem Grund wird es aber ver­mut­lich noch immer kei­ne Schnelltests für den frei­en Verkauf geben, man braucht die Meldezahlen für die all­ge­mei­ne Panik…

  5. Auch hier sieht man wie­der wie eine Lüge durch bestän­di­ges wie­der­ho­len und nach­schie­ben von Folgelügen am Leben erhal­ten wird:

    die­ser gan­ze Quatsch bricht zu einem Häufchen Buchstabensalat zusam­men, wenn man klar macht, dass es kei­ne asym­pto­ma­tisch Infektiösen gibt. Die gan­ze Testerei macht doch kei­nen Sinn wenn man das weiß.

    Habe ich die­sen zen­tra­len Hinweis bei die­ser Darstellung von Herr Aschmoneit irgend­wo überlesen?

    Oder betei­ligt sich Herr Aschmoneit mit die­ser Kolportage von Lügenmärchen nicht eigent­lich als Superspreader mit am ver­brei­ten von Lügen? Er soll­te mal in sich gehen dazu.

    !!!!!!!!!Es gibt kei­ne asym­pto­ma­ti­schen Kranken und es gibt kei­ne asym­pto­ma­tisch Infektiösen!!!!!!!!!!!!!!!!

    So lan­ge die­se Lügen auf­recht erhal­ten wer­den, wird die­ser pan­de­mi­sche Irrsinn weitergehen.

    Wenn die angeb­li­chen Aufklärer den Lügen auch immer wei­ter Basis geben, die Lügen der MSM bis in die zurecht nach­fra­gen­den Kreise als ver­meint­li­che Wahrheiten, und sogar noch gut mas­kiert, also den Lügenkern hin­ter ver­meint­li­cher Kritik ver­steckt, hin­ein­tra­gen, wird das nichts mehr mit der Wahrheit.

  6. @Albrecht Stolz: Ich glau­be nicht, dass es noch bei jedem ein­zel­nen Bericht erfor­der­lich ist, auf unzu­rei­chen­de Testmaßnahmen, im Interesse der Regierung umge­deu­te­te und mani­pu­lier­te Zahlen als auch die unsäg­li­chen Schätzungen von RKI oder sonst­wem hin­wei­sen zu müs­sen. Das dürf­ten alle, die hier unter­wegs sind, wissen.

    Selbst neu­en Besuchern dürf­te dies beim Lesen der Kommentare schnell klar werden.

    1. Soweit ich das gera­de über­se­he bin ich der Einzige hier gewe­sen, der dar­auf­hin­wies, dass Tests egal wel­cher Art, völ­lig irrele­vant sind ange­sichts der Tatsache, dass jeder der krank ist und anste­ckend ist, dies sel­ber bemerkt und natür­lich Konsequenzen zieht, etwa sich zurück­zieht (Selbst-Quarantäne), sich krank schrei­ben lässt, Tees trinkt, ins Bett legt, zum Arzt geht, sich behan­deln lässt.

      Die Darstellung hier behan­delt das Thema aber, wie wenn es nur um die Qualität der Tests gin­ge – die Sinnhaftigkeit der gan­zen Testerei scheint mir daher vor­aus­ge­setzt zu sein. Und genau die bestrei­te ich aber aufs Entschiedenste.

      Es ist eine der bedenk­lichs­ten Entwicklungen und der feuch­te Traum des Pharma-Finanz-Molochs, dass wir nicht mehr selbst wahr­neh­men, wie es uns geht, und uns Kranksein oder Gesundsein von einer äuße­ren Instanz, einem Test, ja am bes­ten sogar noch von einer "App", vor­ge­ben lassen.

      "Alexa, wie geht es mir heute?" ;-(

  7. @Albrecht Storz: Wieso erwar­ten Sie von Herrn Aschmoneit, er sol­le stets alle Erwägungen und Hinweise bereits impli­zie­ren, die dann eine Diskussion im Forum über­flüs­sig machten?
    Zitat aus Ihrem Kommentar: .…."wenn man (sich) klar macht, dass es kei­ne asym­pto­ma­tisch Infektiösen gibt. Die gan­ze Testerei macht doch kei­nen Sinn wenn man das weiß. Habe ich die­sen zen­tra­len Hinweis bei die­ser Darstellung von Herr Aschmoneit irgend­wo über­le­sen? Oder betei­ligt sich Herr Aschmoneit mit die­ser Kolportage von Lügenmärchen nicht eigent­lich als Superspreader mit am Verbreiten von Lügen?"

    Warum die­se stän­di­ge, blö­de Anmache und die­se unbe­rech­tig­ten, aggres­si­ven Vorwürfe? Lassen Sie das ein­fach, bit­te, es nervt. A.A. kann nichts für Ihre über­heb­lich wir­ken­den Aggressionen!!!! Wenn Sie Artikel- Beiträge ner­ven, gehen Sie doch ein­fach zügig und kom­men­tar­los zum nächs­ten oder ganz in ein ande­res Forum.

    1. Helmi und d.d.: Wenn jemand über einen Hochhausbau in Tansania berich­tet, die Höhe des Gebäudes nennt, die Anzahl der Stockwerke, die beson­de­re archi­tek­to­ni­sche Form aus­führt, die Gestaltung der Fassade beschreibt, die Zustände auf der Baustelle erzählt, die mie­se Behandlung und schlech­te Bezahlung der Bauarbeiter anpran­gert, und­so­wei­ter – und bei die­sem Bericht die Tatsache unter­schlägt, dass das Hochhaus gar nicht gebaut wur­de, dass es das Hochhaus gar nicht exis­tiert – was ist das dann?

      Aber schön dass aa in d.d. und ande­ren so hel­den­haf­te, cou­ra­gier­te Verteidiger fin­det. Und wie die PR funk­tio­niert und wirkt inter­es­siert ja nicht. Hauptsache man kann schön und unge­stört wei­ter zusam­men in der gemein­sa­men Soße schmoren.

  8. @Albrecht Storz @Helmi2000 @D.D.
    Ich fin­de die Kritik von Herrn Storz schon berech­tigt. Wie vie­le Bürger wis­sen denn, dass die­ser PCR-Test eine gro­ße Betrugsmasche ist? Ich sage, weni­ger als 20 %. Klar, hier wis­sen das fast alle. Aber manch­mal gibt es halt doch neue Leser.
    Es kann nicht scha­den unter jeden Artikel, der irgend­wie mit Tests zu tun hat, 2 Absätze hin­zu­zu­fü­gen, die kurz die Masche des PCR-Tests erklä­ren. Da müss­te Herr Aschmoneit ein­mal einen Textbaustein erstel­len. Sehr wenig Aufwand.

  9. Schnelltests: Zarter hell­blau­er Schimmer, aber auch gute Aspekte …

    9.2.21, "Fehler bei Ergebnissen
    Skandalöse Schnelltests an Utaschule
    Naumburg – Die Posse rund um mas­sen­haft falsch-posi­ti­ve Corona-Schnelltests in den Schulen unse­rer Region hat sich von einem höchst ärger­li­chen Vorkommnis mitt­ler­wei­le zum Skandal aus­ge­wei­tet. Vergangenen Donnerstag waren rund 30 Schüler und Pädagogen der Naumburger Uta-Grundschule unter­sucht worden.
    Bis auf zwei fie­len alle Schnelltests posi­tiv aus, und die Schule wur­de umge­hend, auch für den Freitag, geschlos­sen. Die sich sofort anschlie­ßen­den PCR-Tests bei den Betroffenen wur­den am Wochenende aus­ge­wer­tet. Und sie­he da: Kein ein­zi­ges posi­ti­ves Ergebnis hielt stand. PCR-nega­tiv, durch­weg. Warum dies ein Skandal ist? Weil man dies nicht mal mehr als über­ra­schend bezeich­nen kann. Bereits an der Bad Kösener Berg- sowie in Naumburg an der Jan-Hus- und der Salztorschule hat­te es mas­sen­haft Testergebnisse gege­ben, die sich im Nachhinein als falsch-posi­tiv her­aus­stell­ten. Und die­se Auflistung erhebt nicht mal Anspruch auf Vollständigkeit. …
    Dutzende Familien wur­den von Donnerstag bis Sonntag unter Quarantäne gestellt, dar­un­ter vie­le Eltern in sys­tem­re­le­van­ten Berufen, die ihre Kinder in die Notbetreuung gebracht hat­ten. Wie gesagt: nicht zum ers­ten, son­dern zum vier­ten Mal in der Domstadt.
    Was das Besondere am aktu­el­len Fall ist? Alle Beteiligten wuss­ten inner­lich eigent­lich schon vor­her, dass es so kom­men wür­de. Aus den Erfahrungen der Vorwochen her­aus, aber auch wegen des Vorgangs am Donnerstag in der Utaschule ganz spe­zi­ell. „Denn alle Schnelltests waren mit blo­ßem Auge ganz klar als nega­tiv zu wer­ten. Der dicke Strich war ein­deu­tig. Der Rettungssanitäter hat dann aber mit sei­ner Lampe in das Positiv-Feld geleuch­tet, wo ein zar­ter hell­blau­er Schimmer zu erken­nen war. Und da sag­te er uns, er habe die Anweisung, beim kleins­ten Anzeichen auf ’posi­tiv’ zu ent­schei­den“, so Schulleiterin Garnet Meiß gegen­über Tageblatt/MZ.
    Fehlerhafte Chargen oder Auswertungsproblem?
    Liegt es also viel­leicht gar nicht dar­an, dass es feh­ler­haf­te Chargen bei den Schnelltests gibt, wie zunächst im Dezember von Amtsärztin Ina Schmidt ange­nom­men wur­de? Liegt viel­mehr ein Auswertungsproblem vor? Das wür­de erklä­ren, war­um Schnelltests, die deutsch­land­weit zwar nicht unum­strit­ten sind, weil sie die ver­spro­che­ne Zuverlässigkeit von um die 90 Prozent nicht immer hal­ten, bei den Tests an hie­si­gen Schulen ledig­lich eine Zuverlässigkeit im ein­stel­li­gen Bereich aufweisen.
    Beim Burgenlandkreis fand sich am Montag kein Verantwortlicher, der mit unse­rer Zeitung spre­chen woll­te. Wohl aber äußer­te man sich schrift­lich. So heißt es neben aller­hand Selbstverständlichkeiten über die Gefahren der Pandemie: „Schnelltests sind für die Erkennung unver­zicht­bar. Die Anwendung erfolgt durch Fachpersonal.“ Zwar sei es rich­tig, dass es zu falsch-posi­ti­ven Ergebnissen kom­men kann. „Bei den der­zeit hohen Fallzahlen und begrenz­ten Laborleistungen“ sei der Einsatz der Schnelltests jedoch „uner­läss­lich“. Ein falsch-posi­ti­ver Schnelltest sei „bes­ser als eine nicht erkann­te Infektion“. Ein Statement, das in der Sache nicht falsch, aber kei­ner­lei Antwort auf die ekla­tan­te Fehler-Quote ist.
    Rettungsdienst-Mitarbeiter geschult
    Beim Johanniter-Rettungsdienst hielt man sich am Montag bedeckt. „Wir haben drei Mitarbeiter, die die­se Schnelltests in Naumburg und Umgebung sehr gewis­sen­haft durch­füh­ren, und die­se sind vom Gesundheitsamt ent­spre­chend geschult wor­den“, so Marion Bretschneider vom Regionalvorstand. Klar ist: Es muss akut nach einer Lösung gesucht wer­den. „Die Teststrategie, so wie sie jetzt ist, ist höchst zwei­fel­haft“, sagt Garnet Meiß. Sie weiß: Die nächs­ten posi­ti­ven Fälle in der Elternschaft wer­den kom­men, und auch Kinder wer­den Symptome zei­gen. Und dann: Wieder alle schnell­tes­ten? Und wird es dann womög­lich eine deut­lich gerin­ge­re Bereitschaft unter Pädagogen und Eltern geben, die frei­wil­li­gen Tests zu absol­vie­ren? Schließlich droht eine erneu­te Quarantäne.
    Doch es gibt auch gute Aspekte: Denn die Befürchtung, dass sol­che Vorkommnisse zu höhe­rem Widerstand in der Bevölkerung füh­ren, konn­te Schulleiterin Meiß nicht beob­ach­ten. Im Gegenteil: „Bis auf eine Ausnahme waren alle Eltern, die mich kon­tak­tiert haben, sehr freund­lich und ver­ständ­nis­voll. Sie haben nach ihren Ergebnissen gefragt und sich erleich­tert gezeigt.“
    Tests flie­ßen nicht in die Statistik
    Ach so: Und noch eine Befürchtung kann aus­ge­räumt wer­den. Die feh­ler­haf­ten Schnelltests flie­ßen natür­lich nach wie vor zu kei­nem Zeitpunkt in die Corona-Statistik und damit auch nicht in die Sieben-Tages-Inzidenz ein. Dazu bräuch­te es eine PCR-Bestätigung. …"
    https://www.naumburger-tageblatt.de/lokales/fehler-bei-ergebnissen-skandaloese-schnelltests-an-utaschule-38034756

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