Impfmobil tourt zu Wahllokalen

Auch in Düsseldorf ist der Impfausweis noch nicht ent­schei­dend für die Wahlberechtigung. In der Stadt der krea­ti­ven Maßnahmen (erin­nert sei an das kra­chend geschei­ter­te "Verweilverbot") hat­te man sich aber für den Wahltag etwas Besonderes aus­ge­dacht. Oder eigent­lich etwas, das wie seit Monaten auch dies­mal nicht funk­tio­nie­ren woll­te. Unter obi­gem Titel liest man auf rp-online.de am 26.9.:

»Pünktlich um 13 Uhr war­te­ten die ers­ten Düsseldorfer am Sonntag vor dem Wahllokal im Wim-Wenders-Gymnasium in Oberbilk auf das ange­kün­dig­te Impfmobil. Viele nutz­ten die Gelegenheit, sich nach der Stimmabgabe die zwei­te Impfdosis abzu­ho­len, statt dafür extra einen Arzttermin zu machen.

Ganz so fix ging es dann aber nicht: Weil das mobi­le Impfteam erst am Morgen sei­ne Einsatzorte erfah­ren hat­te und der Weg zum Standort an der Schmiedestraße für Lkw eigent­lich ver­bo­ten ist, ging dem ers­ten Piks eine kur­ze Irrfahrt durch Oberbilk vor­aus…«

Das Foto spricht nicht für einen über­wäl­ti­gen­den Andrang, auf Zahlen wird in dem Artikel verzichtet.

13 Antworten auf „Impfmobil tourt zu Wahllokalen“

  1. Wahlergebnisse:

    https://wahlen.votemanager.de/

    Hab mal hier und da geschaut, "Die Basis" bei (etwas über?) 1%.

    Wahlkampfkostenrückerstattung:

    "Einen Anspruch auf staat­li­che Finanzmittel haben nur Parteien, die bei der letz­ten Bundestagswahl oder der letz­ten Europawahl min­des­tens 0,5 % oder bei einer letz­ten Landtagswahl min­des­tens 1 % der gül­ti­gen Zweitstimmen erhal­ten haben. " (bundeswahlleiter.de)

    "Die Basis Wahlanalyse" fin­de ich ziem­lich lus­tig. 4,2% 🙂 Andere wür­den sagen schwur­b­le­risch. Die Zahlen die Votemanager anzeigt sind doch andere.

    https://t.me/s/DieBasisWahlanalyse2021/26

    1. @Info: Ja, ich den­ke auch, dass die Basis nur so 1–2% geschafft hat.
      Die Selbsteinschätzung scheint dort aber etwas anders zu sein… oder arbei­ten die jetzt auch mit Modellierungen?

  2. Bei unse­rem Wahllokal wur­de auf den "Einladungen", die ja abge­ge­ben wer­den, die Uhrzeit der Stimmabgabe ver­merkt. Ich fand das selt­sam. Sowieso ist die Wahl eher weni­ger anonym in einem so klei­nen Dorf. Auf mei­ne Nachfrage sag­te mir der Wahlhelfer, dass die Verbandsgemeinde das so woll­te. Vielleicht so um die 100 Zettel fin­den sich dann im Kasten und ziem­lich genau könn­te man dann den Zettel den Wählern zuord­nen, gera­de auf dem Dorf.

  3. Also, ich bin auch wäh­len gegan­gen. Da ich ja eine Maskenbefreiung habe, habe ich mir erst gar kei­ne Maske mit­ge­nom­men, wie ich das wohl tue , wenn ich im Bus fah­re und sehr vie­le Menschen um mich sein könn­ten. Selten aber es passiert.
    Impfmobile habe ich nicht gesehen.
    Im Wahlbüro ange­kom­men, hielt ich denen mei­ne Bescheinigung vor die Nase und konn­te unge­hin­dert pas­sie­ren. Da ich ja nicht mehr so gut gehen kann, stell­te man mir sofort einen Stuhl bereit und sorg­te dafür , dass ich gleich dran­kam. Die Schlange reich­te bis zum Kurfürstendamm. Alle waren freund­lich und sehr hilfsbereit.
    Nur die Leute wichen bis an die Wand zurück und hat­ten schein­bar Angst vor einer nicht mas­kier­ten Person.

    1. … @ Weißer Rabe – ich mag ihre Kommentare … Helmut (der gro­ße Bruder) und ich waren heu­te auch unsin­ni­ge Kreuzchen machen, das Lokal war leer – als wir (unmas­kiert) rein­ka­men zogen alle ihre Masken auf …Eine erbärm­li­che Situation … Wir benutz­ten Kugelschreiber ohne Masken … Genutzt hat es aller­dings niemandem …

      1. @ Günter Adams, dem gro­ßen Bruder und d
        Danke .
        Mir tun inzwi­schen die ver­ängs­tig­ten Menschen leid.
        Es sind ja sehr oft Menschen, die nur die gän­gi­gen Medien ken­nen und kei­ne Ahnung haben, wo sie sich sonst infor­mie­ren können.
        Viele haben auch kei­ne Lust , nach einem anstren­gen­den Tag, noch auf "Suche" zu gehen.
        Genau das bezweckt unse­re Regierung. Müde erschöpf­te Menschen.

    2. @Weißer Rabe: Für den "Auraeffekt" reicht es hier schon bei eini­gen den Lappen unter der Nase hän­gen zu haben. Sind nicht all­zu­vie­le aber es gibt sie. Ich fin­de es ehr­lich gesagt amü­sant (irgend­wann wird einer davon mal Sachschaden anrich­ten weil er irgend ein Regal umreißt) aber ich kann mir gut vor­stel­len dass es auch ziem­lich irri­tie­rend sein kann auf die Dauer.

  4. @ d Auch Ihnen mei­nen Dank.
    Ich habe heu­te auch gedacht, die schla­gen sich den Rücken auf.
    Die Gänge waren ziem­lich eng und die Leute stan­den an bei­den Seiten und ich ging unbe­schwert da durch.
    Manche haben das bestimmt als rück­sichts­los emp­fun­den, aber ich habe kein Corvid 19. Bis jetzt wenigstens.

    1. @Weißer Rabe: Für mich ist es ein gewis­ser Zwiespalt. Auf der einen Seite sehe ich kei­nen Sinn dar­in die Menschen zu ängs­ti­gen und Freude berei­tet es mir erst recht nicht aber auf der ande­ren Seite gehen sie mir mit ihrer dümm­li­chen Obrigkeitshörigkeit auch gewal­tig auf die Nerven.

      Allerdings habe ich das Gefühl dass die wirk­lich "schwe­ren Fälle" nur einen ver­schwin­dend gerin­gen Prozenzsatz aus­ma­chen. Die meis­ten Leute machen ein­fach mit um kei­nen Ärger zu haben. Wirklich dar­an glau­ben tun sie nicht. Das ist einer der per­fi­den Aspekte der gan­zen Sache. Jeder sieht um sich her­um lau­ter Menschen die sich "Regelkonform" ver­hal­ten und denkt er wäre mit sei­nen Zweifeln am Sinn der gan­zen Sache alleine.

      Ich mache das inzwi­schen so dass ich mei­ne Maske mög­lichst "alibi­mä­ßig" ver­wen­de und das nicht nur weil es eben wesent­lich beque­mer ist son­dern um zu signa­li­sie­ren "Ich neh­me das nicht ernst!".

      Ich bin sicher kein Held und habe mich vor­sich­tig ran­ge­tas­tet aber mei­ne Erfahrung sagt inzwi­schen dass es eini­ges an Spielraum gibt auf den "Regeln" rum­zu­tram­peln ohne irgend­wel­che Repressionen fürch­ten zu müs­sen solan­ge man den Verantwortlichen die Möglichkeit lässt wegzuschauen.

      Ich habe dabei auch noch den klei­nen Vorteil dass ich nicht die Art Person bin die Otto-Normalbürger ger­ne anspricht ohne sie zu ken­nen und das nut­ze ich scham­los aus. Rein psy­cho­lo­gisch betrach­tet ist das mei­ner Meinung nach auch das ein­zig sinn­vol­le Verhalten. Es ist nicht hilf­reich sich an die "gestör­ten" Verhaltensweisen psy­chisch kran­ker Personen anzu­pas­sen. Weder für die Person noch für einen sel­ber. Alles was man damit erreicht ist dass man sel­ber auch noch krank wird.

      Es ist zwar bestimmt nicht mein per­sön­li­cher Verdienst aber wenn ich mich heu­te an den Orten umse­he an denen offi­zi­ell Maskenpflicht herscht sehe ich durch­aus eine Verbesserung zu den Zuständen vor einem hal­ben Jahr. Da war ich noch prak­tisch allei­ne mit mei­ner "laxen" Auslegung. Jetzt wer­den an vie­len unkon­trol­lier­ten Stellen die "Regeln" bereits von geschätzt 60–75% der Menschen mehr oder weni­ger ein­fach ignoriert.

  5. Vielen Dank für den lan­gen Kommentar. Ich bin heu­te furcht­bar müde und habe mor­gen einen har­ten Tag vor mir.
    Darum nur ein Zitat, was Ihnen, hof­fe ich, gefal­len wird.

    „Mit 90 % aller Menschen nicht über­ein­zu­stim­men, ist eines der wich­tigs­ten Anzeichen für geis­ti­ge Gesundheit.“ Oskar Wilde

    Morgen oder über­mor­gen mehr.

  6. @ d In den Bussen z. B. trägt kaum noch einer FF2 Masken, obwohl eine Durchsage alle 2 Minuten dazu affordert.
    Trotzdem fin­de ich die Situation wei­ter­hin anstren­gend und gefähr­lich, weil doch ein gro­ßer Teil noch mit­macht und ande­re dar­auf , oft sehr rabi­at, dar­auf hinweist.
    Ich sehe vor allem in die­sen Bestimmungen kei­ne Logik und fin­de, dass die Leute, die die­se Bestimmungen , die sie von "oben " bekom­men durch­zu­set­zen ver­su­chen, brandgefährlich.

    Es wird sich so bald nichts ändern, eher ver­schlim­mern und das, obwohl der größ­te Teil der Bevölkerung sei­nen Piers bzw, sei­ne Piekse erhal­ten hat.
    Das sehen Sie jetzt doch an den 2G regeln, dann dar­an, dass Ungeimpfte kei­ne Lohnfortzahlung im Krankheitsfall bekom­men et cete­ra et cetera.
    Das ist alles nicht mehr mei­ne Welt. Und ich kann nur froh seisn, dass ich schon so alt bin und nur noch auf mei­ne 4 Wände ange­wie­sen bin, bis auf weni­ge Ausnahmen.
    Die jun­gen Leute, die spon­tan nir­gends mehr wohin gehen kön­nen, tun mir beson­de­res leid.
    Welche Erinnerungen wwer­den sie mal an ihre Jungendzeit haben?

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