In Thüringen: „Bratwurst-Impfen“ löst Ansturm aus

Dieses Foto gehört nicht zum Artikel mit obi­gem Titel auf bild.de vom 30.7.:

n‑tv.de (9.7.19)

Aber die­ser Text:

»Eine Bratwurst als Belohnung hat der Impfstelle im süd­thü­rin­gi­schen Sonneberg am Freitag einen regel­rech­ten Ansturm auf Covid-19-Impftermine beschert.

Bis zum Nachmittag kamen nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) 250 Menschen, um sich neben der Spritze in den Oberarm auch noch die kuli­na­ri­sche Spezialität abzuholen.

Normalerweise wür­den in der Impfstelle pro Tag durch­schnitt­lich bis zu 140 Impfungen ver­ab­reicht, sag­te der Leiter des KV-Pandemie-Stabs, Jörg Mertz, auf Anfrage. Die Thüringer Bratwurst genießt neben Klößen einen gera­de­zu legen­dä­ren Ruf – auch über die Landesgrenzen hin­aus…«

Der letz­te Satz trifft auf fast alle die­se Aktionen zu. Er sagt schlech­ter­dings nichts aus über die "Impfbereitschaft" in Sonneberg.

24 Antworten auf „In Thüringen: „Bratwurst-Impfen“ löst Ansturm aus“

  1. Schade.Bei die­ser Überschrift hat­te ich eigent­lich gehofft, dass in Ramelowland end­lich auch Bratwürste durch­ge­impft wer­den. Das Risiko, dass sich auch Bratwürste (v.a. Thüringer) mit Covid 19 infi­zie­ren kön­nen, kann nicht ernst genug genom­men wer­den, fin­de ich.

    1. @Matias: Und ich dach­te die Impfung wäre sowie­so schon in der Bratwurst. Oder ist das dann bereits die zwei­te Dosis – Wie jetzt? Minister sind grau­sam. Schluckimpfung – ist mir Wurscht!

    1. Das stimmt. Aber die gibt es auch in Suhl auch ohne das man sich dafür imp­fen las­sen muß.
      Bratwurst frisch vom Grill
      Wir haben für Sie ohne Einschränkungen von Montag bis Samstag ab 11:00Uhr geöff­net und bie­ten Ihnen alle Speisen, die Sie vom Thüringer Imbissgrill gewohnt sind, zum Verzehr bei uns vor Ort an. Wir freu­en uns auf Ihren Besuch.
      Besuchen Sie uns am Imbissgrill
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      https://www.imbissgrill.com/

  2. Ich wür­de den Leuten ein in der Mikrowelle auf­ge­wärm­tes Wiener-Würstchen (12 Stk für 99 Cent) auf som Papp-Teller mit einem Mini-Klecks Senf rei­chen. Von denen hat per se eh kei­ner Niveau und man kann so noch ein paar Euros einsparen.

  3. Tja, man muss halt Prioritäten setzen.
    Und so eine Bratwurst ist ja was, was man extrem sel­ten und nur unter der Ladenteke bekommt.

    1. „Wir sind dabei, das Beste und Wertvollste auf­zu­ge­ben, das wir besit­zen – unse­ren Verstand.“
      Lena Kornyeyeva

      Ich bezweif­le, dass die­se Leute jemals Verstand besaßen.

  4. Wer sich durch so etwas zum Impfen ani­mie­ren lässt, kann man nur als „armes Würstchen“ bezeichnen.

    Wir leben hier mitt­ler­wei­le im größ­ten Freiluftirrenhaus der Welt!

  5. Das passt jetzt nicht wirk­lich zur Bratwurst – ist aber für vie­le Menschen im Alltag sehr viel relevanter:

    (letz­ter Absatz der Spiegel-Kolummne: Ein Armutszeugnis für Angela Merkel)

    "Kein Polster für die Pandemie

    Die Pandemie traf die­sen Bevölkerungsteil beson­ders hart: Menschen mit gerin­ge­rem Einkommen und kei­ner­lei Rücklagen hat­ten kaum Möglichkeiten, die Lockdown-Wellen finan­zi­ell zu über­ste­hen. Besonders betrof­fen waren – Überraschung! – Senioren, Kinder und Sozialhilfeempfängerinnen. Aber auch etli­che Selbstständige rutsch­ten in die Grundsicherung ab: Laut der Bundesagentur für Arbeit haben seit April 2020 132.000 Selbstständige Hartz IV bean­tragt. Das sei­en 112.000 mehr als erwar­tet, erklär­te die Agentur dem »Business Insider«.

    Was die hie­si­ge Armut anbe­langt, waren die Merkel-Jahre von einer prag­ma­ti­schen Gleichgültigkeit geprägt. Bei ech­tem Interesse an sozia­ler Mobilität hät­te man den Hartz-Zombie nicht fast zwei Jahrzehnte künst­lich am Leben gehal­ten. Und ange­sichts des über­durch­schnitt­lich neo­li­be­ra­len und kli­en­tel­po­li­ti­schen Wahlprogramm der Union sieht es für die kom­men­den Jahre gru­se­lig aus. Grob zusam­men­ge­fasst, ent­las­ten laut ZEW-Studie die Steuerpläne der Union haupt­säch­lich Gutverdiener – und benach­tei­li­gen Geringverdiener. Gedanklich arbei­tet man hier immer noch irgend­wo auf dem deli­ran­ten Merz-Märchen-Niveau à la »Warum kau­fen sich die Armen nicht ein­fach mehr Geld?«

    Wie es aus­schaut, wird sich auch die kom­men­de Regierung den Luxus der Armenverachtung leisten.
    Zu alle­dem kom­men die sich jetzt schon abzeich­nen­den Effekte der Klimakrise, deren Konsequenzen als Erstes ein­kom­mens­schwa­che Personen tref­fen werden.

    Es tut mir leid, dass die­se Kolumne so pes­si­mis­tisch endet, aber ich muss Sie hier mit grim­mi­ger Ehrlichkeit in den Tag ent­las­sen: Wie es aus­schaut, wird sich auch die kom­men­de Regierung den Luxus der Armenverachtung leis­ten. Sozial bleibt alles beim Kalten."

  6. Gibt es schon einen Markt für "jung­freu­li­che" (lee­re) Impfpässe mit denen man sich an der Corona-Bratwurst-Stand mehr­fach anstel­len kann?

    Es gibt hier­zu­lan­de inzwi­schen genug Menschen denen es so dre­ckig geht, dass sie sich für die eine oder ande­re Bratwurst sich gern immer mal wie­der gen­imp­fen lassen.

    Demnächst als Wochenend-Familienausflug mit GENImpfwurst für die gan­ze Familie?

    ;-(

  7. Es ist wie bei den Enteignungen – zuerst bie­ten sie Entschädigungen an, spä­ter wird nur noch ent­schä­di­gungs­los enteignet.
    In die­sem Sinne: Nehmt lie­ber jetzt noch die Bratwurst mit, als spä­ter am Stuhl gefes­selt gepiekst zu werden!

  8. https://de.wikipedia.org/wiki/Heilmittelwerbegesetz#Laienwerbung

    "Für ver­schrei­bungs­pflich­ti­ge Arzneimittel darf außer­halb von Fachkreisen nicht gewor­ben wer­den. § 11 HWG ent­hält dar­über hin­aus einen Katalog von Werbeaussagen, ‑inhal­ten und ‑maß­nah­men, die in der Werbung mit Arzneimitteln außer­halb der Fachkreise gene­rell unter­sagt sind. Dazu gehört z. B.

    das Verbot der Werbung mit Empfehlungen durch Wissenschaftler, im Gesundheitsbereich täti­ge Personen oder Prominente,
    das Verbot der Wiedergabe von Krankengeschichten, sofern die­se miss­bräuch­lich, absto­ßend oder irre­füh­rend sind,
    das Verbot der Abbildung von Vorher-Nachher-Darstellungen oder von Krankheitssymptomen, sofern die­se Abbildungen miss­bräuch­lich, absto­ßend oder irre­füh­rend sind,
    das Verbot von Werbeaussagen, die nahe­le­gen, dass sich die Gesundheit bei Nichtverwenden eines Produkts verschlechtert,
    oder

    das Verbot der Werbung mit Preisausschreiben oder Verlosungen, sofern die­se einer unzweck­mä­ßi­gen Verwendung von Arzneimitteln Vorschub leisten.

    Im Jahr 2012 erfuhr das HWG hin­sicht­lich die­ses Kataloges eini­ge wesent­li­che Neuerungen.[10] Dabei wur­den Vorher-Nachher-Darstellungen und Krankengeschichten – bis dato kom­plett ver­bo­ten – mit der Maßgabe erlaubt, dass sie nicht miss­bräuch­lich, absto­ßend oder irre­füh­rend sein dür­fen. Außerdem wur­den die fol­gen­den, bis dato gel­ten­den Verbote aufgehoben:

    das Verbot der Werbung mit Ärzten oder Apothekern in Berufskleidung oder bei der Ausübung ihres Berufs,
    das Verbot der Werbung mit Angaben, wonach das Produkt oder die Behandlung ärzt­lich, zahn­ärzt­lich oder ander­wei­tig fach­lich emp­foh­len oder geprüft ist oder ange­wen­det wird
    das Verbot der Werbung mit fremd- oder fach­sprach­li­chen Bezeichnungen, soweit sie nicht in den all­ge­mei­nen deut­schen Sprachgebrauch ein­ge­gan­gen sind,
    und

    das Verbot von Veröffentlichungen, die zu Selbstdiagnosen ver­lei­ten könnten."

  9. Armer Christian Drosten! Seit andert­halb Jahren macht er sei­nen mit Medienpreisen über­häuf­ten Podcast, ver­sucht als Darsteller des Topvirologen von der Charité die Menschen von der Impfung zu über­zeu­gen – und dann wer­den die von einer Bratwurst überzeugt.

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