Lauterbach fordert neue Promille-Grenze

»Der SPD-Gesund­heits­exper­te Karl Lau­ter­bach for­dert eine deut­li­che Ver­län­ge­rung des seit Mitt­woch gel­ten­den Lock­downs. „Jetzt ist bereits abseh­bar, dass der Lock­down bis zum 10. Janu­ar nicht aus­rei­chen wird, um auf den Inzi­denz­wert von 50 Neu­in­fek­tio­nen je 100.000 Ein­woh­ner und Woche zu kom­men“, sag­te er der „Rhei­ni­schen Post“ (Frei­tags­aus­ga­be).

Der Wert von 50 sei außer­dem „nicht nach­hal­tig genug“, kri­ti­sier­te Lau­ter­bach. „Ich for­de­re, die­sen har­ten Lock­down durch­zu­hal­ten, bis ein bun­des­wei­ter Inzi­denz­wert von weni­ger als 25 Neu­in­fek­tio­nen erreicht ist. Egal, wie lan­ge das dau­ert.“«

Das berich­tet heu­te welt​.de. Es steht zu erwar­ten, daß die Bun­des­re­gie­rung wie­der nach dem Mot­to reagiert "Dein Wil­le geschehe!".

"Drei Mil­lio­nen Todes­fäl­le jähr­lich durch Alko­hol" nann­te aezrte​blatt​.de die welt­wei­ten Zah­len für 2016. "Die drei Mil­lio­nen durch Alko­hol ver­ur­sach­ten Todes­fäl­le, die 2016 regis­triert wur­den, ent­spre­chen 5,3 Pro­zent aller Todes­fäl­le des Jah­res."

»Die Zahl der Todes­fäl­le in Zusam­men­hang mit dem Coro­na­vi­rus stieg bis zu die­sem Tag [17.12.2020] auf über 1,6 Mil­lio­nen.« sagt de​.sta​tis​ta​.com.

12 Antworten auf „Lauterbach fordert neue Promille-Grenze“

  1. Lau­ter­bach, der das Leben auf eine Zahl redu­ziert, spie­gelt das wider, was der Phi­lo­soph Köh­ne im Rah­men sei­ner Buch­vor­stel­lung: "Mini­ma Mor­ta­lia" äußert:
    "Unser Ver­hält­nis zu Krank­heit und Tod ist pre­kär – und speist sich aus einer mas­si­ven Ver­en­gung unse­res Lebens. Wir haben die Lust am Leben ein­ge­tauscht gegen die Gier nicht ster­ben zu müssen,.…. "
    https://​www​.you​tube​.com/​w​a​t​c​h​?​v​=​l​P​z​J​4​h​5​K​eJo

  2. Ich den­ke, es wird Zeit, dar­über zu dis­ku­tie­ren, auf wel­chen rechtlichen/juristischen Wegen man Herrn Lau­ter­bach aus dem Ver­kehr zie­hen kann. Zum einen über­steigt sei­ne Gemein­ge­fähr­lich­keit inzwi­schen jeg­li­ches erträg­li­che Maß. Zum ande­ren ist er offen­sicht­lich ein drin­gen­der Not­fall für die Psychiatrie.

    1. Ich habe schon mehr­fach beim Coro­na-Aus­schuss nach­ge­fragt, war­um sie das The­ma nicht end­lich ein­mal in einer ihrer Sit­zun­gen detail­liert bespre­chen? Der ver­rück­te Pro­fes­sor mit der ver­faul­ten Kau­leis­te ist ja nicht der ein­zi­ge, wenn auch der hei­ßes­te Kan­di­dat für einen eng anlie­gen­den, ärmel­lo­sen Kittel.

  3. Die­ser ver­fluch­te "Inzi­denz­wert" ist eine durch nichts, vor allem nicht epi­de­mio­lo­gisch oder medi­zi­nisch gerecht­fer­tig­te, völ­lig aus der Luft gegrif­fe­ne, will­kür­lich in ein Gesetz geschrie­be­ne Zahl. Eine rein poli­tisch moti­vier­ter Hebel, um ele­men­ta­re Grund­rech­te belie­big außer Kraft set­zen zu kön­nen. Das hät­te nie­mals von den Ver­wal­tungs­ge­rich­ten akzep­tiert wer­den dür­fen; dann wäre (hof­fe ich zumin­dest) nie­mand auf die hirn­ris­si­ge Idee gekom­men, das auch noch in den § 28a eines Bun­des­ge­set­zes reinzuschreiben.

    0,5 Pro­mil­le ent­spre­chen einer "sel­te­nen Krank­heit". Und dafür fah­ren wir das gesam­te Sys­tem gegen die Wand.

    Lau­ter­bach wird für das, was er da seit Mona­ten betreibt, frü­her oder spä­ter die Quit­tung krie­gen. Wenn er Glück hat, ist es ein ordent­li­ches Gerichts­ver­fah­ren. Wenn er Pech hat, macht er mal Bekannt­schaft mit einem der­je­ni­gen, an deren Exis­tenz­ver­nich­tung auch er maß­geb­lich betei­ligt gewe­sen ist. Dann hät­te er immer­hin einen Grund, sich die Zäh­ne neu machen zu las­sen. Sofern er danach über­haupt noch wel­che brau­chen sollte.

    1. Der Inzi­denz­wert der Influ­en­za liegt nor­ma­ler­wei­se bei etwa 1000. Und da geht es um tat­säch­lich kran­ke Men­schen, um echt infizierte.

      Und, haben wir des­we­gen je unser Land an die Wand gefah­ren, das Land gespal­ten, Kin­der trau­ma­ti­siert und Irren unend­li­che Sprech­zeit in Talk­shows gegeben?

  4. Das reicht nicht. Wenn es auch nur ein ein­zi­ger Mensch in Deutsch­land wagt zu ster­ben, dann bedeu­tet das min­des­tens einen har­ten, wenn nicht sogar einen tota­len Lock­down, der erst gelo­ckert wird, wenn inner­halb eines Jah­res sich nie­mand mehr erdreis­tet zu sterben.

    Nur so bekom­men wir das Leben in den Griff. Der Schutz des Lebens hat die obers­te Prä­mis­se. Der Tod steht dem ent­ge­gen. Wenn man tot ist, kann man kei­ne Grund­rech­te, kein Leben, kei­ne Frei­heit, kein Glück und kei­ne Selbst­be­stim­mung mehr wahr­neh­men. Daher muss sich all das nun unter­ord­nen, damit das Leben siegt!

    Digi­ta­le Immu­ni­täts­aus­wei­se, digi­ta­le Erfas­sung aller Daten und Taten aller Men­schen, gen­tech­no­lo­gi­sche Opti­mie­run­gen des Kör­pers und Psy­cho­lo­gen, die unser mög­li­ches Zwei­feln im Hir­ne til­gen, wer­den uns dabei helfen.

    Für das Leben!

  5. "Ich for­de­re, die­sen har­ten Lock­down durch­zu­hal­ten, bis ein bun­des­wei­ter Inzi­denz­wert von weni­ger als 25 Neu­in­fek­tio­nen erreicht ist. Egal, wie lan­ge das dauert."

    Jawoll. Durch­hal­ten. Und bloß kei­nen Schritt zurück wei­chen. Bis zum End­sieg. Hat Oppa in Sta­lin­grad auch gemacht.

  6. Der Job des Hof­narrs am Königs­hof scheint ein attrak­ti­ver zu sein. War­um sonst wür­de man sich bei wachem Geist und gesun­der Psy­che der­ma­ßen instru­men­ta­li­sie­ren las­sen? ("Steck das mal dem Lau­ter­bach, der posaunt das raus.") 

    Oder ist das schon der End-Zustand der SPD, die sich dar­über freut, einen der ihren vor dem Burg­tor als Hau-den-Lukas auf­stel­len zu dürfen?

    Nein, nein, ganz falsch, jetzt weiß ich's: Man hat sich Söders Har­te-Hund-Num­mer, mit der die­ser angeb­lich soviel Zustim­mung ein­fährt in sei­nem Bestre­ben, der nächs­te Bun­des­kanz­ler zu wer­den, abge­schaut. Und weil Olaf Scholz bis­her nicht durch Kom­men­ta­re zu den Maß­nah­men auf­ge­fal­len ist, schiebt man Lau­ter­bach vor. Getreu dem Mot­to "Haupt­sa­che SPD, irgend­was wird beim Wäh­ler schon hän­gen bleiben!"

    Oder meint der Lau­ter­bach das am Ende ernst?

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