Manchmal fliegt es auf

»Regionalverband/RKI-Inzidenzwert falsch

Aus dem Regionalverband Saarbrücken sind am Mittwoch fast 120 Fälle dop­pelt an das Robert-Koch-Institut (RKI) gemel­det wor­den. Deswegen erscheint auf dem RKI-Dashbord die Inzidenz 228,8. Nach Zahlen des Gesundheitsministeriums lag die Sieben-Tage-Inzidenz am Mittwoch aber mit 173,5 deut­lich unter dem Wert von 200. Die Fälle wer­den elek­tro­nisch an das RKI gemel­det. Wieso die Fälle aus dem Regionalverband dop­pelt gemel­det wur­den, ist nach Angaben des Gesundheitsministeriums noch unklar. Gemeinsam mit dem RKI wer­de nun eine Datenbereinigung angestrebt.«
sr.de

Dazu paßt aus Berlin:

»Im Zusammenhang mit der bun­des­wei­ten Corona-Notbremse gibt es laut Gesundheitsverwaltung eine Änderung an der Berliner Corona-Statistik, die in den täg­lich aktua­li­sier­ten Lagebericht ein­fließt. Nunmehr wer­den dort nur noch die Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) ver­wen­det und veröffentlicht.«
bz-berlin.de

5 Antworten auf „Manchmal fliegt es auf“

  1. Ist die Behörde nun scha­dens­er­satz­pflich­tig, wenn sie fal­sche Inzidenzen mel­det, was ja zu Umsatzausfällen bei zahl­rei­chen Händlern führt?

    1. Seit wann sind Behörden ver­ant­wort­lich dafür, was sie tun ?
      "Wenn du kei­ne Verantwortung tra­gen willst, dann wer­de Beamter." Tucholsky

  2. Ein gewis­ser Anteil “ver­se­hent­li­cher” Falschmeldungen, selt­sa­mer­wei­se immer nur nach oben(…), scheint Teil des men­schen- und gesell­schafts­ver­ach­ten­den Konzeptes zu sein, eben­so kann davon aus­ge­gan­gen wer­den, dass die Zahlen immer zu einem gewis­sen Teil “fri­siert” sind – nach­prü­fen kann es ja sowie­so kein ein­zi­ger Bürger.
    Trotz aller Kritik und nach­weis­li­cher Nichteingnung der Melderate, hält die Politik eisern dar­an fest, alles an die­ser Zahl fest­zu­ma­chen, weil die­ser Wert ja nach Lust und Laune ver­kün­det wer­den kann und mitt­ler­wei­le auch das Krankengeschehen nicht mehr ansatz­wei­se zur Plausibilisierung der Melderaten her­an­ge­zo­gen wer­den kann. Offenbar brin­gen auch die mas­sen­haf­ten Tests von Kindern und der ein­ge­schüch­ter­ten Bürger nicht mehr den nöti­gen Nachschub.

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