Mehr Diktatur wagen

So lau­tet der erfreu­lich ehr­li­che Titel eines Gastbeitrags von Thomas Brussig auf sueddeutsche.de am 9.2. (Bezahlschranke). Natürlich soll er pro­vo­zie­ren, und ich tue dem Autor den Gefallen. Er beginnt mit einer Täuschung:

»Die Corona-Krise ist auch bei sin­ken­der Inzidenz eine Ohnmachtserfahrung geblie­ben. Trotz aller Beschränkungen des täg­li­chen Lebens, trotz Impfbeginn ist ein Ende der Zumutungen nicht abseh­bar – obwohl es eini­ge weni­ge Länder ver­moch­ten, das Virus aus­zu­schal­ten. Die coro­nabe­ding­te Ohnmachtserfahrung wur­zelt dar­in, dass wir die Corona-Krise mit den Mitteln der Demokratie bewäl­ti­gen müs­sen.«

Denn die Beschränkungen des täg­li­chen Lebens stel­len für die Menschen eine Ohnmachtserfahrung dar nicht etwa wegen eines Virus, son­dern wegen poli­ti­scher Entscheidungen, die wenig mit Mitteln der Demokratie zu tun haben, aber viel mit dem Wahn, das Virus auszuschalten.

Wenn das Volk falsch wählt

Es geht dem Autor nur vor­der­grün­dig um eine ver­meint­li­che Pandemie. An zwei Beispielen macht er deut­lich, wie sehr er das dum­me Volk ver­ach­tet, wenn es aus dem Ruder läuft. Zum einen geht es um Trump und "dass eine sol­che Figur über­haupt Wahlen gewin­nen konn­te", jemand, der "als pein­li­cher Präsident durchs Amt ran­da­lier­te". In die­sem Bild wird aus­ge­blen­det, daß so ziem­lich alle US-Präsidenten seit dem Kalten Krieg für Kriegsverbrechen, Interventionen in unfolg­sa­men Ländern und Rassismus zu Hause ste­hen – sie haben das in der Tat nicht ganz so pöbel­haft unter­nom­men wie Trump. Nur dafür schämt sich der Autor fremd. Solange das Volk Verbrecher mit Manieren wählt, ist Demokratie in Ordnung.

Zum zwei­ten führt er den Brexit an. "Der Brexit hin­ge­gen mach­te Demokratie zur Karikatur". Denn nicht nur in einer Volksabstimmung ent­schie­den sich die BritInnen nicht so wie erwar­tet: "Drei fol­gen­de Wahlen (zwei­mal Unterhaus, ein­mal Europaparlament) mach­ten den Brexit end­gül­tig zum demo­kra­tisch ein­ge­bet­te­ten Wahnsinn." Es empört ihn, daß die­ser Wahnsinn nicht so ein­fach rück­gän­gig gemacht wer­den konn­te wie die Volksentscheide in meh­re­ren Ländern der EU gegen die neo­li­be­ra­le euro­päi­sche Verfassung. Die konn­te auf ande­ren (unde­mo­kra­ti­schen) Wegen umbe­nannt und eta­bliert wer­den. Bekanntlich läßt man bei der­ar­ti­gen Anlässen schon mal so oft wäh­len, bis das gewünsch­te Ergebnis vorliegt.

Nur leicht mit einem "lei­der" kaschiert folgt die Bewunderung für China:

»Die Marktwirtschaft im Ein-Parteien-Staat glänzt mit Wachstumsraten, Wohlstand und tech­no­lo­gi­schen Spitzenleistungen, ob in Architektur, Raumfahrt, KI…

Und lei­der fin­det sich – wie­der mit China, aus­ge­rech­net – auch ein Beispiel, dass ein auto­ri­tär ver­fass­tes Land das Virus schnell los­wur­de und die zwei­te Welle rasch zum Erliegen brachte.«

Die hei­li­ge Kuh "Marktwirtschaft" ist der zen­tra­le Bezugspunkt, da kann eine kom­mu­nis­ti­sche Partei tole­riert wer­den. Mit auto­ri­tä­ren Verfasstheiten hat­te Markwirtschaft oder weni­ger beschö­ni­gend der Kapitalismus noch nie ein Problem.

"Impotenz der Demokratie"

Der Autor wird als altern­der Psychologe wis­sen, wie er zu die­sem Begriff kommt. Update: Das ist Unfug, par­don. Der Mann hat ein Soziologiestudium begon­nen und wur­de dann Filmemacher.

»Ist die­se "Impotenz der Demokratie" ein ein­ge­schrie­be­ner Makel, oder kann der Pandemiebekämpfer sei­nen Werkzeugkoffer auch in einer Demokratie aus­pa­cken? Nun, der effek­ti­ve Pandemiebekämpfer muss auf der Höhe der Forschung sein. Der demo­kra­ti­sche Pandemiebekämpfer hin­ge­gen muss eine Mehrheit gewin­nen, einen Konsens bil­den und einen Kompromiss fin­den. Derlei ist der Wissenschaft fremd.«

Was er hier als demo­kra­ti­sche Pandemiebekämpfung beschreibt, ist eine Schimäre. Zu kei­nem Zeitpunkt wur­de auch nur ein Konsens unter VirologInnen gesucht, geschwei­ge denn um einen Kompromiß mit ande­ren Disziplinen gerun­gen. Mehrheitsfindungen sind auf allen poli­ti­schen Ebenen seit lan­gem admi­nis­tra­ti­vem Durchregieren gewi­chen. Dennoch behaup­tet Brussig:

»Wie mit dem Coronavirus umzu­ge­hen ist, ist Behau der Wissenschaft, und nur der Wissenschaft. Dazu ein Gedankenexperiment: Angenommen, es gäbe ein Virus, so her­vor­ra­gend über­trag­bar wie das Coronavirus, aber so töd­lich wie der Tollwut-Erreger; eine Infektion wäre also das siche­re Todesurteil. Da wäre es glat­ter Selbstmord, für Ratschläge aus der Wissenschaft erst nach Mehrheiten, Kompromissen und Konsensen zu suchen. So weit das Gedankenexperiment. Nun zurück zur Realität, in der das Coronavirus nicht jeden Erkrankten tötet, son­dern nur einen von etwa 30. Dieser Umstand gau­kelt vor, es gäbe Spielräume. Nur: Ab wel­chem Schwellenwert hat die Wissenschaft das Sagen? Wenn jeder Zweite stirbt? Genügt bereits jeder Zehnte? Die Antwort: Ab dem Punkt, an dem die Lage ernst ist. Und wenn täg­lich Menschen ster­ben in der Größenordnung von Flugzeugabstürzen, ist sie schon lan­ge ernst.«

Wissenschaft als Religion

Sein Bild von Wissenschaft ist reli­gi­ös. Als gebe es nicht selbst in der Medizin Prinzipien von Gutachten und Gegengutachten, neu­deutsch peer reviews. Als exis­tie­re die von der Kanzel ver­kün­de­te wis­sen­schaft­li­che Wahrheit oder ein Wissenschafts-Papst (namens Drosten?). Als kön­ne die Gesellschaft aus der wis­sen­schaft­li­chen Erkenntnis der Atomspaltung nicht die Schlußfolgerung zie­hen, damit Mordwaffen her­zu­stel­len, die Energieversorgung zu gestal­ten oder wegen ihres Gefährdungspotentials die Finger davon zu lassen.

Brussig betreibt ein per­fi­des Spiel mit dem Sterben. Denn auch bei die­sem Thema wird gesell­schaft­lich aus­ge­han­delt oder über öko­no­mi­sche und poli­ti­sche Macht bestimmt, wel­che Spielräume wem bei der Lebenserwartung zuste­hen. Es ist kei­ne Frage der Wissenschaft, wenn jähr­lich Millionen Menschen ver­hun­gern oder an behan­del­ba­ren Krankheiten ster­ben. Der Zeitpunkt des Sterbens wird auch fest­ge­legt über den Zugang zu sau­be­rem Wasser, über die Arbeits- und Lebensbedingungen all­ge­mein. Welche Krankheiten bekämpft wer­den und wel­che in wel­chen Weltgegenden tole­riert wer­den von den nicht Betroffenen, ist eine Frage von Politik und Wirtschaft und kei­ne der Wissenschaft.

Deshalb ist es eine Scheindiskussion, die der Autor vorführt:

»Die wei­che Stelle unse­res Systems zeigt sich in der Schwerfälligkeit und Unfähigkeit, not­wen­di­ge Maßnahmen auf den Weg zu brin­gen. Die Politik führt ihre Debatte von der Wissenschaft ent­kop­pelt, viel zu oft fra­gen Politiker, "was" bezie­hungs­wei­se "wie lan­ge man (es) den Menschen noch zumu­ten kann". Als käme es dar­auf an. Hier tobt ein Virus, mit dem sich weder ver­han­deln noch das sich über­zeu­gen oder ein­schüch­tern lässt. Wollen wir das Virus los­wer­den, sind wir gezwun­gen, bestimm­te Maßnahmen zu ergrei­fen. Dank der Wissenschaft wis­sen wir, wel­che Maßnahmen nötig sind, wir wis­sen sogar, wel­chen Preis wir zah­len müs­sen, wenn sie aus­blei­ben. Natürlich kann dage­gen pole­mi­siert oder pro­tes­tiert wer­den, Prognosen kön­nen nach Belieben dra­ma­ti­siert oder ver­harm­lost wer­den. Aber das Geschehen wird durch einen Akteur domi­niert, dem das alles egal ist.«

Gebt den Leugnern ihre Diktatur!

»Ist das Virus gebannt, keh­ren wir ger­ne zurück zur gelieb­ten Normalität

"Mehr Diktatur wagen!" wäre das Gebot der Stunde. Dass aus­ge­rech­net die Corona-Leugner eine "Corona-Diktatur" her­auf­zie­hen sehen, soll­te erst recht Grund sein, sie zu wol­len. Die Leugner sind außer­stan­de, die Gefahr durch das Virus ein­zu­schät­zen, aber sie ahnen, wie ihr bei­zu­kom­men ist. Ist das Virus gebannt (wie schnell das gehen kann, mach­ten Südkorea oder Singapur vor), keh­ren wir zurück zur gelieb­ten Normalität. Dass uns die Pandemie in einen Ausnahmezustand ver­setzt, ist wört­lich zu neh­men. Der Regelzustand bleibt die Demokratie, mit ihren Freiheiten und Grundrechten.«

Das ver­bin­det die oben genann­te Analyse "Die Lage ist ernst" mit dem von allen Diktatoren und Putschisten vor­ge­tra­ge­nen Versprechen, nach Überwindung der Notlage zur Demokratie zurückzukehren.

»Die Demokratie soll­te ihre Rituale und Umständlichkeiten nicht so wich­tig neh­men, ihrer Legitimität zulie­be. Nichts wäre ihr so abträg­lich wie der Verdacht, dass sie nur um ihrer selbst wil­len exis­tiert, jedoch nicht, weil sie die heu­ti­gen Probleme bes­ser lösen kann als ande­re Staats- und Regierungsformen.«

Und dies unter­schei­det DemokratInnen von Herrn Brussig. Für sie ist Demokratie nicht ein Mittel zur Behebung einer von Hohepriestern ver­kün­de­ten "erns­ten Lage", son­dern nicht ver­han­del­ba­re Grundlage gesell­schaft­li­chen Lebens. Frau Merkel hat das Ziel einer "markt­kon­for­men Demokratie benannt". Brussig über­führt die­sen Gedanken ins Extremistische. Seine Provokation folgt der von Sarrazin. Man wird ja noch mal sagen dür­fen, ein biss­chen Diktatur hat noch nie­man­dem geschadet.

35 Antworten auf „Mehr Diktatur wagen“

  1. Entlarvende Analyse. Leider hat das grenz­de­bi­le und grund­ge­setz­feind­li­che Psychologengeschwafel, auf die sie sich bezieht, mehr Reichweite.

    Die wehr­haf­te Demokratie müss­te jetzt "alter­na­tiv­los" aktiv wer­den, alles ande­re wäre "unver­zeih­lich" – aber lei­der sind Staats- und Verfassungsschutz nicht der "frei­heit­lich-demo­kra­ti­schen Grundordnung" ver­pflich­tet, son­dern dem Regime, das eben die­se mit Füßen tritt, unter dem Beifall und flan­kiert von Verfassungs- und Volksfeinden (Volk nicht im eth­ni­schen, son­dern im sozia­len Sinn) wie dem oben genannten.

  2. Dies alles ist so unfaßbar.

    Mehr und mehr kom­me ich zum Schluß, daß seit dem letz­ten "Großen Krieg" die unge­stör­te Entwicklung der "Technokratie" der gleich­zei­ti­gen Weiterentwicklung der mensch­li­chen "Gesellschaft" unauf­hol­bar auf und davon gelau­fen ist.

    Ich nei­ge sehr zu Gunnar Kaisers Überlegung, sich "Inseln zu schaf­fen", auf denen wir Covidioten viel­leicht rela­tiv unge­stört über­le­ben kön­nen. M.E. wird das nur in gro­ßer Entfernung von den USA, Europa und China mög­lich sein.

  3. Das schlimms­te an die­sem Artikel, der für die SZ auch nichts beson­de­res ist (er könn­te auch von Heribert Prantl stam­men, je nach­dem wie der gera­de drauf ist), ist die Anspielung auf das Brandt-Zitat.
    Der gute Willy dreht sich aber ver­mut­lich nicht mehr im Grab um, weil sich der Aufwand auch ange­sichts der heu­ti­gen SPD nicht mehr lohnt.

  4. Mehr Kriegsverbrechen wagen.

    Krieg ist Behau des Militärs, und nur des Militärs. Deswegen soll­te das Militär wäh­rend eines Krieges den Ton ange­ben. Die Genfer Konvention soll­te zu Kriegszeiten außer Kraft gesetzt wer­den. Sie ist für Friedenszeiten gut geeig­net, aber wäh­rend des Krieges zeigt sich die Schwerfälligkeit und Unfähigkeit, die mit ihrer Befolgung einhergeht.

  5. Das ist wie mit dem Satz aus dem Erlkönig:
    … "und bist Du nicht wil­lig, so brauch ich Gewalt!" Oder der Erziehungsgrundsatz aus den 50–60-gern: "Ein paar Prügel haben noch kei­nem Kind geschadet".
    Ganz sim­pel und prag­ma­tisch, über jeden Zweifel oder Gewissensbisse erhaben!

    1. Täglich ster­ben in Deutschland etwa 3000 Menschen. Wenn der täg­li­che Flugzeugabsturz sol­che Dimensionen annimmt, soll­ten wirk­lich weni­ger Menschen fliegen…
      Manchmal hilft nur noch Sarkasmus.

      Ich frag mich auch zuneh­mend: wenn das Volk demo­kra­tisch eine Diktatur wählt, ist das dann auch eine Demokratie?

  6. Ein Erziehungsgrundsatz aus den 60–70ern: „Affen und Kinder sind unbe­re­chen­bar.“ Anonym blei­ben­der Pädagogischer Leiter eines Studienseminars an einem Gymnasium in Südhessen. Ist abzu­wan­deln: Affen sind viel­leicht unbe­re­chen­bar. Alternde Psychologen mit beque­mer aus­kömm­li­cher Pension ganz gewiß. 

    1945 war in einer Hinsicht bes­ser: auch die Leute, die 1932 den Kopf, ihre Vernunft und ihre Würde ver­lo­ren hat­ten sahen die Trümmer, die Flüchtlinge, den Hunger als Folge ihrer Handlungen. Die Leute hier, die seit Ende März den Verstand abge­ge­ben haben, wir nen­nen sie „Zeugen Coronas“, sehen immer noch – nichts. 

    Wir reden von einer virus­be­ding­ten win­ter­li­chen Erkältungskrankheit mit einer mode­ra­ten Sterblichkeit von 0,02% für Menschen zwi­schen 0 und 70 Jahren Lebensalter. Sie kann bei 5–7% der Menschen der sog. Risikogruppe einen meist töd­li­chen Cytokin-Sturm auslösen.
    Durch einen Test des Vitamin-D3-Gehalts im Blut kann man abschät­zen ob man dazu gehört. Er soll­te bei 40–50 ng/ml liegen.
    Das Ziel ist damit ange­mes­sen und ver­hält­nis­mä­ßig umzugehen.

    1. 1945 war Kriegsende.

      Wenn die­ser Krieg zu Ende ist, wer­den wir auch "die Trümmer, die Flüchtlinge, den Hunger als Folge ihrer Handlungen" sehen. 

      Bis dahin mer­ken wie­der mal die wenigs­ten was oder hof­fen, dass es gar so schlimm ja schon nicht kom­men mag.

  7. was für ein wider­li­cher und dum­mer Aufsatz. Einer, der nichts im Hirn hat, aber sofort begrif­fen hat, wer zum Abschuss frei­ge­ge­ben ist und auf wes­sen Kosten man sich wich­tig machen kann: die angeb­li­chen "Coronaleugner." Leute wie Brussig sind die­se Opportunisten, die immer auf der Zeitgeistwelle sur­fen, kei­ner­lei Grundsätze haben und auf die­se Weise immer irgend­wie ihr Schäfchen ins Trockene bringen.

    1. "… sind die­se Opportunisten, die immer auf der Zeitgeistwelle sur­fen, kei­ner­lei Grundsätze haben und auf die­se Weise immer irgend­wie ihr Schäfchen ins Trockene bringen."

      Schlimmer noch sind die, die über­haupt nicht den­ken und dann, z.B. mir heu­te, sagen: "Aber die Friseure haben doch noch gar nicht so lan­ge zu leiden."

      Es mag über­trie­ben klingen:Aber wegen sol­cher Leute ist AH an die Macht gekommen.

  8. Ich konn­te schon mit Brussig‘s Ostalgiebüchern herz­lich wenig anfangen. 

    Letztlich scheint mir sein hoch­ge­sto­che­nes Psychologengebabbel der ein­fa­che Wunsch eines altern­den Mannes nach einer fes­ten Hand zu sein, die zu sei­nem Schutz hart durch­greift und ihm die Angst um das eige­ne jäm­mer­li­che Leben nimmt.

    1. Ich muss jetzt mal an die­ser Stelle mei­ne Zunft ver­tei­di­gen: Herr Brossig ist näm­lich weder Psychologe noch Soziologe, son­dern laut Wikipedia:
      "Thomas Brussig ver­brach­te sei­ne Kindheit im Ostteil Berlins. Nach zehn­jäh­ri­gem Schulbesuch absol­vier­te er eine Berufsausbildung mit Abitur zum Baufacharbeiter, die er 1984 abschloss. Danach folg­te der Grundwehrdienst in der VP-Bereitschaftspolizei.[2] Bis 1990 arbei­te­te er in ver­schie­de­nen Jobs. 1990 begann er ein Soziologie-Studium an der Freien Universität Berlin und wech­sel­te dann 1993 an die Filmhochschule „Konrad Wolf“ in Potsdam-Babelsberg, wo er im Jahr 2000 als Diplom-Film- und Fernsehdramaturg sei­nen Abschluss machte.….."
      https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Brussig

  9. @gelegentlich: Sie haben recht, Corona ist eine mil­de Krankheit; aber mei­ne Befürchtungen gehen da hin, dass das nur der Anfang einer schlim­me­ren Serie von Anschlägen auf unse­re Gesundheit ist, weil die Akteure den Hals nicht voll genug krie­gen und sich wie die Mafia benehmen.
    Gates hat ja bereits zynisch grin­send mit einem schlim­me­ren Virus gedroht, der sicher so rich­tig Beachtung fän­de und auch Drosten erklär­te schon M.E.R.S zum nächs­ten Virus- Pandemie- Kandidaten, an dem er wie­der for­schen will.
    Wenn schon Corona zur Aussetzung unse­rer Grundrechte gereicht hat, wie wür­de das erst bei einem etwas töd­li­che­ren Virus aussehen?
    Das muss mit allen recht­li­chen Mitteln ver­hin­dert wer­den, und sei es mit der sofor­ti­gen Schließung und dem Verbot aller pri­va­ten Biowaffenforschungs- Labore, wie zB TibMolbiol oder GenExpress. Sonst ist die staat­li­che Kontrolle über jeg­li­che Art von Biowaffen- Produktion nicht sicher gestellt.

  10. In Dänemark gehen die Kinder ohne Masken in die Schule. In Deutschland wird noch nicht mal an Öffnung gedacht, und wenn, dann nur mit irren Hygieneregeln. Wie kön­nen nur so absur­de Parallelrealitäten entstehen?

  11. Herr Brussig: "Angenommen, es gäbe ein Virus, so her­vor­ra­gend über­trag­bar wie das Coronavirus, aber so töd­lich wie der Tollwut-Erreger; eine Infektion wäre also das siche­re Todesurteil. Da wäre es glat­ter Selbstmord, für Ratschläge aus der Wissenschaft erst nach Mehrheiten, Kompromissen und Konsensen zu suchen. So weit das Gedankenexperiment. Nun zurück zur Realität, in der das Coronavirus nicht jeden Erkrankten tötet, son­dern nur einen von etwa 30."

    Der Herr Brussig lebt irgend­wie immer noch am Anfang Januar 2020, als die WHO mit der IFS von 3% um die Ecke kam. Inzwischen wis­sen wir mehr: die IFS liegt eher bei 0,2%, also ein Toter pro 500 Infizierte.
    Wenn hier wirk­lich die Pest oder Ebola wüten wür­den, brauch­te sich nie­mand mehr um irgend­wel­che demo­kra­ti­schen Mehrheiten bemü­hen. Die Leute wür­den ihre Sachen packen und flie­hen, so weit sie könn­ten. Das ist geleb­te Demokratie mit den Füssen.

    Wenn ich könn­te, ich wür­de jetzt auch flie­hen. Aber nicht vor dem ima­gi­nä­ren Virus, son­dern vor der dro­hen­den Diktatur.
    Nur, wohin?
    Überall hat sich das Diktaturvirus breit gemacht. Nirgends scheint es Lücken zu geben. Selbst Schweden hängt am Anders Tegnell Faden. Wenn der mal einen selt­sa­men "Unfall" oder "Selbstmord" erlei­den soll­te, bekom­men die Schweden auch die vol­le Schönheit der Diktatur zu spüren.
    Wo bit­te gibt es die­se Insel der Glückseligen, die die­ser glo­ba­len Diktatur ent­flo­hen sind?

  12. So wie es aus­sieht in Tanzania. Die „Pandemie“ kam dort nie rich­tig auf die Füße, Papayablätter, Ziegen und ein lis­ti­ger Staatschef waren im Wege. Die hier übli­chen Pfusch-Tests sind ver­bo­ten. Also kann nie­mand künst­li­che Panikhysterie betrei­ben. Die haben das was sie immer schon hat­ten: ab und zu Erkältungskrankheiten, an denen durch­aus ab und zu auch jemand stirbt.
    Hier hat man ver­ges­sen zu notie­ren dass die Weltbank eine Kreditzusage an Weissrussland mit der Bedingung ver­knüpf­te gegen alle erfahr­ba­ren Fakten auch unse­re Spielart von „Lockdown“ mit­ma­chen zu müs­sen, sogar der Mongolei hat man ver­sucht das auf­zu­drü­cken. Und den­noch ging kaum einem ein Licht auf.
    Die 3. Welt hat uns über­holt. Erst ließ man sich von der WHO-Truppe in die­se „Lockdowns“ schwat­zen in Peru, dann wur­de es grauß­lich und in Teilen des Landes hör­te man auf die „Covidioten“. Die hat­ten von einem sehr wirk­sa­men preis­wer­ten Medikament erfah­ren, iver­mec­tin. Und es wur­de sehr unter­schied­lich in ein­zel­nen Provinzen ein­ge­setzt (grau­blau) oder nicht (rot), weil dort die Zeugen Coronas über­mäch­tig waren. Das Resultat sieht man
    hier . Besser kann man nicht demons­trie­ren dass es töd­lich ist den Zeugen zu glau­ben. – Eine Insel der Glückseligen kann ich nicht nen­nen. Ich wür­de dort­hin schau­en wo die Mehrheit der Gesellschaft den eige­nen Medien, sagen wir aus Gewohnheit, eh kei­nen Glauben schenkt.

  13. Seit wann ist der Brussig denn Psychologe? Normalerweise kennt man ihn nur als (sehr) ehe­ma­li­gen "Kultbuch"-Autor (aus den 1990er Jahren). Die "Süddeutsche" könn­te das nächs­te Mal auch einen Kaninchenzüchter bit­ten, sich über den Konflikt im Libanon zu äußern (was nicht heißt, daß dabei nicht Subtantielleres zustandekäme).

  14. "kann der Pandemiebekämpfer sei­nen Werkzeugkoffer auch in einer Demokratie auspacken? "

    - Der Inhalt des Werkzeugkoffers ist unter Bundespandemieplan COVID / RKI zu besichtigen.
    Das Problem ist offen­sicht­lich eher, dass den Pandemiebekämpfern die Benutzung IHRES Werkzeugkoffers von der Panhysterie aus der Hand geschla­gen wur­de. Alles im BPP ist demo­kra­tie­kom­pa­ti­bel – kein Wunder: Der Plan ist, wie es das IfSG WAR, rechtskonform.

  15. "Mehr Diktatur wagen"
    Dem Wunach wird prompt entsprochen:
    Die Stadt Köln geneh­migt einen STEHENDEN SchweigeMARSCH mit einer auf 10 (zehn) Personen begrenz­ten Teilnehmerzahl, sofern Maskenpflicht und Zwangsabstand ein­ge­hal­ten werden.
    Und for­dert den Anmelder auf, sein Vorhaben ange­sichts eines mög­li­cher­wei­se schlech­ten Eindrucks in der Öffentlichkeit doch nochmal,gänzlich zu über­den­ken. Sollte die­ser dabei nicht zum gewünsch­ten Ergebnis kom­men (den Schweigemarsch abzu­sa­gen), behält sich die Stadt wei­te­re Maßnahmen vor:

    vgl. https://norberthaering.de/die-regenten-der-welt/demonstrationsfreiheit/

  16. 12.10.18: "Die Menschheit steht vor dem Kollaps, meint Graeme Maxton. Angesichts der dro­hen­den Klimakatastrophe for­dert der Ökonom und ehe­ma­li­ge Generalsekretär des «Club of Rome» dras­ti­sche Massnahmen, mehr Verbote und weni­ger Wachstum. Yves Bossart fragt, wie das gehen soll und war­um uns das so schwerfällt."
    Aussagen in dem Film: "Wir brau­chen Katastrophen, damit sich etwas ändert … Wir müs­sen han­deln wie in einer Kriegssituation. Da kann man nicht bei­de Seiten aus­ge­wo­gen in den Medien zu Wort kom­men las­sen. Das ver­wirrt die Leute nur. … Wir brau­chen einen Wirtschaftsrückgang von 3% pro Jahr für die nächs­ten 20 Jahre. … Demokratie ist ein Hindernis. …"
    https://www.youtube.com/watch?v=c9EK9X597KM

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