Niedersachsen sagt geplante Corona-Impfungen für Schüler ab

Eine gute Nach­richt, wenn der Grund auch eher pein­lich ist:

»Das Land Nie­der­sach­sen kann die ange­kün­dig­ten Coro­na-Imp­fun­gen von Schü­le­rin­nen und Schü­lern vor den Som­mer­fe­ri­en nicht durch­füh­ren. Grund ist der feh­len­de Impfstoff…

Dem­nach soll­ten die rund 450.000 Kin­der und Jugend­li­chen vor Beginn und zum Ende der Som­mer­fe­ri­en gegen Coro­na mit dem Biontech/P­fi­zer-Vak­zin geimpft werden…

Die Lan­des­re­gie­rung will nun wei­ter an einem Kon­zept für die Schü­ler in Nie­der­sach­sen arbei­ten – auch wenn das ohne die zusätz­li­chen Impf­stoff­do­sen schwer wer­den dürfte.

Kritik an unterschiedlichen Einschätzungen von EMA und Stiko

Direkt nach dem Gip­fel hat­te sich Minis­ter­prä­si­dent Ste­phan Weil (SPD) ent­täuscht gezeigt und Kri­tik an der Sti­ko geübt. Die Stel­lung­nah­me und die Emp­feh­lung der Kom­mis­si­on steht aber noch aus. Sie wird für die kom­men­den Tage erwar­tet. Recht­lich bin­dend sei ihre Emp­feh­lung nicht, beton­te Weil. Aller­dings habe sie gera­de bei den Ärz­ten einen hohen Stel­len­wert. Nach Weils Ein­schät­zung wird die Sti­ko eine Imp­fung für die Alters­grup­pe der 12- bis 15-Jäh­ri­gen nur ein­ge­schränkt emp­feh­len. Er kri­ti­sier­te die unter­schied­li­chen Ein­schät­zun­gen von EMA und Sti­ko. "Das löst Ver­wir­rung, Fra­ge­zei­chen und Ver­un­si­che­rung aus", sag­te er. "Ich wür­de mir ein kla­re­res Ver­fah­ren wünschen."

Stiko zeigt wenig Verständnis

Sti­ko-Chef Tho­mas Mer­tens hat für die nie­der­säch­si­sche Hal­tung wenig Ver­ständ­nis. Zur Zurück­hal­tung bei der Biontech-Emp­feh­lung für 12- bis 15-Jäh­ri­ge sag­te Mer­tens: "Es muss geklärt wer­den, wel­chen Nut­zen die Kin­der sel­ber von der Imp­fung haben und ob sich eine kla­re medi­zi­ni­sche Indi­ka­ti­on ergibt." Die Imp­fung als Vor­aus­set­zung für Schu­le und nor­ma­les Leben sei unzu­läs­sig…«
ndr​.de (28.5.)

22 Antworten auf „Niedersachsen sagt geplante Corona-Impfungen für Schüler ab“

  1. Es besteht die Gefahr, dass die von den Regie­ren­den gewünschte/eingeplante Eska­la­ti­on durch Eltern mit klei­nen Kin­dern in die Rea­li­tät umge­setzt wird. Wenn da auch Scharf­schüt­zen von Mili­tär oder sons­ti­gen Sicher­heits­kräf­ten drun­ter sind wird es eng für die Führungsriege.

        1. @Boris Büche: Schon klar. Aber wir spre­chen hof­fent­lich nicht von "Eska­la­ti­on durch Eltern mit klei­nen Kin­dern", wenn ein durch­ge­knall­ter (?) rech­ter "Eli­te­sol­dat" damit droht, das zu tun, was sol­che Leu­te im Auf­trag des Staa­tes lernen.

  2. 29. Mai 2021
    Klaus-Die­ter Kolenda
    Wie wirk­sam sind die Covid-19-Impfstoffe?

    Ob die Wirk­sam­keit "bis 95 Pro­zent" oder
    nur um ein Pro­zent beträgt, ist
    abhän­gig von der Risi­ko­mess­grö­ße sowie
    der rela­ti­ven oder
    abso­lu­ten Risikoreduktion

    https://​www​.hei​se​.de/​t​p​/​f​e​a​t​u​r​e​s​/​W​i​e​-​w​i​r​k​s​a​m​-​s​i​n​d​-​d​i​e​-​C​o​v​i​d​-​1​9​-​I​m​p​f​s​t​o​f​f​e​-​6​0​5​5​6​3​5​.​h​tml

  3. ot
    Lesens­wert, obwohl von der taz:

    "Blu­men­strauß ver­ges­sen? Klas­sen­ar­beit ver­mas­selt? Vor­fahrt genom­men? Nicht immer kön­nen wir Feh­ler ver­mei­den. Ent­schei­dend, wenn es Ihnen mal wie­der pas­siert ist: eine Kom­mu­ni­ka­ti­ons­stra­te­gie, die Ihre Ver­ant­wor­tung effek­tiv ver­schlei­ert. Ein Vor­bild kön­nen sich Lai­en bei Gesund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn neh­men, der sich im Lau­fe der Coro­na­pan­de­mie eine fun­dier­te Feh­ler­kom­pe­tenz ange­eig­net hat.

    Nach­dem ARD-Recher­chen auf­ge­zeigt haben, wie leicht Be­trü­ge­r*in­nen das von ihm ver­ant­wor­te­te Coro­na­test-Sys­tem aus­nut­zen kön­nen, ging der CDU-Poli­ti­ker medi­al in die Offen­si­ve. Bei Anne Will mach­te er am Sonn­tag­abend vor, wie auch Sie sich in fünf ein­fa­chen Schrit­ten aus selbst ver­schul­de­ten Pan­nen raus­re­den können.

    1. Think positive

    Jemand hält Ihnen Ihre Feh­ler vor? Hal­ten Sie ihm ent­ge­gen, was Sie alles rich­tig gemacht haben. „Wir haben jetzt über 15.000 Test­stel­len in Deutsch­land, wo es im All­tag für ganz vie­le dazu­ge­hört, sich regel­mä­ßig tes­ten zu las­sen. Das ist ja erst mal was, was prag­ma­tisch gut erreicht wor­den ist“, sagt Spahn bei Anne Will. Hilft auch, wenn Sie mal wie­der Ihren Hoch­zeits­tag ver­ges­sen: „Zunächst ein­mal soll­ten wir das Erreich­te wür­di­gen: Wer hät­te gedacht, dass wir mal zwan­zig Jah­re lang ver­hei­ra­tet sein werden?“

    2. Feh­ler wegdefinieren

    Noch bes­ser: Immu­ni­sie­ren Sie sich von vorn­her­ein gegen Kri­tik. „Es geht nicht um Feh­ler. Ich habe mir eines ange­wöhnt in die­ser Pan­de­mie: Egal, was ich ent­schei­de oder nicht ent­schei­de: Es wird immer von eini­gen als Feh­ler genom­men“, sagt Spahn. Prak­tisch: Wenn schon der Vor­wurf eines Feh­lers belegt, dass es gar kei­ne Feh­ler gibt, kön­nen Sie selbst kei­ne Feh­ler gemacht haben. Ana­log dazu meist hilf­reich: „Dir kann ich es eh nie recht machen.“

    3. Klein­ma­chen

    War­um die Test­ver­ord­nung kei­ne Maß­nah­men vor­sieht, die Betrug erschwe­ren? Weil Be­trü­ge­r*in­nen immer betrü­gen. „Wo kri­mi­nel­le Ener­gie ist, wo jemand betrü­gen will, wird jemand betrü­gen.“ Mit ver­meint­li­cher Macht­lo­sig­keit kön­nen Sie jeden Vor­wurf parie­ren. Was Sie nicht ver­hin­dern kön­nen, kann Ihnen nie­mand vor­wer­fen. Funk­tio­niert im Zwei­fel auch bei Pro­ble­men im Stra­ßen­ver­kehr. War­um sind Sie ohne Licht gefah­ren? „Mal ehr­lich, Frau Wacht­meis­ter: Unfäl­le pas­sie­ren. Das wird man nie ganz ver­hin­dern können.“

    4. Nicht zu genau nehmen

    Die Betrugs­an­fäl­lig­keit des Test­sys­tems ist auf­ge­fal­len, weil Jour­na­lis­t*in­nen recher­chiert haben. Sie haben die Kon­trol­len durch­ge­führt, auf die der Staat ver­zich­tet. Als Ver­ant­wort­li­cher soll­ten Sie das nicht offen kommunizieren.

    Nut­zen Sie lie­ber Satz­kon­struk­tio­nen, die ent­schei­den­de Akteu­re unter­schla­gen. „Das Gute ist ja: Die Staats­an­walt­schaft ermit­telt. Es ist auf­ge­fal­len, schon nach weni­gen Wochen“, sagt Spahn. Kön­nen Schü­le­r*in­nen auch nach einer Fünf im Dik­tat pro­bie­ren: „Das Tol­le ist: Kein Feh­ler wur­de übersehen!“

    5. Stroh­män­ner aufbauen

    Hilft in jeder Dis­kus­si­on und eig­net sich zur Schuld­ab­wehr: Wider­le­gen Sie Argu­men­te, die Ihr Gegen­über gar nicht vor­ge­tra­gen hat. Wider­spre­chen Sie einem Gene­ral­ver­dacht, den nie­mand erho­ben hat. „Wir müs­sen jetzt ein biss­chen auf­pas­sen, dass wir aus den bekannt­ge­wor­de­nen Ein­zel­fäl­len nicht alle, die Test­an­ge­bo­te machen, über einen Kamm sche­ren“, sagt Spahn.

    Wirkt soli­da­risch und dadurch sym­pa­thisch; könn­ten Regie­rungs­par­tei­en auch noch im Wahl­kampf gebrau­chen: „Wir soll­ten trotz allem nicht so tun, als ob das gesam­te Kabi­nett in der Pan­de­mie eine schlech­te Figur gemacht hätte.“"

    1. ".….der sich im Lau­fe der Coronapandemie…"
      Wel­che Coronapandemie?
      Dan­ke. Also taz as taz can. Erspart mir, den Ser­mon zu lesen.

  4. "Direkt nach dem Gip­fel hat­te sich Minis­ter­prä­si­dent Ste­phan Weil (SPD) ent­täuscht gezeigt und Kri­tik an der Sti­ko geübt. " Geht's noch, Herr Weil? Die neh­men ihren Job ein­mal ernst, und Sie sind mau­lig, weil das ja nicht sein darf, schließ­lich wis­sen Sie es besser?

    1. Ja ,schon aber nun sind die Wäh­ler von NDS SPD ent­täuscht , weil der Bund !! den Impf­stoff nicht rausrückt.
      Es geht nicht um Bür­ger, son­dern um Wäh­ler Das könn­te sich nega­tiv auf die Wah­len für die SPD auswirken.
      Was inters­siert da schon ein Aus­sa­ge der STIKO ( ist übri­ges sehr zu begrü­ßen endlich )
      Alles poli­ti­sches Kal­kül, auch das muss sich ändern.

  5. Da geht Weil hin und beschwert sich dar­über das die Sti­ko kei­ne unein­ge­schränk­te Emp­feh­lung zum Imp­fen von Kin­dern, da die Daten­la­ge zu dünn ist. Da der Sti­ko klar ist das es ein kom­plett hei­ßes Eisen ist will dort nie­mand die Ver­ant­wor­tung über­neh­men, da scheint noch Rest-Hirn vor­han­den zu sein, anschei­nend im Gegen­satz zu Weil. Wenn jemand bei den Unsi­cher­hei­ten sei­ne Kin­der bei Neben­wir­kungs­tom­bo­la nadeln lässt, kann ich es nicht mehr nach­voll­zie­hen. Da wird der Wer­te Gun­nar Kai­ser recht haben, es ist ein Kult.

  6. Imp­fun­gen, ohne Daten an Kin­dern ist ein noch grö­ße­res Ver­bre­chern, Sogar der STIKO Chef Mer­tens, ver­wei­gert sich die­se irren Idee, kor­rup­ter Politiker

  7. "117 Mit­ar­bei­ter ver­kla­gen Texas Kran­ken­haus über COVID Impf­stoff Man­dat – Haben sie einen Prozess?

    Mit­ar­bei­ter des Hous­ton Medi­cal behaup­ten, dass das Kran­ken­haus das Gesetz bricht, indem es Mit­ar­bei­tern mit Sus­pen­die­rung oder Kün­di­gung droht, wenn sie den COVID-Impf­stoff verweigern. ..

    ..Rechts­an­walt Jared Wood­fill, der die Kla­ge im Namen der 117 Kran­ken­haus­mit­ar­bei­ter ein­reich­te, sag­te ABC News Hous­ton Metho­dist zwingt die Mit­ar­bei­ter, die Sprit­ze zu bekom­men, um die Gewin­ne des Kran­ken­hau­ses zu stei­gern und dies "ist eine schwe­re und ekla­tan­te Ver­let­zung des Nürn­ber­ger Kodex und der öffent­li­chen Ord­nung des Staa­tes Texas."

    "Das Metho­dist Hos­pi­tal zwingt sei­ne Ange­stell­ten dazu, mensch­li­che 'Ver­suchs­ka­nin­chen' zu sein, als Bedin­gung für eine wei­te­re Beschäf­ti­gung", heißt es in der Beschwer­de. Die Beschwer­de cha­rak­te­ri­siert COVID-Impf­stof­fe als "expe­ri­men­tel­le COVID-19 mRNA-Gen­mo­di­fi­ka­ti­on Injektion." .."

    https://​child​rens​he​al​th​de​fen​se​.org/​d​e​f​e​n​d​e​r​/​e​m​p​l​o​y​e​e​s​-​s​u​e​-​t​e​x​a​s​-​h​o​s​p​i​t​a​l​-​c​o​v​i​d​-​v​a​c​c​i​n​e​-​m​a​n​d​a​te/

    https://t.me/childrenshd/395

  8. "Ärz­tin­nen und Ärz­te fin­den es häu­fig unge­wohnt, mit die­sen rela­tiv abs­trak­ten Risi­ko­mess­grö­ßen umzu­ge­hen und sie auf ihre Pati­en­ten anzu­wen­den. Als Hil­fe­stel­lung wur­de ein neu­er Begriff ent­wi­ckelt, der sich unmit­tel­bar aus der ARR ablei­tet und eine intui­tiv ein­gän­gi­ge Vor­stel­lung über die Wich­tig­keit des beob­ach­te­ten Effekts vermittelt.8

    Es ist die "num­ber nee­ded to tre­at" (NNT), die in der fünf­ten Spal­te auf­ge­führt ist und sich ein­fach als Kehr­wert der ARR errech­net. Die NNT gibt die Anzahl der Pati­en­ten an, die behan­delt wer­den muss, um ein Ereig­nis, hier einen Todes­fall, zu ver­hin­dern. Sie steigt von 10 in Stu­die A auf 1000 in Stu­die C an. Trotz die­ses gerin­gen Behand­lungs­ef­fek­tes beträgt auch in der Stu­die C die RRR unver­än­dert 33 Prozent.

    Der Ver­gleich von Stu­di­en­ergeb­nis­sen ist dann schwie­rig, wenn die Stu­di­en­dau­er sich deut­lich unter­schei­det. Zur Ori­en­tie­rung kann dann die Berech­nung auf die glei­che Dau­er, zum Bei­spiel ein Jahr, erfol­gen. Die­se "fik­ti­ven" NNT-Wer­te sind eben­falls in der fünf­ten Spal­te von Tabel­le 1 aufgeführt.

    Ins­ge­samt soll die­se Dar­stel­lung demo­s­trie­ren, dass die Wirk­sam­keit einer Behand­lungs­maß­nah­me nur mit der abso­lu­ten Risi­ko­re­duk­ti­on (ARR) und der "num­ber nee­ded to tre­at" (NNT) ver­läss­lich beur­teilt wer­den kann. Im Gegen­satz dazu ist die RRR kein geeig­ne­ter Para­me­ter für ver­glei­chen­de Unter­su­chun­gen der Wirk­sam­keit von Behand­lungs­ef­fek­ten, da die­se Mess­grö­ße unab­hän­gig von der Ereig­nis­ra­te ist und meist beein­dru­cken­de Pro­zent­zah­len im zwei­stel­li­gen Bereich ergibt.

    Des­halb wird sie mit gro­ßer Vor­lie­be von der phar­ma­zeu­ti­schen Indus­trie zur Beschrei­bung der Wirk­sam­keit von Maß­nah­men her­an­ge­zo­gen und trägt daher auch den Spitz­na­men "Mar­ke­ting­zahl", wäh­rend die ARR als abso­lu­te Zahl den "wirk­li­chen Effekt" reflek­tiert und die NNT die "kli­ni­sche Zahl" darstellt.9

    Am Ran­de sei hier ange­merkt, dass in der Ver­öf­fent­li­chung, aus der die oben ange­führ­te Tabel­le stammt, zum ers­ten Mal gezeigt wer­den konn­te, dass bei Pati­en­ten mit einer koro­na­ren Herz­krank­heit (Herz­kranz­ge­fäß­ein­en­gung) Lebens­sti­län­de­run­gen zur Sekun­där­prä­ven­ti­on wie die Been­di­gung des Rau­chens, eine gesun­de Ernäh­rung, regel­mä­ßi­ge kör­per­li­che Akti­vi­tät und Stress­ab­bau in der Sum­me die Wirk­sam­keit einer kom­bi­nier­ten medi­ka­men­tö­sen The­ra­pie deut­lich überschreiten.10 Die Grund­la­ge für die­se Ana­ly­se war die Fest­stel­lung der ARRs und NNTs in den vor­lie­gen­den ein­schlä­gi­gen RCTs."

    https://​www​.hei​se​.de/​t​p​/​f​e​a​t​u​r​e​s​/​W​i​e​-​w​i​r​k​s​a​m​-​s​i​n​d​-​d​i​e​-​C​o​v​i​d​-​1​9​-​I​m​p​f​s​t​o​f​f​e​-​6​0​5​5​6​3​5​.​h​tml

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