Ein Maskenball

So lau­tet der Titel einer 1859 urauf­ge­führ­ten Oper von Giuseppe Verdi mit dem Originaltitel "Un bal­lo in masche­ra". Das Ausgangsmaterial war laut Wikipedia :

»Am 16. März 1792 wur­de der [schwe­di­sche] König auf einem Maskenball in der Stockholmer Oper vor den Augen der Ballgesellschaft vom mas­kier­ten Grafen Johann Jakob Anckarström ange­schos­sen und starb knapp zwei Wochen spä­ter an einer Blutvergiftung…

Für Neapel war es ein revo­lu­tio­nä­rer Stoff, denn man konn­te sich in Neapel noch gut an das vier Jahre zuvor ver­üb­te Attentat gegen den König von Neapel erin­nern. Am 13. Januar 1858 hat­te Graf Felice Orsini ein Attentat auf Kaiser Napoléon III. von Frankreich ver­übt. So war es ver­ständ­lich, dass die Zensur die Oper ablehn­te.

Die Zensur schrieb die Oper total um, nann­te sie Adelia degli Adimari und Verdi muss­te prak­tisch jede Szene vor der Zensur recht­fer­ti­gen. Da sich das Volk und eini­ge Persönlichkeiten Neapels hin­ter Verdi stell­ten, kam es zu Tumulten. Es gab Demonstrationen gegen die Regierung und für die künst­le­ri­sche Freiheit eines Komponisten.

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Darf man über Corona lachen?

Der gesun­de Menschenverstand sagt: Wie sonst soll man in die­sen Zeiten über­le­ben? Selbst das RKI hat kei­ne Einwände gegen Lachen in zwei Haushalten. In Berlin ist das auf die Zeit zwi­schen 6 und 23 Uhr beschränkt, wenn im öffent­li­chen Raum mehr als 10, bei einer Hochzeit höchs­tens 11 Personen betei­ligt sind. Menschen, die sich frei­wil­lig in Quarantäne bege­ben, haben nichts zu lachen.

Google: Virus kann nicht durch Feuerwerke aus der Luft entfernt werden

Dankenswerterweise stellt Google eine "Richtlinie zu medi­zi­ni­schen Fehlinformationen über COVID-19" zur Verfügung. Dort ist u.a. zu lesen:

»Die Sicherheit unse­rer Creator [so im Original, AA], Zuschauer und Partner hat für uns höchs­te Priorität – und jeder von uns ist gefragt, zum Schutz die­ser ein­ma­li­gen und leben­di­gen Community bei­zu­tra­gen…

Beispiele
Hier eini­ge Beispiele für Inhalte, die auf YouTube nicht erlaubt sind:

      • … Behauptungen, dass es einen garan­tiert wirk­sa­men Impfstoff gegen COVID-19 gibt
      • Behauptungen, dass eine spe­zi­el­le Behandlung oder ein bestimm­tes Medikament ein garan­tiert wirk­sa­mes Heilmittel gegen COVID-19 ist…
      • Inhalte, die bei Krankheit dazu ermu­ti­gen, Hausmittel zu neh­men, statt sich medi­zi­nisch behan­deln zu las­sen…
      • Inhalte, in denen behaup­tet wird, dass Luftanhalten als Diagnosetest für COVID-19 die­nen kann
      • Videos, in denen behaup­tet wird, dass zum Schutz vor dem Coronavirus auf asia­ti­sches Essen ver­zich­tet wer­den soll­te
      • Videos, in denen behaup­tet wird, dass das Virus durch Feuerwerke aus der Luft ent­fernt wer­den kann…

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Tagesspiegel lügt munter weiter

Zwar lau­tet der Titel auf tagesspiegel.de vom 23.10. "Warum die Sterberaten der­zeit rela­tiv nied­rig sind". Im Text wird hin­ge­gen auf Panik gesetzt:

»In den Phasen mit hohen Infiziertenzahlen im Frühjahr star­ben tat­säch­lich mehr Menschen ins­ge­samt als sonst im Mittel im Vergleichszeitraum der Vorjahre. Es gab also eine mess­ba­re "Übersterblichkeit", die ziem­lich sicher auf das Virus zurück­geht.« 

Das ist rich­tig. Gleichzeitig wird aber eine ver­fäl­schen­de Grafik prä­sen­tiert. Statt die­ser des Statistischen Bundesamtes:

näm­lich die fol­gen­de selbst­ge­bas­tel­te:

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Bärte und Schnäuze beim Maskentragen

Eine Regel, die auch vom Berliner Senat hät­te stam­men kön­nen, ist selbst für derwesten.de zu viel:

»Corona: Irre Anweisung in der Schweiz – DAZU wer­den Sicherheitskräfte nun gezwun­gen

Es gibt so eini­ge Corona-Maßnahmen, die die Menschen hin­ter­fra­gen. Ein Beispiel: Maskenpflicht unter frei­em Himmel. Nicht vie­le unter­stüt­zen die­se Regelung. Welche Anweisung nun Sicherheitskräfte in der Schweiz bekom­men, ist hin­ge­gen ein­fach nur irre.

Dabei geht es um die Bärte des Sicherheitspersonals im Bundeshaus, schreibt blick.ch. Denn die sind den Vorgesetzten zu lang. Was das mit Corona zu tun hat?

Corona: Nicht mehr als fünf Zentimeter!
"Wir haben das Problem der Bärte und Schnäuze beim Maskentragen ange­spro­chen – ein lan­ger Bart macht das kor­rek­te Maskentragen ja nicht ein­fa­cher", so SP-Ständeratspräsident Hans Stöckli.

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Für Geld gehen sie über Leichen

»Eine Forschergruppe des Zentrums für Molekularbiologie der Entzündung (ZMBE) der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) hat die Möglichkeit unter­sucht, das Antidepressivum Fluoxetin gegen Covid-19 ein­zu­set­zen. Dabei kam das Team um Ursula Rescher in einer Vorab-Studie zu der Erkenntnis, dass das bes­ser als Prozac bekann­te Medikament eine ent­schei­den­de Rolle in der Behandlung von Corona-Patienten spie­len könn­te.«

Das mel­det n‑tv am 23.10. Bei Fluoxetin han­delt es sich um ein Medikament, bei dem die Liste der Warnhinweise rie­sig ist. Nebenwirkungen, Wechselwirkungen, Gegenanzeigen fin­den sich in Hülle und Fülle (s. Stiftung Warentest, Wikipedia, netdoktor.de usw.) 2007 berich­te­te in der taz ein ehe­ma­li­ger Geschäftsführer des Pharmakonzerns, der über das Fluoexetin-Patent ver­fügt, über kri­mi­nel­le Machenschaften:

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Blühender Unsinn aus dem Roten Rathaus

Der Tagesspiegel hat's bemerkt:

»Die Corona-Regeln ver­än­dern sich im Wochenrhythmus. Welche Verbote kom­men dazu, wel­che fal­len weg? Wo müs­sen Masken getra­gen wer­den? Ein Überblick.«

Der Überblick gibt den Stand vom 23.10. 10:33 wie­der. Das heißt, zum jet­zi­gen Zeitpunkt kann er schon wie­der völ­lig anders sein.

»Seit dem 10. Oktober gilt aller­dings auch das soge­nann­te Vereinzelungs­gebot. Das bedeu­tet, dass zwi­schen 23 Uhr bis 6 Uhr nur noch höchs­tens fünf Personen gemein­sam oder zwei Haushalte zusam­men im öffent­li­chen Raum unter­wegs sein dür­fen – das gilt ins­be­son­de­re für Straßen, Parks und Plätze.«

Eine inter­es­san­te Sprachschöpfung wie auch die fol­gen­de:

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Wenn Pharma-Lobbyisten Virologen Preise verleihen

Vor kur­zem wur­de hier berich­tet, daß Christian Drosten und die Groupies aus sei­nem Podcast den x‑ten Preis für fabel­haf­te Kommunikation erhal­ten haben, dies­mal den "Georg von Holtzbrinck Preis für Wissenschaftsjournalismus".

Dort war zu lesen, welch hono­ri­ge Menschen in der Jury saßen. Einer davon war Prof. Dr. Dr. Andreas Barner.

Über den Herrn weiß Wikipedia:

»Seit dem 1. Juli 1999 war er Mitglied der Unternehmensleitung und dort für den Unternehmensbereich Pharma-Forschung, Entwicklung und Medizin zustän­dig. 2009 über­nahm er zusätz­lich die Rolle des Sprechers der Unternehmensleitung.

Am 30. Juni 2016 schied Barner als Vorsitzender der Unternehmens­leitung aus und wech­sel­te in den Gesellschafterausschuss von Boehringer Ingelheim.

Barner nimmt Funktionen in meh­re­ren Verbänden der Wissenschaft und der Industrie wahr.

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