Regierender Müller erneut bei Lüge erwischt

Berlins Regierender befin­det sich im Krieg gegen ein Virus. Bekanntlich stirbt da die Wahrheit zuerst. „Wie vie­le Tote ist uns ein Shopping-Erlebnis wert?“, hat­te er thea­tra­lisch vor­ges­tern gefragt und die Story von einem 30-jäh­ri­gen Türken, "ein Kerl wie ein Baum", prä­sen­tiert, der "an Corona" gestor­ben sei. Und dann das:

Dabei bleibt eine Lüge auch dann eine sol­che, wenn sie von der AfD auf­ge­deckt wird. Macht es das eigent­lich glaub­wür­di­ger und besser:

»In der Berliner Charité hat es doch den Todesfall eines jun­gen Covid-19-Patienten gege­ben, der nicht in der Statistik des Berliner Senats über die Opfer der Pandemie auf­taucht. Es han­de­le sich um einen 33 Jahre alten LKW-Fahrer aus Rumänien, hieß es aus der Charité. Der Mann sei auf sei­ner Reise durch Deutschland erkrankt und zunächst in einen ande­re Klinik ein­ge­lie­fert wor­den. Vorige Woche sei er wegen des schwe­ren Verlaufs sei­ner Covid-19-Infektion auf die Intensivstation der Charité ver­legt wor­den und dort verstorben.« ?

Das trägt jeden­falls die Berliner Morgenpost bei. Was soll man von den ande­ren Beispielen Müllers hal­ten, die in der BZ zitiert werden?

»Und ich sage es mal ganz per­sön­lich: In der letz­ten Woche, aus mei­nem Freundes- und Bekanntenkreis, vier Fälle! Ein älte­res Ehepaar gemein­sam auf die Intensivstation gekom­men, zwei ande­re ver­stor­ben. Die Einschläge kom­men näher.«

17 Antworten auf „Regierender Müller erneut bei Lüge erwischt“

    1. Das ist der Klassiker. Plötzlich kennt jeder jemand der Kern gesund war und jung und stark und erfolg­reich , den es dann sobald dem Leben geris­sen hat. Dabei müss­te man sta­tis­tisch über 4500 Menschen tref­fen um auf einen Todesfall zu kom­men… Die Fantasie ist ein tol­les Ding.

  1. Unser Landrat pos­tet auch immer von ein­zel­nen ganz schlimm an Covid Erkrankten auf Intensivstationen. Wenn jemand dem nach­spürt und fragt: Der Schwerkranke ist aber heu­te nicht auf der Intensivstation, wo ist der denn? Dann ant­wor­tet der Landrat, der wäre ver­legt wor­den und aus Datenschutzgründen dürf­te er nicht sagen wohin. Es ist immer sehr unan­ge­nehm, wenn Leute verschwinden.

  2. Also bei mir in der Straße stellt die Müllabfuhr schon Container für die Corona-Leichen auf. 

    Ich weiß, das ist maka­ber. Aber ohne Sarkasmus und Galgenhumor ist das alles nicht mehr ertragbar.

  3. Wo sind denn die gan­zen Grippeopfer hin?
    Die gibt es ja laut Statistik vom RKI seit März nicht mehr!
    Wir wis­sen doch gar nicht wor­an die gan­zen Opfer gestor­ben sind. Solange kei­ne Obduktionen durch­ge­führt wer­den, wis­sen wir gar nichts.

  4. Müller, wenn er uns erklärt, wie schlimm die­ses Covid-Dingsbums ist, zeigt Entschlossenheit und Kampfkraft wie Georg der Drachentöter. Die Schreckenssätze quä­len sich aus Müller her­aus wie har­ter Stuhlgang. Mir hat er schon immer Spaß gemacht.

  5. Ich glau­be Politikern kein Wort.
    Diese Typen haben immer eine Agenda, dar­auf steh nicht das sie ehr­lich sind son­dern ihre Agenda.

    Heute hü mor­gen hott.

    Das bes­te was pas­sie­ren könn­te ist das das Geld aus geht und die Kohle pum­pe­rei nicht in den world debt gescho­ben würde.
    Dann gehen die Wachen nach Hause, dann ist der Spuk vorbei.

    Das kommt spä­tes­tens wenn es auf­grund der Lockdown Maßnahmen nix mehr zu fres­sen gibt, spä­tes­tens dann ist die Luft raus. Also dar­auf Vorbereiten und abwad­de und dee drinke.

  6. Als ich Müller sah, wie er den "Kerl wie ein Baum" beschrieb, schoß mir fol­gen­der Gedanke durch den Kopf: "was für ein Kerl mit so einem klei­nen Hirn". Müller erin­nert mich in sei­nem gan­zen Handeln an einen mei­ner ehe­ma­li­gen Mitschüler. Um sich bei den Lehrern ein­zu­schlei­men, stell­te er den Stuhl umge­dreht auf den Lehrertisch bevor der Lehrer die Klasse betrat. Wenn er durch die Tür kam spur­te­te er fix vor und stell­te den Stuhl wie­der auf den Boden. Daß er dafür von den Mitschülern und den Lehrern ver­ach­tet wur­de, hat er nie gemerkt.

  7. Bravo aa, du bewirbst @Beate_100, die sonst gegen "Gutmenschen" mobil macht, Trump klas­se fin­det, die Autoindustrie für Schwächlinge hält, weil sie sich nicht gegen die Umweltbewegung durch­setzt. Eines ihrer Libelingsmagazine ist 1984, da gibt es dann sol­che Schlagzeilen "Wie unzi­vi­li­siert der lin­ke Zeitgeist ist, belegt die erneu­te Inhaftierung der 92-jäh­ri­gen Ursula Haverbeck". Haverbeck ist lang­jäh­ri­ge Naziaktivistin und Holocaust-LKeugnerin, eine Ikone der Faschisten.

    Zur von der AfD und aa auf­ge­bla­se­nen "Lüge" gibt es womög­lich eine Erklärung: https://​www​.rbb24​.de/​p​o​l​i​t​i​k​/​t​h​e​m​a​/​2​0​2​0​/​c​o​r​o​n​a​v​i​r​u​s​/​b​e​i​t​r​a​e​g​e​_​n​e​u​/​2​0​2​0​/​1​2​/​b​e​r​l​i​n​-​a​g​h​-​m​u​e​l​l​e​r​-​a​f​d​-​v​a​l​l​e​n​d​a​r​-​c​o​r​o​n​a​-​j​u​n​g​e​r​-​t​o​d​e​s​f​a​l​l​-​c​h​a​r​i​t​e​-​p​a​n​d​e​m​i​e​.​h​tml

    Und ja, ich neh­me Sozialdemokraten gegen Angriffe von AfDlern in Schutz!

      1. Weil die AfD die Macht über­tra­gen bekom­men hat und @Beate_100 als loka­le Propagandaministerin ihre Kritikerinnen ins "Schäm-dich-für-früher"-Lager steckt?

        Ich sing dann "Die Nacht hat 12 Stunden, dann kommt schon der Tag" 🙂

  8. @Ana-Marie Leiperz,
    ist also die Widerlegung von Müllers Behauptung ungül­tig, weil sie von der AFD kommt?
    Wenn die AFD sagt "2+2=4", ist das falsch, weil es die AFD sagt?
    Und weil der rbb oder die Morgenpost einen ande­ren Toten gefun­den hat, ist die Behauptung von einem 30-jäh­ri­gen Türken trotz­dem falsch.

    Anfrage an Sender Jerewan:
    Stimmt es, daß Andre Andrejewitsch ein Fahrrad gewon­nen hat?
    Antwort: Im Prinzip ja, aber:
    – nicht Andre Andrejewitsch, son­dern Iwan Iwanowitsch
    – es war kein Fahrad, son­dern ein Auto
    – er hat es nicht gewon­nen son­dern es wur­de ihm gestohlen

  9. "ist also die Widerlegung von Müllers Behauptung ungül­tig, weil sie von der AFD kommt?
    Wenn die AFD sagt "2+2=4", ist das falsch, weil es die AFD sagt?"

    Wissen Sie, im Jahre Günter Kießling wur­de von inter­es­sier­ter Seite gestreut, dass General Günter Kießling homo­se­xu­ell sei. Er wur­de vom Verteidigungsminister ent­las­sen und war (trotz spä­ter erwie­se­ner "Unschuld") zeit sei­nes spä­te­ren Lebens ein von den Generalen des Heeres gemie­de­ner ehe­ma­li­ger Soldat. Zum Jubiläum der Bundeswehr 1985 war Kießling als ein­zi­ger Vier-Sterne-General nicht eingeladen. 

    Ich mag weder Bundeswehr noch Kießling, aber die Kampagne war unap­pe­tit­lich. Ich mag auch den Müller nicht, aber die lau­fen­de Kampagne fin­de ich eben­falls unappetitlich.

    1. zu Ana-Marie Leiperz
      14. Dezember 2020 um 13:43 Uhr 

      Schön. Von Ihrere Seite aus wird ja nur mit sol­chen Kampagenen gear­bei­tet. Kontaktschuld. Schon mal gehört? Eines Ihrer üblichs­ten Mittel um Quellen und Personen zu ver­un­glimp­fen. Bei Ihnen zäh­len immer nur Zuweisungen. Argumente? Ich glau­be die­sen Begriff gibt es in Ihrem Wortschatz nur als Mittel zum Zweck.

      Es beru­higt mich also unge­mein, dass Sie Ihre eige­nen Mehtoden wenigs­tens unap­pe­tit­lich finden.

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