Spahn: Was kümmert mich mein Geschwätz…

Es kann hilf­reich sein, zurück­zu­bli­cken, was Gesund­heits­mi­nis­ter Spahn, vom Par­la­ment aus­ge­stat­tet mit Not­stands­voll­mach­ten, noch vor weni­gen Wochen zum The­ma verlautbarte.

Der Fak­ten­fin­der der Tages­schau hat zusammengestellt:

'23. Janu­ar: …Es sei wich­tig, die Krank­heit ein­zu­ord­nen. Spahn ver­wies in die­sem Zusam­men­hang auf die Grip­pe, an der in Deutsch­land jedes Jahr bis zu 20.000 Men­schen ster­ben. "Auch das ist eben ein Risi­ko, das wir jeden Tag haben." Bei der neu­en Lun­gen­krank­heit sei das Infek­ti­ons­ge­sche­hen im Ver­gleich dazu milder.

"28. Janu­ar: Spahn mahnt zur "wach­sa­men Gelas­sen­heit". Man sei gut vor­be­rei­tet… Die Gefahr durch das neue Virus für die Gesund­heit der Men­schen blei­be wei­ter­hin gering, sag­te Spahn unter Beru­fung auf das Robert Koch-Insti­tut (RKI)…

3. Febru­ar: Trotz anhal­ten­der Kla­gen über Per­so­nal­man­gel im Gesund­heits­we­sen sieht der Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Deutsch­land für einen etwa­igen Anstieg der Coro­na­vi­rus-Infek­tio­nen gut gerüs­tet. "Für die­se Situa­ti­on jetzt haben wir Inten­siv­sta­tio­nen, aus­rei­chend Iso­lier­sta­tio­nen und ‑zim­mer und die Aus­stat­tung, die wir brau­chen", sag­te er dem ARD-Mor­gen­ma­ga­zin. "Wir haben ja gelernt aus den letz­ten Jah­ren." Spahn ver­wies auf vor­aus­ge­gan­ge­ne Epi­de­mien wie SARS und EHEC und beton­te: "Selbst für eine Grip­pe­pan­de­mie hät­ten wir Plä­ne in der Schub­la­de." Ange­sichts von zehn Coro­na­vi­rus­in­fi­zier­ten in Deutsch­land kön­ne man aber "noch lan­ge nicht" von einer Epi­de­mie sprechen…

24. Febru­ar: Spahn schließt wei­te­re Schutz­maß­nah­men nicht aus. Das Infek­ti­ons­schutz­ge­setz sehe ver­schie­de­ne Mög­lich­kei­ten vor, um ein Infek­ti­ons­ge­sche­hen zu begren­zen. Zwi­schen der Absa­ge von Groß­ver­an­stal­tun­gen, der Schlie­ßung von Ein­rich­tun­gen wie Schu­len oder Kitas "bis hin zum Abrie­geln gan­zer Städ­te" gebe es zahl­rei­che Zwi­schen­stu­fen. Es müs­se "im Ein­zel­fall" ent­schie­den sowie "ange­mes­sen und ver­hält­nis­mä­ßig" vor­ge­gan­gen wer­den. Obwohl bei­spiels­wei­se die Masern deut­lich anste­cken­der sei­en als Coro­na, wür­den auch bei Masern­in­fek­tio­nen kei­ne Städ­te gesperrt, sag­te Spahn. Er zeig­te sich aber nach wie vor über­zeugt, dass Deutsch­land "best­mög­lich" vor­be­rei­tet ist.

26. Febru­ar: … Im Inter­view mit den tages­the­men wand­te sich Spahn gegen das pau­scha­le Absa­gen von Groß­ver­an­stal­tun­gen. Es sei immer auch eine Fra­ge der Ver­hält­nis­mä­ßig­keit einer Maß­nah­me… Man kön­ne nicht "das gesam­te öffent­li­che Leben in Deutsch­land, Euro­pa und der Welt been­den", so der Minis­ter, zumal die Lage in Chi­na und Ita­li­en zei­ge, dass es "das Infek­ti­ons­ge­sche­hen nicht been­det", wenn man gan­ze Orte abriegele…

4. März: Spahn zieht in einer Regie­rungs­er­klä­rung ein vor­wie­gend posi­ti­ves Fazit zur bis­he­ri­gen Bewäl­ti­gung der Coro­na­vi­rus-Kri­se. Das neu­ar­ti­ge Virus stel­le für die Gesell­schaft eine gro­ße Her­aus­for­de­rung dar, beton­te er bei sei­ner Rede im Bun­des­tag. "Die Fol­gen von Angst kön­nen weit grö­ßer sein als die durch das Virus selbst."…
Vor sei­ner Rede hat­te Spahn auf Twit­ter bereits ange­kün­digt, dass die Vor­ga­ben zur Min­dest­be­set­zung mit Pfle­ge­kräf­ten in Kran­ken­häu­sern vor­erst auf­ge­weicht wer­den. Um die Kli­ni­ken zu ent­las­ten, wür­den die fes­ten Per­so­nal­un­ter­gren­zen für bestimm­te Sta­tio­nen bis auf wei­te­res außer Kraft gesetzt…

9. März: Spahn appel­liert an Ver­an­stal­ter von gro­ßen Events mit mehr als 1000 Men­schen, die­se abzu­sa­gen. Er sprach sich aber dage­gen aus, Kitas oder Schu­len prä­ven­tiv zu schlie­ßen. Jeder Bür­ger müs­se sich fra­gen, wor­auf er ver­zich­ten könne.

10. März: Das RKI warnt vor Rei­sen nach Ita­li­en. Spahn schreibt in einem Gast­bei­trag für die "Bild", nach den ers­ten bei­den Todes­fäl­len in Deutsch­land sei der Höhe­punkt der Epi­de­mie noch nicht erreicht. "Wir erwar­ten einen wei­te­ren Anstieg der Infek­tio­nen", und es wer­de wei­te­re Ein­schrän­kun­gen im All­tag geben. Flä­chen­de­cken­de Schul­schlie­ßun­gen sehe er aber skeptisch.

14. März: Das Gesund­heits­mi­nis­te­ri­um warnt vor "Fake News". Es kur­sier­ten "Gerüch­te im Netz", wonach die Bun­des­re­gie­rung wei­te­re Ein­schrän­kun­gen des öffent­li­chen Lebens pla­ne. Dies sei falsch. Weni­ge Tage spä­ter wird das öffent­li­che Leben in Deutsch­land mas­siv eingeschränkt.'

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Eine Antwort auf „Spahn: Was kümmert mich mein Geschwätz…“

  1. Mir war die­se Per­son von Anfang an äußerst zuwider.
    Dem ist voll­kom­men gleich­gül­tig, was er inzwi­schen ange­rich­tet hat.

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