Treppen-Nutzung „mit dem Gesicht zur Wand“ – wegen Corona

nord​ku​rier​.de (2.11.)

Irgendwie bin ich zu Aktuellem aus den Tollhäusern nicht gekom­men. Hier ein Glanzstück dar­aus. Soll man wirk­lich glau­ben, daß die Uni-Sprecherin auch noch Mechtild von Münchhausen heißt? Es geht um den Königlichen Pferdestall.

»HANNOVER · Dank Corona ste­hen Vorsichtsmaßnahmen in öffent­li­chen Gebäuden über­all an ers­ter Stelle – die­se Anleitung zur hygie­nisch kor­rek­ten Treppennutzung ist in sei­ner Genauigkeit und Strenge aber selbst heut­zu­ta­ge bemer­kens­wert: „Der Treppenaufgang darf in bei­de Richtungen genutzt wer­den, eine Absprache der Anwesenden ist not­wen­dig“, steht auf der Hinweistafel in einem Gebäude der Leibniz-Universität Hannover. Und wei­ter: „Das Aneinandervorbeigehen muss auf dem Podest statt­fin­den. Eine Person stellt sich dicht in eine Ecke, Gesicht zur Wand, die ande­re Person geht eng am Geländer vorbei.“

„Die Vorsicht war damals sehr groß”

Klingt wie eine Regieanweisung aus einem Agentenfilm, soll aber offen­bar vor einer Ansteckung mit Corona schüt­zen. Ein Besucher foto­gra­fier­te das Schild vor weni­gen Tagen im Königlichen Pferdestall – dem Kommunikations- und Begegnungszentrum der Universität. Wer weiß, viel­leicht wird da ja immer so genau kom­mu­ni­ziert, wie man sich zu begeg­nen hat?

Nein, die exakt-rigo­ro­se Begegnungsanleitung hat selbst­ver­ständ­lich mit Corona zu tun, erklärt Uni-Sprecherin Mechtild von Münchhausen dem Nordkurier. Das Schild hän­ge aber schon sehr lan­ge im Treppenhaus des Königlichen Pferdestall. „Es ist noch aus der Anfangszeit der Corona-Pandemie, als der Umgang mit dem Virus noch voll­kom­men unge­lernt war und die Vorsicht berech­tig­ter­wei­se sehr groß“, so von Münchhausen. „Manches wur­de aus der dama­li­gen Situation her­aus sehr strikt gere­gelt, was uns heu­te, knapp zwei Jahre spä­ter, sehr über­eif­rig erschei­nen mag.“

Irgendwann museumsreif

Das Erscheinen des Fotos auf Twitter habe den Verantwortlichen das Schild wie­der in Erinnerung geru­fen, es wer­de jetzt ent­fernt. Eigentlich müss­te man es auf­he­ben – eines Tages ist es bestimmt muse­ums­reif.«

9 Antworten auf „Treppen-Nutzung „mit dem Gesicht zur Wand“ – wegen Corona“

    1. @info: Ich habe ja etwas übrig für das rebel­li­sche Sachsenvolk. Wenn ich aber auf dem Kanal unter dem Demoplakat so etwas lese, dann bin ich sicher, es schreckt nicht nur mich ab:
      "Endlich müss­ten doch wenigs­tens die Anführer der Proteste kapiert haben, dass die Proteste die Verantwortlichen für den Coronafaschismus von unse­rer Entrechtung nicht abbrin­gen wer­den, son­dern der Coronafaschismus nur von den Freiheitskämpfern ange­führt von den Protestanführern been­det wer­den kann. Ihr müsst den Faschismus been­den, die Faschisten wer­den das nie tun!
      Mehr Informationen: Kanal: https://t.me/coronasatanismus HINTER CORONA STEHEN SATANISTEN, FREIMAURER, ROTARIER, LIONS CLUBS"

      1. @aa: ja das ist, ähh, eher ungünstig. 

        Man kann auf wis­sen­schaft­li­cher Basis natür­lich sol­che Zusammenhänge erfor­schen. Faschismusvergleiche z.B. sind für den Historiker naheliegend. 

        Artikel und Videos die Eliten in Verbindung mit Satanismus und Logen brin­gen sind inzwi­schen vie­len bekannt. Ich habe nach eini­ger Beschäftigung damit fest­ge­stellt, das inhalt­lich sehr kom­ple­xe und schwie­ri­ge Themen ange­spro­chen wer­den, die ich ohne vie­le Jahre Forschungsarbeit kaum über­bli­cken werde.

        Was die poli­ti­sche Auseinandersetzung angeht, bin ich für poli­tisch weni­ger auf­ge­la­de­ne, "neu­tra­le" Begriffe wie tota­li­tär, kor­rupt, usw. Damit lässt sich vie­les beschrei­ben und es öff­net Raum für Diskurs.

  1. Studenten, die sich dar­an gehal­ten haben, gehör­ten stand­recht­lich exma­tri­ku­liert, wenn man ihr Selbstverständnis als "intel­lek­tu­el­ler Elite" und das Selbstverständnis der Universitäten als Bildungsstätten und Horte wis­sen­schaft­li­cher Erkenntnis in ihrem Nominalwert nähme.

    Sieht man sie als das, was sie sind, erüb­rigt sich die­ser Schritt natür­lich: Prüfung bestanden!

  2. Die Hörigkeit in Niedersachsen ist beson­ders hoch. Man beach­te auch die Corona-Verordnung, nach der schon seit Ende September frei­wil­lig 2G ein­ge­führt wer­den dur­fe, von der Presse und Bevölkerung unbemerkt.
    Niedersachsen ist ein zutiefst zer­stü­ckel­tes Land, das nach dem 2. WK Abertausende Flüchtlinge auf­ge­nom­men hat. Eine Identität gibt es hier kaum, aber bereits vor dem 2. WK waren eini­ge Länder, die heu­te zu Niedersachsen gehö­ren an Hörigkeit nicht zu über­bie­ten (bei­spiels­wei­se Land Oldenburg, in dem die NSDAP schon 1932 die abso­lu­te Mehrheit im Landtag bekam).

    Der Kommentar der Uni zu einem 2 Jahre alten Schild spricht Bände. Gibt es dort kein Qualitätsmanagement über die Maßnahmen? Wenn das alle so machen haben wir noch in 100 Jahren die Maßnahmen. Begründung "Das hat­ten wir vor 100 Jahren mal auf­ge­hängt und nicht wie­der abge­han­gen". Und die Trottel befol­gen es, so lan­ge es die Masse befolgt…

    Ich schä­me mich nur noch für mein Land und des­sen Insassen.

  3. @Mira
    Moment mal, Hannover ist nicht mit Niedersachsen gleich­zu­set­zen, die spre­chen dort nicht ein­mal anstän­di­ges Hochdeutsch! Hannover ist zuge­ge­be­ner­ma­ßen über­durch­schnitt­lich fest im Corona-Wahn ver­wur­zelt, was sich vom Staat bis in die Privatwirtschaft zieht – ich ver­mu­te, das liegt am berüch­tig­ten Hannoveraner Filz.
    Der Rest Niedersachsens ist aber nicht schlim­mer (lei­der auch nicht viel bes­ser) als der deut­sche Durchschnitts-Coronoiker.

    Wenn ich übri­gens an die viel­fäl­ti­gen Ausweichmanöver den­ke, die man­che mei­ner Kolleginnen und Kollegen an mei­ner Bremer Arbeitsstätte gemacht haben und teil­wei­se noch machen, dann ist das nicht weit weg von Gesicht an die Wand und außen am Geländer langhangeln…

    1. Letztes Jahr hab ich das mei­nen Kindern so oft vor­ge­spielt, bis mein Jüngster es nicht mehr ertra­gen konn­te und mir "ear pods" von sei­nem Taschengeld gekauft hat. 

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