„Wir können von einem Versagen der Wissenschaft sprechen“

Unter die­sem Titel ist am 27.1. auf cicero.de (Bezahlschranke) ein Interview mit Jürgen Windeler zu lesen. Er wird so vorgestellt:

»Der 1957 gebo­re­ne Arzt und Epidemiologe Jürgen Windeler lei­tet seit 2010 das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG). Das Institut wur­de 2004 unter der dama­li­gen Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) gegrün­det, um die Qualität und Wirtschaftlichkeit der Patientenversorgung in Deutschland zu ver­bes­sern. Das IQWiG küm­mert sich vor­wie­gend um eine evi­denz­ba­sier­te Bewertung des aktu­el­len medi­zi­ni­schen Wissensstandes sowie um Nutzen und Schaden medi­zi­ni­scher Maßnahmen. Genug Knowhow für eine Pandemie, soll­te man mei­nen. Doch in der aktu­el­len Corona-Krise hat Windelers Institut inter­es­san­ter­wei­se kei­ne Rolle gespielt…«

»[Hat] die Politik hat in der aktu­el­len Krise kein Interesse an Evidenz?

Evidenzbasierte Medizin (EbM) hat in der Pandemie in der Tat kei­ne gro­ße Rolle gespielt. Ich habe sogar den Eindruck, dass vie­le, die der­zeit als wis­sen­schaft­li­che Player auf­tre­ten oder als sol­che ange­spro­chen wer­den, nicht ein­mal wis­sen, was sich hin­ter evi­denz­ba­sier­ter Medizin verbirgt.

Herr Drosten hat in einem sei­ner frü­hen Corona-Podcasts sogar gesagt, dass er nicht wis­se, was sich hin­ter dem Netzwerk Evidenzbasierte Medizin ver­ber­ge, dem Sie selbst ja von 2005 bis 2007 vor­ge­stan­den haben.

„… so ein Papier von einem Netzwerk“, nann­te er die Stellungnahme einer wis­sen­schaft­li­chen Fachgesellschaft – ein typi­sches Beispiel für die Diskussionskultur in der Pandemie. Aber auch schon in den Jahren vor der Pandemie war EbM nicht aus­rei­chend prä­sent und ver­an­kert. Die aktu­el­le Situation hat das Problem nur noch ein­mal verdeutlicht.

Woran liegt das?

Das hat meh­re­re Gründe. Wir haben hier­zu­lan­de kei­ne Kultur der empi­ri­schen Betrachtung und des ruhi­gen Hinguckens. Da sind die Engländer oder die Skandinavier viel bes­ser. Wir glau­ben ger­ne, dass die Autoritäten und Kapazitäten das schon irgend­wie sor­tie­ren. Zudem gibt es eine durch­aus ver­ständ­li­che Unlust an dem Thema. Denn evi­denz­ba­sier­te Erkenntnisse schrän­ken auch die Freiheit der Entscheider ein – eine Konsequenz, die ja gewollt ist. Und zuletzt mag Evidenz auch Interessen stö­ren, die man mit „Industriestandort Deutschland“ zusam­men­fas­sen kann. Denn wenn wirk­lich nur die zuvor geprüf­ten Dinge auf den Markt kom­men, dann baut man Hürden auf…

Auch die Medien haben nur auf die viro­lo­gisch ver­sier­ten und die model­lie­ren­den Frauen und Männer geguckt. An Evidenz hat kaum jemand gedacht. Das kann ich in dem initia­len Alarmzustand sogar noch ver­ste­hen. Aber an die­ser Situation hat sich auch spä­ter nichts ver­än­dert. Zumindest in der letz­ten Legislatur hat Evidenz, wie wir sie ver­ste­hen, kei­ne spür­ba­re Rolle gespielt.

Vielleicht defi­nie­ren Sie noch ein­mal kurz, wie Sie die­sen Begriff genau mit Inhalt füllen.

Evidenzbasierte Medizin meint eine medi­zi­ni­sche Versorgung, die sich nicht allein auf Meinungen, Übereinkünfte und Grundlagenwissen stützt, son­dern auf Belege in der Anwendung – auf Evidenz. Solche Belege fin­den sich in aus­sa­ge­kräf­ti­gen wis­sen­schaft­li­chen Studien. Evidenz bedeu­tet, dass man sich um die Vor- und Nachteile, um den Nutzen und Schaden von getrof­fe­nen Entscheidungen, von Maßnahmen und Interventionen küm­mert. Am bes­ten macht man das vor der jewei­li­gen Entscheidung, indem man ent­spre­chen­de Studien mit Vergleichsarmen auf­setzt, damit die Ergebnisse auch aus­sa­ge­kräf­tig sind. In der Pandemie war eine vor­ge­la­ger­te Evidenz aus nahe­lie­gen­den Gründen nicht immer mög­lich; aber dann hät­te man wenigs­tens beglei­tend für Evidenz sor­gen müs­sen. Da ist bei uns sehr, sehr wenig passiert…

Erwarten Sie sich eine Kurskorrektur durch den neu­en Gesundheitsminister Karl Lauterbach – immer­hin war der einst Gründungsmitglied des Deutschen Netzwerks Evidenzbasierter Medizin?

Die Frage kann ich mit einem unein­ge­schränk­ten „Ja“ beant­wor­ten. Und ich set­ze dahin­ter noch ein Ausrufezeichen. Karl Lauterbach hat noch im Oktober in einem Interview betont, dass er einer der Gründungsväter unse­res Instituts unter der dama­li­gen Gesundheitsministerin Ulla Schmidt gewe­sen ist. Und auch in sei­ner ers­ten Twitter-Botschaft als Gesundheitsminister hat er die Evidenzbasierung sei­ner Politik zum Ausdruck gebracht. Dass er noch wäh­rend der Pandemie das Ruder rum­wirft, kann ich mir zwar nur schwer vor­stel­len. Aber was die kom­men­den Jahre angeht, da erwar­te und wün­sche ich mir in der Tat mehr Evidenzbasierung.

Am Beginn jeg­li­cher Evidenz ste­hen Fragen und Zweifel. Oft hat man den Eindruck, schon die sind in der aktu­el­len Situation nicht wirk­lich gewünscht.

Wir haben voll­kom­men aus­ge­blen­det, dass Fragen und Zweifeln wich­tig ist. Schlimmer noch: Es wur­de in den letz­ten zwei Jahren ein Bild von Wissenschaft gezeich­net und beju­belt, das gro­ßen­teils ein Zerrbild ist. Wir könn­ten genau­so gut von einem Versagen von Wissenschaft spre­chen, wenn man die­se als bestän­di­ge Suche und ste­tes Hinterfragen ansieht und nicht als das Verkünden letzt­gül­ti­ger Wahrheiten…

An wel­che Fragen den­ken Sie da?

Generell an die Fragen, ob die poli­ti­schen Entscheidungen und Expertenempfehlungen zum Pandemiemanagement sinn­voll, „alter­na­tiv­los“, waren, wel­che Folgen sie außer auf Inzidenzwerte gehabt haben und ob die Vorteile die nega­ti­ven Konsequenzen über­wo­gen. War es z.B. sinn­voll und not­wen­dig, Schulen, Universitäten und Kultureinrichtungen mona­te­lang zuzumachen? …

Fragen muss man sich aber auch leis­ten kön­nen. Sie selbst haben Ende letz­ten Jahres auf eine inter­es­san­te Studie der Universität Basel ver­wie­sen, die unter ande­rem zu dem Ergebnis kam, dass die meis­ten Studien zu Corona und Covid-19 phar­ma­fi­nan­ziert waren. Ist in einer sol­chen Gemengelage offe­nes Fragen über­haupt mög­lich und gewollt?

Die Hauptaussage der Studie war, dass es über­haupt nur mar­gi­na­le Beiträge aus Deutschland gab. Auch schon vor der Pandemie wur­den kli­ni­sche Studien in Deutschland vor­wie­gend von der Pharmaindustrie finan­ziert und dien­ten dazu, die Zulassung von Medikamenten vor­zu­be­rei­ten. Andere Studien, die auf Grundlage evi­denz­ba­sier­ter Methoden durch­ge­führt wer­den und deren Ergebnisse somit eini­ger­ma­ßen belast­bar sind, sind dage­gen bei uns Mangelware…

Welche Daten und Studien feh­len denn Ihrer Meinung nach?

Es feh­len Daten zum eigent­li­chen Infektionsgeschehen. In der ers­ten Phase der Pandemie waren zum Beispiel regel­mä­ßig Handwerker bei mir daheim. Die hiel­ten von Masken und Schutzmaßnahmen rela­tiv wenig. Ich habe den­noch nie eine Auswertung gese­hen, nach der Handwerker über­mä­ßig häu­fig von Corona infi­ziert gewe­sen wären. Ähnliches gilt für Kassiererinnen im Supermarkt. Die Frage also, wer sich wo infi­ziert, liegt eigent­lich immer noch im Nebel. Zudem ist auch immer noch nicht geklärt, wel­che Maßnahmen unter der Abwägung aller Vor- und Nachteile am sinn­volls­ten sind. Es gibt Dinge, die leuch­ten ein: Wenn ich mir etwa eine neue FFP2-Maske sorg­fäl­tigst auf­set­ze, ist die Wahrscheinlichkeit, dass auf die­se Weise Viren abge­hal­ten wer­den, hoch. Gilt das aber auch noch für den all­tags­üb­li­chen Umgang mit der­lei Masken, wie ich ihn in mei­ner direk­ten Umgebung beob­ach­te? Auch hat man sich nur sel­ten um die Nebenwirkungen der Maßnahmen geküm­mert. Im Gegenteil: Es gab Phasen, da wur­den allein Fragen danach als Häresie ange­se­hen. Bei jedem Arzneimittel wür­de man sagen: Wir unter­su­chen Wirkung und Nebenwirkung und dann set­zen wir sie ins Verhältnis. Das ist in der Pandemie aber kaum passiert…

Kehren wir noch ein­mal zu den offe­nen Fragen zurück. Sie selbst haben sehr früh dar­auf hin­ge­wie­sen, dass für Sie die Frage der Infektionssterblichkeit voll­kom­men offen sei. Haben Sie da mitt­ler­wei­le Antworten erhalten?

Ich behaup­te, dass kein Mensch die Infektionssterblichkeit wirk­lich kennt und dass die genaue Zahl auch heu­te nie­man­den mehr interessiert.

Bitte? Das ist doch der Dreh- und Angelpunkt der Debatte.

Nein. Ein sehr wich­ti­ger Aspekt ist zwei­fel­los, wer durch die Infektion beson­ders, mehr als ande­re, gefähr­det ist. Auch die Relation – mit 80 ist es x‑mal gefähr­li­cher als mit 20 – ist von Interesse. Aber unter Infektionssterblichkeit ver­ste­he ich die Sterblichkeit nach einer Infektion. Da wir zwar die Zahl der an Corona ver­stor­be­nen Menschen ken­nen oder ken­nen könn­ten, aber die Zahl der Infektionen auf­grund der Dunkelziffer nicht ken­nen, ken­nen wir auch die Rate nicht. Es gab ver­schie­dens­te seriö­se Abschätzungen, die zwi­schen grob 0,2% und 2% lagen, sich also schon im Faktor 10 unter­schie­den. Aber unter Impfungen, neu­en Virusvarianten, ver­bes­ser­ten Therapien und geän­der­ten Verhaltensweisen gel­ten die­se Zahlen sicher nicht mehr. „Kennen“ im Sinne von aus­rech­nen kön­nen wer­den wir die Infektionssterblichkeit nicht.

Es gibt noch eine ande­re Frage, auf die es kei­ne Antwort gibt: Warum hat es nie die immer wie­der gefor­der­te reprä­sen­ta­ti­ve Kohortenstudie zum Infektionsgeschehen gege­ben? Werden wir auch hier für immer auf eine Antwort war­ten müssen?

Ich kann Ihnen die Frage nach dem „Warum“ auch nicht beant­wor­ten. Ich kann nur fest­stel­len, dass expli­zi­te Bemühungen – sogar mit Vorstelligwerden bei den rele­van­ten Ministerien – abschlä­gig beschie­den wur­den. Man hat gesagt, dass man dar­an kein Interesse habe und auch nicht zustän­dig sei… 

Die Fragen stell­te Ralf Hanselle.«

22 Antworten auf „„Wir können von einem Versagen der Wissenschaft sprechen““

  1. ich bin per­plex. einer­seits scheint mir der man aus der see­le zu spre­chen, mei­ne gedan­ken zu lesen, die er bes­ser kennt als ich, ande­rer­seits bin ich erstaunt, sprach­los. karl lau­ter­bach als evi­denz­ba­sier­ter gesundheitsminister?

  2. Danke, vie­len Dank @aa, ich war näm­lich auf der Suche nach dem Artikel, im gekauf­ten CICERO war er nicht. In der Zeit hin­ter der Bezahlschranke kauf­te ich ihn für 1€, aber ein schwa­cher Abklatsch zu die­sem Interview. Es kommt halt immer auf die Fragestellung an und was weg­ge­las­sen wird! Juhu, Sie haben es geschafft, you make my day!

  3. Warum es kei­ne Kohortenstudien gab hat er ja wei­ter oben schon beantwortet:

    "Denn evi­denz­ba­sier­te Erkenntnisse schrän­ken auch die Freiheit der Entscheider ein …

    und das woll­ten die Damen und Herren "Entscheider" nicht. Die woll­ten lie­ber Hokuspokus machen und Angst verbreiten.

  4. ENDLICH – ENDLICH SCHEINT SICH ETWAS ZU REGEN. SCHON LÄNGST HÄTTE DAS IQWIG BEAUFTRAGT WERDEN MÜSSEN, HÄTTE DER GBA ÜBER DIE FRAGESTELLUNGEN VON STUDIEN BERATEN MÜSSEN. DIES AUCH IN ERINNERUNG AN WINDELERS VORGÄNGER SAWICKI, DER UNTER VORWÄNDEN AUS DEM AMT ENTFERNT WURDE, UND DIES AUF BETREIBEN DER PHARMA-INDUSTRIE HOFFENTLICH WERDEN DIE KAMMERN UND KASSEN UNTER DRUCK GESETZT, DAMIT SIE DAS IQWIG EINSCHALTEN.

    1. Ich kann mich erin­nern, dass es schon vor län­ge­rer Zeit ein Interview mit Windeler gab, wo er dar­leg­te, war­um (Kohorten)studien zum Infektionsgeschehen so wich­tig sei­en und wo er sag­te, dass sein Institut dazu bereit sei, die­se durch­zu­füh­ren. Die Medien hät­ten das eigent­lich ver­tie­fen müs­sen, hät­ten bei der Politik nach­ha­ken müs­sen, war­um man es ablehnte.

  5. Vieles sehe ich ähn­lich. Von Anfang an hat man model­lier­te Zahlen und Vermutungen durch die Gegend gebla­sen und tut dies jetzt noch, statt das zu tun, was man in der pro­fes­sio­nel­len ange­wand­ten Statistik und in der Umsetzung in die Politik eigent­lich tut: neue Zahlen anhand ande­rer, län­ger bekann­ter Zahlen ein­zu­ord­nen. Man hat sich dafür ent­schie­den so zu tun, als wäre eine neue Bedrohung auf­ge­tre­ten, für die völ­lig neue Maßstäbe gel­ten. Über die Gründe möch­te ich nicht spe­ku­lie­ren, kei­ner der mir in den Sinn kommt ist schmei­chel­haft für die Beteiligten.

    Herzlich lachen muss ich über die Naivität Herrn Windelers. Karl Lauterbach an Evidenz inter­es­siert? Herr "Auf den Intensivstationen lie­gen vor allem 47,48 jäh­ri­ge. Das hat mir ein befreun­de­ter Arzt gesagt" Lauterbach? Nun gut, viel­leicht möch­te er auch ein­fach einen Auftrag vom Klabauterbach an Land zie­hen, da kann er ihn natür­lich nicht mit den Attributen bele­gen, die dem Klabauterbach zustehen.

  6. Erschütternd und bei jeden ech­ten Wissenschaftler Beschämung auslösend!

    Aber nicht bei den Priese, Brink und sons­ti­gen Männchen…

  7. "Das Institut wur­de 2004 unter der dama­li­gen Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) gegründet, (…)"
    Also eine Institution, von der Politik geschaf­fen und vom Steuerzahler finan­ziert, die dafür da ist poli­ti­sches Handeln zu legi­ti­mie­ren und die wei­ter­hin vom Steuerzahler finan­ziert aber von der Politik igno­riert wird wenn sich mit den Ergebnissen ihrer Arbeit poli­ti­sches Handeln nicht mehr legi­ti­mie­ren lässt.

  8. Das ist eine Schlüsselstelle zur Beurteilung der Pandemie-Politik in Deutschland. Im April 2020 hat­te das RKI ja die Anfertigung der drin­gend nöti­gen reprä­sen­ta­ti­ven Kohortenstudie zum Infektionsgeschehen zuge­sagt. Aber die­se nie vorgelegt.
    "Ich kann Ihnen die Frage nach dem „Warum“ auch nicht beant­wor­ten. Ich kann nur fest­stel­len, dass expli­zi­te Bemühungen – sogar mit Vorstelligwerden bei den rele­van­ten Ministerien – abschlä­gig beschie­den wur­den. Man hat gesagt, dass man dar­an kein Interesse habe und auch nicht zustän­dig sei… "
    Man sagt also mit­ten in der unge­heu­ren Katastrophe welt­wei­ten Ausmasses dass man an den Kerndaten dazu kein Interesse hat.
    Das bedeu­tet dass man "im Apparat" wuß­te dass CoV‑2 nur ein Vorwand zum Erreichen ganz ande­rer Ziele ist. Oder aber dass man die nament­lich nicht ange­spro­che­nen sofort auf ihre Zurechnungsfähigkeit prü­fen muss.

  9. Wichtiger Artikel auf der Seite:
    Sanus religio.de
    Der Artikel, lang, aber bis zur letz­ten Zeile ein Triller.
    Beste Zusammenschau, die ich bis­her gele­sen habe.

    Titel:

    Impfpflicht – Missachtung des Nürnberger Kodex ?

    Dr. med.

    1. @ AA
      30. Januar 2022

      Auch sonn­tags immer auf der Brücke ?!
      Danke für ihr Engagement
      Beste Grüße und einen schö­nen Sonntag wünscht
      Ihnen

      Dr. med

  10. Frankfurter Allgemeine, aktua­li­siert am 18.01.2022

    Peer Review :
    Das Netzwerk liest mit

    Ein neu­es stu­den­ti­sches Journal will das Peer-Review-Verfahren refor­mie­ren. Die Forschungsarbeiten sol­len öffent­lich dis­ku­tiert, statt von unbe­kann­ten Gutachtern aus­ge­wählt werden. 

    Vorschläge:

    1.)
    Circulation
    Steven R Gundry
    Originally published8 Nov 2021

    Abstract 10712: Observational Findings of PULS Cardiac Test Findings for Inflammatory Markers in Patients Receiving mRNA Vaccines

    Abstract 10712: Beobachtungsergebnisse der PULS-Herztests für Entzündungsmarker bei Patienten, die mRNA-Impfstoffe erhalten

    2.)
    ResearchGate
    Preprint
    Neue Studie aus den USA:

    Innate Immune Suppression by SARS-CoV‑2 mRNA Vaccinations: The role of G‑quadruplexes, exo­so­mes and microRNAs

    Unterdrückung des ange­bo­re­nen Immunsystems durch SARS-CoV‑2 mRNA-Impfungen: Die Rolle von G‑Quadruplexen, Exosomen und microRNAs

    3.)

    Mein Tag Apotheke
    Neues aus der Wissenschaft
    Ist Corona gar kei­ne Atemwegserkrankung?

    Auszug
    Detaillierte Erklärung gefun­den, wie das Protein die Blutgefäße schädigt

    Für die Studie arbei­te­ten Salk-Forscher mit Wissenschaftlern der University of California in San Diego zusammen.
    Sie stell­ten dabei fest, dass die cha­rak­te­ris­ti­schen „Spike“-Proteine von SARS-CoV‑2 eine Schlüsselrolle bei der Erkrankung selbst spie­len. Bislang lag das Augenmerk dar­auf, dass die­se Proteine dem Virus hel­fen, den Wirt zu infi­zie­ren, indem sie sich an gesun­de Zellen heften.
    Obwohl die Ergebnisse selbst nicht ganz über­ra­schend sind, wer­ten die Forscher sie als eine kla­re Bestätigung und als detail­lier­te Erklärung, wie das Protein zur Schädigung von Endothelzellen beiträgt.
    Diese Zellen klei­den die Blutgefäße aus. Der Vorgang wur­de nun erst­mals dokumentiert.

    Das Spike-Protein allein reicht zur Schädigung der Zellen aus

    Das Team repli­zier­te dann die­sen Prozess im Labor und setz­te gesun­de Endothelzellen dem Spike-Protein aus.
    Dabei zeig­te sich, dass die­ses Protein die Zellen schä­digt, indem es ACE2 bindet.
    ACE2 ist die Kurzform für Angiotensin Converting Enzyme 2 (ACE2).
    Das Enzym, so die Forschung, ermög­licht es dem Coronavirus, in die Zelle ein­zu­drin­gen und den ers­ten Schritt der vira­len Infektion zu setzen.
    Die ACE2-Bindung durch das Spikeprotein führ­te dazu, dass unse­re Kraftwerk-Zellen, die Mitochondrien, beschä­digt und frag­men­tiert wur­den, erläu­tert das Team.
    Frühere Studien haben bereits einen ähn­li­chen Effekt nach­ge­wie­sen, wenn Zellen dem SARS-CoV-2-Virus aus­ge­setzt waren.
    Aber dies ist die ers­te Dokumentation, die zeigt, dass Schaden auf­tritt, wenn die Zellen dem Spike-Protein allein aus­ge­setzt sind, erklä­ren die Fachleute.
    „Wenn man die Replikationsfähigkeiten des Virus ent­fernt, hat es immer noch eine gro­ße schä­di­gen­de Wirkung auf die Gefäßzellen”, erläu­tert Professor Uri Manor in einer Pressemitteilung des Salk Institute for Biological Studies.

    Und was erklärt man uns zur Wirkungsweise der Impfstoffe?

    z.B. der NDR am 24.01.2022

    Die im Impfstoff ent­hal­te­ne mRNA baut der Körper in eini­gen Tagen ab, sie gelangt nicht in das mensch­li­che Erbgut, die DNA. Die Muskelzellen um die Impfstelle ver­meh­ren!!! das Spike-Protein. Das Immunsystem des Geimpften erkennt sie als Fremdkörper, akti­viert Abwehrzellen und bil­det Antikörper gegen das Spike-Protein des Coronavirus sowie Abwehrzellen.
    Folgt spä­ter eine Infektion, erkennt der Körper das Spike-Protein wie­der und bekämpft es.

    Und nun?

  11. Guter Einwand, dass die Wissenschaft nicht evi­denz­ba­siert genug ist, aber mein Einwand lau­tet, dass das auch nicht ver­hin­dert hät­te, dass das Kind in den Brunnen fällt.
    Evidenzbasierte Wissenschaft erhebt lei­der auch Zahlenkolonnen, Statistiken und Auswertungen zum non-plus-Ultra.
    Es ist immer­hin bes­ser, als Zahlen zu ver­dre­hen und Statistiken falsch zu lesen und dreist zu lügen.

    Was aber wirk­lich wich­tig wäre: Die Wissenschaft lie­fert HINWEISE und bil­det EINEN Teil der Wahrheit ab. Von einer Wahrheit, die für jeden anders es. Es gibt kei­ne ulti­ma­ti­ve Wahrheit und kein ulti­ma­ti­ves "rich­tig", das nur mit Hilfe der Wissenschaft gefun­den wer­den müsse.
    Es gibt vie­le ande­re Bereiche, die berück­sich­tigt wer­den müs­sen, auch Bereiche, die man nicht mit tech­no­kra­ti­schem Regelwerk "fas­sen" kann, son­dern Werte wie "Menschlichkeit", "Humanität", "Menschenwürde", "Diskussionskultur", "Offenheit", "sich selbst hinterfragen". 

    Das sind 'wei­che Werte', aber in der coro­na-Krise hat sich für mich her­aus­ge­stellt, dass man mit Technokratie und Wissenschaftlichkeit auch das Töten begrün­den könn­te. Mit Mitmenschlichkeit aber und Humanität kann man nie­mals das Töten begrün­den. Deshalb dür­fen wir nicht nur auf Technokratie und Wissenschaft abstel­len, auch wenn die Wissenschaft evi­denz­ba­siert wäre/ist.

    1. Richtig, unser „Hauptmann von Köpenick“! Was hat er denn wirk­lich groß­ar­ti­ges geleis­tet? Immer hor­rend fal­sche Zahlen vor­ge­legt, ich wie­der­ho­le jetzt nicht alle und dazu einen PCR crei­ert! Das ist kei­ne Zauberei, das ler­nen die ent­spre­chen­den Studenten schon im 2. Studienjahr, wie uns Frau Dr. Kemmerer berich­te­te im Ausschuss. Und sei­ne Doktorarbeit? Dazu braucht er sich auch nicht äußern, denn er steht unter beson­de­rem Schutz, er kann schwur­beln und ver­dre­hen, genau wie die übri­gen Experten. Und wir haben so her­vor­ra­gen­de Wissenschaftler, Ihr kennt sie alle. Es gibt einen Psalm: bin Ex-Katholokin, der beginnt: „Tag des Zornes, Tag der Zähren, wirst die Welt in Asche keh­ren, und Sybill wird David lehren…“

  12. Die dama­li­ge Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) hat­te das Gesetz zur Einführung der "elek­tro­ni­schen Gesundheitskarte" (eGK) ein­ge­bracht, das im Jahre 2003 vom Deutschen Bundestag ver­ab­schie­det wur­de. Damit wur­de ein Prozess in Gang gebracht, der das pri­vi­le­gier­te Vertrauensverhältnis zwi­schen Ärzten und Patienten zuguns­ten von wirt­schaft­li­chen Interessen eini­ger Konzerne und der Oligarchen hin­ter den Konzernen besei­tig­te. Die eGK ist natür­lich kein Stück Plastik, "auf" dem sen­si­ti­ve Daten gesam­melt wer­den, son­dern ein Placebo. Tatsächlich befin­det sich hin­ter dem System eine Datenbank, die von der Firma Bertelsmann Arvato betrie­ben wird. Bertelsmann Arvato war und ist eine der übels­ten Datenschleudern des Landes.

    Heute ist der Impfpass offi­zi­ell eine optio­na­le Zusatzleistung zur "elek­tro­ni­schen Patientenakte" (ePA). Die eGK wur­de anfangs als Angebot ein­ge­führt. Heute ist sie "Pflicht". Inzwischen ist der "Impfpass" de fac­to "Pflicht". Der "Impfpass" ist außer­dem iden­tisch mit dem "Green Pass", auch als "EU Green Pass" bekannt. Dahinter steckt die Agenda ID2020. Ziel ist die tota­li­tä­re Kontrolle aller Menschen mit einem sol­chen "Pass" nach dem Modell, das bereits in China den Menschen auf­ge­zwun­gen wur­de. Am Ende des Kontrollsystems fin­det man gut ver­steckt hin­ter Konzernen eine Bande von kri­mi­nel­len Superreichen, die mei­nen, sie müss­ten in ihrem geis­tes­kran­ken Zustand der Gier die gesam­te Welt kontrollieren.

  13. Wieler hat­te damals, ich mei­ne es war April 2020, als die Forderung nach reprä­sen­ta­ti­ven Tests auf­kam, gesagt: "Das ist nicht ziel­füh­rend." Damals habe ich schon gefragt: Ja, was ist denn dann das Ziel???

  14. face­book Wuhan Storys, haben nicht nur bei Drosten die Wissenschaft über­nom­men, mit erfun­de­nen Geschichten, und nicht das Erste Mal. Giesecke, Priesemann, sind doch ganz dum­me Frauen, die stän­dig ihre Vermutungen ver­brei­ten, wie Andere. Das Orakel von Delfie hat­te eine höhe­re Treffer Quote

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