Alle machen auf. Nur Deutschland bleibt bei #allesdichtmachen

So alar­mis­tisch wie der Teaser ist der Arti­kel auf rnd​.de dann nicht:

rnd​.de (28.4.)

Wir erfah­ren nicht nur: »Die Nie­der­lan­de öff­nen wie­der Geschäf­te und Restau­rant-Ter­ras­sen – trotz einer Inzi­denz von mehr als 300«, son­dern auch:

»Österreich erlaubt Großveranstaltungen

Doch die nie­der­län­di­sche Regie­rung ist nicht die ein­zi­ge, die Öff­nun­gen plant: Nahe­zu jedes Nach­bar­land möch­te als­bald lockern.

Öster­reich öff­net zum 19. Mai wie­der fast alle Bran­chen, dar­un­ter Gas­tro­no­mie, Sport, Hotel­le­rie und Kul­tur. Das Land hat eine Inzi­denz von 170,2 (Stand: 26.4.) und setzt daher auf ein umfang­rei­ches Schutz­kon­zept mit Corona-Tests…

Schweiz hat Terrassen geöffnet

Die Schweiz war seit Beginn der Pan­de­mie weni­ger strikt als bei­spiels­wei­se Deutsch­land. Hotels oder Ski­ge­bie­te muss­ten ihren Betrieb nicht ein­stel­len. Seit Anfang März 2021 kön­nen die Men­schen in der Schweiz wie­der Geschäf­te, Muse­en und Zoos besuchen.

Am ver­gan­ge­nen Wochen­en­de durf­te die Gas­tro­no­mie wie­der ihre Ter­ras­sen öff­nen – aller­dings mit Mas­ken­pflicht und Beschrän­kun­gen auf vier Gäs­te pro Tisch, berich­tet Euro­news. 100 Gäs­te sind bei Kon­zer­ten und Sport­events im Frei­en erlaubt… 

Belgien öffnet trotz Mangel an Intensivbetten

… Ab 8. Mai darf die Gas­tro­no­mie wie­der ihre Außen­be­rei­che öff­nen und vier Gäs­te pro Tisch bedie­nen. In den ver­gan­ge­nen 14 Tagen gab es in Bel­gi­en offi­zi­el­len Anga­ben zufol­ge knapp 450 Coro­na-Fäl­le pro 100.000 Ein­woh­ner (Stand: 24.4.)

Dänemark kann sich Öffnungen leisten

Die sozi­al­de­mo­kra­ti­sche Minis­ter­prä­si­den­tin von Däne­mark, Met­te Fre­de­rik­sen, lockert die Ein­schrän­kun­gen mit­hil­fe eines Coro­na-Pas­ses. Mit die­sem soll man unter ande­rem per App auf dem Smart­phone Imp­fun­gen, nega­ti­ve Tests und über­stan­de­ne Infek­tio­nen nach­wei­sen kön­nen. In den letz­ten Wochen wur­den bereits die Außen­be­rei­che der Gas­tro­no­mie sowie Muse­en und Büche­rei­en geöff­net. Am 6. Mai wer­den plan­mä­ßig wie­der die Innen­be­rei­che der Loka­le sowie Thea­ter und Kinos für Besu­cher geöffnet.

Das Land kann sich sei­ne Öff­nun­gen leis­ten: Nach einem Höchst­stand Mit­te Dezem­ber sind die Neu­in­fek­ti­ons­zah­len in Däne­mark deut­lich gesun­ken. Die Sie­ben-Tage-Inzi­denz liegt bei 85,5 (Stand: 27.4.) und ist damit knapp halb so hoch wie in Deutsch­land. Außer­dem sol­len alle Dänen über 50 Jah­re bis Ende Mai geimpft werden.

Tschechien möchte Geschäfte öffnen

In Tsche­chi­en ver­bes­sert sich die Infek­ti­ons­la­ge zwar wei­ter, doch die Sie­ben-Tage-Inzi­denz lag vor eini­gen Tagen bei rund 185 Neu­in­fek­tio­nen. Gesund­heits­mi­nis­ter Petr Are­n­ber­ger rech­net trotz­dem damit, dass Anfang Mai alle Geschäf­te öff­nen kön­nen. Das sag­te er dem Sen­der CNN Pri­ma News. Momen­tan sind die Schu­len im Wech­sel­un­ter­richt und mit Test­pflicht geöffnet.

Polen: Dritte Welle ist gebrochen

Der pol­ni­sche Regie­rungs­chef Mate­usz Mora­wi­ecki (PiS) erklär­te am Mitt­woch in War­schau, dass die drit­te Wel­le der Pan­de­mie gebro­chen sei. Das Gesund­heits­mi­nis­te­ri­um mel­de­te am sel­ben Tag 8895 regis­trier­te Neu­in­fek­tio­nen inner­halb von 24 Stunden.

Ab 4. Mai sol­len Ein­kaufs­zen­tren, Bau­märk­te und Möbel­ge­schäf­te unter Hygie­ne­be­stim­mun­gen wie­der öff­nen. Das Glei­che gilt für die Kul­tur: Muse­en und Kunst­ga­le­rien dür­fen wie­der Besu­cher emp­fan­gen. Weni­ge Tage spä­ter dür­fen Hotels bis zu einer Aus­las­tung von 50 Pro­zent Gäs­te beher­ber­gen. Am 15. Mai wird den Restau­rants die Öff­nung der Außen­be­rei­che erlaubt.

Luxemburg passt Maßnahmen an

Die Nach­bar­län­der Frank­reich und Luxem­burg gehen die Locke­run­gen mit etwas grö­ße­rer Vor­sicht an. In Luxem­burg gibt es ein­zel­ne Anpas­sun­gen im Kul­tur- und Sport­be­reich: Zehn Musi­ker dür­fen mit Sicher­heits­ab­stand zum Pro­ben zusam­men­kom­men und die Gas­tro­no­mie darf wei­ter­hin ihren Außen­be­reich öff­nen, unter der Bedin­gung, dass die Ter­ras­se an drei Sei­ten offen ist.

Frank­reichs Prä­si­dent Emma­nu­el Macron (REM) kün­dig­te an, dass die Coro­na-Beschrän­kun­gen all­mäh­lich zurück­ge­fah­ren wer­den sol­len. Ab Mit­te Mai will Frank­reich wie­der die Öff­nung sol­cher Geschäf­ten erlau­ben, die kei­ne Güter des täg­li­chen Bedarfs ver­kau­fen. Auch eini­ge Kul­tur­ein­rich­tun­gen sol­len wie­der Besu­cher emp­fan­gen – glei­ches gilt für die Außengastronomie.

Frankreich bleibt bei Ausgangssperre

Die von 19 bis 6 Uhr gel­ten­de Aus­gangs­sper­re hat vor­erst Bestand, doch Macron stell­te in Aus­sicht, den Beginn etwas spä­ter in den Abend zu ver­schie­ben.«

Und was war mit der Gefahr?

»Die Locke­run­gen in dem Nach­bar­land ber­gen auch für Deutsch­land eine Gefahr. Vor allem, wenn vie­le Men­schen einen Tages­aus­flug zur ande­ren Sei­te der Gren­ze machen und das Virus so wei­ter­ver­brei­ten. Otto Fri­cke (FDP), Bundestags­abgeordneter aus NRW, erklär­te dem Redak­ti­ons­Netz­werk Deutsch­land (RND): „Ich bin mir sicher, dass vie­le grenz­na­he Besu­cher in die Nie­der­lan­de rei­sen werden.“

Dies sei nur „dann ris­kant, wenn Bür­ge­rin­nen und Bür­ger, die in die Nie­der­lan­de fah­ren, nach­läs­sig wer­den in den Berei­chen, in denen es im Innen­raum Kon­tak­te gibt“. Er for­dert: „Hier müs­sen sie die glei­che Auf­merk­sam­keit an den Tag legen wie in Deutsch­land.“ Die Gefahr eines Mit­neh­mens des Virus bei einem Auf­ent­halt auf Außen­ter­ras­sen sieht Fri­cke wegen der Ergeb­nis­se der Aero­sol­for­schung aller­dings nicht.«

Ach so.

5 Antworten auf „Alle machen auf. Nur Deutschland bleibt bei #allesdichtmachen“

  1. Ent­schul­di­gung, aber solan­ge auch nur irgend­ei­ne "Öff­nung" an den geis­tes­kran­ken "Hygiene"-Bullshit und (tech­ni­sche) Apart­heids­in­stru­men­te geknüpft wird, sind das kei­ne "Öff­nun­gen"! Im Gegen­teil, sie zemen­tie­ren die "Neue Nor­ma­li­tät". Wie kann man bit­te die­ses Framing unkri­tisch weiterverbreiten?

  2. Die Erklä­rung mit dem Super-Hyper-Giga-Mega-Extrem-Virus-Varia­ti­ons-Teil als Super-Hef­tig-Arg-Todes­vi­rus ist von Anfang an nicht glaubhaft.
    Ein Virus hält sich nicht an men­schen­ge­mach­te Gren­zen Punkt.
    Ein Virus kann auch nicht von Alten­heim zu Alten­heim tele­por­tie­ren Punkt.
    Ein Virus sucht nicht gezielt erst die (gespritz­ten) älte­ren Men­schen, dann die (gespritz­ten) Erwach­se­nen und schließ­lich die (gespritz­ten) Kin­der aus. Schön der Rei­he nach. (oh srys­ry, die sind mit, öh nein­nein an (natür­lich) an Covid ver­stor­ben. Ich Schussel)
    Mmhhh.
    Spritz­teams hal­ten sich an ihren Ein­satz­plan und blei­ben in ihrem Bereich.
    Spritz­teams fah­ren von Alten­heim zu Altenheim.
    (Wenn alles ande­re aus­zu­schlie­ßen ist, muß das was übrig bleibt, auch wenn es unmög­lich erscheint, die Lösung des Pro­blems sein. (ich glaub von Sher­lock Holmes))

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