Besser nicht auf Freiheiten einlassen

So zuver­läs­sig wie die Meldungen "SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach warnt…" sind solche:

»Virologin Ciesek sieht Öffnungsstrategien kritisch

(19.50 Uhr) Virologin Sandra Ciesek sieht Öffnungsstrategien wie etwa im Saarland oder in Modellregionen kri­tisch. "Die Verantwortung wird auf den Bürger abge­wälzt", sag­te die Direktorin des Instituts für Medizinische Virologie am Universitätsklinikum Frankfurt am Dienstag im NDR-Podcast "Das Coronavirus-Update". "Wenn geöff­net wird, muss dem Bürger klar sein, dass das nichts mit Sicherheit zu tun hat." Es dür­fe nicht der Eindruck ent­ste­hen, "dass das sicher ist", son­dern jeder müs­se indi­vi­du­ell ent­schei­den, sich auf die­se Freiheiten ein­zu­las­sen oder auf Vorsicht zu setzen.

Auch wenn es bei der Entwicklung der Infektionszahlen vor Ostern eine gewis­se Abflachung gege­ben habe und in eini­gen Städten die Inzidenzwerte über Ostern gesun­ken sei­en, hal­te sie es für ris­kant, aus die­sen Zahlen eine Ablehnung von Maßnahmen und Beschränkungen abzu­lei­ten, sag­te die Virologin…«
schwaebische.de

6 Antworten auf „Besser nicht auf Freiheiten einlassen“

  1. Zunächst mal ein ganz dickes Lob an Frau Ciesek: sie hat zumin­dest "eine gewis­se Abflachung" erkannt. Das ist zwar nur ein klei­ner Schritt auf dem Weg zu Wahrheit und Wissenschaft, aber mehr als der Großteil der Apokalyptiker zu gehen wil­lens oder im Stande ist.

    Hätte sie jetzt noch erkannt, dass das "Abwälzen der Verantwortung auf den Bürger" und die indi­vi­du­el­le Entscheidung, sich "auf Freiheiten ein­zu­las­sen oder auf Vorsicht zu set­zen" Grundbestandteile sowohl des libe­ra­len demo­kra­ti­schen Staatswesens als auch der mensch­li­chen Gesellschaft jen­seits einer ver­ab­scheu­ungs­wür­di­gen tota­li­tä­ren Diktatur sind, hät­te ich sie für das alter­na­ti­ve Bundesverdienstkreuz vorgeschlagen.

    So reicht es nur für ein "Du hast dich sehr bemüht. Weiter so!" Schoko-Marienkäferchen von der öster­li­chen Resterampe.

  2. Ciesek mag erläu­tern, war­um das Coronavirus über­haupt die­se Corona-Maßnahmen recht­fer­tigt. Infektion hin, Infektion her. Was macht das Virus gefähr­li­cher als die übri­gen Corona Viren 229E, NL-63, HKU 1 und OC-43? Wenn sie das sinn­voll erläu­tern kann, wäre sie in ihrer wis­sen­schaft­li­chen Entwicklung sicher­lich einen Schritt wei­ter. Wenn nicht, soll­te sie die Menschheit nicht mit Interviews, Podcasts, Twitter zu belästigen.

  3. Ich hal­te es eher für ris­kant, Frau Ciesek und den Rest der Schwachsinnstruppe wei­ter­hin unge­bremst auf die Menschheit loszulassen.

    Bei einem heu­ti­gen Gespräch zwi­schen zwei Kollegen, gab es Äußerungen des ers­ten wie "Ich bin müde." oder "Die Einschränkungen sind auf Dauer nicht mehr zu ertra­gen:", wor­auf der zwei­te ant­wor­te­te "Ich kann nicht ver­ste­hen, war­um man in Deutschland für die Nachverfolgung nicht alle Handydaten nut­zen kann". Nach mei­ner dar­auf fol­gen­den Äußerung, dass Datenschutz immer noch ein hohes Gut sei, wur­de das Gespräch been­det – man kennt mei­ne Einstellung und ich habe kei­ne Lust, mir die­ses Gejammere anzuhören.

    Dies zeigt aber, wie blank inzwi­schen die Nerven bei sehr vie­len Menschen lie­gen. Die Rgierenden haben sie mit der per­ma­nen­ten Pandemiepanik-Berieselung unter Verbreitung von Todesängsten, wel­che inzwi­schen schon über ein Jahr betrie­ben wird, voll­kom­men weich gekocht, dass sie sofort alles tun wür­den, wenn nach Möglichkeit die Einschränkungen sofort auf­hö­ren – was natür­lich ein Irrglaube ist. Und bekannt­li­cher­wei­se stribt der Glauben zuletzt.

    Inzwischen ist man dazu über­ge­gan­gen, von sei­ten der Politik grund­sätz­lich alles in Frage zu stel­len, was vom geplan­ten Weg der ange­streb­ten "Endsieg" (in Anlehnung an einen ehe­ma­li­gen deut­schen Diktator öster­rei­chi­scher Herkunft) abwei­chen wür­de. Fehlt nur, dass nächs­te Woche durch unse­re Kaiserin gefragt wird, ob sie die tota­le Impfung oder zumin­dest den tota­len Lockdown wol­len. Überraschen wür­de es mich auf jeden Fall nicht.

  4. Hier in NRW sind die Inzidenzwerte inner­halb einer Woche von 131 auf 121 Fälle zurück gegan­gen; trotz der mas­si­ven Zunahme der Tests. Typisch ist, daß in der Qualitätstagespresse kei­ne Vergleichswerte genannt werden.
    Die 3. Welle ist nicht aufzuhalten.

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