Betrügt das RKI mit den Zahlen?

Wie sehen die Zahlen aus, wenn man z.B. Meldedatum, Referenzdatum, Kennzeichnung „mit Symptom“ mit berück­sich­tigt? Das unter­sucht der Informatiker Hendrik Pötschke und stellt sei­ne Ergebnisse in der Sitzung des Corona-Ausschusses vom 19.3. vor. Ich geste­he: Das klingt glaub­wür­dig, ich kann die Argumentation aller­dings nicht immer nach­voll­zie­hen. Man möge sich ein eige­nes Bild machen:

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=9g4dlpDZyoU

Update: Meine lei­sen Zweifel sind geblie­ben. Ich emp­feh­le, zur Bewertung die Erkenntnisse in den Kommentaren, vor allem von Andreas B. heranzuziehen.

54 Antworten auf „Betrügt das RKI mit den Zahlen?“

  1. OTOTOT
    "Merkel, weil alles bis­her „zu lasch“ sei"
    „Wir haben eine neue Pandemie“
    „Die Mutation hat übernommen.“
    https://www.bild.de/politik/inland/politik-inland/corona-gipfel-alle-infos-lockdown-ausgangssperren-ostern-familienbesuch-urlaub-mallorca-75814656.bild.html
    "Auch nach dem Knallhart-Lockdown über Ostern sind Öffnungen NICHT garan­tiert. Im Beschlussentwurf heißt es über die Zeit nach dem 5. April: „Soweit in den kom­men­den Tagen die Kriterien für einen Öffnungsschritt nach dem MPK-Beschluss vom 3. März 2021 erfüllt wer­den, erfolgt des­sen Umsetzung ab dem 6. April 2021.“

  2. Mir geht es ähn­lich. Das wirkt seri­ös. Die Daten sind ja frei zugäng­lich. Mir fehlt es aber an Sachverstand die Excelvorlage von Herrn Pötschke zu prü­fen. Die meis­ten sei­ner Aussagen geis­tern ja seit zig Monaten durchs Netz. Das Fehler gemacht wer­den ist sicher­lich unum­strit­ten. Allerdings beein­druckt mich auch die Bezeichnung der Kennzahlen. Wenn bsw. nur ein Bruchteil der Toten in den Daten sym­pto­me hat­ten, dann ist auch die Bezeichnung "Covid-19-Todesfälle" voll­kom­men falsch. Aus dem glei­chen Grund müss­te es "Positive Tests" statt "Covid-19 Fälle" hei­ßen. Man kann nur hof­fen, dass jemand das RKI damit konfrontiert.

  3. Guten Morgen Aa,
    Ich fän­de es span­nend zu wis­sen, was Sie nicht nach­voll­zie­hen kön­nen. Wenn in die 7 Tage Inzidenz TW Daten von vor einem Jahr ein­flie­ßen, dann schei­nen zumin­dest gro­be Fehler vor­zu­lie­gen. Wenn dann auch noch gar kei­ne Symptome bei den posi­tiv Getesteten auf­tre­ten, dann steht doch die gan­ze Inzidenz Argumentation auf sehr sehr wacke­li­gen Füssen. Gruss SB

    1. @SB und ande­re: Vielleicht habe ich mich miß­ver­ständ­lich aus­ge­drückt. Ich hal­te die Arbeit für sehr lobens­wert und woll­te sie nicht kri­ti­sie­ren. An eini­gen Punkten habe ich Verständnisschwierigkeiten, und das kann durch­aus an mir lie­gen. Beispiele: "Neuer Fall ‑1", also Streichung aus der Statistik. "IstErkrankungsbeginn" für Symptome. Der Begriff "Referenzdatum". Das Problem, daß in sei­ner Logik die "Fallzahlen" in der Vergangenheit viel höher sein müs­sen, wenn sie damals auf­ge­tre­ten sind, aber heu­te gemel­det wer­den. Ich habe kei­nen Zweifel dar­an, daß die RKI-Zahlen nichts tau­gen und will­kür­lich zusam­men­ge­stellt wer­den. Wie gesagt, die Beweisführung ver­ste­he ich den­noch nicht immer. Kann an mir liegen.

      1. Die Meldungsverzögerung kann an den Testlaboren lie­gen und/oder den Gesundheitsämtern. Über Symptome wis­sen die Labore nichts, die Gesundheitsämter fra­gen das mei­nes Erachtens nach ab. Die Gesundheitsämter müs­sen die Daten also über irgend­ei­ne Art von Verschlüsselung zusam­men­fü­gen, bzw. das RKI die unter­schied­lich über­mit­tel­ten Daten. Das tun sie ver­mut­lich nicht, son­dern beur­tei­len posi­ti­ve Tests danach, ob gleich­zei­tig Symptome vorliegen.
        Ein Fall, den ich mit­be­kom­men habe: Test posi­tiv, fal­sche Symptome, ging wei­ter arbei­ten, danach rich­ti­ge Symptome, also wur­de zum Fall und kam in Quarantäne mit Referenzdatum des posi­ti­ven Tests. Körper ver­hal­ten sich halt nicht, wie vorgesehen.
        In die aktu­el­len Inzidenzwerte des RKI flie­ßen also Daten der Vergangenheit ein und feh­len Daten, die in der Zukunft erst ent­ste­hen. Das bedeu­tet bei stei­gen­den Fallzahlen theo­re­tisch, dass die Inzidenzwerte des RKI zu nied­rig sind und bei sin­ken­den Fallzahlen, dass sie zu hoch sind. Positive Tests ohne Symptome dürf­ten laut WHO aller­dings nicht gewer­tet wer­den. Also sind die Fallzahlen inklu­si­ve posi­ti­ve Tests ohne Symptom grund­sätz­lich zu hoch und das ist noch nicht die Rede von Mehrfachtests, die jedes Mal gezählt werden.
        Eine vali­de Entscheidungs- oder Rechtfertigungsgrundlage sind die Zahlen in kei­nem Fall.

        1. Eigentlich sol­len die Gesundheitsämter die Mehrfachtestungen raus­neh­men. Wenn nun aber jemand am z,B. im Flughafen getes­tet wird und dann noch mal woan­ders nach­tes­tet, weiß das das rki wohl nicht. Das mit dem Referenzdatum habe ich so ver­stan­den dass im Durchschnitt bei schwe­ren Erkrankungen von der Infektion bis zum Tod 11 Tage ver­ge­hen (lt.rki). Herr Pötsch geht bei sei­nen Berechnungen von 13 Tagen aus.
          Auf der Seite des rki wer­den die Testzahlen nur Mittwochs Wochenweise kumu­liert ange­zeigt. Ferner sieht man dort auch wie hoch der Probenrückstand ist. Was ich aller­dings nicht nach­voll­zie­hen kann wie dann eine Positvrate errech­net wer­den kann.
          Ich fra­ge mich auch wie Herr Pötsch an die Rohdaten gekom­men ist. So dass er die ein­zel­nen Fälle nach­voll­zie­hen kann.
          Über 47 Mio Tests wur­den bereits ent­nom­men. Allein die­ses Jahr über 11 Mio. Völlig sinn­frei wer­den hier Millionen auf­ge­wen­det. Meiner Ansicht nach dient das alles nur zur Aufrechterhaltung des Pandemietheaters. Und was das mit der Kontaktverfolgung und der Bundeswehr in den Gesundheitsämtern soll, na, da mach ich mir so mei­ne Gedanken.

  4. Viele Einzelaspekte, Schlagwörter, Kategorien existieren.
    Respekt dafür!!!!!!!

    Eine wich­ti­ge Sache fehlt aber m.E.;
    eine Sammlung von Links zu Basisdokumenten, Grundlagendokumente, Basis-Literaturverzeichnis oder wie auch immer bezeich­net, chro­no­lo­gisch sortiert.

    Die Stärke ist die Schwäche!
    Die durch Vielfalt und Menge der Beiträge/Kommentare ver­liert man den Überblick.
    Grundlegende "Standard-Quellen" wur­den zwar mit Sicherheit in irgend­ei­nem Artikel erwähnt; aber wann und in welchem?

    Beispiele:
    – Dokument mit Mullis-Aussage zum PCR-Test = kei­ne Diagnose etc.
    – WiWo 2014: Drosten zu Mers – eine Molekül huscht über die Zunge eines Krankenschwester und ist damit nach­weis­bar – Rückkehr zu dia­gno­se­ba­sier­tem Arztbefund (sinn­ge­mäß)
    – Olaf Landert: PCR-Test maxi­mal 50% genau
    – WHO – ?.01.2021 – PCR-Test nur mit Diagnose einsetzen
    – WHO: Änderung der Pandemiedefinition 2009

  5. Wenn das die Methode des RKI ist die Menschen dumm zu hal­ten, ist ihnen das gelun­gen. Ich habe dies eben­falls im Corona Ausschuss gese­hen. Das sind dann natür­lich dreis­te Lügen. Mein Dachboard war bis jetzt https://www.absolute-zahlen.com/. Wenn dann noch­mals die Zahlen kor­ri­giert wer­den müs­sen, ist die Sache bestimmt straf­be­wehrt. Lügen haben bekannt­lich kur­ze Beine. Hoffentlich kommt es bald zur Erkenntnis. Viele den­ken aller­dings weni­ger nach, als ich jemals gedacht habe. Schade eigent­lich. Mittlerweile schaue und ver­ste­he ich die Datenaufbereitung.

  6. Gut, ich hab mir das Video noch nicht ange­se­hen, aber das RKI muss nicht mit Zahlen betrü­gen, es nennt sie ein­fach nicht. Wenn ich mir die aktu­el­len Zahlen auf RKIs Grippeweb anschaue (neu­er­dings mit einer Skala um Faktor 10 erhöht für Corona !) dann kann ich sehen das eine nor­ma­le Grippewelle unge­fähr um den Faktor 100 höher ist, d.h. die Inzidenz ist dann bei 10000 und höher. Die Zahlen lügen wohl nicht, sind aber gut versteckt.

    1. Zur Eingangsfrage, ich habe mir den Tagesbericht von ges­tern dem 22.3. ange­schaut, dort sind von 50 Neuverstorbenen 74 auf den Intensivstationen ver­stor­ben … klingt das etwa nach einer Lüge ???? 😉 Noch bes­ser, aus­ser­dem ist die Zahl der akti­ven Fälle auch noch um 500 gesun­ken, und das pünkt­lich zur Verkündung des neu­en alten Lockdowns wegen beson­ders schlim­me Lage und so.

  7. Lothar H. Wieler (* 1961 in Königswinter) ist ein deut­scher Tierarzt und Fachtierarzt für Mikrobiologie. Seit März 2015 ist er Präsident des Robert Koch-Instituts. In die­ser Funktion berät er die Bundesregierung und die Landesregierungen bei ihrem Kampf gegen die COVID-19-Pandemie in Deutschland. 

    https://de.wikipedia.org/wiki/Lothar_H._Wieler

    "gewerbs­mä­ßig oder als Mitglied einer Bande han­delt, die sich zur fort­ge­setz­ten Begehung von Urkundenfälschung oder Betrug ver­bun­den hat" 

    "sei­ne Befugnisse oder sei­ne Stellung als Amtsträger oder Europäischer Amtsträger mißbraucht" 

    Strafgesetzbuch (StGB) § 263 Betrug 

    https://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__263.html

    Fragt sich: Inwieweit ist "Corona", offen­sicht­lich durch Big Pharma und Big Data (v. a. wohl Bill Gates) erson­nen, umge­setzt per Ausschaltung der Parlamente und der frei­en Presse und bei­na­he als Machtergreifung der Gesundheitsminister, … wie deut­lich ist das System Corona Putsch? 

    "und/oder einer Gruppe von Politikern mit dem Ziel, die Regierung zu stür­zen und die Macht im Staat zu über­neh­men. Häufig folgt auf einen Putsch eine Militärdiktatur oder die Herrschaft eines auto­ri­tä­ren Regimes. "

  8. Und wenn schon. Das RKI unter­liegt den Weisungen des Bundesgesundheitsministeriums.
    Und dass die­ses Sachkenntnis zur Grundlage der Entscheidungen der erwei­ter­ten Troika aus Bundeskanzlerin, CSU-Vorsitzendem, SPD-Finanzminister (Vizevors. Bundespartei) und … Michael Müller als ? bei­tra­gen konnte/ kann, haben wir im ver­gan­ge­nen Jahr nicht ein­mal erlebt.

    Auch die neus­ten Drangsalierungen sind mal wie­der gänz­lich frei von fun­dier­ter Sachkenntnis:

    https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/coronavirus/corona-diese-regeln-und-einschraenkung-gelten-1734724

  9. Das von Pötschke recht anschau­lich geschil­der­te Problem wur­de bereits letz­tes Jahr hie&da im ÖR-Funk&TV erläu­tert und sogar als "Argument" gegen "Lockerungen" genutzt:
    Dass die aktu­el­len "Fallzahlen" ja "nur" den Ist-Zustand von vor ca. X Tagen (X> 5) dar­stell­ten und man bei gleich­blei­ben­dem (expo­nen­ti­el­lem!) Wachstum ( = "R‑Wert") eben (ohne "Maßnahmen") mit die­ser oder jener "Katastrophe" rech­nen müsse.
    Dass man ein­fach extra­po­liert, ist, im wahrs­ten Sinne des Wortes: Scheiße – was hie&da noch (wenn's gera­de "passt") sogar als Lob der eige­nen Aufklärung und Beweis für die Einfältigkeit der Altvorderen (vor allem dann, wenn sie aus ande­ren Ländern stam­men) süf­fi­sant erwähnt wird:
    https://en.wikipedia.org/wiki/Great_horse_manure_crisis_of_1894
    (in z.B.: https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/wachstum-im-zeitalter-der-verlangsamung‑1.3100135 )

    Einschlägig vor­ge­bil­de­te Rechtgläubige wer­den trotz­dem (zu Recht – sic!) ein­wen­den, dass es zuläs­sig sei, man­geln­de aktu­el­le Zahlen ein­fach hoch­zu­rech­nen (z.B. dass der Wetterbericht ja auch nicht aus­fällt, nur weil, na, 20% der Messstationen gera­de kei­ne Daten lie­fern; beson­ders Spitzfindige könn­ten z.B. sogar Wahlabende als Beispiel "lie­fern" – was ange­sichts der letz­ten USA-Wahlen aller­dings eher ein schlech­tes ist).
    Sprich: es genügt nicht, die "Fallzahlen" anhand von (zwangs­läu­fi­gen) "Nachmeldungen" – die auch schon mal ein Jahr zurück­rei­chen kön­nen – der Lächerlichkeit preiszugeben.
    Vergleicht man z.B. ledig­lich die wöchent­li­chen RKI-Berichte (Dienstags, in der Tabelle "kli­ni­sche Aspekte"), so stellt man fest, dass es zwar bei den "Fallzahlen" nur ca. 1% Abweichung zur Vorwoche gibt, bei Söders "Jumbo-Todeszahlen" es aller­dings 2 Monate(!) dau­ert, bis die Nachmeldungen sich in die­sen Bereich bewegt haben.
    (Beispiele: für KW1/2021 hat­te das RKI vor­letz­te Woche noch 5382 Todesfälle ange­ge­ben, letz­te Woche waren es 45, also 0,8% mehr; für KW9 steigt die Zahl von 126 auf 371, also 194%!).
    Die "ModelliererInnen" wis­sen das natürlich … .

    Dass Füllmich im Video mit sei­ner mathe­ma­ti­schen Unvollkommenheit koket­tiert beunruhigend.
    Es ist näm­lich zu befürch­ten, dass es in der Truppe der EntscheiderInnen (mit über­pro­por­tio­na­lem JuristInnenanteil) ähn­lich aus­sieht (wenn auch ohne Koketterie) und sogar Angie sich trotz gewis­ser Rechenschieberaffinität auf das ver­lässt, was irgend­wel­che dubio­sen ModelliererInnen in die Entscheidungsvorlagen ein­ge­baut haben. Wer dann weder wil­lens noch fähig ist, dies zu hin­ter­fra­gen, (geschwei­ge denn Zeit dafür hat) ist dem (durch selbst­ver­schul­de­te Unmündigkeit!) hilf­los ausgeliefert.

    Und "wir" mit.

  10. Corona-Sammelklagen in Italien
    Erst kam das Virus, dann das Vertuschen
    Hunderte ita­lie­ni­sche Familien haben nach dem Coronatod ihrer Angehörigen Anzeige erstat­tet. Sie for­dern Aufklärung. Tatsächlich zei­gen Dokumente, dass zu Beginn der Pandemie Fehler gemacht und ver­heim­licht wurden.
    Von Jan Petter und Alessandro Puglia
    22.03.2021, 08.04 Uhr

    https://www.spiegel.de/politik/ausland/corona-klagen-in-italien-erst-kam-die-pandemie-dann-das-vertuschen-a-4ccd8ac9-c426-4719-adf4-d70780442e5d

  11. Für die unkri­ti­schen HofschranzInnen hal­ten die RKI-Zahlen ande­re, kon­for­me­re Schreckensbotschaften bereit:

    In der anschlie­ßen­den Pressekonferenz kamen wie fast immer bei die­ser Gelegenheit die glei­chen Journalisten zu Wort. Wirklich kri­ti­sche Fragen blie­ben aus, es wur­den eher brav Stichworte gelie­fert. Und ein­ge­peitscht. Eine Kollegin frag­te: „Muss man das auch här­ter durch­set­zen, da die Zahlen für vie­le ihren Schrecken ver­lo­ren haben, muss man da mit Bußgeldern noch stren­ger vorgehen?“

    Suche in dem Zusammenhang einen Artikel von Paul Schreyer, der die hün­di­sche Mentatlität der MS-JournalistInnen mit einem Kooptationmechanismen erklärt.

  12. Betrug von Beginn an, wo mit gefa­elsch­ten web­site agiert wird, ohne iMPRESSUM, eine tech­ni­sche WHOIS Abfrage, zeigt nur Methoden der Organisierten Kriminalitaet. Microsoft Tochter, eine sel­ten benutz­te web­site. Daten Grundlage Null
    https://github.com/CSSEGISandData/COVID-19

    Dieses Muell, benutzt man Weltweit voll­kom­men gefa­elscht, nach Landkreisen in Deutschland geord­net. Impressum Null,
    https://experience.arcgis.com/experience/3a056fc8839d47969ef59949e9984a71

  13. 23.03.2021

    08:45 UhrUS-Behörden: Bedenken an AstraZeneca-Studie
    Die US-Behörden äußern Bedenken an den am Montag prä­sen­tier­ten Studiendaten zum Impfstoff von AstraZeneca und der Universität Oxford. Das vom US-Seuchenexperten Anthony Fauci geführ­te Nationale Institut für Allergien und Infektionskrankheiten (NIAID) erklärt, die Zusammenfassung der Wirksamkeitsangaben sei womög­lich nicht voll­stän­dig. Darauf habe die Expertengruppe DSMB (Data Safety Monitoring Board) hin­ge­wie­sen. Das Unternehmen müs­se nun mit dem Gremium zusam­men­ar­bei­ten und die Daten über­prü­fen. Es müs­se sicher­ge­stellt wer­den, so schnell wie mög­lich den prä­zi­ses­ten und aktu­ells­ten Datensatz zur Wirksamkeit zu erhal­ten. Von AstraZeneca war zunächst kei­ne Stellungnahme zu erhal­ten. Den am Montag vor­ge­leg­ten Studienergebnissen zufol­ge weist der Impfstoff eine höhe­re Wirksamkeit auf als bis­her ermit­telt und führt nicht zu einem höhe­ren Thrombose-Risiko.

    https://www.tagesschau.de/newsticker/liveblog-coronavirus-dienstag-191.html#US-Behoerden-Bedenken-an-AstraZeneca-Studie

  14. Ich hab mir den Kram mal selbst run­ter­ge­la­den und muss sagen, plausibel.
    Man kann doch eine 7 Tage-Inzidenz nur zur Grundlage machen, wenn ich mich an die 7 Tage hal­te. Außerdem kann ich doch auch nur posi­tiv Getestete neh­men, die auch Symptome haben. Alle ande­ren haben doch gar kei­ne Auswirkung auf das Infektionsgeschehen (sie­he Wuhan-Studie).
    Und es kann ja auch nur jemand an Covid-19 gestor­ben sein wegen der Symptome. Ohne Symptome kann das nicht ursäch­lich sein und dürf­te nicht in die Statistik.
    Und genau die­se Relationen müs­sen auf­ge­zeigt wer­den, und das pas­siert auf sehr ein­drucks­vol­le Weise und vor allen Dingen, aus­schließ­lich auf den RKI-Daten.
    Ich fin­de das toll. Wird mein täg­li­cher Sport ;-).

  15. Hier ein spe­zi­fi­sches Corona-Statistik-Video von Herrn Pötschke:
    https://www.youtube.com/watch?v=ydQL-xSt6UM
    Unglaublich!!!! Und der Osterurlaub hier­zu­lan­de wird gestri­chen, obwohl die tat­säch­li­che Inzidenz bei uns nicht viel anders ist als die auf Malle…
    man kann da nur mit dem Kopf schüt­teln. Wenn das Betrügen geschieht ist das Sagen trau­rig genug.

  16. Ich kann mir sehr gut vor­stel­len, daß das RKI mit Zahlen betrügt. Zum einen ent­sin­nen ich mich, daß in den ers­ten Monaten der Pandemie die Berliner Morgenpost noch sehr genaue Angaben über die Corona-Todesfälle mach­te, bezüg­lich Alter, Vorerkrankungen etc. Das fiel dann irgend­wann weg. Weiterhin ver­schwand im Bulletin des RKI irgend­wann die tabel­la­ri­sche Übersicht über die Erkrankten bzw. Hospitalisierten nach Alter und wur­de durch ein schwie­ri­ger les­ba­res Diagramm ersetzt.
    Dr. Wodarg äußer­te vor län­ge­rer Zeit ein­mal, daß das RKI sehr gut arbei­tet und prä­zi­se Daten her­vor­bringt, jedoch wei­sungs­ge­bun­den sei… Meine Versuche, in die dies­be­züg­li­chen Seiten des RKI ein­zu­drin­gen, schei­ter­ten dar­an, das dies nur auf MicrosoftExcel geht (was ich nicht habe). Außerdem wur­den die Daten als nur rele­vant für „Fachpersonal“ angegeben.
    Bereits im Oktober gab es ein Interview mit Felix zur Nieden vom Statistischen Bundesamt, der klipp und klar erklär­te, daß die bei RKI täg­lich ver­zeich­ne­ten Sterbefälle ledig­lich nach Meldedatum auf­ge­führt wür­den und u.U. wochen­lang zurück­lie­gen können.
    Mit die­sem Wissen im Hintergrund bin ich der fes­ten Überzeugung, daß die Daten, mit denen Herr Pötschke arbei­tet, ganz real sind und defi­ni­tiv zur Panikmache in der Bevölkerung umge­deu­tet werden.

  17. Rechtskonforme Äußerungen sind von ALLEN zulässig,
    auch sol­che von "Querdenkern".
    Alles ande­re wird auch von mir abgelehnt.

    Nach die­sem Disclaimer möch­te auf das fol­gen­de Dokument hinweisen:

    - https://querdenken-711.de/

    - VOR dem Beitrag
    Rückblick 01.08.2020 / Demo 29.08.2020 / BERLIN

    - Auf Seite 3 – eine tabel­len­ar­ti­ge Darstellung
    Echte Pandemie – I. Pandemie
    Corona Fakten #4: Drei zen­tra­le Mythen der Pandemie (pdf)
    https://img1.wsimg.com/blobby/go/74e92e2f-7c73-4d74-b272-819b4890ad68/downloads/Corona%20Fakten%204.pdf

  18. Wieder mal ein sehr inter­es­san­ter Link. Auf eine Sache muß fai­rer­wei­se hin­ge­wie­sen wer­den: Die Fälle, die an einem Tag "nach­ge­mel­det" wer­den (d.h. das Gesundheitsamt hat inner­halb der letz­ten 24 Stunden davon erfah­ren, die Erkrankung liegt aber bereits Tage, Wochen oder sogar Monate zurück), soll­ten zum einen natür­lich NICHT direkt, wie es momen­tan irre­füh­rend getan wird, in die "Neuinfektionen inner­halb der letz­ten 24 Stunden", die ̈́"Sieben-Tage-Inzidenz" sowie die "Todeszahl der letz­ten 24 Stunden" ein­flie­ßen, ande­rer­seits darf man sie aber auch nicht unter den Tisch fal­len las­sen, den ansons­ten wür­den die Nachmeldungen ja nir­gend­wo gezählt wer­den. Diese Nachmeldungen sor­gen viel­mehr dafür, daß die ent­spre­chen­den Werte der Vergangenheit nach oben kor­ri­giert wer­den müs­sen. Werden zum Beispiel heu­te 100 "Neuinfektionen" gemel­det, die im Mai 2020 bekannt wur­den, so muß die Inzidenz und Neuinfektion vom Mai 2020 nach oben kor­ri­giert werden.

    Statistisch ver­nünf­tig könn­te man aus die­sen Nachmeldungen eine durch­schnitt­li­che Korrektur ermit­teln, wenn man möch­te mei­net­we­gen gewich­tet nach sai­so­na­ler Lage. So könn­te man berech­nen, daß ein heu­te ange­ge­be­ner Inzidenzwert durch noch zu erwar­ten­de Nachmeldungen inner­halb des nächs­ten Jahres um – nur um einen fik­ti­ven Wert zu nen­nen – bei­spiels­wei­se 5% nach oben kor­ri­giert wer­den muß. Genauso könn­te man mit den Symptomen ver­fah­ren. Eine wis­sen­schaft­lich ver­ant­wor­tungs­vol­le Meldung des RKI und jedes ernst­zu­neh­men­den Journalisten könn­te dann z.B. so beginnen;

    Dem Robert Koch Institut wur­den inner­halb der letz­ten 24 Stunden X posi­ti­ve auf das Coronavirus getes­te­te und Y an oder mit Corona ver­stor­be­ne Menschen gemel­det. Im Vergleich zu ges­tern ist dies ein Anstieg/Abfall von … Prozent. Es ist zu erwar­ten, daß die­se Zahlen auf­grund ver­spä­te­ter Nachmeldungen noch um A bzw. B Prozent auf dann ins­ge­samt X2 bzw. Y2 anstei­gen wer­den. Die Sieben-Tage-Inzidenz beträgt (Stand heu­te) U bzw. kor­ri­giert, inklu­si­ve der zu erwar­ten­den Nachmeldungen U2 und liegt damit um U3 höher/niedriger als ges­tern. Der Anteil der posi­tiv getes­te­ten Personen, die inner­halb der letz­ten 14 Tage tat­säch­lich Symptome ent­wi­ckelt haben, beträgt V Prozent (bzw. kor­ri­giert, inklu­si­ve der zu erwar­ten­den Nachmeldungen V2 Prozent) oder in abso­lu­ten Zahlen …

    Aber natür­lich wür­den sol­che Meldungen nicht die gewünsch­te Panik erzeugen…

    1. @Herr Simon
      Alles korrekt.
      Es ist nobel auch dann "fair" zu sein, wenn der Gegner(!?) mit unfai­ren Mitteln arbei­tet! Auch wenn kein Schiedsrichter in Sicht ist, der die gel­be oder rote Karte ver­tei­len könnte. 

      Abgesehen von der Ethik:
      Es gibt genü­gend Beispiele aus ande­ren Ländern, wie man ver­ant­wor­tungs­vol­ler, aus­sa­ge­kräf­ti­ger und über­sicht­li­cher mit Zahlen und Meldungen umge­hen kann als das RKI bzw. des­sen "wei­sungs­be­fug­tes Ministerium" oder die unsäg­li­che MPP-Konferenz.
      Ich emp­feh­le als Beispiel etwa Schweden:
      https://experience.arcgis.com/experience/09f821667ce64bf7be6f9f87457ed9aa
      Zahlen gibt's dort nur di-fr und bei den Todesfällen nur den Todes- und NICHT den Meldetag – was einer­seits dazu führt, dass die Kurve eben etwas spä­ter ansteigt, näm­lich dann wenn es kei­ne Rolle mehr spielt. (gefällt eini­gen Hysterikern dort natür­lich nicht) 

      oder Spanien(!)
      https://www.mscbs.gob.es/profesionales/saludPublica/ccayes/alertasActual/nCov/documentos/Actualizacion_336_COVID-19.pdf
      wo ich auf die Provinz genau erfah­re, wel­che und wie vie­le Tests durch­ge­führt wur­den und wie viel Prozent davon bin­nen 14 bzw. 7 Tage über­haupt Symptome ent­wi­ckelt haben.

    2. Bezüglich der nach­ge­mel­de­ten Fälle/Todesfälle könn­te man die­se in einem dyna­mi­schen Wert erfas­sen und par­al­lel ein fixum, näm­lich der Wert, der bekannt­ge­ge­ben wur­de, auf des­sen Grundlage Massnahmen bestehen.

  19. Mir geht’s wie aa!
    Letztlich wun­de­re ich mich wo die CSV Dateien her­kom­men. Ich habe auf der RKI Seite gesucht bis es für mich zu blöd wur­de. Das sind ja immer­hin die Vorlagen, die der Autor in sei­ne Excel-Tabelle ein­pflegt. Ich woll­te das für mei­nen Landkreis machen. Ich schei­te­re an der nicht gefun­de­nen CSV Datei. Vielleicht kann mir ja da jemand helfen.

  20. Ich habe den Eindruck, dass Herr Pötschke da etwas über­eif­rig ist. Der Erkrankungsbeginn wird vom RKI sel­ber nur dann defi­niert, wenn:

    IstErkrankungsbeginn: 1, wenn das Refdatum der Erkrankungsbeginn ist, 0 sonst

    Das heißt m.E. nicht, dass die posi­tiv Getesten kei­ne Symptome habe. Das ist unglück­lich for­mu­liert und sicher nicht hilf­reich (sei­tens des RKI). Dennoch erscheint mir die Schlussfolgerung nicht richtig.

    Zudem habe ich die Zahlen für Hamburg über­prüft und kei­ne nen­nens­wer­ten Abweichungen hin­sicht­lich der Referenzdaten gefun­den. Es gibt für den gesam­ten Zeitraum nur etwa 280 Fälle in denen das Referenzdatum mehr als 30 Tage von dem Meldedatum dif­fe­riert. Bei 57488 Fällen sicher­lich vie­le, aber doch in kei­ner nen­nens­wer­ten Größenordnung (<0,5%).

    Vielleicht bie­tet sich eine Analyse an wo die Fehler herkommen?!

    1. Für die gesam­ten Zahlen erge­ben sich etwa 6829 Fälle die einen Unterschied von mehr als 30 Tagen zwi­schen Referenzdatum und Meldedatum haben. Bei 2674418 ent­spricht das 0.25%. Sicherlich sind 6829 Fälle viel, mit 0,25% sind sie jedoch nicht in der Lage die Ergebnisse maß­geb­lich zu beeinflussen.

      Der von Herrn Pötschke ange­führ­te Datenstand ist bei allen Daten jeweils auf dem aktu­el­len Datum der Datenbank (also hier auf dem 23.3.. Hier eine Nachmeldung ablei­ten zu wol­len ist unredlich.

      Da redet einer ziem­li­chen Unfug. Dass das hier Auftrieb bekommt ist scha­de. Das RKI macht genug Fehler, da braucht man kei­nen Unsinn zu erzäh­len um die Damen und Herren zu überführen.

      Es wäre schön, wenn das genau­so popu­lär ent­tarnt wird, wie es hier ange­gün­digt wur­de. Schließlich tritt die­se Webseite ja mit dem Slogan an, dass es zuvie­le Fake News gäbe.

      Rückfragen ger­ne per mail. 

      Viele Grüße und wei­ter mit der Aufklärung und acht­sam bleiben.

      1. @Andreas B: Das waren genau mei­ne Gefühle (aber mehr nicht) bei der Betrachtung der Grafiken. Ich habe einen Hinweis dar­auf in den Beitrag eingefügt.

      2. @Andreas B.
        Das Problem liegt ‑imho- eher in den ange­ge­be­nen Todesfällen (vgl. auch mei­nen Beitrag vom 23. MÄRZ 2021 UM 9:30 UHR)
        sowie "Mehrfachtestungen", deren Ursprungsdatum unklar ist.
        Auch die Symptomlosen muss man sich eher müh­sam raus­rech­nen (geht nur bundesweit).
        Das spa­ni­sche Gesundheitsministerium
        https://www.mscbs.gob.es/profesionales/saludPublica/ccayes/alertasActual/nCov/documentos/Actualizacion_337_COVID-19.pdf
        ist da um Längen besser.
        "Tabla 1" lie­fert z.B. für das Baskenland für die letz­ten 14 Tage ins­ge­samt 4241 "casos dia­gnosti­ca­dos" = dia­gnos­ti­zier­te Fälle – jedoch nur 22 "Casos dia­gnosti­ca­dos con fecha de
        ini­cio de sín­to­mas en los últi­mos 14d." = "… mit Symptombeginndatum" 😉

        1. @Kassandro
          Die Todesfälle habe ich mir nicht angesehen.

          Hinsichtlich der Mehrfachtestungen gebe ich Ihnen recht. Ich habe kaum Vertrauen, dass die her­aus­ge­fil­tert wer­den. Ich nei­ge aber auch dazu, dass sich die­se Mehrfachtestungen ver­mut­lich nicht all­zu groß aus­fal­len. Aber dazu müss­te man mehr wis­sen. Wissen, dass das RKI hat oder haben könn­te, aber eben nicht weitergibt.

          Es gibt eben so vie­le Baustellen beim RKI, dass es nicht Not tut mit den frag­wür­di­gen MEthoden von Herrn Pötschke zu arbeiten.

          Das RKI ver­öf­fent­licht regel­mä­ßig Daten zu den asym­pto­ma­ti­schen Fällen. Aktuell liegt die­ser Prozentsatz bei 15,8% für die 11. Woche.
          https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Daten/Klinische_Aspekte.html

          Die Datenbereitstellung des RKI ist in jedem Fall unter­ir­disch. Entweder liegt das an der Unfähigkeit der Institution oder es ist so gewollt. Beides wäre ein Skandal.

  21. Die Fälle mit Datendifferenzen von mehr als 30 Tage nach Bundesländern (nur die, wo das Referenzdatum vor dem Meldedatum liegt) ver­tei­len sich so:

    Baden-Württemberg 696
    Bayern 781
    Berlin 586
    Brandenburg 495
    Bremen 24
    Hamburg 256
    Hessen 429
    Mecklenburg-Vorpommern 55
    Niedersachsen 314
    Nordrhein-Westfalen 1409
    Rheinland-Pfalz 168
    Saarland 55
    Sachsen 612
    Sachsen-Anhalt 151
    Schleswig-Holstein 153
    Thüringen 250
    Gesamtergebnis 6434

  22. Ich hät­te mir gewünscht, dass sie nicht nur einen klei­nen Verweis oben anpin­nen, son­dern einen neu­en Beitrag erstel­len. Der über­wie­gen­de Teil der Telegram-Benutzer bekommt von die­sem Update nichts mit. (Die Klickzahlen dort hat­ten ges­tern schon ihr übli­ches Maximum erreicht.)

  23. @Andreas B.
    Das Problem liegt ‑imho- eher in den ange­ge­be­nen Todesfällen (vgl. auch mei­nen Beitrag vom 23. MÄRZ 2021 UM 9:30 UHR)
    sowie "Mehrfachtestungen", deren Ursprungsdatum unklar ist.
    Auch die Symptomlosen muss man sich eher müh­sam raus­rech­nen (geht nur bundesweit).
    Das spa­ni­sche Gesundheitsministerium
    https://www.mscbs.gob.es/profesionales/saludPublica/ccayes/alertasActual/nCov/documentos/Actualizacion_337_COVID-19.pdf
    ist da um Längen besser.
    "Tabla 1" lie­fert z.B. für das Baskenland für die letz­ten 14 Tage ins­ge­samt 4241 "casos dia­gnosti­ca­dos" = dia­gnos­ti­zier­te Fälle – jedoch nur 22 "Casos dia­gnosti­ca­dos con fecha de
    ini­cio de sín­to­mas en los últi­mos 14d." = "… mit Symptombeginndatum" 😉

  24. Im Kanal der Freien Linken hat­te ein Nutzer eben­falls auf fal­sche Annahmen und Schlussfolgerungen von Herrn Pötschke auf­merk­sam gemacht und auch gleich eine Mail an ihn mit Bitte um Klärung ver­fasst. Es scheint also nicht nur hier auf­ge­fal­len zu sein

      1. Hallo Andreas,

        ich bin kürz­lich auf die Berichte von Herrn Pötschke auf­merk­sam gewor­den. Es wirkt auf mich plau­si­bel, wenn er nach Fällen fil­tert, die eine Markierung für Symptome aufweisen.
        Ebenfalls irri­tie­ren mich in jedem neu­en Datensatz regel­mä­ßig Fallzahlen aus dem ver­gan­ge­nen Jahr. Der zeit­li­che Abstand zu 24 h bei­spiels­wei­se erscheint mir dann auch zu groß. Diese Fallzahlen fin­de ich auch schon, bevor sie in sei­ne Tabelle impor­tiert wer­den, im Downloadbereich des RKI.

        Ich habe dei­ne Beiträge gele­sen und die­se erschei­nen mir eben­falls plau­si­bel, wo habe ich einen Denkfehler, wenn ich den­ke, dass Herr Pötschke aus dem RKI Datensatz nach Fällen mit einer Markierung für Symptome und nach einem Zeitraum von 7 bzw. einem Tag fil­tert und dadurch die Zahlen nach unten korrigiert?

        Hast du da noch kurz Zeit dar­auf einzugehen?

        Danke Robert

  25. Ich hab mir nun auch mal die Daten angesehen. 

    Was Herr Pötschke zurecht kri­ti­siert, ist der Meldeverzug. Das sehe ich auch so. Wenn wir tat­säch­lich so eine bedroh­li­che Krise haben, wie­so schaf­fen die Behörden es nicht, eini­ger­ma­ßen pünkt­lich die Zahlen abzu­lie­fern. Wenn man aller­dings dann ein paar Tage Meldeverzug ein­be­zieht, sind die Zahlen von Herrn Pötschke irre­füh­rend und kon­tra­pro­duk­tiv. Die zeit­lich weit zurück­ge­hen­den Nachmeldungen sind im Verhältnis ver­nach­läs­sig­bar und ändern nichts an der Grundaussage.

    Eine Aufklärung dar­über, was das Datenmerkmal "IstErkrankungsbeginn" (s.o.) tat­säch­lich aus­sagt, wäre sehr hilf­reich. Für mich ist die Übersetzung mit 0 = sym­ptom­los noch nicht schlüs­sig dar­ge­legt. Da dies jetzt ja so pro­mi­nent im Corona Ausschuss vor­ge­führt wur­de, wäre doch mal eine Nachfrage von dort aus beim RKI sinnvoll? 

    Wenn es so wäre, dann hät­ten die Zahlen eine Sprengkraft. Wenn es aber so ist (wie ich es befürch­te), dass in die­sen Datensätzen, der Umstand "hat Symptome oder hat kei­ne Symptome" nicht, oder nicht zuver­läs­sig erho­ben wird, dann liegt das Problem nicht im Zahlenergebnis, son­dern dar­in, dass es nicht zuver­läs­sig erho­ben wird.

    Andererseits gibt es ja die oben erwähn­te davon unab­hän­gi­ge Auswertung zu den Symptomen. Die Daten schei­nen aber auf ande­rem Weg zum RKI zu gelan­gen … Ist das so, oder ist es dem RKI wich­tig, die­se Info nicht in Verbindung mit den Einzelfallmeldungen zu veröffentlichen? 

    Lockdowns sind halt ein­fa­cher durch­zu­set­zen, als anstän­di­ge Statistik …

  26. Hendrik Pötschke lei­tet das grund­sätz­lich kor­rekt ab: Es geht weni­ger um die Diskrepanz zwi­schen Referenzdatum und Meldedatum. Das kann je nach Erhebungsstelle und aktu­el­ler Situation ein­fach eine gewis­se Zeit dau­ern, bis das Gesundheitsamt die Information erhält. Natürlich wäre ein prä­zi­se­res System wün­schens­wert, aber hier lie­gen Erhebung und Erfassung nun mal auseinander.
    Grundsätzlich ist gut, wenn bei­de Daten, sofern vor­han­den geführt wer­den. Behelfsweise muss dann ein­fach das Meldedatum beim Gesundheitsamt ausreichen.

    Was über­haupt nicht akzep­ta­bel ist: in den zeit­raum­be­zo­ge­nen Meldungen des RKI, also 7 Tages Inzidenzen oder 24h Inzidenzen und den Verstorbenen bin­nen 24h sind offen­sicht­lich nicht die Meldedaten der Gesundheitsämter aus­schlag­ge­bend, son­dern wann es von den Ämtern ans RKI gelangt ist. Und zwar unkommentiert.

    Der Laie geht also immer davon aus, dass zum Tag X wirk­lich die­se Zahl an Fällen im genann­ten 7 Tagen oder 24h Zeitraum gab und das trifft nun mal nicht zu. Es wird allen Medien per Schnittstelle der direk­te Datenimport ermög­licht, ohne eine Bereinigung vor­zu­neh­men. Dann flat­tern Zahlen durch die Tagesschau, die mit der vor­lie­gen­den RKI Datenbasis gefil­tert nach den pro­kla­mier­ten Zeiträumen nicht mehr viel zu tun haben, weil die Meldesystemgeschwindigkeit viel zu gering ist. Das System ist zu trä­ge, um tages­ak­tu­el­le Zahlen abbil­den zu können.

    Ich ver­ste­he, dass man die gemel­de­ten Fälle ins­ge­samt mel­den möch­te. Das RKI weist auch aus, dass es die­se dann zum jewei­li­gen Datum nach­trägt. Aber: wenn mir heu­te 30% der Fälle bin­nen 24h mit Meldedatum 2020 ver­kauft wer­den und ein Experte sich dann dazu äußert, dass er den Anstieg auf die­ses oder jenes Ereignis zurück­führt, dann hät­te ich schon ger­ne die Adresse sei­nes Glaskugel-Verkäufers. 

    Dieses Debakel anzu­pran­gern fin­de ich gut und rich­tig, denn auf Basis des­sen wur­de heu­te die Notbremse ver­ab­schie­det. Ein ekla­tan­ter Eingriff in unse­re Grundrechte, der uns kom­plett an den Inzidenzwert bin­det. Wenn die­ser Wert aber allein aus sys­tem­tech­ni­scher Sicht nichts taugt, dann muss genau die­ses the­ma­ti­siert werden.

    Was man aus den täg­li­chen Updates eben­falls sehen kann ist, dass es regel­mä­ßig Landkreise gibt, die gan­ze Stapel an Fällen nach­rei­chen. Das kann im Einzelfall dazu füh­ren, dass hier ohne zeit­lich kor­rek­ten Zusammenhang Maßnahmen ange­ord­net wer­den, die völ­lig über­zo­gen sind.

    Offensichtlich gelingt es uns nur, genaue Werte zu betrach­ten, wenn wir dies rück­wir­kend mit einem zeit­li­chen Abstand tun, der wie­der­um eine Prognose in die Zukunft eben­falls zu daten­bank­ba­sier­tem Kaffeesatzlesen degra­die­ren würde.

    Schade eigent­lich, dass das kei­ne grö­ße­ren Wellen schlägt. Ich habe in die­sem Kontext bereits eine Anfrage an einen Bundestags-Abgeordneten gestellt. Die Antwort soll nächs­te Woche erfolgen.

  27. Heute von mir bei Herrn Pötschke auf YT gepostet:

    Nach einer stich­pro­ben­haf­ter Überprüfung der RKI Dateien hin­sicht­lich Ihrer Darstellung, bin ich der Meinung: 

    Ihre Darstellung beinhal­tet Fehler, die mei­ner Ansicht nach der drin­gend not­wen­di­gen Aufklärung mehr scha­den als nutzen:

    Sie kön­nen mit gewis­ser Berechtigung kri­ti­sie­ren, dass die Daten nicht aktu­ell und hin­sicht­lich Symptomatik nicht aus­sa­ge­kräf­tig sind. Auch kann ich Ihre aktua­li­sier­ten Berechnung [der Sterbezahlen] (Verdoppelung der Fallzahlen bis Median) bes­ser nach­voll­zie­hen, als die (will­kür­li­che) Anwendung der 13 Tage. Inwiefern der irgend­wann ein­mal erho­be­ne Median-Wert aber für aktu­el­le Auswertungen taugt, bleibt dahingestellt.

    Damit ergibt sich aus­rei­chend Kritik dar­an, die­se Daten für tages­ak­tu­el­le poli­ti­sche Entscheidungen heranzuziehen.

    Aber zusätz­lich den Anteil der regel­mä­ßig(!) spä­ter als 24h gemel­de­ten Fälle ein­fach weg­zu­rech­nen, ist ins­be­son­de­re dann falsch, wenn Sie am nächs­ten oder über­nächs­ten Tag die­se Daten nicht kor­ri­giert dar­stel­len. Letztendlich bleibt hier nur der Meldeverzug.

    Vor weni­gen Tagen hat sich der Datendienstleister auf der Seite der Datenquelle ( https://www.arcgis.com/home/item.html?id=f10774f1c63e40168479a1feb6c7ca74 ) zu der Frage eines Nutzers geäu­ßert, wie denn das Datenmerkmal "IstErkrankungsbeginn" hin­sicht­lich Symptomatik zu ver­ste­hen ist. Zitat "[…] Es ist also falsch anzu­neh­men, dass die­se Fälle pau­schal asym­pto­ma­tisch sind. Auch ist dar­aus nicht zu erken­nen, wie hoch der Anteil asym­pto­ma­ti­scher Fälle ist. Diese Information ist, wie Sie ver­mu­ten, nicht aus den Daten abzuleiten."

    Damit bleibt dazu nur zu kri­ti­sie­ren, dass die­se Daten nicht zuver­läs­sig erho­ben, oder zumin­dest nicht zur Verfügung gestellt werden.

    Sie soll­ten Ihre Darstellungen dahin­ge­hend korrigieren.

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