Biontech-Vakzin: "Impfstoffkunde wird diskreditiert"

»Anti-Covid-Impf­stoff: "Wenn wir uns irren (si on se lou­pe), wird die Impf­stoff­kun­de dis­kre­di­tiert", befürch­tet Eric Cau­mes« ist ein Arti­kel vom 10.12 auf lepa​ri​si​en​.fr (Bezahl­schran­ke) überschrieben.

»Der Lei­ter der infek­tio­lo­gi­schen Abtei­lung an der Pitié-Sal­pêtriè­re in Paris kom­men­tiert die neu­es­ten Daten, die zu zwei Impf­stof­fen ver­öf­fent­licht wurden.

Konn­ten Sie auf die wis­sen­schaft­li­chen Ver­öf­fent­li­chun­gen zu den ver­schie­de­nen Impf­stof­fen zugreifen?
ERIC CAUMES. Auf eine, ja! Die voll­stän­di­gen Ergeb­nis­se der Astra­Ze­ne­ca-Stu­die wur­den gera­de in The Lan­cet ver­öf­fent­licht… Das soll­te die Regel sein, aber Pfi­zer und Moder­na haben ihren Erfolg ein­fach in einer Pres­se­mit­tei­lung bekannt gege­ben. So etwas habe ich in mei­ner medi­zi­ni­schen Lauf­bahn noch nie gese­hen! Sie müs­sen sich dar­über im Kla­ren sein, dass von einer wis­sen­schaft­li­chen Ver­öf­fent­li­chung noch kei­ne Spur ist. Wir lau­fen auf dem Kopf (On mar­che sur la tête). Glück­li­cher­wei­se konn­te ich am Diens­tag­abend den Bericht der ame­ri­ka­ni­schen Arz­nei­mit­tel­be­hör­de ein­se­hen, der auf den von Pfi­zer zur Ver­fü­gung gestell­ten Daten basier­te, um sei­nen Impf­stoff ver­mark­ten zu können.

Was sagt er?
Als ich die 53 Sei­ten las, fiel mir etwas auf. Ich habe noch nie eine so hohe Häu­fig­keit von uner­wünsch­ten Ereig­nis­sen bei einem Impf­stoff gese­hen! Neben klei­ne­ren Injek­ti­ons­re­ak­tio­nen wie loka­len Rötun­gen und Schmer­zen gibt es wei­te­re Neben­wir­kun­gen, die vor allem bei jun­gen Men­schen und nach der zwei­ten Dosis rela­tiv häu­fig auf­tre­ten. Neh­men Sie das Bei­spiel Fie­ber, das nur vor­über­ge­hend nach einer Injek­ti­on auf­tre­ten kann, das ist ein Klas­si­ker. Aber hier hat­ten 15,8 % der 18- bis 55-Jäh­ri­gen inner­halb von sie­ben Tagen nach der zwei­ten Injek­ti­on Fie­ber von 38°C oder höher. Und 45 % muss­ten Medi­ka­men­te gegen Fie­ber oder Schmer­zen ein­neh­men. Wir spre­chen auch von 55 % Kopf­schmer­zen und 62 % Müdig­keit. Nein, aber das ist zu viel, es könn­te ein Pro­blem geben…

Als die Kam­pa­gne in Eng­land begann, haben die Behör­den im Ver­ei­nig­ten König­reich bereits vom Pfi­zer-Impf­stoff für Men­schen mit schwe­ren All­er­gien abge­ra­ten Was ist Ihre Reaktion?
Ich bin über­rascht, weil die­se Neben­wir­kun­gen in dem Doku­ment der US-Arz­nei­mit­tel­be­hör­de, das mei­ne ein­zi­ge Quel­le ist, nicht auf­ge­führt sind. Dies bestä­tigt, dass wir nicht in Eile sein sollten.

Ist die Bevöl­ke­rung Ihrer Mei­nung nach durch eine Imp­fung gefährdet?
Das ist eine zu heik­le Fra­ge. Es kommt auf die Nut­zen-Risi­ko-Abwä­gung an. Bei älte­ren Men­schen mit hohem Covid-Risi­ko wer­de ich weit­ge­hend mit Pfi­zer und Moder­na imp­fen, aber nicht bei jün­ge­ren Men­schen oder Men­schen ohne Kom­or­bi­di­tä­ten. Nicht nur, dass es an Infor­ma­tio­nen man­gelt, die­se Injek­tio­nen auf Basis von gene­ti­schem Mate­ri­al (Boten-RNA) haben das Sta­di­um der Ver­mark­tung bis heu­te nicht über­schrit­ten. Sie mögen revo­lu­tio­när sein, aber ich will einen Beweis für ihre Zuver­läs­sig­keit, sonst ist es, als wür­de ich der Indus­trie blind ver­trau­en. Heu­te ist die Welt in Eile. Infol­ge­des­sen befin­den wir uns in einer kom­mer­zi­el­len Drift. Ande­rer­seits wür­de ich mich ger­ne mit dem Impf­stoff von Astra­Ze­ne­ca und dem chi­ne­si­schen Impf­stoff, für den wir vali­dier­te Ergeb­nis­se haben, imp­fen lassen.

Der Gesund­heits­mi­nis­ter Oli­vi­er Véran reagier­te auf LCI auf Ihre Äuße­run­gen zum The­ma Imp­fen und sag­te, dass Sie manch­mal "Unsinn" gesagt hät­ten. Was haben Sie ihm geantwortet?
Ich bin nicht über­rascht, dass ich mich in die Rei­hen der von Véran belei­dig­ten Abge­ord­ne­ten ein­rei­hen kann.
(Anmer­kung der Redak­ti­on: Am 3. Novem­ber war es dem Minis­ter nicht gelun­gen, wäh­rend der Prü­fung des Gesetz­ent­wurfs über die Ver­län­ge­rung des Gesund­heits­not­stands in der Natio­nal­ver­samm­lung Ruhe zu bewahren).

Haben Sie kei­ne Angst, das Ver­schwö­rungs­spiel zu spielen?
Ja, ich habe schreck­li­che Angst davor, aber sobald man aus der domi­nan­ten Ziel­stre­big­keit her­aus­tritt, gilt man sofort als Ver­schwö­rer oder "Esel", wie Véran mich nann­te, obwohl ich zu den­je­ni­gen gehö­re, die Impf­stof­fe am meis­ten ver­tei­di­gen. Sie sind die Wun­der der Infek­ti­ons­krank­hei­ten, die klügs­ten Medi­ka­men­te, die es gibt, weil sie eher vor­beu­gen als hei­len. Aber ich sage den Leu­ten die Wahr­heit, sonst trau­en sie uns, den Ärz­ten, nicht… Tat­säch­lich hat kein ein­zi­ger Kol­le­ge wider­legt, was ich gesagt habe, oder gesagt, dass es falsch war, auf die Ergeb­nis­se der Pha­se 3 zu war­ten, was die Wirk­sam­keit betrifft. Wir befin­den uns in einer Welt der Heuchler!
Gehen Sie davon aus, dass Sie trotz allem an die Front gehen werden?
Ja, denn mei­ne Haupt­sor­ge ist, dass es mit die­sen Covid-Impf­stof­fen nicht gut läuft. Man wird uns vor­wer­fen, dass wir die Sache durch­zie­hen, man wird uns sagen: Ihr wart naiv und habt für die­se Dosen bezahlt, ohne über­haupt zu wis­sen, ob sie sicher sind. Wenn wir uns irren, wird die gesam­te Geschich­te der Impf­stoff­kun­de in Miss­kre­dit gebracht. Heu­te hat man das Gefühl, dass man sich für eine Sei­te ent­schei­den muss. Es ist nicht alles schwarz und weiß, es kann auch grau sein und es muss gesagt werden.«

Eine Zusam­men­fas­sung auf Eng­lisch: life​si​tenews​.com.

9 Antworten auf „Biontech-Vakzin: "Impfstoffkunde wird diskreditiert"“

  1. Hier OT, aber auch schön – WHO gibt qua­li­fi­zier­te Hin­wei­se für den PCR-Test:

    Ein Pro­blem:

    "Umge­kehrt bedeu­tet ein hoher Ct-Wert in den Pro­ben, dass vie­le Zyklen erfor­der­lich waren, um das Virus nach­zu­wei­sen. Unter Umstän­den ist die Unter­schei­dung zwi­schen Hin­ter­grund­rau­schen und dem tat­säch­li­chen Vor­han­den­sein des Ziel­vi­rus schwer zu treffen. "

    Die Lösung:

    "1. Bit­te lesen Sie die Gebrauchs­an­wei­sung sorg­fäl­tig und voll­stän­dig durch.
    2. Wen­den Sie sich an Ihre ört­li­che Ver­tre­tung, wenn Ihnen ein Aspekt der Gebrauchs­an­wei­sung unklar ist.
    3. Prü­fen Sie die Gebrauchs­an­wei­sung bei jeder ein­ge­hen­den Lie­fe­rung, um Ände­run­gen an der Gebrauchs­an­wei­sung zu erkennen.
    4. Berück­sich­ti­gen Sie jedes posi­ti­ve Ergeb­nis (SARS-CoV‑2 nach­ge­wie­sen) oder nega­ti­ve Ergeb­nis (SARS-CoV‑2 nicht nach­ge­wie­sen) in Kom­bi­na­ti­on mit dem Pro­ben­typ, den kli­ni­schen Beob­ach­tun­gen, der Pati­en­ten­ana­mne­se und den epi­de­mio­lo­gi­schen Informationen.
    4. Geben Sie den Ct-Wert im Bericht an den anfra­gen­den Gesund­heits­dienst­leis­ter weiter."

    https://www.who.int/news/item/14–12-2020-who-information-notice-for-ivd-users

    Ins­be­son­de­re 4. dürf­te bei den geplan­ten Schlag­zah­len für Mas­sen­tes­tun­gen schwer ein­zu­hal­ten sein – kei­ne Zeit und kei­ne Ahnung.

  2. Die Sti­ko-Emp­feh­lung hät­te den Kol­le­gen von vor ca. 80 Jah­ren Freu­de gemacht: Zuerst die Schwächs­ten imp­fen und dann beob­ach­ten, was passiert. 

    "Nur durch zusätz­li­che Ana­ly­sen und Daten­er­he­bun­gen kön­nen sel­te­ne oder nicht in den Zulas­sungs­stu­di­en erho­be­ne uner­wünsch­te Ereig­nis­se erkannt und ein schnel­les Han­deln der Zulas­sungs­be­hör­den und der STIKO ermög­licht werden.
    Auch bestimm­te Aspek­te der Wirk­sam­keit (insb. Schutz­dau­er, Schutz vor schwe­rer COVID-19-Erkran­kung, Effekt auf Trans­mis­si­on) konn­ten und kön­nen in den Zulas­sungs­stu­di­en auf­grund der beschränk­ten Lauf­zeit, der limi­tier­ten Grö­ße der Stu­di­en­po­pu­la­ti­on und auf­grund der Stu­di­en­de­signs nicht zufrie­den­stel­lend geklärt werden. "
    https://​www​.rki​.de/​D​E​/​C​o​n​t​e​n​t​/​I​n​f​e​k​t​/​E​p​i​d​B​u​l​l​/​A​r​c​h​i​v​/​2​0​2​1​/​A​u​s​g​a​b​e​n​/​0​2​_​2​1​.​p​d​f​?​_​_​b​l​o​b​=​p​u​b​l​i​c​a​t​i​o​n​F​ile

    Und wer wird in Stu­fe 1 zuerst geimpft? Men­schen über 80. Bei soviel Zynis­mus bleibt einem die Spu­cke weg.

    1. "Die Sti­ko-Emp­feh­lung hät­te den Kol­le­gen von vor ca. 80 Jah­ren Freu­de gemacht: Zuerst die Schwächs­ten imp­fen und dann beob­ach­ten, was passiert."

      Immer­hin: Homo­se­xu­el­le, Aso­zia­le und Kom­mu­nis­ten wer­den bei die­sem medi­zi­ni­schen Expe­ri­ment – vor­erst – ver­schont. Das ist doch ein Fort­schritt, nach 80 Jahren.

  3. …das wür­de ich sehr begrü­ßen, wenn die Impf­stoff­kun­de und ihre inne­woh­nen­den Axi­om mal grund­le­gend auf den öffent­li­chen Prüf­stand kämen.

  4. Nicht nur die Impf­kun­de wird in die­ser Kri­se dis­kre­di­tiert, das gesam­te Gesund­heits­sys­tem ange­fan­gen mit der Rol­le des Haus­arz­tes, der Dia­gnos­tik, des Daten­schut­zes, der For­schung, der Prä­ven­ti­on, der Zulas­sung­stel­len, der Trans­pa­renz, der Phar­ma­in­dus­trie bis hin zum gesam­ten Krankenhauswesen.
    Lug und Trug an allen Ecken und Enden.
    Die Göt­ter in weiss sind nackt und das Kar­ten­haus ist bereits zusam­men­ge­fal­len. Nun müs­sen wir unser Urver­trau­en in Mut­ter Natur und in unse­re Intui­ti­on wie­der ausgraben.

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