Da hat einer in der FAZ die Faxen dicke

https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/tv-kritik-zu-maybrit-illner-irrationalitaet-als-corona-prinzip-17147110.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2

»Am Donnerstag gab es eine inter­es­san­te Meldung vom Präsidenten der Vereinigung der Intensivmediziner, Gernot Marx. Es sähe so aus, „als hät­ten wir den Höhepunkt bei den inten­siv­pflich­ti­gen Patienten über­schrit­ten“. Außerdem bestritt er die Notwendigkeit der aller­or­ten gefürch­te­ten Triage und hielt den 26. Januar für ein gutes Datum für neue Entscheidungen. Dann lie­ße sich gut beur­tei­len, was „die rich­ti­gen Maßnahmen“ sei­en. Natürlich kann­te Marx die Problematik der mutier­ten Viren schon am Mittwoch. Jetzt stel­len wir uns aber am Freitagmorgen die Frage, war­um am Donnerstagabend plötz­lich nichts mehr davon rich­tig gewe­sen sein soll?

Epidemiologisch und viro­lo­gisch hat sich nichts geän­dert. Was sich geän­dert hat, ist die von einer nicht mehr nach­voll­zieh­ba­ren Irrationalität bestimm­te Politik. Sie ist in den Modus panik­ar­ti­ger Entscheidungen gewech­selt, wo wir Bürger alle paar Stunden mit Kurswechseln rech­nen müs­sen, denen es offen­kun­dig an einem Minimum an Logik fehlt.

Diese Sendung von Maybrit Illner war ein erschüt­tern­des Dokument für die­sen Sachverhalt. Tatsächlich kam nie­mand mehr auf die Idee, die­se Sichtweise des Vormittags am Abend über­haupt noch zur Kenntnis zu neh­men. Stattdessen wur­de mun­ter drauf­los räso­niert: So traf der Bundestagsabgeordnete Karl Lauterbach (SPD) die selt­sa­me Aussage, mit dem mutier­ten Virus und des­sen höhe­ren Infektiosität habe nie­mand rech­nen kön­nen. Es ist eine uralte wis­sen­schaft­li­che Erkenntnis, dass sich sol­che Effekte bei Influenza- und Coronaviren fest­stel­len las­sen. Noch bes­ser wur­de es, als Lauterbach gleich von einer Art „neu­en Pandemie“ sprach. Wieso ist es eine neue Pandemie, weil ein Virus zwar infek­tiö­ser, aber kei­nes­wegs leta­ler ist? Es gibt zudem kei­nen Hinweis, dass die­se Mutationen an dem bis­he­ri­gen demo­gra­phi­schen Risikoprofil etwas ändern könnten.

Wir wissen nichts, macht aber nichts

Lauterbach reprä­sen­tiert jenen Typus, der schon immer alles weiß. In Wirklichkeit wis­sen wir gar nichts. Wir wis­sen zur Zeit nicht, wo sich die Menschen anste­cken. Es fehlt wei­ter­hin an reprä­sen­ta­ti­ven Studien, die sozia­le Merkmale wie den Beruf und die damit ver­bun­de­nen Risiken umfas­sen. Wir wis­sen auch nicht, wie vie­le Menschen sich aktu­ell infi­zie­ren. Es wer­den seit län­ge­rem nur noch mit Menschen mit Symptomen getes­tet. Es gibt zudem kei­ne Statistik über die Zahl und die Ergebnisse bei Schnelltests. Diese Daten wer­den nicht erho­ben. Wir wis­sen noch nicht ein­mal, wie sich die neu­en Virusvarianten in der Bevölkerung aus­brei­ten. Bisher wur­den die dafür nöti­gen Genom-Sequenzierungen bei uns nicht gemacht…

„Gemeinschaftsschutz“ und „Bankrotterklärung“

Kein Wunder, wenn der öffent­li­che Diskurs von einer kol­lek­ti­ven Amnesie geprägt wird. Nur sind dafür nicht immer die sozia­len Medien und irgend­wel­che dubio­sen Internetseiten ver­ant­wort­lich, wie es der Unterhaltungskünstler Eckart von Hirschhausen ver­mu­te­te. Vielmehr eine Politik, die auf der Grundlage nicht vor­han­de­nen Wissens inner­halb von Stunden ihre Meinung ändert. So hielt von Hirschhausen zwar die Debatte über eine even­tu­el­le Impfpflicht „für Unsinn“. Doch glaubt er ernst­haft, die Impfbereitschaft zu erhö­hen, wenn man statt von „Herdenimmunität“ plötz­lich von „Gemeinschaftsschutz“ spricht? Der Entertainer erfand Probleme, um sie anschlie­ßend zu lösen. Kurioserweise nann­te er im nächs­ten Satz den eigent­li­chen Grund für die ver­brei­te­te Impfskepsis: Es gäbe „bis heu­te kei­ne evi­denz­ba­sier­te Entscheidungshilfe“. Die kann es nicht geben, weil in die­ser kur­zen Zeit noch nie ein Impfstoff auf den Markt gebracht wor­den ist.

Trotzdem ist das damit ver­bun­de­ne gesund­heit­li­che Risiko über­schau­bar, wie es die Göttinger Allgemeinmedizinerin Eva Hummers als Mitglied der Ständigen Impfkommission erläu­ter­te. Deren Nüchternheit pass­te ansons­ten nicht in die­se Runde. Auslöser der Debatte über die Impfpflicht waren übri­gens nicht dubio­se Internetseiten. Die durf­ten sich viel­mehr mit ihren Warnungen bestä­tigt sehen, hat­ten sie doch deren Einführung pro­gnos­ti­ziert. Vielmehr kam sie vom baye­ri­schen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU), der die­sen Seiten damit ein Konjunkturprogramm ver­schafft haben dürf­te. Claudia Kade brach­te das Defizit die­ser trumpes­ken Rhetorik gut auf den Begriff: Die Redakteurin der „Welt“ nann­te es eine „Bankrotterklärung“, wenn der Staat eine Impfpflicht ein­füh­ren müsste.

Was soll extrem hart sein?

Aber es soll­te noch bes­ser wer­den. Schließlich durf­te Lauterbach noch sei­ne These vom „extrem har­ten Lockdown“ her­aus­po­sau­nen. Der Hintergrund war die von ver­schie­de­nen Zeitungen berich­te­te Idee einer wei­te­ren Verschärfung. Danach soll die Bundeskanzlerin sogar über die Einstellung des ÖPNV und des Fernverkehrs gespro­chen haben. Natürlich könn­te man der Logistikbranche die Heimarbeit ver­ord­nen. Dann säßen wahr­schein­lich Fernfahrer und Lokomotivführer vor dem Computer, um nur vir­tu­ell exis­tie­ren­de Waren aus­zu­lie­fern. Das ist noch nicht gemeint, kann aber noch kommen.

Aber was ist dann mit dem von Lauterbach gefor­der­ten „extrem har­ten Lockdown“ gemeint, frag­te Frau Hummers. Es müs­sen näm­lich wei­te Teile der Gesellschaft wei­ter­ar­bei­ten, um wenigs­tens die exis­ten­ti­el­len Grundbedürfnisse der Bürger sicher­zu­stel­len. Eine Antwort auf die­se Frage bekam die Allgemeinmedizinerin von Lauterbach nicht. Es geht eben nicht nur um Ärzte, das Pflegepersonal in den Altenheimen oder die Angestellten im Supermarkt. In einer hoch­kom­ple­xen und arbeits­tei­li­gen Wirtschaft lässt sich die soge­nann­te „Systemrelevanz“ gar nicht defi­nie­ren. Am Ende bricht die Kette, weil ein Ersatzteil in einer Lebensmittelfabrik fehlt – und man das Personal des Lieferanten nach Hause geschickt hat. Die Anhänger sol­cher Thesen haben das öko­no­mi­sche und sozio­lo­gi­sche Verständnis eines Subsistenzbauern aus dem Mittelalter. Es hat aller­dings in Friedenszeiten noch nie den Versuch gege­ben, sol­che Strategien sys­te­ma­ti­scher Selbstverstümmelung umzu­set­zen. Selbst in Kriegen gab es zumeist die Bemühung, die Funktionsfähigkeit einer Gesellschaft aufrechtzuerhalten.

„Ruin der deutschen Volkswirtschaft“

Der extrem har­te Lockdown über­schritt sogar die Schmerzgrenze von Michael Kretschmer (CDU). Das bedeu­te­te den „Ruin der deut­schen Volkswirtschaft“, for­mu­lier­te es der säch­si­sche Ministerpräsident. Nur konn­te er lei­der auch nicht defi­nie­ren, wie und mit wel­chen staat­li­chen Maßnahmen er eine wei­te­re Kontaktreduzierung errei­chen will. Stattdessen ver­such­te er wie­der ein­mal Schuldige zu defi­nie­ren, die für das Scheitern die­ser Strategie ver­ant­wort­lich zu machen sind. Die Logik die­ses Ansatzes lau­tet: wenn alle mit­mach­ten, gäbe es das Virus nicht mehr. Nur infi­zie­ren sich jeden Tag Menschen, die wahr­schein­lich mit­ge­macht haben – etwa vor weni­gen Wochen die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag, Katrin Göring-Eckhardt. Ist sie schul­dig oder unschul­dig? Es ist schlicht die fal­sche Frage. In Wirklichkeit ist es ein Skandal, in einer ver­meint­lich auf­ge­klär­ten Gesellschaft über­haupt nach Schuldigen zu suchen. Das sind die ata­vis­ti­schen Verhaltensweisen vor­mo­der­ner Gesellschaften.

So war die­se Sendung das Spiegelbild einer Debatte, die am Abend schon ver­ges­sen hat, was sie am Morgen noch wuss­te. Aus der Perspektive der Systemrelevanz eines „extrem har­ten Lockdowns“ wäre sie über­flüs­sig zu nen­nen. Das damit für die Beteiligten ver­bun­de­ne Infektionsrisiko kann man durch Aussetzung redu­zie­ren. Unter Umständen gilt das sogar für das ZDF ins­ge­samt. Das könn­te in den kom­men­den Wochen alle Krimis aus dem Archiv in einer Dauerschleife wie­der­ho­len, ledig­lich ein­mal am Tag unter­bro­chen von einer Mitteilung der Bundesregierung. Die alten Shows mit Peter Alexander gin­gen natür­lich auch als Angebot an die Jugend: Die Verantwortlichen im Sender könn­te das als Beitrag zur his­to­ri­schen Bildung vermitteln.

Die desas­trö­se Lage unse­rer Bildungsinstitutionen war lei­der kein Thema bei Maybrit Illner. Dafür schlug von Hirschhausen vor, die Älteren könn­ten nach der Pandemie wegen des Klimawandels als Dank an das Mitmachen der Jugend „auf Kreuzfahrten ver­zich­ten“. Eine ori­gi­nel­le Idee, die man nur auf ihn sel­ber anwen­den soll­te: Der Verzicht auf sei­ne Unterhaltungsformate wäre kli­ma­po­li­tisch in Erwägung zu zie­hen. Wer damit belohnt wer­den wür­de, ist aber unklar.

Die meis­ten Jugendlichen wür­den noch nicht ein­mal mer­ken, dass über­haupt etwas fehlt. Dafür bestimmt die Senioren auf den Kreuzfahrtschiffen. Wir wün­schen gute Fahrt!«

(Hervorhebungen nicht im Original.)

20 Antworten auf „Da hat einer in der FAZ die Faxen dicke“

  1. Fakt ist, dass der
    Lockdown nicht das gewünsch­te Ergebnis brach­te, näm­lich weni­ger Testpositive. Anstatt die Frage zu erör­tern, war­um der Erfolg aus­blieb , fällt den Verantwortlichen nichts bes­se­res ein, als den Lockdown zu ver­schär­fen (viel hilft viel – erhö­hen die bit­te die Dosis) oder dasErgebmis auf man­geln­den Gehorsam zurück zu führen.
    Auf den Gedanken, dass das Ergebnis ande­re Ursachen haben kann, kommt wohl niemand.
    Im Sommer tes­te­te man wahl­los jeden, der mit einem Flugzeug ein reis­te, bzw. aus dem Urlaub zurück kam. Die Inzidenz beweg­te sich im Bereich des Hintergrungrauschens. Immerhin war man wegen der wahl­lo­sen Testerei annä­hernd an etwas, das man reprä­sen­ta­ti­ve Stichprobe nennt. Man erin­ne­re sich, dass Eisler am 4. April reprä­sen­ta­ti­ve Erhebungen zur Verbreitung des Virus als nicht Ziel füh­rend abge­lehnt hatte.
    Als dann im Oktober die Inzidenz posi­tiv getes­te­ter anstieg und man fest­stell­te, dass für die Empfehlungen des Dr. Osten (tes­ten, tes­ten, tes­ten) die Kapazitäten fehl­ten, wur­de zum vier­ten oder fünf­ten Mal die Teststrategie geän­dert. Statt wahl­los zu tes­ten wur­den nun nur noch Menschen mit Symptomen getes­tet. Es dürf­te ein­leuch­ten, dass dadurch die Dunkelziffer ansteigt, weil leicht Infizierte ohne nen­nens­wer­te Symptome nicht mehr erfasst wur­den. Man kann des­halb davon aus­ge­hen, dass die von den Staatsmedfien gemel­de­ten hohen Fallzahlen in Wahrheit viel zu nied­rig waren. Streek, Schrapp, Antes, Bosfeld un ande­re haben oft genug auf die­sen Umstand hin­ge­wie­sen, ohne dass die Regierung und das Rki dar­auf ein­ge­gan­gen wäre.
    Stattdessen wur­de Panik ver­brei­tet hin­sicht­lich eines dro­hen­den Kollapses der Intensivmedizin.
    Dass das gelo­gen ist, kann jeder auf der Seite der DIVI nach­prü­fen. Seit August wur­den min­des­tens 5000 Intensdivbetten man­gels Pflegepersonal abge­mel­det, wobei die Belegung seit Mitte Juni unver­än­dert bei 22.000 liegt. Es wur­de sogar dar­über dis­ku­tiert, wei­te­re Krankenhäuser zu schließen.
    Nun stellt dich in die­sem Des infor­ma­ti­ons­bü­ro her­aus, dass die Anzahl der durch Covid-Patienten beleg­ten Intensivierten seit dem 3. Januar um 10% abge­nom­men hat, was ca. 500
    Patienten ent­spricht. Bekanntermaßen läuft die Entwicklung auf Intensivstationen den posi­ti­ven PCR-Tests um 10 bis 14 Tage hin­ter­her. Folglich müs­sen die Infektiös zäh­len gesun­ken sein.
    War es nicht das erklär­te Ziel eine Überlastung der Intensivstationen zu vermeiden?
    Nun, die Zahl der Schwerstkranken geht – Mutation hin oder her – zurück.
    Das lässt hof­fen und es gibt des­halb kei­nen Grund die bis­her unwirk­sa­men Massnahmen auf­recht zu erhalten.
    Herr schmeiss Hirn vom Himmel.

    1. @Archimedes:
      "Seit August wur­den min­des­tens 5000 Intensdivbetten man­gels Pflegepersonal abgemeldet,"
      Stimmt "nicht ganz".
      Das DIVI hat halt (mehr­fach) "nur" umgetopft:
      Ab August von real exis­tie­ren­den auf "betreib­ba­re" Intensivbetten.
      danach:
      "Umstellung: Seit dem 23.12.20 zei­gen die Zeitreihen nur gemel­de­te Kapazitäten und Fallzahlen für Erwachsene."
      Mein Favorit ist von gestern:
      "BITTE BEACHTEN: Der aktu­el­le (15.01.2021) Tagesreport beinhal­tet eine Auffälligkeit in den Zahlen der "Neuaufnahmen auf ITS seit Vortag" und bei "mit abge­schlos­se­ner Behandlung gesamt", die ver­mut­lich auf einer Fehleingabe von einem Klinikverbund beruht."

      1. An Kassandro. Schauen Sie nicht beim RKI nach. Die dort in den Situationsberichten ver­öf­fent­lich­ten Zahlen sind häu­fig wie­der­sprüch­lich. Schauen Sie lie­ber direkt bei der DIVI nach. Hier: https://www.intensivregister.de/#/aktuelle-lage/zeitreihen
        Dort ist ein­deu­tig zu sehen, dass die Anzahl der Covid-Paienten seit dem 3. Januar unun­ter­bro­chen sinkt. Auf der sel­ben Seite ist in der Graphik unte­halb erkenn­bar, dass die Belegung der Intensivbetten seit Mitte Juni um den Wert 22.000 oszilliert.

  2. Ich über­neh­me jetzt teil­wei­se mal den Part des Advocatus Diaboli: Wenn tat­säch­lich die Anzahl der Intensivpatienten zurück­ge­gan­gen ist belegt das doch die Wirksamkeit der "Massnahmen".
    Möglicherweise sind ja inzwi­schen auch nur alle Hinfälligen Altersheimbewohner ver­stor­ben. Oder die Impfung hilft doch was.
    Egal, das wäre dann doch ein Grund, zumin­dest die "Massnahmen" wei­ter zu füh­ren (oder auch zu ver­schär­fen, um auf die 50/25/7 posi­tiv Getesteten/100.000 Einwohner wöchent­lich zu kommen)
    Was mir an der "Teststrategie" aber noch unklar ist, sind die Nebenbedingungen:
    – Wann ist man davon abge­kom­men, den Bestätigungstest nach posi­ti­vem E‑Gen Test durchzuführen?
    – Welches Labor benutzt wel­chen CT-Wert (25/30/35/40/45) und hat sich das auch im Laufe der Zeit geändert?
    – Wer wird ggf. mehr­mals getestet?

    Was wirk­lich hel­fen wür­de wäre, wenn bei den 1,5 Mio. Tests pro Woche immer 1000 Tests als "Referenz" mit­lau­fen wür­den (500 leer und 500 mit ande­ren Coronaviren)
    Dann könn­te man wenigs­tens die Fehler grob abschätzen.

    Was mir noch mehr zu schaf­fen macht ist, war­um die Influenza ver­schwun­den ist. Das lies­se sich eigent­lich nur erklä­ren, wenn ent­we­der die gan­zen "Massnahmen" tat­säch­lich funk­tio­nie­ren und SARS-CoV2 tat­säch­lich auch weg wäre und wir nur noch falsch posi­ti­ve haben, oder der Schnipsel vom E‑Gen passt zufäl­lig auch irgend­wo beim Influenza Virus.

    1. Wo die Influenza geblie­ben ist fra­ge ich mich auch. Die Sentinelüberwachung des RKI weist als ein­zi­ge der­zeit zir­ku­lie­ren­de Viren Rhiniviren und Sars-2-Viren aus.
      Nun sind Rhinoviren schon seit dem Sommer unter­wegs und etwas klei­ner als Coronaviren.
      Interessant ist daher die Frage, war­um bei­de Viren sich trotz der Maskenpflicht ver­brei­ten konn­ten? Für ein Virus ist eine Pore in der Maske so groß, wie für eine Fliege ein offe­nes Fenster. Da Influenzaviren sich hin­sicht­lich ihrer Größe und Kontagiosität nicht wesent­lich von Coronaviren unter­schei­den ist das ziem­lich rätselhaft.

  3. Welcher Eisler? Wenn dem so ist, dass jemand in ver­ant­wort­li­cher Position eine reprä­sen­ta­ti­ve Erhebung als "nicht ziel­füh­rend" bezeich­net, wo eine reprä­sen­ta­ti­ve Erhebung not­wen­dig gewe­sen wäre, dann gehört der aus sei­ner Position ent­las­sen. Jedem Laien dürf­te klar sein, dass man sich ein reprä­sen­ta­ti­ves Sample aus der Bevölkerung her­nimmt, auf alles mög­li­che unter­sucht (auf das Virus, auf Antikörper, auf Symptome…) und dann sei­ne Schlüsse zieht. Das RKI hat­te ja anfangs auch die Obduktionen ver­bo­ten. Man begrün­de­te im Frühjahr einen Shutdown, mit der Begründung, man fah­re auf Sicht und wis­se nicht viel, aber die Wissensbasis woll­te man nicht erwei­tern. Streek soll ja beim RKI auch abge­blitzt sein.

    Hat das RKI beim EHEC-Skandal nicht auch schon versagt?

    1. @Johannes Schumann

      par­don, ich hat­te die­sen Kommentar aus­nahms­wei­se mit einem tablet­com­pu­ter geschrie­ben. Da macht einem die Autokorrekturfunktion manch­mal einen Strich durch die rech­nung. Selbstverständlich war Lothar Wieler gemeint.

  4. Ein bril­lan­ter Artikel. Lübberding wäre im unter­ge­gan­ge­nen poli­ti­schen Spektrum der Republik wohl „irgend­wie rech­te SPD“ gewe­sen. Grad egal. Hier geht es um die Wiedergewinnung von Vernunft und das Aufbrechen der Kommunikationsgrenzzäune. Sozusagen um einen Jailbreak.
    Aktuell. von mei­nem Goldstandard bezüg­lich Covid-19:
    https://swprs.org/schweiz-im-lockdown/
    Eine sehr gute Übersicht. Bitte auch den Hinweis auf Ivermectin beachten!
    Bitte genau hinschauen:
    https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2021/01/11/ivermectin-gluehende-verfechter-und-rationale-skeptiker
    Das ist seit Langem bekannt – im glei­chen Blatt schon im Juli:
    https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2020/07/13/gute-nachrichten-zu-ivermectin-plus-doxycyclin
    Und, wie gezeigt wer­den konnte,
    https://checkerchecken.blogger.de/stories/2778641/#2793671
    ist das seit Anfang April bekannt.
    In der Situation faselt man davon ein Impfmittel uner­prob­ter Art zu benötigen!

  5. "das gewünsch­te Ergebnis", das ist hier die Frage.

    Nicht die ober­fläch­li­che CV19 Geschichte, denn – wie auch im Artikel erwähnt – die übli­che hohe Infektioesitaet eines Coronavirus mit so 80–90% Verbreitung und gerin­ger Letalität hat­te noch nie für ein sol­ches Drama her­hal­ten müssen. 

    Diese Debatte ist rein poli­ti­scher Natur.
    Warum füh­ren die Herrschaften Ihren gewünsch­ten Wechsel unse­rer Gesellschaft nicht ehr­lich und direkt ohne dies mit CV19 durch die Hintertür in bes­ter faschis­ti­scher Natur zu diktieren?

    (Eine rein aka­de­mi­sche Frage)

    1. Na, weil sie ohne Angst nicht die Voraussetzungen für den Great Reset schaf­fen könn­ten. Und die Klima-Erzählung hat beim ers­ten Versuch noch nicht wirk­lich gefruch­tet – es fehl­te die Panik. Okay, die Frage war ja rein aka­de­misch. Wie auch immer, mich wun­dert, dass die Menschen nicht lang­sam miss­trau­isch wer­den, denn die Pläne des Great Reset kann man doch über­all nach­le­sen – wenn man will und wer will schon…

  6. Artikel wie die­se kön­nen wich­tig sein: Journalisten des Mainstreams drin­gen in Gesellschaftsbereiche vor, in denen noch nie zuvor ein alter­na­ti­ves Medium gehört wurde.

    Für Bekannte, denen (nur) mit Kritik aus dem Mainstream zu hel­fen ist, zwei lau­fend aktua­li­sier­te Sammlungen:

    https://demokratieliebe.de/blog/corona-kritik-mainstream

    https://www.spiegelkritik.de/2020/10/20/medienkritik-zum-corona-journalismus-sammlung/

    1. @David Hartmann
      Hier 4 Zitate zum Nachdenken:

      „Glauben Sie nur den offi­zi­el­len Mitteilungen.“ – Angela Merkel
      „Die Maske ist ein Instrument der Freiheit.“ – Markus Söder
      „Diese Maßnahmen dür­fen nie­mals hin­ter­fragt wer­den.“ – Lothar H. Wieler, Präsident des Robert-Koch-Instituts
      „Die Unverletzbarkeit der Wohnung darf kein Argument für aus­blei­ben­de Kontrollen sein.“ – Karl Lauterbach

      "Arbeit macht frei", möch­te man die­sem Neusprech hinzufügen.

  7. @Sven
    „Diese Debatte ist rein poli­ti­scher Natur.
    Warum füh­ren die Herrschaften Ihren gewünsch­ten Wechsel unse­rer Gesellschaft nicht ehr­lich und direkt ohne dies mit CV19 durch die Hintertür in bes­ter faschis­ti­scher Natur zu diktieren?
    (Eine rein aka­de­mi­sche Frage)“
    Keine aka­de­mi­sche Frage. Die zen­tra­le Frage.
    Weil wir alle in die­sem Land den grund­le­gen­den Politikwechsel, den Übergang zur neo­li­be­ral-postdemo­kra­ti­schen Phase, mit dem Amtsantritt von Helmut Kohl kol­lek­tiv ver­drängt haben. Wir haben mehr­heit­lich nie stu­die­ren wol­len wie seit­dem Politik gemacht wird. Das rächt sich jetzt. Die gro­ße Mehrheit ist wehr­los und muss die­se Kindergarten-Panik-Nummer glau­ben – oder die eige­ne Identät beer­di­gen, damit auch ihr Selbstwertgefühl.
    Es ist leicht Leute zu betrü­gen – es ist schwer die Betrogenen davon zu über­zeu­gen dass sie betro­gen wur­den (Mark Twain).
    Genauso isses.

  8. 》Aber es soll­te noch bes­ser wer­den. Schließlich durf­te Lauterbach noch sei­ne These vom „extrem har­ten Lockdown“ her­aus­po­sau­nen. Der Hintergrund war die von ver­schie­de­nen Zeitungen berich­te­te Idee einer wei­te­ren Verschärfung. Danach soll die Bundeskanzlerin sogar über die Einstellung des ÖPNV und des Fernverkehrs gespro­chen haben. Natürlich könn­te man der Logistikbranche die Heimarbeit ver­ord­nen. Dann säßen wahr­schein­lich Fernfahrer und Lokomotivführer vor dem Computer, um nur vir­tu­ell exis­tie­ren­de Waren aus­zu­lie­fern. Das ist noch nicht gemeint, kann aber noch kommen.《

    Hier mal ein Beispiel wie das aus­se­hen könnte:

    https://m.youtube.com/watch?v=PL10KHvmuuU

    Viel Spaß!

  9. Jetzt auch das Umfeld der Werte-Union.
    https://youtu.be/d7uDtE5CnBU
    Mir egal. Ich bin ver­nunft-offen. Die alten Flecken auf der poli­ti­schen ehe­ma­li­gen Landkarte sind ohne­hin ver­wüs­tet. Das gan­ze Panikgeschrei wegen einer virus­be­ding­ten win­ter­li­chen Erkältungskrankheit mit eher ver­hal­te­ne­re Mortalität (soweit wir das wis­sen, dann nie­mand kann vali­de Zahlen haben!) ist sinn­voll nur wenn man annimmt dass damit das Publikum so ver­schreckt wer­den soll dass es sich in Panik nun auch mit Gentechnik abfin­det. Diese Impfmittel sind nichts anderes.

    1. @gelegentlich: Mir gibt es zu den­ken, wenn Hans Georg Maaßen und die stramm rech­te Werte-Union der CDU plötz­lich an mei­ner Seite ste­hen. Die kön­nen unmög­lich die glei­chen Ziele haben wie ich. Nein, das sagen sie auch.

  10. @aa
    Mir auch. Aber ich las­se mich in die­ser Frage nicht mehr von „Der ist ja rechts!“ ein­schüch­tern. Wenn die auch for­dern was jetzt unab­weis­lich zu tun ist soll es mir recht sein:
    Der Königsweg
    Gegenseitiges Vertrauen ent­steht dem­ge­gen­über nur durch Transparenz. Also brau­chen wir ein knap­pes Gesetz mit fol­gen­dem Inhalt:
    Alle Labors, die Ergebnisse von PCR-Tests an Gesundheitsämter mel­den, müs­sen fol­gen­de Daten liefern:
    – wel­cher Test wur­de verwendet?
    – auf wel­che Gene wur­de geprüft? (Für CoV‑2 muss auf dass ORF-1-Gen getes­tet wor­den sein. Sonst darf der Test nicht als Ergebnis für CoV‑2 bezeich­net werden)
    – wel­che Zyklen wur­den benutzt? (Alle Ergebnisse mit über 25 Zyklen müs­sen als unver­bind­li­che vor­läu­fi­ge Mittelung ver­öf­fent­lich wer­den, die ggf. auf einen in 2–3 Tagen nöti­gen wei­te­ren Test verweist)
    Alle Ergebnisse sind auf einer öffent­li­chen zugäng­li­chen Datenbank abzu­bil­den, unverzüglich.
    Das wäre der ers­te Schritt in die rich­ti­ge Richtung: zu wis­sen wo wir über­haupt stehen.
    Wenn so ein Gesetz nicht schnell kommt sehe ich mei­nen Anfangsverdacht bestä­tigt. Wer nicht betrü­gen will kann damit kein Problem haben. – Eine 2. Testung kos­tet mehr Geld, klar. Das ist aber im Verhältnis zu den bis­her sonst auf­ge­lau­fe­nen Kosten wirk­lich minimal.
    Unabhängig von lechts oder rinks müs­sen wir alle erst mal wis­sen was über­haupt wirk­lich los ist.
    Danach kön­nen wir uns dar­um küm­mern wie wir uns vom Panik-Terror der digi­tal infan­ti­li­sier­ten fana­ti­schen Szentisten befrei­en kön­nen. Ehrliche Fakten wären da sicher­lich wie ein eisi­ger tro­cke­ner Ostwind, gegen den CoV‑2 kei­ne Chance haben.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.