Der Blindflug durch die Corona-Modellierung

»Viele Modelle zum wei­te­ren Verlauf der Corona-Pandemie machen tat­säch­lich Angst vor Lockerungen. Vor allem, wenn mutier­te Viren durch­schla­gen. Doch wie prä­zi­se sind die­se Modelle? Gehen sie von rich­ti­gen Annahmen aus? Und wo endet die Aussagekraft sämt­li­cher Modellierungen für poli­ti­sche Entscheidungen? Christoph Ullrich spricht mit dem Epidemiologen und Modellierer Ralph Brinks, Professor an der Uni Witten/Herdecke über den schwie­ri­gen Austausch zwi­schen Wissenschaft, Politik und Medien.«

Quelle: wdrmedien‑a.akamaihd.net (WDR RheinBlick 12.02.2021 39:09 Min. Verfügbar bis 12.02.2022 WDR Online)

5 Antworten auf „Der Blindflug durch die Corona-Modellierung“

  1. Was aber pas­siert, wenn ein Mathematiker nicht mehr im Sinne poli­ti­scher Interessenleitungen/institutioneller Paradigmata/alternativloser ideo­lo­gi­scher Verkrampfungen + neu­ro­nal fest ver­drah­te­ter GroupThink-Routinen locker-flo­ckig vor sich hin modelliert?
    Zum Beispiel so etwas:

    Aus Protest gegen Corona-Politik: Mathematik-Professor ver­lässt Leopoldina
    1 Feb. 2021 19:02 Uhr

    Da er nach eige­nen Angaben bei der Verbreitung sei­ner epi­de­mio­lo­gi­schen Arbeiten mas­siv behin­dert wur­de, ver­ließ der Mathematiker Stephan Luckhaus die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina. In sei­nen Beiträgen sprach er sich deut­lich gegen Lockdowns aus.
    https://de.rt.com/inland/112548-aus-protest-gegen-corona-politik/

    Fachlicher Hintergrund:
    Corona, Mathematical Epidemiology, Herd Immunity, and Data
    Stephan Luckhaus
    https://www.math.uni-leipzig.de/preprints/p2010.0010.pdf

    Herrn Luckhaus* Darbietung (kei­nes­falls eine Persiflage auf "d typi­schen Mathematiker"!) lässt sich ein kaba­ret­tis­ti­scher Unterhaltungswert kei­nes­falls absprechen:

    Corona: Herd-Immunity und Eindämmungsstrategien https://www.youtube.com/watch?v=FJYjqltJn9E

  2. Die Kliniker der ITS mit einer Differentialdiagnostik der Erreger wür­de immens zur Aufklärung füh­ren. Mikrobenbestimmung.
    Auch bei den Toten soll­te man genau hin­se­hen. Mehr Praxis als immer nur auf die Wissenschaft schau­en die immer kon­tro­vers ist.
    Damit kommt man nicht wei­ter . Runder Tisch . 

    Nur das muss gewollt sein, da sehe ich das Problem.

  3. Über die schwur­beln­den Rechenkünste des PEI, PANORMA und Frau Prof. Protzer:

    "Panorama und die Toten nach Impfung: Schludern, Täuschen, Vertuschen

    15. 02. 2021 | Die ARD-Sendung Panorama beant­wor­tet auf Basis von Berechnungen des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) die Frage, ob die Corona-Impfungen zu Todesfällen geführt haben, mit nein. Schon die Berechnungen des PEI sind frag­wür­dig. Panorama ver­gleicht noch dazu die fal­schen Zahlen und ändert mit unvoll­kom­me­ner Offenlegung nach­träg­lich das Video der Sendung."

    https://norberthaering.de/news/panorama/

  4. Ich habe als Mediziner viel mit Physikern zusam­men­ge­ar­bei­tet. So sehr ich die Kollegen schät­ze, so sehr bin ich den­noch der Meinung, dass ihre Simulaionen untaug­lich sind, die Realität abzu­bil­den. Die Formeln sehen beein­dru­ckend aus und sie mögen auch rich­tig sein. Aber die­se Modelle sind, wie die Realität auch in hohem Maße nicht­li­ne­ar. Das bedeu­tet, dass Ursache und Wirkung auf sehr kom­ple­xe Weise mit­ein­an­der gekop­pelt sind. Kleine Änderungen an ein­zel­nen Parametern haben of Änderungen der Ergebnisse um meh­re­re Zehnerpotenzen zur Folge. Das Problem besteht nicht im for­mel­len Zusammenhang der Simulationsparameter, son­dern im quan­ti­ta­ti­ven Zusammenhang und in der Notwendigkeit die Parameter zu schät­zen, weil sie oft nicht direkt gemes­sen wer­den kön­nen. So kön­nen Modelle ein bes­se­res Verständnis der Zusammenhänge ver­mit­teln. Zur Vorhersage tau­gen sie jedoch nichts.

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