Die Position von Ana-Marie

Am 28.12. habe ich zwei kri­ti­schen Kommentar-SchreiberInnen ange­bo­ten, ihre Position als Gastbeitrag hier zu ver­öf­fent­li­chen. Ana-Marie Leiperz hat dan­kens­wer­ter Weise dar­auf geant­wor­tet. Dies ist ihr Text:

»Lieber aa,
ich hab einen Beruf und Familie, was dazu führt, dass ich nicht unun­ter­bro­chen die Debatten auf dei­nem Blog ver­fol­gen kann. Mein Thema ist das Wirken der extre­men Rechten inner­halb der Corona-Leugner-Bewegung und ihres Umfeldes. Allerdings akzep­tie­re ich dei­ne Aufforderung und schrei­be zu dei­nen Fragen, ohne die Hoffnung zu haben, dass dei­ne Klienten das an sich ran las­sen. Du kannst sie hier als Kommentar ste­hen las­sen oder sie als eige­nen Gasttext pos­ten, das ent­schei­dest du.

Haltet Ihr für abwe­gig, daß Pharma-Konzerne wie ande­re auch ein Marktumfeld schaf­fen und sich über Lobby-Arbeit Einfluß verschaffen?
Ich habe es hier an meh­re­ren Stellen bereits geschrie­ben: Ja, so ist es! 

Wenn man das im Pharmabereich (oder beim Thema Wohnen oder in der Energiewirtschaft oder sonst­wo) ver­hin­dern will, muss man die Konzerne in gesell­schaft­li­ches Eigentum über­füh­ren sowie plan­voll und koope­ra­tiv wirt­schaf­ten. Corona hat erneut bewie­sen, dass der Sozialismus im Wortsinne not­wen­dig ist. Ich wür­de mich freu­en, sol­chen Klartext von aa zu lesen, er betreibt ja die­sen sich als links ver­ste­hen­den Blog.

Seht Ihr in den seit Monaten zu sehen­den Entscheidungen von Kanzlerin und MinisterpräsidentInnen (mit anschlie­ßen­der Information man­cher Parlamente) nicht auch einen Abbau der Demokratie?
Ja, ein Teil der demo­kra­ti­schen Rechte wird ein­ge­schränkt, aller­dings nicht nur der Rechte der „ein­fa­chen“ BürgerInnen, son­dern auch der Rechte eini­ger Konzerne und von Teilen des Mittelstandes. Ich sehe die dem inne­woh­nen­de Gefahr, zugleich mache ich auf zwei Aspekte auf­merk­sam: Der Kapitalismus in der Phase der Monopole drängt zur Aggression nach außen und zur Repression nach Innen. Das ist kei­ne Besonderheit von Merkel oder Corona. Zweites schrän­ken auch sozia­lis­ti­sche Länder wie Cuba die Rechte ihrer BürgerInnen in Sonderperioden wie Corona ein. Auch da sehe ich die Gefahren, aber auch die Notwendigkeit.

Seid Ihr mit mir der Meinung, daß die Situation auf den Intensivstationen Ergebnis poli­ti­schen Versagens ist?
Natürlich ! Gesundheit darf kei­ne Ware sein, dort wo sie dazu gemacht wird, ist die Katastrophe vor­pro­gram­miert. Dass gilt im (medi­zi­ni­schen) Alltag, wird aber bei grö­ße­ren Belastungen wie der Corona-Pandemie noch offenkundiger.

Tragt Ihr das nahe­zu gene­rel­le Demonstrationsverbot, das sich zuneh­mend auch gegen Linke rich­tet, aus Gründen des “Infektionsschutzes” mit? Wenn ja, wie lange?
Nee, ich bin gegen Demoverbote gegen Linke 🙂 Die bür­ger­li­chen Medien ver­mel­den für die Hauptstadt: „Bis Ende November sei­en 7919 Versammlungen ange­mel­det wor­den, teil­te die Senatsinnenverwaltung am Dienstag mit. Bis zum ver­gan­ge­nen Montag hät­ten davon 5814 Demonstrationen statt­ge­fun­den.“ Das soll ein Rekord sein, wes­halb wir zurück­bli­ckend kaum von einem gene­rel­len Demonstrationsverbot spre­chen kön­nen. Aber Scherz bei­sei­te, ich bin dafür, dass auch Coronaleugner sich an Abstand und Maskenpflicht hal­ten und dann demons­trie­ren dür­fen. Ich bin jeder­zeit dafür, sol­che Demos anzu­ge­hen, wenn sich dort Nazis breit­ma­chen. Und zugu­ter­letzt sehe ich auch die Angriffe auf das Demonstrationsrecht als sol­ches. Mein igno­rier­te Vorschlag an aa war auch des­halb vor eini­ger Zeit: Weder Querfront noch Burgfrieden.

Was sagt Ihr zu den Vorbehalten ins­be­son­de­re des Pflegepersonals gegen die aktu­el­len Impfstoffe?
Ich fin­de die Vorbehalte völ­lig ver­ständ­lich! Zugleich erle­be ich im Kreise von KollegInnen aus Pflege und Krankenhaus gera­de einen Run auf die Impfung. Als Mantra: Ich wür­de den Impfstoffen eher „ver­trau­en“, wenn ich wüss­te, dass die Profitinteressen aus­ge­schlos­sen sind.

Das wäre auch mein Ende für heu­te. Die Corona-Pandemie ist ein welt­wei­tes Phänomen, kei­ne Drosten-Merkel-Verschwörung (oder Gates-WHO-Verschwörung). Die Pandemie beleuch­tet grell zahl­rei­che Mißstände, Übel, Verbrechen, so dass eine Reihe von Menschen derer gewahr wer­den. Die Reaktionen sind viel­fäl­tig, sie rei­chen vom Leugnen über die Apathie bis hin zur Erkenntnis der Notwendigkeit des Bruchs mit dem Profitsystem. Und es gibt das Schwanken dazwischen.

Weißt du, aa, in mei­nem Freundeskreis gibt es die 62jährigen voll-fit­ten Eltern, die sich bereits im September eine Corona-Infektion ein­ge­fan­gen hat­ten und auch Wochen nach dem Krankenhaus-Aufenthalt nicht wie­der fit sind. Die Mutter einer Freundin gehört zu einem Kreis von sport­li­chen Endsechzigern, ohne Vorerkrankungen, die im Oktober gegen den Rat ihrer Kinder auf eine gemein­sa­me Wochenend-Radtour gegan­gen sind. Von zehn wur­den etwas spä­ter sechs mit hef­ti­gen Symptomen ins Krankenhaus gebracht, vier hat es dahin­ge­rafft. Mein Freund ist Lehrer (ja ich weiß, haha!), er kotzt wie ich im Strahl über die Unfähigkeit des kapi­ta­lis­ti­schen Bildungssystems, die Kinder und die LehrerInnen zu schüt­zen, er selbst hat­te eine sehr, sehr üble Infektion Anfang November. Die zwei­jäh­ri­ge Tochter einer guten Freundin hat sich in ihrer Kita ange­steckt, sie selbst hat­te mil­de Symptome, aber sie hat ihren Vater ange­steckt, des­sen Krankheit noch andau­ert und nicht harm­los ver­läuft. Nun wer­den mir ver­mut­lich 10 Millionen neue Virologen die­ses schö­nen Landes erklä­ren, war­um das alles nichts mit Corona zu tun hat. Ich glau­be ihnen eben­so­we­nig wie den Pharmakonzernen! Du belä­chelst das und wischt das mit dem Verweis auf Tschernobyl weg, aber ich ori­en­tie­re mich am Umgang der CubanerInnen mit der Pandemie (und ihrer Vorsicht und Fürsorge). Und ich ori­en­tie­re dar­auf, dass auch ange­sichts kom­men­der Pandemien, auch ange­sichts der Kriege und der Geflüchteten, ange­sichts der Aushöhlung sozia­ler und demo­kra­ti­scher Rechte, ange­sichts des Vormarsches von Irrationalität und Brutalität der Sozialismus der Ausweg ist. Um die­sen Ausweg offen zu hal­ten, muss ich mei­nen, müs­sen wir unse­ren Abwehrkampf in ver­schie­de­ne Richtungen füh­ren: Gegen die Konzerne und ihre Regierungen, gegen die Klimawandel- und Pandemie-Leugner, gegen die extre­me Rechte und ihr Umfeld, gegen die Apathie. Ich bin opti­mis­tisch, dass das gelingt. Trotz alle­dem.«

85 Antworten auf „Die Position von Ana-Marie“

  1. Wenn es kei­ne Drosten-Verschwörung ist, wie erklärt sich dann sein grot­ten­schlech­tes Papier bezüg­lich des PCR-Tests?

    Wenn es kei­ne WHO-Verschwörung ist, wie erklärt sich denn das abän­dern der Definition der Herdenimmunität?

    Warum wird so mas­siv gegen "Covidioten" "Querdenker" auf­ge­hetzt von Medien und Politikern, wenn es nur um die Gesundheit geht?

    Aber ich fürch­te da kommt man bei "Verschwörungsleugnern" oder ein­fach nur gut­gläu­bi­gen nicht weiter 😉

    Und was die Krankheitsanekdoten angeht, wur­de den eine Differentialdiagnostik gemacht? Also ande­re Viren und Bakterien sicher aus­ge­schlos­sen usw.?
    Welche Therapie wur­de durch­ge­führt? Auch Therapien kön­nen Schaden verursachen.

    1. @investigation
      Und war­um ver­suchst du jeden Missstand auf der Welt gleich mit einer gro­ßen welt­wei­ten Verschwörung zu erklären? 😉 

      Gute Nacht

      1. @Markus:

        "Und war­um ver­suchst du jeden Missstand auf der Welt gleich mit einer gro­ßen welt­wei­ten Verschwörung zu erklären?"

        Tue ich das ?

        Ane-Marie behaup­tet es gibt kei­ne Verschwörung, ich hin­ter­fra­ge wie die Anomalien sonst passieren.

        Man kann auch sagen Sie stellt eine These auf, ich die fra­gen­de Antithese, viel­leicht gibt es ja eine Synthese?

      2. @Markus
        Die Giftgaslüge für den Irakkrieg?
        Der Libyenkrieg?
        Ivestitionen von der Bill&Melinda Stiftung (2019) an BionTech oder WHO?
        (https://www.gatesfoundation.org/How-We-Work/Quick-Links/Grants-Database#q/k=WHO)
        Ich kann mir die­se Verleugnung von Machenschaften (Verschwörungen) nicht mehr anhö­ren. Erwachsene Menschen mit gesun­dem Menschenverstand deren Gehirne mitt­ler­wei­le so links­ver­si­fft sind, dass ihre Ideologien zu Gehirndiarrhöen füh­ren, sind ein Albtraum für die Menschheit. Menschen wer­den bewusst eine Impfung emp­foh­len bzw. dazu genö­tigt, die jen­seits aller wis­sen­schaft­li­chen aner­kann­ten Methoden und Prüfungen steht. Ethisch dazu völ­lig daneben.
        Was wir unse­ren alten Menschen antun ist ein Verbrechen.

        1. @REG: Ist links­ver­si­fft so gemeint wie in einer gleich­na­mi­gen Publikation von S. Müller benannt? "Linke Seilschaften kon­trol­lie­ren Medien, Politik und sogar die Kirchen." Wenn ja, dann befin­den wir bei­de uns in Parallelwelten. Die ange­führ­ten Argumente tei­le ich trotzdem.

      3. Ich weiß nicht, ob sich "Markus" inzwi­schen poli­tisch geoutet hat – aber falls er auch eine "lin­ke Haltung" haben soll­te, hier ein Info:

        laut mar­xis­ti­scher Lehre ist der Kapitalismus eine Verschwörung der Kapitaleigner gegen die Arbeiterschaft.

        Das nur, als so ein klei­nen Apercu und Denkanstoß.

        Ich kann Leute die ver­meint­lich gegen "Verschwörungslegenden" ankämp­fen, nicht mehr ernst nehmen.

        Jedes Unternehmen ist eine Verschwörung gegen den Rest der Welt, inklu­si­ve gehei­mer Absprachen (Firmeninterna), ver­bind­li­che Sprachregelungen gegen­über Kunden, Konkurrenz, Presse, regel­mä­ßi­ge ver­such­te oder erfolg­rei­che Einflussnahme auf gesell­schaft­li­che Wahrnemung (Werbung), poli­ti­sches Umfeld (Lobbyismus), …

        Verschwörungen sind so selbst­ver­ständ­lich in die­ser Welt, dass das "Verschwörungen-Leugnen" gera­de­zu lach­haf­te Züge trä­ge – wenn nicht eine unge­heu­re Maschinerie aus Politik, Diensten, Medien, PR, "Experten" und ver­meint­li­chen Wissenschaftlern mit über­all und mit gera­de­zu mis­sio­na­ri­schem Eifer ver­su­chen wür­den, jeg­li­ches Denken an deren Realität zu diskreditieren.

        1. @Martin und an alle: Ich möch­te mit den Kommentaren die Gelegenheit zum Meinungsaustausch geben. So etwas paßt da nicht. Ich erlau­be mir des­halb, Derartiges dem­nächst nicht zu veröffentlichen.

    2. Wichtiger Nachtrag:

      Bezüglich der Anekdoten ist anzu­mer­ken, dass die­se ja im Herbst 2020 statt­ge­fun­den haben sollen.

      Was pas­siert eigent­lich mit einem Immunsystem, wel­ches seit Monaten weni­ger trai­niert wird(Durch weni­ger Kontake, Abstand und Maske usw.)?
      Könnte die­ses ver­mehrt falsch, also zB über­re­agie­ren oder zu langsam ?

      Und wie wur­de Corona über­haupt nachgewiesen?
      Warum über­haupt pau­schal Corona(Coronaviren gibt es vie­le) und nicht SarsCoV2?

    1. Ich mag ja apo­dik­ti­sche Aphorismen, aber lei­der tra­gen sie nicht weit. Denn der­je­ni­ge, der die Sicht teilt, wird applau­die­ren und der­je­ni­ge, der sie nicht teilt, wird sich kopf­schüt­telnd abwen­den, ohne dass irgend­je­mand schlau­er gewor­den wäre.

      Die impli­zi­ten Propositionen in Ihrem Sätzlein sind m. E. schon sehr weitreichend.
      – Fortschritt ist gut
      – Konzerne sind not­wen­dig für Fortschritt
      – Kapitalismus geht Hand in Hand in mit der Schaffung von Konzernen
      – wer Turbokapitalismus kri­ti­siert, ver­kennt sei­ne Segnungen
      – Kapitalismus bedingt Fortschritt
      – schnel­le Impfungen sind erstre­bens­wert und es wäre nicht gut, wenn die Impfung erst in 50 Jahren oder nie käme
      – Impfungen sind eine Lösung für was auch immer und haben schon viel für die Menschheit getan
      – die schnel­le Erfindung, Herstellung und Verabreichung ist gut
      – die Kritiker sol­len ein­fach mal die Pappn hal­ten, weil es ihnen ohne die Kapitalisten, den Fortschritt und die Impfungen viel schlech­ter ginge 

      Das kann man natür­lich alles so anneh­men. Wahr wird es dadurch noch lan­ge nicht.

    2. Ach ja …

      Angefangen hat alles Ende der 1930er Jahre mit Penicillin. Von Alexander Fleming 1928 eher zufäl­lig ent­deckt, iso­lier­ten rund 10 Jahre spä­ter drei bri­ti­sche Wissenschaftler die anti­bio­ti­sche Substanz. Etwa gleich­zei­tig begann sich auch ein deut­scher Mikrobiologe in Diensten des Jenaer Glaswerks Schott & Gen. für Penicillin zu inter­es­sie­ren. Hans Knöll woll­te damit aller­dings kei­ne Bakterien aus­lö­schen, son­dern Krebszellen. Tatsächlich gelang es ihm 1942, den Wirkstoff in Pulverform im Labor-Maßstab her­zu­stel­len. Zum Glück für einen Fabrikarbeiter mit einer eitern­den Handverletzung – die­ser bekam das frisch in Jena pro­du­zier­te Penicillin-Pulver und genas.

      Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs fan­den sich Schott und Knöll in der sowje­ti­schen Besatzungszone wie­der. Und sogleich befahl die neue Obrigkeit, die Produktion von Penicillin hoch­zu­fah­ren. Dafür brauch­te man rie­si­ge Fermenter und viel Platz, den Knöll und Co. von der Firma Carl Zeiss in Form eines lee­ren Fabrikgebäudes zur Verfügung gestellt beka­men. Notgedrungen bau­te man sogar Eisenbahn-Tankwagons zu Fermentern um. Schließlich reich­te auch das nicht mehr aus und eine kom­plett neue Produktionsanlage wur­de errich­tet – die Fermentationsabteilung bekam 1947 den Namen Jenapharm.
      Drei Jahre spä­ter, am 1. Januar 1950, wur­de aus der Fermentationsabteilung der volks­ei­ge­ne Betrieb (VEB) Jenapharm und Knöll des­sen Direktor. Mehrere hun­dert Menschen arbei­te­ten damals bereits in der Firma, aller­dings vor allem unge­lern­te. „Weil es damals kei­ne Arbeiter mit einer tech­ni­schen Ausbildung gab, bestand die Gründungsgeneration von Jenapharm haupt­säch­lich aus Menschen, die aus den Ostgebieten, die frü­her unter deut­scher Kontrolle stan­den, ver­trie­ben wur­den; aus Lehrern und Verwaltungsbeamten, die wegen ihrer poli­ti­schen Vergangenheit ent­las­sen wor­den waren; aus ehe­ma­li­gen Berufssoldaten der Armee, arbeits­lo­sen Schauspielern und ande­ren mensch­li­chen ‚Wracks‘ des Krieges“, erin­nern sich die Jenapharm-Chemiker Sigfrid Schwarz und Dieter Onken sowie der ehe­ma­li­ge Forschungsleiter Alfred Schubert (der Ende 1967 wegen Patentstreitigkeiten vor die Tür gesetzt wur­de) in einem Artikel von 1999. Neben Penicillin pro­du­zier­te der VEB Jenapharm auch bald Streptomycin, Schmerzmittel, Vitamine, Transfusionslösungen und Impfstoffe – wie den BCG-Impfstoff gegen Tuberkulose, den Jenapharm ab 1952 für die gesam­te DDR produzierte.
      Ende der 1980er Jahre hat­te Jenapharm 1.700 Angestellte, vier Produktionsanlagen in Jena, Erfurt, Naumburg und Magdeburg sowie einen Umsatz von 200 Millionen DM.
      https://www.laborjournal.de/editorials/1954.php

        1. Impfen ist ja kein Problem wenn die Impfstoffe sinn­voll sind und vor allem gut ent­wi­ckelt sind. Das sehen Baghdi und Wodarg übri­gens auch so. 

          In dem Beitrag soll­te es aber weni­ger um Impfen son­dern um die These gehen das es für die Entwicklung "Turbokapitalisten und Ausbeuter" braucht. Die braucht es eben nicht wie das Beispiel "Jenapharm" zeigt. Ausschlaggebend war der Idealismus völ­lig fach­frem­der die die Firma am Anfang auf­bau­ten. Diesen Idealismus gab es zu Anfang über­all in der DDR:

          Sagen wird man über uns­re Tage:
          Altes Eisen hat­ten sie und wenig Mut,
          denn sie hat­ten wenig Kraft nach ihrer Niederlage.
          Ihre Herzen waren voll von bitt’rem Blut
          und ihr Leben lief auf ausgefahr’nen Gleisen,
          wird man sagen und man wird auf glä­ser­nen Terrassen stehn
          und auf Brücken deu­ten und auf Gärten weisen
          und man wird die jun­ge Stadt zu Füßen lie­gen sehn
          und wird sagen, die den Grundstein dazu legten
          wur­den aus­ge­lacht und hun­ger­ten, und doch
          plan­ten sie und bau­ten und beweg­ten Trümmersteine.
          Und im über­leg­ten Handeln fluch­ten sie
          und zwei­fel­ten noch ihre eig’ne Kraft an.
          doch den Kriegen folg­te jene Zeit der Wettbewerbe
          und die­se Zeit war der Anbeginn.
          (KUBA=Kurt Barthel)
          https://rotfuchs.net/rotfuchs-lesen/sagen-wird-man-ueber-unsere-tage.html

  2. Moin, ich fin­de, die Äusserungen von Ihnen sind wahr­lich nicht sehr weit weg, von dem was sonst gepos­tet und kom­men­tiert wird. Auf die funf Fragen ant­wor­tet Sie in den ers­ten Saetzen, wie ich es auch tun wuerde.
    Nur am Ende bemerkt man, woher die Verschiedenheiten kom­men: Sie sehen aus dem gan­zen Troubel nur einen neu­en Sozialismus als "ein­zig?" gangae­ren Weg raus. Die meis­ten Kommentartoren wol­len meis­tens zuru­eck ins Leben vor der Pandemie, bzw. aus­sern sich nicht zu irgend­wel­chen Zielen, son­dern sehen indem, wie es pas­siert den Weg in einen Sozialismus, den sie nicht wollen.

    Nun, ich fuer mei­nen Teil hal­te nicht viel von Lismusen, ob Kapital oder Sozial…leider hat­te es in Europa bei­des gege­ben und bei­des zu ihren Zeiten mit vor- und nachteile..fuer die euro­pa­ei­schen Völker am Ende lei­der eher die Nachteile.
    Nur vom dem einem zu spre­chen oder sich das zu wuen­schen oder nur vom dem ande­rem zu träu­men und es zu ver­tei­di­gen, fuehrt zu nix. Beharren auf einer Postion führt lang­fris­tig nur zum Unterdrueckung der Massen, Dummheit der Tat und Krieg, egal ob phy­sisch oder pycho­lo­gisch, es wer­den vie­le ausgeloescht. 

    Leider ken­ne ich die Lösung nicht, aller­dings liegt die Lösungmenge irgend­wo in der Nähe des gesun­den Menschenverstandes –> Basis: Ich tue dir nix, du tust mir nix – Wo Leben ist, ist auch der Tod – Verzeihen ist bes­ser als Vergelten – Helft ein­an­dern und haut euch nicht in die gegen­sei­tig in die Pfanne) . Das sich was ändern muss, war uns allen auch schon vor dem gros­sen C‑Husten klar.

    Vielen Dank fuer Ihre Ansichten, Frau Anne-Marie

  3. Vielen dank für die­sen Text. So kann ja hof­fent­lich ein Dialog ent­ste­hen. Die ein­zel­nen Fallgeschichten, die Sie erwäh­nen, klin­gen natür­lich hef­tig. Niemand will das so in sei­nem Umkreis erle­ben und ist daher froh um Rücksicht und lie­ber ein Gramm mehr an Fürsorge (für ande­re) als zu wenig. Ganz klar. Dennoch, so muss ich lei­der sagen, blei­ben die­se ein­zel­nen Fallgeschichten bei all ihrer Tragik eben ein­zel­ne Fallgeschichten und decken sich mit den Erfahrungen von ganz vie­len ande­ren nicht (und las­sen sich neben­bei bemerkt in der ange­deu­te­ten Quantität auch nicht den täg­lich ver­öf­fent­lich­ten Zahlen able­sen). Man hört ja auch die ande­re Seite und könn­te sie ähn­lich dra­ma­tisch erwäh­nen: Menschen, die durch Einsamkeit ster­ben, Geflüchtete, die ver­ein­sa­men, die Zunahme von Depression, Sucht, Suizidalität, dazu nicht weni­ge Menschen, die sinn­los in Quarantäne sit­zen und stän­dig von Gesundheitsämtern kon­trol­liert wer­den oder Menschen, die auf ange­mel­de­ten Versammlungen –bestenfalls–wegen Lappalien genö­tigt wer­den. Doch die­ses Aufwiegen von schlim­men oder besorg­nis­er­re­gen­den Geschichten nützt nichts. Denn am Ende ist damit doch kei­nes­wegs belegt, dass die medi­al getrie­be­ne Übervorsicht und das dis­zi­pli­na­risch begrün­de­te Bestrafen irgend­ei­nen Nutzen brin­gen, der über sozia­le Distanz (und zwar im eigent­li­chen Sinne!) und Disziplinierung hin­aus­ge­hen. Die einen ster­ben eben nicht, weil die ande­ren auf dem Markt kei­ne Maske tra­gen (wodurch sie in der Regel gemaß­re­gelt oder bestraft wer­den). Die einen erlei­den kei­nen schlim­men Verlauf, weil ande­re dafür sind, dass Menschen, ihre Bewegungsfreiheit wahr­neh­men sol­len. Die Intensivkapazitäten wer­den auch nicht knap­per, weil ande­re sich zu Demonstrationen ver­sam­meln. Das Versterben eines fit­ten älte­ren Menschen recht­fer­tigt auch nicht das Dahinsiechen eines nicht so fit­ten ande­ren in einem Pflegeheim… Am Ende ist doch die Frage: Wer beschließt Maßnahmen, die, wie jeder doch ganz schnell mer­ken kann, basa­le Grundrechte ein­schrän­ken – auch und beson­ders für die Armen und Schwachen in der Gesellschaft? Genau, die Mächtigen. Wieso soll ein kri­tisch sozia­lis­tisch den­ken­der Mensch dann die­se Maßnahmen für gut erach­ten bzw. sich dar­auf spe­zia­li­sie­ren, die­je­ni­gen aus­fin­dig zu machen und zu kor­ri­gie­ren oder zu kri­ti­sie­ren, die die Maßnahmen kri­ti­sie­ren, anstatt sich eben genau an oder gegen die Mächtigen zu wen­den? Das ver­ste­he ich nicht so recht. Und das ver­ste­hen mit Sicherheit vie­le der so genann­ten "Leugner" nicht. Selbst wenn man die Maßnahmen prin­zi­pi­ell für rich­tig befin­det, wür­de man doch als über­zeug­ter Antikapitalist nicht gegen eher ohn­mäch­ti­ge Widerständige wen­den, son­dern tun­lichst auf­pas­sen, dass noch irgend­wo ein wenig Gerechtigkeit her­zu­stel­len ist – gera­de bezo­gen auf die nun nicht mehr so siche­ren Versorgungsketten, u.a. die nicht mehr so siche­re Versorgung mit Medikamenten und die auch wirk­lich nicht unbe­dingt siche­ren Arbeitsplätze in Kliniken (alles auch mit Folgen der Maßnahmen und nicht der Pandemie!). Ja, und sicher las­sen sich die aktu­el­len Ereignisse in einen glo­ba­len Trend ein­ord­nen. Und, wie ich mei­ne, gera­de aus die­sem Grund sind sie ja so skan­da­lös – und zwar inklu­si­ve der mas­siv geför­der­ten PR-Wissenschaft, der Panikmache und der media­len und poli­ti­schen Hetze gegen Andersdenkende. Denn nur wenn eine Pandemie auf außer­or­dent­li­che Maßnahmen trä­fe, bei denen es eben wirk­lich und glaub­haft dar­um gin­ge, dass nie­mand zurück­blei­ben sol­le (auch nicht in Dreckligen Lagern in der Ägäis) und sich die Geschehnisse genau nicht in Prozesse von mas­si­ver Kapitalakkumulation, also Monopolbildung ein­ord­nen lie­ßen, nur dann wären die Maßnahmen, die auf Solidarität, Zusammenhalt und die Gesamtheit abzie­len doch glaub­wür­dig, oder nicht? (Persönlich fin­de ich es immer wie­der erstaun­lich, wie Menschen, die sich lin­ken Diskursen anschlie­ßen, von einer nahe­zu ide­al­ty­pi­schen Trennung von Kapital und Politik aus­zu­ge­hen schei­nen und dazu offen­bar nicht ver­stan­den haben, was ideo­lo­gi­scher Überbau alles bedeu­ten mag. Auch tragisch).

    1. @ Lothar B: Was wäre dein Vorschlag für den Umgang mit der Pandemie? Und ja, wir haben eine völ­li­ge Übereinstimmung dar­in, dass die Maßnahmen der kapi­ta­lis­ti­schen Regierungen genau des­halb nicht glaub­wür­dig sind, weil die den Rahmen der Profitmaximierung weder spren­gen wol­len noch kön­nen. Wir sehen aller­dings Unterschiede zwi­schen kapi­ta­lis­ti­schen PolitikerInnen und Ländern bei­spiels­wei­se zwi­schen Trump oder Merkel, zwi­schen China und Brasilien.

      Zur Frage der "ohn­mäch­ti­gen Widerständigen" wür­de ich ger­ne mehr von dir hören, war­um du glaubst, dass aus­ge­rech­net die­je­ni­gen, die (neben eini­gen auf­rich­tig Frustrierten und Empörten) eine Ansammlung von rechts­of­fe­nen Verwirrten sind, eine Zukunftsperspektive für eine bes­se­re Welt bieten?

  4. Mich über­zeugt das nicht.

    Sie ist dafür, "Coronaleugnerdemos" anzu­ge­hen, wenn sich dort "Nazis" her­um­tum­meln. Die Veranstalter haben kei­ne Handhabe gegen Nazis. Die weni­gen, die sich dort her­um­tum­meln (z. B. Udo Voigt, Jürgen Elsässer) wer­den groß im Fernsehen gezeigt, als wären die jetzt reprä­sen­ta­tiv. Solange die sich dort aber anstän­dig ver­hal­ten, hat man kei­ne Handhabe gegen die. Die Anti-Kernkraftbewegung wäre sicher­lich auch empört, wenn man ihnen Nazis vor­hiel­te. Die FPÖ jeden­falls war damals an vor­des­ter Front dabei, als es gegen das KKW in Temelin ging. Ist es denn inhalt­lich falsch, nur weil die FPÖ eine Anti-Temelin-Position bezo­gen hat?

    Als klas­si­scher Liberaler sehe ich Markt und Kapitalismus als Verheißung. In der aktu­el­len Krise wird etwas gemacht, was die klei­nen Marktteilnehmer aus den Wettbewerb kegelt. Sehen Linke das denn nicht? Jede Vorschrift, die im Namen von Hygiene, Datenschutz, Verbrauchschutz und Umweltschutz gemacht wird, also irgend­wel­chen Idealen hul­digt, die gera­de en vogue sind, zemen­tie­ren die Kräfteverhältnisse in der Branche. Über die Auflagen lachen die Big Player, denn sie wis­sen, dass das in ihre Hände spielt Wer pro­fi­tiert denn gera­de von den gan­zen Auflagen und Lockdowns für Restaurants? McDonald's, Starbucks, Burger King, Dominos… also die fet­ten Ketten. Da steckt so viel Kapital hin­ter, dass die Ausnahmefälle bes­ser kom­pen­sie­ren kön­nen. Auch beschäf­ti­gen die eine Reihe von Anwälten, um der­ma­ßen Druck auf die Behörden zu machen, dass die Novemberhilfe auch tat­säch­lich kommt. Der klei­ne Krauter hin­ge­gen geht im Papierkrieg unter.

    Ich bin auch jemand, der äußerst ungern bei Amazon bestellt. Ich habe in die­sem Jahr über 200 € aus­ge­ge­ben, um mir Bücher in die Buchhandlung schi­cken zu las­sen. Das fällt in dem Moment flach, wenn auch die Buchhandlung geschlos­sen hat. Ich nen­ne mal drei Titel: "Der Weg in die Knechtschaft" (Hayek), "Gegenmacht: Die mili­tan­te Linke und der kom­men­de Aufstandt" (Hoffmann), "Elemente und Ursprünge tota­ler Herrrschaft" (Arendt). Warum die­se Bücher? Ich habe die Befürchtung, es fängt wie­der an, der Staat als gro­ßer wei­ser Lenker und Problemlöser und die Politikbeobachter sehen das offen­sicht­li­che Versagen der Politik nicht. Seit Jahren kann man das doch über­all sehen: Migration, Rente, Energie, Infrastruktur. Jetzt haben wir Covid-19. Schon allei­ne des­halb, weil sich die Politiker nur noch von den größ­ten Panikgranaten (Drosten, Hermann-Meier, Priesemann) bera­ten las­sen, muss doch das Staatsversagen an die­ser Stelle offen­kun­dig sein. Abgebaute Bettenzahlen in der Vergangenheit… Deutschland steht trotz Bettenabbau noch gut da. Problem ist aber, dass bei einer altern­den Bevölkerung sogar noch mehr Betten hin­ge­stellt wer­den müssen.

    Das Klima in den Unternehmen ist lei­der auch kein gutes und das kommt ja aus der gesam­ten Gesellschaft. Man ist miss­trau­isch. Schwachsinnige Hygieneregeln wur­den auf­er­legt, z. B. wenn man über den Flur läuft, muss die Maske auf­ge­setzt wer­den. Sogar auf dem Klo! Ich hege auch Misstrauen gegen­über bestimm­te Kollegen, dass die so einen "Maskenverstoß" dann mel­den und dass die Firma sowas dank­bar annimmt, um ein Vorwand zu haben, um jeman­den zu kündigen.

    Die Einzelfälle, wo jemand noch Wochen spä­ter lei­det, über­zeu­gen mich nicht. Wider bes­se­res wis­sen prüft man nicht mehr auf Influenza. Was ist, wenn neben dem posi­ti­ven Corona-Test auch Influenza vor­lag. Lässt sich denn aus­schlie­ßen, dass die Symptome von der Influenza gekom­men sind?

    Wenn mich etwas auf die Palme bringt, ist wenn ein Kollege sag­te, ich hät­te ja recht, aber trotz­dem machen wir es anders. Beispielsweise wenn ein Kollege Zeitdauern simu­liert und nicht deter­mi­nis­tisch 5 Sekunden haben will, son­dern durch­schnitt­lich 5 Sekunden. Und dann nimmt der Kollege die Gaußsche Normalverteilung mit ihren zwei Eingabeparametern, wo dann das Ergebnis auch noch ins nega­ti­ve rut­schen kann. Dann erklä­re ich: "Warum machst du es falsch und dir unnö­tig schwer? Nimm doch die Exponentialverteilung. Da hast du nur eine Parameter und das Ding wird auch nie nega­tiv." Dann stimmt man mir zu, und es pas­siert nichts.

    Wenn man etwas als klar falsch erkannt hat, dann darf man es so nicht machen. Und wie die Statistiken bzgl. Corona erho­ben wer­den, ist 'ne Katastrophe. Es fehlt an Verantwortungsbewusstsein. Nichts wird eva­lu­iert, z. B. das Tragen von Masken. Nichts wird mal dahin­ge­hend kor­ri­giert, dass es eine Erleichterung für die Menschen dar­stellt. Es wur­de doch recht früh erkannt, dass Schmierinfektionen kei­ne Rolle spiel­ten und den­noch wird einem über­all abge­nö­tigt, dass man sich die Hände des­in­fi­ziert. Der Basketballverband ver­langt auch, dass die Bälle des­in­fi­ziert wer­den. Das ist doch schweineteuer.

    Die Politiker ver­hal­ten sich kri­mi­nell. Mit Verweis auf Pandemie machen sie die Restaurants dicht, aber haben die Politiker getan, um unser Wissen zu erar­bei­ten? Die haben im März erklärt, man fah­re auf Sicht und nach drei Wochen war man immer noch nicht schlau­er. Die zustän­di­gen Behörden hat­ten dann auch Osterferien. Mit Verweis auf die Pandemie, wur­den jetzt vie­le klei­ne Einzelhändler, Friseure und Bekleidungsgeschäfte geschlos­sen, aber Jens Spahn will Biontech nicht zwin­gen, die Lizenz frei­zu­ge­ben, dass ande­re Unternehmen den super­tol­len Impfstoff pro­du­zie­ren kön­nen. Das geht nicht. Man kann nicht mil­lio­nen­fach die wirt­schaft­li­chen Grundfreiheiten von Unternehmern und deren Arbeitnehmern beschnei­den, aber bei Biontech sich zurück­hal­ten, obwohl der Eingriff Biontechs Rechte ein wesent­lich gerin­ge­rer wäre. Das wäre in etwa so, wenn die Polizei weiß, dass A. Meiwes in sei­ner Wohnung wie­der einen "Speisegast" hat, die Polizei aber nicht rein­geht, weil sie die Unverletzlichkeit der Wohnung für wich­ti­ger erach­tet als die kör­per­li­cher Unversehrtheit des Gastes. Polizisten, die so han­del­ten, und den Tod des Gastes mit­ver­ant­wor­ten, hät­ten sich straf­bar gemacht. Und das muss auch für Politiker gelten.

    1. Der Staat hat Biontech etli­che Millionen Euro für die Entwicklung des Impfstoffs bezahlt. Stattdessen hät­te er auch Anteile an der Firma erwer­ben und auf die­se Weise mit­be­stim­men kön­nen. Aber die wirt­schafts­po­li­tisch so sehr kom­pe­ten­te CDU kommt auf so eine Idee natür­lich nicht.

      1. https://www.businessinsider.de/gruenderszene/health/corona-impfstoff-startups-deutschland/

        "Braucht es nicht – China ist dabei
        Pharmafirmen aus Deutschland und China bün­deln in der Corona-Krise ihre Kräfte bei der Entwicklung eines Impfstoffes gegen das Virus. Das Mainzer Biotechunternehmen Biontech will dazu mit dem chi­ne­si­schen Arzneimittelhersteller Fosun Pharma zusammenarbeiten
        Für die Forschung erhält Biontech bis zu 120 Millionen Euro aus China, davon 44 Millionen Euro im Austausch gegen Biontech-Aktien, teil­te das Unternehmen am Montag mit. Die 1,58 Millionen Aktien stam­men aus einer Kapitalerhöhung, Fosun Pharma über­nimmt dadurch einen Anteil von 0,7 Prozent an Biontech."

        Ebenfalls kurz vor dem Abschluss – EU Handelsabkommen mit China

        Noch Fragen?

      2. Yep! Das wäre doch das Mindeste, oder? Ich wäre dar­über hin­aus dafür, Artikel 15
        des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland anzu­wen­den: "Grund und Boden, Naturschätze und Produktionsmittel kön­nen zum Zwecke der Vergesellschaftung durch ein Gesetz, das Art und Ausmaß der Entschädigung regelt, in Gemeineigentum oder in ande­re Formen der Gemeinwirtschaft über­führt werden. "

    2. Liebe Ana-Marie,

      die Linke in Deutschland war da schon ein­mal wei­ter. "Freiheit ist immer Freiheit der anders Denkenden" erklär­te Rosa Luxemburg. 

      Seit Barack Obama (er war der Meister) wird die Psychologie der Linken dazu benutzt, rech­te Politik zu machen. Suchen Sie im Internet nach "liber­tä­rer Paternalismus", funk­tio­niert auch als Maternalismus.

      Also "wir sor­gen für Euch", aber ihr dürft da nicht mitreden.

      Die Querdenker-Demos als "rechts­of­fen". Sind sie und das ist teils bewuss­te Strategie, teils tickt der deut­sche Mittelstand ein­fach in die Richtung. Wir spre­chen hier über den Kern der "christ­li­chen" Parteien. Aussage einer baye­ri­schen ent­täusch­ten Bürgerin "Ihr seid für uns da und nicht wir für Euch".

      Die Querdenker ver­tre­ten aber kei­ne "rech­ten ras­sis­ti­schen" Positionen. Der deut­sche Mittelstand agiert inter­na­tio­nal und beschäf­tigt inter­na­tio­nal. Die Antifa wir­ken wie Idioten bei die­sen Demonstrationen.

      Wenn du Abstand für Unsinn und Masken für gesund­heits­schäd­lich hältst, wirst du den Abstand auch nicht hal­ten und die Masken auch nicht tra­gen. Ich habe kei­ne wis­sen­schaft­li­che Diskussion dar­über wahr­ge­nom­men, was die­se Einschränkungen bewir­ken (sol­len). Und ob sie mehr nut­zen als scha­den. Du? Ja, man darf da eine ande­re Meinung haben und anders han­deln und nein, man bringt dadurch nicht die eige­ne Oma um.

      Wenn wir über Schule spre­chen, ich hal­te es für völ­lig irre und päd­ago­gisch unver­ant­wort­lich, wenn Lehrer Kinder behan­deln wie gefähr­li­che Virenschleudern. Ich hal­te das auch zwi­schen­mensch­lich für ein Unding.
      Also hal­te ich mich auch nicht an die "Regeln". Das mit der Oma umbrin­gen hal­te ich für Kindesmisshandlung. 

      Es sind vie­le Leute auf den Demonstrationen, ja auch Omas, die eine ande­re Meinung dar­über haben, was "gesund" ist und was "krank" macht. Vielleicht suchst du mal nach "anthro­po­so­phi­schem Lebensstil". Der ist wis­sen­schaft­lich erwie­se­ner­ma­ßen gesund. 

      "Die Corona-Pandemie ist ein welt­wei­tes Phänomen, kei­ne Drosten-Merkel-Verschwörung (oder Gates-WHO-Verschwörung)."

      Es ist ein welt­wei­tes Phänomen durch das Dashboard der John-Hopkins-Universität.
      https://www.tagesschau.de/inland/johns-hopkins-uni-corona-zahlen-101.html
      " Wie eine gemein­sa­me Recherche des Medienmagazins ZAPP und der Datenjournalisten von NDR Data zeigt, stam­men die Zahlen für Deutschland von drei ver­schie­de­nen deut­schen Onlinemedien: der "Berliner Morgenpost", "Zeit Online" und dem "Tagesspiegel". Die Medien war­ten für ihre eige­nen Auswertungen nicht erst auf die offi­zi­el­len Zahlen des Robert Koch-Instituts, son­dern rufen in einem teil­wei­se auto­ma­ti­sier­ten Prozess direkt die Zahlen der Gesundheitsämter, Ministerien und Staatskanzleien ab. Diese ste­hen in der offi­zi­el­len Meldekette vor dem Robert Koch-Institut und stel­len die Zahlen der labor­be­stä­tig­ten Neuerkrankungen meist schnel­ler zur Verfügung."
      John Hopkins ist eine Privatuniversität mit Förderung aus staat­li­chen und Privaten Quellen
      https://hub.jhu.edu/2018/03/23/nsf-research-funding-rankings/
      Diese Datenaufbereitung ist teu­er. Wer zahlt welt­weit dafür?
      Bloomberg Philanthropies and the Stavros Niarchos Foundation.
      Wer bezahlt die Datenaufbereitung bei Zeit, Tagesspiegel und Berliner Morgenpost?
      https://taz.de/Stiftungsfinanzierter-Journalismus/!5656369/

      Also nein, es ist kei­ne Merkel/Drosten Verschwörung, son­dern eine kon­zer­tier­te Aktion pri­va­ter Stiftungen, mit der über die Medien Druck auf die Politik aus­ge­übt wird. Wenn ich mich rich­tig erin­ne­re hat die Politik bis Mitte März ver­sucht, die Bevölkerung zu beru­hi­gen (mil­de Grippe) und hat mit der Wirkung der Bilder aus Bergamo dann das Handtuch geschmis­sen. Die AfD hat natür­lich ent­ge­gen­ge­setzt agiert: Bis Mitte März der Regierung Untätigkeit vor­ge­wor­fen, und dann protestiert.

  5. Das Schlimmste ist Gewalt, doch auch Sprachlosigkeit, Gesprächsverweigerung ist schlimm. Denn jeder Mensch ist es wert, dass man ihm zuhört, und jeder soll gleich­be­rech­tigt dar­in sein, sich ins Gespräch einzubringen. 

    Ich fin­de es sehr anstän­dig von CORONA DOKS, den zwei kri­ti­schen Kommentatoren anzu­bie­ten, ihre Position als Gastbeitrag hier zu ver­öf­fent­li­chen, und fin­de es ange­nehm und span­nend, dass Ana-Marie L. über­haupt antwortet. 

    .

    Nun aber zum Begriff der Pandemie 

    23 May 2009 | WHO will rede­fi­ne pandemic 

    https://www.virology.ws/2009/05/23/who-will-redefine-pandemic/

    Table 1. World Health Organization (WHO) pan­de­mic influ­en­za gui­de­li­nes, 1999–2009

    https://www.who.int/bulletin/volumes/89/7/11–086173.pdf

    Am 11. Juni 2009 hat­te die Generaldirektorin der WHO, Margaret Chan, die höchs­te Warnstufe des Pandemiestufenplans ver­kün­det. Die durch den neu­en Influenza‑A/H1N1/2009-Erreger aus­ge­lös­te Neue Grippe wur­de als Pandemie eingestuft, 

    https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/daz-az/2010/daz-24–2010/pandemie-oder-nur-geschaeftemacherei

    Grippe in Mexiko wur­de zur Pandemie „auf­ge­bla­sen“

    https://www.deutschlandfunkkultur.de/angstmache-zum-nutzen-der-pharmaindustrie-grippe-in-mexiko.954.de.html?dram:article_id=144881

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    Deutschlandfung Kultur

    18.12.2009

    Grippe in Mexiko wur­de zur Pandemie „auf­ge­bla­sen“

    (…) Liane von Billerbeck: Wie kam es denn nun zu der Warnung und wer waren die han­deln­den Personen, die dar­über ent­schie­den haben? 

    Wolfgang Wodarg: Wir müs­sen da ein biss­chen zurück­ge­hen in die Jahre 2005, 2006. Damals wur­de ja die Vogelgrippe uns vor Augen geführt, und wir wur­den damals schon in Angst und Schrecken ver­setzt, dass die Weltbevölkerung aus­ge­rot­tet wer­den kön­ne durch eine neue Seuche, und das wur­de dann von den Regierungen, in gro­ßem Maße wur­den dann Tabletten gekauft, die angeb­lich dann uns schüt­zen sollten. 

    von Billerbeck: Allein in Deutschland sind 200 Millionen Euro dafür aus­ge­ge­ben worden. 

    Wodarg: Richtig, ja. Für ein Medikament, was nie aus­pro­biert wur­de, weil es die­se Krankheit, für die es dann ein­ge­setzt wer­den soll­te, gar nicht gab. Die gab es zwar bei Vögeln, die gibt es immer noch bei Vögeln, die gab es auch vor­her schon da, aber beim Menschen zum Glück nicht. Und das hat dazu geführt, dass dann Pandemiepläne gemacht wur­den. Diese Panik hat so gut geklappt und alle waren so wich­tig gewor­den, die sich mit die­ser Thematik befas­sen, dass sie sich dann regel­mä­ßig getrof­fen haben und uns schüt­zen woll­ten vor einer Gefahr, die sie sel­ber sich aus­ge­dacht haben, die sein könn­te, jeder­zeit kom­men könn­te. Das war immer der Spruch, den man gehört hat. 

    Und die­se Pandemiepläne sind dann gemacht wor­den, die wur­den benutzt von der Industrie dann auch, um Mittel zu akqui­rie­ren, um Impfstofffabriken auf die Wiese zu stel­len und neue Produktionskapazitäten dann zu schaf­fen. Und das muss­te jetzt ja irgend­wann mal aus­pro­biert wer­den, das muss­te jetzt ja mal zum Tragen kommen. 

    Da ist viel inves­tiert wor­den, und da hat man sich die­se Grippe genom­men, die man dort in Mexiko gefun­den hat, hat sie auf­ge­bla­sen und hat sie zu einer Pandemie hoch­sti­li­siert und damit Angst und Schrecken ver­brei­tet. Das hat dazu geführt, dass die Regierungen dann unter Druck stan­den, für die Bevölkerung was zu tun und ihre Bevölkerung jeweils zu schützen. 

    von Billerbeck: Das klingt unglaub­lich nach Verschwörungsindustrie – also die Pharmaindustrie ist an allem schuld? 

    Wodarg: Das ist Marketing, und das war ja sehr erfolg­reich. Und das hat es noch nicht gege­ben vor­her, dass es Abnahmegarantien für Impfstoffe gab. (…) 

    von Billerbeck: Wenn sich auch nach der Debatte im Europarat bestä­tigt, dass die Pharmaindustrie da eine gro­ße Angstkampagne zum eige­nen Nutzen geschürt hat, was muss sich dann ändern? 

    Wodarg: Da müs­sen die Konsequenzen gezo­gen wer­den, da müs­sen die Personen zur Rechenschaft gezo­gen wer­den, die so was gemacht haben. Das wür­de dann unter den Tatbestand der Korruption fal­len kön­nen, und da gibt es ja ent­spre­chen­de Regeln, wie man mit Menschen umgeht, die kor­rupt sind. 

    https://www.deutschlandfunkkultur.de/angstmache-zum-nutzen-der-pharmaindustrie-grippe-in-mexiko.954.de.html?dram:article_id=144881

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  6. Sorry, ab "Corona-Leugner-Bewegung" und "extre­men Rechten" ist das schon nicht mehr ernst zu neh­men. Wer so in einen Diskurs ein­steigt und sei­ne Kontrahent ver­un­glimpft, zeigt dass er kein Interesse an der Position ande­rer hat und sie in Schubladen steckt.

    Die Verwendung des Binnen I ist nicht ver­wun­der­lich und das Gekeile gegen das "kapi­ta­lis­ti­schen Bildungssystems", das im Sozialismus genau­so Propaganda wäre auch nicht. Salonlinke oder Antifanten, die nur Schwarz und Weiß ken­nen. Die Nachdenkseiten sind bei denen sicher auch schon als rech­te Webseite geblockt. Die Kubaner sind toll und selbst­los, aber China kommt komi­scher­wei­se nicht vor.

    Und dann wie­der Gejammer über die Extremen. Der Gedanke, dass sowohl den Kritikern als auch den Befürwortern an der Zukunft ihrer Kinder gele­gen ist, kommt nicht auf. Der Herr Gatte ist ja wohl noch gut auf­ge­ho­ben bis das Gemeinschaftsystem zer­bricht, aber wer braucht 2021 schon noch Lehrer?

  7. @Ana- Marie/ Zitat aus Ihrem Text: "Mein Thema ist das Wirken der extre­men Rechten inner­halb der Corona-Leugner-Bewegung und ihres Umfeldes". Dazu muss ich Ihnen sagen, dass Sie hier in die­sem Forum ver­geb­lich nach extre­men Rechten suchen kön­nen; die sind mir hier bis­her nicht auf­ge­fal­len und das wären sie ganz sicher, wenn dem so wäre. Die "Corona-Leugner-Bewegung" ist ein den gleich­ge­schal­te­ten Medien nach­ge­plap­per­ter Begriff, mit dem allen Maßnahmen- Kritiker glei­cher­ma­ßen unter­stellt wird, sie woll­ten Covid'19 als Ursache schwe­rer Erkrankungen gene­rell nicht wahr­ha­ben. Damit umgeht man die Auseinandersetzung mit den vie­len ein­zel­nen und dif­fe­ren­zier­ten Argumenten, wie z.B. dass die WHO selbst zuge­ben muss­te, dass die Ausrufung der Krankheit als Pandemie ange­sichts der rea­len Fallzahlen(- die sich als weit­aus nied­ri­ger erwie­sen, als medi­al pro­pa­giert wur­de-) nicht hät­te sein müs­sen und dass sie sich der Einschätzung der "Great Barrington- Erklärung" inter­na­tio­nal aner­kann­ter medi­zi­ni­scher Koryphäen anschloss (-dass Covid'19 etwa einer mit­tel­schwe­ren Grippe ent­spricht). Um dies genau­er zu bele­gen möch­te ich Sie auch auf die Webseite des Dr. Wolfgang Wodarg (SPD) ver­wei­sen, der die­se Diskrepanz zwi­schen "Dichtung und Wahrheit" mit gut recher­chier­ten Fakten her­lei­ten, klar­stel­len und bele­gen kann. Dafür müs­sen Sie sich aber dann schon die Zeit neh­men, das ist sehr span­nend und über­zeu­gend! wodarg.com
    Auch ich bin der Meinung, dass eine Revolution sei­tens der Lohnabhängigen längst fäl­lig ist, in der der "Great Reset" (sie­he Klaus Schwab) unbe­dingt ver­hin­dert wer­den muss! Darum soll­te sich die LINKE end­lich von den Märchen ablö­sen, die uns die Panikmacher um die Ohren hau­en, um zu tei­len und zu herrschen!
    Siehe auch: https://multipolar-magazin.de/artikel/was-steckt-hinter-der-corona-politik

  8. Klienten sind WIR also. Danach Totschlag mit dem Begriff Corona-Leugner-Bewegung – Assoziation Holocoustleugner, noch­mals unter­stri­chen durch Extremrechte inner­halb DER Bewegung und IHRES Umfeldes. Ja, Teile eini­ger Umfelder könn­ten wirk­lich Störer/U‑Boote/Verfassungsbeschmutzer sein, wenn man sie genau unter die Lupe nimmt, aber? Keine Zeit wg. Job und Familie. Donnerschlag! Alles also sum­ma sum­ma­rum eine homo­gen abge­stan­de­ne Masse, die sich einem anbah­nen­den sozia­lis­ti­schen Paradies ent­ge­gen stellt, das eine nicht aus­mach­ba­re Elite für den Pöbel als mach­ba­re Alternative aus­er­son­nen hat. Da staunt der Laie und der Fachmann wun­dert sich. 

    Liebe Ana-Maria. Von einer beken­nen­den Sozialistin erwar­te ich, dass sie für die Schwächsten der Gesellschaft ein­tritt, nicht nach oben buckelt und nach unten tritt. 

    Wenn sie eine Weltregierung infra­ge stel­len: Hier ist sie, die sich selbst als "Global Governance" dekla­rie­ren­de Elite: https://intelligence.weforum.org/topics/a1Gb0000000LHN2EAO?tab=publications

    Da sind Kollegen dabei, die machen sich seit Jahren um nichts ande­res Gedanken, als um die Rettung des Kapitalismus. Nehmen sie das doch bit­te zur Kenntnis.

    Sie soll­ten auf­hö­ren, sich ein­zu­re­den, die übten kei­ne Macht aus und mein­ten es gut mit ihnen und uns. Lesen sie. Lesen sie Bücher. Voraussetzung: sie müs­sen wol­len und sie müs­sen auch das lesen, was ihnen nicht gefällt. Allerdings muss es RELEVANT sein für ihren Entscheidungsprozess. 

    "Wer weiß? Wer ent­schei­det? Wer ent­schei­det, wer ent­schei­det?" Beginnen sie mit Zuboff. Danach Schwab. Den Rest schaf­fen sie – auch mit Familie. Zeit wer­den sie zukünf­tig mehr als genug haben.

    1. "Wer weiß? Wer ent­schei­det? Wer ent­schei­det, wer ent­schei­det?" Beginnen sie mit Zuboff. Danach Schwab. Den Rest schaf­fen sie – auch mit Familie. Zeit wer­den sie zukünf­tig mehr als genug haben.'
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      Ein guter Rat. Würde er beher­zigt, könn­te man sich vie­le sinn­lo­se Grabenkämpfe spa­ren, die am ehes­ten mit Glaubenkriegen zu ver­glei­chen sind. Wenn man sich die seit Jahren vor­lie­gen­de Literatur anschaut, muss man schon völ­lig bor­niert sein, wenn man dann immer noch von Verschwörungsmythen spricht. Auch in ande­ren Bereichen. Aber Professor Butter hat eben sei­ne Jünger, womög­lich, weil er sich auf Flacherdlerniveau bewegt.

  9. Dass so vie­le angeb­lich Linke nicht zu sehen schei­nen, dass das durch Corona mög­li­cher­wei­se beschleu­nig­te Ende des Neoliberalismus nicht in einen bes­se­ren, gerech­te­ren Sozialismus füh­ren son­dern in einen tota­li­tä­ren digi­ta­len Neofeudalismus/Überwachungskapitalismus, der sich über alle Bereiche unse­rer Existenz zu ermäch­ti­gen droht, ver­ste­he ich nicht und kann es höchs­tens mit Naivität erklären.

    1. Stimmt doch da kommt nichts inhalt­li­ches son­der das ist nur Trollen vom Feinsten vom Markus.

      Das muss übri­gens alles nicht ver­öf­fent­licht wer­den. Nur als Antwort auf Ihren Kommentar.

      Ich fin­de fan­tas­tisch, dass Sie die­se bei­den Personen zu Wort kom­men las­sen wol­len. Aber das was die Dame da geschrie­ben hat ist auch wirk­lich pro­ble­ma­tisch. Diese gan­ze Sache ist vom Staat orches­triert uns Sie for­dert Sozialismus. Als hät­te man dann mehr Einfluss als im der­zei­ti­gen demo­kra­ti­schen System. Sozialismus wür­de bedeu­ten, dass alle Produktionsmittel dem Staat gehö­ren und damit wäre der Anreiz mit den Impfstoffen Unsinn zu trei­ben noch grö­ßer. Diese kor­rek­te Definition von Sozialismus ist der Dame aber lei­der offen­sicht­lich nicht geläu­fig. Unter uns gesagt ist die­ses gan­ze Pamphlet purer Trugschluss und voll­kom­men grund­falsch (das Problem ist die ein­ge­bil­de­te Moralische Überlegenheit der Kommentatoren Markus und Ana-Marie). Das glei­che ver­weich­lich­te risis­ko­aver­se Denken hat uns die­se Lage gebracht. Wir leben in einer kran­ken Gesellschaft und in einer Zivilisation die des Niedergangs geweiht ist. Was wir gera­de beob­ach­ten ist nur eine Beschleunigung von zuvor bereits ange­wen­de­ten Mustern. Diese gan­ze "man muss den Wissenschaftlern glau­ben" Unssinn wur­de mit dem Klimawandel kon­se­quent kon­di­tio­niert. Und ich Maße mir an die­se Urteil fäl­len zu dür­fen, da ich selbst Wissenschafftler mit meh­re­ren Veröffentlichungen bin. Mir sind auch die Geldflüsse in der Wissenschaft und die "Anforderungen" die man erfül­len muss um Förderung zu erhal­ten bes­tens bekannt.

      Die Medien sind mas­siv unter­lau­fen und der Staatsapparat auch. Vor allem von innen her­aus. So wür­den 60% der Journos die grü­nen wäh­len und fast der gesam­te Rest die Linke. Damit ist neu­tra­le Berichterstattung nicht mög­lich. Ich könn­te noch eine Weile so wei­ter machen aber ich spa­re Ihnen das.

      Ich dan­ke Ihnen von gan­zem Herzen für Ihre Arbeit. Ich den­ke näm­lich Sie haben voll­kom­men Recht. Die Fixierung auf Drostens Diss ist nicht ziel­füh­rend. Wichtig sind die Verstrickungen die Sie ja auch auf­ge­zeigt haben. Drosten hat kon­se­quent PCR als Standart für die Diagnostik von Infektionskrankheiten eta­bliert mit sei­ner Arbeit in den letz­ten 20 Jahren obwohl der Erfinder der PCR selbst sag­te, dass die Methode dazu nicht geeig­net ist (wie prak­tisch dass Kary Mullis Ende 2019 an Lungenentzündung!!! gestor­ben ist). Drosten ist aber nur ein Symptom eines grö­ße­ren sys­te­ma­ti­schen und sys­te­mi­schen Problems. Ich tau­sche bei Interesse ger­ne mit Ihnen dar­über aus. Aber nicht so ger­ne in der Öffentlichkeit. Wie gesagt ich bit­te dar­um die­sen Kommentar nicht zu veröffentlichen.

  10. Guten Morgen, aa. Soeben habe ich in mei­nem Briefkasten einen fik­ti­ven Brief von Angela Merkel vor­ge­fun­den, der wohl eigent­lich an Ihre Adresse gedacht war. Ich lei­te ihn hier an Sie weiter:
    +++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++
    Sehr geehr­ter HerrAschmoneit
    ich habe eine ver­ant­wor­tungs­vol­le Aufgabe, was dazu führt, dass ich nicht unun­ter­bro­chen die Debatten in der Bevölkerung ver­fol­gen kann. Mein Thema ist die Bekämpfung der Pandemie und die Frage, wie die Regierung ange­sichts der sta­tis­tisch beleg­ten Pandemie und der wis­sen­schaft­lich beleg­ten Klimakatastrophe die­ses Land so trans­for­mie­ren kann, dass es die­sen Herausforderungen gewach­sen sein kann und die Leitplanken einer Gesellschaft erhal­ten bleiben.
    Allerdings akzep­tie­re ich Ihre „Kleine Anfrage“ und schrei­be zu Ihren Fragen, ohne die Hoffnung zu haben, dass Ihre Klienten das an sich ran las­sen. Sie kön­nen sie hier als Kommentar ste­hen las­sen oder sie als eige­nen Gasttext pos­ten, das ent­schei­den Sie.
    ▪ Haltet Ihr für abwe­gig, daß Pharma-Konzerne wie ande­re auch ein Marktumfeld schaf­fen und sich über Lobby-Arbeit Einfluß verschaffen?
    Man muss die Dinge neh­men, wie sie sind und dann sehen, wie man Lösungen findet.
    Die Pharmaindustrie finan­ziert die Wissenschaft, die not­wen­dig ist, Impfstoffe für die­se und die erwart­bar wei­te­ren Pandemien zu fin­den, die uns noch heim­su­chen könn­ten. Daher ist es ver­kehrt, von einer Lobby zu spre­chen. In einer markt­kon­for­men Demokratie ist wis­sen­schaft­li­che und logis­ti­sche Expertise unab­ding­bar, um die Ziele von Public Health gemäß WHO-Definition zu errei­chen, also die Verhinderung von Krankheiten, die Verlängerung des Lebens und die Förderung der Gesundheit (WHO 2011).
    Mit den Essential Public Health Operations (EPHO) for­mu­lier­te das WHO-Regionalkomitee für Europa zen­tra­le Aufgaben im Bereich der öffent­li­chen Gesundheit (EPHO 1–5) sowie über­ge­ord­ne­te Themen (EPHO 6–10), wel­che die Erbringung die­ser Aufgaben ermög­li­chen (WHO 2012, WHO 2015):
    • Surveillance von Gesundheit und Wohlbefinden der Bevölkerung,
    • Beobachtung von Gesundheitsgefahren und gesund­heit­li­chen Notlagen und Gegenmaßnahmen,
    • Gesundheitsschutzmaßnahmen (u.a. in den Bereichen Umwelt‑, Arbeits- und Nahrungsmittelsicherheit,
    • Gesundheitsförderung, ein­schließ­lich Maßnahmen in Bezug auf sozia­le Determinanten und gesund­heit­li­che Maßnahmen,
    • Krankheitsprävention, ein­schließ­lich Früherkennung,
    • Gewährleistung von Politikgestaltung und Steuerung (Governance) für mehr Gesundheit und Wohlbefinden,
    • Gewährleistung einer aus­rei­chen­den Zahl von fach­kun­di­gem Personal im Bereich der öffent­li­chen Gesundheit,
    • Gewährleistung von nach­hal­ti­gen Organisationsstrukturen und Finanzierung,
    • Überzeugungsarbeit, Kommunikation und sozia­le Mobilisation für die Gesundheit,
    • Förderung der Forschung im Bereich der öffent­li­chen Gesundheit zwecks Anwendung in Politik und Praxis.
    Die Essential Public Health Operations sind Teil des Europäischen Aktionsplans zur Stärkung der Kapazitäten und Angebote im Bereich der öffent­li­chen Gesundheit.
    Diesen Zielen fühlt sich die deut­sche Bundesregierung ohne Wenn und Aber ver­pflich­tet, denn sie sind grund­le­gend für jedes Gemeinwesen.
    Zur Erreichung die­ser Ziele wur­de im Jahr 2017 ein Internationales Beratergremiums ins Leben gerufen:
    1. Vorsitz: Prof. Dr. Ilona Kickbusch, Direktorin des Global Health Centre, Graduate Institute of International and Development Studies in Genf
    2. Prof. Dr. Christian Drosten, Direktor des Instituts für Virologie Charité
    3. Dr. Christopher Elias, Präsident des Global Development Program, Bill & Melinda Gates Stiftung
    4. Prof. Jeremy Farrar, Direktor des Wellcome Trusts
    5. Prof. Dr. Jörg Hacker, Präsident der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina – Nationale Akademie der Wissenschaften
    6. Dr. Matshidiso Rebecca Moeti, WHO Regionaldirektorin für Afrika

    Das 2017 gegrün­de­te Internationale Beratergremium berät das Bundesgesundheitsministerium bei der Neuausrichtung der Strategie zur inter­na­tio­na­len Gesundheitspolitik. Dafür ist ein umfang­rei­cher Austausch aller Ressorts der Bundesregierung mit Vertreterinnen und Vertretern von Nichtregierungsorganisationen, Wissenschaft, pri­va­ter Wirtschaft und Politik geplant. Dabei ste­hen die Gestaltungsmöglichkeiten Deutschlands in der inter­na­tio­na­len Gemeinschaft im Mittelpunkt.
    Mir ist durch­aus bekannt, dass inner­halb der Querdenker-Bewegung von links der Gedanke einer ver­ge­sell­schaf­te­ten Planwirtschaft durch Kooperativen Gehör fin­det. Ich bin in der DDR auf­ge­wach­sen und habe daher erfah­ren, dass es so nicht gelin­gen kann, die Herausforderungen im inter­na­tio­na­len Kontext zu lösen. Von rechts kommt gar die Idee, man kön­ne die anste­hen­den Probleme los­ge­löst vom inter­na­tio­na­len Kontext „mit ver­ein­ten Kräften“ natio­nal lösen. Das jedoch ist eine Illusion ange­sichts glo­ba­ler Probleme und führt nur dazu, dass Deutschland abge­hängt wer­den wird und die Gefahr einer faschis­tisch-auto­ri­tä­ren Führung aber­mals als Störfaktor im Weltgeschehen agie­ren könnte.
    Corona hat erneut bewie­sen, dass die glo­ba­le Zusammenarbeit mit allen rele­van­ten Akteuren im Wortsinne not­wen­dig ist. Ich wür­de mich freu­en, sol­chen Klartext von Herrn Aschmoneit zu lesen, er betreibt ja die­sen sich als links ver­ste­hen­den Blog.
    ▪ Seht Ihr in den seit Monaten zu sehen­den Entscheidungen von Kanzlerin und MinisterpräsidentInnen (mit anschlie­ßen­der Information man­cher Parlamente) nicht auch einen Abbau der Demokratie?
    Es ist ange­sichts die­ser Krise not­wen­dig, dass wir alle Opfer brin­gen. Dazu gehört nicht nur der ein­fa­che Bürger, son­dern auch Künstler, die Veranstaltungs- und Kulturindustrie und Fluggesellschaften, eben­so der Mittelstand im Dienstleistungsbereich.
    Die tem­po­rä­ren Einschränkungen sind not­wen­dig, um die Pandemie zu bekämp­fen, wie ja auch die Einschränkungen in ande­ren Ländern, die kei­ne Demokratien sind, zei­gen. Die Regierungen der Welt haben die­se Szenarien seit vie­len Jahren erprobt, und die­se Proben haben gezeigt, dass die Pläne umsetz­bar sind, wenn alle – NGOs, Regierungen, Internationale Organisationen und Medien – an einem Strang ziehen.
    Ich bin über­zeugt, dass wir nach der Einübung von Verhaltensweisen, die Pandemien früh­zei­tig erken­nen und ein­däm­men und zudem die neu­en digi­ta­len Möglichkeiten aus­schöp­fen, nicht weni­ger, son­dern mehr Freiheiten haben wer­den. Es wer­den ande­re sein, aber wenn alle kon­struk­tiv am glei­chen Ziel mit­ar­bei­ten, kön­nen wir das erreichen.
    ▪ Seid Ihr mit mir der Meinung, daß die Situation auf den Intensivstationen Ergebnis poli­ti­schen Versagens ist?
    Selbstverständlich ler­nen wir stän­dig dazu. Die aktu­el­le Pandemie hilft uns zu ver­ste­hen, wie wir schnel­ler agie­ren und das Gesundheitssystem ver­bes­sern kön­nen. Neue Technologien durch wis­sen­schaft­li­che Forschung und zeit­na­he Daten sind auch hier der Schlüssel zur Erreichung der Ziele der WHO.
    ▪ Tragt Ihr das nahe­zu gene­rel­le Demonstrationsverbot, das sich zuneh­mend auch gegen Linke rich­tet, aus Gründen des “Infektionsschutzes” mit? Wenn ja, wie lange?
    Es gibt kein Demonstrationsverbot in Deutschland. Grundrechte sind ein hohes Gut, und wir wer­den dem auch gerecht. Das kön­nen Sie dar­an erken­nen, dass eine Vielzahl von Demonstrationen ja statt­fin­den, auch sol­che der Querdenker, die gegen die Maßnahmen gerich­tet sind. Fallweise wer­den behörd­li­che Untersagungen auch von den Gerichten wider­ru­fen, wor­an sie wie­der­um erken­nen kön­nen, dass auch die Gewaltenteilung unse­rer Demokratie in vol­lem Umfang funk­ti­ons­fä­hig ist und die Rechte der Bürger ach­tet, auch wenn das zu Risiken füh­ren kann. Verfassungsfeindliche Bestrebungen wie die der Rechten oder Reichsbürger sind dabei wie zu jeder Zeit, auch schon vor der Pandemie, selbst­ver­ständ­lich zu unter­bin­den. Der Schutz unse­rer FDGO muss gera­de ange­sichts der deut­schen Vergangenheit in jeder Lage unser obers­tes Ziel sein und ist es auch.
    ▪ Was sagt Ihr zu den Vorbehalten ins­be­son­de­re des Pflegepersonals gegen die aktu­el­len Impfstoffe?
    Das wäre bedau­er­lich, denn gera­de die sys­tem­re­le­van­ten Berufe soll­ten sich ihrer Verantwortung für die Bevölkerung und ihre Vorbildfunktion bewusst sein. Ich bin aller­dings über­zeugt, dass die­se Vorbehalte nicht sehr ver­brei­tet sind. Bei der begin­nen­den Impfaktion tre­ten neben den Heimbewohnern ja immer wie­der Pflegepersonal ins Bild die bewei­sen, dass es nur ein Pieks ist, eine Impfung wie jede ande­re, die zudem dem Gemeinwohl dient.
    Lieber Herr Aschmoneit, wie Sie wis­sen, set­ze ich selbst mich ja eben­falls täg­lich der Gefahr – unter Einhaltung aller Vorsichtsmaßnahmen – aus, um mei­ner Aufgabe in die­sem Land nach­zu­kom­men. Ich gehö­re selbst alters­be­dingt und aus wei­te­ren Gründen zu den Risikogruppen. In mei­nem Umfeld erkran­ken Politiker wie schon früh Friedrich Merz, Cem Özdemir oder jüngst Jens Spahn und Macron. Das ist nicht ein­fach für mich, aber ich habe mei­ne Pflicht eben­so zu erfül­len wie alle ande­ren sys­tem­re­le­van­ten Berufe auch.
    Und ich ori­en­tie­re dar­auf, dass auch ange­sichts kom­men­der Pandemien, auch ange­sichts der Kriege und der Geflüchteten, ange­sichts des Versuchs der Aushöhlung sozia­ler und demo­kra­ti­scher Rechte von rechts, ange­sichts des Vormarsches von Irrationalität und Brutalität die markt­kon­for­me Demokratie der ein­zi­ge Weg ist. Um die­sen Weg zu erhal­ten, muss ich mei­nen, müs­sen wir unse­ren Abwehrkampf in ver­schie­de­ne Richtungen füh­ren: Gegen die Klimawandel- und Pandemie-Leugner, gegen die extre­me Rechte und ihr Umfeld, gegen die Apathie. Ich bin opti­mis­tisch, dass das gelingt. Trotz alledem.

  11. Die sach­li­chen Angaben und Textbaustein im fik­ti­ven Brief der Angela Merkel zu Frage 1 sind den fol­gen­den Quellen entnommen:

    1. Ziele, Aufgaben und Handlungsfelder von Public Health
    https://www.rki.de/DE/Content/Institut/Public_Health/Beitrag_Jubilaeumsbuch.html#:~:text=Ziele%20von%20Public%20Health%20sind,der%20Gesundheit%20(WHO%202011).

    2. Bundesgesundheitsminister Gröhe beruft inter­na­tio­na­les Beratergremium, Meldung vom 17.08.2017
    https://www.bundesgesundheitsministerium.de/ministerium/meldungen/2017/august/internationales-beratergremium.html

  12. Liebe Ana-Maria,
    ich glau­be wir lie­gen alle gar nicht so weit aus­ein­an­der. Es gibt aber immer Punkte, wo man unter­schied­li­cher Meinung sein kann und auch muss.
    Ich möch­te Sie nur um eines bit­ten… Denken Sie ein­fach mal dar­über nach, wem es nützt. Warum hat die WHO den Pandemiebegriff geän­dert und sofort danach beginnt eine Panikaktion gegen Schweinegrippe und eine Werbeaktion für die Impfungen dage­gen? Warum ändert die WHO jetzt die Definition der Herdenimmunität? Diese kann nur noch mit einer Durchimpfung der Gesellschaft erreicht wer­den. Nicht mehr auf natür­li­chem Weg. Wem nützt das alles? So wie es jetzt aus­sieht, blei­ben durch all die­se Aktionen nur noch ein paar Megakonzerne und Superreiche übrig, die alles kon­trol­lie­ren. Es geht immer nur ums Geld. Niemand will uns schüt­zen. Es geht um Geld, Macht und Marktanteile.

    1. Ja, es geht immer ums Geld. Allerdings gibt es auch im Kapitalismus Spielräume, die erkämpf­bar sind. Und da ist es ein Unterschied, ob im Sinne der extre­men Rechten der Irrationalismus und Sozialdarwinismus offen gepre­digt wer­den, oder ob die Gesellschaften so ver­faßt sind, dass Elemente der öffent­li­chen Daseinsvorsorge erhalten/ausgebaut wer­den kön­nen. Ich wür­de des­halb lie­ber dar­über dis­ku­tie­ren, wie wir unse­re Herrschenden dazu zwin­gen kön­nen, gute Schutzmaßnahmen für alle Menschen her­zu­stel­len, wie wir gute Impfstoffe jen­seits des Profitinteresses etc bekom­men, als dar­über strei­ten zu müs­sen, ob nicht alles nur eine harm­lo­se Erkältung ist.

      1. @Ana-Marie Leiperz: Es ist müßig, sich an Deinen wie­der­hol­ten Vorwürfen abzu­ar­bei­ten und immer wie­der nach­zu­fra­gen, wo im letz­ten Dreivierteljahr auf die­sem Blog Irrationalismus und Sozialdarwinismus gepre­digt wurden.

        Bleiben wir bei dem, was dage­gen die Linke Aufgeklärtes tut. Konkret in Berlin erle­be ich dies: Der rot-rot-grü­ne Senat wei­gert sich nach wie vor, das Wahlversprechen umzu­set­zen, nach dem die Beschäftigten der aus­ge­glie­der­ten Betriebe von Charité und Vivantes end­lich nach ver­nünf­ti­gen Tarifverträgen bezahlt wer­den. Er han­delt so, wie es Amazon zu Recht vor­ge­wor­fen wird. Er hat nicht nur die­se Ausgliederungen, d.h. Privatisierungen und Lohndumping, zu ver­ant­wor­ten, son­dern trägt als Eigentümer mit, daß die aus­ge­glie­der­te Firma "Labor Berlin" ihr Geschäftsziel dar­in sieht, mit Corona- und ande­ren Tests Profite zu erwirt­schaf­ten. Für die Virologie zustän­dig bei die­sem Unternehmen ist Christian Drosten, der seit Monaten PR für genau die­se Tests betreibt. Könnte da wohl ein Interessenkonflikt liegen?

        Kein Wort der Linken gibt es zu der Auslieferung der "Stiftung Charité" an den Quandt-Clan. Kein Wort dazu, daß auch Prof. Ciesek, eine wei­te­re Figur im PR-Spiel, in die­sem Jahr eine hal­be Million Euro von der Quandt-Stiftung erhal­ten hat. Sollten da nicht spä­tes­tens die Alarmglocken gel­len bei den­je­ni­gen, die sich einen Sozialismus auf die Fahnen schreiben?

        Du for­derst, daß wir "gute Impfstoffe jen­seits des Profitinteresses etc bekom­men". Kannst Du mir eine lin­ke Publikation oder Gruppierung nen­nen, in denen die­ses Kriterium in Hinblick auf das gera­de Verimpfte dis­ku­tiert wird? Willst Du tat­säch­lich aus­blen­den, daß es zahl­rei­che Skandale um Pharmafirmen gab, an denen auch das jetzt regie­ren­de Personal betei­ligt war? Gibt es Anhaltspunkte für Dich, daß dies­mal aber aus­nahms­wei­se sorg­fäl­tig und im Interesse der Menschen gehan­delt wird? Hören wir von der offi­zi­el­len Linken etwas über das Kernstück kapi­ta­lis­ti­scher Forschung, wonach die­se öffent­lich finan­ziert wird, die Erlöse aber pri­vat abge­schöpft werden?

        Solange da nichts kommt, bin auch ich geneigt, die anti­ka­pi­ta­lis­ti­schen Sprüche für wohl­feil zu hal­ten. Sie sol­len ablen­ken von der voll­stän­di­gen Übernahme des Narrativs der Herrschenden. Damit das nicht sofort auf­fällt, wird dies in das Gewand des Antifaschismus gekleidet.

        1. @aa Hör doch mal auf auf zu jam­mern, ich habe DIR nicht unter­stellt, dass du Irrationalismus und Sozialdarwinismus predigst.

          Ich bin kei­ne Berlinerin, ich hab nix mit dem rrg-Senat am Hut und bin jeder­zeit bereit, mit dir zusam­men den Kapitalismus in sei­ner Berliner Spielart zu ver­dam­men. Ich hab kurz die Suchmaschine ange­schmis­sen, mir scheint, du bist nicht allein mit dei­ner Kritik, son­dern unter­schied­li­che Linke haben sie auch, dar­un­ter (na klar!) auch KollegInnen der Charite.

          https://www.wsws.org/de/articles/2020/10/24/char-o24.html
          https://www.klassegegenklasse.org/corona-pakt-wenn-die-politik-nicht-verhandeln-will-muessen-wir-streiken/
          https://twitter.com/IL_Berlin/status/1311221386338283520
          https://www.unsere-zeit.de/tod-einer-multi-milliardaerin-40953/
          https://www.sozialismus.click/category/aus-den-betrieben/charite/

          Vielleicht magst du auch die bei­den fol­gen­den Texte zur Kenntnis neh­men, wobei den zwei­ten (glau­be ich) schon mal the­ma­ti­siert hast:
          https://www.patents-kill.org/deutsch/
          https://www.medico.de/blog/das-unbehagen-in-der-krise-18048

          Vielleicht schaffst du es ja mal, aus dei­ner "Alle Linken sind doof"-Ecke raus­zu­kom­men. Darf ich eine Unterstellung (!!) wagen? Ich glau­be du warst frü­her mal orga­ni­siert, hat­test ein Frust-Erlebnis und bist danach ein unor­ga­ni­sier­ter Linker gewor­den. Falls ich damit recht habe, wäre es für dich nicht mög­lich, dich irgend­wo wie­der zu orga­ni­sie­ren? Dann könn­test du kol­lek­tiv und soli­da­risch lin­ke Politik ent­wi­ckeln, statt immer nur über die Mängel der­sel­ben zu klagen.

  13. Vielen Dank für den Beitrag. In eini­gen Punkten bin ich ganz Ihrer Meinung, eini­ge ande­re fin­de ich nach­voll­zieh­bar, eini­ge ganz und gar nicht. Es ist aber jeden­falls eine gro­ße Erleichterung, fest­zu­stel­len, daß ein Austausch von Argumenten mög­lich ist und eine wesent­lich grö­ße­re Nähe der Positionen ver­mu­ten läßt, als dies aus der Beobachtung der "Kommentar-Kultur" ersicht­lich wird (was neben­bei auch Aufschlüsse über die Mechanismen einer der­ar­ti­gen Kommunikation und ihre per­zep­ti­ve Wirkung zuläßt).
    Einen wesent­li­chen Punkt sehe (auch) ich dar­in, her­aus­zu­ar­bei­ten, was in der aktu­el­len Situation eine lin­ke Haltung bedeu­ten könn­te. Ich habe dazu gera­de einen Aufsatz von Wolfgang Abendroth von 1963 gele­sen (in Horst Krügers Sammelband "Was ist heu­te links?") und fin­de sei­ne Position wesent­lich ver­nünf­ti­ger, strin­gen­ter und nach­voll­zieh­ba­rer als die vie­ler gegen­wär­ti­ger Protagonisten, die sich zumin­dest der Parteizugehörigkeit nach als "links" ver­ste­hen. Da erscheint mir vie­les sehr wider­sprüch­lich und in Einzelfällen gera­de­zu erschreckend.

  14. @Ana-Marie Leiperz
    Mit dem Ranlassen ist kein Problem. Nur zie­hen ande­re ganz ande­re Schlüsse daraus.
    Einen Fall wie den geschil­der­ten ken­ne ich auch:
    https://checkerchecken.blogger.de/stories/2778641/#2790911
    Nur ist nicht klar, kann es nicht sein, ob es sich um CoV‑2 oder Corona-Allerlei handelt.
    Mit „links“ kön­nen Sie rum­ma­chen wie Sie wol­len. Wer in die­ser offen­kun­di­gen Situation des Kulturbruchs durch die Zeugen Coronas sich bei Muttis Wadenbeißern ein­reiht hat sein poli­ti­sches Urteilsvermögen abge­ge­ben. Da hilft nichts.
    Ihr poli­ti­scher Kosmos ist kaputt, genau­so wie der der AfD-Sympathisanten.

  15. Tja.
    Das alte Rechts-Links-Schema passt offen­sicht­lich bei die­sem Thema nicht mehr so rich­tig – bis auf die Sprache.
    Die gute, durch­aus sym­pa­thi­sche Ana-Marie wit­tert "sich breit­ma­chen­de Nazis" auf Demonstrationen und "kotzt (…) über die Unfähigkeit des kapi­ta­lis­ti­schen Bildungssystems, die Kinder und die LehrerInnen zu schützen".
    (Wie wär's mit Schutzhaft für alle?).
    Die Anekdoten über anste­cken­de Kinder, nicht-hören-wol­len­de-alte-Eltern-von-Freunden-und-das-haben-sie-nun-davon dür­fen nicht fehlen.
    Seltsamerweise sind die­se, ger­ne auch von flei­ßi­gen JournalistInnen gesam­mel­ten, (fast) alle aus (min­des­tens) zwei­ter Hand und unter­schei­den sich, bei Licht betrach­tet (bis auf die nicht ein­ge­hal­te­nen "Regeln" oder "Warnungen", ohne die, so wird sug­ge­riert, man "geschützt" gewe­sen wäre) nicht von den im Freundes- und Bekanntenkreis in ver­gan­ge­nen Jahren bin­nen maxi­mal 5 Minuten abge­han­del­ten (Herbst&Winter-)Krankheitsgeschichten, die auch hie&da mit dem Tod der Oma endeten.
    Ich hät­te da doch etwas aus ers­ter Hand: 4 Todesfälle von Elternteilen enger Freunde in Pflegeheimen/Krankenhäusern bin­nen der ers­ten 6 Wochen des Frühjahrs-Lockdown.
    Gemäß deren Kinder, KEINER "an oder mit": gemein­sam war allen, dass sie bis zum Lockdown auf regel­mä­ßi­ge BESUCHE ein­ge­stellt waren (min­des­tens 1–2mal pro Woche).
    Laut DIVI gab es bis­her an die 50000 Covid19-Fälle auf den Intensivstationen (von denen ca. 13000 star­ben) – genug "Material" für Anekdoten aus zwei­ter Hand (auch Eigenbrötler mit nur 20 "Bekannten" errei­chen die ca 1600-Personen-Grenze spielend).

    Bleiben noch zwei Beobachtungen:
    Dass die Antifa sich "freut", wenn die Sturmhaube (oder deren Äquivalent: "MNS") plötz­lich nicht nur "erlaubt" son­dern "gebo­ten" ist und gar als eine Art "Einsicht in die Notwendigkeit" gilt ‑und (end­lich!) sogar die Oma "erkennt", dass der radi­ka­le Enkel zu den Guten gehört- ist eher amüsant.
    Das "LehrerInnen-Kotzen" reicht von Alt&neurechten über die Unpolitischen bis zu den Alt&neulinken und lässt sich (ver­ein­facht) eher auf einer (oben-unten? vor­ne-hin­ten? ) "Hysterie-Skala" einstufen.
    Aus bei­den Fällen kann man schluss­fol­gern, dass die Spaltung eher auf Charakterlinien ver­läuft (ver­ein­facht: auto­ri­tär – anti­au­to­ri­tär, nüch­tern – hys­te­risch). Dass sich das der/ie ein- oder ande­re RattenfängerIn ("Nazi", AffD) zunut­ze macht, weil man sich einen Vorteil davon verspricht? 

    Fazit: Keines. Außer, dass eine Diskussion zwar wün­schens­wert aber zweck­los ist.

    1. @Kassandro: ich schlie­ße mich ihrer Meinung an. Die selbst­er­nann­ten Linken (in Wirklichkeit lie­ben sie den Corona-Faschismus) leh­nen jede dezi­dier­te Auseinandersetzung mit den Hintergründen die­ser "Pandemie" ab. Nur Plattitüden und schlim­me Einzelfallschicksale, die durch nichts zu bele­gen sind, haben sie auf Lager. Und dann über­neh­men sie auch noch das het­ze­ri­sche Framing der MSM. Die che­cken nicht ein­mal, wie Propaganda funk­tio­niert (Edward Bernais, 1918 ). Offensichtlich sind sie völ­lig unge­bil­det. Deshalb gibt es mit ihnen auch kei­ne gemein­sa­me Diskussionsebene. Das zeigt der Beitrag die­ser Ana-Marie nur zu deut­lich. Im übri­gen haben die Cubaner die Pandemie für been­det erklärt und einen eige­nen pflanz­li­chen Impfstoff ent­wi­ckelt. Die sprit­zen sich nicht das Höllenzeug von Ugur (er sich selbst ja auch nicht).

      1. Schau mal @aa, das fin­de ich ein Problem an dei­nem Umgang mit den Kommentaren. Ich fin­de, du läßt jede Menge fal­sche Behauptungen ohne Richtigstellung ste­hen. Und lei­der kommt da auch eher wenig von ande­ren KommentatorInnen, was ja eine Voraussetzung wäre, um den eso­te­ri­schen und rech­ten Einfluß zurückzudrängen.

        Am kon­kre­ten Beispiel des Kommentars von Estrella:
        * es gibt kei­nen Corona-Faschismus, das ist eine fal­sche Einschätzung der aktu­el­len repres­si­ven Maßnahmen.
        * die Linke "liebt" kei­nen Faschismus, und an eini­gen der aktu­el­len Maßnahmen gibt es Kritik, selbst die bra­ve Linkspartei hat im Parlament nicht zugestimmt.
        * es ist falsch, dass Einzelfälle nicht beleg­bar sind.
        * die CubanerInnen haben die Corona-Pandemie nicht für been­det erklärt, im Gegenteil.
        * die CubanerInnen ent­wi­ckeln meh­re­re Impfstoffe, aber kei­nen pflanzlichen.

        1. @Ana-Marie Leiperz: Ich ver­ste­he mich nicht als Lehr- und Zuchtmeister. Wollte ich jeden Kommentar mit mei­nem Senf ver­se­hen, wäre das viel Arbeit und nicht Sinn der Sache. Es kommt hin­zu, daß ich nicht der Überflieger bin und alles schon weiß. Insofern ler­ne ich auch aus den Kommentaren, sogar aus Deinen :). Ich ver­su­che, Auswüchse und Beschimpfungen zu brem­sen, manch­mal gelingt mir das nicht. Wir haben hier gute Erfahrungen damit gemacht, daß auf Kommentare von ande­ren LeserInnen geant­wor­tet wird.
          Du wirst von mir eini­ge kri­ti­sche Beiträge fin­den kön­nen, in denen ich davor war­ne, den Begriff des Faschismus unhis­to­risch und undif­fe­ren­ziert auf die heu­ti­ge Situation anzu­wen­den. Mir fehlt aller­dings noch ein Wort für das, was Du als "aktu­el­le repres­si­ve Maßnahmen" bezeich­nest. Wir soll­ten dar­an arbei­ten. Ich bin zuver­sicht­lich, die Linke wird erken­nen, daß staat­li­che Repression, mit wel­cher Begründung sie auch immer vor­ge­tra­gen wird ("Kampf gegen Terrorismus, Islamismus, Virus") sich immer gegen eman­zi­pa­to­ri­sche und lin­ke Bewegungen rich­tet. Daß sie infol­ge­des­sen ihren Burgfrieden – ich blei­be bei dem Begriff – mit den Herrschenden auf­gibt und end­lich eine Analyse beginnt, wo in die­ser Krise wes­sen Interessen lie­gen. Dazu gehört, sich eige­ne Expertise zu verschaffen.

          1. @aa "Ich ver­ste­he mich nicht als Lehr- und Zuchtmeister. Wollte ich jeden Kommentar mit mei­nem Senf ver­se­hen, wäre das viel Arbeit und nicht Sinn der Sache."

            Ich hat­te ja auch nicht vor­ge­schla­gen, dass du Meinungen zen­sierst, son­dern offen­si­ve (und teil­wei­se reak­tio­nä­re) Falschinformationen rich­tig stellst. Das hat doch nichts mit "Zuchtmeister" zu tun, son­dern ist die Vorbedingung jeder fort­schritt­li­chen Politik! Und na klar ist das viel Arbeit, bei der Menge an Falschinfos, die hier abge­las­sen wird, aber du betreibst ja nun­mal die­sen Blog und eti­ket­tierst ihn als Links.

  16. ich fin­de es gut, dass mal eine Debatte zwi­schen den bei­den "Lagern" statt­fin­det, tol­le Idee, aa! Und es zeigt sich doch, dass die Positionen von Ana Marie gar­nicht soo mei­len­weit ent­fernt sind.
    Einigkeit besteht, wie mir scheint, dar­in, dass das jet­zi­ge System der Herrschaft des Geldes kata­stro­pha­le Folgen zei­tigt für sehr vie­le Menschen welt­weit. Und dass es so nicht wei­ter­ge­hen kann.

    1. Einverstanden. Ich bie­te es ger­ne noch­mal an: Weder Querfront noch Burgfrieden 🙂 Gemeinsam und soli­da­risch gegen die Pandemie, gegen die Konzerne, gegen die Regierung, gegen die extre­me Rechte. Und für ein gutes Leben für alle!

      1. Liebe Ana-Marie, Sie erge­hen sich in den glei­chen Propaganda-Sprechblasen wie die Regierung. Wahrscheinlich ist Ihnen das nicht mal bewusst.
        “Gemeinsam soli­da­risch durch die Pandemie“. Ich habe mit Leuten wie Ihnen nichts gemein­sam. Und Sie sind bestimmt nicht soli­da­risch. Die Opfer der Maßnahmen sind Ihnen näm­lich gleichgültig.

  17. Gleich in Ihrem zwei­ten Satz schrei­ben Sie von einer "Corona-Leugner-Bewegung".
    Damit dis­kre­di­tie­ren Sie absicht­lich alle Menschen, die nicht der Regierungslinie fol­gen. Wieso tun Sie das?
    Wer ist die­se "Corona-Leugner-Bewegung"?
    Ich kenn kei­nen ein­zi­gen Menschen, der Corona leug­net, noch ken­ne ich jeman­den, der dies öffent­lich getan hat. Sehr sel­ten habe ich sowas in den Kommentaren von Youtube Videos gele­sen. Aber da wird eben­so aller­lei ande­rer Blödsinn geschrie­ben. Ob das nun ernst gemeint ist oder nur Trollerei, lässt sich nicht sagen.
    Mit Sicherheit gibt es ver­ein­zelt Menschen, die "Corona" leug­nen, aber von einer Bewegung zu spre­chen, ent­spricht nicht der Realität. Aber nun gut, die Lei(d)medien tun ja oft das selbe.

  18. schon das Wort Coronaleugner ist ein Kampfbegriff, ein framing. Es gibt Menschen, die die Existenz von SarsCov2 anzwei­feln, da es bis­her kein Isolat gibt lt. CDC. Die Existenz von Corona zwei­felt kein Mensch an, Coronaviren gibt es hier seit Jahrzehnten. Sie sind in jeder Wintergrippe an den Todesfällen mit 5–15 % betei­ligt lt. Wodarg.
    Das Wort Coronaleugner ist eine Beleidigung, da es allen Kritikern der Regierungsmaßnahmen schie­re Dummheit unter­stellt. Es ist ein Totschlag-Argument, das jede sach­li­che Diskussion erfolg­reich verhindert.

    1. Kurze off topic Frage. Mein Freund hat mir kürz­lich 3 links vor­ge­legt (quel­le cor­rec­tiv) aus denen her­vor­geht dass das virus in korea Deutschland und (3. ver­ges­sen) iso­liert wur­de. Können Sie mir argu­men­ta­tiv eine Quelle nen­nen die glaub­haft benennt dass es kein Virusisolat gibt? Lg

      1. Isoliert heißt in die­sem Fall: Nichts aber auch gar nichts ande­res als der Virus in der Petrischale… Reinigen und in Nährlösungen oder Nährböden ver­meh­ren ist NICHT isolieren.

  19. Für Ana-Marie!
    Können wir uns dar­auf eini­gen, dass Konzerne ihre Eigeninteressen ver­fol­gen (Profit, Profit, …) und ihre Agenten in den Staats-Verwaltungen installieren.
    Wenn die Selbstverwaltung der Produzenten (das ist mein Begriff von Sozialismus) dem ein Ende macht, wäre das toll.
    Nur in der bür­ger­li­chen Gesellschaft kommt zuerst die kon­kre­te Abwehr.
    In der Querdenken-Bewegung sam­melt sich der Widerstand des "Mittelstandes", der direkt durch die Maßnahmen ange­grif­fen wird. Die Interessen der Werktätigen und des Mittelstandes tref­fen sich bei die­ser Abwehr von staat­li­chen Übergriffen.
    Die gemein­sa­me Abwehr mit oder ohne sozia­lis­ti­sches Ziel steht aktu­ell im Vordergrund. Die DKP hat das anti­mo­no­po­lis­ti­schen Kampf genannt.
    Wenn ich natür­lich anneh­me, dass die­ses Jahr eine außer­ge­wöhn­lich bedroh­li­che Erkältungskrankheit gras­siert, sieht es prak­tisch ganz anders aus.

    1. Puh, wo willst du hin? Vielleicht kön­nen wir uns so eini­gen: Wir müs­sen den Abbau sozia­ler und demo­kra­ti­scher Rechte stop­pen, wir müs­sen die Pandemie stop­pen und wir müs­sen den Vormarsch der extre­men Rechten stop­pen, um nur drei Abwehrkämpfe zu benen­nen. In der Querdenken-Bewegung sam­melt sich der rechts­of­fe­ne Teil der schwan­ken­den Mittelschichten, sie ist in Wesen und Form der "Pegida-Bewegung" ver­gleich­bar, aller­dings ist ihre Reichweite grö­ßer. Das sind Herausforderungen für die Linke und die demo­kra­ti­sche Bewegung ins­ge­samt, wes­halb mein Vorschlag ja lau­tet: Weder Burgfrieden, noch Querfront!

      1. @Ana-Marie Leiperz: Mir klingt das recht phra­sig. Sei's drum. Auf zur Klassenanalyse. Die "Mittelschichten" haben ange­sichts des von Dir befür­wor­te­ten Lockdowns allen Anlaß zu schwan­ken. Dummerweise gibt ihnen die Linke kei­nen Grund, sich auf sie zuzu­be­we­gen. Sie ist vor­ne dabei mit Forderungen nach mehr Lockdown, nach län­ge­ren Schließungen von Kitas und Schulen. Damit wer­den die Schwankenden in der Tat in die Arme von Rechten getrie­ben, von denen wir bei­de uns einig sind, daß sie alles Andere als deren Interessen vertreten.

        Seien wir mal gemein. "Friday-for-future", "Black-lives-mat­ter", wei­te Teile der Antifa sind nun nicht Paradebeispiele dafür, daß sich da die Arbeiterklasse auf den Weg zum Sozialismus macht. "In Wesen und Form" über­neh­men die "Corona-KritikerInnen" das, was bis­her als links galt, einen zivi­len Ungehorsam gegen Entscheidungen, die von den Herrschenden ohne demo­kra­ti­sche Legitimation getrof­fen wer­den und die zu gro­ßem Unheil führen.

        1. Verehrter Herr Aschmoneit,
          Ihre Konzilianz ist wirk­lich großartig!
          Aber sei­en Sie ger­ne ab und zu mal ein biß­chen "gemein" – das schafft Erkenntnisgewinn, der sitzt!

  20. @ Ana-Marie
    sind mit "Corona-Leugner-Bewegung" in Ihrem Thema "das Wirken der extre­men Rechten inner­halb der Corona-Leugner-Bewegung und ihres Umfeldes" wirk­lich die (in mei­nen Augen ver­schwin­dend klei­ne) Menge der­je­ni­gen gemeint, die die Existenz des Virus abstrei­ten oder sind mit dem Kampfbegriff Corona-Leugner alle die­je­ni­gen gemeint, die mit den "wohl­mei­nen­den" Maßnahmen unse­rer so plan­voll und umsich­tig agie­ren­den Regierung nicht ein­ver­stan­den sind?

    1. Mit Corona-Leugner mei­ne ich die­je­ni­gen, die die Existenz des Virus leug­nen bzw sei­ne Gefahr ver­harm­lo­sen. Ich mei­ne expli­zit nicht die­je­ni­gen, die bestimm­te Maßnahmen hin­ter­fra­gen und kri­ti­sie­ren, das fin­de ich näm­lich völ­lig rich­tig, sofern dies mit der Motivation geschieht, Menschen vor Profite zu stellen.

      Als Mini-Mini-Beispiel: Ich ver­ste­he mei­nen Kneipenwirt, der sau­er über sei­nen geschlos­se­nen Laden ist. Mit ihm zusam­men haben wir eine Nachbarschaftsinitiative gegrün­det, die sowohl das Ziel der öko­no­mi­schen Absicherung ver­tritt als auch eine coro­na-siche­re Wiedereröffnung im Frühjahr vor­be­rei­tet. Das ist für mich eine ande­re Herangehensweise als zu sagen: "Mir ist alles egal, ich will nur den Laden offen sehen, der Rest inter­es­siert mich nicht."

      1. Gute Ana-Marie, lei­der steht sei­tens der von Ihnen ver­ehr­ten Regierung schon fest, dass die Kneipe nie mehr auf­ma­chen wird. Aber das wol­len Sie nicht verstehen.

  21. Ich per­sön­lich bin der Meinung, dass jemand der ande­re Leute ernst­haft als "Coronaleugner" bezeich­net, was nichts ande­res als ein ver­leum­den­der Kampfbegriff ist, der voll­kom­me­nen Unsinn unter­stellt, an einer inhalt­li­chen Auseinandersetzung kein Interesse haben kann. Das ist ein­fach unterirdisch.

    "Corona hat erneut bewie­sen, dass der Sozialismus im Wortsinne not­wen­dig ist."

    Ja, das sieht man ja an den Paradiesen, die der real exis­tie­ren­de Sozialismus schon geschaf­fen hat. Die Leute konn­ten gar nicht schnell genug aus die­sen Paradiesen abhauen.

    1. Der Begriff "Corona-Leugner" wur­de durch die Medien gesetzt. Man soll­te das nicht höher hän­gen als es ist, zumal Ana-Marie sich tat­säch­lich geäu­ßert hat. 

      Zu den "Sozialistischen Paradiesen": Ja es waren wirk­lich Paradiese die geschaf­fen wor­den sind – gera­de im Bereich Gesundheitswesen
      https://sascha313.wordpress.com/2020/12/30/saubere-geschafte/
      (man beach­te auch den Artikel von gewis­sen CORODOKS 😉

      aber auch für Soziales und gera­de für Kinder. Leider war das oft mehr als das System eigent­lich ver­trug – zumal Kriegskosten und Wiederaufbau eben nicht durch bil­li­ge Marshallplanhilfen und IWF-Kredite zustan­de­ka­men son­dern selbst erwirt­schaf­te­tet wer­den muß­ten. Dazu kam ein Ausschluß vom Weltmarkt (schö­nen Dank noch für die Hallstein-Doktrin und die ComeCon-Listen). Irgendwann war es auch durch die Veränderungen in der Arbeitswelt die sich in 1970er Jahren bereits abzeich­ne­ten, Strichwort Digitalisierung die damals noch EDV hieß, eben nicht mehr zu stem­men zumal auch in Moskau begann der Wind zu drehen … 

      Die Restauration die schon in den 1980ern im Westen ein­setz­te (sie­he Albrecht Müller: Die Revolution ist fäl­lig) und sich gera­de nach Ende des Sozialismus welt­weit aus­ge­brei­tet hat, trägt uns alle gera­de­wegs ins Mittelalter zurück. 

      Von daher kann ich Ane-Maries Wunsch ver­ste­hen. Aber ein zurück gibt es nicht so ein­fach, der Abgrund "1989" ist ganz schön groß.

      1. @hier "Aber ein zurück gibt es nicht so ein­fach, der Abgrund "1989" ist ganz schön groß."

        Völlige Zustimmung!! Wir müs­sen unse­ren eige­nen Weg zu einer Welt ohne Ausbeutung, Unterdrückung und Krieg gehen. Laß uns das zusam­men machen 🙂

  22. Ich ken­ne kei­ne Coronaleugner! Dafür aber sehr vie­le Menschen die dem Verhalten der Politik und den Maßnahmen mehr oder weni­ger stark kri­ti­sie­ren. Was ich über­haupt nicht mehr hören kann ist, dass Kritiker gleich­ge­stellt wer­den mit Rechten oder Nazis und alle­samt Leugner sind. Ich selbst und alle die ich ken­nen­ge­lernt habe, sind dem voll­kom­men fremd. Faschismus ist Faschismus, egal ob rechts oder links. Es muss end­lich begrif­fen wer­den, dass das nicht unbe­dingt was mit Hautfarbe, Rasse oder Religion oder zu tun hat.

  23. Ich fin­de jemand der einen Systemumsturz for­dert und bei uns kuba­ni­sche Verhältnisse haben will, soll­te genau­so vom Verfassungsschutz beob­ach­tet wer­den, wie die Handvoll ech­ter Nazis auf den Demos. Über die Benutzung des Wortes “Coronaleugner” wur­den in den vor­he­ri­gen Kommentaren ja schon alles gesagt. Und so sehr es mir auch um die Verstorbenen leid tut, die du kann­test, dei­ne Story scheint ein abso­lu­ter Einzelfall zu sein, bei dem es mir schon fast schwer fällt zu glau­ben, das es wirk­lich so war.

  24. Dieser Diskurs hät­te vor acht Monaten statt­fin­den sol­len und kön­nen. Diese gan­ze Rechts/Links-Debatte hängt mit zum Hals her­aus. Ich war auf eini­gen Demos. Die Berichte in den Öffentlich-Rechtlichen haben mich glau­ben las­sen, dass ich auf ande­ren Veranstaltungen war. Es geht um die Sache, nicht um Gesinnung! Um die Gesinnung kann man sich dann immer noch klop­pen. Die all­ge­mei­ne Ignoranz gegen­über Fakten kann ich nicht nach­voll­zie­hen. Mittlerweile müss­te doch jede/r Halbgebildete mit­be­kom­men haben, dass die Zahlen, die uns tag­täg­lich prä­sen­tiert wer­den, zumin­dest hin­ter­frag­bar sind. Warum tun die Menschen das nicht? Sie wol­len ihr Weltbild nicht auf­ge­ben. Ich weiß, wovon ich spre­che: Spiegel-Leser, Grünen-Wähler… Die "Corona-Leugner" soll­ten auf die­se Grabenkämpfe ver­zich­ten; ich kann Studien und Diagramme nicht mehr sehen. 2–3Millionen Menschen auf den Berliner Straßen müss­te die Antwort sein. Aber dazu sind die Deutschen offen­sicht­lich nicht fähig. Da hält man sich lie­ber mit Rechts/Links Debatten auf.

  25. Schon toll, die­se Anemarie, was die alles für Leute kennt. 62-Jährige Eltern, strahl­kot­zen­de Lehrer, sport­li­che Endsechziger, ohne Vorerkrankungen, und qua­si alle von Corona fast oder ganz dahingerafft.
    (Ach das bes­te: ein zwei­jäh­ri­ge Tochter hät­te sich ange­steckt und die­se Ansteckung fast tod­brin­gend auf den Vater wei­ter­ge­ge­ben. Wie wenn man sol­che Ansteckungswege zwei­fels­frei nach­wei­sen könn­te. Wie wenn die­se Märchen über Extremstausnahmen (es ist bekannt, das Kinder kaum bis gar nicht Corona ver­brei­ten oder wei­ter­ge­ben) aus den Horrornachrichten über­all Wirklichkeit wären. Wo lebt die denn eigentlich?)

    Komisch, ich ken­ne nicht­mal einen, der jeman­den kennt, der jeman­den kennt, weder jung noch alt, der von Corona beson­ders arg – über grip­pe­ty­pi­sche Verläufe hin­aus – betrof­fen wor­den wäre.

    Naja, ich ken­ne ja auch kei­ne 62-jäh­ri­gen Eltern (für mich ist jemand mit 62 nicht mehr Eltern (denn "Kinder" ab 20 sind näm­lich kei­ne Kinder mehr), strahl­kot­zen­de Lehrer (aber dafür Corowahn-Gläubige Lehrer, die­se Berufsgruppe scheint beson­ders anfäl­lig zu sein), und sport­li­che Endsechziger ohne Vorerkrankungen auch nicht so vie­le. Und die, die ich ken­ne hal­ten abso­lut nichts vom Corowahn und seh­nen sich nach den ver­bo­te­nen Kontakten, zB in ihrer Sportgruppen und nach einem Ende die­ses Irrsinns.

    Zu dem was die­se Anemarie da als "Links-Simulation" ablässt, ihr "Thema", Berufung?, Job?, "Rechte beob­ach­ten", das wohl­fei­le "Konzerne in gesell­schaft­li­ches Eigentum über­füh­ren" (kann jeder sagen ange­sichts der Tatsache, dass exakt das Gegenteil geschieht und Leute wie sie die­ses Gegenteil duch ihr Tun und Reden auf­recht erhal­ten), "Sozialismus" (oh, hüb­sche Worthülse im tur­bo­ka­pi­ta­lis­ti­schen System), das Vorzählen von Demos als Beweis, dass es doch gar kein Demoverbot gäbe (oder wie ist das zu ver­ste­hen? Aber, Anemarie, es kommt nicht dar­auf an, wie vie­le Demos statt­fin­den, son­dern ob und dass auch nur eine ver­bo­ten wird), dann hat sie einen Kreis von KollegInnen aus Pflege und Krankenhaus, also doch nicht Berufs-"Rechte"-Jägerin son­dern dar­in nur HobbyistIn?, und die­ser Kreis scheint gera­de einen Run auf die Impfung auf­zu­füh­ren, irgend­wie nicht so ganz typisch, ange­sichts lee­rer "Impfzentren". Sind die­se KollegInnen viel­leicht einem Druck aus­ge­setzt? Kommt der viel­leicht sogar von Personen wie Anemarie?

    und immer schön ein­ge­streu­te Hinweise auf die ach so dra­ma­ti­sche Seuche, die Massen von Menschen hin­raf­fen muss, denn sonst wür­de ihr gelieb­tes Cuba ja nicht auch so dar­auf reagie­ren, denn in Cuba ist die Wahrhaftigkeit zuhaus, Cuba wür­de auch nie auf äuße­ren Druck reagie­ren, wür­de nie Lügen für Geld oder poli­ti­sche Zugeständnisse oder ein­fach für weni­ger Repressionen, in die Welt setzen.

    Also tut mir Leid, aber für mich offen­bart sich in die­sem Text kei­ne ver­nünf­ti­ge Person son­dern ein halb­ga­res PR-gene­rier­tes Scheinprofil einer "mög­li­chen Person" die ver­meint­lich Glaubwürdigkeit in "lin­ken Kreisen" ein­for­dern kön­nen soll­te und die von PR-Fachleuten betrie­ben wird ("Sockenpuppe").

    Aber das ist nur mei­ne Meinung und mein Eindruck.

    Da in dem Text kei­ne Argumente für irgend­was auf­tau­chen, braucht man auch auf kei­ne Argumente einzugehen.

    Fazit: die vor­ge­stell­te Person ist völ­lig Inkonsistent in ihrer Haltung: auf der einen Seite wäre sie angeb­lich gegen das herr­schen­de System und für einen Sozialismus, auf der ande­ren Seite kämpft sie aber im herr­schen­den System für des­sen Erhalt, indem sie beruf­lich oder hob­by­mä­ßig gegen "Rechte" "kämpft", die ja das herr­schen­de System gefähr­den könn­ten. Oder war­um sonst?

    Was gar­nicht bei die­sem angeb­lich lin­ken Persönlichkeitsprofil her­aus­kommt ist irgend ein Sinn für Demokratie (Demoverbote sind wohl eher unwich­tig), für die sozia­le Frage ange­sichts über­schie­ßen­der Milliardärs-Reichstumszuwächse und immer dras­ti­sche­rem, gera­de auch mit dem "Corona-Hammer" erfol­gen­dem Auspressen der unte­ren Schicht, nicht irgend ein Hinweis auf Klassenthematik, nicht irgend ein Hinweis auf Menschenrechte, auf die Frage nach Lebensqualität der Menschen, ja, auch nur irgend etwas an ori­gi­när lin­kem Thema – außer das Plakative: "gegen Rechts". Das ist doch wirk­lich etwas dürftig: 

    Sozialismus als fer­ne Utopie und Shangri-La und dann noch was „gegen rechts“!

    Wenn Anemarie doch exis­tie­ren SOLLTE, dann ist sie eine "lin­ke" oder "links­grü­ne" Politikerin oder in einem sol­cher­ar­ti­gen Politikerstab, in ent­spre­chen­der Wahrnehmungsblase und Lebenslüge gefan­gen wie es typisch für die­se lebens­fer­ne Existenzform ist, und völ­lig jeg­li­cher nor­ma­len Wahrnehmung der Dramatik die­ser aktu­el­len staat­li­chen Zumutungen für uns Bürger entzogen.

    1. @Albrecht : Klasse zusam­men­ge­fasst. Kampf gegen alle was rechts ist und das System gefähr­det, nur um dann selbst einen “lin­ken” Systemsturz zu starten.
      .
      Eine ähn­li­che Pseudologik ist mir bis­her nur bei Leuten wie Jutta Dithfurt auf­ge­fal­len. Die hat­te sogar schwe­re Grippe (die es fak­tisch gar­nicht mehr gibt) und Corona die­ses Jahr und braucht drin­gend Spenden 😉

    2. Kleine Ergänzung: die­se wahr­lich schon fast voll­stän­di­ge Aufzählung aller Corona-Horrorbestandteile ist schon äußerst auffällig:

      - über­pro­por­tio­na­les Massensterben in klei­nen Gruppen
      – Extremfälle wie "long-Covid"
      – anste­cken­de Kleinkinder
      – schier dahin­ge­raff­te Elternteile

      und die­se gan­ze Häufung von Extremst-Fällen die ver­ein­zelt bei jeder Grippe-Saison zu beob­ach­ten sind, aber natür­lich nie in einer sol­chen Geballtheit soll, nun gera­de die­se Person in ihrem Bekanntenkreis haben? Wer glaubt das ernst­haft? Gerade im Internet ist Lügen sehr leicht gemacht. Das muss man sich ein­fach bewußt sein.

      In der anony­men Begegnung im Internet kön­nen Behauptungen nichts zäh­len. Hier kann nur Nachprüfbares, hier kön­nen nur Argumente zählen.

      Insofern ist das Angebot von aa an die­ses Personal durch­aus etwas zwei­felthaft, denn es ist ja gera­de­zu die Einladung dazu, hier breit Propaganda-Garn aus­spin­nen zu dür­fen. Eine Einladung an jedes PR-Organ sei­ne Kreativität spru­deln zu las­sen: wie glaub­wür­dig kommt mei­ne erfun­den Person denn rüber? Welche Rückmeldungen bekom­me ich? Wie kann ich mein Profil noch glaub­wür­di­ger gestalten?

      Würde mich inter­es­sie­ren ob irgend jemand glaubt, dass die­ses "Experiment" jetzt etwas gebracht hät­te (außer Klicks und Content für den Blog).

  26. Das Fehlen eines Klassenstandpunktes bei Frau Leiperz zeigt sich schon dar­an, daß sie anführt, die Maßnahmen trä­fen ja auch Konzerne und Mittelstand. (Ein alter Topos zur Verschleierung der Klassengegensätze nach dem Motto „wir sit­zen alle im sel­ben (Pandemie-)Boot.) Dabei deu­tet doch das jüngs­te Allzeithoch des DAX nicht direkt dar­auf hin, daß die Konzerne der­zeit schwer lei­den. Während der Untergang soge­nann­ter Mittelständler bloß den Konzentrationsprozeß des Kapitals fördert.

  27. Es hat kei­nen Zweck, den fal­schen Leuten das Richtige erklä­ren zu wollen. 

    Von den intel­lek­tu­el­len Schwätzern, den Hosenscheißern, den Alles-bes­ser-Wissern, den sich Christlich-Abendländisch nen­nen­den ist nichts ande­res zu erwarten.

    Der Verbreitung poli­ti­scher Theologie kann nur vom poten­zi­ell revo­lu­tio­nä­ren Teil der Bevölkerung Paroli gebo­ten werden.

  28. „Die Leute konn­ten gar nicht schnell genug aus die­sen Paradiesen abhauen.“
    Zu denen gehör­te ich nicht. Obwohl ich dem System sehr kri­tisch gegen­über stand. Auch ohne Parteibuch konn­te man da leben. 4 Jahre in einem west­deut­schen Unternehmen zeig­ten mir die Unterschiede. Die DDR war eine Chance, lei­der durch selbst ernann­te Elite gesteu­ert. Das nur neben­bei. Übrigens war ich zu DDR-Zeiten in Bulgarien, was ich mir bis heu­te nie mehr leis­ten konnte.
    Zum Thema möch­te ich noch Ungereimtheiten anmerken.
    Zu Beginn die­ser „Pandemie“ konn­te ich nicht nach­voll­zie­hen, dass älte­re Menschen plötz­lich geschützt wer­den soll­ten. Seit Jahrzehnten küm­mer­te sich kaum jemand um deren Leid. Schutz ist auch immer pater­na­lis­tisch. Meist wur­de gesagt,
    es ist nur zu „Deinem bes­ten“, wenn die­se Menschen ins Heim kamen.
    Nun sol­len die ernied­ri­gen­den und schäd­li­chen Maßnahmen zu „ihrem Besten“ sein. Das war für mich verlogen.
    Von ober ange­ord­ne­ter Solidarität. Meine Erfahrung zeig­te mir, dass es hier im Kapitalismus knall­hart um die Durchsetzung eige­ner Interessen geht. Konkurrenzkampf eben!
    Patienten mit Krankenhauskeimen, Tuberkulosekranke, … war­um erwähnt nie­mand die­se Menschen. Warum hat­te deren Tod weni­ger bis kei­ne Bedeutung für die Öffentlichkeit?
    Hier kam der Verdacht auf Kapitalakkumulation von Unternehmen, die sich gegen­sei­tig zuar­bei­ten und von der Politik unter­stützt werden.
    Mittlerweile ist für mich offen­sicht­lich, dass über die Ausbeutung der Arbeitskraft hin­aus, nun die Verwertung der mensch­li­chen Biologie erfolgt.
    Natürliche Immunität, soll durch Chemie ersetzt und kon­trol­liert werden.
    Warum wer­den die Ursachen nicht bekämpft, son­dern nur die Symptome. Diese gefähr­li­chen Erreger aus dem Tierreich, die nun auf Menschen über­ge­hen, soll­te da nicht zu den dring­lichs­ten Aufgaben gehö­ren, Einfuhr von Futtermitteln (zum Schutz der Regenwälder), die Zucht, Haltung, Transport, Handel sowie Schlachtung von Tieren zu verbieten.

  29. Wie kommst Du auf die Idee, Ana-Marie, es sei soli­da­risch oder sozi­al, von ande­ren Menschen zu ver­lan­gen, dass sie die wesent­lichs­ten Grundrechte auf­ge­ben, um Dein Risiko zu sen­ken, an was auch immer zu erkranken?

    1. @Katharina: Das ist doch die­se neue Definition von Egoismus aus 2020.
      .
      Jeder der sich nicht auf Verlangen von allen ängst­li­chen Menschen , die sich selbst nur vor­sich­tig und ver­nünf­tig bezeich­nen, ein­schränkt, der ist egoistisch.
      .
      Sobald man nicht tut was ande­re wol­len, wir man jetzt auto­ma­tisch egoistisch.Früher war es eher ego­is­tisch von ande­ren was zu verlangen.…

  30. Ich stel­le mal fest: nie­mand ist bes­ser vor­be­rei­tet als die Regierung, und wäh­rend Naivlinge die Konservativen prü­geln und nichts gere­gelt bekom­men, tut sie was sie tut. Müßig sich mit Ihnen zu beschäftigen.

  31. @ana-marie

    "In der Querdenken-Bewegung sam­melt sich der rechts­of­fe­ne Teil der schwan­ken­den Mittelschichten, sie ist in Wesen und Form der "Pegida-Bewegung" ver­gleich­bar, aller­dings ist ihre Reichweite größer."

    Habe kei­ne Islamfeinde bei Querdenken getrof­fen, könn­te mir aber vor­stel­len, dass es bei eini­gen rech­ten (oder lin­ken) Persönlichkeiten Überschneidungen gibt (wie in den ande­ren Parteien auch).

    Pegida/AfD und Querdenken trennt etwas Elementares: Pegida/AfD arbei­ten mit ANGST vor Fremdem, Querdenken ver­langt MUT vor Viren.

    Ich den­ke, dass die Bewegung nicht wirk­lich poli­tisch ist. Es sind Menschen, die ein ande­res Bild von Körper und Gesundheit haben. Die auf gesun­des Leben und Immunität set­zen, anstel­le auf Medikamente und Impfen. Die nicht glau­ben, dass kör­per­li­che Nähe unge­sund sein soll.

    Meine Erfahrung mit der Pharma-Industrie ist: Sie ver­wen­den Angst, um Risiken und Nebenwirkungen zu recht­fer­ti­gen. Politik funk­tio­niert ähnlich.

  32. Sorry, aber als ich las "Mein Thema ist das Wirken der extre­men Rechten inner­halb der Coronaleugner-Bewegung und ihres Umfeldes" und "Corona hat erneut bewie­sen, dass der Sozialismus im Wortsinne not­wen­dig ist" muss­te ich schmun­zeln und hör­te auf wei­ter zu lesen. Diese zwei allei­ni­ge Sätze sagen sehr viel über die Verfasserin bzw. deren Credo und ja auch des­sen Unwissenheit aus! 

    Sozis mit ihrem Neoliberalismus und dem Globalisierungswahn der letz­ten 20/30 Jahren voll­ge­spickt und der ach so toll kor­rup­ten Gilde, erge­ben einen momen­ta­nen Nenner – Corona-Pandemie! Es mag f. vie­le undenk­bar, dass unse­re Politiker zu bezahl­ten (kor­rup­ten) Marionetten ver­kom­men sind. Es scheint aber Tatsache gewor­den zu sein. Auch bei uns in der Schweiz, wo eigent­lich, mit Betonung auf eigent­lich, der Souverän (das Volk – ein­ma­lig auf der Welt) das Sagen hat, haben sich die Rollen kom­plett gedreht, was bis vor einem Jahr unvor­stell­bar war. Grotesk!

    Sozis und Grüne tor­pe­dier­ten wäh­rend Jahren das WEF! Auf ein­mal bzw. inner­halb von nicht mal 10 Mt. haben die­se "Revoluzzer" die Fronten gewech­selt und applau­die­ren den Schwabs den Gates und wie sie alle heis­sen in den Arsch! Pardon für den Ausdruck. Da muss nie­mand mehr kom­men und von Leugnern od. gar extre­men Rechten schwafeln. 

    Die Dame muss nur dem Herr Schwab zuhö­ren – dem Gründervater, dem God der möch­te­gern Philanthropen und des kom­men­den gros­sen Wechsels, wie er immer so ger­ne betont. Nennen wir sie doch mit dem Begriff wo ihnen am bes­ten zusteht – macht­hung­ri­ge Parasiten, denn nichts ande­res sind sie. In sei­nem Buch (2020 erschie­nen) pro­kla­miert Herr Schwab in einer Passage, dass die nicht vor­han­de­ne glo­ba­le Ordnungspolitik her­ge­stellt wer­den muss! Wenn ich sol­che Phrasen höre oder lese wird mir Kotzübel. Dass wer­te Dame, ist das sozia­lis­ti­schen Denken der Neuzeit! Das Tool dazu heisst Covid19. Ist das wirk­lich notwendig?

  33. Heute in einem Interview mit mit dem Kinderpolitik-Forscher Michael Klundt https://www.nachdenkseiten.de/?p=68271

    "Corona-Maßnahmen, Kinder und die Linke: „Denkfaulheit, Opportunismus und ein Totalausfall“ "

    Auszug:

    "[Frage NDS:] Woran liegt es, dass gera­de in die­ser Situation kri­ti­sche Stimmen von lin­ker Seite feh­len, die die Maßnahmen hinterfragen?

    [Klundt:] Das fra­ge ich mich auch den gan­zen Tag. Denkfaulheit, Opportunismus und ein Totalausfall fal­len mir da bei eini­gen wirk­lich wich­ti­gen Akteuren in Politik, Medien und Wissenschaft auf. Leider mein­ten sich offen­bar eini­ge an Robert Habeck ori­en­tie­ren zu müs­sen, als er sag­te, dass nun „nicht die Stunde der Opposition, son­dern die Stunde der Verantwortung“ sei. Ein sehr pro­ble­ma­ti­scher Satz für die par­la­men­ta­ri­sche Demokratie, da er Opposition als etwas schein­bar Verantwortungsloses dar­stellt und nicht als etwas für eine Demokratie Lebensnotwendiges. Dabei wäre eine offen­si­ve Linke und ihre kla­re Kritik an den kata­stro­pha­len Arbeits‑, Eigentums- und Lernbedingungen sowie den unter­schied­li­chen kapi­tal­kon­for­men Krisenlösungsmustern in einem teil­pri­va­ti­sier­ten und an Wettbewerbskriterien ori­en­tier­ten Gesundheits- und Pharmasystem so lebenswichtig.

    Und gera­de für Linke soll­te eigent­lich klar sein, dass selbst gleich­klin­gen­de Maßnahmen in unter­schied­li­chen Gesellschaftssystemen meist Unterschiedliches bedeu­ten. Kurz gesagt: Ein Lockdown in Kuba oder China bedeu­tet etwas ande­res als ein Lockdown in Kenia oder Deutschland, also in einem kapi­ta­lis­ti­schen Kontext etwas ande­res, als in einem sich zum Sozialismus hin ent­wi­ckelnd wol­len­den Gesellschaftswesen.

    [NDS:] In die­sem Klima ist die drin­gend ange­brach­te ratio­na­le Diskussion über real vor­han­de­ne Verhältnisse kaum noch mög­lich, oder?

    [Klundt:] Natürlich gibt es Sachverhalte, die jen­seits vom gro­ßen Verschwörungsgedanken und jen­seits von Beschimpfung und Verachtung dis­ku­tiert wer­den müss­ten. Alleine schon die Betonung von sozio-öko­no­mi­schen Interessen an der Vermarktung von Testmaterial, Impfstoffen und Medikamenten ist in einer kapi­ta­lis­ti­schen Gesellschaft nicht von der Hand zu wei­sen. Und wenn die Frankfurter Rundschau vom 15.12.2020 über Rechercheergebnisse berich­tet, wonach zehn­tau­sen­de Ärztinnen und Ärzte in Deutschland von der Pharma-Industrie „geför­dert“ wer­den, muss uns das alle in der gegen­wär­ti­gen Impfhysterie-Zeit auf­hor­chen las­sen – auch und vor allem im Interesse der Unabhängigkeit der Mediziner selbst. Man darf sol­che Perspektiven nicht ein­fach mit der plat­ten Entgegnung „Verschwörungstheoretiker“, „Corona-Leugner“ oder „Covidiot“ abtun.

    [NDS:] Maß und Ziel schei­nen auf bei­den Seiten abhan­den gekom­men zu sein?

    So ist es. Die einen hän­gen also an den Lippen des gelern­ten Tiermediziners Lothar Wieler vom Robert Koch-Institut und an denen des gelern­ten Bankkaufmanns im Gesundheitsministerium, Jens Spahn, als wären sie die ein­zi­gen sach­kun­di­gen Fachleute in „Corona-Fragen“ auf der gan­zen Welt.

    [NDS:] Und die anderen?

    Die sehen sol­che Leute und füh­ren­de Akteure im Mainstream gemein­sam mit der Bill und Melinda Gates Stiftung sowie ande­ren Pharma-Industriellen als Teil eines kor­rup­ten „Pharma-Tech-Komplexes“ – des­sen wirt­schaft­li­che Interessen trotz aller Widerreden auch nicht voll­stän­dig in Abrede zu stel­len sind. Das berich­te­te übri­gens selbst der Deutschlandfunk bis 2018 mehr­fach, hat das dann aber seit 2020 erstaun­li­cher­wei­se aus sei­nen Archiven gelöscht bzw. im Titel abgeändert […].

    Wenn dann der Bundesgesundheitsminister uns stän­dig mit Charaktertests und Charakterfragen erzie­hen möch­te, aber anschei­nend nicht ein­mal sel­ber den „Charakter“ hat, das Restaurant zu infor­mie­ren, in dem er drei Tage vor sei­ner Positivtestung geses­sen hat, wäre auch das kein beson­ders cha­rak­ter­vol­ler Infektionsschutz. Und auch sei­ne Quarantäne in einer Dahlemer Millionenvilla sah sicher­lich oben­drein etwas kom­for­ta­bler aus als die von betrof­fe­nen Kindern in engen Hochhaussiedlungen von Marzahn oder Wedding. Auch das soll­te nicht igno­riert wer­den. Wir soll­ten in all die­sen Fragen die sozia­le Ungleichheit und die sozia­le Frage nicht ver­ges­sen. Unterschiedliche Maßnahmen wir­ken auf unter­schied­li­che Gruppen auch unterschiedlich."

    Weiter geht Klundt noch auf die Rolle der Journalisten ein.

  34. Viele gran­dio­se Kommentare, denen ich nur eines hin­zu­fü­gen möchte:

    Der Beitrag hier ist eine Nebelkerze, die die Debatte in die­sem Forum bin­det und damit für unse­re Zwecke von Nachteil ist. Wir müs­sen wei­ter­hin in den Medien aktiv sein, die auch Menschen außer­halb der Friedensbewegung erreichen.
    》Informieren hier, debat­tie­ren dort.《

    Wir müs­sen wei­ter auf allen Ebenen zei­gen, dass wir eine star­ke Friedensbewegung sind, die für vie­le Menschen attrak­tiv ist. Teil etwas Neuem, etwas Besserem zu werden.
    Pluralistisch-Basisdemokratisch. Die bestehen­den Prozesse funk­tio­nie­ren offen­bar nicht. Maßnahmen müs­sen end­lich evi­denz­ba­siert und ver­hält­nis­mä­ßig wer­den. Auf brei­ter wis­sen­schaft­li­cher und gesell­schaft­li­cher Debatte fußen, ohne Blockaden durch mit­tel­mä­ßi­ge Journalisten. Es kann auch nicht sein, dass Politiker Parteifunktionäre als Programmdirektor bei ARD/ZDF, Bundespräsident oder Verfassungsrichter instal­lie­ren. Menschen müs­sen vor Übergriffe durch Staat und Private effek­tiv geschützt wer­den. Warum nicht bspw. eine zwei­drit­tel Mehrheit für Grundrechtseinschränkungen? Auch neue Ansätze für das maro­de Geld‑, Wirtschafts- und Sozialsystem soll­ten dis­ku­tiert wer­den. Ebenso Gesundheit und Wissenschaft. Dafür braucht es eine neue Debattenkultur und Partizipation. Diesen Aufbruch zu neu­er kul­tu­rel­ler Blüte kön­nen nur "wir" ansto­ßen. Umso mehr "Linke" sich davon ange­spro­chen füh­len, des­to bes­ser. Den Funktionären und Hardlinern müs­sen die Leute davon lau­fen. Und das pas­siert ja auch. Wir sind auf einem guten Weg, auch wenn die nächs­ten Monate düs­ter wer­den und es Jahre dau­ern kann.

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