Die Position von Ana-Marie

Am 28.12. habe ich zwei kri­ti­schen Kom­men­tar-Schrei­be­rIn­nen ange­bo­ten, ihre Posi­ti­on als Gast­bei­trag hier zu ver­öf­fent­li­chen. Ana-Marie Lei­perz hat dan­kens­wer­ter Wei­se dar­auf geant­wor­tet. Dies ist ihr Text:

»Lie­ber aa,
ich hab einen Beruf und Fami­lie, was dazu führt, dass ich nicht unun­ter­bro­chen die Debat­ten auf dei­nem Blog ver­fol­gen kann. Mein The­ma ist das Wir­ken der extre­men Rech­ten inner­halb der Coro­na-Leug­ner-Bewe­gung und ihres Umfel­des. Aller­dings akzep­tie­re ich dei­ne Auf­for­de­rung und schrei­be zu dei­nen Fra­gen, ohne die Hoff­nung zu haben, dass dei­ne Kli­en­ten das an sich ran las­sen. Du kannst sie hier als Kom­men­tar ste­hen las­sen oder sie als eige­nen Gast­text pos­ten, das ent­schei­dest du.

Hal­tet Ihr für abwe­gig, daß Phar­ma-Kon­zer­ne wie ande­re auch ein Markt­um­feld schaf­fen und sich über Lob­by-Arbeit Ein­fluß verschaffen?
Ich habe es hier an meh­re­ren Stel­len bereits geschrie­ben: Ja, so ist es! 

Wenn man das im Phar­ma­be­reich (oder beim The­ma Woh­nen oder in der Ener­gie­wirt­schaft oder sonst­wo) ver­hin­dern will, muss man die Kon­zer­ne in gesell­schaft­li­ches Eigen­tum über­füh­ren sowie plan­voll und koope­ra­tiv wirt­schaf­ten. Coro­na hat erneut bewie­sen, dass der Sozia­lis­mus im Wort­sin­ne not­wen­dig ist. Ich wür­de mich freu­en, sol­chen Klar­text von aa zu lesen, er betreibt ja die­sen sich als links ver­ste­hen­den Blog.

Seht Ihr in den seit Mona­ten zu sehen­den Ent­schei­dun­gen von Kanz­le­rin und Minis­ter­prä­si­den­tIn­nen (mit anschlie­ßen­der Infor­ma­ti­on man­cher Par­la­men­te) nicht auch einen Abbau der Demokratie?
Ja, ein Teil der demo­kra­ti­schen Rech­te wird ein­ge­schränkt, aller­dings nicht nur der Rech­te der „ein­fa­chen“ Bür­ge­rIn­nen, son­dern auch der Rech­te eini­ger Kon­zer­ne und von Tei­len des Mit­tel­stan­des. Ich sehe die dem inne­woh­nen­de Gefahr, zugleich mache ich auf zwei Aspek­te auf­merk­sam: Der Kapi­ta­lis­mus in der Pha­se der Mono­po­le drängt zur Aggres­si­on nach außen und zur Repres­si­on nach Innen. Das ist kei­ne Beson­der­heit von Mer­kel oder Coro­na. Zwei­tes schrän­ken auch sozia­lis­ti­sche Län­der wie Cuba die Rech­te ihrer Bür­ge­rIn­nen in Son­der­pe­ri­oden wie Coro­na ein. Auch da sehe ich die Gefah­ren, aber auch die Notwendigkeit.

Seid Ihr mit mir der Mei­nung, daß die Situa­ti­on auf den Inten­siv­sta­tio­nen Ergeb­nis poli­ti­schen Ver­sa­gens ist?
Natür­lich ! Gesund­heit darf kei­ne Ware sein, dort wo sie dazu gemacht wird, ist die Kata­stro­phe vor­pro­gram­miert. Dass gilt im (medi­zi­ni­schen) All­tag, wird aber bei grö­ße­ren Belas­tun­gen wie der Coro­na-Pan­de­mie noch offenkundiger.

Tragt Ihr das nahe­zu gene­rel­le Demons­tra­ti­ons­ver­bot, das sich zuneh­mend auch gegen Lin­ke rich­tet, aus Grün­den des “Infek­ti­ons­schut­zes” mit? Wenn ja, wie lange?
Nee, ich bin gegen Demo­ver­bo­te gegen Lin­ke 🙂 Die bür­ger­li­chen Medi­en ver­mel­den für die Haupt­stadt: „Bis Ende Novem­ber sei­en 7919 Ver­samm­lun­gen ange­mel­det wor­den, teil­te die Senats­in­nen­ver­wal­tung am Diens­tag mit. Bis zum ver­gan­ge­nen Mon­tag hät­ten davon 5814 Demons­tra­tio­nen statt­ge­fun­den.“ Das soll ein Rekord sein, wes­halb wir zurück­bli­ckend kaum von einem gene­rel­len Demons­tra­ti­ons­ver­bot spre­chen kön­nen. Aber Scherz bei­sei­te, ich bin dafür, dass auch Coro­na­leug­ner sich an Abstand und Mas­ken­pflicht hal­ten und dann demons­trie­ren dür­fen. Ich bin jeder­zeit dafür, sol­che Demos anzu­ge­hen, wenn sich dort Nazis breit­ma­chen. Und zugu­ter­letzt sehe ich auch die Angrif­fe auf das Demons­tra­ti­ons­recht als sol­ches. Mein igno­rier­te Vor­schlag an aa war auch des­halb vor eini­ger Zeit: Weder Quer­front noch Burgfrieden.

Was sagt Ihr zu den Vor­be­hal­ten ins­be­son­de­re des Pfle­ge­per­so­nals gegen die aktu­el­len Impfstoffe?
Ich fin­de die Vor­be­hal­te völ­lig ver­ständ­lich! Zugleich erle­be ich im Krei­se von Kol­le­gIn­nen aus Pfle­ge und Kran­ken­haus gera­de einen Run auf die Imp­fung. Als Man­tra: Ich wür­de den Impf­stof­fen eher „ver­trau­en“, wenn ich wüss­te, dass die Pro­fit­in­ter­es­sen aus­ge­schlos­sen sind.

Das wäre auch mein Ende für heu­te. Die Coro­na-Pan­de­mie ist ein welt­wei­tes Phä­no­men, kei­ne Dros­ten-Mer­kel-Ver­schwö­rung (oder Gates-WHO-Ver­schwö­rung). Die Pan­de­mie beleuch­tet grell zahl­rei­che Miß­stän­de, Übel, Ver­bre­chen, so dass eine Rei­he von Men­schen derer gewahr wer­den. Die Reak­tio­nen sind viel­fäl­tig, sie rei­chen vom Leug­nen über die Apa­thie bis hin zur Erkennt­nis der Not­wen­dig­keit des Bruchs mit dem Pro­fit­sys­tem. Und es gibt das Schwan­ken dazwischen.

Weißt du, aa, in mei­nem Freun­des­kreis gibt es die 62jährigen voll-fit­ten Eltern, die sich bereits im Sep­tem­ber eine Coro­na-Infek­ti­on ein­ge­fan­gen hat­ten und auch Wochen nach dem Kran­ken­haus-Auf­ent­halt nicht wie­der fit sind. Die Mut­ter einer Freun­din gehört zu einem Kreis von sport­li­chen End­sech­zi­gern, ohne Vor­er­kran­kun­gen, die im Okto­ber gegen den Rat ihrer Kin­der auf eine gemein­sa­me Wochen­end-Rad­tour gegan­gen sind. Von zehn wur­den etwas spä­ter sechs mit hef­ti­gen Sym­pto­men ins Kran­ken­haus gebracht, vier hat es dahin­ge­rafft. Mein Freund ist Leh­rer (ja ich weiß, haha!), er kotzt wie ich im Strahl über die Unfä­hig­keit des kapi­ta­lis­ti­schen Bil­dungs­sys­tems, die Kin­der und die Leh­re­rIn­nen zu schüt­zen, er selbst hat­te eine sehr, sehr üble Infek­ti­on Anfang Novem­ber. Die zwei­jäh­ri­ge Toch­ter einer guten Freun­din hat sich in ihrer Kita ange­steckt, sie selbst hat­te mil­de Sym­pto­me, aber sie hat ihren Vater ange­steckt, des­sen Krank­heit noch andau­ert und nicht harm­los ver­läuft. Nun wer­den mir ver­mut­lich 10 Mil­lio­nen neue Viro­lo­gen die­ses schö­nen Lan­des erklä­ren, war­um das alles nichts mit Coro­na zu tun hat. Ich glau­be ihnen eben­so­we­nig wie den Phar­ma­kon­zer­nen! Du belä­chelst das und wischt das mit dem Ver­weis auf Tscher­no­byl weg, aber ich ori­en­tie­re mich am Umgang der Cuba­ne­rIn­nen mit der Pan­de­mie (und ihrer Vor­sicht und Für­sor­ge). Und ich ori­en­tie­re dar­auf, dass auch ange­sichts kom­men­der Pan­de­mien, auch ange­sichts der Krie­ge und der Geflüch­te­ten, ange­sichts der Aus­höh­lung sozia­ler und demo­kra­ti­scher Rech­te, ange­sichts des Vor­mar­sches von Irra­tio­na­li­tät und Bru­ta­li­tät der Sozia­lis­mus der Aus­weg ist. Um die­sen Aus­weg offen zu hal­ten, muss ich mei­nen, müs­sen wir unse­ren Abwehr­kampf in ver­schie­de­ne Rich­tun­gen füh­ren: Gegen die Kon­zer­ne und ihre Regie­run­gen, gegen die Kli­ma­wan­del- und Pan­de­mie-Leug­ner, gegen die extre­me Rech­te und ihr Umfeld, gegen die Apa­thie. Ich bin opti­mis­tisch, dass das gelingt. Trotz alle­dem.«

85 Antworten auf „Die Position von Ana-Marie“

  1. Wenn es kei­ne Dros­ten-Ver­schwö­rung ist, wie erklärt sich dann sein grot­ten­schlech­tes Papier bezüg­lich des PCR-Tests?

    Wenn es kei­ne WHO-Ver­schwö­rung ist, wie erklärt sich denn das abän­dern der Defi­ni­ti­on der Herdenimmunität?

    War­um wird so mas­siv gegen "Covidio­ten" "Quer­den­ker" auf­ge­hetzt von Medi­en und Poli­ti­kern, wenn es nur um die Gesund­heit geht?

    Aber ich fürch­te da kommt man bei "Ver­schwö­rungs­leug­nern" oder ein­fach nur gut­gläu­bi­gen nicht weiter 😉

    Und was die Krank­heits­an­ek­do­ten angeht, wur­de den eine Dif­fe­ren­ti­al­dia­gnos­tik gemacht? Also ande­re Viren und Bak­te­ri­en sicher aus­ge­schlos­sen usw.?
    Wel­che The­ra­pie wur­de durch­ge­führt? Auch The­ra­pien kön­nen Scha­den verursachen.

    1. @investigation
      Und war­um ver­suchst du jeden Miss­stand auf der Welt gleich mit einer gro­ßen welt­wei­ten Ver­schwö­rung zu erklären? 😉 

      Gute Nacht

      1. @Markus:

        "Und war­um ver­suchst du jeden Miss­stand auf der Welt gleich mit einer gro­ßen welt­wei­ten Ver­schwö­rung zu erklären?"

        Tue ich das ?

        Ane-Marie behaup­tet es gibt kei­ne Ver­schwö­rung, ich hin­ter­fra­ge wie die Anoma­lien sonst passieren.

        Man kann auch sagen Sie stellt eine The­se auf, ich die fra­gen­de Anti­the­se, viel­leicht gibt es ja eine Synthese?

      2. @Markus
        Die Gift­gas­lü­ge für den Irakkrieg?
        Der Libyenkrieg?
        Ives­ti­tio­nen von der Bill&Melinda Stif­tung (2019) an BionTech oder WHO?
        (https://​www​.gates​foun​da​ti​on​.org/​H​o​w​-​W​e​-​W​o​r​k​/​Q​u​i​c​k​-​L​i​n​k​s​/​G​r​a​n​t​s​-​D​a​t​a​b​a​s​e​#​q​/​k​=​WHO)
        Ich kann mir die­se Ver­leug­nung von Machen­schaf­ten (Ver­schwö­run­gen) nicht mehr anhö­ren. Erwach­se­ne Men­schen mit gesun­dem Men­schen­ver­stand deren Gehir­ne mitt­ler­wei­le so links­ver­sifft sind, dass ihre Ideo­lo­gien zu Gehirn­di­ar­rhö­en füh­ren, sind ein Alb­traum für die Mensch­heit. Men­schen wer­den bewusst eine Imp­fung emp­foh­len bzw. dazu genö­tigt, die jen­seits aller wis­sen­schaft­li­chen aner­kann­ten Metho­den und Prü­fun­gen steht. Ethisch dazu völ­lig daneben.
        Was wir unse­ren alten Men­schen antun ist ein Verbrechen.

        1. @REG: Ist links­ver­sifft so gemeint wie in einer gleich­na­mi­gen Publi­ka­ti­on von S. Mül­ler benannt? "Lin­ke Seil­schaf­ten kon­trol­lie­ren Medi­en, Poli­tik und sogar die Kir­chen." Wenn ja, dann befin­den wir bei­de uns in Par­al­lel­wel­ten. Die ange­führ­ten Argu­men­te tei­le ich trotzdem.

      3. Ich weiß nicht, ob sich "Mar­kus" inzwi­schen poli­tisch geoutet hat – aber falls er auch eine "lin­ke Hal­tung" haben soll­te, hier ein Info:

        laut mar­xis­ti­scher Leh­re ist der Kapi­ta­lis­mus eine Ver­schwö­rung der Kapi­tal­eig­ner gegen die Arbeiterschaft.

        Das nur, als so ein klei­nen Aper­cu und Denkanstoß.

        Ich kann Leu­te die ver­meint­lich gegen "Ver­schwö­rungs­le­gen­den" ankämp­fen, nicht mehr ernst nehmen.

        Jedes Unter­neh­men ist eine Ver­schwö­rung gegen den Rest der Welt, inklu­si­ve gehei­mer Abspra­chen (Fir­men­in­ter­na), ver­bind­li­che Sprach­re­ge­lun­gen gegen­über Kun­den, Kon­kur­renz, Pres­se, regel­mä­ßi­ge ver­such­te oder erfolg­rei­che Ein­fluss­nah­me auf gesell­schaft­li­che Wahr­ne­mung (Wer­bung), poli­ti­sches Umfeld (Lob­by­is­mus), …

        Ver­schwö­run­gen sind so selbst­ver­ständ­lich in die­ser Welt, dass das "Ver­schwö­run­gen-Leug­nen" gera­de­zu lach­haf­te Züge trä­ge – wenn nicht eine unge­heu­re Maschi­ne­rie aus Poli­tik, Diens­ten, Medi­en, PR, "Exper­ten" und ver­meint­li­chen Wis­sen­schaft­lern mit über­all und mit gera­de­zu mis­sio­na­ri­schem Eifer ver­su­chen wür­den, jeg­li­ches Den­ken an deren Rea­li­tät zu diskreditieren.

        1. @Martin und an alle: Ich möch­te mit den Kom­men­ta­ren die Gele­gen­heit zum Mei­nungs­aus­tausch geben. So etwas paßt da nicht. Ich erlau­be mir des­halb, Der­ar­ti­ges dem­nächst nicht zu veröffentlichen.

    2. Wich­ti­ger Nachtrag:

      Bezüg­lich der Anek­do­ten ist anzu­mer­ken, dass die­se ja im Herbst 2020 statt­ge­fun­den haben sollen.

      Was pas­siert eigent­lich mit einem Immun­sys­tem, wel­ches seit Mona­ten weni­ger trai­niert wird(Durch weni­ger Kon­ta­ke, Abstand und Mas­ke usw.)?
      Könn­te die­ses ver­mehrt falsch, also zB über­re­agie­ren oder zu langsam ?

      Und wie wur­de Coro­na über­haupt nachgewiesen?
      War­um über­haupt pau­schal Corona(Coronaviren gibt es vie­le) und nicht SarsCoV2?

    1. Ich mag ja apo­dik­ti­sche Apho­ris­men, aber lei­der tra­gen sie nicht weit. Denn der­je­ni­ge, der die Sicht teilt, wird applau­die­ren und der­je­ni­ge, der sie nicht teilt, wird sich kopf­schüt­telnd abwen­den, ohne dass irgend­je­mand schlau­er gewor­den wäre.

      Die impli­zi­ten Pro­po­si­tio­nen in Ihrem Sätz­lein sind m. E. schon sehr weitreichend.
      – Fort­schritt ist gut
      – Kon­zer­ne sind not­wen­dig für Fortschritt
      – Kapi­ta­lis­mus geht Hand in Hand in mit der Schaf­fung von Konzernen
      – wer Tur­bo­ka­pi­ta­lis­mus kri­ti­siert, ver­kennt sei­ne Segnungen
      – Kapi­ta­lis­mus bedingt Fortschritt
      – schnel­le Imp­fun­gen sind erstre­bens­wert und es wäre nicht gut, wenn die Imp­fung erst in 50 Jah­ren oder nie käme
      – Imp­fun­gen sind eine Lösung für was auch immer und haben schon viel für die Mensch­heit getan
      – die schnel­le Erfin­dung, Her­stel­lung und Ver­ab­rei­chung ist gut
      – die Kri­ti­ker sol­len ein­fach mal die Pappn hal­ten, weil es ihnen ohne die Kapi­ta­lis­ten, den Fort­schritt und die Imp­fun­gen viel schlech­ter ginge 

      Das kann man natür­lich alles so anneh­men. Wahr wird es dadurch noch lan­ge nicht.

    2. Ach ja …

      Ange­fan­gen hat alles Ende der 1930er Jah­re mit Peni­cil­lin. Von Alex­an­der Fle­ming 1928 eher zufäl­lig ent­deckt, iso­lier­ten rund 10 Jah­re spä­ter drei bri­ti­sche Wis­sen­schaft­ler die anti­bio­ti­sche Sub­stanz. Etwa gleich­zei­tig begann sich auch ein deut­scher Mikro­bio­lo­ge in Diens­ten des Jena­er Glas­werks Schott & Gen. für Peni­cil­lin zu inter­es­sie­ren. Hans Knöll woll­te damit aller­dings kei­ne Bak­te­ri­en aus­lö­schen, son­dern Krebs­zel­len. Tat­säch­lich gelang es ihm 1942, den Wirk­stoff in Pul­ver­form im Labor-Maß­stab her­zu­stel­len. Zum Glück für einen Fabrik­ar­bei­ter mit einer eitern­den Hand­ver­let­zung – die­ser bekam das frisch in Jena pro­du­zier­te Peni­cil­lin-Pul­ver und genas.

      Nach dem Ende des Zwei­ten Welt­kriegs fan­den sich Schott und Knöll in der sowje­ti­schen Besat­zungs­zo­ne wie­der. Und sogleich befahl die neue Obrig­keit, die Pro­duk­ti­on von Peni­cil­lin hoch­zu­fah­ren. Dafür brauch­te man rie­si­ge Fer­men­ter und viel Platz, den Knöll und Co. von der Fir­ma Carl Zeiss in Form eines lee­ren Fabrik­ge­bäu­des zur Ver­fü­gung gestellt beka­men. Not­ge­drun­gen bau­te man sogar Eisen­bahn-Tank­wa­gons zu Fer­men­tern um. Schließ­lich reich­te auch das nicht mehr aus und eine kom­plett neue Pro­duk­ti­ons­an­la­ge wur­de errich­tet – die Fer­men­ta­ti­ons­ab­tei­lung bekam 1947 den Namen Jenapharm.
      Drei Jah­re spä­ter, am 1. Janu­ar 1950, wur­de aus der Fer­men­ta­ti­ons­ab­tei­lung der volks­ei­ge­ne Betrieb (VEB) Jena­ph­arm und Knöll des­sen Direk­tor. Meh­re­re hun­dert Men­schen arbei­te­ten damals bereits in der Fir­ma, aller­dings vor allem unge­lern­te. „Weil es damals kei­ne Arbei­ter mit einer tech­ni­schen Aus­bil­dung gab, bestand die Grün­dungs­ge­nera­ti­on von Jena­ph­arm haupt­säch­lich aus Men­schen, die aus den Ost­ge­bie­ten, die frü­her unter deut­scher Kon­trol­le stan­den, ver­trie­ben wur­den; aus Leh­rern und Ver­wal­tungs­be­am­ten, die wegen ihrer poli­ti­schen Ver­gan­gen­heit ent­las­sen wor­den waren; aus ehe­ma­li­gen Berufs­sol­da­ten der Armee, arbeits­lo­sen Schau­spie­lern und ande­ren mensch­li­chen ‚Wracks‘ des Krie­ges“, erin­nern sich die Jena­ph­arm-Che­mi­ker Sig­frid Schwarz und Die­ter Onken sowie der ehe­ma­li­ge For­schungs­lei­ter Alfred Schu­bert (der Ende 1967 wegen Patent­strei­tig­kei­ten vor die Tür gesetzt wur­de) in einem Arti­kel von 1999. Neben Peni­cil­lin pro­du­zier­te der VEB Jena­ph­arm auch bald Strep­to­my­cin, Schmerz­mit­tel, Vit­ami­ne, Trans­fu­si­ons­lö­sun­gen und Impf­stof­fe – wie den BCG-Impf­stoff gegen Tuber­ku­lo­se, den Jena­ph­arm ab 1952 für die gesam­te DDR produzierte.
      Ende der 1980er Jah­re hat­te Jena­ph­arm 1.700 Ange­stell­te, vier Pro­duk­ti­ons­an­la­gen in Jena, Erfurt, Naum­burg und Mag­de­burg sowie einen Umsatz von 200 Mil­lio­nen DM.
      https://​www​.labor​jour​nal​.de/​e​d​i​t​o​r​i​a​l​s​/​1​9​5​4​.​php

        1. Imp­fen ist ja kein Pro­blem wenn die Impf­stof­fe sinn­voll sind und vor allem gut ent­wi­ckelt sind. Das sehen Bagh­di und Wodarg übri­gens auch so. 

          In dem Bei­trag soll­te es aber weni­ger um Imp­fen son­dern um die The­se gehen das es für die Ent­wick­lung "Tur­bo­ka­pi­ta­lis­ten und Aus­beu­ter" braucht. Die braucht es eben nicht wie das Bei­spiel "Jena­ph­arm" zeigt. Aus­schlag­ge­bend war der Idea­lis­mus völ­lig fach­frem­der die die Fir­ma am Anfang auf­bau­ten. Die­sen Idea­lis­mus gab es zu Anfang über­all in der DDR:

          Sagen wird man über uns­re Tage:
          Altes Eisen hat­ten sie und wenig Mut,
          denn sie hat­ten wenig Kraft nach ihrer Niederlage.
          Ihre Her­zen waren voll von bitt’rem Blut
          und ihr Leben lief auf ausgefahr’nen Gleisen,
          wird man sagen und man wird auf glä­ser­nen Ter­ras­sen stehn
          und auf Brü­cken deu­ten und auf Gär­ten weisen
          und man wird die jun­ge Stadt zu Füßen lie­gen sehn
          und wird sagen, die den Grund­stein dazu legten
          wur­den aus­ge­lacht und hun­ger­ten, und doch
          plan­ten sie und bau­ten und beweg­ten Trümmersteine.
          Und im über­leg­ten Han­deln fluch­ten sie
          und zwei­fel­ten noch ihre eig’ne Kraft an.
          doch den Krie­gen folg­te jene Zeit der Wettbewerbe
          und die­se Zeit war der Anbeginn.
          (KUBA=Kurt Barthel)
          https://​rot​fuchs​.net/​r​o​t​f​u​c​h​s​-​l​e​s​e​n​/​s​a​g​e​n​-​w​i​r​d​-​m​a​n​-​u​e​b​e​r​-​u​n​s​e​r​e​-​t​a​g​e​.​h​tml

  2. Moin, ich fin­de, die Äus­se­run­gen von Ihnen sind wahr­lich nicht sehr weit weg, von dem was sonst gepos­tet und kom­men­tiert wird. Auf die funf Fra­gen ant­wor­tet Sie in den ers­ten Saet­zen, wie ich es auch tun wuerde.
    Nur am Ende bemerkt man, woher die Ver­schie­den­hei­ten kom­men: Sie sehen aus dem gan­zen Trou­bel nur einen neu­en Sozia­lis­mus als "ein­zig?" gangae­ren Weg raus. Die meis­ten Kom­mentarto­ren wol­len meis­tens zurueck ins Leben vor der Pan­de­mie, bzw. aus­sern sich nicht zu irgend­wel­chen Zie­len, son­dern sehen indem, wie es pas­siert den Weg in einen Sozia­lis­mus, den sie nicht wollen.

    Nun, ich fuer mei­nen Teil hal­te nicht viel von Lis­mu­sen, ob Kapi­tal oder Sozial…leider hat­te es in Euro­pa bei­des gege­ben und bei­des zu ihren Zei­ten mit vor- und nachteile..fuer die euro­paei­schen Völ­ker am Ende lei­der eher die Nachteile.
    Nur vom dem einem zu spre­chen oder sich das zu wuen­schen oder nur vom dem ande­rem zu träu­men und es zu ver­tei­di­gen, fuehrt zu nix. Behar­ren auf einer Pos­ti­on führt lang­fris­tig nur zum Unter­drue­ckung der Mas­sen, Dumm­heit der Tat und Krieg, egal ob phy­sisch oder pycho­lo­gisch, es wer­den vie­le ausgeloescht. 

    Lei­der ken­ne ich die Lösung nicht, aller­dings liegt die Lösung­men­ge irgend­wo in der Nähe des gesun­den Men­schen­ver­stan­des –> Basis: Ich tue dir nix, du tust mir nix – Wo Leben ist, ist auch der Tod – Ver­zei­hen ist bes­ser als Ver­gel­ten – Helft ein­an­dern und haut euch nicht in die gegen­sei­tig in die Pfan­ne) . Das sich was ändern muss, war uns allen auch schon vor dem gros­sen C‑Husten klar.

    Vie­len Dank fuer Ihre Ansich­ten, Frau Anne-Marie

  3. Vie­len dank für die­sen Text. So kann ja hof­fent­lich ein Dia­log ent­ste­hen. Die ein­zel­nen Fall­ge­schich­ten, die Sie erwäh­nen, klin­gen natür­lich hef­tig. Nie­mand will das so in sei­nem Umkreis erle­ben und ist daher froh um Rück­sicht und lie­ber ein Gramm mehr an Für­sor­ge (für ande­re) als zu wenig. Ganz klar. Den­noch, so muss ich lei­der sagen, blei­ben die­se ein­zel­nen Fall­ge­schich­ten bei all ihrer Tra­gik eben ein­zel­ne Fall­ge­schich­ten und decken sich mit den Erfah­run­gen von ganz vie­len ande­ren nicht (und las­sen sich neben­bei bemerkt in der ange­deu­te­ten Quan­ti­tät auch nicht den täg­lich ver­öf­fent­lich­ten Zah­len able­sen). Man hört ja auch die ande­re Sei­te und könn­te sie ähn­lich dra­ma­tisch erwäh­nen: Men­schen, die durch Ein­sam­keit ster­ben, Geflüch­te­te, die ver­ein­sa­men, die Zunah­me von Depres­si­on, Sucht, Sui­zi­da­li­tät, dazu nicht weni­ge Men­schen, die sinn­los in Qua­ran­tä­ne sit­zen und stän­dig von Gesund­heits­äm­tern kon­trol­liert wer­den oder Men­schen, die auf ange­mel­de­ten Ver­samm­lun­gen –bestenfalls–wegen Lap­pa­li­en genö­tigt wer­den. Doch die­ses Auf­wie­gen von schlim­men oder besorg­nis­er­re­gen­den Geschich­ten nützt nichts. Denn am Ende ist damit doch kei­nes­wegs belegt, dass die medi­al getrie­be­ne Über­vor­sicht und das dis­zi­pli­na­risch begrün­de­te Bestra­fen irgend­ei­nen Nut­zen brin­gen, der über sozia­le Distanz (und zwar im eigent­li­chen Sin­ne!) und Dis­zi­pli­nie­rung hin­aus­ge­hen. Die einen ster­ben eben nicht, weil die ande­ren auf dem Markt kei­ne Mas­ke tra­gen (wodurch sie in der Regel gemaß­re­gelt oder bestraft wer­den). Die einen erlei­den kei­nen schlim­men Ver­lauf, weil ande­re dafür sind, dass Men­schen, ihre Bewe­gungs­frei­heit wahr­neh­men sol­len. Die Inten­siv­ka­pa­zi­tä­ten wer­den auch nicht knap­per, weil ande­re sich zu Demons­tra­tio­nen ver­sam­meln. Das Ver­ster­ben eines fit­ten älte­ren Men­schen recht­fer­tigt auch nicht das Dahin­sie­chen eines nicht so fit­ten ande­ren in einem Pfle­ge­heim… Am Ende ist doch die Fra­ge: Wer beschließt Maß­nah­men, die, wie jeder doch ganz schnell mer­ken kann, basa­le Grund­rech­te ein­schrän­ken – auch und beson­ders für die Armen und Schwa­chen in der Gesell­schaft? Genau, die Mäch­ti­gen. Wie­so soll ein kri­tisch sozia­lis­tisch den­ken­der Mensch dann die­se Maß­nah­men für gut erach­ten bzw. sich dar­auf spe­zia­li­sie­ren, die­je­ni­gen aus­fin­dig zu machen und zu kor­ri­gie­ren oder zu kri­ti­sie­ren, die die Maß­nah­men kri­ti­sie­ren, anstatt sich eben genau an oder gegen die Mäch­ti­gen zu wen­den? Das ver­ste­he ich nicht so recht. Und das ver­ste­hen mit Sicher­heit vie­le der so genann­ten "Leug­ner" nicht. Selbst wenn man die Maß­nah­men prin­zi­pi­ell für rich­tig befin­det, wür­de man doch als über­zeug­ter Anti­ka­pi­ta­list nicht gegen eher ohn­mäch­ti­ge Wider­stän­di­ge wen­den, son­dern tun­lichst auf­pas­sen, dass noch irgend­wo ein wenig Gerech­tig­keit her­zu­stel­len ist – gera­de bezo­gen auf die nun nicht mehr so siche­ren Ver­sor­gungs­ket­ten, u.a. die nicht mehr so siche­re Ver­sor­gung mit Medi­ka­men­ten und die auch wirk­lich nicht unbe­dingt siche­ren Arbeits­plät­ze in Kli­ni­ken (alles auch mit Fol­gen der Maß­nah­men und nicht der Pan­de­mie!). Ja, und sicher las­sen sich die aktu­el­len Ereig­nis­se in einen glo­ba­len Trend ein­ord­nen. Und, wie ich mei­ne, gera­de aus die­sem Grund sind sie ja so skan­da­lös – und zwar inklu­si­ve der mas­siv geför­der­ten PR-Wis­sen­schaft, der Panik­ma­che und der media­len und poli­ti­schen Het­ze gegen Anders­den­ken­de. Denn nur wenn eine Pan­de­mie auf außer­or­dent­li­che Maß­nah­men trä­fe, bei denen es eben wirk­lich und glaub­haft dar­um gin­ge, dass nie­mand zurück­blei­ben sol­le (auch nicht in Dreck­li­gen Lagern in der Ägä­is) und sich die Gescheh­nis­se genau nicht in Pro­zes­se von mas­si­ver Kapi­tal­ak­ku­mu­la­ti­on, also Mono­pol­bil­dung ein­ord­nen lie­ßen, nur dann wären die Maß­nah­men, die auf Soli­da­ri­tät, Zusam­men­halt und die Gesamt­heit abzie­len doch glaub­wür­dig, oder nicht? (Per­sön­lich fin­de ich es immer wie­der erstaun­lich, wie Men­schen, die sich lin­ken Dis­kur­sen anschlie­ßen, von einer nahe­zu ide­al­ty­pi­schen Tren­nung von Kapi­tal und Poli­tik aus­zu­ge­hen schei­nen und dazu offen­bar nicht ver­stan­den haben, was ideo­lo­gi­scher Über­bau alles bedeu­ten mag. Auch tragisch).

    1. @ Lothar B: Was wäre dein Vor­schlag für den Umgang mit der Pan­de­mie? Und ja, wir haben eine völ­li­ge Über­ein­stim­mung dar­in, dass die Maß­nah­men der kapi­ta­lis­ti­schen Regie­run­gen genau des­halb nicht glaub­wür­dig sind, weil die den Rah­men der Pro­fit­ma­xi­mie­rung weder spren­gen wol­len noch kön­nen. Wir sehen aller­dings Unter­schie­de zwi­schen kapi­ta­lis­ti­schen Poli­ti­ke­rIn­nen und Län­dern bei­spiels­wei­se zwi­schen Trump oder Mer­kel, zwi­schen Chi­na und Brasilien.

      Zur Fra­ge der "ohn­mäch­ti­gen Wider­stän­di­gen" wür­de ich ger­ne mehr von dir hören, war­um du glaubst, dass aus­ge­rech­net die­je­ni­gen, die (neben eini­gen auf­rich­tig Frus­trier­ten und Empör­ten) eine Ansamm­lung von rechts­of­fe­nen Ver­wirr­ten sind, eine Zukunfts­per­spek­ti­ve für eine bes­se­re Welt bieten?

  4. Mich über­zeugt das nicht.

    Sie ist dafür, "Coro­na­leug­ner­de­mos" anzu­ge­hen, wenn sich dort "Nazis" her­um­tum­meln. Die Ver­an­stal­ter haben kei­ne Hand­ha­be gegen Nazis. Die weni­gen, die sich dort her­um­tum­meln (z. B. Udo Voigt, Jür­gen Elsäs­ser) wer­den groß im Fern­se­hen gezeigt, als wären die jetzt reprä­sen­ta­tiv. Solan­ge die sich dort aber anstän­dig ver­hal­ten, hat man kei­ne Hand­ha­be gegen die. Die Anti-Kern­kraft­be­we­gung wäre sicher­lich auch empört, wenn man ihnen Nazis vor­hiel­te. Die FPÖ jeden­falls war damals an vor­des­ter Front dabei, als es gegen das KKW in Teme­lin ging. Ist es denn inhalt­lich falsch, nur weil die FPÖ eine Anti-Teme­lin-Posi­ti­on bezo­gen hat?

    Als klas­si­scher Libe­ra­ler sehe ich Markt und Kapi­ta­lis­mus als Ver­hei­ßung. In der aktu­el­len Kri­se wird etwas gemacht, was die klei­nen Markt­teil­neh­mer aus den Wett­be­werb kegelt. Sehen Lin­ke das denn nicht? Jede Vor­schrift, die im Namen von Hygie­ne, Daten­schutz, Ver­brauch­schutz und Umwelt­schutz gemacht wird, also irgend­wel­chen Idea­len hul­digt, die gera­de en vogue sind, zemen­tie­ren die Kräf­te­ver­hält­nis­se in der Bran­che. Über die Auf­la­gen lachen die Big Play­er, denn sie wis­sen, dass das in ihre Hän­de spielt Wer pro­fi­tiert denn gera­de von den gan­zen Auf­la­gen und Lock­downs für Restau­rants? McDonald's, Star­bucks, Bur­ger King, Domi­nos… also die fet­ten Ket­ten. Da steckt so viel Kapi­tal hin­ter, dass die Aus­nah­me­fäl­le bes­ser kom­pen­sie­ren kön­nen. Auch beschäf­ti­gen die eine Rei­he von Anwäl­ten, um der­ma­ßen Druck auf die Behör­den zu machen, dass die Novem­ber­hil­fe auch tat­säch­lich kommt. Der klei­ne Krau­ter hin­ge­gen geht im Papier­krieg unter.

    Ich bin auch jemand, der äußerst ungern bei Ama­zon bestellt. Ich habe in die­sem Jahr über 200 € aus­ge­ge­ben, um mir Bücher in die Buch­hand­lung schi­cken zu las­sen. Das fällt in dem Moment flach, wenn auch die Buch­hand­lung geschlos­sen hat. Ich nen­ne mal drei Titel: "Der Weg in die Knecht­schaft" (Hay­ek), "Gegen­macht: Die mili­tan­te Lin­ke und der kom­men­de Auf­standt" (Hoff­mann), "Ele­men­te und Ursprün­ge tota­ler Herrr­schaft" (Are­ndt). War­um die­se Bücher? Ich habe die Befürch­tung, es fängt wie­der an, der Staat als gro­ßer wei­ser Len­ker und Pro­blem­lö­ser und die Poli­tik­be­ob­ach­ter sehen das offen­sicht­li­che Ver­sa­gen der Poli­tik nicht. Seit Jah­ren kann man das doch über­all sehen: Migra­ti­on, Ren­te, Ener­gie, Infra­struk­tur. Jetzt haben wir Covid-19. Schon allei­ne des­halb, weil sich die Poli­ti­ker nur noch von den größ­ten Panik­gra­na­ten (Dros­ten, Her­mann-Mei­er, Prie­se­mann) bera­ten las­sen, muss doch das Staats­ver­sa­gen an die­ser Stel­le offen­kun­dig sein. Abge­bau­te Bet­ten­zah­len in der Ver­gan­gen­heit… Deutsch­land steht trotz Bet­ten­ab­bau noch gut da. Pro­blem ist aber, dass bei einer altern­den Bevöl­ke­rung sogar noch mehr Bet­ten hin­ge­stellt wer­den müssen.

    Das Kli­ma in den Unter­neh­men ist lei­der auch kein gutes und das kommt ja aus der gesam­ten Gesell­schaft. Man ist miss­trau­isch. Schwach­sin­ni­ge Hygie­ne­re­geln wur­den auf­er­legt, z. B. wenn man über den Flur läuft, muss die Mas­ke auf­ge­setzt wer­den. Sogar auf dem Klo! Ich hege auch Miss­trau­en gegen­über bestimm­te Kol­le­gen, dass die so einen "Mas­ken­ver­stoß" dann mel­den und dass die Fir­ma sowas dank­bar annimmt, um ein Vor­wand zu haben, um jeman­den zu kündigen.

    Die Ein­zel­fäl­le, wo jemand noch Wochen spä­ter lei­det, über­zeu­gen mich nicht. Wider bes­se­res wis­sen prüft man nicht mehr auf Influ­en­za. Was ist, wenn neben dem posi­ti­ven Coro­na-Test auch Influ­en­za vor­lag. Lässt sich denn aus­schlie­ßen, dass die Sym­pto­me von der Influ­en­za gekom­men sind?

    Wenn mich etwas auf die Pal­me bringt, ist wenn ein Kol­le­ge sag­te, ich hät­te ja recht, aber trotz­dem machen wir es anders. Bei­spiels­wei­se wenn ein Kol­le­ge Zeit­dau­ern simu­liert und nicht deter­mi­nis­tisch 5 Sekun­den haben will, son­dern durch­schnitt­lich 5 Sekun­den. Und dann nimmt der Kol­le­ge die Gauß­sche Nor­mal­ver­tei­lung mit ihren zwei Ein­ga­be­pa­ra­me­tern, wo dann das Ergeb­nis auch noch ins nega­ti­ve rut­schen kann. Dann erklä­re ich: "War­um machst du es falsch und dir unnö­tig schwer? Nimm doch die Expo­nen­ti­al­ver­tei­lung. Da hast du nur eine Para­me­ter und das Ding wird auch nie nega­tiv." Dann stimmt man mir zu, und es pas­siert nichts.

    Wenn man etwas als klar falsch erkannt hat, dann darf man es so nicht machen. Und wie die Sta­tis­ti­ken bzgl. Coro­na erho­ben wer­den, ist 'ne Kata­stro­phe. Es fehlt an Ver­ant­wor­tungs­be­wusst­sein. Nichts wird eva­lu­iert, z. B. das Tra­gen von Mas­ken. Nichts wird mal dahin­ge­hend kor­ri­giert, dass es eine Erleich­te­rung für die Men­schen dar­stellt. Es wur­de doch recht früh erkannt, dass Schmier­in­fek­tio­nen kei­ne Rol­le spiel­ten und den­noch wird einem über­all abge­nö­tigt, dass man sich die Hän­de des­in­fi­ziert. Der Bas­ket­ball­ver­band ver­langt auch, dass die Bäl­le des­in­fi­ziert wer­den. Das ist doch schweineteuer.

    Die Poli­ti­ker ver­hal­ten sich kri­mi­nell. Mit Ver­weis auf Pan­de­mie machen sie die Restau­rants dicht, aber haben die Poli­ti­ker getan, um unser Wis­sen zu erar­bei­ten? Die haben im März erklärt, man fah­re auf Sicht und nach drei Wochen war man immer noch nicht schlau­er. Die zustän­di­gen Behör­den hat­ten dann auch Oster­fe­ri­en. Mit Ver­weis auf die Pan­de­mie, wur­den jetzt vie­le klei­ne Ein­zel­händ­ler, Fri­seu­re und Beklei­dungs­ge­schäf­te geschlos­sen, aber Jens Spahn will Biontech nicht zwin­gen, die Lizenz frei­zu­ge­ben, dass ande­re Unter­neh­men den super­tol­len Impf­stoff pro­du­zie­ren kön­nen. Das geht nicht. Man kann nicht mil­lio­nen­fach die wirt­schaft­li­chen Grund­frei­hei­ten von Unter­neh­mern und deren Arbeit­neh­mern beschnei­den, aber bei Biontech sich zurück­hal­ten, obwohl der Ein­griff Biontechs Rech­te ein wesent­lich gerin­ge­rer wäre. Das wäre in etwa so, wenn die Poli­zei weiß, dass A. Mei­wes in sei­ner Woh­nung wie­der einen "Spei­se­gast" hat, die Poli­zei aber nicht rein­geht, weil sie die Unver­letz­lich­keit der Woh­nung für wich­ti­ger erach­tet als die kör­per­li­cher Unver­sehrt­heit des Gas­tes. Poli­zis­ten, die so han­del­ten, und den Tod des Gas­tes mit­ver­ant­wor­ten, hät­ten sich straf­bar gemacht. Und das muss auch für Poli­ti­ker gelten.

    1. Der Staat hat Biontech etli­che Mil­lio­nen Euro für die Ent­wick­lung des Impf­stoffs bezahlt. Statt­des­sen hät­te er auch Antei­le an der Fir­ma erwer­ben und auf die­se Wei­se mit­be­stim­men kön­nen. Aber die wirt­schafts­po­li­tisch so sehr kom­pe­ten­te CDU kommt auf so eine Idee natür­lich nicht.

      1. https://​www​.busi​ness​in​si​der​.de/​g​r​u​e​n​d​e​r​s​z​e​n​e​/​h​e​a​l​t​h​/​c​o​r​o​n​a​-​i​m​p​f​s​t​o​f​f​-​s​t​a​r​t​u​p​s​-​d​e​u​t​s​c​h​l​a​nd/

        "Braucht es nicht – Chi­na ist dabei
        Phar­ma­fir­men aus Deutsch­land und Chi­na bün­deln in der Coro­na-Kri­se ihre Kräf­te bei der Ent­wick­lung eines Impf­stof­fes gegen das Virus. Das Main­zer Bio­tech­un­ter­neh­men Biontech will dazu mit dem chi­ne­si­schen Arz­nei­mit­tel­her­stel­ler Fosun Phar­ma zusammenarbeiten
        Für die For­schung erhält Biontech bis zu 120 Mil­lio­nen Euro aus Chi­na, davon 44 Mil­lio­nen Euro im Aus­tausch gegen Biontech-Akti­en, teil­te das Unter­neh­men am Mon­tag mit. Die 1,58 Mil­lio­nen Akti­en stam­men aus einer Kapi­tal­erhö­hung, Fosun Phar­ma über­nimmt dadurch einen Anteil von 0,7 Pro­zent an Biontech."

        Eben­falls kurz vor dem Abschluss – EU Han­dels­ab­kom­men mit China

        Noch Fra­gen?

      2. Yep! Das wäre doch das Min­des­te, oder? Ich wäre dar­über hin­aus dafür, Arti­kel 15
        des Grund­ge­set­zes für die Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land anzu­wen­den: "Grund und Boden, Natur­schät­ze und Pro­duk­ti­ons­mit­tel kön­nen zum Zwe­cke der Ver­ge­sell­schaf­tung durch ein Gesetz, das Art und Aus­maß der Ent­schä­di­gung regelt, in Gemein­ei­gen­tum oder in ande­re For­men der Gemein­wirt­schaft über­führt werden. "

    2. Lie­be Ana-Marie,

      die Lin­ke in Deutsch­land war da schon ein­mal wei­ter. "Frei­heit ist immer Frei­heit der anders Den­ken­den" erklär­te Rosa Luxemburg. 

      Seit Barack Oba­ma (er war der Meis­ter) wird die Psy­cho­lo­gie der Lin­ken dazu benutzt, rech­te Poli­tik zu machen. Suchen Sie im Inter­net nach "liber­tä­rer Pater­na­lis­mus", funk­tio­niert auch als Maternalismus.

      Also "wir sor­gen für Euch", aber ihr dürft da nicht mitreden.

      Die Quer­den­ker-Demos als "rechts­of­fen". Sind sie und das ist teils bewuss­te Stra­te­gie, teils tickt der deut­sche Mit­tel­stand ein­fach in die Rich­tung. Wir spre­chen hier über den Kern der "christ­li­chen" Par­tei­en. Aus­sa­ge einer baye­ri­schen ent­täusch­ten Bür­ge­rin "Ihr seid für uns da und nicht wir für Euch".

      Die Quer­den­ker ver­tre­ten aber kei­ne "rech­ten ras­sis­ti­schen" Posi­tio­nen. Der deut­sche Mit­tel­stand agiert inter­na­tio­nal und beschäf­tigt inter­na­tio­nal. Die Anti­fa wir­ken wie Idio­ten bei die­sen Demonstrationen.

      Wenn du Abstand für Unsinn und Mas­ken für gesund­heits­schäd­lich hältst, wirst du den Abstand auch nicht hal­ten und die Mas­ken auch nicht tra­gen. Ich habe kei­ne wis­sen­schaft­li­che Dis­kus­si­on dar­über wahr­ge­nom­men, was die­se Ein­schrän­kun­gen bewir­ken (sol­len). Und ob sie mehr nut­zen als scha­den. Du? Ja, man darf da eine ande­re Mei­nung haben und anders han­deln und nein, man bringt dadurch nicht die eige­ne Oma um.

      Wenn wir über Schu­le spre­chen, ich hal­te es für völ­lig irre und päd­ago­gisch unver­ant­wort­lich, wenn Leh­rer Kin­der behan­deln wie gefähr­li­che Viren­schleu­dern. Ich hal­te das auch zwi­schen­mensch­lich für ein Unding.
      Also hal­te ich mich auch nicht an die "Regeln". Das mit der Oma umbrin­gen hal­te ich für Kindesmisshandlung. 

      Es sind vie­le Leu­te auf den Demons­tra­tio­nen, ja auch Omas, die eine ande­re Mei­nung dar­über haben, was "gesund" ist und was "krank" macht. Viel­leicht suchst du mal nach "anthro­po­so­phi­schem Lebens­stil". Der ist wis­sen­schaft­lich erwie­se­ner­ma­ßen gesund. 

      "Die Coro­na-Pan­de­mie ist ein welt­wei­tes Phä­no­men, kei­ne Dros­ten-Mer­kel-Ver­schwö­rung (oder Gates-WHO-Verschwörung)."

      Es ist ein welt­wei­tes Phä­no­men durch das Dash­board der John-Hopkins-Universität.
      https://​www​.tages​schau​.de/​i​n​l​a​n​d​/​j​o​h​n​s​-​h​o​p​k​i​n​s​-​u​n​i​-​c​o​r​o​n​a​-​z​a​h​l​e​n​-​1​0​1​.​h​tml
      " Wie eine gemein­sa­me Recher­che des Medi­en­ma­ga­zins ZAPP und der Daten­jour­na­lis­ten von NDR Data zeigt, stam­men die Zah­len für Deutsch­land von drei ver­schie­de­nen deut­schen Online­me­di­en: der "Ber­li­ner Mor­gen­post", "Zeit Online" und dem "Tages­spie­gel". Die Medi­en war­ten für ihre eige­nen Aus­wer­tun­gen nicht erst auf die offi­zi­el­len Zah­len des Robert Koch-Insti­tuts, son­dern rufen in einem teil­wei­se auto­ma­ti­sier­ten Pro­zess direkt die Zah­len der Gesund­heits­äm­ter, Minis­te­ri­en und Staats­kanz­lei­en ab. Die­se ste­hen in der offi­zi­el­len Mel­de­ket­te vor dem Robert Koch-Insti­tut und stel­len die Zah­len der labor­be­stä­tig­ten Neu­erkran­kun­gen meist schnel­ler zur Verfügung."
      John Hop­kins ist eine Pri­vat­uni­ver­si­tät mit För­de­rung aus staat­li­chen und Pri­va­ten Quellen
      https://​hub​.jhu​.edu/​2​0​1​8​/​0​3​/​2​3​/​n​s​f​-​r​e​s​e​a​r​c​h​-​f​u​n​d​i​n​g​-​r​a​n​k​i​n​gs/
      Die­se Daten­auf­be­rei­tung ist teu­er. Wer zahlt welt­weit dafür?
      Bloom­berg Phil­an­thro­pies and the Stavros Niar­chos Foundation.
      Wer bezahlt die Daten­auf­be­rei­tung bei Zeit, Tages­spie­gel und Ber­li­ner Morgenpost?
      https://​taz​.de/​S​t​i​f​t​u​n​g​s​f​i​n​a​n​z​i​e​r​t​e​r​-​J​o​u​r​n​a​l​i​s​m​u​s​/​!​5​6​5​6​3​69/

      Also nein, es ist kei­ne Merkel/Drosten Ver­schwö­rung, son­dern eine kon­zer­tier­te Akti­on pri­va­ter Stif­tun­gen, mit der über die Medi­en Druck auf die Poli­tik aus­ge­übt wird. Wenn ich mich rich­tig erin­ne­re hat die Poli­tik bis Mit­te März ver­sucht, die Bevöl­ke­rung zu beru­hi­gen (mil­de Grip­pe) und hat mit der Wir­kung der Bil­der aus Ber­ga­mo dann das Hand­tuch geschmis­sen. Die AfD hat natür­lich ent­ge­gen­ge­setzt agiert: Bis Mit­te März der Regie­rung Untä­tig­keit vor­ge­wor­fen, und dann protestiert.

  5. Das Schlimms­te ist Gewalt, doch auch Sprach­lo­sig­keit, Gesprächs­ver­wei­ge­rung ist schlimm. Denn jeder Mensch ist es wert, dass man ihm zuhört, und jeder soll gleich­be­rech­tigt dar­in sein, sich ins Gespräch einzubringen. 

    Ich fin­de es sehr anstän­dig von CORONA DOKS, den zwei kri­ti­schen Kom­men­ta­to­ren anzu­bie­ten, ihre Posi­ti­on als Gast­bei­trag hier zu ver­öf­fent­li­chen, und fin­de es ange­nehm und span­nend, dass Ana-Marie L. über­haupt antwortet. 

    .

    Nun aber zum Begriff der Pandemie 

    23 May 2009 | WHO will rede­fi­ne pandemic 

    https://​www​.viro​lo​gy​.ws/​2​0​0​9​/​0​5​/​2​3​/​w​h​o​-​w​i​l​l​-​r​e​d​e​f​i​n​e​-​p​a​n​d​e​m​ic/

    Table 1. World Health Orga­niza­ti­on (WHO) pan­de­mic influ­en­za gui­de­lines, 1999–2009

    https://www.who.int/bulletin/volumes/89/7/11–086173.pdf

    Am 11. Juni 2009 hat­te die Gene­ral­di­rek­to­rin der WHO, Mar­ga­ret Chan, die höchs­te Warn­stu­fe des Pan­de­mie­stu­fen­plans ver­kün­det. Die durch den neu­en Influ­en­za‑A/H1N1/2009-Erre­ger aus­ge­lös­te Neue Grip­pe wur­de als Pan­de­mie eingestuft, 

    https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/daz-az/2010/daz-24–2010/pandemie-oder-nur-geschaeftemacherei

    Grip­pe in Mexi­ko wur­de zur Pan­de­mie „auf­ge­bla­sen“

    https://​www​.deutsch​land​funk​kul​tur​.de/​a​n​g​s​t​m​a​c​h​e​-​z​u​m​-​n​u​t​z​e​n​-​d​e​r​-​p​h​a​r​m​a​i​n​d​u​s​t​r​i​e​-​g​r​i​p​p​e​-​i​n​-​m​e​x​i​k​o​.​9​5​4​.​d​e​.​h​t​m​l​?​d​r​a​m​:​a​r​t​i​c​l​e​_​i​d​=​1​4​4​881

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    Deutsch­land­fung Kultur 

    18.12.2009

    Grip­pe in Mexi­ko wur­de zur Pan­de­mie „auf­ge­bla­sen“

    (…) Lia­ne von Bil­ler­beck: Wie kam es denn nun zu der War­nung und wer waren die han­deln­den Per­so­nen, die dar­über ent­schie­den haben? 

    Wolf­gang Wodarg: Wir müs­sen da ein biss­chen zurück­ge­hen in die Jah­re 2005, 2006. Damals wur­de ja die Vogel­grip­pe uns vor Augen geführt, und wir wur­den damals schon in Angst und Schre­cken ver­setzt, dass die Welt­be­völ­ke­rung aus­ge­rot­tet wer­den kön­ne durch eine neue Seu­che, und das wur­de dann von den Regie­run­gen, in gro­ßem Maße wur­den dann Tablet­ten gekauft, die angeb­lich dann uns schüt­zen sollten. 

    von Bil­ler­beck: Allein in Deutsch­land sind 200 Mil­lio­nen Euro dafür aus­ge­ge­ben worden. 

    Wodarg: Rich­tig, ja. Für ein Medi­ka­ment, was nie aus­pro­biert wur­de, weil es die­se Krank­heit, für die es dann ein­ge­setzt wer­den soll­te, gar nicht gab. Die gab es zwar bei Vögeln, die gibt es immer noch bei Vögeln, die gab es auch vor­her schon da, aber beim Men­schen zum Glück nicht. Und das hat dazu geführt, dass dann Pan­de­mie­plä­ne gemacht wur­den. Die­se Panik hat so gut geklappt und alle waren so wich­tig gewor­den, die sich mit die­ser The­ma­tik befas­sen, dass sie sich dann regel­mä­ßig getrof­fen haben und uns schüt­zen woll­ten vor einer Gefahr, die sie sel­ber sich aus­ge­dacht haben, die sein könn­te, jeder­zeit kom­men könn­te. Das war immer der Spruch, den man gehört hat. 

    Und die­se Pan­de­mie­plä­ne sind dann gemacht wor­den, die wur­den benutzt von der Indus­trie dann auch, um Mit­tel zu akqui­rie­ren, um Impf­stoff­fa­bri­ken auf die Wie­se zu stel­len und neue Pro­duk­ti­ons­ka­pa­zi­tä­ten dann zu schaf­fen. Und das muss­te jetzt ja irgend­wann mal aus­pro­biert wer­den, das muss­te jetzt ja mal zum Tra­gen kommen. 

    Da ist viel inves­tiert wor­den, und da hat man sich die­se Grip­pe genom­men, die man dort in Mexi­ko gefun­den hat, hat sie auf­ge­bla­sen und hat sie zu einer Pan­de­mie hoch­sti­li­siert und damit Angst und Schre­cken ver­brei­tet. Das hat dazu geführt, dass die Regie­run­gen dann unter Druck stan­den, für die Bevöl­ke­rung was zu tun und ihre Bevöl­ke­rung jeweils zu schützen. 

    von Bil­ler­beck: Das klingt unglaub­lich nach Ver­schwö­rungs­in­dus­trie – also die Phar­ma­in­dus­trie ist an allem schuld? 

    Wodarg: Das ist Mar­ke­ting, und das war ja sehr erfolg­reich. Und das hat es noch nicht gege­ben vor­her, dass es Abnah­me­ga­ran­tien für Impf­stof­fe gab. (…) 

    von Bil­ler­beck: Wenn sich auch nach der Debat­te im Euro­pa­rat bestä­tigt, dass die Phar­ma­in­dus­trie da eine gro­ße Angst­kam­pa­gne zum eige­nen Nut­zen geschürt hat, was muss sich dann ändern? 

    Wodarg: Da müs­sen die Kon­se­quen­zen gezo­gen wer­den, da müs­sen die Per­so­nen zur Rechen­schaft gezo­gen wer­den, die so was gemacht haben. Das wür­de dann unter den Tat­be­stand der Kor­rup­ti­on fal­len kön­nen, und da gibt es ja ent­spre­chen­de Regeln, wie man mit Men­schen umgeht, die kor­rupt sind. 

    https://​www​.deutsch​land​funk​kul​tur​.de/​a​n​g​s​t​m​a​c​h​e​-​z​u​m​-​n​u​t​z​e​n​-​d​e​r​-​p​h​a​r​m​a​i​n​d​u​s​t​r​i​e​-​g​r​i​p​p​e​-​i​n​-​m​e​x​i​k​o​.​9​5​4​.​d​e​.​h​t​m​l​?​d​r​a​m​:​a​r​t​i​c​l​e​_​i​d​=​1​4​4​881

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  6. Sor­ry, ab "Coro­na-Leug­ner-Bewe­gung" und "extre­men Rech­ten" ist das schon nicht mehr ernst zu neh­men. Wer so in einen Dis­kurs ein­steigt und sei­ne Kon­tra­hent ver­un­glimpft, zeigt dass er kein Inter­es­se an der Posi­ti­on ande­rer hat und sie in Schub­la­den steckt.

    Die Ver­wen­dung des Bin­nen I ist nicht ver­wun­der­lich und das Gekei­le gegen das "kapi­ta­lis­ti­schen Bil­dungs­sys­tems", das im Sozia­lis­mus genau­so Pro­pa­gan­da wäre auch nicht. Salon­lin­ke oder Anti­fan­ten, die nur Schwarz und Weiß ken­nen. Die Nach­denk­sei­ten sind bei denen sicher auch schon als rech­te Web­sei­te geblockt. Die Kuba­ner sind toll und selbst­los, aber Chi­na kommt komi­scher­wei­se nicht vor.

    Und dann wie­der Gejam­mer über die Extre­men. Der Gedan­ke, dass sowohl den Kri­ti­kern als auch den Befür­wor­tern an der Zukunft ihrer Kin­der gele­gen ist, kommt nicht auf. Der Herr Gat­te ist ja wohl noch gut auf­ge­ho­ben bis das Gemein­schaft­sys­tem zer­bricht, aber wer braucht 2021 schon noch Lehrer?

  7. @Ana- Marie/ Zitat aus Ihrem Text: "Mein The­ma ist das Wir­ken der extre­men Rech­ten inner­halb der Coro­na-Leug­ner-Bewe­gung und ihres Umfel­des". Dazu muss ich Ihnen sagen, dass Sie hier in die­sem Forum ver­geb­lich nach extre­men Rech­ten suchen kön­nen; die sind mir hier bis­her nicht auf­ge­fal­len und das wären sie ganz sicher, wenn dem so wäre. Die "Coro­na-Leug­ner-Bewe­gung" ist ein den gleich­ge­schal­te­ten Medi­en nach­ge­plap­per­ter Begriff, mit dem allen Maß­nah­men- Kri­ti­ker glei­cher­ma­ßen unter­stellt wird, sie woll­ten Covid'19 als Ursa­che schwe­rer Erkran­kun­gen gene­rell nicht wahr­ha­ben. Damit umgeht man die Aus­ein­an­der­set­zung mit den vie­len ein­zel­nen und dif­fe­ren­zier­ten Argu­men­ten, wie z.B. dass die WHO selbst zuge­ben muss­te, dass die Aus­ru­fung der Krank­heit als Pan­de­mie ange­sichts der rea­len Fall­zah­len(- die sich als weit­aus nied­ri­ger erwie­sen, als medi­al pro­pa­giert wur­de-) nicht hät­te sein müs­sen und dass sie sich der Ein­schät­zung der "Gre­at Bar­ring­ton- Erklä­rung" inter­na­tio­nal aner­kann­ter medi­zi­ni­scher Kory­phä­en anschloss (-dass Covid'19 etwa einer mit­tel­schwe­ren Grip­pe ent­spricht). Um dies genau­er zu bele­gen möch­te ich Sie auch auf die Web­sei­te des Dr. Wolf­gang Wodarg (SPD) ver­wei­sen, der die­se Dis­kre­panz zwi­schen "Dich­tung und Wahr­heit" mit gut recher­chier­ten Fak­ten her­lei­ten, klar­stel­len und bele­gen kann. Dafür müs­sen Sie sich aber dann schon die Zeit neh­men, das ist sehr span­nend und über­zeu­gend! wodarg​.com
    Auch ich bin der Mei­nung, dass eine Revo­lu­ti­on sei­tens der Lohn­ab­hän­gi­gen längst fäl­lig ist, in der der "Gre­at Reset" (sie­he Klaus Schwab) unbe­dingt ver­hin­dert wer­den muss! Dar­um soll­te sich die LINKE end­lich von den Mär­chen ablö­sen, die uns die Panik­ma­cher um die Ohren hau­en, um zu tei­len und zu herrschen!
    Sie­he auch: https://​mul​ti​po​lar​-maga​zin​.de/​a​r​t​i​k​e​l​/​w​a​s​-​s​t​e​c​k​t​-​h​i​n​t​e​r​-​d​e​r​-​c​o​r​o​n​a​-​p​o​l​i​tik

  8. Kli­en­ten sind WIR also. Danach Tot­schlag mit dem Begriff Coro­na-Leug­ner-Bewe­gung – Asso­zia­ti­on Holo­coust­leug­ner, noch­mals unter­stri­chen durch Extrem­rech­te inner­halb DER Bewe­gung und IHRES Umfel­des. Ja, Tei­le eini­ger Umfel­der könn­ten wirk­lich Störer/U‑Boote/Verfassungsbeschmutzer sein, wenn man sie genau unter die Lupe nimmt, aber? Kei­ne Zeit wg. Job und Fami­lie. Don­ner­schlag! Alles also sum­ma sum­ma­rum eine homo­gen abge­stan­de­ne Mas­se, die sich einem anbah­nen­den sozia­lis­ti­schen Para­dies ent­ge­gen stellt, das eine nicht aus­mach­ba­re Eli­te für den Pöbel als mach­ba­re Alter­na­ti­ve aus­er­son­nen hat. Da staunt der Laie und der Fach­mann wun­dert sich. 

    Lie­be Ana-Maria. Von einer beken­nen­den Sozia­lis­tin erwar­te ich, dass sie für die Schwächs­ten der Gesell­schaft ein­tritt, nicht nach oben buckelt und nach unten tritt. 

    Wenn sie eine Welt­re­gie­rung infra­ge stel­len: Hier ist sie, die sich selbst als "Glo­bal Gover­nan­ce" dekla­rie­ren­de Eli­te: https://​intel​li​gence​.wefo​rum​.org/​t​o​p​i​c​s​/​a​1​G​b​0​0​0​0​0​0​0​L​H​N​2​E​A​O​?​t​a​b​=​p​u​b​l​i​c​a​t​i​ons

    Da sind Kol­le­gen dabei, die machen sich seit Jah­ren um nichts ande­res Gedan­ken, als um die Ret­tung des Kapi­ta­lis­mus. Neh­men sie das doch bit­te zur Kenntnis.

    Sie soll­ten auf­hö­ren, sich ein­zu­re­den, die übten kei­ne Macht aus und mein­ten es gut mit ihnen und uns. Lesen sie. Lesen sie Bücher. Vor­aus­set­zung: sie müs­sen wol­len und sie müs­sen auch das lesen, was ihnen nicht gefällt. Aller­dings muss es RELEVANT sein für ihren Entscheidungsprozess. 

    "Wer weiß? Wer ent­schei­det? Wer ent­schei­det, wer ent­schei­det?" Begin­nen sie mit Zuboff. Danach Schwab. Den Rest schaf­fen sie – auch mit Fami­lie. Zeit wer­den sie zukünf­tig mehr als genug haben.

    1. "Wer weiß? Wer ent­schei­det? Wer ent­schei­det, wer ent­schei­det?" Begin­nen sie mit Zuboff. Danach Schwab. Den Rest schaf­fen sie – auch mit Fami­lie. Zeit wer­den sie zukünf­tig mehr als genug haben.'
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      Ein guter Rat. Wür­de er beher­zigt, könn­te man sich vie­le sinn­lo­se Gra­ben­kämp­fe spa­ren, die am ehes­ten mit Glau­ben­krie­gen zu ver­glei­chen sind. Wenn man sich die seit Jah­ren vor­lie­gen­de Lite­ra­tur anschaut, muss man schon völ­lig bor­niert sein, wenn man dann immer noch von Ver­schwö­rungs­my­then spricht. Auch in ande­ren Berei­chen. Aber Pro­fes­sor But­ter hat eben sei­ne Jün­ger, womög­lich, weil er sich auf Fla­cherd­ler­ni­veau bewegt.

  9. Dass so vie­le angeb­lich Lin­ke nicht zu sehen schei­nen, dass das durch Coro­na mög­li­cher­wei­se beschleu­nig­te Ende des Neo­li­be­ra­lis­mus nicht in einen bes­se­ren, gerech­te­ren Sozia­lis­mus füh­ren son­dern in einen tota­li­tä­ren digi­ta­len Neofeudalismus/Überwachungskapitalismus, der sich über alle Berei­che unse­rer Exis­tenz zu ermäch­ti­gen droht, ver­ste­he ich nicht und kann es höchs­tens mit Nai­vi­tät erklären.

    1. Stimmt doch da kommt nichts inhalt­li­ches son­der das ist nur Trol­len vom Feins­ten vom Markus.

      Das muss übri­gens alles nicht ver­öf­fent­licht wer­den. Nur als Ant­wort auf Ihren Kommentar.

      Ich fin­de fan­tas­tisch, dass Sie die­se bei­den Per­so­nen zu Wort kom­men las­sen wol­len. Aber das was die Dame da geschrie­ben hat ist auch wirk­lich pro­ble­ma­tisch. Die­se gan­ze Sache ist vom Staat orches­triert uns Sie for­dert Sozia­lis­mus. Als hät­te man dann mehr Ein­fluss als im der­zei­ti­gen demo­kra­ti­schen Sys­tem. Sozia­lis­mus wür­de bedeu­ten, dass alle Pro­duk­ti­ons­mit­tel dem Staat gehö­ren und damit wäre der Anreiz mit den Impf­stof­fen Unsinn zu trei­ben noch grö­ßer. Die­se kor­rek­te Defi­ni­ti­on von Sozia­lis­mus ist der Dame aber lei­der offen­sicht­lich nicht geläu­fig. Unter uns gesagt ist die­ses gan­ze Pam­phlet purer Trug­schluss und voll­kom­men grund­falsch (das Pro­blem ist die ein­ge­bil­de­te Mora­li­sche Über­le­gen­heit der Kom­men­ta­to­ren Mar­kus und Ana-Marie). Das glei­che ver­weich­lich­te risis­ko­aver­se Den­ken hat uns die­se Lage gebracht. Wir leben in einer kran­ken Gesell­schaft und in einer Zivi­li­sa­ti­on die des Nie­der­gangs geweiht ist. Was wir gera­de beob­ach­ten ist nur eine Beschleu­ni­gung von zuvor bereits ange­wen­de­ten Mus­tern. Die­se gan­ze "man muss den Wis­sen­schaft­lern glau­ben" Uns­sinn wur­de mit dem Kli­ma­wan­del kon­se­quent kon­di­tio­niert. Und ich Maße mir an die­se Urteil fäl­len zu dür­fen, da ich selbst Wis­sen­schafft­ler mit meh­re­ren Ver­öf­fent­li­chun­gen bin. Mir sind auch die Geld­flüs­se in der Wis­sen­schaft und die "Anfor­de­run­gen" die man erfül­len muss um För­de­rung zu erhal­ten bes­tens bekannt.

      Die Medi­en sind mas­siv unter­lau­fen und der Staats­ap­pa­rat auch. Vor allem von innen her­aus. So wür­den 60% der Jour­nos die grü­nen wäh­len und fast der gesam­te Rest die Lin­ke. Damit ist neu­tra­le Bericht­erstat­tung nicht mög­lich. Ich könn­te noch eine Wei­le so wei­ter machen aber ich spa­re Ihnen das.

      Ich dan­ke Ihnen von gan­zem Her­zen für Ihre Arbeit. Ich den­ke näm­lich Sie haben voll­kom­men Recht. Die Fixie­rung auf Dros­tens Diss ist nicht ziel­füh­rend. Wich­tig sind die Ver­stri­ckun­gen die Sie ja auch auf­ge­zeigt haben. Dros­ten hat kon­se­quent PCR als Stand­art für die Dia­gnos­tik von Infek­ti­ons­krank­hei­ten eta­bliert mit sei­ner Arbeit in den letz­ten 20 Jah­ren obwohl der Erfin­der der PCR selbst sag­te, dass die Metho­de dazu nicht geeig­net ist (wie prak­tisch dass Kary Mul­lis Ende 2019 an Lun­gen­ent­zün­dung!!! gestor­ben ist). Dros­ten ist aber nur ein Sym­ptom eines grö­ße­ren sys­te­ma­ti­schen und sys­te­mi­schen Pro­blems. Ich tau­sche bei Inter­es­se ger­ne mit Ihnen dar­über aus. Aber nicht so ger­ne in der Öffent­lich­keit. Wie gesagt ich bit­te dar­um die­sen Kom­men­tar nicht zu veröffentlichen.

  10. Guten Mor­gen, aa. Soeben habe ich in mei­nem Brief­kas­ten einen fik­ti­ven Brief von Ange­la Mer­kel vor­ge­fun­den, der wohl eigent­lich an Ihre Adres­se gedacht war. Ich lei­te ihn hier an Sie weiter:
    +++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++
    Sehr geehr­ter HerrAschmoneit
    ich habe eine ver­ant­wor­tungs­vol­le Auf­ga­be, was dazu führt, dass ich nicht unun­ter­bro­chen die Debat­ten in der Bevöl­ke­rung ver­fol­gen kann. Mein The­ma ist die Bekämp­fung der Pan­de­mie und die Fra­ge, wie die Regie­rung ange­sichts der sta­tis­tisch beleg­ten Pan­de­mie und der wis­sen­schaft­lich beleg­ten Kli­ma­ka­ta­stro­phe die­ses Land so trans­for­mie­ren kann, dass es die­sen Her­aus­for­de­run­gen gewach­sen sein kann und die Leit­plan­ken einer Gesell­schaft erhal­ten bleiben.
    Aller­dings akzep­tie­re ich Ihre „Klei­ne Anfra­ge“ und schrei­be zu Ihren Fra­gen, ohne die Hoff­nung zu haben, dass Ihre Kli­en­ten das an sich ran las­sen. Sie kön­nen sie hier als Kom­men­tar ste­hen las­sen oder sie als eige­nen Gast­text pos­ten, das ent­schei­den Sie.
    ▪ Hal­tet Ihr für abwe­gig, daß Phar­ma-Kon­zer­ne wie ande­re auch ein Markt­um­feld schaf­fen und sich über Lob­by-Arbeit Ein­fluß verschaffen?
    Man muss die Din­ge neh­men, wie sie sind und dann sehen, wie man Lösun­gen findet.
    Die Phar­ma­in­dus­trie finan­ziert die Wis­sen­schaft, die not­wen­dig ist, Impf­stof­fe für die­se und die erwart­bar wei­te­ren Pan­de­mien zu fin­den, die uns noch heim­su­chen könn­ten. Daher ist es ver­kehrt, von einer Lob­by zu spre­chen. In einer markt­kon­for­men Demo­kra­tie ist wis­sen­schaft­li­che und logis­ti­sche Exper­ti­se unab­ding­bar, um die Zie­le von Public Health gemäß WHO-Defi­ni­ti­on zu errei­chen, also die Ver­hin­de­rung von Krank­hei­ten, die Ver­län­ge­rung des Lebens und die För­de­rung der Gesund­heit (WHO 2011).
    Mit den Essen­ti­al Public Health Ope­ra­ti­ons (EPHO) for­mu­lier­te das WHO-Regio­nal­ko­mi­tee für Euro­pa zen­tra­le Auf­ga­ben im Bereich der öffent­li­chen Gesund­heit (EPHO 1–5) sowie über­ge­ord­ne­te The­men (EPHO 6–10), wel­che die Erbrin­gung die­ser Auf­ga­ben ermög­li­chen (WHO 2012, WHO 2015):
    • Sur­veil­lan­ce von Gesund­heit und Wohl­be­fin­den der Bevölkerung,
    • Beob­ach­tung von Gesund­heits­ge­fah­ren und gesund­heit­li­chen Not­la­gen und Gegenmaßnahmen,
    • Gesund­heits­schutz­maß­nah­men (u.a. in den Berei­chen Umwelt‑, Arbeits- und Nahrungsmittelsicherheit,
    • Gesund­heits­för­de­rung, ein­schließ­lich Maß­nah­men in Bezug auf sozia­le Deter­mi­nan­ten und gesund­heit­li­che Maßnahmen,
    • Krank­heits­prä­ven­ti­on, ein­schließ­lich Früherkennung,
    • Gewähr­leis­tung von Poli­tik­ge­stal­tung und Steue­rung (Gover­nan­ce) für mehr Gesund­heit und Wohlbefinden,
    • Gewähr­leis­tung einer aus­rei­chen­den Zahl von fach­kun­di­gem Per­so­nal im Bereich der öffent­li­chen Gesundheit,
    • Gewähr­leis­tung von nach­hal­ti­gen Orga­ni­sa­ti­ons­struk­tu­ren und Finanzierung,
    • Über­zeu­gungs­ar­beit, Kom­mu­ni­ka­ti­on und sozia­le Mobi­li­sa­ti­on für die Gesundheit,
    • För­de­rung der For­schung im Bereich der öffent­li­chen Gesund­heit zwecks Anwen­dung in Poli­tik und Praxis.
    Die Essen­ti­al Public Health Ope­ra­ti­ons sind Teil des Euro­päi­schen Akti­ons­plans zur Stär­kung der Kapa­zi­tä­ten und Ange­bo­te im Bereich der öffent­li­chen Gesundheit.
    Die­sen Zie­len fühlt sich die deut­sche Bun­des­re­gie­rung ohne Wenn und Aber ver­pflich­tet, denn sie sind grund­le­gend für jedes Gemeinwesen.
    Zur Errei­chung die­ser Zie­le wur­de im Jahr 2017 ein Inter­na­tio­na­les Bera­ter­gre­mi­ums ins Leben gerufen:
    1. Vor­sitz: Prof. Dr. Ilo­na Kick­busch, Direk­to­rin des Glo­bal Health Cent­re, Gra­dua­te Insti­tu­te of Inter­na­tio­nal and Deve­lo­p­ment Stu­dies in Genf
    2. Prof. Dr. Chris­ti­an Dros­ten, Direk­tor des Insti­tuts für Viro­lo­gie Charité
    3. Dr. Chris­to­pher Eli­as, Prä­si­dent des Glo­bal Deve­lo­p­ment Pro­gram, Bill & Melin­da Gates Stiftung
    4. Prof. Jere­my Farr­ar, Direk­tor des Well­co­me Trusts
    5. Prof. Dr. Jörg Hacker, Prä­si­dent der Deut­schen Aka­de­mie der Natur­for­scher Leo­pol­di­na – Natio­na­le Aka­de­mie der Wissenschaften
    6. Dr. Mats­hidi­so Rebec­ca Moe­ti, WHO Regio­nal­di­rek­to­rin für Afrika

    Das 2017 gegrün­de­te Inter­na­tio­na­le Bera­ter­gre­mi­um berät das Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­te­ri­um bei der Neu­aus­rich­tung der Stra­te­gie zur inter­na­tio­na­len Gesund­heits­po­li­tik. Dafür ist ein umfang­rei­cher Aus­tausch aller Res­sorts der Bun­des­re­gie­rung mit Ver­tre­te­rin­nen und Ver­tre­tern von Nicht­re­gie­rungs­or­ga­ni­sa­tio­nen, Wis­sen­schaft, pri­va­ter Wirt­schaft und Poli­tik geplant. Dabei ste­hen die Gestal­tungs­mög­lich­kei­ten Deutsch­lands in der inter­na­tio­na­len Gemein­schaft im Mittelpunkt.
    Mir ist durch­aus bekannt, dass inner­halb der Quer­den­ker-Bewe­gung von links der Gedan­ke einer ver­ge­sell­schaf­te­ten Plan­wirt­schaft durch Koope­ra­ti­ven Gehör fin­det. Ich bin in der DDR auf­ge­wach­sen und habe daher erfah­ren, dass es so nicht gelin­gen kann, die Her­aus­for­de­run­gen im inter­na­tio­na­len Kon­text zu lösen. Von rechts kommt gar die Idee, man kön­ne die anste­hen­den Pro­ble­me los­ge­löst vom inter­na­tio­na­len Kon­text „mit ver­ein­ten Kräf­ten“ natio­nal lösen. Das jedoch ist eine Illu­si­on ange­sichts glo­ba­ler Pro­ble­me und führt nur dazu, dass Deutsch­land abge­hängt wer­den wird und die Gefahr einer faschis­tisch-auto­ri­tä­ren Füh­rung aber­mals als Stör­fak­tor im Welt­ge­sche­hen agie­ren könnte.
    Coro­na hat erneut bewie­sen, dass die glo­ba­le Zusam­men­ar­beit mit allen rele­van­ten Akteu­ren im Wort­sin­ne not­wen­dig ist. Ich wür­de mich freu­en, sol­chen Klar­text von Herrn Asch­mon­eit zu lesen, er betreibt ja die­sen sich als links ver­ste­hen­den Blog.
    ▪ Seht Ihr in den seit Mona­ten zu sehen­den Ent­schei­dun­gen von Kanz­le­rin und Minis­ter­prä­si­den­tIn­nen (mit anschlie­ßen­der Infor­ma­ti­on man­cher Par­la­men­te) nicht auch einen Abbau der Demokratie?
    Es ist ange­sichts die­ser Kri­se not­wen­dig, dass wir alle Opfer brin­gen. Dazu gehört nicht nur der ein­fa­che Bür­ger, son­dern auch Künst­ler, die Ver­an­stal­tungs- und Kul­tur­in­dus­trie und Flug­ge­sell­schaf­ten, eben­so der Mit­tel­stand im Dienstleistungsbereich.
    Die tem­po­rä­ren Ein­schrän­kun­gen sind not­wen­dig, um die Pan­de­mie zu bekämp­fen, wie ja auch die Ein­schrän­kun­gen in ande­ren Län­dern, die kei­ne Demo­kra­tien sind, zei­gen. Die Regie­run­gen der Welt haben die­se Sze­na­ri­en seit vie­len Jah­ren erprobt, und die­se Pro­ben haben gezeigt, dass die Plä­ne umsetz­bar sind, wenn alle – NGOs, Regie­run­gen, Inter­na­tio­na­le Orga­ni­sa­tio­nen und Medi­en – an einem Strang ziehen.
    Ich bin über­zeugt, dass wir nach der Ein­übung von Ver­hal­tens­wei­sen, die Pan­de­mien früh­zei­tig erken­nen und ein­däm­men und zudem die neu­en digi­ta­len Mög­lich­kei­ten aus­schöp­fen, nicht weni­ger, son­dern mehr Frei­hei­ten haben wer­den. Es wer­den ande­re sein, aber wenn alle kon­struk­tiv am glei­chen Ziel mit­ar­bei­ten, kön­nen wir das erreichen.
    ▪ Seid Ihr mit mir der Mei­nung, daß die Situa­ti­on auf den Inten­siv­sta­tio­nen Ergeb­nis poli­ti­schen Ver­sa­gens ist?
    Selbst­ver­ständ­lich ler­nen wir stän­dig dazu. Die aktu­el­le Pan­de­mie hilft uns zu ver­ste­hen, wie wir schnel­ler agie­ren und das Gesund­heits­sys­tem ver­bes­sern kön­nen. Neue Tech­no­lo­gien durch wis­sen­schaft­li­che For­schung und zeit­na­he Daten sind auch hier der Schlüs­sel zur Errei­chung der Zie­le der WHO.
    ▪ Tragt Ihr das nahe­zu gene­rel­le Demons­tra­ti­ons­ver­bot, das sich zuneh­mend auch gegen Lin­ke rich­tet, aus Grün­den des “Infek­ti­ons­schut­zes” mit? Wenn ja, wie lange?
    Es gibt kein Demons­tra­ti­ons­ver­bot in Deutsch­land. Grund­rech­te sind ein hohes Gut, und wir wer­den dem auch gerecht. Das kön­nen Sie dar­an erken­nen, dass eine Viel­zahl von Demons­tra­tio­nen ja statt­fin­den, auch sol­che der Quer­den­ker, die gegen die Maß­nah­men gerich­tet sind. Fall­wei­se wer­den behörd­li­che Unter­sa­gun­gen auch von den Gerich­ten wider­ru­fen, wor­an sie wie­der­um erken­nen kön­nen, dass auch die Gewal­ten­tei­lung unse­rer Demo­kra­tie in vol­lem Umfang funk­ti­ons­fä­hig ist und die Rech­te der Bür­ger ach­tet, auch wenn das zu Risi­ken füh­ren kann. Ver­fas­sungs­feind­li­che Bestre­bun­gen wie die der Rech­ten oder Reichs­bür­ger sind dabei wie zu jeder Zeit, auch schon vor der Pan­de­mie, selbst­ver­ständ­lich zu unter­bin­den. Der Schutz unse­rer FDGO muss gera­de ange­sichts der deut­schen Ver­gan­gen­heit in jeder Lage unser obers­tes Ziel sein und ist es auch.
    ▪ Was sagt Ihr zu den Vor­be­hal­ten ins­be­son­de­re des Pfle­ge­per­so­nals gegen die aktu­el­len Impfstoffe?
    Das wäre bedau­er­lich, denn gera­de die sys­tem­re­le­van­ten Beru­fe soll­ten sich ihrer Ver­ant­wor­tung für die Bevöl­ke­rung und ihre Vor­bild­funk­ti­on bewusst sein. Ich bin aller­dings über­zeugt, dass die­se Vor­be­hal­te nicht sehr ver­brei­tet sind. Bei der begin­nen­den Impf­ak­ti­on tre­ten neben den Heim­be­woh­nern ja immer wie­der Pfle­ge­per­so­nal ins Bild die bewei­sen, dass es nur ein Pieks ist, eine Imp­fung wie jede ande­re, die zudem dem Gemein­wohl dient.
    Lie­ber Herr Asch­mon­eit, wie Sie wis­sen, set­ze ich selbst mich ja eben­falls täg­lich der Gefahr – unter Ein­hal­tung aller Vor­sichts­maß­nah­men – aus, um mei­ner Auf­ga­be in die­sem Land nach­zu­kom­men. Ich gehö­re selbst alters­be­dingt und aus wei­te­ren Grün­den zu den Risi­ko­grup­pen. In mei­nem Umfeld erkran­ken Poli­ti­ker wie schon früh Fried­rich Merz, Cem Özd­emir oder jüngst Jens Spahn und Macron. Das ist nicht ein­fach für mich, aber ich habe mei­ne Pflicht eben­so zu erfül­len wie alle ande­ren sys­tem­re­le­van­ten Beru­fe auch.
    Und ich ori­en­tie­re dar­auf, dass auch ange­sichts kom­men­der Pan­de­mien, auch ange­sichts der Krie­ge und der Geflüch­te­ten, ange­sichts des Ver­suchs der Aus­höh­lung sozia­ler und demo­kra­ti­scher Rech­te von rechts, ange­sichts des Vor­mar­sches von Irra­tio­na­li­tät und Bru­ta­li­tät die markt­kon­for­me Demo­kra­tie der ein­zi­ge Weg ist. Um die­sen Weg zu erhal­ten, muss ich mei­nen, müs­sen wir unse­ren Abwehr­kampf in ver­schie­de­ne Rich­tun­gen füh­ren: Gegen die Kli­ma­wan­del- und Pan­de­mie-Leug­ner, gegen die extre­me Rech­te und ihr Umfeld, gegen die Apa­thie. Ich bin opti­mis­tisch, dass das gelingt. Trotz alledem.

  11. Die sach­li­chen Anga­ben und Text­bau­stein im fik­ti­ven Brief der Ange­la Mer­kel zu Fra­ge 1 sind den fol­gen­den Quel­len entnommen:

    1. Zie­le, Auf­ga­ben und Hand­lungs­fel­der von Public Health
    https://www.rki.de/DE/Content/Institut/Public_Health/Beitrag_Jubilaeumsbuch.html#:~:text=Ziele%20von%20Public%20Health%20sind,der%20Gesundheit%20(WHO%202011).

    2. Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Grö­he beruft inter­na­tio­na­les Bera­ter­gre­mi­um, Mel­dung vom 17.08.2017
    https://​www​.bun​des​ge​sund​heits​mi​nis​te​ri​um​.de/​m​i​n​i​s​t​e​r​i​u​m​/​m​e​l​d​u​n​g​e​n​/​2​0​1​7​/​a​u​g​u​s​t​/​i​n​t​e​r​n​a​t​i​o​n​a​l​e​s​-​b​e​r​a​t​e​r​g​r​e​m​i​u​m​.​h​tml

  12. Lie­be Ana-Maria,
    ich glau­be wir lie­gen alle gar nicht so weit aus­ein­an­der. Es gibt aber immer Punk­te, wo man unter­schied­li­cher Mei­nung sein kann und auch muss.
    Ich möch­te Sie nur um eines bit­ten… Den­ken Sie ein­fach mal dar­über nach, wem es nützt. War­um hat die WHO den Pan­de­mie­be­griff geän­dert und sofort danach beginnt eine Panik­ak­ti­on gegen Schwei­negrip­pe und eine Wer­be­ak­ti­on für die Imp­fun­gen dage­gen? War­um ändert die WHO jetzt die Defi­ni­ti­on der Her­den­im­mu­ni­tät? Die­se kann nur noch mit einer Durch­imp­fung der Gesell­schaft erreicht wer­den. Nicht mehr auf natür­li­chem Weg. Wem nützt das alles? So wie es jetzt aus­sieht, blei­ben durch all die­se Aktio­nen nur noch ein paar Mega­kon­zer­ne und Super­rei­che übrig, die alles kon­trol­lie­ren. Es geht immer nur ums Geld. Nie­mand will uns schüt­zen. Es geht um Geld, Macht und Marktanteile.

    1. Ja, es geht immer ums Geld. Aller­dings gibt es auch im Kapi­ta­lis­mus Spiel­räu­me, die erkämpf­bar sind. Und da ist es ein Unter­schied, ob im Sin­ne der extre­men Rech­ten der Irra­tio­na­lis­mus und Sozi­al­dar­wi­nis­mus offen gepre­digt wer­den, oder ob die Gesell­schaf­ten so ver­faßt sind, dass Ele­men­te der öffent­li­chen Daseins­vor­sor­ge erhalten/ausgebaut wer­den kön­nen. Ich wür­de des­halb lie­ber dar­über dis­ku­tie­ren, wie wir unse­re Herr­schen­den dazu zwin­gen kön­nen, gute Schutz­maß­nah­men für alle Men­schen her­zu­stel­len, wie wir gute Impf­stof­fe jen­seits des Pro­fit­in­ter­es­ses etc bekom­men, als dar­über strei­ten zu müs­sen, ob nicht alles nur eine harm­lo­se Erkäl­tung ist.

      1. @Ana-Marie Lei­perz: Es ist müßig, sich an Dei­nen wie­der­hol­ten Vor­wür­fen abzu­ar­bei­ten und immer wie­der nach­zu­fra­gen, wo im letz­ten Drei­vier­tel­jahr auf die­sem Blog Irra­tio­na­lis­mus und Sozi­al­dar­wi­nis­mus gepre­digt wurden.

        Blei­ben wir bei dem, was dage­gen die Lin­ke Auf­ge­klär­tes tut. Kon­kret in Ber­lin erle­be ich dies: Der rot-rot-grü­ne Senat wei­gert sich nach wie vor, das Wahl­ver­spre­chen umzu­set­zen, nach dem die Beschäf­tig­ten der aus­ge­glie­der­ten Betrie­be von Cha­ri­té und Vivan­tes end­lich nach ver­nünf­ti­gen Tarif­ver­trä­gen bezahlt wer­den. Er han­delt so, wie es Ama­zon zu Recht vor­ge­wor­fen wird. Er hat nicht nur die­se Aus­glie­de­run­gen, d.h. Pri­va­ti­sie­run­gen und Lohn­dum­ping, zu ver­ant­wor­ten, son­dern trägt als Eigen­tü­mer mit, daß die aus­ge­glie­der­te Fir­ma "Labor Ber­lin" ihr Geschäfts­ziel dar­in sieht, mit Coro­na- und ande­ren Tests Pro­fi­te zu erwirt­schaf­ten. Für die Viro­lo­gie zustän­dig bei die­sem Unter­neh­men ist Chris­ti­an Dros­ten, der seit Mona­ten PR für genau die­se Tests betreibt. Könn­te da wohl ein Inter­es­sen­kon­flikt liegen?

        Kein Wort der Lin­ken gibt es zu der Aus­lie­fe­rung der "Stif­tung Cha­ri­té" an den Quandt-Clan. Kein Wort dazu, daß auch Prof. Cie­sek, eine wei­te­re Figur im PR-Spiel, in die­sem Jahr eine hal­be Mil­li­on Euro von der Quandt-Stif­tung erhal­ten hat. Soll­ten da nicht spä­tes­tens die Alarm­glo­cken gel­len bei den­je­ni­gen, die sich einen Sozia­lis­mus auf die Fah­nen schreiben?

        Du for­derst, daß wir "gute Impf­stof­fe jen­seits des Pro­fit­in­ter­es­ses etc bekom­men". Kannst Du mir eine lin­ke Publi­ka­ti­on oder Grup­pie­rung nen­nen, in denen die­ses Kri­te­ri­um in Hin­blick auf das gera­de Ver­impf­te dis­ku­tiert wird? Willst Du tat­säch­lich aus­blen­den, daß es zahl­rei­che Skan­da­le um Phar­ma­fir­men gab, an denen auch das jetzt regie­ren­de Per­so­nal betei­ligt war? Gibt es Anhalts­punk­te für Dich, daß dies­mal aber aus­nahms­wei­se sorg­fäl­tig und im Inter­es­se der Men­schen gehan­delt wird? Hören wir von der offi­zi­el­len Lin­ken etwas über das Kern­stück kapi­ta­lis­ti­scher For­schung, wonach die­se öffent­lich finan­ziert wird, die Erlö­se aber pri­vat abge­schöpft werden?

        Solan­ge da nichts kommt, bin auch ich geneigt, die anti­ka­pi­ta­lis­ti­schen Sprü­che für wohl­feil zu hal­ten. Sie sol­len ablen­ken von der voll­stän­di­gen Über­nah­me des Nar­ra­tivs der Herr­schen­den. Damit das nicht sofort auf­fällt, wird dies in das Gewand des Anti­fa­schis­mus gekleidet.

        1. @aa Hör doch mal auf auf zu jam­mern, ich habe DIR nicht unter­stellt, dass du Irra­tio­na­lis­mus und Sozi­al­dar­wi­nis­mus predigst.

          Ich bin kei­ne Ber­li­ne­rin, ich hab nix mit dem rrg-Senat am Hut und bin jeder­zeit bereit, mit dir zusam­men den Kapi­ta­lis­mus in sei­ner Ber­li­ner Spiel­art zu ver­dam­men. Ich hab kurz die Such­ma­schi­ne ange­schmis­sen, mir scheint, du bist nicht allein mit dei­ner Kri­tik, son­dern unter­schied­li­che Lin­ke haben sie auch, dar­un­ter (na klar!) auch Kol­le­gIn­nen der Charite.

          https://​www​.wsws​.org/​d​e​/​a​r​t​i​c​l​e​s​/​2​0​2​0​/​1​0​/​2​4​/​c​h​a​r​-​o​2​4​.​h​tml
          https://​www​.klas​se​ge​gen​klas​se​.org/​c​o​r​o​n​a​-​p​a​k​t​-​w​e​n​n​-​d​i​e​-​p​o​l​i​t​i​k​-​n​i​c​h​t​-​v​e​r​h​a​n​d​e​l​n​-​w​i​l​l​-​m​u​e​s​s​e​n​-​w​i​r​-​s​t​r​e​i​k​en/
          https://​twit​ter​.com/​I​L​_​B​e​r​l​i​n​/​s​t​a​t​u​s​/​1​3​1​1​2​2​1​3​8​6​3​3​8​2​8​3​520
          https://​www​.unse​re​-zeit​.de/​t​o​d​-​e​i​n​e​r​-​m​u​l​t​i​-​m​i​l​l​i​a​r​d​a​e​r​i​n​-​4​0​9​53/
          https://​www​.sozia​lis​mus​.click/​c​a​t​e​g​o​r​y​/​a​u​s​-​d​e​n​-​b​e​t​r​i​e​b​e​n​/​c​h​a​r​i​te/

          Viel­leicht magst du auch die bei­den fol­gen­den Tex­te zur Kennt­nis neh­men, wobei den zwei­ten (glau­be ich) schon mal the­ma­ti­siert hast:
          https://​www​.patents​-kill​.org/​d​e​u​t​s​ch/
          https://​www​.med​ico​.de/​b​l​o​g​/​d​a​s​-​u​n​b​e​h​a​g​e​n​-​i​n​-​d​e​r​-​k​r​i​s​e​-​1​8​048

          Viel­leicht schaffst du es ja mal, aus dei­ner "Alle Lin­ken sind doof"-Ecke raus­zu­kom­men. Darf ich eine Unter­stel­lung (!!) wagen? Ich glau­be du warst frü­her mal orga­ni­siert, hat­test ein Frust-Erleb­nis und bist danach ein unor­ga­ni­sier­ter Lin­ker gewor­den. Falls ich damit recht habe, wäre es für dich nicht mög­lich, dich irgend­wo wie­der zu orga­ni­sie­ren? Dann könn­test du kol­lek­tiv und soli­da­risch lin­ke Poli­tik ent­wi­ckeln, statt immer nur über die Män­gel der­sel­ben zu klagen.

  13. Vie­len Dank für den Bei­trag. In eini­gen Punk­ten bin ich ganz Ihrer Mei­nung, eini­ge ande­re fin­de ich nach­voll­zieh­bar, eini­ge ganz und gar nicht. Es ist aber jeden­falls eine gro­ße Erleich­te­rung, fest­zu­stel­len, daß ein Aus­tausch von Argu­men­ten mög­lich ist und eine wesent­lich grö­ße­re Nähe der Posi­tio­nen ver­mu­ten läßt, als dies aus der Beob­ach­tung der "Kom­men­tar-Kul­tur" ersicht­lich wird (was neben­bei auch Auf­schlüs­se über die Mecha­nis­men einer der­ar­ti­gen Kom­mu­ni­ka­ti­on und ihre per­zep­ti­ve Wir­kung zuläßt).
    Einen wesent­li­chen Punkt sehe (auch) ich dar­in, her­aus­zu­ar­bei­ten, was in der aktu­el­len Situa­ti­on eine lin­ke Hal­tung bedeu­ten könn­te. Ich habe dazu gera­de einen Auf­satz von Wolf­gang Abend­roth von 1963 gele­sen (in Horst Krü­gers Sam­mel­band "Was ist heu­te links?") und fin­de sei­ne Posi­ti­on wesent­lich ver­nünf­ti­ger, strin­gen­ter und nach­voll­zieh­ba­rer als die vie­ler gegen­wär­ti­ger Prot­ago­nis­ten, die sich zumin­dest der Par­tei­zu­ge­hö­rig­keit nach als "links" ver­ste­hen. Da erscheint mir vie­les sehr wider­sprüch­lich und in Ein­zel­fäl­len gera­de­zu erschreckend.

  14. @Ana-Marie Lei­perz
    Mit dem Ran­las­sen ist kein Pro­blem. Nur zie­hen ande­re ganz ande­re Schlüs­se daraus.
    Einen Fall wie den geschil­der­ten ken­ne ich auch:
    https://​che​cker​che​cken​.blog​ger​.de/​s​t​o​r​i​e​s​/​2​7​7​8​6​4​1​/​#​2​7​9​0​911
    Nur ist nicht klar, kann es nicht sein, ob es sich um CoV‑2 oder Coro­na-Aller­lei handelt.
    Mit „links“ kön­nen Sie rum­ma­chen wie Sie wol­len. Wer in die­ser offen­kun­di­gen Situa­ti­on des Kul­tur­bruchs durch die Zeu­gen Coro­nas sich bei Mut­tis Waden­bei­ßern ein­reiht hat sein poli­ti­sches Urteils­ver­mö­gen abge­ge­ben. Da hilft nichts.
    Ihr poli­ti­scher Kos­mos ist kaputt, genau­so wie der der AfD-Sympathisanten.

  15. Tja.
    Das alte Rechts-Links-Sche­ma passt offen­sicht­lich bei die­sem The­ma nicht mehr so rich­tig – bis auf die Sprache.
    Die gute, durch­aus sym­pa­thi­sche Ana-Marie wit­tert "sich breit­ma­chen­de Nazis" auf Demons­tra­tio­nen und "kotzt (…) über die Unfä­hig­keit des kapi­ta­lis­ti­schen Bil­dungs­sys­tems, die Kin­der und die Leh­re­rIn­nen zu schützen".
    (Wie wär's mit Schutz­haft für alle?).
    Die Anek­do­ten über anste­cken­de Kin­der, nicht-hören-wol­len­de-alte-Eltern-von-Freun­den-und-das-haben-sie-nun-davon dür­fen nicht fehlen.
    Selt­sa­mer­wei­se sind die­se, ger­ne auch von flei­ßi­gen Jour­na­lis­tIn­nen gesam­mel­ten, (fast) alle aus (min­des­tens) zwei­ter Hand und unter­schei­den sich, bei Licht betrach­tet (bis auf die nicht ein­ge­hal­te­nen "Regeln" oder "War­nun­gen", ohne die, so wird sug­ge­riert, man "geschützt" gewe­sen wäre) nicht von den im Freun­des- und Bekann­ten­kreis in ver­gan­ge­nen Jah­ren bin­nen maxi­mal 5 Minu­ten abge­han­del­ten (Herbst&Winter-)Krankheitsgeschichten, die auch hie&da mit dem Tod der Oma endeten.
    Ich hät­te da doch etwas aus ers­ter Hand: 4 Todes­fäl­le von Eltern­tei­len enger Freun­de in Pflegeheimen/Krankenhäusern bin­nen der ers­ten 6 Wochen des Frühjahrs-Lockdown.
    Gemäß deren Kin­der, KEINER "an oder mit": gemein­sam war allen, dass sie bis zum Lock­down auf regel­mä­ßi­ge BESUCHE ein­ge­stellt waren (min­des­tens 1–2mal pro Woche).
    Laut DIVI gab es bis­her an die 50000 Covi­d19-Fäl­le auf den Inten­siv­sta­tio­nen (von denen ca. 13000 star­ben) – genug "Mate­ri­al" für Anek­do­ten aus zwei­ter Hand (auch Eigen­bröt­ler mit nur 20 "Bekann­ten" errei­chen die ca 1600-Per­so­nen-Gren­ze spielend).

    Blei­ben noch zwei Beobachtungen:
    Dass die Anti­fa sich "freut", wenn die Sturm­hau­be (oder deren Äqui­va­lent: "MNS") plötz­lich nicht nur "erlaubt" son­dern "gebo­ten" ist und gar als eine Art "Ein­sicht in die Not­wen­dig­keit" gilt ‑und (end­lich!) sogar die Oma "erkennt", dass der radi­ka­le Enkel zu den Guten gehört- ist eher amüsant.
    Das "Leh­re­rIn­nen-Kot­zen" reicht von Alt&neurechten über die Unpo­li­ti­schen bis zu den Alt&neulinken und lässt sich (ver­ein­facht) eher auf einer (oben-unten? vor­ne-hin­ten? ) "Hys­te­rie-Ska­la" einstufen.
    Aus bei­den Fäl­len kann man schluss­fol­gern, dass die Spal­tung eher auf Cha­rak­ter­li­ni­en ver­läuft (ver­ein­facht: auto­ri­tär – anti­au­to­ri­tär, nüch­tern – hys­te­risch). Dass sich das der/ie ein- oder ande­re Rat­ten­fän­ge­rIn ("Nazi", AffD) zunut­ze macht, weil man sich einen Vor­teil davon verspricht? 

    Fazit: Kei­nes. Außer, dass eine Dis­kus­si­on zwar wün­schens­wert aber zweck­los ist.

    1. @Kassandro: ich schlie­ße mich ihrer Mei­nung an. Die selbst­er­nann­ten Lin­ken (in Wirk­lich­keit lie­ben sie den Coro­na-Faschis­mus) leh­nen jede dezi­dier­te Aus­ein­an­der­set­zung mit den Hin­ter­grün­den die­ser "Pan­de­mie" ab. Nur Plat­ti­tü­den und schlim­me Ein­zel­fall­schick­sa­le, die durch nichts zu bele­gen sind, haben sie auf Lager. Und dann über­neh­men sie auch noch das het­ze­ri­sche Framing der MSM. Die che­cken nicht ein­mal, wie Pro­pa­gan­da funk­tio­niert (Edward Ber­nais, 1918 ). Offen­sicht­lich sind sie völ­lig unge­bil­det. Des­halb gibt es mit ihnen auch kei­ne gemein­sa­me Dis­kus­si­ons­ebe­ne. Das zeigt der Bei­trag die­ser Ana-Marie nur zu deut­lich. Im übri­gen haben die Cuba­ner die Pan­de­mie für been­det erklärt und einen eige­nen pflanz­li­chen Impf­stoff ent­wi­ckelt. Die sprit­zen sich nicht das Höl­len­zeug von Ugur (er sich selbst ja auch nicht).

      1. Schau mal @aa, das fin­de ich ein Pro­blem an dei­nem Umgang mit den Kom­men­ta­ren. Ich fin­de, du läßt jede Men­ge fal­sche Behaup­tun­gen ohne Rich­tig­stel­lung ste­hen. Und lei­der kommt da auch eher wenig von ande­ren Kom­men­ta­to­rIn­nen, was ja eine Vor­aus­set­zung wäre, um den eso­te­ri­schen und rech­ten Ein­fluß zurückzudrängen.

        Am kon­kre­ten Bei­spiel des Kom­men­tars von Estrella:
        * es gibt kei­nen Coro­na-Faschis­mus, das ist eine fal­sche Ein­schät­zung der aktu­el­len repres­si­ven Maßnahmen.
        * die Lin­ke "liebt" kei­nen Faschis­mus, und an eini­gen der aktu­el­len Maß­nah­men gibt es Kri­tik, selbst die bra­ve Links­par­tei hat im Par­la­ment nicht zugestimmt.
        * es ist falsch, dass Ein­zel­fäl­le nicht beleg­bar sind.
        * die Cuba­ne­rIn­nen haben die Coro­na-Pan­de­mie nicht für been­det erklärt, im Gegenteil.
        * die Cuba­ne­rIn­nen ent­wi­ckeln meh­re­re Impf­stof­fe, aber kei­nen pflanzlichen.

        1. @Ana-Marie Lei­perz: Ich ver­ste­he mich nicht als Lehr- und Zucht­meis­ter. Woll­te ich jeden Kom­men­tar mit mei­nem Senf ver­se­hen, wäre das viel Arbeit und nicht Sinn der Sache. Es kommt hin­zu, daß ich nicht der Über­flie­ger bin und alles schon weiß. Inso­fern ler­ne ich auch aus den Kom­men­ta­ren, sogar aus Dei­nen :). Ich ver­su­che, Aus­wüch­se und Beschimp­fun­gen zu brem­sen, manch­mal gelingt mir das nicht. Wir haben hier gute Erfah­run­gen damit gemacht, daß auf Kom­men­ta­re von ande­ren Lese­rIn­nen geant­wor­tet wird.
          Du wirst von mir eini­ge kri­ti­sche Bei­trä­ge fin­den kön­nen, in denen ich davor war­ne, den Begriff des Faschis­mus unhis­to­risch und undif­fe­ren­ziert auf die heu­ti­ge Situa­ti­on anzu­wen­den. Mir fehlt aller­dings noch ein Wort für das, was Du als "aktu­el­le repres­si­ve Maß­nah­men" bezeich­nest. Wir soll­ten dar­an arbei­ten. Ich bin zuver­sicht­lich, die Lin­ke wird erken­nen, daß staat­li­che Repres­si­on, mit wel­cher Begrün­dung sie auch immer vor­ge­tra­gen wird ("Kampf gegen Ter­ro­ris­mus, Isla­mis­mus, Virus") sich immer gegen eman­zi­pa­to­ri­sche und lin­ke Bewe­gun­gen rich­tet. Daß sie infol­ge­des­sen ihren Burg­frie­den – ich blei­be bei dem Begriff – mit den Herr­schen­den auf­gibt und end­lich eine Ana­ly­se beginnt, wo in die­ser Kri­se wes­sen Inter­es­sen lie­gen. Dazu gehört, sich eige­ne Exper­ti­se zu verschaffen.

          1. @aa "Ich ver­ste­he mich nicht als Lehr- und Zucht­meis­ter. Woll­te ich jeden Kom­men­tar mit mei­nem Senf ver­se­hen, wäre das viel Arbeit und nicht Sinn der Sache."

            Ich hat­te ja auch nicht vor­ge­schla­gen, dass du Mei­nun­gen zen­sierst, son­dern offen­si­ve (und teil­wei­se reak­tio­nä­re) Falsch­in­for­ma­tio­nen rich­tig stellst. Das hat doch nichts mit "Zucht­meis­ter" zu tun, son­dern ist die Vor­be­din­gung jeder fort­schritt­li­chen Poli­tik! Und na klar ist das viel Arbeit, bei der Men­ge an Falsch­in­fos, die hier abge­las­sen wird, aber du betreibst ja nun­mal die­sen Blog und eti­ket­tierst ihn als Links.

  16. ich fin­de es gut, dass mal eine Debat­te zwi­schen den bei­den "Lagern" statt­fin­det, tol­le Idee, aa! Und es zeigt sich doch, dass die Posi­tio­nen von Ana Marie gar­nicht soo mei­len­weit ent­fernt sind.
    Einig­keit besteht, wie mir scheint, dar­in, dass das jet­zi­ge Sys­tem der Herr­schaft des Gel­des kata­stro­pha­le Fol­gen zei­tigt für sehr vie­le Men­schen welt­weit. Und dass es so nicht wei­ter­ge­hen kann.

    1. Ein­ver­stan­den. Ich bie­te es ger­ne noch­mal an: Weder Quer­front noch Burg­frie­den 🙂 Gemein­sam und soli­da­risch gegen die Pan­de­mie, gegen die Kon­zer­ne, gegen die Regie­rung, gegen die extre­me Rech­te. Und für ein gutes Leben für alle!

      1. Lie­be Ana-Marie, Sie erge­hen sich in den glei­chen Pro­pa­gan­da-Sprech­bla­sen wie die Regie­rung. Wahr­schein­lich ist Ihnen das nicht mal bewusst.
        “Gemein­sam soli­da­risch durch die Pan­de­mie“. Ich habe mit Leu­ten wie Ihnen nichts gemein­sam. Und Sie sind bestimmt nicht soli­da­risch. Die Opfer der Maß­nah­men sind Ihnen näm­lich gleichgültig.

  17. Gleich in Ihrem zwei­ten Satz schrei­ben Sie von einer "Coro­na-Leug­ner-Bewe­gung".
    Damit dis­kre­di­tie­ren Sie absicht­lich alle Men­schen, die nicht der Regie­rungs­li­nie fol­gen. Wie­so tun Sie das?
    Wer ist die­se "Coro­na-Leug­ner-Bewe­gung"?
    Ich kenn kei­nen ein­zi­gen Men­schen, der Coro­na leug­net, noch ken­ne ich jeman­den, der dies öffent­lich getan hat. Sehr sel­ten habe ich sowas in den Kom­men­ta­ren von You­tube Vide­os gele­sen. Aber da wird eben­so aller­lei ande­rer Blöd­sinn geschrie­ben. Ob das nun ernst gemeint ist oder nur Trol­lerei, lässt sich nicht sagen.
    Mit Sicher­heit gibt es ver­ein­zelt Men­schen, die "Coro­na" leug­nen, aber von einer Bewe­gung zu spre­chen, ent­spricht nicht der Rea­li­tät. Aber nun gut, die Lei(d)medien tun ja oft das selbe.

  18. schon das Wort Coro­na­leug­ner ist ein Kampf­be­griff, ein framing. Es gibt Men­schen, die die Exis­tenz von SarsCov2 anzwei­feln, da es bis­her kein Iso­lat gibt lt. CDC. Die Exis­tenz von Coro­na zwei­felt kein Mensch an, Coro­na­vi­ren gibt es hier seit Jahr­zehn­ten. Sie sind in jeder Win­ter­grip­pe an den Todes­fäl­len mit 5–15 % betei­ligt lt. Wodarg.
    Das Wort Coro­na­leug­ner ist eine Belei­di­gung, da es allen Kri­ti­kern der Regie­rungs­maß­nah­men schie­re Dumm­heit unter­stellt. Es ist ein Tot­schlag-Argu­ment, das jede sach­li­che Dis­kus­si­on erfolg­reich verhindert.

    1. Kur­ze off topic Fra­ge. Mein Freund hat mir kürz­lich 3 links vor­ge­legt (quel­le cor­rec­tiv) aus denen her­vor­geht dass das virus in korea Deutsch­land und (3. ver­ges­sen) iso­liert wur­de. Kön­nen Sie mir argu­men­ta­tiv eine Quel­le nen­nen die glaub­haft benennt dass es kein Virus­iso­lat gibt? Lg

      1. Iso­liert heißt in die­sem Fall: Nichts aber auch gar nichts ande­res als der Virus in der Petri­scha­le… Rei­ni­gen und in Nähr­lö­sun­gen oder Nähr­bö­den ver­meh­ren ist NICHT isolieren.

  19. Für Ana-Marie!
    Kön­nen wir uns dar­auf eini­gen, dass Kon­zer­ne ihre Eigen­in­ter­es­sen ver­fol­gen (Pro­fit, Pro­fit, …) und ihre Agen­ten in den Staats-Ver­wal­tun­gen installieren.
    Wenn die Selbst­ver­wal­tung der Pro­du­zen­ten (das ist mein Begriff von Sozia­lis­mus) dem ein Ende macht, wäre das toll.
    Nur in der bür­ger­li­chen Gesell­schaft kommt zuerst die kon­kre­te Abwehr.
    In der Quer­den­ken-Bewe­gung sam­melt sich der Wider­stand des "Mit­tel­stan­des", der direkt durch die Maß­nah­men ange­grif­fen wird. Die Inter­es­sen der Werk­tä­ti­gen und des Mit­tel­stan­des tref­fen sich bei die­ser Abwehr von staat­li­chen Übergriffen.
    Die gemein­sa­me Abwehr mit oder ohne sozia­lis­ti­sches Ziel steht aktu­ell im Vor­der­grund. Die DKP hat das anti­mo­no­po­lis­ti­schen Kampf genannt.
    Wenn ich natür­lich anneh­me, dass die­ses Jahr eine außer­ge­wöhn­lich bedroh­li­che Erkäl­tungs­krank­heit gras­siert, sieht es prak­tisch ganz anders aus.

    1. Puh, wo willst du hin? Viel­leicht kön­nen wir uns so eini­gen: Wir müs­sen den Abbau sozia­ler und demo­kra­ti­scher Rech­te stop­pen, wir müs­sen die Pan­de­mie stop­pen und wir müs­sen den Vor­marsch der extre­men Rech­ten stop­pen, um nur drei Abwehr­kämp­fe zu benen­nen. In der Quer­den­ken-Bewe­gung sam­melt sich der rechts­of­fe­ne Teil der schwan­ken­den Mit­tel­schich­ten, sie ist in Wesen und Form der "Pegi­da-Bewe­gung" ver­gleich­bar, aller­dings ist ihre Reich­wei­te grö­ßer. Das sind Her­aus­for­de­run­gen für die Lin­ke und die demo­kra­ti­sche Bewe­gung ins­ge­samt, wes­halb mein Vor­schlag ja lau­tet: Weder Burg­frie­den, noch Querfront!

      1. @Ana-Marie Lei­perz: Mir klingt das recht phra­sig. Sei's drum. Auf zur Klas­sen­ana­ly­se. Die "Mit­tel­schich­ten" haben ange­sichts des von Dir befür­wor­te­ten Lock­downs allen Anlaß zu schwan­ken. Dum­mer­wei­se gibt ihnen die Lin­ke kei­nen Grund, sich auf sie zuzu­be­we­gen. Sie ist vor­ne dabei mit For­de­run­gen nach mehr Lock­down, nach län­ge­ren Schlie­ßun­gen von Kitas und Schu­len. Damit wer­den die Schwan­ken­den in der Tat in die Arme von Rech­ten getrie­ben, von denen wir bei­de uns einig sind, daß sie alles Ande­re als deren Inter­es­sen vertreten.

        Sei­en wir mal gemein. "Fri­day-for-future", "Black-lives-mat­ter", wei­te Tei­le der Anti­fa sind nun nicht Para­de­bei­spie­le dafür, daß sich da die Arbei­ter­klas­se auf den Weg zum Sozia­lis­mus macht. "In Wesen und Form" über­neh­men die "Coro­na-Kri­ti­ke­rIn­nen" das, was bis­her als links galt, einen zivi­len Unge­hor­sam gegen Ent­schei­dun­gen, die von den Herr­schen­den ohne demo­kra­ti­sche Legi­ti­ma­ti­on getrof­fen wer­den und die zu gro­ßem Unheil führen.

        1. Ver­ehr­ter Herr Aschmoneit,
          Ihre Kon­zi­li­anz ist wirk­lich großartig!
          Aber sei­en Sie ger­ne ab und zu mal ein biß­chen "gemein" – das schafft Erkennt­nis­ge­winn, der sitzt!

  20. @ Ana-Marie
    sind mit "Coro­na-Leug­ner-Bewe­gung" in Ihrem The­ma "das Wir­ken der extre­men Rech­ten inner­halb der Coro­na-Leug­ner-Bewe­gung und ihres Umfel­des" wirk­lich die (in mei­nen Augen ver­schwin­dend klei­ne) Men­ge der­je­ni­gen gemeint, die die Exis­tenz des Virus abstrei­ten oder sind mit dem Kampf­be­griff Coro­na-Leug­ner alle die­je­ni­gen gemeint, die mit den "wohl­mei­nen­den" Maß­nah­men unse­rer so plan­voll und umsich­tig agie­ren­den Regie­rung nicht ein­ver­stan­den sind?

    1. Mit Coro­na-Leug­ner mei­ne ich die­je­ni­gen, die die Exis­tenz des Virus leug­nen bzw sei­ne Gefahr ver­harm­lo­sen. Ich mei­ne expli­zit nicht die­je­ni­gen, die bestimm­te Maß­nah­men hin­ter­fra­gen und kri­ti­sie­ren, das fin­de ich näm­lich völ­lig rich­tig, sofern dies mit der Moti­va­ti­on geschieht, Men­schen vor Pro­fi­te zu stellen.

      Als Mini-Mini-Bei­spiel: Ich ver­ste­he mei­nen Knei­pen­wirt, der sau­er über sei­nen geschlos­se­nen Laden ist. Mit ihm zusam­men haben wir eine Nach­bar­schafts­in­itia­ti­ve gegrün­det, die sowohl das Ziel der öko­no­mi­schen Absi­che­rung ver­tritt als auch eine coro­na-siche­re Wie­der­eröff­nung im Früh­jahr vor­be­rei­tet. Das ist für mich eine ande­re Her­an­ge­hens­wei­se als zu sagen: "Mir ist alles egal, ich will nur den Laden offen sehen, der Rest inter­es­siert mich nicht."

      1. Gute Ana-Marie, lei­der steht sei­tens der von Ihnen ver­ehr­ten Regie­rung schon fest, dass die Knei­pe nie mehr auf­ma­chen wird. Aber das wol­len Sie nicht verstehen.

  21. Ich per­sön­lich bin der Mei­nung, dass jemand der ande­re Leu­te ernst­haft als "Coro­na­leug­ner" bezeich­net, was nichts ande­res als ein ver­leum­den­der Kampf­be­griff ist, der voll­kom­me­nen Unsinn unter­stellt, an einer inhalt­li­chen Aus­ein­an­der­set­zung kein Inter­es­se haben kann. Das ist ein­fach unterirdisch.

    "Coro­na hat erneut bewie­sen, dass der Sozia­lis­mus im Wort­sin­ne not­wen­dig ist."

    Ja, das sieht man ja an den Para­die­sen, die der real exis­tie­ren­de Sozia­lis­mus schon geschaf­fen hat. Die Leu­te konn­ten gar nicht schnell genug aus die­sen Para­die­sen abhauen.

    1. Der Begriff "Coro­na-Leug­ner" wur­de durch die Medi­en gesetzt. Man soll­te das nicht höher hän­gen als es ist, zumal Ana-Marie sich tat­säch­lich geäu­ßert hat. 

      Zu den "Sozia­lis­ti­schen Para­die­sen": Ja es waren wirk­lich Para­die­se die geschaf­fen wor­den sind – gera­de im Bereich Gesundheitswesen
      https://​sascha313​.word​press​.com/​2​0​2​0​/​1​2​/​3​0​/​s​a​u​b​e​r​e​-​g​e​s​c​h​a​f​te/
      (man beach­te auch den Arti­kel von gewis­sen CORODOKS 😉

      aber auch für Sozia­les und gera­de für Kin­der. Lei­der war das oft mehr als das Sys­tem eigent­lich ver­trug – zumal Kriegs­kos­ten und Wie­der­auf­bau eben nicht durch bil­li­ge Mar­shall­plan­hil­fen und IWF-Kre­di­te zustan­de­ka­men son­dern selbst erwirt­schaf­te­tet wer­den muß­ten. Dazu kam ein Aus­schluß vom Welt­markt (schö­nen Dank noch für die Hall­stein-Dok­trin und die Come­Con-Lis­ten). Irgend­wann war es auch durch die Ver­än­de­run­gen in der Arbeits­welt die sich in 1970er Jah­ren bereits abzeich­ne­ten, Strich­wort Digi­ta­li­sie­rung die damals noch EDV hieß, eben nicht mehr zu stem­men zumal auch in Mos­kau begann der Wind zu drehen … 

      Die Restau­ra­ti­on die schon in den 1980ern im Wes­ten ein­setz­te (sie­he Albrecht Mül­ler: Die Revo­lu­ti­on ist fäl­lig) und sich gera­de nach Ende des Sozia­lis­mus welt­weit aus­ge­brei­tet hat, trägt uns alle gera­de­wegs ins Mit­tel­al­ter zurück. 

      Von daher kann ich Ane-Maries Wunsch ver­ste­hen. Aber ein zurück gibt es nicht so ein­fach, der Abgrund "1989" ist ganz schön groß.

      1. @hier "Aber ein zurück gibt es nicht so ein­fach, der Abgrund "1989" ist ganz schön groß."

        Völ­li­ge Zustim­mung!! Wir müs­sen unse­ren eige­nen Weg zu einer Welt ohne Aus­beu­tung, Unter­drü­ckung und Krieg gehen. Laß uns das zusam­men machen 🙂

  22. Ich ken­ne kei­ne Coro­na­leug­ner! Dafür aber sehr vie­le Men­schen die dem Ver­hal­ten der Poli­tik und den Maß­nah­men mehr oder weni­ger stark kri­ti­sie­ren. Was ich über­haupt nicht mehr hören kann ist, dass Kri­ti­ker gleich­ge­stellt wer­den mit Rech­ten oder Nazis und alle­samt Leug­ner sind. Ich selbst und alle die ich ken­nen­ge­lernt habe, sind dem voll­kom­men fremd. Faschis­mus ist Faschis­mus, egal ob rechts oder links. Es muss end­lich begrif­fen wer­den, dass das nicht unbe­dingt was mit Haut­far­be, Ras­se oder Reli­gi­on oder zu tun hat.

  23. Ich fin­de jemand der einen Sys­tem­um­sturz for­dert und bei uns kuba­ni­sche Ver­hält­nis­se haben will, soll­te genau­so vom Ver­fas­sungs­schutz beob­ach­tet wer­den, wie die Hand­voll ech­ter Nazis auf den Demos. Über die Benut­zung des Wor­tes “Coro­na­leug­ner” wur­den in den vor­he­ri­gen Kom­men­ta­ren ja schon alles gesagt. Und so sehr es mir auch um die Ver­stor­be­nen leid tut, die du kann­test, dei­ne Sto­ry scheint ein abso­lu­ter Ein­zel­fall zu sein, bei dem es mir schon fast schwer fällt zu glau­ben, das es wirk­lich so war.

  24. Die­ser Dis­kurs hät­te vor acht Mona­ten statt­fin­den sol­len und kön­nen. Die­se gan­ze Rechts/­Links-Debat­te hängt mit zum Hals her­aus. Ich war auf eini­gen Demos. Die Berich­te in den Öffent­lich-Recht­li­chen haben mich glau­ben las­sen, dass ich auf ande­ren Ver­an­stal­tun­gen war. Es geht um die Sache, nicht um Gesin­nung! Um die Gesin­nung kann man sich dann immer noch klop­pen. Die all­ge­mei­ne Igno­ranz gegen­über Fak­ten kann ich nicht nach­voll­zie­hen. Mitt­ler­wei­le müss­te doch jede/r Halb­ge­bil­de­te mit­be­kom­men haben, dass die Zah­len, die uns tag­täg­lich prä­sen­tiert wer­den, zumin­dest hin­ter­frag­bar sind. War­um tun die Men­schen das nicht? Sie wol­len ihr Welt­bild nicht auf­ge­ben. Ich weiß, wovon ich spre­che: Spie­gel-Leser, Grü­nen-Wäh­ler… Die "Coro­na-Leug­ner" soll­ten auf die­se Gra­ben­kämp­fe ver­zich­ten; ich kann Stu­di­en und Dia­gram­me nicht mehr sehen. 2–3Millionen Men­schen auf den Ber­li­ner Stra­ßen müss­te die Ant­wort sein. Aber dazu sind die Deut­schen offen­sicht­lich nicht fähig. Da hält man sich lie­ber mit Rechts/Links Debat­ten auf.

  25. Schon toll, die­se Ane­ma­rie, was die alles für Leu­te kennt. 62-Jäh­ri­ge Eltern, strahl­kot­zen­de Leh­rer, sport­li­che End­sech­zi­ger, ohne Vor­er­kran­kun­gen, und qua­si alle von Coro­na fast oder ganz dahingerafft.
    (Ach das bes­te: ein zwei­jäh­ri­ge Toch­ter hät­te sich ange­steckt und die­se Anste­ckung fast tod­brin­gend auf den Vater wei­ter­ge­ge­ben. Wie wenn man sol­che Anste­ckungs­we­ge zwei­fels­frei nach­wei­sen könn­te. Wie wenn die­se Mär­chen über Extrems­t­aus­nah­men (es ist bekannt, das Kin­der kaum bis gar nicht Coro­na ver­brei­ten oder wei­ter­ge­ben) aus den Hor­ror­nach­rich­ten über­all Wirk­lich­keit wären. Wo lebt die denn eigentlich?)

    Komisch, ich ken­ne nicht­mal einen, der jeman­den kennt, der jeman­den kennt, weder jung noch alt, der von Coro­na beson­ders arg – über grip­pe­ty­pi­sche Ver­läu­fe hin­aus – betrof­fen wor­den wäre.

    Naja, ich ken­ne ja auch kei­ne 62-jäh­ri­gen Eltern (für mich ist jemand mit 62 nicht mehr Eltern (denn "Kin­der" ab 20 sind näm­lich kei­ne Kin­der mehr), strahl­kot­zen­de Leh­rer (aber dafür Coro­wahn-Gläu­bi­ge Leh­rer, die­se Berufs­grup­pe scheint beson­ders anfäl­lig zu sein), und sport­li­che End­sech­zi­ger ohne Vor­er­kran­kun­gen auch nicht so vie­le. Und die, die ich ken­ne hal­ten abso­lut nichts vom Coro­wahn und seh­nen sich nach den ver­bo­te­nen Kon­tak­ten, zB in ihrer Sport­grup­pen und nach einem Ende die­ses Irrsinns.

    Zu dem was die­se Ane­ma­rie da als "Links-Simu­la­ti­on" ablässt, ihr "The­ma", Beru­fung?, Job?, "Rech­te beob­ach­ten", das wohl­fei­le "Kon­zer­ne in gesell­schaft­li­ches Eigen­tum über­füh­ren" (kann jeder sagen ange­sichts der Tat­sa­che, dass exakt das Gegen­teil geschieht und Leu­te wie sie die­ses Gegen­teil duch ihr Tun und Reden auf­recht erhal­ten), "Sozia­lis­mus" (oh, hüb­sche Wort­hül­se im tur­bo­ka­pi­ta­lis­ti­schen Sys­tem), das Vor­zäh­len von Demos als Beweis, dass es doch gar kein Demo­ver­bot gäbe (oder wie ist das zu ver­ste­hen? Aber, Ane­ma­rie, es kommt nicht dar­auf an, wie vie­le Demos statt­fin­den, son­dern ob und dass auch nur eine ver­bo­ten wird), dann hat sie einen Kreis von Kol­le­gIn­nen aus Pfle­ge und Kran­ken­haus, also doch nicht Berufs-"Rechte"-Jägerin son­dern dar­in nur Hob­by­is­tIn?, und die­ser Kreis scheint gera­de einen Run auf die Imp­fung auf­zu­füh­ren, irgend­wie nicht so ganz typisch, ange­sichts lee­rer "Impf­zen­tren". Sind die­se Kol­le­gIn­nen viel­leicht einem Druck aus­ge­setzt? Kommt der viel­leicht sogar von Per­so­nen wie Anemarie?

    und immer schön ein­ge­streu­te Hin­wei­se auf die ach so dra­ma­ti­sche Seu­che, die Mas­sen von Men­schen hin­raf­fen muss, denn sonst wür­de ihr gelieb­tes Cuba ja nicht auch so dar­auf reagie­ren, denn in Cuba ist die Wahr­haf­tig­keit zuhaus, Cuba wür­de auch nie auf äuße­ren Druck reagie­ren, wür­de nie Lügen für Geld oder poli­ti­sche Zuge­ständ­nis­se oder ein­fach für weni­ger Repres­sio­nen, in die Welt setzen.

    Also tut mir Leid, aber für mich offen­bart sich in die­sem Text kei­ne ver­nünf­ti­ge Per­son son­dern ein halb­ga­res PR-gene­rier­tes Schein­pro­fil einer "mög­li­chen Per­son" die ver­meint­lich Glaub­wür­dig­keit in "lin­ken Krei­sen" ein­for­dern kön­nen soll­te und die von PR-Fach­leu­ten betrie­ben wird ("Socken­pup­pe").

    Aber das ist nur mei­ne Mei­nung und mein Eindruck.

    Da in dem Text kei­ne Argu­men­te für irgend­was auf­tau­chen, braucht man auch auf kei­ne Argu­men­te einzugehen.

    Fazit: die vor­ge­stell­te Per­son ist völ­lig Inkon­sis­tent in ihrer Hal­tung: auf der einen Sei­te wäre sie angeb­lich gegen das herr­schen­de Sys­tem und für einen Sozia­lis­mus, auf der ande­ren Sei­te kämpft sie aber im herr­schen­den Sys­tem für des­sen Erhalt, indem sie beruf­lich oder hob­by­mä­ßig gegen "Rech­te" "kämpft", die ja das herr­schen­de Sys­tem gefähr­den könn­ten. Oder war­um sonst?

    Was gar­nicht bei die­sem angeb­lich lin­ken Per­sön­lich­keits­pro­fil her­aus­kommt ist irgend ein Sinn für Demo­kra­tie (Demo­ver­bo­te sind wohl eher unwich­tig), für die sozia­le Fra­ge ange­sichts über­schie­ßen­der Mil­li­ar­därs-Reichs­tums­zu­wäch­se und immer dras­ti­sche­rem, gera­de auch mit dem "Coro­na-Ham­mer" erfol­gen­dem Aus­pres­sen der unte­ren Schicht, nicht irgend ein Hin­weis auf Klas­sen­the­ma­tik, nicht irgend ein Hin­weis auf Men­schen­rech­te, auf die Fra­ge nach Lebens­qua­li­tät der Men­schen, ja, auch nur irgend etwas an ori­gi­när lin­kem The­ma – außer das Pla­ka­ti­ve: "gegen Rechts". Das ist doch wirk­lich etwas dürftig: 

    Sozia­lis­mus als fer­ne Uto­pie und Shan­gri-La und dann noch was „gegen rechts“!

    Wenn Ane­ma­rie doch exis­tie­ren SOLLTE, dann ist sie eine "lin­ke" oder "links­grü­ne" Poli­ti­ke­rin oder in einem sol­cher­ar­ti­gen Poli­ti­ker­stab, in ent­spre­chen­der Wahr­neh­mungs­bla­se und Lebens­lü­ge gefan­gen wie es typisch für die­se lebens­fer­ne Exis­tenz­form ist, und völ­lig jeg­li­cher nor­ma­len Wahr­neh­mung der Dra­ma­tik die­ser aktu­el­len staat­li­chen Zumu­tun­gen für uns Bür­ger entzogen.

    1. @Albrecht : Klas­se zusam­men­ge­fasst. Kampf gegen alle was rechts ist und das Sys­tem gefähr­det, nur um dann selbst einen “lin­ken” Sys­tem­sturz zu starten.
      .
      Eine ähn­li­che Pseu­do­lo­gik ist mir bis­her nur bei Leu­ten wie Jut­ta Dith­furt auf­ge­fal­len. Die hat­te sogar schwe­re Grip­pe (die es fak­tisch gar­nicht mehr gibt) und Coro­na die­ses Jahr und braucht drin­gend Spenden 😉

    2. Klei­ne Ergän­zung: die­se wahr­lich schon fast voll­stän­di­ge Auf­zäh­lung aller Coro­na-Hor­ror­be­stand­tei­le ist schon äußerst auffällig:

      - über­pro­por­tio­na­les Mas­sen­ster­ben in klei­nen Gruppen
      – Extrem­fäl­le wie "long-Covid"
      – anste­cken­de Kleinkinder
      – schier dahin­ge­raff­te Elternteile

      und die­se gan­ze Häu­fung von Extremst-Fäl­len die ver­ein­zelt bei jeder Grip­pe-Sai­son zu beob­ach­ten sind, aber natür­lich nie in einer sol­chen Geballt­heit soll, nun gera­de die­se Per­son in ihrem Bekann­ten­kreis haben? Wer glaubt das ernst­haft? Gera­de im Inter­net ist Lügen sehr leicht gemacht. Das muss man sich ein­fach bewußt sein.

      In der anony­men Begeg­nung im Inter­net kön­nen Behaup­tun­gen nichts zäh­len. Hier kann nur Nach­prüf­ba­res, hier kön­nen nur Argu­men­te zählen.

      Inso­fern ist das Ange­bot von aa an die­ses Per­so­nal durch­aus etwas zwei­felt­haft, denn es ist ja gera­de­zu die Ein­la­dung dazu, hier breit Pro­pa­gan­da-Garn aus­spin­nen zu dür­fen. Eine Ein­la­dung an jedes PR-Organ sei­ne Krea­ti­vi­tät spru­deln zu las­sen: wie glaub­wür­dig kommt mei­ne erfun­den Per­son denn rüber? Wel­che Rück­mel­dun­gen bekom­me ich? Wie kann ich mein Pro­fil noch glaub­wür­di­ger gestalten?

      Wür­de mich inter­es­sie­ren ob irgend jemand glaubt, dass die­ses "Expe­ri­ment" jetzt etwas gebracht hät­te (außer Klicks und Con­tent für den Blog).

  26. Das Feh­len eines Klas­sen­stand­punk­tes bei Frau Lei­perz zeigt sich schon dar­an, daß sie anführt, die Maß­nah­men trä­fen ja auch Kon­zer­ne und Mit­tel­stand. (Ein alter Topos zur Ver­schleie­rung der Klas­sen­ge­gen­sät­ze nach dem Mot­to „wir sit­zen alle im sel­ben (Pandemie-)Boot.) Dabei deu­tet doch das jüngs­te All­zeit­hoch des DAX nicht direkt dar­auf hin, daß die Kon­zer­ne der­zeit schwer lei­den. Wäh­rend der Unter­gang soge­nann­ter Mit­tel­ständ­ler bloß den Kon­zen­tra­ti­ons­pro­zeß des Kapi­tals fördert.

  27. Es hat kei­nen Zweck, den fal­schen Leu­ten das Rich­ti­ge erklä­ren zu wollen. 

    Von den intel­lek­tu­el­len Schwät­zern, den Hosen­schei­ßern, den Alles-bes­ser-Wis­sern, den sich Christ­lich-Abend­län­disch nen­nen­den ist nichts ande­res zu erwarten.

    Der Ver­brei­tung poli­ti­scher Theo­lo­gie kann nur vom poten­zi­ell revo­lu­tio­nä­ren Teil der Bevöl­ke­rung Paro­li gebo­ten werden.

  28. „Die Leu­te konn­ten gar nicht schnell genug aus die­sen Para­die­sen abhauen.“
    Zu denen gehör­te ich nicht. Obwohl ich dem Sys­tem sehr kri­tisch gegen­über stand. Auch ohne Par­tei­buch konn­te man da leben. 4 Jah­re in einem west­deut­schen Unter­neh­men zeig­ten mir die Unter­schie­de. Die DDR war eine Chan­ce, lei­der durch selbst ernann­te Eli­te gesteu­ert. Das nur neben­bei. Übri­gens war ich zu DDR-Zei­ten in Bul­ga­ri­en, was ich mir bis heu­te nie mehr leis­ten konnte.
    Zum The­ma möch­te ich noch Unge­reimt­hei­ten anmerken.
    Zu Beginn die­ser „Pan­de­mie“ konn­te ich nicht nach­voll­zie­hen, dass älte­re Men­schen plötz­lich geschützt wer­den soll­ten. Seit Jahr­zehn­ten küm­mer­te sich kaum jemand um deren Leid. Schutz ist auch immer pater­na­lis­tisch. Meist wur­de gesagt,
    es ist nur zu „Dei­nem bes­ten“, wenn die­se Men­schen ins Heim kamen.
    Nun sol­len die ernied­ri­gen­den und schäd­li­chen Maß­nah­men zu „ihrem Bes­ten“ sein. Das war für mich verlogen.
    Von ober ange­ord­ne­ter Soli­da­ri­tät. Mei­ne Erfah­rung zeig­te mir, dass es hier im Kapi­ta­lis­mus knall­hart um die Durch­set­zung eige­ner Inter­es­sen geht. Kon­kur­renz­kampf eben!
    Pati­en­ten mit Kran­ken­haus­kei­men, Tuber­ku­lo­se­kran­ke, … war­um erwähnt nie­mand die­se Men­schen. War­um hat­te deren Tod weni­ger bis kei­ne Bedeu­tung für die Öffentlichkeit?
    Hier kam der Ver­dacht auf Kapi­tal­ak­ku­mu­la­ti­on von Unter­neh­men, die sich gegen­sei­tig zuar­bei­ten und von der Poli­tik unter­stützt werden.
    Mitt­ler­wei­le ist für mich offen­sicht­lich, dass über die Aus­beu­tung der Arbeits­kraft hin­aus, nun die Ver­wer­tung der mensch­li­chen Bio­lo­gie erfolgt.
    Natür­li­che Immu­ni­tät, soll durch Che­mie ersetzt und kon­trol­liert werden.
    War­um wer­den die Ursa­chen nicht bekämpft, son­dern nur die Sym­pto­me. Die­se gefähr­li­chen Erre­ger aus dem Tier­reich, die nun auf Men­schen über­ge­hen, soll­te da nicht zu den dring­lichs­ten Auf­ga­ben gehö­ren, Ein­fuhr von Fut­ter­mit­teln (zum Schutz der Regen­wäl­der), die Zucht, Hal­tung, Trans­port, Han­del sowie Schlach­tung von Tie­ren zu verbieten.

  29. Wie kommst Du auf die Idee, Ana-Marie, es sei soli­da­risch oder sozi­al, von ande­ren Men­schen zu ver­lan­gen, dass sie die wesent­lichs­ten Grund­rech­te auf­ge­ben, um Dein Risi­ko zu sen­ken, an was auch immer zu erkranken?

    1. @Katharina: Das ist doch die­se neue Defi­ni­ti­on von Ego­is­mus aus 2020.
      .
      Jeder der sich nicht auf Ver­lan­gen von allen ängst­li­chen Men­schen , die sich selbst nur vor­sich­tig und ver­nünf­tig bezeich­nen, ein­schränkt, der ist egoistisch.
      .
      Sobald man nicht tut was ande­re wol­len, wir man jetzt auto­ma­tisch egoistisch.Früher war es eher ego­is­tisch von ande­ren was zu verlangen.…

  30. Ich stel­le mal fest: nie­mand ist bes­ser vor­be­rei­tet als die Regie­rung, und wäh­rend Naiv­lin­ge die Kon­ser­va­ti­ven prü­geln und nichts gere­gelt bekom­men, tut sie was sie tut. Müßig sich mit Ihnen zu beschäftigen.

  31. @ana-marie

    "In der Quer­den­ken-Bewe­gung sam­melt sich der rechts­of­fe­ne Teil der schwan­ken­den Mit­tel­schich­ten, sie ist in Wesen und Form der "Pegi­da-Bewe­gung" ver­gleich­bar, aller­dings ist ihre Reich­wei­te größer."

    Habe kei­ne Islam­fein­de bei Quer­den­ken getrof­fen, könn­te mir aber vor­stel­len, dass es bei eini­gen rech­ten (oder lin­ken) Per­sön­lich­kei­ten Über­schnei­dun­gen gibt (wie in den ande­ren Par­tei­en auch).

    Pegida/AfD und Quer­den­ken trennt etwas Ele­men­ta­res: Pegida/AfD arbei­ten mit ANGST vor Frem­dem, Quer­den­ken ver­langt MUT vor Viren.

    Ich den­ke, dass die Bewe­gung nicht wirk­lich poli­tisch ist. Es sind Men­schen, die ein ande­res Bild von Kör­per und Gesund­heit haben. Die auf gesun­des Leben und Immu­ni­tät set­zen, anstel­le auf Medi­ka­men­te und Imp­fen. Die nicht glau­ben, dass kör­per­li­che Nähe unge­sund sein soll.

    Mei­ne Erfah­rung mit der Phar­ma-Indus­trie ist: Sie ver­wen­den Angst, um Risi­ken und Neben­wir­kun­gen zu recht­fer­ti­gen. Poli­tik funk­tio­niert ähnlich.

  32. Sor­ry, aber als ich las "Mein The­ma ist das Wir­ken der extre­men Rech­ten inner­halb der Coro­na­leug­ner-Bewe­gung und ihres Umfel­des" und "Coro­na hat erneut bewie­sen, dass der Sozia­lis­mus im Wort­sin­ne not­wen­dig ist" muss­te ich schmun­zeln und hör­te auf wei­ter zu lesen. Die­se zwei allei­ni­ge Sät­ze sagen sehr viel über die Ver­fas­se­rin bzw. deren Cre­do und ja auch des­sen Unwis­sen­heit aus! 

    Sozis mit ihrem Neo­li­be­ra­lis­mus und dem Glo­ba­li­sie­rungs­wahn der letz­ten 20/30 Jah­ren voll­ge­spickt und der ach so toll kor­rup­ten Gil­de, erge­ben einen momen­ta­nen Nen­ner – Coro­na-Pan­de­mie! Es mag f. vie­le undenk­bar, dass unse­re Poli­ti­ker zu bezahl­ten (kor­rup­ten) Mario­net­ten ver­kom­men sind. Es scheint aber Tat­sa­che gewor­den zu sein. Auch bei uns in der Schweiz, wo eigent­lich, mit Beto­nung auf eigent­lich, der Sou­ve­rän (das Volk – ein­ma­lig auf der Welt) das Sagen hat, haben sich die Rol­len kom­plett gedreht, was bis vor einem Jahr unvor­stell­bar war. Grotesk!

    Sozis und Grü­ne tor­pe­dier­ten wäh­rend Jah­ren das WEF! Auf ein­mal bzw. inner­halb von nicht mal 10 Mt. haben die­se "Revo­luz­zer" die Fron­ten gewech­selt und applau­die­ren den Schwabs den Gates und wie sie alle heis­sen in den Arsch! Par­don für den Aus­druck. Da muss nie­mand mehr kom­men und von Leug­nern od. gar extre­men Rech­ten schwafeln. 

    Die Dame muss nur dem Herr Schwab zuhö­ren – dem Grün­der­va­ter, dem God der möch­te­gern Phil­an­thro­pen und des kom­men­den gros­sen Wech­sels, wie er immer so ger­ne betont. Nen­nen wir sie doch mit dem Begriff wo ihnen am bes­ten zusteht – macht­hung­ri­ge Para­si­ten, denn nichts ande­res sind sie. In sei­nem Buch (2020 erschie­nen) pro­kla­miert Herr Schwab in einer Pas­sa­ge, dass die nicht vor­han­de­ne glo­ba­le Ord­nungs­po­li­tik her­ge­stellt wer­den muss! Wenn ich sol­che Phra­sen höre oder lese wird mir Kotz­übel. Dass wer­te Dame, ist das sozia­lis­ti­schen Den­ken der Neu­zeit! Das Tool dazu heisst Covid19. Ist das wirk­lich notwendig?

  33. Heu­te in einem Inter­view mit mit dem Kin­der­po­li­tik-For­scher Micha­el Klundt https://​www​.nach​denk​sei​ten​.de/​?​p​=​6​8​271

    "Coro­na-Maß­nah­men, Kin­der und die Lin­ke: „Denk­faul­heit, Oppor­tu­nis­mus und ein Totalausfall“ "

    Aus­zug:

    "[Fra­ge NDS:] Wor­an liegt es, dass gera­de in die­ser Situa­ti­on kri­ti­sche Stim­men von lin­ker Sei­te feh­len, die die Maß­nah­men hinterfragen?

    [Klundt:] Das fra­ge ich mich auch den gan­zen Tag. Denk­faul­heit, Oppor­tu­nis­mus und ein Total­aus­fall fal­len mir da bei eini­gen wirk­lich wich­ti­gen Akteu­ren in Poli­tik, Medi­en und Wis­sen­schaft auf. Lei­der mein­ten sich offen­bar eini­ge an Robert Habeck ori­en­tie­ren zu müs­sen, als er sag­te, dass nun „nicht die Stun­de der Oppo­si­ti­on, son­dern die Stun­de der Ver­ant­wor­tung“ sei. Ein sehr pro­ble­ma­ti­scher Satz für die par­la­men­ta­ri­sche Demo­kra­tie, da er Oppo­si­ti­on als etwas schein­bar Ver­ant­wor­tungs­lo­ses dar­stellt und nicht als etwas für eine Demo­kra­tie Lebens­not­wen­di­ges. Dabei wäre eine offen­si­ve Lin­ke und ihre kla­re Kri­tik an den kata­stro­pha­len Arbeits‑, Eigen­tums- und Lern­be­din­gun­gen sowie den unter­schied­li­chen kapi­tal­kon­for­men Kri­sen­lö­sungs­mus­tern in einem teil­pri­va­ti­sier­ten und an Wett­be­werbs­kri­te­ri­en ori­en­tier­ten Gesund­heits- und Phar­ma­sys­tem so lebenswichtig.

    Und gera­de für Lin­ke soll­te eigent­lich klar sein, dass selbst gleich­klin­gen­de Maß­nah­men in unter­schied­li­chen Gesell­schafts­sys­te­men meist Unter­schied­li­ches bedeu­ten. Kurz gesagt: Ein Lock­down in Kuba oder Chi­na bedeu­tet etwas ande­res als ein Lock­down in Kenia oder Deutsch­land, also in einem kapi­ta­lis­ti­schen Kon­text etwas ande­res, als in einem sich zum Sozia­lis­mus hin ent­wi­ckelnd wol­len­den Gesellschaftswesen.

    [NDS:] In die­sem Kli­ma ist die drin­gend ange­brach­te ratio­na­le Dis­kus­si­on über real vor­han­de­ne Ver­hält­nis­se kaum noch mög­lich, oder?

    [Klundt:] Natür­lich gibt es Sach­ver­hal­te, die jen­seits vom gro­ßen Ver­schwö­rungs­ge­dan­ken und jen­seits von Beschimp­fung und Ver­ach­tung dis­ku­tiert wer­den müss­ten. Allei­ne schon die Beto­nung von sozio-öko­no­mi­schen Inter­es­sen an der Ver­mark­tung von Test­ma­te­ri­al, Impf­stof­fen und Medi­ka­men­ten ist in einer kapi­ta­lis­ti­schen Gesell­schaft nicht von der Hand zu wei­sen. Und wenn die Frank­fur­ter Rund­schau vom 15.12.2020 über Recher­che­er­geb­nis­se berich­tet, wonach zehn­tau­sen­de Ärz­tin­nen und Ärz­te in Deutsch­land von der Phar­ma-Indus­trie „geför­dert“ wer­den, muss uns das alle in der gegen­wär­ti­gen Impf­hys­te­rie-Zeit auf­hor­chen las­sen – auch und vor allem im Inter­es­se der Unab­hän­gig­keit der Medi­zi­ner selbst. Man darf sol­che Per­spek­ti­ven nicht ein­fach mit der plat­ten Ent­geg­nung „Ver­schwö­rungs­theo­re­ti­ker“, „Coro­na-Leug­ner“ oder „Covidi­ot“ abtun.

    [NDS:] Maß und Ziel schei­nen auf bei­den Sei­ten abhan­den gekom­men zu sein?

    So ist es. Die einen hän­gen also an den Lip­pen des gelern­ten Tier­me­di­zi­ners Lothar Wie­ler vom Robert Koch-Insti­tut und an denen des gelern­ten Bank­kauf­manns im Gesund­heits­mi­nis­te­ri­um, Jens Spahn, als wären sie die ein­zi­gen sach­kun­di­gen Fach­leu­te in „Coro­na-Fra­gen“ auf der gan­zen Welt.

    [NDS:] Und die anderen?

    Die sehen sol­che Leu­te und füh­ren­de Akteu­re im Main­stream gemein­sam mit der Bill und Melin­da Gates Stif­tung sowie ande­ren Phar­ma-Indus­tri­el­len als Teil eines kor­rup­ten „Phar­ma-Tech-Kom­ple­xes“ – des­sen wirt­schaft­li­che Inter­es­sen trotz aller Wider­re­den auch nicht voll­stän­dig in Abre­de zu stel­len sind. Das berich­te­te übri­gens selbst der Deutsch­land­funk bis 2018 mehr­fach, hat das dann aber seit 2020 erstaun­li­cher­wei­se aus sei­nen Archi­ven gelöscht bzw. im Titel abgeändert […].

    Wenn dann der Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter uns stän­dig mit Cha­rak­ter­tests und Cha­rak­ter­fra­gen erzie­hen möch­te, aber anschei­nend nicht ein­mal sel­ber den „Cha­rak­ter“ hat, das Restau­rant zu infor­mie­ren, in dem er drei Tage vor sei­ner Posi­tiv­tes­tung geses­sen hat, wäre auch das kein beson­ders cha­rak­ter­vol­ler Infek­ti­ons­schutz. Und auch sei­ne Qua­ran­tä­ne in einer Dah­le­mer Mil­lio­nen­vil­la sah sicher­lich oben­drein etwas kom­for­ta­bler aus als die von betrof­fe­nen Kin­dern in engen Hoch­haus­sied­lun­gen von Mar­zahn oder Wed­ding. Auch das soll­te nicht igno­riert wer­den. Wir soll­ten in all die­sen Fra­gen die sozia­le Ungleich­heit und die sozia­le Fra­ge nicht ver­ges­sen. Unter­schied­li­che Maß­nah­men wir­ken auf unter­schied­li­che Grup­pen auch unterschiedlich."

    Wei­ter geht Klundt noch auf die Rol­le der Jour­na­lis­ten ein.

  34. Vie­le gran­dio­se Kom­men­ta­re, denen ich nur eines hin­zu­fü­gen möchte:

    Der Bei­trag hier ist eine Nebel­ker­ze, die die Debat­te in die­sem Forum bin­det und damit für unse­re Zwe­cke von Nach­teil ist. Wir müs­sen wei­ter­hin in den Medi­en aktiv sein, die auch Men­schen außer­halb der Frie­dens­be­we­gung erreichen.
    》Infor­mie­ren hier, debat­tie­ren dort.《

    Wir müs­sen wei­ter auf allen Ebe­nen zei­gen, dass wir eine star­ke Frie­dens­be­we­gung sind, die für vie­le Men­schen attrak­tiv ist. Teil etwas Neu­em, etwas Bes­se­rem zu werden.
    Plu­ra­lis­tisch-Basis­de­mo­kra­tisch. Die bestehen­den Pro­zes­se funk­tio­nie­ren offen­bar nicht. Maß­nah­men müs­sen end­lich evi­denz­ba­siert und ver­hält­nis­mä­ßig wer­den. Auf brei­ter wis­sen­schaft­li­cher und gesell­schaft­li­cher Debat­te fußen, ohne Blo­cka­den durch mit­tel­mä­ßi­ge Jour­na­lis­ten. Es kann auch nicht sein, dass Poli­ti­ker Par­tei­funk­tio­nä­re als Pro­gramm­di­rek­tor bei ARD/ZDF, Bun­des­prä­si­dent oder Ver­fas­sungs­rich­ter instal­lie­ren. Men­schen müs­sen vor Über­grif­fe durch Staat und Pri­va­te effek­tiv geschützt wer­den. War­um nicht bspw. eine zwei­drit­tel Mehr­heit für Grund­rechts­ein­schrän­kun­gen? Auch neue Ansät­ze für das maro­de Geld‑, Wirt­schafts- und Sozi­al­sys­tem soll­ten dis­ku­tiert wer­den. Eben­so Gesund­heit und Wis­sen­schaft. Dafür braucht es eine neue Debat­ten­kul­tur und Par­ti­zi­pa­ti­on. Die­sen Auf­bruch zu neu­er kul­tu­rel­ler Blü­te kön­nen nur "wir" ansto­ßen. Umso mehr "Lin­ke" sich davon ange­spro­chen füh­len, des­to bes­ser. Den Funk­tio­nä­ren und Hard­li­nern müs­sen die Leu­te davon lau­fen. Und das pas­siert ja auch. Wir sind auf einem guten Weg, auch wenn die nächs­ten Mona­te düs­ter wer­den und es Jah­re dau­ern kann.

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