Diskriminierende Haltungen gegenüber Ungeimpften während einer globalen Pandemie

Ver­schwö­rungs­gläu­bi­ge müs­sen jetzt tap­fer sein. Ein (vor­läu­fi­ges) Papier mit die­sem Titel wur­de am 8.12.22 auf natu​re​.com ver­öf­fent­licht. Der Haupt­au­tor ist Mit­ar­bei­ter am Demo­cra­cy Insti­tu­te der Cen­tral Euro­pean Uni­ver­si­ty in Buda­pest. Deren Grün­der ist Geor­ge Sor­os, der ger­ne neben Bill Gates als eine Art Gott-sei-bei-uns der Fins­ter­nis dar­ge­stellt wird. Wir lesen:

»Zusam­men­fas­sung
Wäh­rend der COVID-19-Pan­de­mie gab es selbst in Län­dern mit gutem Zugang zu Impf­stof­fen immer noch gro­ße Grup­pen von unge­impf­ten Min­der­hei­ten. Folg­lich wur­de die Imp­fung zu einem kon­tro­ver­sen The­ma, das zu Dis­kus­sio­nen und sogar zu Pro­tes­ten führ­te. In die­ser Stu­die wird unter­sucht, ob Men­schen dis­kri­mi­nie­ren­de Ein­stel­lun­gen in Form von nega­ti­vem Affekt, Ste­reo­ty­pen und aus­gren­zen­den Hal­tun­gen in fami­liä­ren und poli­ti­schen Kon­tex­ten gegen­über Grup­pen äußern, die durch den COVID-19-Impf­sta­tus defi­niert sind. 

Wir quan­ti­fi­zie­ren dis­kri­mi­nie­ren­de Ein­stel­lun­gen zwi­schen geimpf­ten und unge­impf­ten Bür­gern in 21 Län­dern, die eine Viel­zahl von Kul­tu­ren auf der gan­zen Welt abde­cken. In drei gemein­sa­men expe­ri­men­tel­len Stu­di­en (N=15.233) zei­gen wir, dass geimpf­te Men­schen dis­kri­mi­nie­ren­de Ein­stel­lun­gen gegen­über Unge­impf­ten zei­gen, die genau­so hoch sind wie die dis­kri­mi­nie­ren­den Ein­stel­lun­gen, die übli­che Ziel­grup­pen wie Ein­wan­de­rer und Min­der­hei­ten erlei­den. Im Gegen­satz dazu gibt es kei­ne Bele­ge dafür, dass unge­impf­te Per­so­nen dis­kri­mi­nie­ren­de Ein­stel­lun­gen gegen­über geimpf­ten Per­so­nen zei­gen, mit Aus­nah­me des Vor­han­den­seins eines nega­ti­ven Affekts in Deutsch­land und den Ver­ei­nig­ten Staa­ten. Wir fin­den Bele­ge für dis­kri­mi­nie­ren­de Ein­stel­lun­gen gegen­über Unge­impf­ten in allen Län­dern außer Ungarn und Rumä­ni­en und stel­len fest, dass dis­kri­mi­nie­ren­de Ein­stel­lun­gen in Kul­tu­ren mit stär­ke­ren Koope­ra­ti­ons­nor­men stär­ker aus­ge­prägt sind. Frü­he­re For­schun­gen zur Psy­cho­lo­gie der Koope­ra­ti­on haben gezeigt, dass Men­schen nega­tiv auf wahr­ge­nom­me­ne Tritt­brett­fah­rer reagie­ren, auch im Bereich der Imp­fun­gen. In Über­ein­stim­mung damit deu­ten die vor­lie­gen­den Ergeb­nis­se dar­auf hin, dass Per­so­nen, die zum öffent­li­chen Gut der Epi­de­mie­be­kämp­fung bei­tra­gen (d. h. die Geimpf­ten), mit dis­kri­mi­nie­ren­den Ein­stel­lun­gen auf ver­meint­li­che Tritt­brett­fah­rer (d. h. die Unge­impf­ten) reagie­ren. Die Eli­ten und die geimpf­te Öffent­lich­keit berie­fen sich auf mora­li­sche Ver­pflich­tun­gen, um die COVID-19-Impf­quo­te zu erhö­hen, aber die vor­lie­gen­den Ergeb­nis­se deu­ten dar­auf hin, dass gleich­zei­tig dis­kri­mi­nie­ren­de Hal­tun­gen, ein­schließ­lich der Unter­stüt­zung für die Abschaf­fung von Grund­rech­ten, aufkamen.«

Fuß­no­ten des Ori­gi­nals wur­den hier fortgelassen.

Den voll­stän­di­gen Text gibt es hier. Auf­merk­sam wur­de ich auf den Text durch einen Tweet von Tim Röhn vom 9.12.

22 Antworten auf „Diskriminierende Haltungen gegenüber Ungeimpften während einer globalen Pandemie“

  1. Krank nach Coro­na-Imp­fung: War­um nimmt mich nie­mand ernst? (08.12.2022)

    "Josef ist hap­py, als er einen Ter­min zur Coro­na-Imp­fung bekommt – end­lich wie­der Frei­hei­ten zu haben. Nach der ers­ten Imp­fung geht es ihm ein paar Tage nicht gut, aber er kommt schnell wie­der auf die Bei­ne. Als er ein paar Mona­te spä­ter zum zwei­ten Mal geimpft wird, da ist alles anders. .. "

    https://​www​.ard​au​dio​thek​.de/​e​p​i​s​o​d​e​/​d​i​e​-​f​r​a​g​e​/​k​r​a​n​k​-​n​a​c​h​-​c​o​r​o​n​a​-​i​m​p​f​u​n​g​-​w​a​r​u​m​-​n​i​m​m​t​-​m​i​c​h​-​n​i​e​m​a​n​d​-​e​r​n​s​t​/​f​u​n​k​/​1​2​1​6​5​8​69/

  2. " Watch full hea­ring high­lights of a Capi­tol Hill Covid Forum hos­ted by US Sena­tor Ron John­son. The hea­ring, ‘Covid-19 Vac­ci­nes: What They Are, How They Work, and Pos­si­ble Cau­ses of Inju­ries,” held in Washing­ton D.C. "

    https://​twit​ter​.com/​H​i​g​h​W​i​r​e​T​a​l​k​/​s​t​a​t​u​s​/​1​6​0​1​2​1​5​5​9​1​8​2​1​7​6​2​562

    https://​the​high​wire​.com/​v​i​d​e​o​s​/​i​n​s​i​d​e​-​t​h​e​-​c​a​p​i​t​o​l​-​h​i​l​l​-​c​o​v​i​d​-​f​o​r​um/

  3. ***OFFTOPIC***

    Ich emp­feh­le sich ein­mal den emo­tio­na­len Auf­tritt von Prof. Mas­an­ori Fuku­shi­ma anzuschauen!

    Zur Per­son:

    Dr. Fuku­shi­ma ist eme­ri­tier­ter Pro­fes­sor der Uni­ver­si­tät Kyo­to und Direk­tor und Vor­sit­zen­der des Trans­la­tio­nal Rese­arch Infor­ma­tics Cen­ter (TRI), Japan und auch ein Direk­tor (1) des CDISC (Cli­ni­cal Data Inter­ch­an­ge Stan­dards Con­sor­ti­um). CDISC steht für "Cli­ni­cal Data Inter­ch­an­ge Stan­dards Con­sor­ti­um" und ist eine welt­wei­te gemein­nüt­zi­ge Orga­ni­sa­ti­on, die Daten­stan­dards mit dem kol­lek­ti­ven Wis­sen und der Erfah­rung von Frei­wil­li­gen aus der Phar­ma­in­dus­trie entwickelt.

    Zum Video >>> https://​twit​ter​.com/​Y​o​u​3​_​J​P​/​s​t​a​t​u​s​/​1​5​9​7​6​0​7​1​3​8​3​4​3​6​4​9​2​8​0​?​s​=19

    (1) Home­page des CDISC (Board of Direc­tors) >>> https://​www​.cdisc​.org/​a​b​o​u​t​/​b​o​ard

  4. Ohne die Stu­die gele­sen zu haben, mir scheint eine gewis­se Irre­füh­rung in der Zusam­men­fas­sung angelegt.
    So wird die Pola­ri­sie­rung der Gesell­schaft bei die­sem The­ma als schlich­te Fol­ge der Exis­tenz grö­ße­rer Min­der­hei­ten von Unge­impf­ten dargestellt.
    Tat­säch­lich war sie wohl eher Ergeb­nis des Kom­mu­ni­ka­ti­ons­ge­bah­rens von Poli­tik, Medi­en und inter­es­sen­ge­lei­te­ter Lob­by­grup­pen, wel­che jedes Maß, jedes Inter­es­se an gesell­schaft­li­chem Frie­den und jeden Anstand fah­ren gelas­sen haben.
    Ohne die Ver­knüp­fung der "Imp­fung" mit Ver­ant­wor­tung und Fremd­schutz hät­te die Hetz­kam­pa­gne gegen Unge­impf­te wohl kaum auf der­art frucht­ba­ren Boden fal­len können.

    1. @ds
      https://​www​.rese​arch​ga​te​.net/​p​u​b​l​i​c​a​t​i​o​n​/​3​4​7​2​2​8​0​3​8​_​Z​u​r​_​K​r​i​e​g​s​m​e​t​a​p​h​e​r​_​i​n​_​d​e​r​_​C​o​r​o​n​a​-​K​r​ise
      Mal­te Pas­ler: Zur Kriegs­me­ta­pher in der Coronakrise

      "Für die Regie­run­gen bedeu­tet dies, dass sich, wenn Seu­chen­be­kämp­fung ernst­haft als Krieg gedacht wird, in letz­ter Kon­se­quenz alle Regier­ten sowie selbst alle Ange­hö­ri­ge der Regie­rung poten­ti­ell zu Fein­den im Krieg gegen das Coro­na-Virus ent­wi­ckeln könn­ten. Anders gesagt, wenn die Infi­zier­ten zu Fein­den wer­den, schlägt die Idee des Kriegs gegen die Seu­che um in den Bür­ger­krieg und schließ­lich ins Absurde. "

  5. @BMG_Bund . Zertifikate können künftig gesperrt werden, auch wenn sie nicht abgelaufen sind. "Zur Gefahrenabwehr" steht in einem internen Brief... was auch immer das heißt. Gilt #EU -weit...#China lässt grüßen sagt:

    Nor­bert Här­ing Retweeted
    Mile­na Preradovic
    @punktpreradovic
    Noch eine neue Funk­ti­on der App, bestä­tigt vom @BMG_Bund
    . Zer­ti­fi­ka­te kön­nen künf­tig gesperrt wer­den, auch wenn sie nicht abge­lau­fen sind. "Zur Gefah­ren­ab­wehr" steht in einem inter­nen Brief… was auch immer das heißt. Gilt #EU ‑weit…#China lässt grüßen.…
    Trans­la­te Tweet
    Quo­te Tweet
    Bundesgesundheitsministerium
    @BMG_Bund
    ·
    11h
    Bis­her war für eine War­nung über die @coronawarnapp ein offi­zi­el­ler posi­ti­ver Schnell- oder PCR-Test erfor­der­lich. Mit dem Release 3.0 erhält die #CWA eine neue Funk­ti­on: Nut­ze­rin­nen und Nut­zer kön­nen War­nun­gen nun auch nach einem posi­ti­ven #Selbst­test auslösen.
    Show this thread
    https://​pbs​.twimg​.com/​m​e​d​i​a​/​F​j​h​p​g​p​J​W​Q​A​A​E​y​U​1​?​f​o​r​m​a​t​=​j​p​g​&​n​a​m​e​=​s​m​all
    Neue Funk­ti­on in der Coro­na-Warn-App: War­nun­gen sind nun auch nach einem posi­ti­ven Selbst­test möglich.
    4:41 PM · Dec 9, 2022
    https://​twit​ter​.com/​p​u​n​k​t​p​r​e​r​a​d​o​v​i​c​/​s​t​a​t​u​s​/​1​6​0​1​2​5​5​7​3​0​1​5​7​2​6​4​8​9​8​?​c​x​t​=​H​H​w​W​h​I​C​p​6​c​n​m​5​r​g​s​A​AAA

  6. Hab's auch nur über­flo­gen: Die Autoren ver­su­chen gera­de nicht zu mora­li­sie­ren, son­dern in ers­ter Linie eine rein beob­ach­ten­de und beschrei­ben­de Posi­ti­on ein­zu­neh­men, die die kul­tu­rel­len Ursa­chen für mora­li­sie­ren­de Vor­ur­tei­le gegen­über Unge­impf­ten zu ergrün­den ver­sucht. Dass die­se Vor­ur­tei­le meist unbe­grün­det sind, ist impliziert.
    Von wel­cher ande­ren Posi­ti­on könn­ten auch sonst empi­risch erho­be­ne Daten wis­sen­schaft­lich prä­sen­tiert wer­den können?

    Von die­ser "astra­len" (wis­sen­schaft­li­chen) War­te aus, rich­ten sie dann im letz­ten Absatz mah­nen­de Wor­te an unse­re "aut­ho­ri­ties", die die­se sich jeden Abend vor dem Ein­schla­fen, durch­le­sen sollten.

    Schön wär's ja…

    1. Na ja, ganz so harm­los ist die Stu­die nicht

      "Lar­ge social cri­ses – for exam­p­le, the cli­ma­te cri­sis – are often cha­rac­te­ri­zed by coll­ec­ti­ve action dilem­mas due to the need for sub­stan­ti­al beha­vi­or chan­ge among the gene­ral public"
      also "Gro­ße sozia­le Kri­sen – z.B. die Kli­ma­kri­se – sind oft gekenn­zeich­net durch Zwick­müh­len, da sie sub­stan­ti­el­le Ver­hal­tens­än­de­run­gen der All­ge­mein­heit erfordern"

      Dar­um geht es, Ver­hal­tens­än­de­run­gen durch – psy­cho­lo­gi­sche – Kommunikations-Strategien. 

      In UK hat es eine Auf­ar­bei­tung des ver­wen­de­ten "use of fear" gege­ben, Deutsch­land schweigt über das Panik­pa­pier des Innenministeriums.
      https://​www​.tele​graph​.co​.uk/​n​e​w​s​/​2​0​2​1​/​0​5​/​1​4​/​s​c​i​e​n​t​i​s​t​s​-​a​d​m​i​t​-​t​o​t​a​l​i​t​a​r​i​a​n​-​u​s​e​-​f​e​a​r​-​c​o​n​t​r​o​l​-​b​e​h​a​v​i​o​u​r​-​c​o​v​id/

      Die ver­wen­de­ten Stra­te­gien sind vor-bewusst, mani­pu­la­tiv und damit zutiefst undemokratisch.

      1. Ja, kann schon sein, dass die Autoren auch im Kopf haben, "the need for beha­vi­or chan­ge" zu benen­nen und des­we­gen eigent­lich dar­auf abzie­len, die Metho­den ("Nud­ging" bzw die staat­lich gewoll­te Angst­er­zeu­gung), zu kri­ti­sie­ren, mit denen das bewirkt wer­den soll. 

        Wenn's denn so ist, stellt man dann schon fest, dass es die­sen "need for beha­vi­or chan­ge" auch objek­tiv und unbe­streit­bar gibt, und die­se Fest­stel­lung ist (je nach­dem was da regie­rungs­amt­lich fest­ge­stellt wird) an sich schon genau­so wenig demo­kra­tisch, wie die Ver­wen­dung von bewusst erzeug­ter Angst, um die­se Ver­hal­tens­än­de­rung zu bewir­ken. Wenn der Staat z. B. fest­stellt, dass es not­wen­dig ist, dass wir alle unse­re Woh­nun­gen nicht mehr ver­las­sen kön­nen und ich das nicht bestrei­ten darf, fin­de ich das an sich schon wenigs­tens plem-plem, wenn nicht sogar undemokratisch. 

        Viel­leicht haben die Autoren das alles aber gar nicht im Hin­ter­kopf, son­dern doku­men­tie­ren haupt­säch­lich ein­fach das Unrecht, das gesche­hen ist.

  7. "BerlinerHedonist@BerlinerHedoni1
    Dec 8

    Und immer wie­der faken­ews zur Impfpflicht!

    „Bin ich eine schlech­te­re Kran­ken­schwes­ter, weil ich unge­impft bin?“ Nein, sagt Stein­mei­er. „Das nicht. Aber nach Mei­nung einer Mehr­heit der Immu­no­lo­gen sind Sie ein höhe­res Risi­ko für die Pati­en­ten.“ faz​.net/​a​k​t​u​e​l​l​/​p​o​l​i​t​i​k​/​i​nla…"

    https://​nit​ter​.net/​B​e​r​l​i​n​e​r​H​e​d​o​ni1

    "Andre­as Radbruch@Radbruch_lab
    23h Rep­ly­ing to @js711206

    Wie Herr Stein­mei­er “Mehr­heit” defi­niert, ist mir ein Rät­sel. Inter­na­tio­nal herrscht unter den Immu­no­lo­gen Kon­sens, dass die Imp­fun­gen kaum Schutz vor Anste­ckung ande­rer bie­ten, wenn über­haupt dann nur kurz­fris­tig und nach 4./5. Imp­fung gar nicht mehr."

    https://​nit​ter​.net/​R​a​d​b​r​u​c​h​_​l​ab/

  8. "Andre­as Radbruch@Radbruch_lab
    23h Rep­ly­ing to @js711206

    für mich erschüt­ternd, dass der Bun­des­prä­si­dent solch einen Unsinn erzählt und Immu­no­lo­gen wie mich in die “Querdenker”-Ecke zu stel­len ver­sucht. Eine bemer­kens­wer­te Miss­ach­tung mei­ner Exper­ti­se, die er sich ger­ne von “der Mehr­heit” der Immu­no­lo­gen bestä­ti­gen las­sen kann."

    https://​nit​ter​.net/​R​a​d​b​r​u​c​h​_​lab

    1. Die­ser Bun­des­prä­si­dent erschüt­tert mich schon lan­ge nicht mehr. Schon als Außen­mi­nis­ter fiel er mir auf als aal­glat­ter Schwurb­ler und Heuchler.

    2. Herr Rad­bruch sagt:

      "Wie Herr Stein­mei­er “Mehr­heit” defi­niert, ist mir ein Rät­sel. Inter­na­tio­nal herrscht unter den Immu­no­lo­gen Kon­sens, dass die Imp­fun­gen kaum Schutz vor Anste­ckung ande­rer bie­ten, wenn über­haupt dann nur kurz­fris­tig und nach 4./5. Imp­fung gar nicht mehr."

      Auch wenn ich Prof. Rad­bruch im gro­ßen und gan­zen zustim­me ist mir nicht klar, wie­so Herr Rad­bruch hier so her­umei­ert und wor­auf sei­ne Erkennt­nis­se dahin­ge­hend beru­hen, aber die mRNA-Prä­pa­ra­te haben NIEMALS einen Schutz vor Anste­ckung gebo­ten (bie­ten können)!

      Abge­se­hen von den phy­sio­lo­gi­schen bzw. immu­no­lo­gi­schen Gege­ben­hei­ten, die dem grund­sätz­lich (wie z.B. auch bei der Imp­fung gegen Influ­en­za) ent­ge­gen­ste­hen, so gibt es eine ein­zi­ge frag­wür­di­ge (auf­grund der ver­wen­de­ten Metho­tik) Stu­die aus Skan­di­na­vi­en, die nur anhand von RT-PCR-Tests unter Haus­halts­kon­tak­ten über­haupt einen gering­fü­gig schüt­zen­den Effekt nach­ge­wie­sen haben will. Dage­gen gibts es min­des­tens 8 (mir bekann­te) Stu­di­en, die weder Unter­schie­de bei der tat­säch­lich gemes­se­nen Virus­last oder der Fähig­keit zur Über­tra­gung bzw. Anste­ckung ande­rer auf­ge­zeigt haben.

  9. Frei nach Wolf­gang Ambros: " A jeder is a Min­der­heit"… Und auch (oder grad weil) ich als acht­mil­lards­tel kei­ne Mehr­heit bin – so bin und bleib ich den­noch – Ich

  10. Dis­kri­mi­niert wird nicht nur in eine Richtung.

    "MWGFD hilft und ver­mit­telt am Telefon
    Am 21.11.2022 ver­kün­de­ten wir mit einem Auf­ruf auf You­tube unser neu­es Pro­jekt für Men­schen, die der Impf­kam­pa­gne Ver­trau­en geschenkt haben und heu­te mit Neben­wir­kun­gen allei­ne gelas­sen wer­den. Die ewig beschwo­re­ne Pan­de­mie hat sich aus­be­schwo­ren. Doch setzt man sei­ne Scheu­klap­pen ab, befin­den wir uns mit­ten in einer neu­en Pan­de­mie, einer Pan­de­mie der Impf­schä­den, vor der lan­ge gewarnt wurde."
    https://​www​.mwgfd​.org/​2​0​2​2​/​1​2​/​h​i​l​f​e​-​f​u​e​r​-​i​m​p​f​g​e​s​c​h​a​e​d​i​g​te/

    ein Aus­zug daraus:
    "Das Lei­den der Men­schen mit Impf­schä­den ist regel­recht über uns her­ein­ge­bro­chen. Die Lei­dens­ge­schich­ten in einer der­ar­ti­gen Dich­te unmit­tel­bar zu hören zu bekom­men, lässt einen wütend auf­schrei­en oder ver­zwei­felt verstummen.

    Was ist das für eine Soli­da­ri­tät, die Impf­wil­li­gen und Jenen, die ande­re schüt­zen woll­ten, bedeu­tungs­schwan­ger bekun­det wur­de, aber einem nach ver­rich­te­ter „Pflicht“ selbst nicht zu teil wer­den darf?

    Men­schen kla­gen über neu­ro­lo­gi­sche Sym­pto­me, chro­ni­sche Erschöp­fung, Herz­pro­ble­me, Gerin­nungs­pro­ble­me, Bren­nen am gan­zen Kör­per, Ner­ven­ste­chen und chro­ni­sche Schmer­zen. Vie­le sind seit Mona­ten arbeits­un­fä­hig und haben gro­ße finan­zi­el­le Not.

    Neben kör­per­li­chen Beschwer­den ist vor allem auch die Ent­täu­schung und Fas­sungs­lo­sig­keit über die ihnen ent­ge­gen­ge­brach­te Igno­ranz zu spüren.

    Die Meis­ten schil­dern, dass sie von den Ärz­ten nicht ernst genom­men wer­den, wes­we­gen sie auf die Hil­fe von Ange­hö­ri­gen ange­wie­sen sind oder ver­su­chen über die­se Art von Hot­lines Unter­stüt­zung zu erfahren."

  11. "Impf-Fans" vs. "Tritt­brett­fah­rer"

    "… Per­so­nen, die zum öffent­li­chen Gut der Epi­de­mie­be­kämp­fung bei­tra­gen (d. h. die Geimpf­ten), (reagier(t)en) mit dis­kri­mi­nie­ren­den Ein­stel­lun­gen auf ver­meint­li­che Tritt­brett­fah­rer (d. h. die Unge­impf­ten). Die Eli­ten und die geimpf­te Öffent­lich­keit berie­fen sich auf mora­li­sche Ver­pflich­tun­gen, um die COVID-19-Impf­quo­te zu erhöhen, …"

    das res­sen­ti­ment wur­de her­vor­ge­ru­fen, erzeugt, geschaffen:

    https://​hackmd​.io/​@​s​c​i​b​e​h​C​1​9​v​a​x​/​s​u​m​m​a​r​y​-de

    "Das Kom­mu­ni­ka­ti­ons­hand­buch zum COVID-19-Impfstoff
    Zusam­men­fas­sung für poli­ti­sche Entscheidungsträger
    Öffent­li­che Ein­stel­lung und Impfung
    Stu­di­en in meh­re­ren Län­dern haben gezeigt, dass die Mehr­heit der Bevöl­ke­rung die Bedeu­tung des COVID-19-Impf­stoffs erkennt und sich ger­ne imp­fen lässt. …
    Men­schen sind eher bereit, sich imp­fen zu las­sen, wenn:

    Imp­fen bequem, kos­ten­los und ein­fach ist;
    Sie Ver­trau­en in die Sicher­heit des Impf­stoffs und Ver­trau­en in das Sys­tem haben, das ihn liefert;
    medi­zi­ni­sche Fach­leu­te es empfehlen;
    Vor­bil­der, Freun­de und Fami­lie oder ande­re “Gleich­ge­sinn­te” sich imp­fen lassen;
    Men­schen dar­an erin­nert wer­den, dass ihre Hand­lun­gen die Immu­ni­tät der Gemein­schaft för­dern und ande­ren hel­fen können;
    Men­schen das Risi­ko erken­nen, das von der Krank­heit aus­geht und ver­ste­hen, dass die Imp­fung eine wirk­sa­me Lösung für die­ses Risi­ko ist.

    Fol­gen­de Fak­to­ren füh­ren zu einer zöger­li­chen Hal­tung gegen­über dem COVID-19-Impfstoff:

    Ideo­lo­gi­sche Gründe;
    Etwa ein Drit­tel der Men­schen, die sich nicht gegen COVID-19 imp­fen las­sen wol­len, sind enga­gier­te Impf­geg­ner und glau­ben oft an Verschwörungsmythen;
    Sicherheitsbedenken;
    Vie­le mar­gi­na­li­sier­te Gesell­schafts­grup­pen sind tra­di­tio­nell mit Hin­der­nis­sen und Ungleich­hei­ten im Gesund­heits­we­sen kon­fron­tiert. Sie kön­nen auch eine kol­lek­ti­ve Vor­ge­schich­te von Erfah­run­gen mit medi­zi­ni­schem Fehl­ver­hal­ten haben, die das aktu­el­le Ver­trau­en beeinflussen;
    Eini­ge Men­schen hof­fen Tritt­brett­fah­rer zu wer­den, indem sie abwar­ten, bis sich aus­rei­chend ande­re haben imp­fen las­sen, um dann von der Her­den­im­mu­ni­tät zu profitieren;
    Eini­ge jun­ge und gesun­de Men­schen glau­ben, dass sie durch COVID-19 nicht gefähr­det sind."

    die männ­li­chen und weib­li­chen "tritt­brett­fah­rer" schaf­fen eine immu­ni­täts­lü­cke: ver­hin­dern Her­den­im­mu­ni­tät, die sie für sich aus­nut­zen wol­len; men­schen, die nicht glau­ben, gefähr­det zu sein, gefähr­den andere.

    https://​pro​jek​te​.uni​-erfurt​.de/​c​o​s​m​o​2​0​2​0​/​w​eb/

    "COSMO—COVID-19 Snapshot Monitoring
    Ergeb­nis­se aus dem wie­der­hol­ten quer­schnitt­li­chen Moni­to­ring von Wis­sen, Risi­ko­wahr­neh­mung, Schutz­ver­hal­ten und Ver­trau­en wäh­rend des aktu­el­len COVID-19 Ausbruchsgeschehens
    Ein Gemein­schafts­pro­jekt von Uni­ver­si­tät Erfurt, Bern­hard Nocht Insti­tut für Tro­pen­me­di­zin, Robert Koch-Insti­tut, Bun­des­zen­tra­le für gesund­heit­li­che Auf­klä­rung, Leib­niz-Insti­tut für Psy­cho­lo­gie und Sci­ence Media Cen­ter. Finan­zi­ell unter­stützt durch die Klaus-Tschi­ra-Stif­tung und das Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Gesundheit-

    Zusam­men­fas­sung der letz­ten Erhebung
    Wel­le 70—29./30.11.2022

    Weg­fall der Isolationspflicht—Geplantes Schutz­ver­hal­ten zu Weihnachten—Veränderung der Hal­tung zum Imp­fen generell
    Alles auf einen Blick—Erhebung vom 29./30.11.2022

    Eine Zusam­men­stel­lung der wich­tigs­ten Befun­de mit Abbil­dun­gen und Emp­feh­lun­gen fin­den Sie im aktu­el­len Foliensatz.
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    Ver­än­de­rung der Hal­tung zum Imp­fen generell

    Die Coro­na-Imp­fung wur­de viel dis­ku­tiert und es kommt ver­mehrt die Fra­ge auf, ob sich dies auch auf die Sicht auf Imp­fun­gen gene­rell aus­ge­wirkt haben könn­te. In der Tat hat sich die Sicht der Bevöl­ke­rung auf Imp­fun­gen ver­än­dert – im Ver­gleich zu Som­mer 2020 gibt es heu­te mehr Unsi­che­re und Per­so­nen mit Fra­gen und weni­ger ein­deu­ti­ge Impf-”Fans”. Dies ent­spricht unge­fähr dem Stand von 2012; die Ver­trau­ens­ge­win­ne der letz­ten Deka­de sind aktu­ell verschwunden.

    Ver­gleicht man Daten vom April 2020 mit heu­te, so wird deut­lich, dass ins­be­son­de­re das Ver­trau­en in die Sicher­heit von Imp­fun­gen abge­nom­men hat; die Ansicht, Imp­fun­gen sei­en über­flüs­sig, hat zuge­nom­men. Das Abwä­gen von Nut­zen und Risi­ken einer Imp­fung hat zuge­nom­men; die Annah­me, man müs­se sich nicht imp­fen las­sen, wenn ande­re geimpft sind ["Tritt­brett­fah­rer"], hat zuge­nom­men. Die Wahr­neh­mung prak­ti­scher Bar­rie­ren hat sich nicht ver­än­dert. (Die Daten wur­den im Novem­ber 2022 im Rah­men einer ande­ren Stu­die mit den­sel­ben Pro­ban­den­cha­rak­te­ris­ti­ka erhoben).

    Impli­ka­ti­on und Empfehlung:

    Die Ver­än­de­rung der all­ge­mei­nen Wahr­neh­mung des Imp­fens wird in Zukunft vor­aus­sicht­lich mehr und her­aus­for­dern­de Impf­auf­klä­rung benötigen.
    Der wach­sen­de Infor­ma­ti­ons­be­darf soll­te mit evi­denz­ba­sier­ten, nut­zer­zen­trier­ten, hand­lungs­ori­en­tier­ten und ver­ständ­li­chen Infor­ma­ti­ons­an­ge­bo­ten bedient werden.
    Medi­zi­ni­sches Per­so­nal soll­te dar­auf vor­be­rei­tet wer­den, dass Fra­gen zum Imp­fen ver­stärkt auf­tre­ten kön­nen. Sie soll­ten dabei unter­stützt wer­den, die­se gut zu beantworten.
    Evi­denz­ba­sier­te Res­sour­cen zur Ver­bes­se­rung der Impf­kom­mu­ni­ka­ti­on und Impf­pro­gram­me sind auf die­ser Web­sei­te unter Mehr/Ressourcen zu finden"

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