Doppel-Mutante breitet sich aus

Man kann wirk­lich nicht behaup­ten, daß das Panikorchester ein­falls­los wäre. Auf tagesschau.de ist am 25.3. zu erfahren:

»Während die Zahl der täg­li­chen Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Indien wei­ter steigt, wächst die Sorge vor der kürz­lich ent­deck­ten Doppel-Mutante des Erregers. Die Kombination der bri­ti­schen Mutante mit der süd­afri­ka­ni­schen ver­brei­tet sich jetzt auch in Indien. Sie soll nach ers­ten Einschätzungen noch anste­cken­der und vor allem mög­li­cher­wei­se auch resis­tent gegen die meis­ten vor­han­de­nen Impfstoffe sein.«

Ist das neue Killer-Virus auch "töd­li­cher"? Nicht wirk­lich, wie wir Pidgin-Kundigen sagen. Wir erfahren:

»Mehr als 200 Tote bin­nen 24 Stunden

Dabei ist die Entwicklung in Indien durch­aus dra­ma­tisch. Nachdem die Regierung noch Anfang des Jahres die Pandemie für weit­ge­hend besiegt erklärt hat, wer­den jetzt mehr Fälle gemel­det als wäh­rend der ers­ten Corona-Welle. Auch die Sterberate ist deut­lich ange­stie­gen. Anfang der Woche mel­de­ten die Behörden an einem ein­zi­gen Tag mehr als 200 Tote im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung. Das ist die höchs­te Zahl seit Anfang Januar.

Insgesamt sind in Indien bereits rund 160.000 Menschen mit einer Corona-Infektion gestor­ben. Vinod Paul von der indi­schen Planungskommission NITI Aayog spe­ku­lier­te bereits über einen erneu­ten Lockdown.«

Am 17.9. gab es in Indien laut WHO 1.132 "Corona-Tote", am ers­ten Januar 256. Mit ins­ge­samt knapp 12 Millionen "Fällen" in über einem Jahr gel­ten 0,9 Prozent der 1,4 Milliarden EinwohnerInnen als "infi­ziert". Die 161.552 "Corona-Toten" machen 0,01 Prozent der Bevölkerung aus. Die Zahlen lie­gen damit erheb­lich unter denen der Bundesrepublik.


Das hin­ge­gen erzeugt hier­zu­lan­de kei­ne Panik:

»1,4 Millionen Kinder ster­ben in Indien jedes Jahr vor ihrem fünf­ten Geburtstag.
… Krankheiten wie Lungenentzündungen, Malaria und Durchfallerkrankungen sowie die chro­ni­sche Unter- bzw. Mangelernährung gel­ten als häu­figs­te Todesursachen.…

Mehr als 800 Millionen Menschen gel­ten in Indien als arm. Die meis­ten von ihnen leben auf dem Land und hal­ten sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser. Der Mangel an exis­tenz­si­chern­den Arbeitsplätzen in länd­li­chen Gebieten treibt vie­le Inder in die rasant wach­sen­den Metropolregionen wie Bombay, Delhi, Bangalore oder Kalkutta. Dort erwar­tet die meis­ten von ihnen ein von Armut und Verzweiflung gepräg­tes Leben in den aus Millionen von Wellblechhütten bestehen­den Mega-Slums, ohne aus­rei­chen­de Trinkwasserversorgung, ohne Müllabfuhr und in vie­len Fällen auch ohne Elektrizität. Die schlech­ten Hygienebedingungen sind Ursache für Krankheiten wie Cholera, Typhus und Ruhr, an denen vor allem Kinder lei­den und sterben.«
https://www.sos-kinderdoerfer.de/informieren/wo-wir-helfen/asien/indien/armut-in-indien

31 Antworten auf „Doppel-Mutante breitet sich aus“

  1. "Insgesamt sind in Indien bereits rund 160.000 Menschen mit einer Corona-Infektion gestorben."

    Na, machen wir doch mal die grob ver­ein­fach­te Rechnung:
    1% der Einwohnerzahl (ver­ein­fach­te jähr­li­che Sterbeziffer) : 365
    => in Relation zu "an und mit" gesetzt ergibt:

    160.000 "Corona-Tote" ent­spre­chen der Sterbeziffer von sage und schrei­be vier Tagen, fünf­ein­halb Stunden.
    200 der von sie­ben Minuten, vier­zig Sekunden.

  2. Zur beson­de­ren Gefährlichkeit der eng­li­schen Muhtante sind sich die behan­deln­den Ärzte auch nicht einig:
    https://www.tagesspiegel.de/wissen/ausbreitung-von-b‑1–1‑7-in-deutschland-fuehrt-die-corona-variante-wirklich-zu-schwereren-krankheitsverlaeufen/27019690.html
    Weiterhin möch­te ich schon mal vor dem dies­jäh­ri­gen Aprilscherz war­nen: Inzidenz ist nicht mehr. Sondern:
    "Laut Experten sol­le die Entwicklung des R‑Wertes, die Infektionen bei vul­nerablen Gruppen (bei Älteren und Vorerkrankten), der Impffortschritt sowie die gene­rel­le Auslastung der Krankenhäuser und die Belegung der Intensivstationen als Entscheidungsgrundlage für Lockdown- oder Lockerungs-Maßnahmen dienen."
    Mal sehn, ob sie damit ihre Panikstrategie wei­ter befeu­ern kön­nen. Eines ist schon jetzt sicher, es wird unübersichtlicher.
    https://www.nordbayern.de/politik/medien-inzidenzwert-soll-unwichtiger-werden‑1.10955247

  3. "chro­ni­sche Unter- bzw. Mangelernährung gel­ten als häu­figs­te Todesursachen" leider.

    Wenn die Welt das gan­ze Geld fuer die Ernaehrung rich­tig inves­tiert haet­te, ja dann wae­ren wohl auch die mil­lio­nen Toten dies­be­zue­g­lich (und allen Krankheiten im Zusammenhang) ver­meid­bar gewesen.

    Nun haben wir lei­der noch weni­ger Resourcen und die­ses Problem wird noch schlimmer.

    Teil des Plans?

    PS: CFR 0.01% ist so ca. die Weltformel. Natuerlich schwan­ken die Zahlen extrem, da 'Case' und 'Fatality' so oder so gewollt unge­nau auf­ge­nom­men wer­den. Das gros­se Panschen.

    1. @Sven

      Ich gehe davon aus, dass man auf­grund des Umstands, dass in eini­gen Länder die teil­wei­se frag­wür­di­gen und sogar ille­ga­len Bemühungen zur Eindämmung des Bevölkerungswachstums nicht gefruch­tet haben, der Hungertod durch die wirt­schaft­li­che Kernschmelze min­des­tens bil­li­gend in Kauf genom­men wird.
      Ich möch­te damit über­haupt nicht in Abrede stel­len, dass das Bevölkerungswachstum ein­ge­dämmt wer­den soll­te, aber die Wahl der Methoden ist nicht sel­ten verbrecherisch.
      Das Tragische ist, dass auch mir kei­ne legi­ti­men Lösungen bekannt sind, die man nur aus der Schublade zie­hen bräuchte.
      Beratung, Kondome ver­tei­len, Sterilisation Unwissender durch ver­schie­de­ne Eingriffe hat­ten jeden­falls in man­chen Regionen kei­nen nen­nens­wer­ten Effekt, da die Kindersterblichkeit ein­fach nicht mehr annä­hernd so hoch ist wie früher.

      1. @fabianus I: Die Kindersterblichkeit ist in vie­len Ländern immer noch erschre­ckend hoch. Sie ist auch ein wesent­li­cher Grund für die hohe Zahl von Kindern in armen Regionen: Wenigstens ein paar sol­len durch­kom­men. Hier liegt auch der grund­le­gen­de Fehler der "Philanthropen". Anstatt die Lebensverhältnisse zu ver­bes­sern, wird über Impfprogramme, an denen man mit ver­dient, eine Pseudolösung durchgesetzt.

        1. Sehr hoch ist rela­tiv. Für die Eltern ist jedes Kind, das stirbt eines zu viel. Zynisch gespro­chen, ist sie noch zu nied­rig, um das Wachstum ein­zu­däm­men. Mozart hat­te sechs Kindern von denen zwei das Erwachsenenalter erreicht haben. Das ist kei­ne gute Quote.

          Bei einer stein­zeit­li­chen Lebensweise wur­de das Erwachsenenalter wohl nur von 50% erreicht, sodass zur Erhaltung der Bevölkerungszahl min­des­tens 4 Kinder gezeugt wer­den müs­sen. Ist dies nicht mehr der Fall, tre­ten wir in bei­den Richtungen in das Dilemma der Exponentialfunktion ein, sowohl beim Schrumpfen als auch beim Wachsen.

          Fortpflanzung fin­det in Tierwelt meist eine natür­li­che Grenze, indem das Nahrungsangebot knapp und das Gebiet zu klein wird.
          Das west­li­che Modell, dass durch immer län­ge­re "Bildungskarrieren", gene­rel­le Vereinzelung, Neurotisierung der Gesellschaft und den Sozialstaat, die Kinderzahl sinkt, lässt sich nicht ein­fach auf alle Regionen der Erde über­tra­gen. So viel ist klar. Ich habe schlicht kei­ne Antworten und ihre hal­te ich für unter­kom­plex, aber damit ste­hen Sie nicht allein.
          Ich hal­te das Konzept, ande­re Regionen durch west­li­che Eingriffe zu "ver­bes­sern" für fun­da­men­tal falsch und gescheitert.

        2. Allgemeiner for­mu­liert:
          Aus der rei­chen Ideengeschichte ist eigtl. nur noch ein Schlagwort übrig: Problemlösekompetenz. Es gibt nichts ande­res mehr. Das spie­gelt sich auch in fast allen Curricula wider. Bei Corona, HartzIV, Kinderarmut und der Überbevölkerung ist es nicht anders.

          Die Grundannahmen, die zu die­ser ein­di­men­sio­na­len Weltsicht füh­ren, las­sen sich nicht ohne Weiteres wider­le­gen, vor allem nicht, ohne dass man sich des­sen bewusst ist, dass man sich inner­halb die­ser Weltdeutung bewegt.
          Die Welt wird als Problemstellung begrif­fen, die gelöst wer­den muss. Schon die Kinder ler­nen das, weil es für den Beruf uner­läss­lich ist.
          Ich arbei­te mit­terl­wei­le aus­schließ­lich an Problemen, die tech­nisch-logi­sch/heu­ris­tisch gelöst wer­den. Jede Lösung zieht neue Probleme nach sich, die wie­der­um gelöst wer­den müssen.
          Für alle gesell­schaft­li­chen und öko­lo­gi­schen Probleme gibt es Lösungen, die natür­lich gar sel­ten zum erwünsch­ten Ziel füh­ren, häu­fig sogar ins genaue Gegenteil. Dies führt frei­lich nicht dazu, die­ses Treiben zu hinterfragen.
          Dem west­li­chen Menschen ist nicht ein­mal bewusst, dass er sich inner­halb einer Weltdeutung bewegt, da die­se auf­grund der Ökonomisierung aller Lebensbereiche schon fast über­all dominiert.

          Ich behaup­te, dass man ohne die­ses Bewusstsein den kri­sen­haf­ten Zustand der Welt nie mehr ver­las­sen kann, es sei denn, es bricht alles zusammen.

        3. @aa genau so habe ich es im Sinn gemeint

          @fabianus I Natuerlich habe ich bewusst die gewoll­ten Toetung der Bevoelkerungen ange­deu­ted. Nun will ich es auch noch­mal beim Namen nen­nen: Toetung!

          Ich bin im ueb­ri­gen nicht unbe­dingt fuer eine Bevoelkerungsreduktion – zumin­dest nicht zen­tral gesteuert.
          Warum? Siehe China + Japan: Es klappt nicht.
          Normalerweise kor­ri­giert sich der Wachstum .. aehn­lich wie es @aa ange­deu­tet hat. Ironischer wei­se (oder auch nicht) steigt die Geburtenrate wenn der wirt­schaft­li­che Tiefpunkt qua­si erreicht ist, das Leid am groess­ten ist. Kann mich aber lei­der nicht mehr an die Quellen erin­nern, leider.

      2. "Beratung, Kondome ver­tei­len, Sterilisation Unwissender durch ver­schie­de­ne Eingriffe hat­ten jeden­falls in man­chen Regionen kei­nen nen­nens­wer­ten Effekt, .…."
        und wur­den vor allem von der katho­li­schen Kirche nicht nur in Indien, son­dern über­all dort, wo die ihre Finger drin haben, verboten.
        Ja , sogar hier in Deutschland ist Sex vor der Ehe nicht gestat­tet und gehört in der Ehe nur zur Erzeugung von Gören. Wer hält sich dran? Dieser Verein gehört abgeschafft.

        1. Naja, in Indien dürf­te die katho­li­sche Kirche dann doch eher wenig zu sagen haben und wie die hin­du­is­ti­schen Priester zu dem Thema stehen?

  4. Mit Zahlen, wo kei­ner ohne Bezug zu den "Normalwerten" bzw. in Relation zu lang­jäh­ri­gen Datenreihen etwas anfan­gen kann, läßt sich natür­lich schon leicht Panik ver­brei­ten. Auch bei sehr klei­nen abso­lu­ten Angaben klingt es ja immer bedroh­lich, wenn sich etwas ver­viel­facht, aber den­noch betrags­mä­ßig im Grundrauschen bleibt.
    Der Pöbel soll schließ­lich nur in Panik ver­setzt wer­den, damit er die "Maßnahmen" wider­stands­los mit­trägt und Hinterfragen ist sowie­so ja verboten.

    Es klingt auch immer lus­tig, wenn man hier­zu­lan­de von "neu­er Pandemie" oder "Pandemie in der Pandemie" faselt, aber den­noch an den "bewähr­ten", jedoch weit­ge­hend nutz­lo­sen Maßnahmen, wie Impfung, Maulkorb und Lockdown festhält.

      1. "Nicht wirk­lich, wie wir Pidgin-Kundigen sagen."

        Vielleicht hilft Ihnen die­ser Link weiter.
        https://de.wikipedia.org/wiki/Lehn%C3%BCbersetzung
        Auszug:
        Not real­ly … "[…] wird ger­ne als Beispiel für eine schlech­te Übersetzung zitiert, weil in der deut­schen Sprache „nicht wirk­lich“ zumeist im Sinne von „fast gar nicht“ oder „nur ein­ge­schränkt“ benutzt wird."

  5. Man berei­tet jetzt die nächs­ten und ins­ge­samt nur als abso­lut lächer­lich zu bezeich­nen­den Argumente vor, mit denen ein Lockdown wei­ter­hin auf­recht erhal­ten wer­den könnte.

    Nachdem man alle „Menschenfaktoren“ wie Gastronomie, Urlaub, Demos, Schulen und der­glei­chen erfolg­los als „Pandemietreiber“ abschrei­ben muss­te, sol­len es seit Januar die Mutationen rich­ten – erst die bri­ti­sche, süd­afri­ka­ni­sche und bra­si­lia­ni­sche Variante, jetzt ein „Mutationscocktail“.

    Man wird aber hier­bei nun in einen Zwiespalt gera­ten, soll­ten die Impfungen gegen den Cocktail nutz­los sein. 

    Aber ver­mut­lich dau­ert es jetzt nur noch ein paar Tage, bis dann Herr Cichutek im Auftrag der Regierung ver­kün­den muss, dass natür­lich alle Impfungen den­noch gegen den Erkältungsviruscocktail wirk­sam sind (weil kei­ne ernst­haf­te Gefahr besteht, was aber nicht gesagt wer­den darf).

    Wie lan­ge wer­den die Beteiligten noch wei­ter­hin ver­su­chen, mit immer abstru­se­ren „Modellen“ die Bevölkerung für blöd zu verkaufen?

    Indien ist zu weit weg, und das Geld wür­de in die „fal­schen Taschen“ fließen!

    1. @Helmi2000
      "Indien ist zu weit weg, und das Geld wür­de in die „fal­schen Taschen“ fließen!"
      Das pas­siert nicht nur in Indien.

  6. WHO Erfindungen, die sol­len halt mal Wissenschaftliche Protokolle zei­gen, das es sowas ueber­haupt gibt, oder Labor Nachweise. RKI hat ja auch nur gelo­gen, nie Wissenschaftliche Protokolle gehabt. Medien wer­den von Bill Gates, bis Angela Merkel geschmiert, und PR Firmen bezahlt den Betrug zu verbreiten

  7. Brasilien aller­dings …
    https://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2021–03/corona-mutante-p1-brasilien-neuinfektion-deutschland-ansteckung-ausbreitung?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE#schuetzen-unsere-impfungen-vor-dem-mutierten-p-1-coronavirus
    und
    https://ourworldindata.org/excess-mortality-covid

    Wenn wir das so neh­men wie berich­tet, sind aktu­ell ca. die Hälfte aller Todesfälle in Brasilien "an oder mit".
    Die Übersterblichkeit betrug Ende Februar fast 40% (letz­ter sicht­ba­rer Stand), als die "Fallzahlen" etwa auf dem Niveau von Juni-August lagen (Übersterblichkeit um 25%).

    1. @Boris Büche:
      dem Zeit-Artikel ist außer Konjunktiven so gut wie nichts zu entnehmen.

      Die "har­ten Daten" sind da schon aus­sa­ge­kräf­ti­ger – "an oder mit" steht da in Konkurrenz mit Suiziden oder ande­ren auf Existenzvernichtungen zurück­zu­füh­ren­de Todesfälle (z.B. Tourismus). 

      Allerdings soll­te man viel­leicht berück­sich­ti­gen, dass Brasilien 2019 eine Sterblichkeitsrate per annum von 0,65% hat­te (zum Vergleich, Germany: 1,13%).

      Dies lässt sich z.T. durch einen gerin­ge­ren Prozentsatz der Generation Ü70/Ü80 erklä­ren – aber eben auch einer ande­ren sta­tis­ti­schen Erhebung der Einwohnerzahl und vie­len Einwanderern, die das Land wäh­rend der Krise nicht ver­las­sen konnten.
      (ein ähn­li­ches Phänomen lässt sich z.B. auch für die USA erken­nen: 0,88%)

      Quelle:
      https://www.un.org/en/development/desa/population/publications/pdf/mortality/WMR2019/WorldMortality2019DataBooklet.pdf

      1. @Kassandro: Danke für die Einwendungen!
        Sogar Konjunktive ent­hielt der Artikel weni­ger als üblich. Die Autorin ist sich offen­bar bewusst, dass Tatsachen ver­schie­den gewich­tet, und inter­pre­tiert wer­den wer­den können.

        Die von @aa genann­ten Zahlen aus Indien, setzt man sie in Relation, kön­nen nur auf kla­re Entwarnung gedeu­tet werden.
        Das sieht für Brasilien erst­mal ganz anders aus. 

        Ich bin über­rascht, dass die Mortalität / Jahr in BZ fast 0.4 nied­ri­ger liegt (DASS sie nied­ri­ger liegt, war zu erwar­ten), und hier­aus ergibt sich schon­mal, dass eine Übersterblichkeit von 40% in einer nied­ri­ge­ren rela­ti­ven Zahl resul­tiert als es in Europa der Fall wäre.
        Wegdiskutieren lässt sie sich nicht, Ursachen müs­sen! unter­sucht wer­den. Der neue Virus kann ein wesent­li­cher Faktor sein, durch­aus mög­lich. Dann soll­te man es mög­lichst schnell wissen.

        Kann aber auch anders sein.
        Nehmen wir ein­mal an, die betref­fen­de Mutante ist weit anste­cken­der, aber eher weni­ger agres­siv – dann wäre es bei weit fort­ge­schrit­te­ner Verbreitung zu erwar­ten, dass ein hoher Prozentsatz der Verstorbenen test­po­si­tiv sind, ganz unab­hän­gig von der indi­vi­du­el­len Todesursache.
        Würden wir auf dem Gipfel einer Schnupfensaison mit PCR alle aktu­ell Gestorbenen dar­auf tes­ten, bekä­men wir DAS Ergebnis auch. Mit Testung auf Herpesviren ein noch viel "dra­ma­ti­sche­res".

  8. Kann mir mal jemand erklä­ren, wie sich zwei mutier­te Viren ver­ei­ni­gen? Ist ja nicht so, daß die sich sexu­ell ver­meh­ren wür­den, wo jeder die Hälfte sei­ner Gene weitergibt.

    Was kommt wohl als nächs­tes … Giftschlangenviren, Piranhaviren?

    1. @Jo:
      "Kann mir mal jemand erklä­ren, wie sich zwei mutier­te Viren vereinigen? "

      Gern! Ohne Garantie auf Vollständigkeit, oder Richtigkeit, was Coronaviren angeht (denn ich bin Entomo‑, nicht Virologe):

      Sexuelle gene­ti­sche Rekombination schei­det aus, rich­tig, genau­so wie para­se­xu­el­le (bei Bakterien, sogar über Artgrenzen hinweg).

      Viren mani­pu­lie­ren bekannt­lich die Wirtszelle zur mas­sen­haf­ten Herstellung von Kopien ihrer selbst. Wichtig ist zu wis­sen, dass die neu­en Viren "in Einzelteilen" syn­the­ti­siert wer­den (RNA/DNA und sämt­li­che Hüll- und Funktionsproteine getrennt), und sich die Teile dann qua­si selbst in der rich­ti­gen Ordnung zusammenfinden. 

      Wenn nun eine Zelle gleich­zei­ti­gen Befall durch zwei nahe­ste­hen­de Varianten hat, wird die self-assem­bly sicher eben­so gut funk­tio­nie­ren. Rekombination auf gene­ti­scher Ebene ist denk­bar, inso­fern die RNA/DNA in meh­re­ren Teilstücken syn­the­ti­siert wür­de (weiß nicht, ob das so ist).

      Wahrscheinlicher ist, dass sich nicht "Mutanten ver­ei­ni­gen", son­dern schlicht Mutationen zufäl­lig zusam­men auf­tre­ten. Insbesondere RNA (Einzelstrang) ist sehr anfäl­lig für Kopierfehler, und für jede neu­tra­le oder "nütz­li­che" Mutation ent­steht wohl ein Mehrfaches an "Datenmurks" – stirbt dann aus.

      Wenn im Virusgenom dann plötz­lich nicht nur eine Stelle (Mutante A), son­dern auch eine wei­te­re (Mutante B) anders ist, wir also Mutante AB beob­ach­ten, kön­nen wir nicht sagen, wor­auf das zurück­geht – es sind eher unter­kom­ple­xe Veränderungen, die nicht auf Verwandtschaft schlie­ßen las­sen. Hin- und Rückmutationen sind mög­lich und nicht unter­scheid­bar, Parallelmutationen genau­so­we­nig. Wir kön­nen höchs­tens schlie­ßen, dass A oder B der "Elternvirus" gewe­sen ist.

      1. @Boris Büche
        Wenn eine Zelle von bei­den Varianten befal­len ist und bei­de pro­du­ziert, dann kön­nen sich sicher Proteine mischen, aber um ein repli­zier­ba­res Virus zu haben, müs­sen ja die Proteine und die RNA über­ein­stim­men, sonst hat man ein Hybridvirus, bei der nächs­ten Replikation aber wie­der eine Ursprungsvariante.
        Daß die RNA zer­stü­ckelt und wie­der zusam­men­ge­setzt wird (und sich dabei durch­mi­schen kann), hal­te ich für aus­ge­schlos­sen. Dann wäre die Zusammensetzung des RNA-Strangs ja bei jeder "Tochter" und jeder "Schwester" des Virus anders.

        Sicher gibt es exo­ti­sche Genübergänge (gera­de erst gele­sen, von Pflanze auf Insekt), sowas kommt im Laufe der Evolution über Jahrmillionen immer wie­der vor. Aber das pas­siert ja nicht gera­de mal jetzt, aus­ge­rech­net bei genau zwei ganz bösen Mutanten, sprich sehr sehr unwahrscheinlich.

        Parallele Mutation statt Vereinigung wäre natür­lich denk­bar, dazu müß­te man im Detail angu­cken, was genau die jewei­li­ge Mutation aus­macht, wie vie­le Mutationen nötig sind, um bei der einen das cha­rak­te­ris­ti­sche Merkmal der ande­ren zu erzeu­gen, und wie wahr­schein­lich das ist.

  9. @WeißerRabe: Stimmt voll und ganz, pas­siert genau­so in Afrika, Südamerika, Südostasien…

    Dies inter­es­siert aber die New Economy nicht, weil die­se Länder kei­nen Profit abwer­fen. Gilt für die Grundversorgung mit Nahrungsmitteln als auch eine medi­zi­ni­sche Versorgung gegen Corona-Viren.

    Man kann von unse­ren Regierenden jetzt bei die­ser rie­sen­gro­ßen Pandemie im eige­nen Land nicht auch noch erwar­ten, dass man sich um das Wohlergehen eines Dritteweltlandes küm­mern soll. Heißt, man schaut in Berlin und anders­wo weg, weil der Aufwand kei­nen Nutzen brin­gen wür­de, ins­be­son­de­re kein Geld.

    In Indien kön­nen sich cir­ca 8% der Bevölkerung eine Krankenversicherung leis­ten, dies sind knapp 120 Mio. Menschen. Die ande­ren dür­fen vor sich hin sie­chen; 1,3 Mrd. Menschen, und hier­un­ter sind ins­be­son­de­re Kinder. Wenn man hier­bei davon aus­geht, dass an Corona – wie bei der Grippe – unge­fähr 4 – 5% der Bevölkerung erkran­ken und die Sterblichkeit bei 0,,03 % liegt, sind dies zig­tau­sen­de wirk­lich an Corona Verstorbene. Wegen der Unterversorgung tat­säch­lich viel mehr. Dies passt so Leuten wie den Gates ins Eugenics-Konzept. Deswegen fließt dort dann auch kein Geld hin. Man spon­sert dann lie­ber die Idioten bei der WHO oder dem RKI.

    1. @Helmi2000 Vergessen Sie die Banken nicht. !!!!
      Ich glau­be immer noch nicht an eine Pandemie.
      Aber die­ses kri­mi­nel­le Verhalten den Ärmsten der Armen gegen­über, haben wir nicht ert seit Coronazeiten.
      Diese Gats Leute wol­len das Eugenics-Konzept für sich jetzt mit der "heil­brin­gen­den Wunderspritze" erneu­ern, weil sich inzwi­schen zuviel Parasiten in ihrer Nähe ein­ge­nis­tet haben.

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