Was C. Drosten und die Goethe-Universität wissen konnten

Bekannt­lich ver­tritt die Goe­the-Uni­ver­si­tät zwei Ver­sio­nen zur Pro­mo­ti­on von Chris­ti­an Dros­ten. Einer­seits stellt sie inzwi­schen eine 122-sei­ti­ge Mono­gra­phie als sol­che zur Ver­fü­gung, ande­rer­seits spricht sie von ihr als einer Publi­ka­ti­on in drei Fach­auf­sät­zen. In bei­den Fäl­len ist zu bezwei­feln, ob der Text gel­ten­den Richt­li­ni­en ent­spro­chen hat.

Die Cha­ri­té, die neben ande­ren und noch grö­ße­ren Skan­da­len oft­mals gebeu­telt wur­de mit Pla­gi­ats­fäl­len bei ihren Dis­ser­ta­tio­nen (s. z. B. hier), stellt des­halb inzwi­schen die fol­gen­den drin­gen­den Rat­schlä­ge zur Verfügung:

Eine Antwort auf „Was C. Drosten und die Goethe-Universität wissen konnten“

  1. Ich glau­be nicht, dass die Mit­tei­lung der Uni­ver­si­taet bedeu­tet, dass es not­wen­di­ger­wei­se zwei Ver­sio­nen der Dok­tor­ar­beit geben muss. In der schrift­li­chen Ant­wort­zu Herrn Dr. Kue­ba­chers Anfra­ge war ja nur zu lesen, dass die ERGEBNISSE der Dis­ser­ta­ti­on in drei Teil­auf­saet­zen ver­oef­fent­licht wor­den sei­en. Als selbst lan­ge im Bereich der Wis­sen­schaft unmit­tel­bar tae­tig gewe­se­ner Arzt weisz ich nun, dass dies nicht bedeu­tet, dass sie Pro­mo­ti­on selbst kumu­la­tiv – d.h. nur durch die­se Arti­kel reprae­sen­tiert – ist. Eine kumu­la­ti­ve Pro­mo­ti­on besteht je nach Pro­mo­ti­ons­ord­nung nor­ma­ler­wei­se tat­saech­lich NUR aus einer gewis­sen Zahl von Arti­keln und even­tu­ell einer kur­zen Zusammenfassung.
    Mei­ner Mei­nung nach hat die Goe­the-Uni­ver­si­taet nicht gesagt, dass Herr Dros­ten kumu­la­tiv pro­mo­viert haette.
    Vie­le ande­re Kri­tik­punk­te blei­ben aller­dings davon unbe­ruehrt und sind wei­ter­hin interessant.
    Oder haben Sie wei­te­re Infor­ma­tio­nen ueber eine dezi­diert kumu­la­ti­ve Promotion?

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