"Ein Skandal": Rufe nach Ende der Teil-Impfpflicht mehren sich

Auf br.de ist unter obi­gem Titel am 28.7. zu erfahren:

»Die Forderungen nach einer Aussetzung oder Aufhebung der Impfpflicht für das Pflege- und Gesundheitspersonal wer­den lau­ter. Der Vorsitzende des Bundesverbands der kom­mu­na­len Senioren- und Behinderteneinrichtungen (BKSB), Alexander Schraml, bezeich­ne­te es als einen "Skandal", dass es eine ver­pflich­ten­de Immunisierung nur für medi­zi­ni­sche Berufe gebe. "Entweder man schafft die ein­rich­tungs­be­zo­ge­ne Impfpflicht ab oder man ord­net eine all­ge­mei­ne Impfpflicht an", sagt er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

Eine Überprüfung der ein­rich­tungs­be­zo­ge­nen Impfpflicht for­dern auch Vertreter des Mittelstandes. "Das mit der Impfpflicht ver­folg­te Ziel, Infektionen in Pflegeeinrichtungen oder Krankenhäusern so gut wie mög­lich ein­zu­däm­men, konn­te bis heu­te lei­der nicht erreicht wer­den", sag­te der Sprecher des Beirats Gesundheit des Bundesverbandes Der Mittelstand, Alexander Ehlers. Auch wenn das Pflegepersonal eine hohe Impfquote auf­wei­se, stie­gen die Infektionszahlen eben­so an wie andern­orts. Die Impfpflicht füh­re dazu, dass ein Teil des Pflegepersonals in angren­zen­de Nachbarländer oder ande­re Berufe abwan­de­re – "mit der Folge, dass sich der Personalstand in unse­ren Pflegeinrichtungen wei­ter ver­schärft", beklag­te der Professor für Medizinrecht.

Krankenhausgesellschaft: Lage hat sich "massiv geändert"

Mit befeu­ert hat­te die Debatte am Mittwoch die Deutschen Krankenhausgesellschaft. Nach jet­zi­gen Erkenntnissen sei es "weder sinn­voll noch ver­mit­tel­bar", die ein­rich­tungs­be­zo­ge­ne Impfpflicht wei­ter­zu­füh­ren, sag­te Vizechefin Henriette Neumeyer…

Ab 1. Oktober Booster-Impfung nötig: "Verschärfung"

… Aktuell gilt in Deutschland jeder als voll­stän­dig geimpft, der zwei Impfdosen erhal­ten hat – oder zusätz­lich zu einer Impfung eine Corona-Infektion nach­wei­sen kann. Das bleibt aber nur bis 30. September so: Vom 1. Oktober an ist zusätz­lich eine Auffrischimpfung not­wen­dig (oder zwei Impfungen plus durch­ge­mach­te Infektion). Der BKSB-Vorsitzende Schraml betrach­tet dies als Verschärfung der Teil-Impfpflicht. "Damit besteht die Gefahr, dass uns wei­te­re Beschäftigte ver­lo­ren gehen bezie­hungs­wei­se Auszubildende im Herbst nicht über­nom­men wer­den können."

Patientenschützer: Impfpflicht kann Erwartungen nicht erfüllen

Kritisch äußer­te sich auch der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch. "Schon vor Vollzug am 16. März war klar, dass die ein­rich­tungs­be­zo­ge­ne Impfpflicht die Erwartungen der Befürworter nicht erfül­len kann", sag­te er…«
br.de (28.7.)

Herrn Brysch muß man zugu­te hal­ten, daß sein Verein schon früh eine ableh­nen­de Position ver­trat. Der Rest beugt sich dem Mut und der Durchhaltekraft der Pflegekräfte, die sich trotz mas­si­ver Hetze und Ausgrenzung nicht haben unter­krie­gen lassen.


Der obi­ge Sound stammt von wiktionary.org. Ob dort noch lan­ge das zwei­te Beispiele zu lesen sein wird?

7 Antworten auf „"Ein Skandal": Rufe nach Ende der Teil-Impfpflicht mehren sich“

  1. Wenn ich schon das Wort Immunisierung im Zusammenhang mit der expe­ri­men­tel­len Gentherapie lese, kom­men mas­si­ve Zweifel auf am Verstand der Personen, die dies labern. Und wenn dann als Phrase kommt, dass die­se "Impfung" schützt, vor was auch immer (außer Gewinnen bei der Pharmaindustrie und der Entsorgungsindustrie) kann ich einen mas­si­ven Würgereiz nur schwer bewäl­ti­gen. Wenn dann noch eine bekann­te Stimme mit einem "also" beginnt, stei­gert sich der Würgereiz.

  2. Tim Röhn
    @Tim_Roehn
    Eskalation in 3 Akten: 

    Erst übt @MAStrackZi schar­fe Kritik ob der Aufzählung der Zitate durch @micLIBERAL
    (ihr gutes Recht), 

    dann dis­kre­di­tiert sie ihn mit der Behauptung, er habe infi­zier­te Tochter auf Klassenfahrt schi­cken wol­len (falsch)

    - und zum Abschluss blockt sie ihn weg.

    Quote Tweet
    Mic de Vries
    @micLIBERAL
    · 2h
    No comment.
    https://pbs.twimg.com/media/FYwppr5XoAIZXHV?format=jpg&name=900x900
    3:10 PM · Jul 28, 2022

  3. Die ent­schei­den­de Schlacht hat begon­nen. Normale Menschen gegen Zeugen Corona's. Zum Glück hat sich das Gute auf kurz oder lang immer durchgesetzt.

  4. "Entweder man schafft die ein­rich­tungs­be­zo­ge­ne Impfpflicht ab oder man ord­net eine all­ge­mei­ne Impfpflicht an", sagt er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland."

    Ok … Logikfrage: Inwiefern macht die Einführung einer all­ge­mei­nen Impfpflicht, die Nachweispflicht im medi­zi­ni­schen Sektor weni­ger pro­ble­ma­tisch oder bes­ser durchsetzbar?

    Selbst wenn man eine all­ge­mei­ne Impfpflicht ein­füh­ren wür­de, müss­te man die dor­ti­ge Nachweispflicht trotz­dem abschaf­fen, wenn man möch­te, dass sich die Situation in die­sem Bereich ver­bes­sert. Denn nur weil dann alle zum Impfen ver­pflich­tet wären, heißt das noch lan­ge nicht, dass sich die bis­her noch unge­impf­ten Mitarbeiter dann zum "Impfen" nöti­gen lassen. 

    Es gibt also hier kein "ent­we­der oder". Die Nachweispflicht müss­te trotz­dem weg. Es sei denn, man for­dert hier allen erns­tes, dass dann nie­mand mehr unge­impft arbei­ten gehen darf. Egal, wo er tätig ist. Also ein gene­rel­les Arbeitsverbot für Ungeimpfte. Echt jetzt?

  5. Alexander Schraml hat mit­ge­macht und macht wei­ter mit: "Entweder man schafft die ein­rich­tungs­be­zo­ge­ne Impfpflicht ab oder man ord­net eine all­ge­mei­ne Impfpflicht an", sagt er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland." Das ist doch nur noch eine trau­ri­ge Clownerie alles, Alexander…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.