"Es ist schier unmöglich, per Gesetz jeden Corona-Todesfall zu verhindern."

Hat sich Wolf­gang Schäub­le bei den "Coro­na-Leug­ne­rIn­nen" eingereiht?

»Schäub­le ruft vor Gip­fel zu "aus­ge­wo­ge­nen Ent­schei­dun­gen" auf
Bun­des­tags­prä­si­dent Wolf­gang Schäub­le hat vor dem anste­hen­den Coro­na-Gip­fel von Bund und Län­dern "aus­ge­wo­ge­ne Ent­schei­dun­gen" ange­mahnt. Bei den Coro­na-Maß­nah­men "bleibt es zen­tral, dass die Exe­ku­ti­ve die Ver­ant­wor­tung des Ein­zel­nen fest im Blick hält und auf so viel Frei­heit wie mög­lich setzt", sag­te Schäub­le der "Neu­en Osna­brü­cker Zeitung".

"Es ist schier unmög­lich, per Gesetz jeden Coro­na-Todes­fall zu ver­hin­dern." Es sei daher sei­ne "Grund­über­zeu­gung", dass die Poli­tik die Abwä­gung zwi­schen dem Schutz des Lebens und den Nach­tei­len der Coro­na-Maß­nah­men "nicht kom­plett per Ver­ord­nung oder Gesetz auf­lö­sen kann, son­dern dass die Ver­ant­wor­tung auch in den Hän­den der Ärz­te­schaft, von Wis­sen­schaft und Ethi­kern liegt".«

So stellt es tages​schau​.de dar. Es wird wohl eher dar­um gehen, daß die Wirt­schafts-Frak­ti­on, die vom Lock­down über­haupt nicht pro­fi­tiert, sich zu Wort mel­det. Es wird deut­lich, daß die aus­schließ­li­che Ori­en­tie­rung der Regie­rungs­po­li­tik an den Think-Tanks rund um die Pan­de­mie-Plan­spie­le zu Wider­sprü­chen führt.

13 Antworten auf „"Es ist schier unmöglich, per Gesetz jeden Corona-Todesfall zu verhindern."“

  1. Tja Freun­de, drei Wochen Lock­down und die Zah­len gehen wei­ter in die Höhe. Wo ste­cken sich die Leu­te denn nun genau an…? Im pri­va­ten Bereich? Kommt dann als Nächs­tes die Hausdurchsuchung?

  2. Die Fra­ge stellt sich eher umge­kehrt, wie­vie­le Todes­fäl­le die Poli­tik durch die Maß­nah­men pro­du­ziert hat. Ver­hin­dert hat sie offen­sicht­lich garnichts.
    Da in den Alten- und Pfle­ge­hei­men, also bei den durch die Maß­nah­men zu Schüt­zen­den, 70–85% aller mit Coro­na asso­zi­ier­ten Todes­fäl­le auf­tre­ten, die­se aber gar­nicht bzw. nur mit nega­ti­vem PCR-Test, Schutz­mas­ken und allem tra­la­la betre­ten wer­den dür­fen, haben die­se Todes­fäl­le offen­sicht­lich nichts mit der Aus­brei­tung eines Erre­gers zu tun, denn ansons­ten müss­te es in der Iso­la­ti­on zwin­gend weni­ger Infek­te geben.
    Die ein­zi­ge Mög­lich­keit die gehäuf­ten Infek­te in der Iso­la­ti­on zu erklä­ren, sind die Maß­nah­men selbst, die zur Ver­ein­sa­mung der alten Men­schen und zu medi­zi­ni­schen frag­wür­di­gen Behand­lun­gen führen.
    Dazu kommt dann die groß­zü­gi­ge Defi­ni­ton des RKI, nach­dem neben jedem PCR-Posi­ti­ven sowie­so auch PCR-Nega­ti­ve mit pas­sen­den Sym­pto­men als ein­schlä­gig Infi­zier­te zu betrach­ten sind, falls denn noch min­des­tens eine wei­te­re Per­son in der Ein­rich­tung Sym­pto­me zeigt und in wel­cher die­ser Ein­rich­tun­gen gäbe es davon nicht genug zu allen Zei­ten und regelmäßig.
    Fer­tig ist die Pan­de­mie als selbst­er­fül­len­de Pro­phe­zei­ung, die jetzt tat­säch­lich Über­schuss­mor­ta­li­tät erzeugt, wenn auch noch gering aber ausbaufähig.
    Gespenstisch.

    1. Es sind ja noch nicht ein­mal die Über­tra­gungs­we­ge geklärt.
      https://​www​.scin​exx​.de/​n​e​w​s​/​b​i​o​w​i​s​s​e​n​/​e​s​-​r​e​g​n​e​t​-​v​i​r​en/

      Grip­pe­web fin­det nichts
      https://​grip​pe​web​.rki​.de/​R​e​s​u​l​t​s​.​a​spx
      weil sich Covid-19 "unter­halb des syn­dro­mi­schen Radars" befinden
      https://​www​.rki​.de/​S​h​a​r​e​d​D​o​c​s​/​F​A​Q​/​N​C​O​V​2​0​1​9​/​g​e​s​a​m​t​.​h​tml

      Irgend­je­mand hat bei Grip­pe­web die Influ­en­za gefres­sen. Es gibt nur noch "aku­te respi­ra­to­ri­sche Erkran­kun­gen" und "grip­pe­ähn­li­che Erkrankungen".

  3. Tja, was soll man da sagen. Die­se Erkennt­nis kommt irgend­wie 9 Mona­te zu spä­te. Noch vor ein paar Wochen sorg­te eine ähn­li­che Aus­sa­ge Stre­ecks für den #ster­ben­mit­stre­eck…

    Man muss sich tat­säch­lich fra­gen war­um so vie­le Todes­fäl­le aus den Alten u Pfle­ge­hei­men kom­men und es kaum Fäl­le in der nor­ma­len Bevöl­ke­rung gibt. Das die Fäl­le dann auch noch bei Risi­ko­grup­pen Auf­tritt wie sie schon von Prof Prü­schel erwähnt wur­den, zeich­net doch das Bild, das es eben nicht die Kil­ler­krank­heit ist, was auch schon von diver­sen Sei­ten ange­mahnt wurde.

    Alles in allem soll­te man es viel­leicht ein­fach als posi­ti­ves Zei­chen sehen, das eine Per­son wie Herr Schäub­le sich dahin­ge­hend äußert und nicht gleich eine Hexen­jagd beginnt.

    Sieht man sich dann die Ver­fas­sungs­kla­ge an, kommt man von einem zum ande­ren und viel­leicht auch der eine oder ande­re Poli­ti­ker zu der Erkennt­nis, das es so nicht funk­tio­niert, das wir end­lich eine Ver­hält­nis­mä­ßig benö­ti­gen und das Risi­ko abschät­zen soll­ten. Die Fol­gen für die Gesell­schaft sind jetzt schon ver­hee­rend. Ich möch­te nicht wis­sen was am Ende der „Pan­de­mie“ als Fazit ste­hen wird.

    Das von BSE, Vogel und Schwei­negrip­pe ist uns bekannt, dass von Coro­na kann nur tra­gisch sein. Ich möch­te ja nicht den Teu­fel an die Wand malen, aber wir star­ten gera­de mit dem größ­ten Impf­ex­pe­ri­ment der Welt.
    Ich hof­fe instän­dig und ehr­lich das es glimpf­lich oder noch bes­ser, glück­lich ausgeht.

  4. Da Pres­se und Regierung(en) das DIVI nur dann wenn's passt als Kri­te­ri­um gel­ten las­sen, kom­men sie aus der Num­mer nicht mehr raus. Nach­dem man "uns" seit Okto­ber ein "expo­nen­ti­el­les Wachs­tum" ver­spro­chen hat (Nö, war line­ar, die Inten­siv­sta­ti­ons­be­le­gung stieg recht zuver­läs­sig um ca. 450 pro Woche) sinkt sie seit vor­ges­tern wie­der (obwohl uns die Model­lie­rer und deren Nach­plap­pe­rer [= "Think Tanks"] im Brust­ton der Über­zeu­gung erklärt haben, dass die­se stets mit den "Neu­in­fek­ti­ons­zah­len" 2–3 Wochen zuvor kor­re­lie­ren: der bis­he­ri­gen Höchst­stand von fast 180000/Woche wur­de aber vor ca. 2 Wochen "erreicht").

    Man soll­te davon aus­ge­hen, dass dies allen Ent­schei­de­rIn­nen bekannt ist (da bin ich sogar bei "Mar­kus": die sind ja nicht alle doof), wor­aus folgt, dass man sehr wohl "lockern" könn­te (Wie auch aus ähn­li­chen Zah­len in Nach­bar­län­dern her­vor­geht – mit dem rät­sel­haf­ten Phä­no­men, dass die Kur­ven dort zwi­schen 2 und 6 Wochen frü­her knick­ten – als ob ein Virus Rück­sicht auf [Schengen-]Grenzen neh­men könnte …).
    Dumm nur, dass man dies wie­der mit der unsäg­li­chen Mär ver­knüp­fen muss, dass dann die "Fall­zah­len" und die "Inten­siv­bet­ten­be­le­gung" wie­der stei­gen – und wenn nicht, waren es eben die "Maß­nah­men", die "uns geret­tet" haben.
    Und/oder alles noch­mal von vorn.
    Um dies zu ver­hin­dern, hat man schon im Mai nur eine ein­zi­ge Exit-Stra­te­gie "gefun­den": den Impf-Messias.

    Mit der Hil­fe der Jus­tiz ist lei­der nicht (mehr) zu rech­nen, auch wenn der Jurist Schäub­le die­ser jetzt eine öffent­li­chen Steil­vor­la­ge gege­ben hat. 

    Ein "Ret­ter" könn­te damit in der Tat der Wirt­schafts­flü­gel sein, der wohl nicht mehr unbe­dingt mit wei­te­ren "Bestechungs­gel­dern" (vul­go: "Coro­na-Hll­fe") rech­nen kann und kla­gen wird.

  5. Ist aber doch nicht das ers­te Mal. Schon im Früh­jahr erreg­te er Auf­se­hen mit der Aussage:

    " Wenn ich höre, alles ande­re habe vor dem Schutz von Leben zurück­zu­tre­ten, dann muss ich sagen: Das ist in die­ser Abso­lut­heit nicht richtig"
    https://www.zeit.de/politik/deutschland/2020–04/corona-krise-wolfgang-schaeuble-schutzmassnahmen

    Ver­fas­sungs­recht­lich ist genau das der Punkt: die WÜRDE, mit­hin Selbst­be­stim­mung, steht ÜBER der eige­nen Gesund­heit. Das ist der EINZIGE Grund, wes­we­gen Ster­be­hil­fe im Febru­ar 2020 für ver­fas­sungs­kon­form erklärt wur­de ( 2 BvR 2347/15 u.a.) und wes­we­gen 2006 die Plä­ne u.a. von Schäub­le (!) vom BVerfG in Bezug auf das Luft­si­cher­heits­ge­setz (1 BvR 357/05) abge­wie­sen wur­den. Anschei­nend hat sich Schäub­le das Letz­te­re zu Her­zen genom­men, denn Leit­satz 3 der Ent­schei­dung lautet:

    "Die Ermäch­ti­gung der Streit­kräf­te, gemäß § 14 Abs. 3 des Luft­si­cher­heits­ge­set­zes durch unmit­tel­ba­re Ein­wir­kung mit Waf­fen­ge­walt ein Luft­fahr­zeug abzu­schie­ßen, das gegen das Leben von Men­schen ein­ge­setzt wer­den soll, ist mit dem Recht auf Leben nach Art. 2 Abs. 2 Satz 1 GG in Ver­bin­dung mit der Men­schen­wür­de­ga­ran­tie des Art. 1 Abs. 1 GG nicht ver­ein­bar, soweit davon tat­un­be­tei­lig­te Men­schen an Bord des Luft­fahr­zeugs betrof­fen werden."

  6. Tja, das klas­si­sche Bäumchen-Wechsel-Dich-Spiel:

    Leu­te, die sich wie Schäub­le bis­her im Hin­ter­grund gehal­ten haben, wer­den als neue Ver­trau­ens­kör­per auf­ge­baut, wenn die, die zu weit vor­ge­prescht sind in Gefahr sind abge­wi­ckelt zu werden.

    Die Demo­kra­tie-Simu­la­ti­on geht dann eben mit ande­ren Köp­fen wei­ter. Schäub­le könn­te (alters­be­dingt) denn von ihm sou­ve­rän ange­nom­me­nen Ball spie­lend an eine neue Hoff­nungs-Figur abge­ben. Soder oder Mer­kel mögen (even­tu­ell) Fal­len, aber: the show must go on, und wird das auch, mit ver­än­der­ter Besetzung.

    So funk­tio­niert heu­te Demokratie.

    Wer ernst­lich sol­chen Leu­ten wie Schäub­le ein Gewis­sen und Hal­tung unter­stellt, träumt auch von Cuba oder so.

  7. Kon­stan­tin Beck und Wern­der Wid­mer haben für die Schweiz her­vor­ra­gen­de Modell­rech­nun­gen ver­öf­fent­licht und die Aus­sa­ge, jeder Coro­na-Tote ist einer zuviel auseinandergenommen.
    Span­nend z.B. die Modell­re­chung bzgl. der dort 10 tägi­gen Qua­ran­tä­ne. In mei­nem Kreis waren am 11.12. sage und schrei­be 3227 Men­schen in Qua­ran­tä­ne bei an dem Stich­tag 581 "Infi­zier­ten", das macht 45178 Tage! ‑Das ent­spricht 200 Voll­zeit­ar­beits­stel­len für ein gan­zes Jahr!
    Zwi­schen die­sem 11.12. und dem 28.12. sind inge­samt 18 größ­ten­teils hoch­be­tag­te Men­schen ver­stor­ben, das ist trau­rig. Aber wie sag­te schon Käst­ner: Das Leben ist häu­fig lebens­ge­fähr­lich und endet IMMER töd­lich. Kön­nen wir das viel­leicht ein­mal akt­zep­tie­ren? Woll­ten wir alle unend­lich leben wäre es hier schon lan­ge ziem­lich voll. Das ist also ein ziem­lich sinn­lo­ses Ziel, was hier aus­ge­ge­ben wird.

  8. Er checkts ein­fach nicht.
    Vor Coro­na sind Men­schen nicht gestorben.
    Nie. Kei­ner. Schon gar nicht die in der Palliativphase.

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