Fällt jetzt die Alkoholsteuer?

Nach Auszählung eines Viertels der Wahllokale in Leverkusen führt Karl Lauterbach unein­hol­bar mit 43,2 Prozent der Erststimmen. Damit droht die rea­le Gefahr eines Bundesgesundheitsminister KL, der für über­ra­schen­de Vorschläge und beson­de­re Vorlieben bekannt ist. 7,5 Prozent der Zweitstimmen wur­den danach für nicht im Bundestag ver­tre­te­ne "Sonstige" ver­ge­ben, davon 1,3 Prozent für die "Basis". (leverkusen.de, 20:22 Uhr). Die zur Zeit 8,6 Prozent für "Andere" bun­des­weit, immer­hin meh­re­re Millionen WählerInnen, spie­len bei der Auswertung der Medien kei­ner­lei Rolle.

26 Antworten auf „Fällt jetzt die Alkoholsteuer?“

      1. … irgend­wann in den 80'ern hau­te es Mrs. Warnes am Ende des Stückes drei mal hin­ter­ein­an­der raus : "… than we take Berlin …" (Wen mein­te sie damals eigentlich ?)

        Ich bin ein "80er", ' hab' das Stück damals rauf und run­ter gehört – und Scheiße, ich hab' nicht auf­gepaßt – die­ser "Berliner Größenwahn" muß­te schief­ge­hen – war­um habe ich die­ses "Drecks-Kaff" seit Jahren ver­nach­läs­sigt, und habe es nicht "in Schutt und Asche" gelegt" ? ' bin Rheinländer und will "mein Bonn" zurück …

        (… noch nie war ich von die­sem Land so ange­pisst wie heu­te Abend … Man möge mir die­se "klei­ne Emotionalität" verzeihen …)

    1. @DS‑p… Mancher soll schon dabei sein…https://www.google.com/amp/s/amp.blick.ch/politik/angst-vor-linksrutsch-reiche-deutsche-zieht-es-in-die-schweiz-id16857679.html Ich kenn selbst jeman­den, der die Zelte in DE abzu­bre­chen sucht. Und eine Kanadierin, die letz­ten Herbst noch aus Kanada abge­reist ist, weil sie nicht einen Winter mit Covid Massnahmen ris­kie­ren woll­te und sich nun ent­schie­den hat, nicht mehr nach Kanada zurückzukehren.

      1. Die flüch­ten ja nicht wegen der Corona-Diktatur. Nein; vor einer viel, viel grö­ße­ren, d. h. finan­zi­el­len Bedrohung! Für die meis­ten Leute mit Kohle ist die Vorstellung, sie könn­ten am Ende ein paar Euro weni­ger haben um Welten schlim­mer als das, was in den letz­ten 1,5 Jahren vor sich ging. Zumal es in der (von der Verwaltung ille­ga­len Schwarzgelds gut leben­den) Schweiz ja auch nicht wesent­lich bes­ser ist in Sachen Apartheid und Überwachungsstaat.

        Und ich fang jetzt nicht damit an, was das Geld nach der nun sehr bald anste­hen­den Hyperinflation und (digi­ta­ler) Währungsreform noch wert sein wird; auch in der Schweiz.

        Jedenfalls "bewun­de­re" ich jeden für sei­nen Masochismus, der selbst nach die­sem (wie­der­hol­ten) Offenbarungseid heu­te noch in die­sem Land vol­ler Irrer wei­ter­le­ben will. Das ist sogar ein Stockholm-Syndrom².

  1. Das ist depri­mie­rend. Nicht dass ich irgend­wel­che Überraschungen erwar­tet hät­te, aber die­ses völ­lig unbe­rühr­te 'Weiter so" vom Wahlvolk, als hät­te es die letz­ten ein­ein­halb Jahre nicht gege­ben, das zieht mich doch runter.
    Wenigstens ein paar Punkte mehr für die sons­ti­gen hät­ten es schon sein dürfen.
    Ich fürch­te gar, wäre Merkel noch­mals ange­tre­ten, hät­te die Union die Wahl am Ende gewonnen.

    1. @D. S.: Für mich sind als ers­te Einschätzung die fast 9 Prozent, die für "Andere" ihr Kreuz abga­ben, hoch inter­es­sant. Da Corona im Wahlkampf der Etablierten so gut wie kein Thema war, sehe ich dies­be­züg­lich nicht unbe­dingt ein Votum für ein "Weiter so". 

      Auch wenn in der Blase eher unwil­lig zur Kenntnis genom­men wird, daß für die meis­ten Menschen Corona nicht wahl­ent­schei­dend war, lohnt sich die Beschäftigung damit, was für sie wich­tig ist. Glaubt man den Wahlforschern, dann waren das nicht zuletzt Wohnungs- und Umweltpolitik sowie ande­re sozia­le Ängste. Insofern wäre es klug, wenn sich die KritikerInnen aller Politikfelder mit­ein­an­der aus­tausch­ten und ver­netz­ten. Vielleicht erken­nen sie an der einen oder ande­ren Stelle glei­che Gegner und kön­nen ihre jewei­li­gen Vorbehalte zurückstellen.

      1. @aa
        Das sehe ich auch so. Es ist zwar sehr scha­de, dass kei­ne der "Anderen" die dort anfal­len­den Stimmen in der Masse an sich zie­hen konn­te, denn dann hät­te sich deut­lich mehr Interesse auf die­se Gruppe gerich­tet. Aber die Lehre soll­te sein, mehr mit­ein­an­der zu reden und Gemeinsamkeiten zu suchen, sich viel­leicht sogar zu koordinieren.
        Das wird nicht das System kip­pen, das ist aus mei­ner Sicht auch gar nicht not­wen­dig. Aber es ver­än­dert Gewichte, und das ist es letz­ten Endes, was eine Demokratie, die ihren Namen ver­dient, ausmacht.

  2. Wohin? Wohin? Wo ent­kommt man dem Wahnsinn?
    Man denkt immer, dass es nicht mehr schlim­mer kom­men kann. Und dann kom­men die nächs­ten Hiobsbotschaften.

  3. Was für lah­me Säcke. 102 von 257 Ergebnisse. Na gut, Zahlen berei­ten Leverkusenern bekannt­lich mas­si­ve Probleme… 😀
    In mei­nem Wahlkreis Verden-Osterholz lagen zum glei­chen Zeitpunkt schon 300 von 305 Ergebnissen vor.
    Und heißa, der hie­si­ge Corona-Rebell aus der CDU, wel­cher gegen alle Gesetze zur Beschränkung des par­la­men­ta­ri­schen Einflusses stimm­te, wird sich aller Voraussicht nach knapp gegen die SPD-Konkurrentin durchsetzen.
    Das wäre zwar nur ein klei­ner Funken in der Lauterbach'schen Düsternis, aber immerhin.
    Gut, dass die Grünen-Wähler so vor­aus­seh­bar däm­lich waren, ihre Erststimme der eige­nen chan­cen­lo­sen Kandidatin zu geben…

  4. Nun mal lang­sam mit den jun­gen Balrogs. Erstmal muss eine Koalition gebil­det wer­den. Es kann gut sein, dass FDP oder Grüne das Gesundheitsministerium für sich ein­for­dern wer­den, weil es im Moment sehr pres­ti­ge­träch­tig zu sein scheint (der betref­fen­de Mensch im Ministersessel wird sich dann wun­dern, wie wenig man außer­halb Coronas mit die­sem Amt reüs­sie­ren kann). Das wird ein inter­es­san­tes Hauen und Stechen.
    Und wer weiß, ob wir am Ende nicht Jamaika bekom­men. Die bes­ten Chancen hät­te Klabauterbach aller­dings in einer Not-Groko.
    Selbst im schlimms­ten Fall wird mut­maß­lich eine har­te Opposition auf jeden Minister war­ten, auch und gera­de auf Lauterbach. Ein rot­zig-fak­ten­fer­ner Wicht wie er wird als Minister wahr­schein­lich gro­ße Probleme bekommen.

  5. Im Namen aller mei­ner Mitarbeiterinnen, den BeschäftigtInnen der LVR-Klinik Langenfeld (Abteilung Forensische Psychiatrie, Forensik III) ent­schul­di­ge ich mich dafür, daß es uns nicht gelun­gen ist, Herrn L. die Behandlung zukom­men zu las­sen, die uns und dem zustän­di­gen Richter ange­mes­sen erscheint: lebens­lan­ger Maßregelvollzug bei kon­trol­lier­tem Freigang. 

    Im Spiel Klappskalli gegen Treuer & Team ist das Endergebnis von 45,6 : 0,0 eine Katastrophe für uns und unser Ansehen. Daher ver­kün­de ich mei­nen sofor­ti­gen Rücktritt als Verantwortlicher für die­ses schwa­che Spiel. 

    Untröstlich.

    B.Treuer

  6. Das war schon im Mittelalter so, als die Menschen vol­ler Angstlust an den Lippen der Prediger hin­gen, die ihnen die Schrecken der Hölle aus­mal­ten, und wie man ihr ent­ge­hen kann.
    Dann kam die Reformation. Und dann kam der 30-jäh­ri­ge Krieg.

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