Fakten-Checker – Wer sie finanziert

Mehrfach war hier die Rede von fal­schen "Fakten-Checks" auf correctiv.org (Alice soll­te lesen ler­nenDemozahlen – die Tricks der "Faktenchecker"). Nachzutragen bleibt die Finanzierung des Portals. Wikipedia teilt dazu mit:

Spender Summe
Brost-Stiftung 3.746.090
Schöpflin Stiftung 835.000
Omidyar Network 640.051,24
Adessium Foundation 382.000
Google Digital News Initiative 370.000
Open Society Foundations 303.393,3
Rudolf Augstein Stiftung 254.111,13
Deutsche Telekom 245.000
Bundeszentrale für poli­ti­sche Bildung 209.294
Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur 178.000
Stiftung Mercator 158.691,59
Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen 120.050
Facebook 105.000
Cassiopeia Foundation 100.000

Die Brost-Stiftung wur­de geschaf­fen von Anneliese Brost, "einer deut­schen Verlegerin, Gesellschafterin der WAZ-Mediengruppe, Milliardärin und Mäzenin".

Zur Schöpflin-Stiftung weiß Wikipedia zu sagen:

"Hans Schöpflin, sein Bruder Albert Schöpflin und sei­ne Schwester Heidi Junghanns sind die Kinder des Unternehmers und Ehrenbürgers von Lörrach Hans Schöpflin. Dieser hat­te nach dem 2. Weltkrieg das Großversandhaus Schöpflin auf­ge­baut, das 1964 von Quelle über­nom­men wur­de. Sein Sohn Hans Schöpflin ver­dient seit den 1980er-Jahren Geld als Wagniskapitalgeber.

Nachdem 1995 Hans Schöpflins Sohn Alexander ver­starb, grün­de­te er zunächst 1998 in sei­ner dama­li­gen Heimat Kalifornien die Panta Rhea Foundation, bevor er 2001 wie­der in sei­ne Geburtsstadt Lörrach zurück­kehr­te und gemein­sam mit sei­nen Geschwistern die Schöpflin Stiftung grün­de­te."

Wikipedia zum Omidyar Network:

»Pierre Omidyar hat sich als mehr­fa­cher Milliardär (etwa 8 Mrd. US-Dollar) aus dem akti­ven Geschäft zurück­ge­zo­gen und ist als Philanthrop tätig.
Die Botschafterin der USA bei den Vereinten Nationen, Samantha Power, wür­dig­te Pierre Omidyar am 6. November 2013 als einen der von George Soros inspi­rier­ten "neu­en Philanthropen": "Durch sein Beispiel defi­nier­te George, was es heißt, ein moder­ner Philanthrop, ein Macher zu sein, der den Weg für Bill und Melinda Gates, Warren Buffet[t], Pam und Pierre Omidyar und ande­re ebnet. George war der erste."«

Zur Open Society Foundations:

»Die Open Society Foundations (OSF), ehe­mals Open Society Institute (OSI), sind eine Gruppe von Stiftungen des ame­ri­ka­ni­schen Milliardärs George Soros, die nach eige­nen Angaben den Gedanken der offe­nen Gesellschaft durch Unterstützung von Initiativen der Zivilgesellschaft ver­tre­ten und poli­ti­sche Aktivitäten finanzieren,«

Das sind nun wahr­lich Garanten für unab­hän­gi­ge Meinungsbildung!

5 Antworten auf „Fakten-Checker – Wer sie finanziert“

  1. ZITAT von Wolf Wetzelauf den NDS:

    "Die Firma, die die­se Cleaner stellt, heißt: Correctiv und ist so unei­gen­nüt­zig, dass sie von Google, der Deutschen Bank, der Open Society Foundation von George Soros, RTL u.v.a.m. finan­zi­ell unter­stützt, also getra­gen wird. Dieses unei­gen­nüt­zi­ge Unternehmen hat Fantasie, sei­nen Orwell wirk­lich gele­sen und beruft einen Haufen von Leuten in ein Gremium, das doch wirk­lich „Ethikrat“ genannt wird. Orwell hät­te sich über die­se Wortschöpfung gefreut. In die­sem „Ethikrat“, das ist kein Fake, sit­zen so unei­gen­nüt­zi­ge Leute wie

    Nikolaus Brender, frü­he­rer Chefredakteur des ZDF
    Ulrich Reitz, Chefredakteur von Focus
    Cordt Schnibben, Redakteur beim Spiegel
    Oliver Schröm, Leiter Investigative Recherche Stern
    Jochen Wegner, Chefredakteur von Zeit-Online
    Stefan Willeke, Chefreporter bei der Zeit
    Und so wei­ter und so fort.

    Sie sehen also: Hier ist Ethik, Ihre Meinung in pro­fes­sio­nel­len, gut geüb­ten Händen."

  2. "… und ist als Philanthrop tätig."

    Ich habe nichts dage­gen, wenn Leute als Philanthropen tätig sind. 

    Nur soll­ten die­se Leute ande­re Leute mit ihrer Philanthropie in Ruhe las­sen, das wäre mein Wunsch. Vor allem soll­ten die­se "Philanthropen" es unter­las­sen, ande­re Leute zu ihrem "Glück" zu zwingen.

  3. "Durch sein Beispiel defi­nier­te George, was es heißt, ein moder­ner Philanthrop, ein Macher zu sein, der den Weg für Bill und Melinda Gates, Warren Buffet[t], Pam und Pierre Omidyar und ande­re ebnet. George war der erste."«

    Das deckt sich mit mei­ner Wahrnehmung: George Soros war der ers­te der die Methode ange­wandt hat, mit Ideologien noch mehr Geld zu ver­die­nen als ohne, und der die Methode erfun­den hat eige­nes Geld mit Staats-(/Steuer-)-Geldern zu "levern", also den eige­nen Einfluss mit dem Geld ande­rer Leute zu hebeln.

    Soros hat die­se Technik von der Börse ("Leverage") mitgebracht.

    Wie kön­nen nur Leute Einfluss gewin­nen, die Bücher schrei­ben, in denen sie die ers­te Hälfte pseu­do­phi­lo­so­phi­sches Geschwafel ablas­sen und in der zwei­ten Hälfte Börsenstrategien ausbreiten?

    Wie kön­nen Leute als Philanthropen gehan­delt wer­den, die Volkswirtschaften in Grund und Boden spe­ku­lie­ren, Menschen um ihre Lebensleistung brin­gen, Staaten ausweiden?

    Wieso kom­men in die­ser Welt immer nur Lügner und Blender ganz nach oben?

  4. Auch die Bundesregierung ist indi­rekt mit dabei, sie hat­te im Juli mit einer Nacht und Nebel Aktion die Abgeordneten überrumpelt:
    "(…) Stattdessen sol­len 220 Millionen Euro aus dem Etat des Wirtschaftsministeriums kom­men, dekla­riert als Branchenhilfe. Die Informationen zu der neu geplan­ten Verlagsförderung sind aller­dings spär­lich; auch Peter Altmaier habe offen­bar von nichts gewusst, sagt Deligöz. "Der Bundeswirtschaftsminister war lei­der nicht in der Lage, die Förderung zu skiz­zie­ren, da er erst heu­te davon Kenntnis erhal­ten habe." Der Bundestag hat die Förderung am Donnerstag beschlos­sen – ohne Sperrvermerk.(…)"

    https://www.sueddeutsche.de/medien/zeitungen-foerderung-subventionen-verlage‑1.4954897

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