Für den "Tagesspiegel" sind nicht nur "ImpfgegnerInnen" gefährlich

Das Blatt, in dem noch alle, die nicht mit jeder Brat­wurst eine Sprit­ze spen­diert bekom­men wol­len, für poten­ti­ell ver­fas­sungs­wid­rig gehal­ten wer­den, wei­tet sein Ver­dachts­spek­trum aus. So wie das Demons­tra­ti­ons­recht vor Demons­trie­ren­den zu schüt­zen ist, soll ein Volks­ent­scheid vom Volk fern­ge­hal­ten wer­den. In einem Kom­men­tar vom 12.9. ist auf tages​spie​gel​.de zu lesen:

»Wenn der Mensch nicht weiß, wo sein Platz in der Welt ist, spürt er Wut oder Schwer­mut. Bei­des kann zu radi­ka­len Gedan­ken füh­ren. So lässt sich der Erfolg des Ent­eig­nungs­volks­be­geh­rens in Ber­lin erklären.

359.000 Unter­schrif­ten haben die Initia­to­ren gesam­melt, so vie­le wie nie zuvor bei einem Volks­be­geh­ren. Knapp 50 Pro­zent der Berliner:innen kön­nen sich vor­stel­len, am 26. Sep­tem­ber mit Ja zu stim­men. Zwei von drei Regie­rungs­par­tei­en stüt­zen den Volksentscheid.

Es ist eine Kriegs­dro­hung an die Woh­nungs­wirt­schaft, ange­trie­ben von eben jener Wut und Schwer­mut. Die Woh­nungs­wirt­schaft hat in der Stadt in den ver­gan­ge­nen Jah­ren dicke Ren­di­ten ein­ge­stri­chen, wild spe­ku­liert, Men­schen ent­wur­zelt, ja, ihnen ihren Platz in der Welt genom­men. Die Fra­ge ist: Soll­te man nach erfolg­rei­chem Säbel­ras­seln auch in den Krieg ziehen?…

Es geht bei der Fra­ge von Ent­eig­nun­gen um die Grund­fes­ten der frei­heit­lich-demo­kra­ti­schen Grund­ord­nung, dar­um, wie wir zusam­men­le­ben wol­len: Wie viel ist das Recht auf Eigen­tum in unse­rer Gesell­schaft wert? Wie sehr ver­trau­en wir auf die Ord­nungs­kräf­te der sozia­len Marktwirtschaft?…

Wer glaubt, dass mit einem (demo­kra­ti­schen) Sozia­lis­mus in der Woh­nungs­wirt­schaft der Früh­ling aus­bricht, wer die­se Revo­lu­ti­on und ihre unab­seh­ba­ren finan­zi­el­len und sozia­len Fol­gen will, der muss mit Ja stimmen.

Es offen­bart dage­gen ein zwei­fel­haf­tes Demo­kra­tie­ver­ständ­nis, mit dem Volks­ent­scheid mal eben sei­nem Ärger Luft zu machen. Ein „Ja, aber“ oder „Ja, kei­ne Ahnung“ ist kei­ne Opti­on. Es geht um Ja oder Nein. Die Initiator:innen mei­nen es sehr ernst. Und ernst­haft soll­te man sein Kreuz setzen.«

21 Antworten auf „Für den "Tagesspiegel" sind nicht nur "ImpfgegnerInnen" gefährlich“

  1. Naja – also wenn ich das rich­tig ver­stan­den habe, so ver­pflich­tet Eigen­tum auch. Sozia­le Markt­wirt­schaft (also das, was die Poli­tik immer als real exis­tie­ren­des Modell her­vork­rahmt wenn's gerad mal passt) ist ja auch dadurch gekenn­zeich­net, dass Eigen­tum in mono­po­lis­ti­schen Grö­ßen­ord­nun­gen mit Wir­kung auf mess­ba­re Bevöl­ke­rungs­tei­le eben nicht nach Belie­ben ver­wer­tet wer­den darf. Wenn sich abzeich­net, dass die Ver­wer­tung des Eigen­tums gegen die Bevöl­ke­rung gerich­tet ist und in gro­ßem Maße in die rest­li­che Wirt­schaft oder auch nur in die nicht mono­po­lis­tisch beein­fluss­ba­ren Tei­le des glei­chen Wirt­schafts­ge­biets hin­ein­wirkt (z.B. Preis­er­hö­hun­gen durch Ver­än­de­rung des Miet­spie­gels), so ist ein sol­ches Mono­pol zu bre­chen. Kei­ne Ahnung, ob das Mit­tel der Ent­eig­nung dabei auch im Gesetz vor­ge­se­hen ist, hal­te ich aber nicht für ganz abwegig.
    Im Zwei­fel kann ja auch ein­fach der Gewinn der nächs­ten 10 Jah­re als Ent­schä­di­gung gezahlt wer­den. Die­ser Gewinn kann pro­blem­los aus den steu­er­lich wirk­sa­men Gewin­nen der letz­ten Jah­re ermit­telt wer­den – natür­lich schaut man vor­her­nicht nach, ob die bei den Steu­er­erklä­run­gen geschum­melt haben 🙂
    Ach­ja – auch noch zu beach­ten: es geht nur um die Woh­nun­gen, nicht um den Grund und Boden. Eines der Ver­wer­tungs­mo­del­le für Häu­ser mit vie­len Miet­par­tei­en ist der Ein­zel­ver­kauf der Woh­nun­gen. Eine Ent­eig­nung in die­sem Sin­ne könn­te sich also auch auf die­se Wohn­ein­hei­ten begrenzen.

  2. So wie man Un"geimpft"e abson­dert, könn­te man doch auch die Befür­wor­ter die­ser Initia­ti­ve absondern.
    Z.B. nach Kreuzberg.Hohen Zaun (Mau­er) drumrum.Fertig.
    Rest­ber­lin darf wei­ter­hin frei wohnen.
    Wer dann zu Besuch nach Kreuz­berg woll­te, müss­te an der Gren­ze ein Rest­hirn­zer­ti­fi­kat, ger­ne in gelb gehal­ten, vorzeigen.

  3. »Demo­kra­tie« war eben wirk­lich nie mehr als ein Herr­schafts­in­stru­ment der Mäch­ti­gen, die wuss­ten und wis­sen(?) – »ohne die­se Illu­si­on kom­men wir nicht aus und die nai­ven Men­schen wer­den sich eh bereit­wil­lig ver­ar­schen las­sen und den­ken es sei ihr eige­nes Inter­es­se was soll's «.
    Die Demo­kra­tie war wirk­lich für die Klas­sen vor­ge­se­hen, die sie erkämpft haben, aber nicht als Ent­mach­tung, son­dern als Täuschung.
    Die gan­zen Demo­kra­tie- und Ver­fas­sung-Idea­lis­ten, die immer noch das Land bevöl­kern und auch rela­tiv sel­ten was ande­res wol­len, müss­ten doch mer­ken: Sobald die For­de­rung nach ech­ter Mit­be­stim­mung laut wird, kommt der auto­ri­tä­re Umbau.
    Man soll­te kei­ne Mög­lich­kei­ten in ein Sys­tem hin­ein­le­sen, die nie vor­ge­se­hen waren, nur um dann zum Freund und Ver­tei­di­ger die­ses Sys­tems zu werden …
    Die­se Demo­kra­tie war und ist »die per­fek­te Form bür­ger­li­cher Herr­schaft« (Vgl. https://​de​.gegen​stand​punkt​.com/​p​u​b​l​i​k​a​t​i​o​n​e​n​/​b​u​c​h​a​n​g​e​b​o​t​/​d​e​m​o​k​r​a​tie) – Wer was ande­res will, soll was ande­res for­dern und nicht das Gute im heu­ti­gen Sys­tem verteidigen.

  4. Es ist mmer wie­der eine Freu­de, einem Wirt­schafts­lob­by­is­ten beim Argu­men­tie­ren lau­schen zu dürfen.

    Um im Jar­gon zu bleiben:
    Auf der einen Sei­te hat, der schon längst geführ­te Krieg, die ers­te Beu­te, in Form von dicken Ren­di­ten und wil­der Spe­ku­la­ti­on ein­ge­fah­ren und die ers­ten Opfer in Form von mas­siv gestie­ge­nen Mie­ten und ent­wur­zel­ten Men­schen, "denen ihr Platz in der Welt genom­men wor­den ist", gefor­dert. Auf der ande­ren Sei­te wird eben genau die­sen betrof­fe­nen Men­schen vor­ge­wor­fen, sie wür­den einen Krieg vom Sta­pel bre­chen, indem sie sich dage­gen wehren.
    (Klingt ver­traut. DIe, die die 1G‑,2G- und 3G-Regeln ein­füh­ren, sind die, die allen ande­ren die Spal­tung vorwerfen.)

    Die "Grund­fes­ten der frei­heit­lich-demo­kra­ti­schen Grundordnung"auf die "Fra­ge von Ent­eig­nun­gen" zu redu­zie­ren, wür­de dann doch das Grund­ge­setz stark verschlanken.
    In Deutsch­land sind die "Ord­nungs­kräf­te der sozia­len Markt­wirt­schaft" und deren Fol­gen nicht unbe­kannt. Die frei­wil­li­ge Aus­bil­dungs­of­fen­si­ve, wel­che letzt­end­lich zu einem Fach­kräf­te­man­gel geführt hat, oder der Reform­wahn im Gesund­heits­we­sen, wel­cher letzt­end­lich zur Auf­he­bung der pari­tä­ti­schen Kos­ten­ver­tei­lung geführt, 30000 offe­ne Stel­len geschaf­fen und die Kos­ten für den Ver­si­cher­ten ver­wie­viel­tauch­im­mer hat, als Bei­spie­le benannt.

    "Wie viel ist das Recht auf Eigen­tum in unse­rer Gesell­schaft wert?" Für den Ein­zel­nen oder das Unter­neh­men? Für jeman­den, der viel besitzt und jeman­den, der wenig besitzt? Was ist viel, was ist wenig? In wel­chen Ver­hält­nis­sen ent­steht mit dem Eigen­tum auch Ein­fluß oder Ver­ant­wor­tung? Wo ist das Recht des einen die Gren­ze des ande­ren? Benö­ti­gen Men­schen, in einer Gesell­schaft, nicht sowohl pri­va­tes Eigen­tum, als auch all­ge­mein ver­wal­te­te Mit­tel? (Ich mag Philosophie … : ) )

    Zum Rea­lis­mus: Auch die Stadt Ber­lin eig­net sich als Betrei­ber eines Unter­neh­mens. Die etwas beson­de­re Situa­ti­on der Nah­ver­kehrs­mit­tel, wo die Obhut über Bus, Tram und U‑Bahn in Hän­den der Stadt und die Oblie­gen­hei­ten der S‑Bahn in Hän­den der Deut­schen Bahn AG lie­gen, beschei­nigt dem rot-rot-grü­nen Senat, qua­si dem "(demo­kra­ti­schen) Sozia­lis­mus", auch wirt­schaft­li­che Fähig­kei­ten. (Aus wel­cher grau­en Vor­zeit kommst du denn? Die rot-rot-grü­nen, als Füh­rungs­spit­ze, ver­bie­ten auch schon längst Demos für Grund­rech­te und las­sen besetz­te Häu­ser räumen.)

    "Mal Eben" 359000 Unter­schrif­ten zu sam­meln, "so vie­le wie nie zuvor bei einem Volks­be­geh­ren" und "knapp 50 Pro­zent der Berliner:innen" wohl­wol­lend zu wis­sen, lapi­dar mit "sei­nem Ärger Luft zu machen" abzu­früh­stü­cken, "offen­bart dage­gen ein zwei­fel­haf­tes Demokratieverständnis."

    "Es geht um Ja oder Nein"bei einem Volks­be­geh­ren, nicht um das Ende der Welt oder der Demo­kra­tie oder der frei­heit­li­chen Grundordnung.
    (Zur Not ver­hö­kert die Stadt die 300000 sozia­len Woh­nun­gen wie­der für den sym­bo­li­schen einen Euro und bleibt, im Namen der Stadt, auf den Kos­ten sit­zen. (Ach­nee, das war ja damals, bei den Heu­schre­cken.) Viel­leicht lie­ße sich so etwas, mit dem Wis­sen um die kür­ze­re Ver­gan­gen­heit, vor­her regeln?)

    (((((Wirt­schafts­phi­lo­so­phie eines Volksvertreters?
    Ber­lin hat doch auch ein paar Beam­te, die an den, mög­li­cher­wei­se, zu erwer­ben­den Objek­ten, eine Bege­hung zwecks Fest­stel­lung von mög­li­chen sub­stan­zi­el­len, bau­li­chen, betrieb­li­chen, brand­schutz­ar­ti­gen oder sons­ti­gen Män­geln, jeder­zeit voll­zie­hen könn­ten. Eine not­wen­di­ge, durch ein Volks­be­geh­ren gestütz­te, ein­sei­ti­ge Kor­rek­tur des viel­leicht etwas zu hoch geschätz­ten Objekt­wer­tes wäre dann nicht aus­zu­schlie­ßen und könn­te, unter Umstän­den, einen man­gel­haf­ten, finan­zi­el­len Ein­satz am Erhalt und der Bereit­stel­lung des not­wen­di­gen Miet­rau­mes für Ber­lin auf­zei­gen. Über eine Defi­ni­ti­on von "not­wen­di­ger, bau­li­cher Maß­nah­me" bis hin zur "Schön­heits­re­pa­ra­tur" und den dar­aus, ent­ste­hen­den oder nicht ent­ste­hen­den, anfal­len­den, ein­ma­li­gen oder gar per­ma­nen­ten Kos­ten, bis hin zum Umver­tei­lungs­schlüs­sel auf die ein­zel­nen Mie­ter, mit stren­gem Blick auf deren sozia­le und wirt­schaft­li­che Lage der armen, aber sexy Stadt, (darf es ein Absatz mehr sein?) lie­ße sich, als gewähl­ter Ver­tre­ter, sowohl im steu­er­pflich­ti­gen Sin­ne des Unter­neh­mers, mit Ver­ant­wor­tung für die Kiez­kul­tur, als auch im tie­fen, kos­ten­in­ten­si­ven und regel­wü­ten­den Sin­nen des Ein­zel­nen, gar freu­dig und zeit­auf­wen­dig diskutieren. …)))))
    (Luft holen)
    (Mich dünkt, die­se Pan­de­mie hat bereits ihre Spu­ren bei mir hin­ter­las­sen. Ich dros­te schon. 🙂 )

  5. »Demons­tra­ti­ons­recht vor Demons­trie­ren­den schützen«
    Moment mal. Das ist doch abge­kup­fert. Das war doch Schrö­der, der die gesetz­li­che Ren­te dadurch ret­ten woll­te, dass er sie zer­stört hat.

  6. Das mit den Grund­rech­ten, hier Grund­recht auf Eigen­tum, wird völ­lig über­be­wer­tet. Also wer hier bereits eine Dik­ta­tur auf­zie­hen sieht, der soll­te mal sei­ne Bril­len­glä­ser put­zen. Es gibt ja wohl immer noch funk­tio­nie­ren­de Gerich­te, an die man sich wen­den kann. Grund­rech­te, Grund­rech­te, Grund­rech­te – ich, ich, ich. Denkt die Woh­nungs­wirt­schaft auch mal soli­da­risch? Denkt die auch mal an die ande­ren? Denkt die auch mal an das gro­ße Gan­ze? Bestimm­te Maß­nah­men funk­tio­nie­ren eben nur, wenn alle mit­zie­hen. Da kann nicht immer jeder auf sei­ner Frei­heit und sei­nen ver­meint­li­chen Rech­ten bestehen.

  7. Also fas­sen wir zusam­men: Juli­us ( der Autor des Kom­men­tars) hält wil­de Spe­ku­la­ti­on, dicke Ren­di­te und jeman­den des­we­gen obdach­los zu machen für sozia­le Markt­wirt­schaft und als mit den „Grund­fes­ten der frei­heit­lich-demo­kra­ti­schen Grund­ord­nung“ ver­ein­bar, die Reak­ti­on der Leu­te aber als unrecht oder als Kriegserklärung.

    Mit schlech­ter Psy­cho­lo­gie ( Platz in der Welt) bezeich­net er die Leut als wütend oder alter­na­tiv schwer­mü­tig dem­nach anfäl­lig für radi­ka­le Gedan­ken und beschei­nigt ihnen ein zwei­fel­haf­tes Demo­kra­tie­ver­ständ­nis. Mal unge­ach­tet des­sen, dass die­ses Argu­men­ta­ti­ons­mus­ter nun­mehr hin­läng­lich bekannt ist, wäre es inter­es­sant zu wis­sen, wel­chem Demo­kra­tie­ver­ständ­nis Juli­us fröhnt. 

    Dar­über Aus­kunft gibt gleich sein ers­ter Absatz: „Wenn der Mensch nicht weiß, wo sein Platz in der Welt ist….“ Juli­us argu­men­tiert getreu dem Mot­to „jedem das sei­ne“ aber stellt die­ses Prin­zip fata­ler­wei­se auf den Kopf —wohl nicht absicht­lich son­dern bewusstlos—und erin­nert damit an die Ver­drän­gung der Ver­gan­gen­heit, die eben­des­halb immer wiederkehrt. 

    Der Grund­satz suum cui­que ( jedem das sei­ne) ist alt und geht auf die anti­ke Phi­lo­so­phie (Pla­to) zurück zieht sich durch das gan­ze Mit­tel­al­ter und behan­delt die Fra­gen nach Recht und Gerech­tig­keit auch Ver­tei­lungs­ge­rech­tig­keit i.e. das Gemein­we­sen teilt jedem das zu (soll zutei­len) was ihm gebührt. Die­ser nor­ma­ti­ve Grund­satz mag dem Unbe­dar­fen erst­mal sym­pa­thisch erschei­nen. Er ist es aber nicht, was deut­lich wird, wenn ver­sucht wird zu defi­nie­ren was „gebührt“ wohl dann zu bedeu­ten hat und wer dar­über zu ent­schei­den hat. In der Anti­ke bis zum Aus­gang des Mit­tel­al­ters war die­se Fra­ge nicht pro­ble­ma­tisch, da jedem sein Stand von Gott zuge­teilt wur­de und das Gemein­we­sen eben der welt­li­che Exe­ku­tor die­ser fes­ten Welt­ord­nung war. Inso­fern war der Mensch eben kei­ne Indi­vi­du­um, son­dern eins mit der Natur, dem Gemein­we­sen. Die­ser Grund­satz steht quer zu den Ideen der Auf­klä­rung, da es nun der Mensch qua Ver­nunft, öko­no­misch aus­ge­drückt durch sei­ne eige­ne Hän­de Arbeit über das was ihm gebührt selbst bestimmt ( zumin­dest theo­re­tisch). Heu­te so zu argu­men­tie­ren, fällt hin­ter die Prä­mis­sen der Auf­klä­rung zurück und ver­rät poli­ti­sche Unkenntnis. 

    Nun Juli­us , obwohl Poli­tik­wis­sen­schaft­ler, hat von all dem kei­ne Ahnung, viel­mehr ver­tritt er den Grund­satz und fin­det, dass die Woh­nungs­wirt­schaft sich nur das nimmt was ihr zusteht. Die Reak­ti­on der geprell­ten Leu­te dage­gen ist eine Kriegs­er­klä­rung, die eben­die­se Wirt­schaft um ihre recht­mä­ßi­gen Früch­te bringt. Der deut­schen Ideo­lo­gie fol­gend erin­nert Juli­us an Luther, der sei­ne Gesin­nungs­ge­nos­sen dazu auf­rief der Gewalt der Obrig­keit kei­ne Gewalt ent­ge­gen­zu­set­zen, son­dern bedin­gungs­los zu gehor­chen. Das ist die Geburts­stun­de der deut­schen Obrigkeitshörigkeit. 

    Aber noch schlim­mer ist, dass Juli­us die Men­schen ver­höhnt, ihnen grund­lo­se Wut unter­schiebt und meint der Mob wol­le nur sei­nem „Ärger mal Luft machen“. Bezahl­ba­rer Wohn­raum steht wohl lei­der nicht jedem ohne wei­ters zu und über­haupt wer denkt, dass es so sein soll­te, ver­rät sich selbst als Demo­kra­tie­zweif­ler ( wir ken­nen alle den Begriff Coro­na­leug­ner) und steht somit außer­halb der recht­mä­ßi­gen Gemein­schaft, ein Anspruch auf ein men­schen­wür­di­ges Leben steht sol­chen Leu­ten per se sowie­so nicht zu. Wer wis­sen will, wo schon mal so gedacht wur­de, fin­det bei der Bun­des­zen­tra­le für poli­ti­sche Bil­dung d. h. kein Schwurb­ler­ver­ein, unter die­sem Link die Ant­wort. https://​www​.bpb​.de/​p​o​l​i​t​i​k​/​g​r​u​n​d​f​r​a​g​e​n​/​s​p​r​a​c​h​e​-​u​n​d​-​p​o​l​i​t​i​k​/​4​2​7​6​1​/​j​e​d​e​m​-​d​a​s​-​s​e​i​n​e​?​p​=​all
    Über das nicht nur zwei­fel­haft son­dern abso­lut feh­len­de Demo­kra­tie­ver­ständ­nis von Juli­us wis­sen wir nun zwei­fels­oh­ne Bescheid. 🙂

  8. So gut das Volks­be­geh­ren für die Ent­eig­nung sein soll­te, es spielt Schwab ("Du sollst nichts besit­zen") und sei­ner fasch… Gur­ken­trup­pe voll in die Hän­de. Der Staat gibt doch an Schwab und Co. das Volks­ei­gen­tum bereit­wil­lig weiter.
    Die­ses Volks­be­geh­ren hal­te ich für ein gran­dio­ses 🙁 Eigen­tor der Macher des Volks­be­geh­rens und für teil­wei­se einen Taschenspielertrick.

  9. Hier übri­gens ein "Offe­ner Brief Holo­cau­st­über­le­ben­der und Nach­fah­ren an die Medi­en" – nament­lich genannt und unterschrieben:

    "Nach­dem uns die erschre­cken­de Mel­dung erreich­te, dass die staat­lich finan­zier­ten Medi­en Pro­fes­sor Sucha­rit Bhak­di als Anti­se­mi­ten beschul­digt haben, haben wir uns ent­schlos­sen, die­sen Brief zu schrei­ben. Wir ste­hen hin­ter Pro­fes­sor Bhak­di, weil er die Wahr­heit spricht.

    Sie, die Medi­en, haben das Volk jah­re­lang belo­gen, indem Sie fal­sche Leh­ren aus dem Holo­caust gepre­digt haben. Das ist nicht die Leh­re aus dem Holo­caust, dass Juden nicht getö­tet oder in Fra­ge gestellt wer­den dür­fen. Kein Mensch darf getö­tet werden!

    Die Leh­re aus dem Holo­caust ist, dass man nicht zuse­hen und nicht mit­ma­chen darf, wenn eine Min­der­heit ver­folgt wird. Sie haben den Holo­caust für das Gegen­teil instru­men­ta­li­siert: um den Men­schen den Wil­len zu neh­men, sich gegen Unrecht zu weh­ren. Und auf die­se gott­lo­se Wei­se haben Sie einen neu­en Holo­caust vor­be­rei­tet und sind dabei, ihn umzusetzen."

    https://​www​.mwgfd​.de/​o​f​f​e​n​e​r​-​b​r​i​e​f​-​h​o​l​o​c​a​u​s​t​u​e​b​e​r​l​e​b​e​n​d​e​r​-​u​n​d​-​n​a​c​h​f​a​h​r​e​n​-​a​n​-​d​i​e​-​m​e​d​i​en/

  10. Gele­gent­lich kann man mal dar­auf hin­wei­sen, dass in unse­rem Grund­ge­setz kei­ne bestimm­te Wirt­schafts­ord­nung fest­ge­schrie­ben ist.

  11. Fern­un­ter­richt in Baden-Würt­tem­berg wie­der möglich 🙂

    "..gilt es auch in B‑W nicht mehr als Ver­let­zung der Schul­be­suchs­pflicht, wenn das Kind die Schu­le wegen Test­ver­wei­ge­rung nicht betre­ten darf! ..

    ..
    An die Eltern aus ande­ren Bun­des­län­dern: Wie­der wur­de dies auf­grund einer Kla­ge beim Ver­wal­tungs­ge­richts­hof erreicht! Klagt auch in den ande­ren Bundesländern! .."

    https://t.me/s/KlagePATEN_eu/1055

    Sie­he auch hier:

    https://t.me/s/EfAuF_Newsletter/2315

  12. Auch ADE-Theo­re­ti­ker kön­nen als gefähr­lich gelten.

    Ade, ADE?

    Wäre inter­es­sant die Ansich­ten von RW Mal­o­ne MD oder GVD Bos­sche dazu zuhören.

    "Schlim­me­rer Covid-Ver­lauf durch Imp­fung? Immu­no­lo­ge zer­legt Antikörper-Theorie

    Die­se The­se ist aller­dings falsch – das betont Cars­ten Watzl, Gene­ral­se­kre­tär der Deut­schen Gesell­schaft für Immu­no­lo­gie. Auf Twit­ter erklärt er zudem, wie sol­che infek­ti­ons­ver­stär­ken­den Anti­kör­per (Anti­bo­dy-Depen­dent Enhance­ment, ADE) ent­ste­hen und war­um bei der Coro­na-Imp­fung kei­ne Gefahr davon ausgeht.

    „Lei­der wer­den vie­le Unge­impf­te durch absicht­li­che Falsch­in­for­ma­tio­nen ver­un­si­chert. Dass die Coro­na Imp­fung infek­ti­ons­ver­stär­ken­de Anti­kör­per erzeu­gen könn­te, ist so eine Falsch­in­for­ma­ti­on!“, schreibt der Dort­mun­der Wissenschaftler.

    Auch das Paul-Ehr­lich-Insti­tut erklärt auf sei­ner Web­site: „Bis­lang gibt es weder im Tier­mo­dell einer Sars-CoV-2-Infek­ti­on, noch bei Covid-19-Gene­se­nen oder Sars-CoV-2-Infi­zier­ten Hin­wei­se auf das Vor­kom­men einer ADE-ver­ur­sach­ten Infektionsverstärkung.“

    „Bei der zwei­ten Infek­ti­on kön­nen die­se Anti­kör­per dann die Krank­heit ver­stär­ken, da sie das Virus bin­den und zur Infek­ti­on von Immun­zel­len füh­ren kön­nen“, erklärt der Mediziner.

    Nicht nur beim Den­gue-Fie­ber, auch bei Sars und Mers hät­ten For­scher unter bestimm­ten Bedin­gun­gen in Tier­mo­del­len eine sol­che Ver­stär­kung durch Anti­kör­per beob­ach­tet. Das ver­deut­li­chen meh­re­re Stu­di­en. Bei Sars stell­ten For­scher aus den USA etwa fest, dass Imp­fun­gen bei Mäu­sen, die gerin­ge Anti­kör­per­spie­gel ent­wi­ckel­ten, eine nach­fol­gen­de Infek­ti­on ver­schlim­mern konn­ten. Zudem lös­ten Imp­fun­gen gegen das N‑Protein des Sars-Virus womög­lich ver­stär­ken­de Anti­kör­per aus. Das ermit­tel­te eine wei­te­re Unter­su­chung aus Japan.

    Impf­stof­fe wur­den spe­zi­ell ent­wi­ckelt, um Anti­kör­per-Effekt zu vermeiden

    „Daher war das ein wich­ti­ger Punkt, auf den bei der Ent­wick­lung der Impf­stof­fe geach­tet wur­de“, erklärt Watzl. Aus die­sem Grund rich­te­ten sich die Coro­na-Impf­stof­fe gegen das Spike-Pro­te­in des Virus und nicht gegen das N‑Protein. Zudem ach­te­ten die Wis­sen­schaft­ler bei der Ent­wick­lung dar­auf, hohe neu­tra­li­sie­ren­de Anti­kör­per zu generieren.

    Auch das Paul-Ehr­lich-Insti­tut „betreibt eige­ne For­schungs­ar­bei­ten zu die­ser The­ma­tik und adres­siert die­se als theo­re­ti­sches Risi­ko von Covid-19-Impf­stof­fen früh­zei­tig in sei­nen regu­la­to­ri­schen Bera­tun­gen der Covid-19-Impf­stoff­ent­wick­ler zu nicht-kli­ni­schen und kli­ni­schen Prü­fun­gen“, wie das Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­te­ri­um erklärt.
    Kei­ne hef­ti­ge­rer Covid-Ver­lauf durch Impf-Antikörper

    Das Argu­ment man­cher Impf­geg­ner, dass sich der Effekt der infek­ti­ons­ver­stär­ken­den Anti­kör­per erst in der Zukunft, also lan­ge nach den Zulas­sungs­stu­di­en zei­gen kön­ne, ent­kräf­tet Watzl. Beim Den­gue-Fie­ber habe man die­sen Effekt zwar erst nach meh­re­ren Jah­ren ent­deckt – er sei aber von Beginn an auf­ge­tre­ten: aller­dings nur bei einer klei­nen Gruppe.

    „Bei Covid-19 haben wir welt­weit 5,5 Mil­li­ar­den Impf­do­sen ver­ab­reicht. Selbst Effek­te in noch so klei­nen Unter­grup­pen hät­te man iden­ti­fi­ziert“, erklärt er. „Daher gibt es bei den Covid-19-Imp­fun­gen kei­ne infek­ti­ons­ver­stär­ken­den Antikörper.“

    Die Sor­ge vor infek­ti­ons­ver­stär­ken­den Anti­kör­pern soll­te also nie­man­den davon abhal­ten, sich gegen Coro­na imp­fen zu las­sen. „Dafür spre­chen auch die Fak­ten, dass die Infek­ti­on nach einer Imp­fung mil­der ablau­fe als ohne Imp­fung.“ Es gel­te wei­ter­hin, dass imp­fen schüt­ze, unter­streicht der Mediziner.

    https://​www​.focus​.de/​g​e​s​u​n​d​h​e​i​t​/​n​e​w​s​/​s​c​h​l​i​m​m​e​r​e​r​-​c​o​v​i​d​-​v​e​r​l​a​u​f​-​d​u​r​c​h​-​i​m​p​f​u​n​g​-​i​m​m​u​n​o​l​o​g​e​-​z​e​r​l​e​g​t​-​a​n​t​i​k​o​e​r​p​e​r​-​t​h​e​o​r​i​e​_​i​d​_​2​1​3​9​4​2​9​2​.​h​tml

  13. Wenn das bloß eine Gesund­heits­ent­schei­dung ist und ich sol­che für mich selsbt tref­fe, dann braucht es ja gar kei­nen Druck von außen.
    Hat sich hier schon jemand mal aus­führ­lich in einem Impf­zen­trum vor der mög­li­chen Impf­ent­schei­dung sehr, sehr aus­führ­lich bera­ten lassen.
    Wäre eine Art inhalt­li­cher Fort­bil­dung für son man­chen unin­for­mier­ten Impfarzt…

    "Als Absen­der von Infor­ma­tio­nen müss­ten Ärz­te und Wis­sen­schaft­ler, nicht Poli­ti­ker im Fokus ste­hen. "Imp­fen ist eine wich­ti­ge Gesund­heits­ent­schei­dung, kei­ne poli­ti­sche Ent­schei­dung oder poli­ti­sches State­ment", beto­ne Betsch."

    https://www.n‑tv.de/panorama/13–36-Impfkampagne-Arzte-sollten-werben-nicht-Politiker–article21626512.html

  14. Passt nicht ganz hun­dert­pro­zen­tig hier­her. Aber ich stelle's den­noch hier ein.
    Frau Sarah Wagen­knecht sagt, dass die Imp­fun­gen nicht groß scha­den wür­den. https://​coro​na​-tran​si​ti​on​.org/​w​i​e​-​m​e​r​k​e​l​-​c​o​-​d​i​e​-​g​e​s​e​l​l​s​c​h​a​f​t​-​s​p​a​l​ten

    Fein. Die Lin­ke wird enorm an Stim­men ver­lie­ren. Das hat man ges­tern schon am Rosa-Luxem­burg-Platz in Ber­lin sehen. Das Fest der Mah­nung und Erin­ne­rung (2. Welt­krieg) war sehr spär­lich besucht wor­den. Nöti­gung, auf der Ver­an­stal­tung die Hau­be ins Gesicht zu zie­hen. Ich habe's nicht getan.

    Die Lin­ke ist bereit­wil­lig übers Coro­na-Stöck­chen gesprun­gen, das man ihr ab März 2020 hin­ge­hal­ten hat. Über die­ses Stöck­chen ist lei­der auch Frau Wagen­knecht gesprungen.

    1. @Bolle: Ich möch­te auf kei­nen Fall die Hal­tung der Par­tei DIE LINKE in der Coro­na-Poli­tik ver­tei­di­gen, aber:
      An wel­cher Stel­le sagt Frau Wagen­knecht, "daß die Imp­fun­gen nicht groß scha­den wür­den"? – Ich kann die­se Aus­sa­ge in dem ein­ge­stell­ten Link nicht fin­den. Ich weiß nicht, ob sie Ihre Mei­nung inzwi­schen geän­dert hat, aber bis vor kur­zem hat sie gesagt, dass sie nicht geimpft ist (Sen­dung bei Lanz).

      1. Nicht direkt, aber sie glaubt dar­an, dass es die Gegen"-"Corona"-"Impfung" geben muss. Ab etwa Minu­te 07:24.
        Frau Wagen­knecht denkt immer noch, der "Impf"stoff sei schnell für die "Risi­ko­grup­pen" ent­wi­ckelt worden.
        https://​coro​na​-tran​si​ti​on​.org/​w​i​e​-​m​e​r​k​e​l​-​c​o​-​d​i​e​-​g​e​s​e​l​l​s​c​h​a​f​t​-​s​p​a​l​ten
        Das Wort "Risi­ko­grup­pe" ist eine jeman­den dif­fa­mie­ren­des Wort.

  15. Bei die­sem Tages­spie­gel-Arti­kel reicht es doch eigent­lich, wenn man sich den ers­ten Satz auf der Zun­ge zer­ge­hen lässt:

    "Wenn der Mensch nicht weiß, wo sein Platz in der Welt ist, spürt er Wut oder Schwermut."

    Also … die Armen sol­len sich ein­fach damit abfin­den, dass Ihr Platz in der Welt dar­in besteht, ihre Armut und die Woh­nungs­not zu akzep­tie­ren. Die Rei­chen akzep­tie­ren ihren Platz in der Welt doch auch!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.